Physiologie Physikum at Tierärztliche Hochschule Hannover | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Physiologie Physikum an der Tierärztliche Hochschule Hannover

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TESTE DEIN WISSEN
Rejektion 
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Rejektion = Wiederkauen eines Bolus aus dem Pansen 
- durch eine zusätzliche Kontraktion unmittelbar vor der biphasischen Haubenkontraktion wird Ingesta aus dem Pansenvorhof vor die Cardia geschoben 
- Inspiration bei angehobenem Gaumensegel sorgt für einen Unterdruck im thorakalen Bereich des Ösophageus und der Bolus wird in diesen hinein gesogen 
- schnelle antiperistaltische Kontraktion bringt den Bolus in die Maulhöhle 
- Ausquetschen des Bolus am harten Gaumen und 2x Abschlucken der Flüssigkeit 
- 50 Kieferschläge wiederkauen (ca. 1 min)
- Abschlucken des zerkleinerten Bolus 
- 5-10 s Pause 
- neuer Zyklus 

dient der Zerkleinerung der großen Futterpartikel, damit mehr Oberfläche vorhanden ist, als Ansatz für die mikrobielle Besiedlung und den Abbau von Zellinhaltsstoffen

außerdem erhöht es den Speichelfluss, was der Abpufferung des Panseninhalts dient 
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Schilddrüse als neuroendokrinen Organ 
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Die Schilddrüsenachse 
- Hypothalamus schüttet Thyreoliberin aus 
- Hypophyse schüttet daraufhin das Thyroidestimulierende Hormon aus 
- Aktivierung der Schilddrüse
- Hormone Tetraiodthyronin und Triiodthyronin werden synthetisiert und freigegeben 

Synthese und Speicherung
- aus der Aminosäure Tyrosin und Iod aufgebaut von den Thyreozyten und im Follikellumen 
- T3 entsteht auch bei der peripheren Umwandlung von T4 durch das selenabhängige Enzym Deiodinase (Leber, Gehirn, Hypophyse, braunes Fett) 
- gebunden an das Thyreoglobulin wird es in den Follikellumen gespeichert 

Wirkung an der Zielzelle
- Transport über das Blut zu 99% gebunden an Proteine 
- lipophil
- gelangen über spezifische transporter in die Zelle 
- wirken über Kernrezeptoren
- binden an DNA und ändern Genexpression und nehmen so Einfluss auf die Gewebefunktion
- Steigerung von Wachstum und Stoffwechsel 

Pathophysiologie
- Hypothyreose (Mangel) verlangsamt alle Stoffwechselvorgänge
- Hyperthyreose (Überschuss) beschleunigt alle Stoffwechselvorgänge -> Gewichtsabnahme, Heißhunger, Unruhe, schnelle HF
- Iodmangel -> Hormone können nicht mehr synthetisiert werden -> Kompensation durch Anschwillen der Follikel -> Kropfbildung 
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Pathomechanismen der Thermoregulation
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Hypothermie
-Wärmeverluste überschreiten die maximale Wärmeproduktion (5faches  des Ruhestoffwechsels)
- Körperkerntemperatur sinkt kontinuierlich ab
- milde Hyopthermie 35-32°C mit Kältezittern, Hyperventilation, Tachykardie
- 32°C Schläfrigkeit und Apathie
- 28°C Muskeln und Gelenke sind starr, Herzrhythmusstörungen 
- 25°C Kammerflimmern

Hyperthermie
- zu wenig Wärmeabgabe in Relation zu Aufnahme und Produktion
- länger andauernde Überhitzung von 43°C führt zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag

maligne Hyperthermie
- oft bei Schweinen
- Gendefekt im Ryanodin-Rezeptor 
- durch Stress kommt es zu einem unkontrollierten Ca-Ausstrom aus dem SR ins Cytosol -> Dauerkontraktion mit erhöhter Wärmeproduktion -> Hyperthermie mit teilweise Denaturierung der Muskelproteine -> blasses Fleisch, weich und wässrig (PSE-Fleisch)

