M2 Versuchsplanung Und Stichproben at TU Dresden | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für M2 Versuchsplanung und Stichproben an der TU Dresden

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TESTE DEIN WISSEN

4 Kritikpunkte an der Induktion

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TESTE DEIN WISSEN

- Unabschließbarkeit

- Grundzusammenhang

- implizite Theorien

- zirkuläre Argumentation



  • Das durch Induktion erworbene Wissen ist niemals wirklich gesichert (Problem der Unabschließbarkeit). Es können niemals alle möglichen Fälle untersucht werden und somit besteht immer die Gefahr, dass auch solche Fälle existieren, die nicht den geschlussfolgerten Überlegungen entsprechen.Deshalb können induktive Herleitungen nicht als endgültige kausale Erklärungen anerkannt werden.
  • Selbst das Sammeln einer unendlich großen Anzahl von Beobachtungen macht noch keine Theorie – es muss ein Grundzusammenhang gegeben sein, der bestimmte Konzepte voraussetzt. Aus tausenden Beobachtungen etwa über die Merkfähigkeit lässt sich keine Theorie aufbauen, wenn man das Konzept „Gedächtnis“ nicht als Fundament benutzt. 
  • Implizite Theorien und kulturell bedingte Annahmen steuern unsere Wahrnehmung und verzerren somit alle induktiv entstandenen Schlussfolgerungen. Allein schon die so notwendigen Grundzusammenhänge (siehe vorheriger Punkt) sind zwangsläufig zumindest zum Teil unbewusst und implizit. Beobachtungen können also niemals vollkommen objektiv sein, und damit die aus ihnen gezogenen Schlussfolgerungen noch weniger.
  • Kritisieren lässt sich auch die zirkuläre Argumentation, mit der oft versucht wird, den Induktionsprozess zu validieren: „Beweis“ des Erfolgs der Induktion durch weitere Induktion. (Beispiel: Man kann induktiv zu der Theorie gelangen, dass sonntags keine Post ausgeliefert wird – nämlich indem man die eigenen Beobachtungen des sonntäglich leeren Briefkastens heranzieht, Wenn man nun jedoch die Aussage trifft, dass die Induktion eine gute Herangehensweise ist, da die so erlangte Theorie durch anschließende Beobachtungen – also dadurch, dass man auch an folgenden Sonntagen keine Post bekommt - bestätigt wurde, trifft man einen Zirkelschluss. Man belegt die Induktion mit Induktion und das ist kein zulässiger Beweis.)
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Was ist KEIN Vorteil mehrstufiger unifaktorieller Designs? (Bsp.: bei Studie wird Einfluss von Koffeinuntersucht, einmal 2mg und einmal 8mg, ein anderes mal 2mg-8mg=7 Stufen)

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erlauben zufällge Variation

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Welche 2 Positionen der empirischen Wissenschaft gibt es zur Ontologie? Wo lassen sich Kant und Hume einordnen?

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Realismus:

Existenz einer objektiven Wirklichkeit


Idealismus:

es existiert keine objektive Wirklichkeit oder sie lässt sich nicht erkennen

Kant & Hume > kritischer Idealismus: kein direktes Erkennen von Realität, Wahrnehmung nach Beschaffenheit des Erkenntnisapparates

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Was ist ein Experiment?

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- aktiv aufgestellte Beobachtung

zu Erfahrungsgewinnung

- Manipulation der Situation

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Worin unterscheiden sich die normative und die deskriptive Wissenschaftstheorie?

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normativ: 

- wertfrei (objektiv)

- Wissenschaft als Weg zu immer mehr Erkenntnis

- wie etwas sein soll – man konzentriert sich auf dem erstrebenswerten Zustand (in diesem Fall objektive Erkenntnis/Wahrheit)


deskriptiv:

- Wissenschaft als historischer und sozialer Prozess

- Wissenschaft wird von fehlbaren Menschen ausgeübt

- komplette Objektivität nicht möglich


Die normativen Wissenschaftstheorien werden nicht komplett verworfen, jedoch sieht man sie als Beschreibung nur eines kleinen Ausschnitts der Wirklichkeit bzw. als anzustrebende Ideale. Besonders kritisiert wird, dass sich in der nach „objektiver Wahrheit“ strebenden Wissenschaft ein Zirkelschluss ergibt: Man versucht, die Methoden und Fundamente der Forschung durch Forschung zu beweisen. („Wissenschaftliche Methoden funktionieren erwiesenermaßen, wir haben es mit wissenschaftlichen Experimenten getestet!“). Diese Argumentation gleicht dem Zirkelschluss der Induktion und fällt damit der gleichen Kritik anheim: Kein System kann sich aus sich selbst heraus beweisen


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Positivismus/ logischer Empirismus

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normativ

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Welche Positon stand entgegengesetzt zum Positivismus?

