Evolutionspsychologie Und Ihre Implikationen Für Erziehung Und Bildung at Universität Bern | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Evolutionspsychologie und ihre Implikationen für Erziehung und Bildung an der Universität Bern

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Evolutionspsychologie und ihre Implikationen für Erziehung und Bildung Kurs an der Universität Bern zu.

TESTE DEIN WISSEN


Aspekte der Verpflichtung (commitment)

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TESTE DEIN WISSEN

- Sexuelle Treue
- Kanalisierung der Ressourcen zum Partner
- Kanalisierung der eigenen Zeit, Energie und Anstrengung zu den
Bedürfnissen des Partners auf Kosten der Erfüllung der persönlichen
eigenen Ziele
- Emotionale Unterstützung in schwierigen Zeiten
- Reproduktion (auch des Partners)
➔ zentrale Aspekte der Liebe
34

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TESTE DEIN WISSEN


Evolution durch Selektion

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TESTE DEIN WISSEN

• Die derzeit einzige wissenschaftliche Theorie, die die Vielfalt
des Lebens erklären kann
• Vorteile der Theorie:
- Ihre fundamentalen Prinzipien wurden viele Male empirisch bestätigt
und nicht widerlegt (sowohl im Labor als auch im Feld)
- Sie erklärt bekannte Fakten
- Sie führt zu neuen Vorhersagen
- Sie bietet Orientierung in wichtigen Bereichen der wissenschaftlichen
Forschung

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TESTE DEIN WISSEN


Evolutionärer Erzeugnisse --> Nebenprodukte

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TESTE DEIN WISSEN

• Definition Nebenprodukte:
- Eigenschaften, die nicht Anpassungsprobleme lösen und keine
funktionale Ausgestaltung haben
-Werden im Zusammenhang mit Anpassungen (d.h. Eigenschaften mit
funktionaler Ausgestaltung) "mitgeführt"
• Beispiel:
- Anpassung: Nabelschnur
- Nebenprodukt: Bauchnabel

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Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung (Gene)

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• Für die Weitergabe der Anpassung von den Eltern an die Kinder
werden Gene benötigt
• Bei den meisten Anpassungen sind viele Gene involviert (z.B.
Hunderte für die Ausprägung des menschlichen Auges)
• Entwicklung der Anpassung: Eine Gen-Mutation (Kopier-Fehler bei
einem DNA-Stück) in einem Individuum, die einen Überlebensvorteil
in der gegebenen Umwelt bewirkt, wird über viele Generationen
hinweg in der Population verbreitet
• Die Umwelten von Individuen sind relevant für die Aktivierung und
Ausprägung einer Anpassung (Gen-Umwelt-Interaktion)

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Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung

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TESTE DEIN WISSEN

• Um eine Anpassung zu sein, muss sie für die Mitglieder einer Spezies
charakteristisch sein, d.h.
- zuverlässige Entwicklung in wenigstens einigermassen intakter Form unter den
Mitgliedern der Spezies
- in allen normalen Umwelten
- zu einer bestimmten Zeit während der Lebensspanne
• Anpassungen können jedoch auch geschlechtsabhängig bzw. in
bestimmten Subpopulationen auftreten (z.B. Hautfarbe)
• Anpassungen müssen nicht bereits bei der Geburt ausgeprägt sein (z.B.
Bipedie, weibliche Brust)

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Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung

(Unterteilung von Anpassungen nach ihrer Funktion)

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TESTE DEIN WISSEN

-Sinnesorgane als Anpassungen ermöglichen Input über anpassungs-
relevante Information aus der Umwelt
- Der Bewegungsapparat als Anpassung ermöglicht die Bewegung durch die
Umwelt und deren Manipulation
- Psychologische Anpassungen sind eine spezielle Unterklasse der
Anpassungen (Fokus der Evolutionspsychologie und dieser Vorlesung)


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Evolutionärer Erzeugnisse 

Definition Anpassungen (adaptations)

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TESTE DEIN WISSEN

- Vererbte und sich zuverlässig entwickelnde Eigenschaften
- Entstanden durch natürliche Selektion
- Entstanden, weil sie während der Periode ihrer Evolution besser halfen
Probleme des Überlebens oder der Reproduktion zu lösen als
alternative Ausprägungen in der Population