Fieber 
ist nicht pathologisch, sondern eine physiologische Reaktion auf eine Infektion
- durch Pyrogene ausgelöste Erhöhung des SOLL
- Viren oder Bakterien (exogene Pyrogene) induzieren in den Granoluzyten und Makrophagen die Freisetzung von Cytokinen, die dann als endogene Pyrogene wirken
- Cytokines gelangen über fenestrierte Kapillaren zum Hypothalamus
- SOLLwert verschoben, KernTemperatur liegt dann unter dem neuen Wert -> Mechanismen der Wärmeproduktion setzen ein 
- Abtöten der Erreger bis keine endogenen Pyrogene mehr vorhanden
- SOLL sinkt wieder auf normal -> Kerntemperatur höher als der neue Wert -> Mechanismen der Wärmeabgabe werden aktiviert. 
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Wie funktioniert die Sekretion in den Hauptzellen?
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An den Ribosomen der Hauptzellen wird das Enzm Pepsinogen synthetisiert. 
Im Golgi-Apparat wird es dann in Sekretgranula verpackt, die von einer Membran umhüllt sind. 
Die Freisetzung erfolgt dann über Exocytose durch Verschmelzung der Zellmembran mit der Membran der Sekretgranula. 
Beide Transporte in der Zellle erfolgen über das Cytoskelett.

Durch den niedrigen pH-Wert des Magens wird das Pepsinogen dann zum aktiven Pepsin. 

Außerdem wird das Enzym Lysozym von den Hauptzellen im Magen der Wiederkäuer gebildet, welches an der Verdauung der Pansenbakterien beteiligt ist. 
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Ruhemembranpotenzial
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An allen Zellen herrscht zwischen innen und außen eine elektrochemische Potenzialdifferenz aufgrund der unterschiedlichen Ionenverteilung und Permeabilität der Membran. 
Für die meisten Zellen gilt, dass die Membran vorallem für Kalium-Ionen durchlässig ist. Grund dafür sind vorhandene K-Kanäle. 
Die Natrium-Kalium-Pumpe baut außerdem einen erheblichen Kalium-Gradienten auf. 
Kalium strömt nach seinem chemischen Gradienten aus der Zelle heraus, Anionen können dem nicht folgen aufgrund ihrer geringen Permeabilität. Die Zelle verliert also nach und nach in der Summe Kationen und das innere der Membran lädt sich negativ auf. 
Die entstehende elektrische Potenzialdifferenz stellt ein Hindernis für den weiteren Kalium-Ausstrom dar, denn plus und plus stoßen sich ab. Stattdessen treibt der elektrische Gradient wieder einen Einstrom von Kalium an, um den Potenzialunterschied auszugleichen. 
Nach einiger Zeit stellt sich so ein Gleichgewichtszustand zwischen den beiden Ionenflüssen ein (Einstrom = Ausstrom). 

 Das Ruhemembranpotenzial entspricht daher auch nahezu dem K+Gleichgewichtspotenzial. 

Die chemische Potenzialdifferenz kann berechnet werden für jedes Ion mittels
dW = R x T x ln(Cinnen / Caußen)
also die Differenz ist die Gaskonstante mal Temperatur mal Konzentrationsunterschied 

Daraus ergibt sich die Nernst-Gleichung für das Gleichgewichtspotenzial 
E = R x T / z x F x ln(dC)
also das Gleichgewichtspotenzial ist die Gaskonstante mal Temperatur geteilt durch die Anzahl übertragener Elektronen mal die Faraday-Konstante mal den Konzentrationsunterschied 
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Kolostrum 
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Das Kolostrum ist die erste Milch nach der Geburt. 

Es enthält neben den Nährstoffen die in Milch enthalten sind zusätzlich vor allem Immunglobuline, als passiver Immunschutz für das Neugeborene während den ersten Wochen, bis das eigene Immunsystem sein volle Funktion erlangt.  
Außerdem enthält es noch weitere biologisch aktive Sustanzen wie Wachstumsfaktoren, Hormone und Cytokines, die vor Allem für die vollständige Ausbildung des GIT wichtig sind. 

