Unternehmensführung 1 Kontrollfragen at TU Ilmenau | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Unternehmensführung 1 Kontrollfragen an der TU Ilmenau

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TESTE DEIN WISSEN


Definieren Sie den Begriff des Normativen Managements und nennen Sie die Elemente.


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TESTE DEIN WISSEN


Definition: 

Gegenstand der Normativen Unternehmensführung ist die Definition des Selbstverständnisses (Identität) des Unternehmens und die dauerhafte Sicherung der Fähigkeit zur Erhaltung und erfolgreichen Weiterentwicklung. Die normative Ebene beschäftigt sich mit den generellen Unternehmenszielen, -prinzipien und -spielregeln (Definition von Normen) und wirkt begründend für die strategischen und operativen Aufgaben und Handlungen.


Elemente:

Unternehmensidentität: „Wer sind wir?“ – umfasst und gestaltet Erscheinungsbild,

Unternehmenskultur und Kommunikation


Vision: „Wo sehen wir uns langfristig?“ – szenarische, dennoch realistische und glaubwürdige Aussagen hinsichtlich anzustrebender und erreichbarer Zukunft


Mission: „Warum gibt es uns?“ – Zweck und Gegenstand des unternehmerischen Handelns


Unternehmensgrundsätze: „Nach welchen Grundwerten und Grundsätzen handeln wir?“ –

Fixierung von Regeln i.S. der Unternehmensverfassung und Verhaltenskodizes


Zielsystem: Handlungsziele in einer Zielhierarchie


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TESTE DEIN WISSEN


Erläutern Sie den Grundgedanken der Anreiz-Beitrags-Theorie.


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TESTE DEIN WISSEN


Die Anspruchsgruppen eines Unternehmens leisten nur dann die für eine unternehmerische Tätigkeit benötigten Beiträge (Eigentümer und FK-Geber: Geld; Mitarbeiter: Arbeitskraft; Staat: Rechtssicherheit; etc.), wenn die im Gegenzug vom Unternehmen gebotenen Anreize (Kapitalgeber: Rendite; Mitarbeiter: Lohn; Staat: Steuereinnahmen; etc.) den Aufwand für den Beitrag subjektiv ausgleichen.


Da in der Regel keine Informationen über alle alternativen Einsatzmöglichkeiten der eigenen Beiträge (z.B. Mitarbeiter: alternativer Arbeitgeber) bekannt sind, zielen die Anspruchsgruppen nicht auf ein bestmögliches Anreiz-Beitrags-Verhältnis ab, sondern auf ein zufriedenstellendes Anreiz- Beitrags-Verhältnis (Satisficing).


Wenn Anreize und Beiträge im Gleichgewicht sind, leisten alle Anspruchsgruppen auch weiterhin ihre Beiträge und das Unternehmen kann fortbestehen.


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TESTE DEIN WISSEN


  1. Erläutern Sie die Konstellation der Prinzipal-Agenten-Theorie und geben Sie Beispiele für die jeweiligen Akteure. Worin besteht das Spannungsverhältnis und welche Lösung sehen Sie?


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TESTE DEIN WISSEN


  1. Eine Seite: Prinzipal (= Auftraggeber), z.B. Eigenkapitalgeber, Aktionär
    -> kennt nicht die Details aus dem operativen Geschäft des Unternehmens

    • Delegation der Aufgaben der Unternehmensführung an den Agenten, Abgeben von Entscheidungsbefugnissen, dauerhafte Übertragung von Aufgaben



Andere Seite: Agent (= Ausführender), z.B. Geschäftsführer, Vorstand
-> hat Informationsvorsprung gegenüber dem Prinzipal durch Ausbildung/Qualifikation

• Wahrnehmung der Aufgaben der Unternehmensführung, Treffen von Entscheidung im täglichen Geschäft


Spannungsverhältnis:

Prinzipal: gibt Ziele (= Unternehmensziele) vor, die der Agent verwirklichen soll

Agent: verfolgt individuelle Ziele zur eigenen Nutzenmaximierung (evtl. zu Lasten des Prinzipals). Aufgrund des Informationsvorsprungs ist dies leicht möglich, ohne dass der Prinzipal dies merkt


Ergebnis: Zielkonflikte, da individuelle Ziele des Agenten von den Zielen des Prinzipals abweichen, asymmetrische Informationsverteilung


Lösung: Verknüpfung der Ziele durch vertragliche Vereinbarungen, entsprechende Entlohnung des Agenten bei Erreichung der Unternehmensziele, Überwachung des Agenten durch den Prinzipalen




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TESTE DEIN WISSEN


Definieren Sie den Begriff der Unternehmensführung und erläutern Sie die beiden zu unterscheidenden Sichtweisen.