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TESTE DEIN WISSEN


Evolutionärer Erzeugnisse --> Rauschen / Zufallseffekte

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TESTE DEIN WISSEN

• Definition Rauschen (noise):
- Zufällige Effekte
- Verursacht durch zufällige Mutationen, plötzliche und
aussergewöhnliche Veränderungen der Umwelt oder zufällige
Geschehnisse während der individuellen Entwicklung
• Beispiel: Die Form des Bauchnabels einer Person (würde es
ohne die Anpassung Nabelschnur nicht geben, daher auch ein
evolutionäres Erzeugnis)

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Die menschliche Natur: Eine Frage der Anschauung

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TESTE DEIN WISSEN

• "Menschliche Natur": Kerneigenschaften, die uns als
einzigartige Spezies definieren
• Sigmund Freud: Menschliche Natur besteht aus sexuellen und
aggressiven Impulsen
• William James: Menschliche Natur besteht aus Dutzenden oder
gar Hunderten Einzelinstinkten
• B. F. Skinner: Menschliche Natur besteht aus wenigen, ganz
allgemeinen Lernmechanismen

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TESTE DEIN WISSEN

Die menschliche Natur: Eine Frage der Anschauung

• In der Evolutionstheorie Orientierung an vier groben Klassen
adaptiver Probleme:


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TESTE DEIN WISSEN

1) Probleme von Überleben und Wachstum (der Organismus muss an den
Punkt kommen, an dem er in der Lage zur Reproduktion ist)
2) Probleme der Paarung (Auswahl, Gewinnung, Behalten von
Paarungspartnern; sexuelles Verhalten, das für erfolgreiche Reproduktion
notwendig ist)
3) Probleme der Elternschaft (Unterstützung des Nachwuchses beim
Überleben und Wachstum bis hin zum Punkt, an dem er in der Lage ist, sich
zu reproduzieren)
4) Probleme der Unterstützung genetischer Verwandter (Unterstützung der
Reproduktion nicht direkter Nachkommen, die Kopien der eigenen Gene
tragen)
26

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TESTE DEIN WISSEN

Grundlegendes zu evolutionär entwickelten
psychologischen Mechanismen
Eigenschaften der Mechanismen

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


• Aufteilung des menschlichen Geistes nach Funktionen
-Wenn zwei Komponenten des Geistes unterschiedliche adaptive
Funktionen erfüllen, werden sie als separate Mechanismen angesehen
- Separat heisst nicht, dass die Mechanismen nicht interagieren können
- Es gibt noch unendliche viele andere Möglichkeiten, Komponenten des
menschlichen Geistes zu definieren; die meisten davon wären jedoch
willkürlich und wenig brauchbar

• Problemspezifität der Mechanismen
- Adaptive Probleme sind spezifisch (z.B. nicht von einer Schlange
gebissen werden, ein Habitat mit fliessendem Wasser und
Versteckmöglichkeiten finden, keine Früchte mit Parasiten drin essen,
einen fertilen Partner finden)
- Es gibt in dem Sinne kein generelles Anpassungsproblem
-Wie die adaptiven Probleme sind auch deren erfolgreiche Lösungen
spezifisch: Ein Überlebensproblem (z.B. geeignete Nahrung finden)
benötigt einen anderen Lösungsansatz wie ein Reproduktionsproblem
(einen geeigneten Partner finden)

• Menschen besitzen viele evolutionär entwickelte Mechanismen
- Da sich ihnen auch viele adaptive Probleme stellen (z.B. nicht aus
grosser Höhe fallen, gefährliche unbekannte Menschen vermeiden,
gute Partner auswählen und für sich gewinnen, die eigenen Kinder
sozialisieren, soziale Konflikte handhaben)
- Eine grosse Zahl an adaptiven Problemen kann nicht mit einer
Handvoll Mechanismen begegnet werden; deshalb benötigt es viele
spezialisierte psychologische Mechanismen

