Versuchstierkurs at TU Dresden | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Versuchstierkurs an der TU Dresden

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TESTE DEIN WISSEN

Ziel Tierversuch (6)

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TESTE DEIN WISSEN

Jede Maßnahme mit dem Ziel:

  • eine wissenschaftliche Annahme zu prüfen
  • die Wirkung einer bestimmten Massnahme am Tier festzustellen
  • einen Stoff zu prüfen
  • Zellen, Organe oder Körperflüssigkeiten zu gewinnen oder zu prüfen, ausser wenn dies im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion, der diagnostischen oder kurativen Tätigkeit am Tier oder für den Nachweis des Gesundheitsstatus von Tierpopulationen erfolgt
  • artfremde Organismen zu erhalten oder zu vermehren,
  • der Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung zu dienen. 
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TESTE DEIN WISSEN

Bereiche die Tierversuche erfordern (3)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Grundlagenforschung(Erkenntnisgewinn)
  • medizinisch-angewandte Forschung (Gesunderhaltung von Mensch und Tier) s
  • Umwelt- und Verbraucherschutz (Inverkehrbringen von Produkten in die Umwelt und den Handel) 
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TESTE DEIN WISSEN

OECD Richtlinien 


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TESTE DEIN WISSEN

Organization for Economic Co-Operation and Development

  • international anerkannte Alternativmethoden zu Tierversuchen mussen in Richtlinien der OECD gelistet sein 

Ziel: 

  • Kostenminimierung
  • Verringerung Tierversuche 

Handelsbarrieren minimiert

MAD (Mutual Acceptance of Data): Daten in OECD Mitgliedland die nach OECD Prüflinien und GLP erhoben wurden müssenanderen Mitgliedsländern akzeptiert werden für Zwecke der Bewertung und andere Nutzungen

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TESTE DEIN WISSEN

Wo ist die Verpflichtung, neue therapeutische Verfahren vor ihrem Einsatz am Menschen auf ihre Unbedenklichkeit zu testen festgeschieben?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Nürnberger Kodex (1947)
  • Deklaration von Helsinki (1964)

Richtlinien zur Forschung am Menschen

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TESTE DEIN WISSEN

Versuchstierkundliche Gesellschaften 

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TESTE DEIN WISSEN
  • deutsche Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS
  • Schweizerische Gesellschaft für Versuchstierkunde (SGV) 
  • britische Laboratory Animal Science Association (LASA)
  • europäischen nationalen Gesellschaften verfügen in der Federation of European Laboratory Animal Science Association (FELASA) 
  • American Association for Laboratory Animal Science (AALAS) 
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TESTE DEIN WISSEN

Tierschutzgesetz

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  • Präambel des TierSchG (§ 1 ): „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“

    Solange der Mensch Tiere nutzen oder auch bekämpfen muss (Schädlinge), wird das Tierschutzrecht Einschränkungen des Schutzanliegens der Tiere gestatten müssen. Schmerzen, Leiden oder Schäden, die ohne vernünftigen Grund zugefügt werden und die vermeidbar sind sollen Tieren nicht zugefügt werden. Wenn den Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden müssen, ist ein strenger Maßstab anzulegen.  

  • Haltung von Tieren (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Tötung von Tieren (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Vorgaben zu Eingriffen an Tieren (Stichpunkte: Kastration und Amputation), (inkl. Sachkunde)
  • Tierversuche (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Zucht, Haltung und Handel mit Tieren
  • Verbringungs-, Verkehrs- und Haltungsverbot
  • sonstige Bestimmungen.
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TESTE DEIN WISSEN

wichtige § im TierSchG für Tierversuche

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TESTE DEIN WISSEN

Die Nutzung von Tieren zu Forschungszwecken wird vor allem in den §§ 7 – 9 sowie § 10 und § 15 TierSchG geregelt 

§§ 11, 11a und 11 b, in denen Vorgaben in Bezug auf die Zucht, Haltung und den Handel mit Tieren gemacht werden 

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TESTE DEIN WISSEN

2 Arten von Eingriffen und Behandlungen als Tierversuche im Sinne des Gesetzes (§ 7 Abs. 2 TierSchG) 

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TESTE DEIN WISSEN

1) Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken 

  • wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sein können,
  • die dazu führen können, dass Tiere geboren werden oder schlüpfen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden erleiden,
  • am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die erbgutveränderten Tiere oder deren Trägertiere verbunden sein können.