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TESTE DEIN WISSEN


Definition: Unternehmensführung als Ausrichtung des arbeitsteiligen Handelns im Unternehmen auf den Unternehmenszweck.


Institutioneller Begriff: Personen, die das Unternehmen führen (Personenkreis)Instrumenteller 


Begriff: Aufgaben, die diese Personen wahrnehmen (Kranz von Steuerungsaufgaben)


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TESTE DEIN WISSEN


Nennen und erläutern Sie (kurz!) die Aufgaben des Managementprozesses.


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TESTE DEIN WISSEN


Planung: Bestimmung der Zielrichtung eines Unternehmens und Entwicklung zukünftiger

Handlungsoptionen


Organisation: Schaffung von Aufgabeneinheiten, Zuweisen von Entscheidungsbefugnissen 


Personaleinsatz: Bereitstellung und Entwicklung von Personal


Führung: Veranlassung der Arbeitsausführung und Feinsteuerung


Kontrolle: Ist-Soll-Vergleich und Überprüfung der Ergebnisse auf Korrekturmaßnahmen


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TESTE DEIN WISSEN


Beschreiben Sie die Ebenen der Unternehmensführung im Modell von Ulrich, nennen Sie Elemente und geben Sie ein Beispiel aus der Praxis für je ein Element.


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TESTE DEIN WISSEN


Normative Unternehmensführung

Selbstverständnis des Unternehmens gibt Handlungsrahmen für strategische Unternehmensführung vor 

Elemente: Unternehmensverfassung, Vision, Mission, Ziele, Unternehmenskultur


Beispiel Mission: „Der Umwelt zuliebe“ oder „Connecting People“
-> Vorgabe eines Rahmens für entsprechende strategische Ausrichtung


Strategische Unternehmensführung

Umsetzung der normativen Vorgaben (Mission, Vision etc.)

Strukturen, Systeme werden geschaffen (Ableitung Markposition, Ressourcenausstattung)

Langfristiger Handlungsrahmen

Elemente: Strategien, Strukturen, Systeme


Beispiel: Differenzierungsstrategie: Das Streben nach Nachhaltigkeit ist Basis unseres Erfolges.



Operative Unternehmensführung

Konkretes Handlungsbündel für Funktionsbereiche formulieren/umsetzen/überwachen. 

Ergebnis: Leistung an Kunden, für die die Kunden bezahlen

Die operative Leistungserstellung ist kurzfristig, an Veränderungen am Markt orientiert, sie bewegt sich jedoch innerhalb des Rahmens der strategischen Vorgaben

Elemente: (operative) Ziele, konkrete Maßnahmen


Beispielziel: Umsatzsteigerung von 10% im nächsten Quartal durch Verkaufsaktion


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Erklären Sie den Unterschied zwischen den Unternehmenszielen Shareholder Value und Stakeholder Value.


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TESTE DEIN WISSEN


Gemäß der Stakeholder-Value-These soll es Ziel der Unternehmensführung sein, den durch die unternehmerische Tätigkeit erreichbaren Gesamtnutzen für alle Anspruchsgruppen zu maximieren. Hierbei sind Wahlentscheidungen zu Gunsten bzw. zu Lasten der einzelnen Anspruchsgruppen zu treffen. Problem: Die Nutzenfunktionen der Anspruchsgruppen sind nicht alle bekannt, außerdem müssten die Interessen unterschiedlicher Gruppen (bei Abendarbeit z.B. Arbeitnehmer vs. Kunden) gegeneinander abgewogen werden. Der Ansatz ist daher in der Praxis nur schwer umzusetzen.


