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 1. Morbiditätsstruktur im 19 Jhd und heute (inkl Gründe der Veränderung)

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 2. Ursachen der Überalterung der Gesellschaft + Folgen aus medizinischer und soziologischer Sicht

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3. Faktoren zur Schichtzugehörigkeit + Auswirkungen auf Gesundheits-und Krankheitsverhalten der Mittel-und Oberschicht und der Unterschicht

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5. Soziologie als Wissenschaft und Teilgebiete erläutern

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6. Probleme des  Gesundheitssystems in  Deutschland  (4)

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 7. Werte und Normen + Beispiele mit Bezug zum Gesundheits-, Sozial- und Pflegesystem

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8. Kann, Soll, Muss Normen

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9. Rollenerwartungen an den Therapeut nach Parsons

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10.  Compliance  und  Faktoren, die sie negativ  beeinflussen +  Maßnahmen zur Verbesserung

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 11. Krankheitsgewinn

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 12. Krankheitsbewältigung nach Heim

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13. Soziale Unterstützung (Definition, Funktion, Formen) + Effekt und Puffer Modell

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MEGE

 1. Morbiditätsstruktur im 19 Jhd und heute (inkl Gründe der Veränderung)
Typisch fürs 19. Jahrhundert

  - Epidemien durch Infektionen (z.B. TBC) 
 - schwere bis tödlich verlaufende Kinderkrankheiten  
- hohe Säuglingssterblichkeit
  - Berufserkrankungen, Arbeitsunfälle 

heute: 
- chronisch - degenerative Erkrankungen
 - Herz- Kreislauf Erkrankungen 
- Krebserkrankungen
 - Zivilisationserkrankungen ( Adipositas, Diabetes...) 
- Allergien
 - psychische - und Demenzerkrankungen 

 Gründe für Veränderungen der Morbiditätsstruktur seit dem 19.Jhd.  
* Entwicklung der Medizin im umfassenden Sinne 
 * Impfungen 
 * verbesserte Hygiene  
* hohe Lebenserwartung (Überalterung der Bevölkerung) 
 * ungesunde Lebensweise  (Bewegungsmangel, fettreiche/einseitige/ ungesunde Ernährung)  
* schädigende Umwelteinflüsse 
 * Disstress (neg. Stress)  
* Überforderung  Arbeitlosigkeit  

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 2. Ursachen der Überalterung der Gesellschaft + Folgen aus medizinischer und soziologischer Sicht
Ursachen für die Überalterung der Gesellschaft:  
1. Geburtenrückgang aufgrund von: 
 * unsicheren gesellschaftlichen Verhältnissen  
* instabilen Familien, Singles 
 * Aufklärung, Wunschkinder  * hohe Anforderungen und Kosten an Erziehung /Ausbildung  
* eigener Beruf, Karriere  
* familienunfreundliche Bevölkerungspolitik 

2. steigende Lebenserwartung:  
* v.a. Bei Frauen  
* aufgrund von besserer medizinischer Versorgung, gesünderer Lebensweise, Vorsorge  

demographisches Altern: 
 1. medizinische Konsequenzen:
  - Veränderung des Krankheitsspektrums von akuten Erkrankungen zu chronisch/ degenerativen Erkrankungen 
- Multimorbidität von Hochbetagten
 - Arzt Patienten Verhältnis verändert sich, Anteil alter Patienten steigt
 - Pflege und Personalbedarf steigt 
- Sterbefälle im KHaus nehmen zu 
- höheres Alter von Erstgebärender: Risikoschwangerschaften erhöhen sich 

2. soziologische Konsequenzen 
- sozialer Rückhalt der Familie fehlt bei Verlusten, Krisen, chronischen Erkrankungen
 - Status alter Menschen oft nicht von Achtung und Würde gekennzeichnet 
- Einpersonenhaushalte haben Auswirkungen auf soziale Integration 
- Gefahr der Vereinsamung und Isolierung
 - hoher Bedarf an sozialen Netzwerken (Besuchsdienste, Haushalthilfen, Pflegedienste)

 

MEGE

3. Faktoren zur Schichtzugehörigkeit + Auswirkungen auf Gesundheits-und Krankheitsverhalten der Mittel-und Oberschicht und der Unterschicht
Welche Faktoren bestimmen die Schichtzugehörigkeit eines Menschen in Deutschland?  
* Einkommen
  * Bildung
  * Stellung im Beruf/ Beruf  

Wie wirkt sich die Schichtzugehörigkeit auf das Gesundheits- und Krankheitsverhalten aus? 