Wichtigste Begriffe der Abgrenzung sind „Schmerzen“, „Leiden“ und „Schäden“: Hier fordert der Gesetzgeber, dass diese auf ein notwendiges Mindestmaß begrenzt werden müssen. Diese Forderung gilt nicht nur im Versuch, sondern bezieht die gesamten Lebensumstände eines Versuchstieres mit ein und betrifft somit auch die Zucht, Pflege und Haltung.


2) Eingriffe oder Behandlungen, die nicht Versuchszwecken im eigentlichen Sinne dienen

  • Verfahren zur Herstellung, Gewinnung, Aufbewahrung oder Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen,
  • die ganze oder teilweise Entnahme von Organen oder Geweben, um diese zu wissenschaftlichen Zwecken zu transplantieren, Kulturen anzulegen oder um isolierte Organe, Gewebe oder Zellen zu untersuchen,
  • Eingriffe und Behandlungen zu Aus-, Fort- und Weiterbildungszwecken.
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TESTE DEIN WISSEN

Zwischen welchen drei Versuchszwecken unterscheidet der Gesetzgeber?

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TESTE DEIN WISSEN

zulässige Versuchszwecke (=unerlässlich)

  • Grundlagenforschung
  • (veterinär)medizinische angewandte Forschung
  • Schutz der Umwelt und des Verbrauchers
  • Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge
  • Forschung im Hinblick auf die Erhaltung der Arten
  • Aus-, Fort- oder Weiterbildung
  • gerichtsmedizinische Untersuchungen

grundsätzich verboten Versuchszwecke

  • Tabakerzeugnissen,
  • Waschmitteln,
  • Kosmetika.

Grundsätzlich verbotene Tierversuche dürfen nur unter bestimmten Ausnahmen durchgeführt werden (§ 7a Abs. 4 TierSchG), bspw. wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung abgewehrt werden soll und die notwendigen Erkenntnisse nicht auf andere Weise erlangt werden können. 

verbotene Verzuckszwecke

  • Entwicklung und Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät 


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TESTE DEIN WISSEN

Ausführungen der §§ 7 - 9 TierSchG 


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TESTE DEIN WISSEN

dienen dem Schutz von Tieren, die für Tierversuche bestimmt sind oder deren Gewebe bzw. Organe zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden sollen. Sie gelten auch für Föten von Säugetieren im letzten Drittel der Trächtigkeit oder für Larvenstadien von Wirbeltieren, soweit diese sich selbstständig ernähren können. Dies betrifft auch andere als die zuvor genannten Wirbeltiere (bspw. Vögel), wenn diese über die frühen Entwicklungsstadien hinaus weiterleben sollen und durch die Eingriffe oder Behandlungen Schmerzen, Leiden oder Schäden empfinden können (§ 14 TierSchVersV) 


Die Tötung eines Tieres nach § 4 TierSchG, um dessen Organe oder Gewebe ohne vorige Behandlung des Tieres zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden, ist kein Tierversuch im Sinne des Gesetzes. (s. Tötung) 

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TESTE DEIN WISSEN

Antragsverfahren Tierversuch (3)

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  • Zulässigkeit wird geprüft (pädagogische und wissenschaftliche Begründung für Unerlässlichkeit wird geprüft)
  • §§ 8 - 8a TierSchG; §§ 31 - 43 TierSchVersV 
  • Behörden (Landesrecht) prüfen ob gesetzlichen Voraussetzungen zur Durchführung des Tierversuches erfüllt werden 
  • wenn , dann Genehmigung erteilt (jur . „präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“) 

Genehmigungsverfahren 

  • Die meisten Versuche in der Grundlagenforschung, der translationalen Forschung 
  • Vorhaben an Primaten oder schwerbelastende Tierversuche

vereinfachtes Genehmigungsverfahren (neu seit 2021)

  • Regulatorische Tierversuche
  • vornehmlich für die gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche und Versuche zu wissenschaftlichen/diagnostischen Zwecken nach erprobten Verfahren  
  • Die Angaben in den Anträgen für das Genehmigungsverfahren und das vereinfachte Genehmigungsverfahren sind prinzipiell gleich, Unterschiede bestehen vorwiegend im Verfahren der Antragsprüfung und den Fristen. 