Wochen vor der intensivierten Sekrektbildung während der Laktogenese ist eine geringe Menge an Drüsensekret in den Milchdrüsen vorhanden. In diesem Sekret sammeln sich Immunglobuline an. 
Diese werden entweder auf transzellulärem Weg durch die Milchdrüsenepithelzellen aus dem Blut durch spezifische Rezeptoren in das Sekret transportiert (lgG1) oder in den residenten Plasmazellen in der Milchdrüse selbst gebildet (lgA).
Durch dieses Ansammeln wird erreicht, dass die Konzentration in der Erstmilch besonders hoch ist.
In den ersten Stunden nach der Geburt kann das Neugeborene diese Immunglobuline intakt im Dünndarm resorbieren, denn in dieser Phase ist die Säurekonzentration sowie die Verdauungsenzyme noch niedrig. 

Die Kolostrogenese bricht mit der Geburt abprupt ab, daher ist diese hohe Konzentration nur in der Erstmilch zu finden. 
Nach kurzer Zeit verschwinden die Rezeptoren für den Immunglobulin-Transport in den Darmepithelzellen und diese passive Immunisierung gegen umweltspezifische Pathogene ist nicht mehr möglich.

Bedeutung und Wichtigkeit des Kolostrums hängt vom Plazentatyp ab. Denn der Bau bestimmt, in welchem Umfang intrauterin Immunglobuline übertragen werden können.
Bei Pferd, Schwein und Rind ist das Kolostrum essentiell und bestimmt maßgeblich das Überleben der Neugeborenen.
Bei Hund und Katze ist eine geringe Immunglobulinübertragung intrauterin möglich, die dann mit dem Kolostrum weiter ausgebaut wird. 
Bei Menschen und kleinen Nagern hingege, spielt das Kolostrum kaum eine Rolle, da ein Übertritt von Makromolekülen aus dem mütterlichen in den fetalen Blutkreislauf einfach möglich ist. 


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Atmungsmechanik (Phasen, Übertragung, Pneumothorax)

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Die Ventilation kommt zustande durch die Volumenänderung des intrathorakalen Raumes. Diese entsteht durch die Rippenbewegungen (Brustatmung) und durch die Zwerchfellkontraktionen (Bauchatmung -> wirkungsvoller).


Bei der Ventilation unterscheidet man drei Phasen, die durch die unterschiedlichen Volumina des Raumes erzeugt werden:

Atemruhelage, zwischen zwei Atemzügen befinden sich die in- und exspiratorischen Kräfte im Gleichgewicht und der intrapulmonale Druck entspricht den Luftdruck

Inspiration / Einatmung 

- Bei einer kranialbewegung der Rippenbögen kommt es zu einer Vergrößerung des Thoraxquerschnitts nach lateral und zentral 

- Kontraktion des Zwerchfells führt zu einer Vergrößerung des Thoraxraums in Richtung des Bauchraums 

- der intrapulmonale Druck fällt ab -> Unterdruck in der Lunge 

- Luft strömt entlang des Druckgefälles in die Lunge 

Expiration / Ausatmung

- Kaudalbewegung der Rippenbögen verkleinert den Thoraxraum 

- Relaxation des Zwerchfells 

- erfolgt eher passiv durch die Rückstellkräfte

- Verkleinerung des intrapulmonale Drucks -> Überdruck in der Lunge

- Ausatmung


Die Bewegungen des Thorax werden auf die Lunge übertragen durch die Pleuren. 

Das liegt daran das der Pleuraspalt, zwischen Pleura parietalis der Wand und Pleura visceralis der Lunge, mit einem dünnen Flüssigkeitsfilm gefüllt ist und völlig luftfrei. 

Der Flüssigkeitsfilm ist weder komprimierter noch dehnbar, daher folgt die Lunge gezwungenermaßen jeder Größen- und Formänderung des Thorax. 

Vorteil zur Verwachsung ist, dass die Lunge dennoch verschiebbar bleibt und so eine gleichmäßige Dehnung möglich ist.

Zur Aufrechterhaltung dienen die Epithelzelle, die Resorption und Sekretion der Flüssigkeit im Gleichgewicht halten. 

Außerdem ist der Druck in den Pleurakapillaren kleiner als der in der Atmosphäre oder im Alveolarraum, es können also keine Gasblasen entstehen. Und selbst wenn, können kleine Mengen an Gas resorbiert werden. 