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kritischer Rationalismus

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Erkläre den Positivismus

(Vertreter, Sozialhistorischer Kontext, Ziele, Grundannahmen) 

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Vertreter: Wiener Kreis


Sozialhistorischer Kontext: 

- Fortschritt d. Naturwissenschaften

- Stillstand der Philosophie


Ziele:

- die Philosophie nach wissenschaftlichen und objektiven Kriterien zu erneuern

- auf der Suche nach klaren Kriterien zur Beurteilung, ob bestimmte Aussagen (wissenschaftlich) gültig oder ungültig seien


Grundannahmen:

- Vermeidung von Letztbegründungen (Gott)

- Theorien in der klaren Sprache der Logik formulieren

- nur objektiv Beobachtbares ist als wissenschaftlich anzusehen (> Behaviorismus)

- Induktion zur Teoreinfindung und Deduktion zur Theorienverifikation (deshalb Positivismus)

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Kritischer Rationalismus  =

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normativ

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Kritischer Rationalismus:

- Vertreter

- Ziele

- Grundannahmen

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TESTE DEIN WISSEN

- Karl Popper

- sichere wissenschaftliche Erkenntnis ohne Ideologie, wertfreie Wissenschaft

- Verifikation ist nicht möglich, Falsifikation ist sicher

- Induktion ist untauglich für Wissenschaft

- Wahrheit ist unerreichbar, aber annäherbar 

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3 Kritikpunkte an Popper

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TESTE DEIN WISSEN

1. Ist ein Entscheidungsexperiment ("Experiment crucis"), das eine Theorie endgültig falsifiziert, überhaupt möglich? (Experiment kann falsch durchgeführt worden sein)


2. Faktisch funktioniert Forschen induktiv/verifizierend (wir suchen nach 9. Planeten ohne Newton zu falsifizieren)


3. Kritischer Rationalismus ist normatives Wunschdenken, das die menschliche Psychologie vernachlässigt 

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Was ist die Epistemologie? Welche 2 Strömungen gibt es dabei?

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Empirismus:

Informationsgewinnung durch Sinneserfahrung, verzerrte Wahrnehmung durch Erkenntnisapparat (Hume)


Rationalismus:

Informationsgewinnung durch menschliche Erkenntnis

Kant: gegebenes a priori Wissen - Welt - a posteriori Einordnung der Erfahrung

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Q:

4 Kritikpunkte an der Induktion

A:

- Unabschließbarkeit

- Grundzusammenhang

- implizite Theorien

- zirkuläre Argumentation



  • Das durch Induktion erworbene Wissen ist niemals wirklich gesichert (Problem der Unabschließbarkeit). Es können niemals alle möglichen Fälle untersucht werden und somit besteht immer die Gefahr, dass auch solche Fälle existieren, die nicht den geschlussfolgerten Überlegungen entsprechen.Deshalb können induktive Herleitungen nicht als endgültige kausale Erklärungen anerkannt werden.
  • Selbst das Sammeln einer unendlich großen Anzahl von Beobachtungen macht noch keine Theorie – es muss ein Grundzusammenhang gegeben sein, der bestimmte Konzepte voraussetzt. Aus tausenden Beobachtungen etwa über die Merkfähigkeit lässt sich keine Theorie aufbauen, wenn man das Konzept „Gedächtnis“ nicht als Fundament benutzt. 
  • Implizite Theorien und kulturell bedingte Annahmen steuern unsere Wahrnehmung und verzerren somit alle induktiv entstandenen Schlussfolgerungen. Allein schon die so notwendigen Grundzusammenhänge (siehe vorheriger Punkt) sind zwangsläufig zumindest zum Teil unbewusst und implizit. Beobachtungen können also niemals vollkommen objektiv sein, und damit die aus ihnen gezogenen Schlussfolgerungen noch weniger.
  • Kritisieren lässt sich auch die zirkuläre Argumentation, mit der oft versucht wird, den Induktionsprozess zu validieren: „Beweis“ des Erfolgs der Induktion durch weitere Induktion. (Beispiel: Man kann induktiv zu der Theorie gelangen, dass sonntags keine Post ausgeliefert wird – nämlich indem man die eigenen Beobachtungen des sonntäglich leeren Briefkastens heranzieht, Wenn man nun jedoch die Aussage trifft, dass die Induktion eine gute Herangehensweise ist, da die so erlangte Theorie durch anschließende Beobachtungen – also dadurch, dass man auch an folgenden Sonntagen keine Post bekommt - bestätigt wurde, trifft man einen Zirkelschluss. Man belegt die Induktion mit Induktion und das ist kein zulässiger Beweis.)
Q:

Was ist KEIN Vorteil mehrstufiger unifaktorieller Designs? (Bsp.: bei Studie wird Einfluss von Koffeinuntersucht, einmal 2mg und einmal 8mg, ein anderes mal 2mg-8mg=7 Stufen)

A:

erlauben zufällge Variation

Q:

Welche 2 Positionen der empirischen Wissenschaft gibt es zur Ontologie? Wo lassen sich Kant und Hume einordnen?