 Oberschicht/Mittelschicht 
 * sehr gute bis gute finanzielle Ausstattung  
* sind medizinisch aufgeklärt 
 * Leben gesundheitsbewusster
  * frühzeitiger Arztbesuch, häufiger privatversichert  
* Risiko von Berufserkrankungen geringer 
 * können sich gesunde Ernährung und Vorsorge leisten  
* nehmen mehr Präventionsangebote wahr  * haben höhere Lebenserwartung als Unterschicht
  * oft bessere (gesündere) Wohnbedingungen 

Unterschicht
 * schlechtere finanzielle  Ausstattung
 * häufiger Sc hichtarbeit  und  generell  schlechtere  Arbeitsbedingungen bedeuten höheres Erkrankungsrisiko
 * höhere  Morbidität  (Häufigkeit  der  Erkrankungen  innerhalb einer  Bevölkerungsgruppe), aber späterer Arztbesuch 
* Risiko von Berufserkrankungen ist  höher * oft  sch lecht aufgeklärt,  zeigen  im Vergleich weniger bewusstes  Gesundheitsverhalten * nehmen Vorsorgeangebote weniger  wahr
 * oft  ungesunde  Ernährung  (weniger  Geld  für  „gute“  Lebensmittel) 
* Zigaretten  und Alkoholkonsum weit  verbreitet




 

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5. Soziologie als Wissenschaft und Teilgebiete erläutern
Gegenstand  der Soziologie
 = Soziologie  ist die Wissenschaft  von der sozialen  Wirklichkeit/ vom Zusammenleben und Zusammenwirken  von Menschen 

Teil Gebiete  der Soziologie

 1. Allgemeine Soziologie 
→ Gewinnung  und  Systematisierung  grundlegender  Erkenntnisse 
→ Entwicklung  und  Klärung grundlegender  Fachbegriffe
Geschichte und Entstehung  der  Soziologie

 2. Spezielle  Soziologie
 → Beschäftigung mit  verschiedenen  Feldern sozialer Wirklichkeit (z.B. Familiensoziologie, Alterssoziologie, Jugendsoziologie,  Freizeitsoziologie, Bildungssoziologie, Medizinsoziologie) 
3. Sozialforschung
 → Erhebung, Aufbereitung und  Interpretation von Daten  über die  soziale  W Beobachtung/  Befragung/ Tests/ Experimente/  Statistik.

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6. Probleme des  Gesundheitssystems in  Deutschland  (4)
1. gegenwärtiges Krankheitspanorama:
 -eher chronische und chronisch psychische und psychosomatdegenerative Erkrankungen ische  Störungen nehmen  zu Bsp  (z.B. Herzkreislaufirklichkeit  mittels: Erkrankungen,  rheumatische  Erkrankungen,  Stoffwechsel Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Depression,  Demenz  usw.) 
2. Gewandelte  Alterscharakteristik 
* demographische  Entwicklung  hin  zur „ergrauten  Gesellschaft" mit  kontinuierlicher  Zunahme des  Anteils älterer und hoch betagter Menschen 
* hohes  Alter wird mit  chronischen  und  Lebensqualität beeinträchtigenden Krankheiten  erlebt 
* Singularisierung alter  Menschen verschärft die Versorgungsprobematik  (Personal für Pflege  und  Alltagshilfe)
 3. Diskrepanz  zwischen  materiellem Aufwand &  Erfolg 
* nicht mehr ausreichende Mittel zwingen  zum Nachweis  der  Effektivität von Behandlungen 
* Ausgaben  für  Gesundheit liegen  in  Deutschland im europäischen  Vergleich  im ob Drittel 
* Wirksamkeit der Behandlungen liegt jedoch deutlich darunter
 * in  den letzten  Jahren sank  die subjektive Zufriedenheit der  Patienten 
4. soziale Ungleichheit 
* Morbidität und Mortalität  sind  sozial ungleich  verteilt
 * mit Abnahme des  sozialen Status  bzw. der Bildung steigt das  Erkrankungsrisiko
 * gleichzeitig sinkt  die  Chance  auf gleichwertige  Behandlung

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 7. Werte und Normen + Beispiele mit Bezug zum Gesundheits-, Sozial- und Pflegesystem
→ Soziale Werte  -
 sind allgemeine Maßstäbe für das Verhalten der Menschen 
- sie sind die in einer Gesellschaft/ in einer Gruppe vorherrschenden Vorstellungen über wünsches- und erstrebenswerte Zustände, Vorgänge und Ziele 

 Merkmale:  - sind die Basis jeglichen menschlichen Zusammenlebens 
 - sind der Ausdruck des spezifischen Zustandes einer Gesellschaft  