Grundgedanke des Shareholder Value-Konzepts ist die Maximierung des Shareholder Values, d.h. die Maximierung des Nutzens der Eigenkapitalgeber. Begründung: Diese Anspruchsgruppe trägt das höchste Risiko, daher sollten ihre Ansprüche höchste Priorität genießen. Bei Aktiengesellschaften ist die Zielgröße daher der Unternehmenswert, der auf unterschiedliche Weise berechnet werden kann (Economic Value Added, Cashflow, Return on Investment etc.)



-> Aufgrund der nicht möglichen Operationalisierung des Stakeholder Values wird in der Praxis der Shareholder Value als Hauptziel des Unternehmens genutzt. Allerdings können die Interessen der anderen Stakeholder nie vollständig ignoriert werden, da sich sonst wichtige Anspruchsgruppen (Kunden etc.) vom Unternehmen abwenden würden.


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TESTE DEIN WISSEN


Nennen und erläutern Sie das Ökonomische Prinzip in seinen drei Ausprägungsformen und geben Sie jeweils ein Beispiel.


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TESTE DEIN WISSEN


Rationales Verhalten, welches darauf ausgerichtet ist, knappe Güter so einzusetzen, dass eine höchstmögliche Bedürfnisbefriedigung erzielt wird.

  • Maximum-Prinzip: Bei gegebenem Input maximalen Output erzielen. 

Bsp.: Mit einem Liter Sprit möglichst weit fahren.



  • Minimum-Prinzip: Den gegebenen Output mit möglichst geringem Input erzielen. 

Bsp.: Für 100 km Fahrtstrecke möglichst wenig Sprit verbrauchen.



  • Generelles Extremum-Prinzip (Optimum-Prinzip): Das Verhältnis von Output zu Input maximieren.

Bsp. Fahrtstrecke maximieren und Verbrauch minimieren.




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TESTE DEIN WISSEN


Was beinhaltet die Unternehmensverfassung?


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TESTE DEIN WISSEN


Definition:

Legitimationsgrundlage unternehmerischer Entscheidungen, rechtsverbindliche

Regelung von Machtverhältnissen im Unternehmen (z.B. Beziehung Aufsichtsrat – Vorstand).


Gesetzliche Grundlagen der Unternehmensverfassung sind abhängig von der gewählten Rechtsform:

AG = Aktiengesetz, GmbH = GmbH-Gesetz, Einzelkaufmann = HGB, Gesellschaft Bürgerlichen Rechts = BGB

-> Die Gesetze regeln, welches Organ welche Vertretungs- und Entscheidungsbefugnis hat


Deutscher Corporate Governance-Kodex: 

Rahmen für Normen und Werte guter Unternehmensführung, Beurteilungskatalog zur Bewertung guter Unternehmensführung/ Machtverhältnisse als Maßstab für Aktionäre 

-> nur Empfehlungen, keine Sanktionsmöglichkeiten.

Regel: den Kodex einhalten oder erklären, in welchen Punkten vom Kodex abgewichen wird („comply or explain“).


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TESTE DEIN WISSEN


Was ist ein Nutzenpotenzial? Wozu dient es?


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TESTE DEIN WISSEN


Ein Nutzenpotenzial ist ein aktuelles oder potenzielles Feld unternehmerischer Tätigkeit, das für alle Anspruchsgruppen, deren Beiträge für die Erschließung des Nutzenpotenzials notwendig sind, einen Mindestnutzen erwarten lässt

Nutzenpotenziale sind Ausgangspunkt unternehmerischer Ideen

Nur wenn für Kunden ein Nutzen entsteht, werden sie für die unternehmerische Tätigkeit Geld bezahlen. 

Die anderen Anspruchsgruppen wiederum (Mitarbeiter, Lieferanten, Staat etc.) werden nur dann ihre Beiträge leisten und ihre Leistungspotenziale einsetzen, wenn das Nutzenpotenzial auch für sie einen Mindestnutzen erwarten lässt.


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TESTE DEIN WISSEN


Was sind Ziele? Unterscheiden Sie Sach- und Formalziele und geben Sie Beispiele für Zielbeziehungen.


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TESTE DEIN WISSEN


Definition Ziel: -> angestrebter Zustand der Zukunft

bezieht sich auf die Zukunft  (= noch nicht Realität)


positiv geladen (= motivierend für den Akteur)


durch eigenes Handeln verwirklichbar (= sonst nicht motivierend)




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TESTE DEIN WISSEN


Nennen Sie die Definition eines Unternehmens nach Erich Gutenberg.



