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Lernmaterialien für Zwangsstörungen an der SRH Hochschule Heidelberg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Zwangsstörungen Kurs an der SRH Hochschule Heidelberg zu.

TESTE DEIN WISSEN

Panikattacken

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TESTE DEIN WISSEN

Eine Panikstörung wird diagnostiziert, wenn der Patient über plötzlich auftretende Panikattacken berichtet, die
ihn „wie aus heiterem Himmel“ überfallen. Diese Anfälle gehen mit dem Gefühl von Todesangst einher. Hinzu
kommen meistens starke physiologische Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Schwitzen und Zittern.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Position haben Zwangsstörungen im ICD-10?

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TESTE DEIN WISSEN

F42 Zwangsstörungen 


F42.0 vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang 


F42.1 vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale)


F42.2 Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt

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Affektive Störungen

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Affektive Störungen sind Störungen, die sich besonders durch Veränderungen der Stimmungslage bemerkbar
machen. Zu ihnen zählen die depressiven Erkrankungen (unipolare Depressionen) und die manisch-
depressiven Störung (bipolare Störung).
Depressive Patienten zeigen Beeinträchtigungen auf verschiedenen Ebenen:
 emotionale Ebene: negative Stimmung.
 kognitive Ebene: negatives Selbstbild, Schuldgefühle (Kognitive Triade nach Beck: neg. Sicht der eig.
Person, Umwelt, Zukunft)
 motivationale Ebene: Antriebsminderung
 Verhaltensebene: Ruhelosigkeit, Untätigkeit
 physiologische Ebene: Schlafstörungen.

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Wann werden Gewohnheiten und Rituale krankhaft?

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TESTE DEIN WISSEN

> Person erlebt inneren, subjektiven Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun 


> Person leistet Widerstand gegen den Drang 


> Person erkennt Gedanken und Handlungen als sinnlos 


> Person erlebt durch Gedanken oder Handlungen eine massive Beeinträchtigung des Lebensvollzugs

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Welche Differenzialdiagnostik gibt es bei einer Zwangsstörung?

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TESTE DEIN WISSEN

> Ritualisierte Verhaltensweisen oder zwanghaft wiederkehrende Gedanken auch im Rahmen anderer psychischer Störungen 

> Essstörungen (ritualisiertes Essverhalten) 

> Hypochondrie (Kontaminationsängste) 

> Depression (zwanghaftes Grübeln) 

> Wahnhafte Störungen (religiöse Wahngedanken) 

> GAS (wiederkehrende Gedanken bzgl. alltäglicher Belastungen) 


-> Prüfen, ob Zwangssymptome lediglich im Kontext dieser Störungen auftreten oder unabhängig davon erlebt werden 


> Abgrenzung zur zwanghaften Persönlichkeitsstörung 

- Größere Stabilität als Zwangssymptome 

- Selten Gefühl des Gezwungenseins -- Andere diagnostische Kriterien 

   - Grundhaltung = penibel, geizig, unflexibel 

   - Übermäßige Gewissenhaftigkeit 

   - Unverhältnismäßige Leistungsbezogenheit 

- Kaum Leidensdruck

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Welche epidemiologischen Fakten gibt es zur Zwangsstörung?

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TESTE DEIN WISSEN

> 1-2% der Bevölkerung sind von klinisch relevanten Zwangsstörungen betroffen 


> 12-M.-P.: 0,7% 


> Männer und Frauen gleichhäufig betroffen 


> Durchschnittsalter bei Erkrankung: 22,5 Jahre 


> Männer erkranken 5 Jahre früher 

-> v.a. Kontrollzwang 


> Frauen 5 Jahre später 

-> v.a. Waschzwänge 


> 50% der Patienten leben ohne Partner 


> Komorbidität: 

> Depression 50 – 70% aller Fälle 

> Angststörungen

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In welchem Bezug stehen Zwangshandlungen zu Zwangsgedanken?