Ein Pneumothorax ist die starke Ansammlung von Luft im Pleuraraum. Dies passiert als Folge von beispielsweise einem geplatzten Lungenblässchen, einem Riss in der Lunge oder größeren Brustkorbverletzungen. 

dadurch geht der Unterdruck in der Lunge verloren, und die Lunge fällt in sich zusammen bis auf ihre Eigenelastizität. 

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Inwiefern bestimmt die Futteraufnahme die Sekretionsaktivität im Magen?
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Futteraufnahme ist ein starker Stimulus für HCL- und Enzymsekretion und weniger stark für die Schleim- und Bicarbonat-Sekretion. 

Geruch, Geschmack und Erwartung sorgen schon noch vor dem Abschlucken dafür, dass die Sekretion angeregt wird = cephale Phase.
In der Gastralen Phase bewirken dann die Dehnung des Magens sowie Aminosäuren und Peptide reflektorisch eine Erhöhung der Sekretion. 
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Wie werden die Schleim- und Bicarbonat-Sekretion im Magen reguliert?
Lösung anzeigen
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Ein niedriger pH Wert im Magen ist in diesem Fall der wichtigste Stimulus. Er aktiviert über einen vagovagalen Reflex die Acetylcholinausschüttung parasympathischer Neurone in der Magenwand und regt die Bildung von Prostaglandin E an. 
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Welche Hormone sind wichtig in der Laktation
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TESTE DEIN WISSEN
Mammogenese = Entwicklung der Milchdrüsen 
-> initiiert durch Östrogen und Progesteron 

Laktogenese = Start der Milchsynthese
-> durch Glucocorticoide wird lactogene Wirkung begonnen
-> die anfangs hohe Progesteronkonzentration muss Absinken, da Progesteron die Freisetzung von Prolactin aus dem Hypophysenvorderlappen hemmt (damit keine Milch gebildet wird vor der Geburt)
-> zunehmende Prolactinkonzentration ist essenziell für das Ingangsetzen der Milchprotein- und Lactosesynthese 
-> auch die Blut-Milch-Schranke (damit Nährstoffe im Sekret bleiben und nicht Ins Blut wandern) wird durch Prolactin und Cortisol geschlossen

Galactopoese = Aufrechterhaltung der Milchsynthese
-> im Vordergrund steht die Anpassung des Stoffwechsels 
-> hier ist vorallem die somatrope Achse mit dem Somatotropin (STH), dem Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor (IGF-1) und die IGF-Bindungsproteine wichtig 
-> Schilddrüsenhormone, Glucocorticoide und Leptin für ein ausgewogenes Verhältnis von Insulin und Glucagon 
-> Parathormon ist wichtig, da es Calcium aus den Knochen mobilisiert, da Calcium in großen Mengen an den Milchproteinen gebunden ist
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Wärmeabgabemechanismen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Konduktion = Wärmeabgabe über direkten Kontakt vom warmen zum kälteren Körper, bis sich die Temperatur ausgeglichen hat

Konvektion = Wärmeabgabe über ein bewegtes Medium (Wasser, Blut, Luft) Dabei hängt die Leistung von der Strömungsgeschwindigkeit und der Wärmekapazität der Substanz ab 

Radiation = Jeder Körper strahlt Wärme in form von elektromechanischen Wellen im Infrarotbereich ab

Evaporation = Wärmeabgabe durch Verdunstung Von Wasser (Hecheln oder Schwitzen) -> einziger Mechanismen der entgegen einem Gradienten wirken kann
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Surfactant

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Surfactant sind Substanzen, die die alveoläre Oberflächenspannung verringern


An der Grenze zwischen dem alveolären Eptihel und dem Gas in den Alveolen herrscht eine Spannung, wie auch zwischen anderen Wasser-Gas-Grenzen. Wenn das Epithel der Alveolen mit einem Flüssigkeitsfilm nur aus reinem Wasser bestünde, würden die meisten Alveolen kollabieren, da die herrschende Kraft zu groß wäre. 