Anzeigeverfahren

  • Ein Anzeigeverfahren bleibt lediglich für die Nutzung von Decapoden (Zehnfußkrebsen) erhalten.  

Dabei bestimmen der Versuchszweck sowie die schwere der Belastung, oder im Falle des Anzeigeverfahrens die Tierart, nach welchem Verfahren der Antrag gestellt werden muss. Bei ähnlich gelagerten Vorhaben besteht die Möglichkeit bei der Behörde eine Sammelgenehmigung einzureichen. 


Änderungen an genehmigten Versuchen müssen der Behörde in jedem Fall mitgeteilt werden Ändern sich der Versuchszweck, die Tierzahl oder die Belastung, muss dies von der Behörde genehmigt werden. 


  • Versuche sind abgeschlossen, wenn keine weiteren Beobachtungen mehr angestellt werden. In dem Fall kann der TVA abgemeldet werden. Ansonsten sind die Versuche mit Ablauf der Bewilligungszeit beendet. Am Ende der Verfahren wird entschieden, ob die Tiere getötet werden (müssen) oder vermittelt werden können.

benötigt:

Versuchsleiter, Stellvertreter, qualifizierte Mitarbeiter

Antragsteller kann auch Institut sein 

tiergerechte Haltung 


Aufzeichnungen müssen 5 Jahre über das Versuchsende hinaus aufbewahrt werden. Zusätzlich muss der Antragsteller die Unterlagen zur Antragstellung (Antrag, Auflagen, Änderungen etc.) für mindestens 3 Jahre nach Ende der Geltungsdauer aufbewahren. 

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TESTE DEIN WISSEN

Konzept der 3R 

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TESTE DEIN WISSEN
  1. den Einsatz von Tieren in der experimentellen Forschung auf ein Mindestmaß zu beschränken (Reduction),
  2. die Bedingungen für die Tiere im Versuch/ der Haltung zu optimieren (Refinement) oder
  3. gänzlich durch den Einsatz von Ersatzmethoden auf deren Verwendung zu verzichten (Replacement).

erstmals Veröffentlicht durch Russell and Burch 1959 „The principles of humane experimental technique“ 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Versuchstierkurs Kurs an der TU Dresden - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Ziel Tierversuch (6)

A:

Jede Maßnahme mit dem Ziel:

  • eine wissenschaftliche Annahme zu prüfen
  • die Wirkung einer bestimmten Massnahme am Tier festzustellen
  • einen Stoff zu prüfen
  • Zellen, Organe oder Körperflüssigkeiten zu gewinnen oder zu prüfen, ausser wenn dies im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion, der diagnostischen oder kurativen Tätigkeit am Tier oder für den Nachweis des Gesundheitsstatus von Tierpopulationen erfolgt
  • artfremde Organismen zu erhalten oder zu vermehren,
  • der Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung zu dienen. 
Q:

Bereiche die Tierversuche erfordern (3)

A:
  • Grundlagenforschung(Erkenntnisgewinn)
  • medizinisch-angewandte Forschung (Gesunderhaltung von Mensch und Tier) s
  • Umwelt- und Verbraucherschutz (Inverkehrbringen von Produkten in die Umwelt und den Handel) 
Q:

OECD Richtlinien 


A:

Organization for Economic Co-Operation and Development

  • international anerkannte Alternativmethoden zu Tierversuchen mussen in Richtlinien der OECD gelistet sein 

Ziel: 

  • Kostenminimierung
  • Verringerung Tierversuche 

Handelsbarrieren minimiert

MAD (Mutual Acceptance of Data): Daten in OECD Mitgliedland die nach OECD Prüflinien und GLP erhoben wurden müssenanderen Mitgliedsländern akzeptiert werden für Zwecke der Bewertung und andere Nutzungen

Q:

Wo ist die Verpflichtung, neue therapeutische Verfahren vor ihrem Einsatz am Menschen auf ihre Unbedenklichkeit zu testen festgeschieben?