Beispiele
 -Schutz von Kindern & Behinderten 
 - Gleichberechtigung der Geschlechter
  - Meinungsfreiheit  
- Schutz vom Privateigentum  
- Pflege von Kranken und Alten 
- Bildung für Kinder und Berufsbildung für junge Menschen 

Soziale Normen  - sind mehr oder weniger verbindliche Verhaltensvorschriften, die bestimmen, wie die Werte einer Gesellschaft/ Gruppe zu beachten und zu erfüllen sind 

Merkmale:  - abhängig vom und eingebunden in einen bestimmten kulturellen Kontext 
 - verändern sich im Laufe der Zeit  
- müssen erlernt werden  - oft stark verinnerlicht → werden erst bei Verstößen bewusst  
- gelten unterschiedlich stark → mehr oder weniger verbindlich 
 Beispiele:  - Verhaltensvorschriften von Patienten, von Ärzten, Lehrern, Polizisten, Schülern, Ergotherapeuten...
  - Vorschriften für Verhalten in der Öffentlichkeit, in der Familie, im Krankenhaus, im Straßenverkehr 
- Vorschriften für Verhalten bei Todesfällen, Hochzeiten, Geburt, Weihnachten 
- Vorschriften für Verhalten gegenüber alten Menschen, Eltern, Hilfebedürftigen

MEGE

8. Kann, Soll, Muss Normen
Kann- Normen: - sind wenig verpflichtende Verhaltensvorschriften, denen man sich entziehen kann 
-bei Nichteinhalten KEINE Bestrafung/ Ablehnung - Einhalten kann mit Sympathie belohnt werden

 Beispiel: - Bekanntmachen des Berufs: Ergotherapeuten können die Öffentlichkeit über den Beruf unterrichten 

Soll- Normen:
 - deutliche Verhaltensvorschriften, nicht als Rechtsnorm festgelegt  
- bei Nichteinhalten kommt es zur sozialen Bestrafung/ Ablehnung und meist zu Interventionen
- Einhalten wird meist mit Sympathie belohnt 

 Beispiel: - Verhalten innerhalb eines Teams: Ergo zeichnet sich innerhalb eines Teams durch die Bereitschaft zur Kooperation und Mitverantwortung aus

 Muss- Normen
- sind ausdrücklich formulierte, rechtlich festgelegte und für jeden verbindliche Verhaltensvorschriften
 - bei Nichteinhalten folgen die vom Gesetzgeber festgelegte Strafen 
- Einhalten hat keine Folgen, da selbstverständlich 
Beispiel: - Verantwortung gegenüber Patienten: Ergos garantieren die Wahrung der Vertraulichkeit persönlicher Informationen und Daten und leiten diese nur mit Einverständnis des Patienten weiter

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9. Rollenerwartungen an den Therapeut nach Parsons
1. Kompetenz 
 * spezielles Wissen/ spezielle Fertigkeiten  (Ausbildung…) 
* muss  die Normen therapeutischen Handelns  verinnerlicht haben * Erfüllung  der  Anforderungen  an  Attribute der Berufsrolle  (Kleidung,  Hygiene, äußere Erscheinung)
 * Fähigkeit,  Entscheidungen  zu  treffen, zu  handeln und  persönlich  zu verantworten 
* Aushalten  von Belastungssituationen  und  Affektkontrolle

 2. Affektive  Neutralität 
 * Patienten  unabhängig  von seinen  eigenen  Gefühlen,  Einstellungen,  Vorlieben und seinem Glauben behandeln
 * heißt nicht, dass  der  Therapeut ganz  ohne  emotionale  Beteiligung  handeln soll 

3. Universale Hilfsbereitschaft 
* Therapeut  muss  Patient  unabhängig von dessen persönlichen  Eigenschaften  und sozialem Status,  dessen  Religion und Nationali tät  helfen  (jeder Patient  wird  behandelt!) 
4. Altruismus 
* Therapeut  darf bei  der  Behandlung  nicht an  seinen  eigenen Vorteil denken  → Handeln am Wohl des Patienten/am  Gemeinwohl  ausrichten 
5. Funktionale Spezifität 
* Ergotherapeut hat Aufgabe,  im Auftrag  des  Arztes  präventive, kurative und  rehabilitative Maßnahmen bei  Patienten durchzuführen
 * nicht Menschen  erziehen  oder zu psychotherapieren!