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TESTE DEIN WISSEN


Unternehmen sind Betriebe, die
• in privatem Eigentum stehen
• autonome Entscheidungen treffen
• das erwerbswirtschaftliche Prinzip, d.h. eine langfristige Gewinnmaximierung, verfolgen.


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Beispielhafte Karteikarten für deinen Unternehmensführung 1 Kontrollfragen Kurs an der TU Ilmenau - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:


Definieren Sie den Begriff des Normativen Managements und nennen Sie die Elemente.


A:


Definition: 

Gegenstand der Normativen Unternehmensführung ist die Definition des Selbstverständnisses (Identität) des Unternehmens und die dauerhafte Sicherung der Fähigkeit zur Erhaltung und erfolgreichen Weiterentwicklung. Die normative Ebene beschäftigt sich mit den generellen Unternehmenszielen, -prinzipien und -spielregeln (Definition von Normen) und wirkt begründend für die strategischen und operativen Aufgaben und Handlungen.


Elemente:

Unternehmensidentität: „Wer sind wir?“ – umfasst und gestaltet Erscheinungsbild,

Unternehmenskultur und Kommunikation


Vision: „Wo sehen wir uns langfristig?“ – szenarische, dennoch realistische und glaubwürdige Aussagen hinsichtlich anzustrebender und erreichbarer Zukunft


Mission: „Warum gibt es uns?“ – Zweck und Gegenstand des unternehmerischen Handelns


Unternehmensgrundsätze: „Nach welchen Grundwerten und Grundsätzen handeln wir?“ –

Fixierung von Regeln i.S. der Unternehmensverfassung und Verhaltenskodizes


Zielsystem: Handlungsziele in einer Zielhierarchie


Q:


Erläutern Sie den Grundgedanken der Anreiz-Beitrags-Theorie.


A:


Die Anspruchsgruppen eines Unternehmens leisten nur dann die für eine unternehmerische Tätigkeit benötigten Beiträge (Eigentümer und FK-Geber: Geld; Mitarbeiter: Arbeitskraft; Staat: Rechtssicherheit; etc.), wenn die im Gegenzug vom Unternehmen gebotenen Anreize (Kapitalgeber: Rendite; Mitarbeiter: Lohn; Staat: Steuereinnahmen; etc.) den Aufwand für den Beitrag subjektiv ausgleichen.


Da in der Regel keine Informationen über alle alternativen Einsatzmöglichkeiten der eigenen Beiträge (z.B. Mitarbeiter: alternativer Arbeitgeber) bekannt sind, zielen die Anspruchsgruppen nicht auf ein bestmögliches Anreiz-Beitrags-Verhältnis ab, sondern auf ein zufriedenstellendes Anreiz- Beitrags-Verhältnis (Satisficing).


Wenn Anreize und Beiträge im Gleichgewicht sind, leisten alle Anspruchsgruppen auch weiterhin ihre Beiträge und das Unternehmen kann fortbestehen.


Q:


  1. Erläutern Sie die Konstellation der Prinzipal-Agenten-Theorie und geben Sie Beispiele für die jeweiligen Akteure. Worin besteht das Spannungsverhältnis und welche Lösung sehen Sie?


A:


  1. Eine Seite: Prinzipal (= Auftraggeber), z.B. Eigenkapitalgeber, Aktionär
    -> kennt nicht die Details aus dem operativen Geschäft des Unternehmens

    • Delegation der Aufgaben der Unternehmensführung an den Agenten, Abgeben von Entscheidungsbefugnissen, dauerhafte Übertragung von Aufgaben



Andere Seite: Agent (= Ausführender), z.B. Geschäftsführer, Vorstand
-> hat Informationsvorsprung gegenüber dem Prinzipal durch Ausbildung/Qualifikation

• Wahrnehmung der Aufgaben der Unternehmensführung, Treffen von Entscheidung im täglichen Geschäft


Spannungsverhältnis:

Prinzipal: gibt Ziele (= Unternehmensziele) vor, die der Agent verwirklichen soll

Agent: verfolgt individuelle Ziele zur eigenen Nutzenmaximierung (evtl. zu Lasten des Prinzipals). Aufgrund des Informationsvorsprungs ist dies leicht möglich, ohne dass der Prinzipal dies merkt


Ergebnis: Zielkonflikte, da individuelle Ziele des Agenten von den Zielen des Prinzipals abweichen, asymmetrische Informationsverteilung


Lösung: Verknüpfung der Ziele durch vertragliche Vereinbarungen, entsprechende Entlohnung des Agenten bei Erreichung der Unternehmensziele, Überwachung des Agenten durch den Prinzipalen




Q:


Definieren Sie den Begriff der Unternehmensführung und erläutern Sie die beiden zu unterscheidenden Sichtweisen.