A:
  • Nürnberger Kodex (1947)
  • Deklaration von Helsinki (1964)

Richtlinien zur Forschung am Menschen

Q:

Versuchstierkundliche Gesellschaften 

A:
  • deutsche Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS
  • Schweizerische Gesellschaft für Versuchstierkunde (SGV) 
  • britische Laboratory Animal Science Association (LASA)
  • europäischen nationalen Gesellschaften verfügen in der Federation of European Laboratory Animal Science Association (FELASA) 
  • American Association for Laboratory Animal Science (AALAS) 
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Q:

Tierschutzgesetz

A:
  • Präambel des TierSchG (§ 1 ): „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“

    Solange der Mensch Tiere nutzen oder auch bekämpfen muss (Schädlinge), wird das Tierschutzrecht Einschränkungen des Schutzanliegens der Tiere gestatten müssen. Schmerzen, Leiden oder Schäden, die ohne vernünftigen Grund zugefügt werden und die vermeidbar sind sollen Tieren nicht zugefügt werden. Wenn den Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden müssen, ist ein strenger Maßstab anzulegen.  

  • Haltung von Tieren (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Tötung von Tieren (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Vorgaben zu Eingriffen an Tieren (Stichpunkte: Kastration und Amputation), (inkl. Sachkunde)
  • Tierversuche (inkl. erforderliche Sachkunde)
  • Zucht, Haltung und Handel mit Tieren
  • Verbringungs-, Verkehrs- und Haltungsverbot
  • sonstige Bestimmungen.
Q:

wichtige § im TierSchG für Tierversuche

A:

Die Nutzung von Tieren zu Forschungszwecken wird vor allem in den §§ 7 – 9 sowie § 10 und § 15 TierSchG geregelt 

§§ 11, 11a und 11 b, in denen Vorgaben in Bezug auf die Zucht, Haltung und den Handel mit Tieren gemacht werden 

Q:

2 Arten von Eingriffen und Behandlungen als Tierversuche im Sinne des Gesetzes (§ 7 Abs. 2 TierSchG) 

A:

1) Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken 

  • wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sein können,
  • die dazu führen können, dass Tiere geboren werden oder schlüpfen, die Schmerzen, Leiden oder Schäden erleiden,
  • am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die erbgutveränderten Tiere oder deren Trägertiere verbunden sein können.

Wichtigste Begriffe der Abgrenzung sind „Schmerzen“, „Leiden“ und „Schäden“: Hier fordert der Gesetzgeber, dass diese auf ein notwendiges Mindestmaß begrenzt werden müssen. Diese Forderung gilt nicht nur im Versuch, sondern bezieht die gesamten Lebensumstände eines Versuchstieres mit ein und betrifft somit auch die Zucht, Pflege und Haltung.


2) Eingriffe oder Behandlungen, die nicht Versuchszwecken im eigentlichen Sinne dienen

  • Verfahren zur Herstellung, Gewinnung, Aufbewahrung oder Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen,
  • die ganze oder teilweise Entnahme von Organen oder Geweben, um diese zu wissenschaftlichen Zwecken zu transplantieren, Kulturen anzulegen oder um isolierte Organe, Gewebe oder Zellen zu untersuchen,
  • Eingriffe und Behandlungen zu Aus-, Fort- und Weiterbildungszwecken.
Q:

Zwischen welchen drei Versuchszwecken unterscheidet der Gesetzgeber?

A:

zulässige Versuchszwecke (=unerlässlich)

  • Grundlagenforschung
  • (veterinär)medizinische angewandte Forschung
  • Schutz der Umwelt und des Verbrauchers
  • Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge
  • Forschung im Hinblick auf die Erhaltung der Arten
  • Aus-, Fort- oder Weiterbildung
  • gerichtsmedizinische Untersuchungen

grundsätzich verboten Versuchszwecke

  • Tabakerzeugnissen,
  • Waschmitteln,
  • Kosmetika.