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10.  Compliance  und  Faktoren, die sie negativ  beeinflussen +  Maßnahmen zur Verbesserung
Compliance
Kooperationsbereitschaft des  Patienten

 Problem: Compliance von Patienten relativ  gering, Kliniken  und Versorgungssystem  begünstigen Gegenwehr  und  Protest  von Patienten 

Folgen  für  den  Patienten: Verweigerung  von Behandlungen und Maßnahmen,  Reaktanz  (versucht seine  Autonomie wiederherzustellen)

 Beeinflussende  Faktoren 

1. Einflüsse  durch  Krankheit  selbst 
o Art  der  Erkrankung  (psychisch/somatisch) o Dauer der Erkrankung (akut vs. chronisch) 
o Schwere  der Erkrankung
 o Folgeerkrankungen
 o Belastungen durch die Erkrankung
 o Einschätzungen  des  eigenen Gesundheitszustands
 o fehlende  Krankheitseinsicht 
o gesunde Intervalle 
o z.B. Krankheiten, die (weitgehend) symptomfrei sind (z.B.  Hypertonie, Diabetes, Nierenkrankheiten, HIV  im Anfangsstadium) 

2. Einflüsse  durch  die Therapie
o Nebenwirkungen  der  Medikamente 
o Nich tdurchschaubarkeit bzw.  Unverständnis  des  Therapieplans 
o Compliance ist  umso  schlechter,  je mehr  Tabletten eingenommen  werden  müssen,  je  mehr unterschiedliche Medikamente verordnet wurden  und  je  mehr Nebenwirkungen  den Patienten  verunsichern
 o Umstellun g von Verhaltensgewohnheiten 

3. Einflüsse  durch  familiäres  Umfeld 
o keine  Unterstützung  durch die  Familie  bei Alkohol, Diabetes,  Adipositas o Familie  als aufrechterhaltender  Faktor  der  Erkrankung  (z.B. Anorexia  Nervosa) 
o Familie  hat negative Einstellu ng zum Fachpersonal (Therapeut hat doch keine Ahnung…) 
4. Einflüsse  durch  die Arzt- Patient - Interaktion
o Vertrauensverhältnis gestört 
o Zufriedenheit der ArztPatienten- Beziehung o Art  der  Kommunikation miteinander 
o Kontinuität der Behandlung  Taubert bei  unzufriedenen  Patienten  17  % (1980): Kooperation  bei zufriedenen Patienten: 52 % 

5. Einflüsse  durch  die Persönlichkeit des  Patienten
 o soziodemografische Merkmale  (Alter, Geschlecht, Bildung, Soziale  Schicht) o Wissen des  Patienten
 o adoleszente, sozial Isolierte  und  sehr alte  Patienten zeigen  weniger  Compliance 
o sehr  hohe und sehr  niedrige  Ängstlichkeit  ebenfalls  negativ,  optimal  ist  mittlere Ängstlichkeit
 o Kontrollüberzeugungen 
o Krankheitskonzepte 

Maßnahmen zur Verbesserung 
o konstante Bezugspersonen,  Vertrauensverhältnis 
o Aufbau familiärer Unterstützung  
o gute Information und Aufklärung  
o Anweisungen mit Argumenten begründen  , möglichst wenig komplizierte Anweisungen  
o Wiederholungen, da mit der Zeit die Wirkung von Anweisungen nachlässt  
o Nah- und Fernziele festlegen
  o Selbsthilfegruppen 
 o Feedback  
o auf internale variable Attribution beim Patienten hinwirken  

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 11. Krankheitsgewinn
Definition:  

*Ist die allgemeine Bezeichnung für die objektiven und/ oder subjektiven Vorteile, die ein Kranker aus seiner Krankheit bzw. Patient aus seiner Diagnose zieht 
* Gesamtheit der Erleichterung, Schonung und Aufmerksamkeit, die ein Erkrankter erlebt (Alltagspflichten entbunden, schonende Behandlung, Mitgefühl)  

1. Primärer Krankheitsgewinn („innerer Krankheitsgewinn“) 
 - Symptom/KH kann für den Kranken selbst unverzichtbar sein. 
 - es kann der unbewussten psychische Stabilisierung, Entlastung oder Kompensation bei Konflikten dienen.  
2. Sekundärer ~ („äußerer ~ “) Krankheitsgewinn 
- Symptom/KH wird sozial verstärkt durch Zuwendung, Aufmerksamkeit, Interesse, Mitleid  
- Wegfall/Vermeidung von unangenehmen Aktivitäten und Verpflichtungen,
  - Aussicht auf materielle Zuwendung (Schmerzensgeld, Rente, Entschädigung)
  - Je stärker der sekundäre KHsgwinn, desto schwerer das Aufgeben der Krankheit/ Krankenrolle 
3. Tertiärer Krankheitsgewinn  - Symptom/KH ist für Dritte befriedigend durch: Stabilisierung des eigenen Selbstwerts,  Stiften von Lebenssinn, Erlangen von Macht