Um das zu verhindern besteht der Flüssigkeitsfilm nicht nur aus Wasser, sondern enthält oberflächenaktive Substanzen wie Phophatidylcholin und anderen Lipiden und Proteinen. 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Physiologie Physikum Kurs an der Tierärztliche Hochschule Hannover - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Rejektion 
A:
Rejektion = Wiederkauen eines Bolus aus dem Pansen 
- durch eine zusätzliche Kontraktion unmittelbar vor der biphasischen Haubenkontraktion wird Ingesta aus dem Pansenvorhof vor die Cardia geschoben 
- Inspiration bei angehobenem Gaumensegel sorgt für einen Unterdruck im thorakalen Bereich des Ösophageus und der Bolus wird in diesen hinein gesogen 
- schnelle antiperistaltische Kontraktion bringt den Bolus in die Maulhöhle 
- Ausquetschen des Bolus am harten Gaumen und 2x Abschlucken der Flüssigkeit 
- 50 Kieferschläge wiederkauen (ca. 1 min)
- Abschlucken des zerkleinerten Bolus 
- 5-10 s Pause 
- neuer Zyklus 

dient der Zerkleinerung der großen Futterpartikel, damit mehr Oberfläche vorhanden ist, als Ansatz für die mikrobielle Besiedlung und den Abbau von Zellinhaltsstoffen

außerdem erhöht es den Speichelfluss, was der Abpufferung des Panseninhalts dient 
Q:
Schilddrüse als neuroendokrinen Organ 
A:
Die Schilddrüsenachse 
- Hypothalamus schüttet Thyreoliberin aus 
- Hypophyse schüttet daraufhin das Thyroidestimulierende Hormon aus 
- Aktivierung der Schilddrüse
- Hormone Tetraiodthyronin und Triiodthyronin werden synthetisiert und freigegeben 

Synthese und Speicherung
- aus der Aminosäure Tyrosin und Iod aufgebaut von den Thyreozyten und im Follikellumen 
- T3 entsteht auch bei der peripheren Umwandlung von T4 durch das selenabhängige Enzym Deiodinase (Leber, Gehirn, Hypophyse, braunes Fett) 
- gebunden an das Thyreoglobulin wird es in den Follikellumen gespeichert 

Wirkung an der Zielzelle
- Transport über das Blut zu 99% gebunden an Proteine 
- lipophil
- gelangen über spezifische transporter in die Zelle 
- wirken über Kernrezeptoren
- binden an DNA und ändern Genexpression und nehmen so Einfluss auf die Gewebefunktion
- Steigerung von Wachstum und Stoffwechsel 

Pathophysiologie
- Hypothyreose (Mangel) verlangsamt alle Stoffwechselvorgänge
- Hyperthyreose (Überschuss) beschleunigt alle Stoffwechselvorgänge -> Gewichtsabnahme, Heißhunger, Unruhe, schnelle HF
- Iodmangel -> Hormone können nicht mehr synthetisiert werden -> Kompensation durch Anschwillen der Follikel -> Kropfbildung 
Q:
Pathomechanismen der Thermoregulation
A:
Hypothermie
-Wärmeverluste überschreiten die maximale Wärmeproduktion (5faches  des Ruhestoffwechsels)
- Körperkerntemperatur sinkt kontinuierlich ab
- milde Hyopthermie 35-32°C mit Kältezittern, Hyperventilation, Tachykardie
- 32°C Schläfrigkeit und Apathie
- 28°C Muskeln und Gelenke sind starr, Herzrhythmusstörungen 
- 25°C Kammerflimmern

Hyperthermie
- zu wenig Wärmeabgabe in Relation zu Aufnahme und Produktion
- länger andauernde Überhitzung von 43°C führt zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag

maligne Hyperthermie
- oft bei Schweinen
- Gendefekt im Ryanodin-Rezeptor 
- durch Stress kommt es zu einem unkontrollierten Ca-Ausstrom aus dem SR ins Cytosol -> Dauerkontraktion mit erhöhter Wärmeproduktion -> Hyperthermie mit teilweise Denaturierung der Muskelproteine -> blasses Fleisch, weich und wässrig (PSE-Fleisch)