A:

Realismus:

Existenz einer objektiven Wirklichkeit


Idealismus:

es existiert keine objektive Wirklichkeit oder sie lässt sich nicht erkennen

Kant & Hume > kritischer Idealismus: kein direktes Erkennen von Realität, Wahrnehmung nach Beschaffenheit des Erkenntnisapparates

Q:

Was ist ein Experiment?

A:

- aktiv aufgestellte Beobachtung

zu Erfahrungsgewinnung

- Manipulation der Situation

Q:

Worin unterscheiden sich die normative und die deskriptive Wissenschaftstheorie?

A:

normativ: 

- wertfrei (objektiv)

- Wissenschaft als Weg zu immer mehr Erkenntnis

- wie etwas sein soll – man konzentriert sich auf dem erstrebenswerten Zustand (in diesem Fall objektive Erkenntnis/Wahrheit)


deskriptiv:

- Wissenschaft als historischer und sozialer Prozess

- Wissenschaft wird von fehlbaren Menschen ausgeübt

- komplette Objektivität nicht möglich


Die normativen Wissenschaftstheorien werden nicht komplett verworfen, jedoch sieht man sie als Beschreibung nur eines kleinen Ausschnitts der Wirklichkeit bzw. als anzustrebende Ideale. Besonders kritisiert wird, dass sich in der nach „objektiver Wahrheit“ strebenden Wissenschaft ein Zirkelschluss ergibt: Man versucht, die Methoden und Fundamente der Forschung durch Forschung zu beweisen. („Wissenschaftliche Methoden funktionieren erwiesenermaßen, wir haben es mit wissenschaftlichen Experimenten getestet!“). Diese Argumentation gleicht dem Zirkelschluss der Induktion und fällt damit der gleichen Kritik anheim: Kein System kann sich aus sich selbst heraus beweisen


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Q:

Positivismus/ logischer Empirismus

A:

normativ

Q:

Welche Positon stand entgegengesetzt zum Positivismus?

A:

kritischer Rationalismus

Q:

Erkläre den Positivismus

(Vertreter, Sozialhistorischer Kontext, Ziele, Grundannahmen) 

A:

Vertreter: Wiener Kreis


Sozialhistorischer Kontext: 

- Fortschritt d. Naturwissenschaften

- Stillstand der Philosophie


Ziele:

- die Philosophie nach wissenschaftlichen und objektiven Kriterien zu erneuern

- auf der Suche nach klaren Kriterien zur Beurteilung, ob bestimmte Aussagen (wissenschaftlich) gültig oder ungültig seien


Grundannahmen:

- Vermeidung von Letztbegründungen (Gott)

- Theorien in der klaren Sprache der Logik formulieren

- nur objektiv Beobachtbares ist als wissenschaftlich anzusehen (> Behaviorismus)

- Induktion zur Teoreinfindung und Deduktion zur Theorienverifikation (deshalb Positivismus)

Q:

Kritischer Rationalismus  =

A:

normativ

Q:

Kritischer Rationalismus:

- Vertreter

- Ziele

- Grundannahmen

A:

- Karl Popper

- sichere wissenschaftliche Erkenntnis ohne Ideologie, wertfreie Wissenschaft

- Verifikation ist nicht möglich, Falsifikation ist sicher

- Induktion ist untauglich für Wissenschaft

- Wahrheit ist unerreichbar, aber annäherbar 

Q:

3 Kritikpunkte an Popper

A:

1. Ist ein Entscheidungsexperiment ("Experiment crucis"), das eine Theorie endgültig falsifiziert, überhaupt möglich? (Experiment kann falsch durchgeführt worden sein)


2. Faktisch funktioniert Forschen induktiv/verifizierend (wir suchen nach 9. Planeten ohne Newton zu falsifizieren)


3. Kritischer Rationalismus ist normatives Wunschdenken, das die menschliche Psychologie vernachlässigt 

Q:

Was ist die Epistemologie? Welche 2 Strömungen gibt es dabei?

A:

Empirismus:

Informationsgewinnung durch Sinneserfahrung, verzerrte Wahrnehmung durch Erkenntnisapparat (Hume)


Rationalismus:

Informationsgewinnung durch menschliche Erkenntnis

Kant: gegebenes a priori Wissen - Welt - a posteriori Einordnung der Erfahrung

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