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TESTE DEIN WISSEN

> In den meisten Fällen sind Gedanken mit Handlungen kombiniert 


> Bei Zwangsstörungen relevante Emotionen sind nicht unbedingt Angst, sondern eher Unruhe, Anspannung, Ekel etc. 


> Zentrale Themen bei Zwang: Schuld, Religiosität, Versündigung, Schmutz, Verunreinigung, Sexualität, Aggressivität/Tod

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Welche Differenzierung gibt es bei der F42?

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F42.0 vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang 

> Formen inhaltlich sehr unterschiedlich (z.B. zwanghafte Ideen, bildhafte Vorstellungen, Zwangsimpulse) 

> Bsp.: „Ich könnte mein eigenes Kind töten!“ 


F42.1 vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale) 

> Meist in Bezug auf Reinlichkeit, übertriebene Ordnung und Sauberkeit oder wiederholte Kontrollen 


F42.2 Zwangsgedanken und –handlungen, gemischt 

> Kommt am meisten vor 

> Zu kodieren, wenn beide gleichwertig sind 

> Wenn ein Symptom eindeutig vorherrscht, ist dies zu kennzeichnen (-> Therapie)

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Was sind Zwangsgedanken?

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TESTE DEIN WISSEN

• sich wiederholt, spontan aufdrängende Gedanken oder Vorstellungen, die starke Angst oder Unwohlsein auslösen 


• meist auf etwas bezogen, das auf keinen Fall passieren sollte oder im extremen Gegensatz zu persönlichen Werten steht 


• Treten ungewollt auf und lösen Angst aus

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Welche diagnostischen Instrumente gibt es für die Zwangsstörung?

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Y-BOCS: Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Goodman et al., 1989) 

> Fremdbeurteilungsinstrument 

> Symptom-Checkliste, die das Vorhandensein verschiedener Zwangsgedanken und Zwangshandlungen erfragt 

> Im Anschluss: halbstrukturiertes Interview: erfasst Ausprägung der jeweils vorliegenden Zwänge (Schweregradindex) 


Padua-Zwangsfragebogen (van Oppen et al., 1995) 

> Erfassung der Symptombelastung 

> 41 Items 


HZI: Hamburger Zwangsinventar (Zaworka et al., 1983) 

> Kurzform: 72 Items (15 – 30 Min.) 

> Erfasst Zwangssymptome auf sechs Dimensionen 

1. Kontrollverhaltensweisen 

2. Waschen und Reinigen 

3. Anordnung und Ordnung 

4. Verhaltensweisen oder Denkweisen, die mit Zählen, Berühren oder Sprechen verbunden sind 

5. Gedanken, die sich auf Worte, Bilder und Gedankenketten beziehen 

6. Gedanken, die sich auf Phantasien beziehen, anderen Menschen oder sich selbst Leid zuzufügen

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Welche Risikofaktoren gibt es bei der Zwangsstörung?

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TESTE DEIN WISSEN

> Familiäre Faktoren 

- Direkte genetische Transmission scheint nicht gegeben zu sein 


- Kinder, deren Eltern (z.T. auch subklinische) neurotische Störungen aufweisen, haben erhöhtes Risiko für Zwangsstörungen 


> Entwicklung

- Entwicklungspsychologische Übergänge stellen besonderes Risiko für Zwangsstörungen dar

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Welchen Beginn und Verlauf hat die Zwangsstörung?

