Bildungswissenschaft at TU Dortmund

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Fazit Bildungsübergänge


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Umgang mit Vielfalt -> Heterogenitätsbegriff

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Sinnvolle Fragen beim forschenden Lernen

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Was macht eine gute Grundschule aus?

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Ko-Konstruktive Gestaltungen von Übergängen

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Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

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Inklusion (Überlegungen zu inklusiver Bildung)

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Weiter Inklusionsbegriff: Definitionen

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Fazit Kooperation

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Übergang zum weiten Verständnis Inklusion

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Kritik am engen Inklusionsbegriff

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Bildungswissenschaft

Fazit Bildungsübergänge


  • Übergang in Sekundarbereich unterliegt länderspezifischen Besonderheiten
    • Bundeslandabhängig ob Empfehlungen der Grundschullehrer bindend sind
  • Für Entscheidungsfindung ziehen Lehrkräfte jeweils versch. Kriterien heran und gewichten sie ungleich
    • Urteilsfehler und -verzerrungen können entstehen
  • Kinder, deren Eltern einen hohen Bildungsabschluss haben, weisen deutlich höhere Chance auf Empfehlung für den höherbildenden Schulbereich auf
  • Entscheidungen Lehrkräfte nicht nur auf Grundlage der Leistungen der SuS
    • außerdem Merkmalen wie Intelligenz, Motivation und Lernbereitschaft, familiärer Hintergrund wie Migration und kognitive, finanzielle Möglichkeiten zur Förderung des Kindes und dem Bildungsstand der Eltern
  • Selektionsprozess am Ende der Grundschulzeit beruht auf „primären Disparitäten“ und „sekundären Disparitäten“
  • Übergang in Sekundarbereich wird von den Eltern als zukunftsweisend wahrgenommen und ist somit bedeutend für die gesellschaftliche Teilhabe

Bildungswissenschaft

Umgang mit Vielfalt -> Heterogenitätsbegriff

  • Heterogenität und Vielfalt, Verschiedenheit und Differenz
  • Heterogenität als „Appellative Vokabel“, die eine „Appellative Kraft“ entfaltet in schulischen Leitbildern
  • „Heterogenität ist als Begriff empirisch wie theoretisch weitgehend ungeklärt“ (unbestimmter Begriff)
  • der Begriff Vielfalt impliziert Betrachtung der „Verschiedenheit als Bereicherung und Chance“
  • Verbesserung der Kompetenzen von SuS und Verringerung von Bildungsungleichheit
  • Ziel ist: Erweiterung ganzheitlicher Bildungsarbeit
  • Inklusionsgebot besagt: Erlernen kompetenten Umgangs mit „Unterschieden“ zw. Menschen ist richtungsweisend
    • KuBa (Kulturelle Basis)
  • „Wie benötigtes Wissen über individuelle Lernvoraussetzungen, Kenntnisse, vorhandenes Vorwissen, biografische Erschwernisse, Resilienzfaktoren, etwaige Traumatisierungen erfassen, verstehen und für eine Unterrichtsplanung und Bieten entsprechender Unterstützung nutzbar machen? (Friedsam)
    • Entwicklungsfroh bleiben, obwohl Umstände schwierig sind
  • Erfordernis stetigen „Scannens“ bestehenden Möglichkeiten Schule und ihrer Lernangebote und ebenso der SuS und ihrer Erfahrungswelt
    • Wenn schule vernetzt ist, dann ist es leichter dies zu ermöglichen
  • Konsens: Optimale Entfaltung individueller Potentiale im Mittelpunkt Qualität von Schule 
    • Verbesserungen in Bereichen Schulmanagement, Schulkultur, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung dienen alle der Optimierung von Lernprozessen und Lernergebnissen der SuS. -> keine Praxiswirksamkeit“ (Trageser/Volkholz 2019)
  • Große Summe an Schulen (38.000 Schulen in Deutschland)
  • Multiperspektivisches Auseinandersetzen mit komplexen Vielfaltsbegriff
  • Entwicklung differenzierten und komplexen System Fördern und Fordern
  • konzeptgeleitete Entwicklungsvorhaben, Umsetzungen, Ergebnisse, Angebote, Arbeitsschwerpunkte, Methoden und Kooperationen
  • Verankerung kooperativer Lernkulturen in Klassen + Arbeitsstil in den Kollegien
  • Korrespondenz der Schule als Öffentlichkeitsort und Forum mit der sozialräumlichen Bildungsregion
  • Vielfalt der Professionen, Professionalisierung und Fortbildungskultur, Schulverwaltung und Schulträger

Bildungswissenschaft

Sinnvolle Fragen beim forschenden Lernen

  • Forscherfragen (Wie-Fragen)
  • Fragen zum Wissen oder zur Vorerfahrung der Kinder
  • Handlungsorientierte Fragen (Was passiert wenn…)
  • Fragen zum Handeln und zum Prozess
  • Fragen zum Lernprozess der Jungen und Mädchen

Bildungswissenschaft

Was macht eine gute Grundschule aus?