• Die Spezifität, Komplexität und Vielzahl an evolutionär entwickelten
psychologischen Mechanismen ermöglicht Menschen flexibles
Verhalten
- Keine rigiden Instinkte, da Entscheidungen Teil der Mechanismen sind
- Für die meisten psychologischen Mechanismen gibt es mehrere mögliche
Reaktionsoptionen (z.B. Schlange mit einem Stock attackieren ODER
bewegungslos vor ihr stehenbleiben ODER wegrennen)
- Mehr Mechanismen (z.B. Beine PLUS Flügel) ermöglichen mehr Flexibilität
(z.B. Vogel kann Gehen ODER Fliegen)

• Neben den vielen spezifischen psychologischen Mechanismen
haben sich evolutionär zusätzlich einige domänen-übergreifende
psychologische Mechanismen entwickelt
- z.B. allgemeine Intelligenz, Arbeitsgedächtnis, klassische Konditionierung
- Solche allgemeinen Mechanismen sind hilfreich, um neue Lösungen zu
entwickeln, wenn dies notwendig ist ➜ ermöglicht Anpassung an
verschiedene oder sich schnell ändernde Umwelten (z.B. Klimaunterschiede,
Vulkanausbrüche)
- Solche Mechanismen sind eine Erklärung für die Überlebensfähigkeit und
Dominanz des Menschen in fast allen Gebieten der Erde
- (Allerdings ist der Ansatz der allgemeinen Mechanismen noch nicht etabliert)

• Evolutionär entwickelte psychologische Mechanismen sind nicht das
Gegenteil von Lernen und Kultur, sondern deren Voraussetzung
- z.B. lernt man bestimmte Nahrungsmittelaversionen über negative
Erfahrungen mit dem Nahrungsmittel und einen evolutionär entwickelten
Lernmechanismus
- Lernen und Kultur erfordern ein evolutionär entwickeltes Gehirn

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TESTE DEIN WISSEN


Panspermie / Seeding Theory

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TESTE DEIN WISSEN

• Annahme, dass das Leben nicht auf der Erde entstand, sondern
Samen über einen Meteoriten oder Aliens auf die Erde kamen;
in der Folge soll es dann zu evolutionären Weiterentwicklungen
gekommen sein
• Diese Theorie ist grundsätzlich empirisch prüfbar (z.B. Suche
nach Lebensspuren auf Meteoriten), jedoch konnte bisher keine
solide empirische Evidenz dafür ausgemacht werden
• Es würde sich dann die Frage nach den Entwicklungs-
mechanismen bei den aussäenden Lebensformen stellen


(Diese Theorie hilft uns nicht weiter sie verschiebt nur das Problem, weil wie sind Aliens entstanden?)

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  • 149038 Karteikarten
  • 1519 Studierende
  • 36 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Evolutionspsychologie und ihre Implikationen für Erziehung und Bildung Kurs an der Universität Bern - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:


Aspekte der Verpflichtung (commitment)

A:

- Sexuelle Treue
- Kanalisierung der Ressourcen zum Partner
- Kanalisierung der eigenen Zeit, Energie und Anstrengung zu den
Bedürfnissen des Partners auf Kosten der Erfüllung der persönlichen
eigenen Ziele
- Emotionale Unterstützung in schwierigen Zeiten
- Reproduktion (auch des Partners)
➔ zentrale Aspekte der Liebe
34

Q:


Evolution durch Selektion

A:

• Die derzeit einzige wissenschaftliche Theorie, die die Vielfalt
des Lebens erklären kann
• Vorteile der Theorie:
- Ihre fundamentalen Prinzipien wurden viele Male empirisch bestätigt
und nicht widerlegt (sowohl im Labor als auch im Feld)
- Sie erklärt bekannte Fakten
- Sie führt zu neuen Vorhersagen
- Sie bietet Orientierung in wichtigen Bereichen der wissenschaftlichen
Forschung

Q:


Evolutionärer Erzeugnisse --> Nebenprodukte

A:

• Definition Nebenprodukte:
- Eigenschaften, die nicht Anpassungsprobleme lösen und keine
funktionale Ausgestaltung haben
-Werden im Zusammenhang mit Anpassungen (d.h. Eigenschaften mit
funktionaler Ausgestaltung) "mitgeführt"
• Beispiel:
- Anpassung: Nabelschnur
- Nebenprodukt: Bauchnabel

Q:


Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung (Gene)

A:

• Für die Weitergabe der Anpassung von den Eltern an die Kinder
werden Gene benötigt
• Bei den meisten Anpassungen sind viele Gene involviert (z.B.
Hunderte für die Ausprägung des menschlichen Auges)
• Entwicklung der Anpassung: Eine Gen-Mutation (Kopier-Fehler bei
einem DNA-Stück) in einem Individuum, die einen Überlebensvorteil
in der gegebenen Umwelt bewirkt, wird über viele Generationen
hinweg in der Population verbreitet
• Die Umwelten von Individuen sind relevant für die Aktivierung und
Ausprägung einer Anpassung (Gen-Umwelt-Interaktion)

Q:


Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung

A:

• Um eine Anpassung zu sein, muss sie für die Mitglieder einer Spezies
charakteristisch sein, d.h.
- zuverlässige Entwicklung in wenigstens einigermassen intakter Form unter den
Mitgliedern der Spezies
- in allen normalen Umwelten
- zu einer bestimmten Zeit während der Lebensspanne
• Anpassungen können jedoch auch geschlechtsabhängig bzw. in
bestimmten Subpopulationen auftreten (z.B. Hautfarbe)
• Anpassungen müssen nicht bereits bei der Geburt ausgeprägt sein (z.B.
Bipedie, weibliche Brust)

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:


Evolutionärer Erzeugnisse --> Anpassung

(Unterteilung von Anpassungen nach ihrer Funktion)

A:

-Sinnesorgane als Anpassungen ermöglichen Input über anpassungs-
relevante Information aus der Umwelt
- Der Bewegungsapparat als Anpassung ermöglicht die Bewegung durch die
Umwelt und deren Manipulation
- Psychologische Anpassungen sind eine spezielle Unterklasse der
Anpassungen (Fokus der Evolutionspsychologie und dieser Vorlesung)


Q:


Evolutionärer Erzeugnisse 

Definition Anpassungen (adaptations)

A:

- Vererbte und sich zuverlässig entwickelnde Eigenschaften
- Entstanden durch natürliche Selektion
- Entstanden, weil sie während der Periode ihrer Evolution besser halfen
Probleme des Überlebens oder der Reproduktion zu lösen als
alternative Ausprägungen in der Population

Q:


Evolutionärer Erzeugnisse --> Rauschen / Zufallseffekte

A:

• Definition Rauschen (noise):
- Zufällige Effekte
- Verursacht durch zufällige Mutationen, plötzliche und
aussergewöhnliche Veränderungen der Umwelt oder zufällige
Geschehnisse während der individuellen Entwicklung
• Beispiel: Die Form des Bauchnabels einer Person (würde es
ohne die Anpassung Nabelschnur nicht geben, daher auch ein
evolutionäres Erzeugnis)

Q:

Die menschliche Natur: Eine Frage der Anschauung

A:

• "Menschliche Natur": Kerneigenschaften, die uns als
einzigartige Spezies definieren
• Sigmund Freud: Menschliche Natur besteht aus sexuellen und
aggressiven Impulsen
• William James: Menschliche Natur besteht aus Dutzenden oder
gar Hunderten Einzelinstinkten
• B. F. Skinner: Menschliche Natur besteht aus wenigen, ganz
allgemeinen Lernmechanismen

Q:

Die menschliche Natur: Eine Frage der Anschauung

• In der Evolutionstheorie Orientierung an vier groben Klassen
adaptiver Probleme:


A:

1) Probleme von Überleben und Wachstum (der Organismus muss an den
Punkt kommen, an dem er in der Lage zur Reproduktion ist)
2) Probleme der Paarung (Auswahl, Gewinnung, Behalten von
Paarungspartnern; sexuelles Verhalten, das für erfolgreiche Reproduktion
notwendig ist)
3) Probleme der Elternschaft (Unterstützung des Nachwuchses beim
Überleben und Wachstum bis hin zum Punkt, an dem er in der Lage ist, sich
zu reproduzieren)
4) Probleme der Unterstützung genetischer Verwandter (Unterstützung der
Reproduktion nicht direkter Nachkommen, die Kopien der eigenen Gene
tragen)
26

Q:

Grundlegendes zu evolutionär entwickelten
psychologischen Mechanismen
Eigenschaften der Mechanismen

A:


• Aufteilung des menschlichen Geistes nach Funktionen
-Wenn zwei Komponenten des Geistes unterschiedliche adaptive
Funktionen erfüllen, werden sie als separate Mechanismen angesehen
- Separat heisst nicht, dass die Mechanismen nicht interagieren können
- Es gibt noch unendliche viele andere Möglichkeiten, Komponenten des
menschlichen Geistes zu definieren; die meisten davon wären jedoch
willkürlich und wenig brauchbar

• Problemspezifität der Mechanismen
- Adaptive Probleme sind spezifisch (z.B. nicht von einer Schlange
gebissen werden, ein Habitat mit fliessendem Wasser und
Versteckmöglichkeiten finden, keine Früchte mit Parasiten drin essen,
einen fertilen Partner finden)
- Es gibt in dem Sinne kein generelles Anpassungsproblem
-Wie die adaptiven Probleme sind auch deren erfolgreiche Lösungen
spezifisch: Ein Überlebensproblem (z.B. geeignete Nahrung finden)
benötigt einen anderen Lösungsansatz wie ein Reproduktionsproblem
(einen geeigneten Partner finden)

• Menschen besitzen viele evolutionär entwickelte Mechanismen
- Da sich ihnen auch viele adaptive Probleme stellen (z.B. nicht aus
grosser Höhe fallen, gefährliche unbekannte Menschen vermeiden,
gute Partner auswählen und für sich gewinnen, die eigenen Kinder
sozialisieren, soziale Konflikte handhaben)
- Eine grosse Zahl an adaptiven Problemen kann nicht mit einer
Handvoll Mechanismen begegnet werden; deshalb benötigt es viele
spezialisierte psychologische Mechanismen

• Die Spezifität, Komplexität und Vielzahl an evolutionär entwickelten
psychologischen Mechanismen ermöglicht Menschen flexibles
Verhalten
- Keine rigiden Instinkte, da Entscheidungen Teil der Mechanismen sind
- Für die meisten psychologischen Mechanismen gibt es mehrere mögliche
Reaktionsoptionen (z.B. Schlange mit einem Stock attackieren ODER
bewegungslos vor ihr stehenbleiben ODER wegrennen)
- Mehr Mechanismen (z.B. Beine PLUS Flügel) ermöglichen mehr Flexibilität
(z.B. Vogel kann Gehen ODER Fliegen)

• Neben den vielen spezifischen psychologischen Mechanismen
haben sich evolutionär zusätzlich einige domänen-übergreifende
psychologische Mechanismen entwickelt
- z.B. allgemeine Intelligenz, Arbeitsgedächtnis, klassische Konditionierung
- Solche allgemeinen Mechanismen sind hilfreich, um neue Lösungen zu
entwickeln, wenn dies notwendig ist ➜ ermöglicht Anpassung an
verschiedene oder sich schnell ändernde Umwelten (z.B. Klimaunterschiede,
Vulkanausbrüche)
- Solche Mechanismen sind eine Erklärung für die Überlebensfähigkeit und
Dominanz des Menschen in fast allen Gebieten der Erde
- (Allerdings ist der Ansatz der allgemeinen Mechanismen noch nicht etabliert)

• Evolutionär entwickelte psychologische Mechanismen sind nicht das
Gegenteil von Lernen und Kultur, sondern deren Voraussetzung
- z.B. lernt man bestimmte Nahrungsmittelaversionen über negative
Erfahrungen mit dem Nahrungsmittel und einen evolutionär entwickelten
Lernmechanismus
- Lernen und Kultur erfordern ein evolutionär entwickeltes Gehirn

Q:


Panspermie / Seeding Theory

A:

• Annahme, dass das Leben nicht auf der Erde entstand, sondern
Samen über einen Meteoriten oder Aliens auf die Erde kamen;
in der Folge soll es dann zu evolutionären Weiterentwicklungen
gekommen sein
• Diese Theorie ist grundsätzlich empirisch prüfbar (z.B. Suche
nach Lebensspuren auf Meteoriten), jedoch konnte bisher keine
solide empirische Evidenz dafür ausgemacht werden
• Es würde sich dann die Frage nach den Entwicklungs-
mechanismen bei den aussäenden Lebensformen stellen


(Diese Theorie hilft uns nicht weiter sie verschiebt nur das Problem, weil wie sind Aliens entstanden?)

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