Fieber 
ist nicht pathologisch, sondern eine physiologische Reaktion auf eine Infektion
- durch Pyrogene ausgelöste Erhöhung des SOLL
- Viren oder Bakterien (exogene Pyrogene) induzieren in den Granoluzyten und Makrophagen die Freisetzung von Cytokinen, die dann als endogene Pyrogene wirken
- Cytokines gelangen über fenestrierte Kapillaren zum Hypothalamus
- SOLLwert verschoben, KernTemperatur liegt dann unter dem neuen Wert -> Mechanismen der Wärmeproduktion setzen ein 
- Abtöten der Erreger bis keine endogenen Pyrogene mehr vorhanden
- SOLL sinkt wieder auf normal -> Kerntemperatur höher als der neue Wert -> Mechanismen der Wärmeabgabe werden aktiviert. 
Q:
Wie funktioniert die Sekretion in den Hauptzellen?
A:
An den Ribosomen der Hauptzellen wird das Enzm Pepsinogen synthetisiert. 
Im Golgi-Apparat wird es dann in Sekretgranula verpackt, die von einer Membran umhüllt sind. 
Die Freisetzung erfolgt dann über Exocytose durch Verschmelzung der Zellmembran mit der Membran der Sekretgranula. 
Beide Transporte in der Zellle erfolgen über das Cytoskelett.

Durch den niedrigen pH-Wert des Magens wird das Pepsinogen dann zum aktiven Pepsin. 

Außerdem wird das Enzym Lysozym von den Hauptzellen im Magen der Wiederkäuer gebildet, welches an der Verdauung der Pansenbakterien beteiligt ist. 
Q:
Ruhemembranpotenzial
A:
An allen Zellen herrscht zwischen innen und außen eine elektrochemische Potenzialdifferenz aufgrund der unterschiedlichen Ionenverteilung und Permeabilität der Membran. 
Für die meisten Zellen gilt, dass die Membran vorallem für Kalium-Ionen durchlässig ist. Grund dafür sind vorhandene K-Kanäle. 
Die Natrium-Kalium-Pumpe baut außerdem einen erheblichen Kalium-Gradienten auf. 
Kalium strömt nach seinem chemischen Gradienten aus der Zelle heraus, Anionen können dem nicht folgen aufgrund ihrer geringen Permeabilität. Die Zelle verliert also nach und nach in der Summe Kationen und das innere der Membran lädt sich negativ auf. 
Die entstehende elektrische Potenzialdifferenz stellt ein Hindernis für den weiteren Kalium-Ausstrom dar, denn plus und plus stoßen sich ab. Stattdessen treibt der elektrische Gradient wieder einen Einstrom von Kalium an, um den Potenzialunterschied auszugleichen. 
Nach einiger Zeit stellt sich so ein Gleichgewichtszustand zwischen den beiden Ionenflüssen ein (Einstrom = Ausstrom). 

 Das Ruhemembranpotenzial entspricht daher auch nahezu dem K+Gleichgewichtspotenzial. 

Die chemische Potenzialdifferenz kann berechnet werden für jedes Ion mittels
dW = R x T x ln(Cinnen / Caußen)
also die Differenz ist die Gaskonstante mal Temperatur mal Konzentrationsunterschied 

Daraus ergibt sich die Nernst-Gleichung für das Gleichgewichtspotenzial 
E = R x T / z x F x ln(dC)
also das Gleichgewichtspotenzial ist die Gaskonstante mal Temperatur geteilt durch die Anzahl übertragener Elektronen mal die Faraday-Konstante mal den Konzentrationsunterschied 
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Q:
Kolostrum 
A:
Das Kolostrum ist die erste Milch nach der Geburt. 

Es enthält neben den Nährstoffen die in Milch enthalten sind zusätzlich vor allem Immunglobuline, als passiver Immunschutz für das Neugeborene während den ersten Wochen, bis das eigene Immunsystem sein volle Funktion erlangt.  
Außerdem enthält es noch weitere biologisch aktive Sustanzen wie Wachstumsfaktoren, Hormone und Cytokines, die vor Allem für die vollständige Ausbildung des GIT wichtig sind. 