Grundsätzlich verbotene Tierversuche dürfen nur unter bestimmten Ausnahmen durchgeführt werden (§ 7a Abs. 4 TierSchG), bspw. wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung abgewehrt werden soll und die notwendigen Erkenntnisse nicht auf andere Weise erlangt werden können. 

verbotene Verzuckszwecke

  • Entwicklung und Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät 


Q:

Ausführungen der §§ 7 - 9 TierSchG 


A:

dienen dem Schutz von Tieren, die für Tierversuche bestimmt sind oder deren Gewebe bzw. Organe zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden sollen. Sie gelten auch für Föten von Säugetieren im letzten Drittel der Trächtigkeit oder für Larvenstadien von Wirbeltieren, soweit diese sich selbstständig ernähren können. Dies betrifft auch andere als die zuvor genannten Wirbeltiere (bspw. Vögel), wenn diese über die frühen Entwicklungsstadien hinaus weiterleben sollen und durch die Eingriffe oder Behandlungen Schmerzen, Leiden oder Schäden empfinden können (§ 14 TierSchVersV) 


Die Tötung eines Tieres nach § 4 TierSchG, um dessen Organe oder Gewebe ohne vorige Behandlung des Tieres zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden, ist kein Tierversuch im Sinne des Gesetzes. (s. Tötung) 

Q:

Antragsverfahren Tierversuch (3)

A:
  • Zulässigkeit wird geprüft (pädagogische und wissenschaftliche Begründung für Unerlässlichkeit wird geprüft)
  • §§ 8 - 8a TierSchG; §§ 31 - 43 TierSchVersV 
  • Behörden (Landesrecht) prüfen ob gesetzlichen Voraussetzungen zur Durchführung des Tierversuches erfüllt werden 
  • wenn , dann Genehmigung erteilt (jur . „präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“) 

Genehmigungsverfahren 

  • Die meisten Versuche in der Grundlagenforschung, der translationalen Forschung 
  • Vorhaben an Primaten oder schwerbelastende Tierversuche

vereinfachtes Genehmigungsverfahren (neu seit 2021)

  • Regulatorische Tierversuche
  • vornehmlich für die gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche und Versuche zu wissenschaftlichen/diagnostischen Zwecken nach erprobten Verfahren  
  • Die Angaben in den Anträgen für das Genehmigungsverfahren und das vereinfachte Genehmigungsverfahren sind prinzipiell gleich, Unterschiede bestehen vorwiegend im Verfahren der Antragsprüfung und den Fristen. 

Anzeigeverfahren

  • Ein Anzeigeverfahren bleibt lediglich für die Nutzung von Decapoden (Zehnfußkrebsen) erhalten.  

Dabei bestimmen der Versuchszweck sowie die schwere der Belastung, oder im Falle des Anzeigeverfahrens die Tierart, nach welchem Verfahren der Antrag gestellt werden muss. Bei ähnlich gelagerten Vorhaben besteht die Möglichkeit bei der Behörde eine Sammelgenehmigung einzureichen. 


Änderungen an genehmigten Versuchen müssen der Behörde in jedem Fall mitgeteilt werden Ändern sich der Versuchszweck, die Tierzahl oder die Belastung, muss dies von der Behörde genehmigt werden. 


  • Versuche sind abgeschlossen, wenn keine weiteren Beobachtungen mehr angestellt werden. In dem Fall kann der TVA abgemeldet werden. Ansonsten sind die Versuche mit Ablauf der Bewilligungszeit beendet. Am Ende der Verfahren wird entschieden, ob die Tiere getötet werden (müssen) oder vermittelt werden können.

benötigt:

Versuchsleiter, Stellvertreter, qualifizierte Mitarbeiter

Antragsteller kann auch Institut sein 

tiergerechte Haltung 


Aufzeichnungen müssen 5 Jahre über das Versuchsende hinaus aufbewahrt werden. Zusätzlich muss der Antragsteller die Unterlagen zur Antragstellung (Antrag, Auflagen, Änderungen etc.) für mindestens 3 Jahre nach Ende der Geltungsdauer aufbewahren. 

Q:

Konzept der 3R 

A:
  1. den Einsatz von Tieren in der experimentellen Forschung auf ein Mindestmaß zu beschränken (Reduction),
  2. die Bedingungen für die Tiere im Versuch/ der Haltung zu optimieren (Refinement) oder
  3. gänzlich durch den Einsatz von Ersatzmethoden auf deren Verwendung zu verzichten (Replacement).

erstmals Veröffentlicht durch Russell and Burch 1959 „The principles of humane experimental technique“ 

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