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TESTE DEIN WISSEN

> Beginn liegt in den meisten Fällen im Dunkeln 


> Patienten suchen meist erst nach ca. 7 – 10 Jahren eine zielführende Behandlung auf 

-> Beginn der Erkrankung lässt sich retrospektiv kaum noch eruieren 


> Waschzwänge sind in der überwiegenden Zahl der Fälle (ca. 2/3) eher akut 

-> beginnen teilweise binnen weniger Tage oder Wochen 


> Kontrollzwänge: schleichender Beginn (z.T. über Jahre hinweg) 


> Hohe Chronifizierungsraten 

-> Patienten und Angehörige lernen mit der Zwangserkrankung zu leben

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  • 22 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Zwangsstörungen Kurs an der SRH Hochschule Heidelberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Panikattacken

A:

Eine Panikstörung wird diagnostiziert, wenn der Patient über plötzlich auftretende Panikattacken berichtet, die
ihn „wie aus heiterem Himmel“ überfallen. Diese Anfälle gehen mit dem Gefühl von Todesangst einher. Hinzu
kommen meistens starke physiologische Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Schwitzen und Zittern.

Q:

Welche Position haben Zwangsstörungen im ICD-10?

A:

F42 Zwangsstörungen 


F42.0 vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang 


F42.1 vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale)


F42.2 Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt

Q:

Affektive Störungen

A:

Affektive Störungen sind Störungen, die sich besonders durch Veränderungen der Stimmungslage bemerkbar
machen. Zu ihnen zählen die depressiven Erkrankungen (unipolare Depressionen) und die manisch-
depressiven Störung (bipolare Störung).
Depressive Patienten zeigen Beeinträchtigungen auf verschiedenen Ebenen:
 emotionale Ebene: negative Stimmung.
 kognitive Ebene: negatives Selbstbild, Schuldgefühle (Kognitive Triade nach Beck: neg. Sicht der eig.
Person, Umwelt, Zukunft)
 motivationale Ebene: Antriebsminderung
 Verhaltensebene: Ruhelosigkeit, Untätigkeit
 physiologische Ebene: Schlafstörungen.

Q:

Wann werden Gewohnheiten und Rituale krankhaft?

A:

> Person erlebt inneren, subjektiven Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun 


> Person leistet Widerstand gegen den Drang 


> Person erkennt Gedanken und Handlungen als sinnlos 


> Person erlebt durch Gedanken oder Handlungen eine massive Beeinträchtigung des Lebensvollzugs

Q:

Welche Differenzialdiagnostik gibt es bei einer Zwangsstörung?

A:

> Ritualisierte Verhaltensweisen oder zwanghaft wiederkehrende Gedanken auch im Rahmen anderer psychischer Störungen 

> Essstörungen (ritualisiertes Essverhalten) 

> Hypochondrie (Kontaminationsängste) 

> Depression (zwanghaftes Grübeln) 

> Wahnhafte Störungen (religiöse Wahngedanken) 

> GAS (wiederkehrende Gedanken bzgl. alltäglicher Belastungen) 


-> Prüfen, ob Zwangssymptome lediglich im Kontext dieser Störungen auftreten oder unabhängig davon erlebt werden 


> Abgrenzung zur zwanghaften Persönlichkeitsstörung 

- Größere Stabilität als Zwangssymptome 

- Selten Gefühl des Gezwungenseins -- Andere diagnostische Kriterien 

   - Grundhaltung = penibel, geizig, unflexibel 

   - Übermäßige Gewissenhaftigkeit 

   - Unverhältnismäßige Leistungsbezogenheit 

- Kaum Leidensdruck

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Q:

Welche epidemiologischen Fakten gibt es zur Zwangsstörung?

A:

> 1-2% der Bevölkerung sind von klinisch relevanten Zwangsstörungen betroffen 


> 12-M.-P.: 0,7% 


> Männer und Frauen gleichhäufig betroffen 


> Durchschnittsalter bei Erkrankung: 22,5 Jahre 


> Männer erkranken 5 Jahre früher 

-> v.a. Kontrollzwang 


> Frauen 5 Jahre später 

-> v.a. Waschzwänge 


> 50% der Patienten leben ohne Partner 


> Komorbidität: 

> Depression 50 – 70% aller Fälle 

> Angststörungen

Q:

In welchem Bezug stehen Zwangshandlungen zu Zwangsgedanken?