A:


Definition: Unternehmensführung als Ausrichtung des arbeitsteiligen Handelns im Unternehmen auf den Unternehmenszweck.


Institutioneller Begriff: Personen, die das Unternehmen führen (Personenkreis)Instrumenteller 


Begriff: Aufgaben, die diese Personen wahrnehmen (Kranz von Steuerungsaufgaben)


Q:


Nennen und erläutern Sie (kurz!) die Aufgaben des Managementprozesses.


A:


Planung: Bestimmung der Zielrichtung eines Unternehmens und Entwicklung zukünftiger

Handlungsoptionen


Organisation: Schaffung von Aufgabeneinheiten, Zuweisen von Entscheidungsbefugnissen 


Personaleinsatz: Bereitstellung und Entwicklung von Personal


Führung: Veranlassung der Arbeitsausführung und Feinsteuerung


Kontrolle: Ist-Soll-Vergleich und Überprüfung der Ergebnisse auf Korrekturmaßnahmen


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Q:


Beschreiben Sie die Ebenen der Unternehmensführung im Modell von Ulrich, nennen Sie Elemente und geben Sie ein Beispiel aus der Praxis für je ein Element.


A:


Normative Unternehmensführung

Selbstverständnis des Unternehmens gibt Handlungsrahmen für strategische Unternehmensführung vor 

Elemente: Unternehmensverfassung, Vision, Mission, Ziele, Unternehmenskultur


Beispiel Mission: „Der Umwelt zuliebe“ oder „Connecting People“
-> Vorgabe eines Rahmens für entsprechende strategische Ausrichtung


Strategische Unternehmensführung

Umsetzung der normativen Vorgaben (Mission, Vision etc.)

Strukturen, Systeme werden geschaffen (Ableitung Markposition, Ressourcenausstattung)

Langfristiger Handlungsrahmen

Elemente: Strategien, Strukturen, Systeme


Beispiel: Differenzierungsstrategie: Das Streben nach Nachhaltigkeit ist Basis unseres Erfolges.



Operative Unternehmensführung

Konkretes Handlungsbündel für Funktionsbereiche formulieren/umsetzen/überwachen. 

Ergebnis: Leistung an Kunden, für die die Kunden bezahlen

Die operative Leistungserstellung ist kurzfristig, an Veränderungen am Markt orientiert, sie bewegt sich jedoch innerhalb des Rahmens der strategischen Vorgaben

Elemente: (operative) Ziele, konkrete Maßnahmen


Beispielziel: Umsatzsteigerung von 10% im nächsten Quartal durch Verkaufsaktion


Q:


Erklären Sie den Unterschied zwischen den Unternehmenszielen Shareholder Value und Stakeholder Value.


A:


Gemäß der Stakeholder-Value-These soll es Ziel der Unternehmensführung sein, den durch die unternehmerische Tätigkeit erreichbaren Gesamtnutzen für alle Anspruchsgruppen zu maximieren. Hierbei sind Wahlentscheidungen zu Gunsten bzw. zu Lasten der einzelnen Anspruchsgruppen zu treffen. Problem: Die Nutzenfunktionen der Anspruchsgruppen sind nicht alle bekannt, außerdem müssten die Interessen unterschiedlicher Gruppen (bei Abendarbeit z.B. Arbeitnehmer vs. Kunden) gegeneinander abgewogen werden. Der Ansatz ist daher in der Praxis nur schwer umzusetzen.


Grundgedanke des Shareholder Value-Konzepts ist die Maximierung des Shareholder Values, d.h. die Maximierung des Nutzens der Eigenkapitalgeber. Begründung: Diese Anspruchsgruppe trägt das höchste Risiko, daher sollten ihre Ansprüche höchste Priorität genießen. Bei Aktiengesellschaften ist die Zielgröße daher der Unternehmenswert, der auf unterschiedliche Weise berechnet werden kann (Economic Value Added, Cashflow, Return on Investment etc.)