  • 1. Hohe Leistungserwartungen und Lernerfolge: Summative + prozessbezogene Diagnostik 
  • 2. Regelmäßige Feststellung von Lernfortschritten:Kompetenz und Potentialanalyse; Gutes Abschneiden in Vergleichsarbeiten; Objektivierende Größe in der Kompetenzfeststellung
  • 3. Lern-sozialwirksame Organisation: In verschiedenen Sozialformen arbeiten; Lernen mit Lesepaten
  • 4. Adaptive Lehr- und Lernarrangements: Vor dem Hintergrund der Diagnostik (Datengrundlage): Welche Aufgaben sind passgenau für das Kind?; Welche Unterstützung braucht das Kind; Horizont der nächsten Entwicklung muss bestimmt werden
  • 5. Teilhabe an gleichen Unterrichtsgegenständen: Einen Unterrichtsgegenstand (z.B. Magnetismus) und dieser wird soweit differenziert, dass   alle Kinder auf unterschiedlichen Niveaus zusammenarbeiten können (keine Separierung); Qualität des Unterrichts/ Lesson Study Hochgradig differenzierter und Individualisierter Unterricht
  • 6. Orientiert sich an der Lerngruppe:Lesson Study: Lernen durch die Augen der Kinder sehen (z.B. Unterricht aufnehmen und durch Kinder auswerten lassen) -> kooperative und evidenzbasierte Unterrichtsentwicklung Kokonstruktives Element
  • 7. Hohe Prozess- und Ergebnisqualität 
  • 8. Diversitätserfahrene Teams: Vielfaltserfahrene Teams; Jugendamt, religiöse Gemeinschaften, Psychologen, Mediziner, Sonderpädagogen; Schule allein schafft es nicht, sondern sie schafft es im Bildungsverbund
  • 9. Verantwortungsstarke Schulleitung: Schulleitung braucht Visionen und demokratische Delegation
  • 10. Konsens- und Zielabsprachen im Kollegium: Kollegium muss gemeinsame Ziele für Bildungsquatier finden, Aufgaben für SuS finden, Hospitationen, Lernreisen, Webinare, Netzwerkprojekte, Reisen in Nachbarländer
  • 11. Demokratische Schulkultur Netzwerkbeteiligung: Regionalbüro Dortmund an der TU; Gute Schulen miteinander Verknüpfung und damit Entwicklungsprogramme -> Impulsgeber für neue Ideen
  • 12. Präventions- und Interventionsstärke: Gute Schulen treten aus einen Problemraum in einen Lösungsraum ein; Mit willigen Lehrern bei Schulentwicklung arbeiten und Begeisterung wird von SuS und Eltern mitgetragen
  • 13. Elternpartizipation/ Elterncoaching: Investition in Sprachbildung, Elterncafés, Coaching für schwierige Situationen (z.B. im Home-Schooling)
  • 14. Übertrittsquoten: Quote, dass auch Kinder auf Gymnasien gehen können; Wie kann man erreichen, dass mehr SuS gute Leistungen erreichen können und dies evidenzbasiert überprüfen

Bildungswissenschaft

Ko-Konstruktive Gestaltungen von Übergängen

  • Kinder sollen auf biographische Diskontinuitäten und ihre Bewältigung vorbereitet werden
  • Ressourcenorientierung zur Stärkung des Kindes in Konfrontation mit übergangsbedingten Herausforderungen
    • Basisqualifikationen wie Stressbewältigung, Fähigkeit zur Selbstregulation und
      konstruktivem Denken, Regelbewusstheit, Kreativität, soziales Engagement

Bildungswissenschaft

Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

  • Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung aktiv mit
  • Kinder haben Rechte
  • Kinder sind individuelle Persönlichkeiten
  • Kinder wollen von sich aus lernen
  • Kinder sind reich an Vorwissen und Kompetenzen

Bildungswissenschaft

Inklusion (Überlegungen zu inklusiver Bildung)

  • In Pädagogik und Schulpädagogik lange über Fragen inklusiver Bildung nachgedacht; teileweise unter anderen Synonymen wie Vielfalt, Heterogenität, Differenz oder Diversity
  • altes Problem der Pädagogik auf neuem Niveau bearbeiten
    • wie Gleichheit/ Differenz
    • Individualisierung/ Universalisierung in einer Praxis 
    • zur gleichen Zeit, am gleichen Ort, in vielleicht graduierten, aber nicht qualitativ unterschiedlichen Zielen und Programmen, Praktiken und Arbeitsformen so realisiert, dass jede Individualität zu ihrem Recht kommt (Tenorth)