  Achtung! Krankheitsgewinn darf nicht mit Simulation verwechselt werden, bei der es sich um das bewusste Vortäuschen einer Krankheit handelt  

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 12. Krankheitsbewältigung nach Heim
1. handlungsbezogene Bewältigung  
2. kognitionsbezogene Bewältigung
 3. emotionsbezogene Bewältigung

  Handeln 
 - Ablenkendes Anpacken, Bsp.: Sich in Arbeit stürzen  
- Aktives Vermeiden, Bsp.: Nicht mehr zum Arzt gehen
  - Kompensation, Bsp.: Mehr Essensaufnahme  
- Konstruktive Aktivität, Bsp.: Sich ein Hobby suchen 
 - Altruismus, Bsp.: Jemand Anderes etwas Gutes tun 
 - Sozialer Rückzug Bsp: sich abkapseln 
- Zupacken Bsp: Betont kooperativ sein 
- Zuwendung Bsp. Anderen Zuhören/ Beistehen

  Kognition  
- Ablenken Bsp. Fokus auf andere Dinge lenken
  - Akzeptieren/Stoizismus /Fatalismus Bsp. Hinnehmen, was immer die Krankheit bringt 
- Dissimulieren Bsp. Bagatellisieren von Symptomen
  - Problemanalyse Bsp. Analyse der KH und ihre Folgen
  - Relativieren Bsp. Alles herunterspielen
  - Religiosität Bsp. Halt im Glauben suchen 
 - Sinngebung Bsp. im Sinne von „Cape Diem“ den Tag genießen 

 Emotion 
 - Auflehnung Bsp. „Warum ausgerechnet ich?“ 
 - Emotionale Entlastung Bsp. Zorn, Wut
 - Gefühle isolieren, unterdrücken Bsp. kein Zeigen von Gefühlen  
- Optimismus Bsp. Zuversicht bewahren 
- Passive Kooperation Bsp. „Der Arzt weiß schon, was er tut“  
- Resignation Bsp. sich gehen lassen 
- Selbstbeschuldigungen Bsp. Krankheitsursache bei sich suchen 
- Wut ausleben Bsp. Beschimpfung oder Verletzung Anderer  

Andere Modellvorstellungen zur Krankheitsbewältigung 
Transaktionales Stressmodell (Lazarus) Modell der Krisenverarbeitung (Schuchardt)

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13. Soziale Unterstützung (Definition, Funktion, Formen) + Effekt und Puffer Modell
Definition  = Fremdhilfe, die dem einzelnen durch Beziehungen und Kontakte mit seiner Umwelt zugänglich ist.  

Funktion: 
 - Gesundheit kann erhalten bzw. Krankheit kann vermieden werden 
 - psychische und somatische Belastungen können ohne Schaden für die Gesundheit überstanden werden 
 - Folgen von Krankheit können bewältigt werden  Formen: 

 1. Informative Unterstützung 
 → Unterstützungsgeber gibt dem Empfänger wichtige Informationen sowie Ratschläge (z.B. Rat, Tipps zur Problemlösung, Orientierungshilfen)  
2. Instrumentelle Unterstützung  
→ praktische Hilfestellungen und Leistungen  (z.B. Hilfe bei der Erledigung von Aufgaben (Antrag ausfüllen, Einkaufen), Umzugshelfer)
  3. Emotionale Unterstützung 
 → emotionale Hilfe bzw. Anteilnahme (z.B. Vertrauen, Empathie, Zuneigung) 
 4. Evaluative Unterstützung  
→ Anerkennung und Wertschätzung, Bestätigung (z.B. positive Rückmeldungen nach Erfolgen, Lob, Komplimente, konstruktive Kritik)
  Effekt-Modell  
- Person kann mit Hilfe anderer rechnen, fühlt sich geliebt und akzeptiert  
- positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden, z.B. durch
 - Erhöhung des Selbstwertes und Kontrollempfindens  
- Förderung gesundheitsrelevanten Verhaltens   
- soziale Unterstützung ist auch Ressource gegen Stress (protektiver Faktor)
  Puffer-Modell  
- Person erhält im Krisenfall Hilfe 
 - Problem kann aufgrund des soz. Netzes die Situation besser bewältigen  
- soziales Netz „puffert“ die schädlichen Auswirkungen einer Krise ab und kann sie damit sogar beenden  

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