Wochen vor der intensivierten Sekrektbildung während der Laktogenese ist eine geringe Menge an Drüsensekret in den Milchdrüsen vorhanden. In diesem Sekret sammeln sich Immunglobuline an. 
Diese werden entweder auf transzellulärem Weg durch die Milchdrüsenepithelzellen aus dem Blut durch spezifische Rezeptoren in das Sekret transportiert (lgG1) oder in den residenten Plasmazellen in der Milchdrüse selbst gebildet (lgA).
Durch dieses Ansammeln wird erreicht, dass die Konzentration in der Erstmilch besonders hoch ist.
In den ersten Stunden nach der Geburt kann das Neugeborene diese Immunglobuline intakt im Dünndarm resorbieren, denn in dieser Phase ist die Säurekonzentration sowie die Verdauungsenzyme noch niedrig. 

Die Kolostrogenese bricht mit der Geburt abprupt ab, daher ist diese hohe Konzentration nur in der Erstmilch zu finden. 
Nach kurzer Zeit verschwinden die Rezeptoren für den Immunglobulin-Transport in den Darmepithelzellen und diese passive Immunisierung gegen umweltspezifische Pathogene ist nicht mehr möglich.

Bedeutung und Wichtigkeit des Kolostrums hängt vom Plazentatyp ab. Denn der Bau bestimmt, in welchem Umfang intrauterin Immunglobuline übertragen werden können.
Bei Pferd, Schwein und Rind ist das Kolostrum essentiell und bestimmt maßgeblich das Überleben der Neugeborenen.
Bei Hund und Katze ist eine geringe Immunglobulinübertragung intrauterin möglich, die dann mit dem Kolostrum weiter ausgebaut wird. 
Bei Menschen und kleinen Nagern hingege, spielt das Kolostrum kaum eine Rolle, da ein Übertritt von Makromolekülen aus dem mütterlichen in den fetalen Blutkreislauf einfach möglich ist. 


Q:

Atmungsmechanik (Phasen, Übertragung, Pneumothorax)

A:

Die Ventilation kommt zustande durch die Volumenänderung des intrathorakalen Raumes. Diese entsteht durch die Rippenbewegungen (Brustatmung) und durch die Zwerchfellkontraktionen (Bauchatmung -> wirkungsvoller).


Bei der Ventilation unterscheidet man drei Phasen, die durch die unterschiedlichen Volumina des Raumes erzeugt werden:

Atemruhelage, zwischen zwei Atemzügen befinden sich die in- und exspiratorischen Kräfte im Gleichgewicht und der intrapulmonale Druck entspricht den Luftdruck

Inspiration / Einatmung 

- Bei einer kranialbewegung der Rippenbögen kommt es zu einer Vergrößerung des Thoraxquerschnitts nach lateral und zentral 

- Kontraktion des Zwerchfells führt zu einer Vergrößerung des Thoraxraums in Richtung des Bauchraums 

- der intrapulmonale Druck fällt ab -> Unterdruck in der Lunge 

- Luft strömt entlang des Druckgefälles in die Lunge 

Expiration / Ausatmung

- Kaudalbewegung der Rippenbögen verkleinert den Thoraxraum 

- Relaxation des Zwerchfells 

- erfolgt eher passiv durch die Rückstellkräfte

- Verkleinerung des intrapulmonale Drucks -> Überdruck in der Lunge

- Ausatmung


Die Bewegungen des Thorax werden auf die Lunge übertragen durch die Pleuren. 

Das liegt daran das der Pleuraspalt, zwischen Pleura parietalis der Wand und Pleura visceralis der Lunge, mit einem dünnen Flüssigkeitsfilm gefüllt ist und völlig luftfrei. 

Der Flüssigkeitsfilm ist weder komprimierter noch dehnbar, daher folgt die Lunge gezwungenermaßen jeder Größen- und Formänderung des Thorax. 

Vorteil zur Verwachsung ist, dass die Lunge dennoch verschiebbar bleibt und so eine gleichmäßige Dehnung möglich ist.

Zur Aufrechterhaltung dienen die Epithelzelle, die Resorption und Sekretion der Flüssigkeit im Gleichgewicht halten. 

Außerdem ist der Druck in den Pleurakapillaren kleiner als der in der Atmosphäre oder im Alveolarraum, es können also keine Gasblasen entstehen. Und selbst wenn, können kleine Mengen an Gas resorbiert werden. 