Bildungswissenschaft

Weiter Inklusionsbegriff: Definitionen

  • „Inklusion in allen gesellschaftlichen Teilbereichen vernetzt verlaufender Wandlungsprozess, der darauf abzielt, jedem Menschen in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen auf Grundlage seiner individuellen Bedarfe Zugang, Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen“ (Besand & Jugel 2015)
  • Inklusion international für das menschenrechtsbegründete Programm einer umfassenden, alle gesellschaftlichen Bereiche einschließenden De-Segregation ausgegrenzter, an gesellschaftlicher Teilhabe benachteiligter Individuen und Gruppen“ (Häcker & Walm 2015)

Bildungswissenschaft

Fazit Kooperation

  • Kooperation und schulübergreifende Netzwerkarbeit als wesentliche und strukturelle Elemente
  • Unterstützung der Lehrkräfte durch drei Kooperationsinstanzen: Jahrgangsstufe, Kollegium, Schulleitung
  • obligatorische Qualifizierung von Lehrkräften als Ansprechpartner und Koordinatoren für den Bereich Förderung: spezielle Kenntnisse zur Vermittlung von Lernstrategien, Förder- /Fordermaßnahmen für alle SuS
  • Lernwirksamkeit: Ergebnis von kognitivem, sozialem und emotionalem Lernen
  • Nicht mehr das Alter der Lernenden entscheidet über das Lernangebot, sondern die Fähigkeit in einem bestimmten Bereich
  • Inklusive Schulen brauchen eine förderwirksame Lernorganisation: „Kein ‘Smiley Lernen‘“ (Boldt)
  • Institutionell abgesicherter Austausch zwischen Wissenschaft und Schulpraxis
  • Schulentwicklungsthemen an Unterrichtsentwicklungsthemen knüpfen, damit nicht die Fachdidaktik dominiert!
  • Lehrerbildung muss Strategien der Entwicklung diagnostischer, didaktischer, organisationaler und pädagogischer Kompetenzstärkung beinhalten; Loslösung „curricularer Fachlichkeit im Sinne der Unterrichtsfächer“ (Beutel/Kretschmer)

Bildungswissenschaft

Übergang zum weiten Verständnis Inklusion

  • Alle exklusionsrelevanten Differenzkategorien systematisch in den Blick nehmen: Fokus auf „vulnerable Gruppen“ (Gummich & Hinz 2017)
  • Benachteiligende Lebens- und Lernentwicklungsbedingungen können neben individuellen Beeinträchtigungen z.B. auch aufgrund untersch. weiterer Faktoren
    • sozioökonomische Benachteiligungen
    • sprachlich-kulturelle Unterschiede
    • elterlicher Erkrankungen etc.
  • die nicht mit Behinderungen verknüpft sein müssen (Lütje-Klose, Neumann, Thoms & Werning 2018)

Bildungswissenschaft

Kritik am engen Inklusionsbegriff

  • Inklusion ein universelles und menschenrechtliches Prinzip des sozialen Zusammenlebens, dass uneingeschränkt für die gesamte Bevölkerung und für alle Gesellschaftsbereiche Gültigkeit hat (Wansing 2016)
  • Zementierung der Zwei-Gruppen-Theorien
    • Genutzt für die Instrumentalisierung von Normalitätsannahmen, um institutionelle Strukturprobleme (Rihm 2015) zu lösen:
      • „Sonderschulen all jene Schüler aufnehmen, die von den Regelschulen aussortiert werden, weil sie nicht den Vorstellungen von Bildungsfähigkeit und Normalität entsprechen, an denen allgemeine Schulen und Lehrpläne implizit ausgerichtet sind.“ (Blanck, Edelstein & Powell 2013)
    • der enge Begriff leistet zu wenig, um Prozesse der „Dekategorisierung“ und „Deinstitutionalisierung“ entgegenzuwirken (Lütje-Klose 2018)
    • Genereller Abbau von Bildungsungleichheit, Benachteiligungen, Marginalisierungen und Diskriminierungen (Ziemen 2017)

Bildungswissenschaft

Qualität fördern und entwickeln

  • Vielfaltsstarke lernwirksame Schulprofile: Wahl und Beteiligung
  • Individualisierung und Differenzierung in Lernsettings
  • Entwicklung innovativer didaktischer Formate für das Üben, Vertiefen, Anwenden, Forschen, Experimentieren, Veröffentlichen
  • Selbstständigkeit, Verantwortung, Zutrauen
  • Kooperationsbeziehungen, senior-peers und Akademien
  • Schulzeitbegleitende Feedbacksysteme
  • Hohe Investition in Qualität, forschend-evaluative Begleitung
  • Förderliche Strukturen in Erfolge überführen
  • Vergleichsarbeiten/Wettbewerbe

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