A:

> In den meisten Fällen sind Gedanken mit Handlungen kombiniert 


> Bei Zwangsstörungen relevante Emotionen sind nicht unbedingt Angst, sondern eher Unruhe, Anspannung, Ekel etc. 


> Zentrale Themen bei Zwang: Schuld, Religiosität, Versündigung, Schmutz, Verunreinigung, Sexualität, Aggressivität/Tod

Q:

Welche Differenzierung gibt es bei der F42?

A:

F42.0 vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang 

> Formen inhaltlich sehr unterschiedlich (z.B. zwanghafte Ideen, bildhafte Vorstellungen, Zwangsimpulse) 

> Bsp.: „Ich könnte mein eigenes Kind töten!“ 


F42.1 vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale) 

> Meist in Bezug auf Reinlichkeit, übertriebene Ordnung und Sauberkeit oder wiederholte Kontrollen 


F42.2 Zwangsgedanken und –handlungen, gemischt 

> Kommt am meisten vor 

> Zu kodieren, wenn beide gleichwertig sind 

> Wenn ein Symptom eindeutig vorherrscht, ist dies zu kennzeichnen (-> Therapie)

Q:

Was sind Zwangsgedanken?

A:

• sich wiederholt, spontan aufdrängende Gedanken oder Vorstellungen, die starke Angst oder Unwohlsein auslösen 


• meist auf etwas bezogen, das auf keinen Fall passieren sollte oder im extremen Gegensatz zu persönlichen Werten steht 


• Treten ungewollt auf und lösen Angst aus

Q:

Welche diagnostischen Instrumente gibt es für die Zwangsstörung?

A:

Y-BOCS: Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Goodman et al., 1989) 

> Fremdbeurteilungsinstrument 

> Symptom-Checkliste, die das Vorhandensein verschiedener Zwangsgedanken und Zwangshandlungen erfragt 

> Im Anschluss: halbstrukturiertes Interview: erfasst Ausprägung der jeweils vorliegenden Zwänge (Schweregradindex) 


Padua-Zwangsfragebogen (van Oppen et al., 1995) 

> Erfassung der Symptombelastung 

> 41 Items 


HZI: Hamburger Zwangsinventar (Zaworka et al., 1983) 

> Kurzform: 72 Items (15 – 30 Min.) 

> Erfasst Zwangssymptome auf sechs Dimensionen 

1. Kontrollverhaltensweisen 

2. Waschen und Reinigen 

3. Anordnung und Ordnung 

4. Verhaltensweisen oder Denkweisen, die mit Zählen, Berühren oder Sprechen verbunden sind 

5. Gedanken, die sich auf Worte, Bilder und Gedankenketten beziehen 

6. Gedanken, die sich auf Phantasien beziehen, anderen Menschen oder sich selbst Leid zuzufügen

Q:

Welche Risikofaktoren gibt es bei der Zwangsstörung?

A:

> Familiäre Faktoren 

- Direkte genetische Transmission scheint nicht gegeben zu sein 


- Kinder, deren Eltern (z.T. auch subklinische) neurotische Störungen aufweisen, haben erhöhtes Risiko für Zwangsstörungen 


> Entwicklung

- Entwicklungspsychologische Übergänge stellen besonderes Risiko für Zwangsstörungen dar

Q:

Welchen Beginn und Verlauf hat die Zwangsstörung?

A:

> Beginn liegt in den meisten Fällen im Dunkeln 


> Patienten suchen meist erst nach ca. 7 – 10 Jahren eine zielführende Behandlung auf 

-> Beginn der Erkrankung lässt sich retrospektiv kaum noch eruieren 


> Waschzwänge sind in der überwiegenden Zahl der Fälle (ca. 2/3) eher akut 

-> beginnen teilweise binnen weniger Tage oder Wochen 


> Kontrollzwänge: schleichender Beginn (z.T. über Jahre hinweg) 


> Hohe Chronifizierungsraten 

-> Patienten und Angehörige lernen mit der Zwangserkrankung zu leben

Zwangsstörungen

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