Ein Pneumothorax ist die starke Ansammlung von Luft im Pleuraraum. Dies passiert als Folge von beispielsweise einem geplatzten Lungenblässchen, einem Riss in der Lunge oder größeren Brustkorbverletzungen. 

dadurch geht der Unterdruck in der Lunge verloren, und die Lunge fällt in sich zusammen bis auf ihre Eigenelastizität. 

Q:
Inwiefern bestimmt die Futteraufnahme die Sekretionsaktivität im Magen?
A:
Futteraufnahme ist ein starker Stimulus für HCL- und Enzymsekretion und weniger stark für die Schleim- und Bicarbonat-Sekretion. 

Geruch, Geschmack und Erwartung sorgen schon noch vor dem Abschlucken dafür, dass die Sekretion angeregt wird = cephale Phase.
In der Gastralen Phase bewirken dann die Dehnung des Magens sowie Aminosäuren und Peptide reflektorisch eine Erhöhung der Sekretion. 
Q:
Wie werden die Schleim- und Bicarbonat-Sekretion im Magen reguliert?
A:
Ein niedriger pH Wert im Magen ist in diesem Fall der wichtigste Stimulus. Er aktiviert über einen vagovagalen Reflex die Acetylcholinausschüttung parasympathischer Neurone in der Magenwand und regt die Bildung von Prostaglandin E an. 
Q:
Welche Hormone sind wichtig in der Laktation
A:
Mammogenese = Entwicklung der Milchdrüsen 
-> initiiert durch Östrogen und Progesteron 

Laktogenese = Start der Milchsynthese
-> durch Glucocorticoide wird lactogene Wirkung begonnen
-> die anfangs hohe Progesteronkonzentration muss Absinken, da Progesteron die Freisetzung von Prolactin aus dem Hypophysenvorderlappen hemmt (damit keine Milch gebildet wird vor der Geburt)
-> zunehmende Prolactinkonzentration ist essenziell für das Ingangsetzen der Milchprotein- und Lactosesynthese 
-> auch die Blut-Milch-Schranke (damit Nährstoffe im Sekret bleiben und nicht Ins Blut wandern) wird durch Prolactin und Cortisol geschlossen

Galactopoese = Aufrechterhaltung der Milchsynthese
-> im Vordergrund steht die Anpassung des Stoffwechsels 
-> hier ist vorallem die somatrope Achse mit dem Somatotropin (STH), dem Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor (IGF-1) und die IGF-Bindungsproteine wichtig 
-> Schilddrüsenhormone, Glucocorticoide und Leptin für ein ausgewogenes Verhältnis von Insulin und Glucagon 
-> Parathormon ist wichtig, da es Calcium aus den Knochen mobilisiert, da Calcium in großen Mengen an den Milchproteinen gebunden ist
Q:
Wärmeabgabemechanismen
A:
Konduktion = Wärmeabgabe über direkten Kontakt vom warmen zum kälteren Körper, bis sich die Temperatur ausgeglichen hat

Konvektion = Wärmeabgabe über ein bewegtes Medium (Wasser, Blut, Luft) Dabei hängt die Leistung von der Strömungsgeschwindigkeit und der Wärmekapazität der Substanz ab 

Radiation = Jeder Körper strahlt Wärme in form von elektromechanischen Wellen im Infrarotbereich ab

Evaporation = Wärmeabgabe durch Verdunstung Von Wasser (Hecheln oder Schwitzen) -> einziger Mechanismen der entgegen einem Gradienten wirken kann
Q:

Surfactant

A:

Surfactant sind Substanzen, die die alveoläre Oberflächenspannung verringern


An der Grenze zwischen dem alveolären Eptihel und dem Gas in den Alveolen herrscht eine Spannung, wie auch zwischen anderen Wasser-Gas-Grenzen. Wenn das Epithel der Alveolen mit einem Flüssigkeitsfilm nur aus reinem Wasser bestünde, würden die meisten Alveolen kollabieren, da die herrschende Kraft zu groß wäre. 

Um das zu verhindern besteht der Flüssigkeitsfilm nicht nur aus Wasser, sondern enthält oberflächenaktive Substanzen wie Phophatidylcholin und anderen Lipiden und Proteinen. 

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