-> Aufgrund der nicht möglichen Operationalisierung des Stakeholder Values wird in der Praxis der Shareholder Value als Hauptziel des Unternehmens genutzt. Allerdings können die Interessen der anderen Stakeholder nie vollständig ignoriert werden, da sich sonst wichtige Anspruchsgruppen (Kunden etc.) vom Unternehmen abwenden würden.


Q:


Nennen und erläutern Sie das Ökonomische Prinzip in seinen drei Ausprägungsformen und geben Sie jeweils ein Beispiel.


A:


Rationales Verhalten, welches darauf ausgerichtet ist, knappe Güter so einzusetzen, dass eine höchstmögliche Bedürfnisbefriedigung erzielt wird.

  • Maximum-Prinzip: Bei gegebenem Input maximalen Output erzielen. 

Bsp.: Mit einem Liter Sprit möglichst weit fahren.



  • Minimum-Prinzip: Den gegebenen Output mit möglichst geringem Input erzielen. 

Bsp.: Für 100 km Fahrtstrecke möglichst wenig Sprit verbrauchen.



  • Generelles Extremum-Prinzip (Optimum-Prinzip): Das Verhältnis von Output zu Input maximieren.

Bsp. Fahrtstrecke maximieren und Verbrauch minimieren.




Q:


Was beinhaltet die Unternehmensverfassung?


A:


Definition:

Legitimationsgrundlage unternehmerischer Entscheidungen, rechtsverbindliche

Regelung von Machtverhältnissen im Unternehmen (z.B. Beziehung Aufsichtsrat – Vorstand).


Gesetzliche Grundlagen der Unternehmensverfassung sind abhängig von der gewählten Rechtsform:

AG = Aktiengesetz, GmbH = GmbH-Gesetz, Einzelkaufmann = HGB, Gesellschaft Bürgerlichen Rechts = BGB

-> Die Gesetze regeln, welches Organ welche Vertretungs- und Entscheidungsbefugnis hat


Deutscher Corporate Governance-Kodex: 

Rahmen für Normen und Werte guter Unternehmensführung, Beurteilungskatalog zur Bewertung guter Unternehmensführung/ Machtverhältnisse als Maßstab für Aktionäre 

-> nur Empfehlungen, keine Sanktionsmöglichkeiten.

Regel: den Kodex einhalten oder erklären, in welchen Punkten vom Kodex abgewichen wird („comply or explain“).


Q:


Was ist ein Nutzenpotenzial? Wozu dient es?


A:


Ein Nutzenpotenzial ist ein aktuelles oder potenzielles Feld unternehmerischer Tätigkeit, das für alle Anspruchsgruppen, deren Beiträge für die Erschließung des Nutzenpotenzials notwendig sind, einen Mindestnutzen erwarten lässt

Nutzenpotenziale sind Ausgangspunkt unternehmerischer Ideen

Nur wenn für Kunden ein Nutzen entsteht, werden sie für die unternehmerische Tätigkeit Geld bezahlen. 

Die anderen Anspruchsgruppen wiederum (Mitarbeiter, Lieferanten, Staat etc.) werden nur dann ihre Beiträge leisten und ihre Leistungspotenziale einsetzen, wenn das Nutzenpotenzial auch für sie einen Mindestnutzen erwarten lässt.


Q:


Was sind Ziele? Unterscheiden Sie Sach- und Formalziele und geben Sie Beispiele für Zielbeziehungen.


A:


Definition Ziel: -> angestrebter Zustand der Zukunft

bezieht sich auf die Zukunft  (= noch nicht Realität)


positiv geladen (= motivierend für den Akteur)


durch eigenes Handeln verwirklichbar (= sonst nicht motivierend)




Q:


Nennen Sie die Definition eines Unternehmens nach Erich Gutenberg.



A:


Unternehmen sind Betriebe, die
• in privatem Eigentum stehen
• autonome Entscheidungen treffen
• das erwerbswirtschaftliche Prinzip, d.h. eine langfristige Gewinnmaximierung, verfolgen.


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