VL 8. Somatoforme Störungen at SRH Hochschule Heidelberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für VL 8. Somatoforme Störungen an der SRH Hochschule Heidelberg

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TESTE DEIN WISSEN

Was fehlt diesen Menschen (bei denen keine körperlichen Ursachen festgestellt werden)?

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TESTE DEIN WISSEN

—Die Behandlungskosten bei Personen mit multiplen körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache sind 9-mal höher als bei der Durchschnittsbevölkerung  (Smith et al, 1986)


Erkrankungsdauer bis Besuch einer Psychosomatik: 12 Jahre! (Rief et al., 1992) oder länger, z.B. 30 Jahre (Smith et al, 1986)

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TESTE DEIN WISSEN

Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3) – nur im ICD-10!

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TESTE DEIN WISSEN

A) Vorliegen von Symptomen autonomer (vegetativer) Erregung des Herz- und kardiovaskulären Systems, oberen und unteren Gastrointestinaltraktes, respiratorischen Systems oder Urogenitalsystems 


B) Mindestens zwei vegetative Symptome: (1) Palpitationen, (2) Schweißausbrüche, (3) Mundtrockenheit, (4) Hitzewallungen oder Erröten, (5) Druckgefühl im Epigastrium oder Kribbeln oder Unruhe im Bauch. 


C) Mindestens ein weiteres Symptom: (6) Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Herzgegend, (7) Dyspnoe oder Hyperventilation, (8) Ermüdbarkeit bei leichter Anstrengung, (9) Luftschlucken oder brennendes Gefühl im Brustkorb oder im Epigastrium, (10) häufiger Stuhldrang, (11) Miktionsbeschwerden, (12) Gefühl der Überblähung oder Völlegefühl 


D) Keine Störung der Struktur oder Funktion der betreffenden Organe oder Systeme 


E) Nicht nur während einer phobischen oder Panikstörung. 

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TESTE DEIN WISSEN

Welches sind die zentralen Kennzeichen somatoformer Störungen nach Martin & Rief (2011)

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TESTE DEIN WISSEN

- Vorliegen körperlicher Beschwerden, die das Vorliegen eines medizinischen Krankheitsfaktors nahe legen, ohne, dass eine hinreichende pathophysiologische Ursache für die Beschwerden festgestellt werden kann.


- Die körperlichen Beschwerden führen in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen und anderen wichtigen Funktionsbereichen.

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TESTE DEIN WISSEN

Symptomliste 1 (Schmerzsymptome und Gatrointestinale Symptome (außer Schmerzen))

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TESTE DEIN WISSEN

Schmerzsymptome

›Schmerzen in den Extremitäten 

›Rückenschmerzen 

›Gelenkschmerzen 

›Miktionsschmerzen 

›Andere Schmerzen (außer Kopfschmerzen) 



Gastrointestinale Symptome (außer Schmerzen)

›Erbrechen (außer während einer Schwangerschaft) 

›Unterleibsschmerzen (außer während der Menstruation) 

›Übelkeit (außer im Rahmen einer Reisekrankheit) 

›Blähungen 

›Diarrhoe 

›Unverträglichkeit (Krankwerden) von verschiedenen Speisen 

›Impotenz 

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TESTE DEIN WISSEN

Welche ersten Schlussfolgerungen können getroffen werden?

(Körperliche Erkrankungen, 4 Ebenen)

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TESTE DEIN WISSEN

—Screening globaler körperlicher Beschwerden ermöglicht auch einen Hinweis auf die Ausprägung psychischer Belastungen (v.a. Angst, Depressionen, somatoforme Störungen) - Warum?


Psychisches und körperliches Erleben sind untrennbar miteinander verbunden!


—Der Mensch erlebt sich und seine Umwelt über…

- Körperliche Veränderungen

- Gedanken

- Gefühle

- Verhalten

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TESTE DEIN WISSEN

Unser Gesundheitssystem ist überfordert!

Ist eine organische Ursache ein guter Prädiktor?

Wieviel % der Arztbesuche gehen auf unklare körperliche Beschwerden zurück?

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TESTE DEIN WISSEN

—Nach Kroenke & Mangelsdorff (1988) ist eine organische Ursache der beste Prädiktor für einen positiven Verlauf der Erkrankung oder sogar für eine Remission!


—Wird das gesamte Spektrum der im Gesundheitssystem geschilderten Symptome berücksichtigt, gehen circa 20% der Arztbesuche auf Personen mit unklaren körperlichen Beschwerden zurück.


—Nach Grabe & Freyberger (2003) werden unklare körperliche Beschwerden typischerweise in folgenden Settings geäußert:


- Allgemeinärztliche Praxis:   18%

- Internistische Praxis:   25%

- Chirurgische Praxis:   21%

- Orthopädische Praxis:   28%

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TESTE DEIN WISSEN

Symptomliste 4 (Gynäkologische Symptome)

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TESTE DEIN WISSEN

Gynäkologische Symptome, die aufgrund einer Selbstbeurteilung im Vergleich zu anderen Frauen als häufiger bzw. schwieriger beurteilt werden

›Schmerzhafte Menstruation

›Unregelmäßige Menstruation 

›Verstärkte Menstruationsblutungen 

›Erbrechen während der
 gesamten Schwangerschaft 

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TESTE DEIN WISSEN

Weitere typische Kennzeichen (3)

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TESTE DEIN WISSEN

1.Körperliches Schonverhalten

2.Die (nicht verordnungsgemäße) Einnahme von Medikamenten

3.Die erhöhte Inanspruchnahme medizinischer Dienste bzw. häufiger Arztwechsel („doctor shopping“)

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TESTE DEIN WISSEN

Übersicht wichtiger Diagnosen nach ICD-10

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TESTE DEIN WISSEN

Somatisierungsstörung, F45.0

—Undifferenzierte Somatisierungsstörung, F45.1

—Hypochondrische Störung, F45.2

Somatoforme autonome Funktionsstörung, F45.3

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, F45.4

—Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen), F44


Achtung: Verwirrung!

Dissoziative Störung im ICD-10 

—Eigene Kategorie: F44

Konversionsstörung im DSM-IV 

—Untergruppe der somatoformen Störungen

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TESTE DEIN WISSEN

Kernmerkmale der somatoformen Störungen nach ICD-10 

(Somatisierungsstörung (F45.0), Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3))


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TESTE DEIN WISSEN

Somatisierungsstörung (F45.0) 

Wechselnde Symptome über mind. 2 Jahre 

—Mind. 6 somatoforme Symptome aus mind. 2 versch. Gruppen
 (Gastro – Kardio – Urogenital - Haut/Schmerz)


Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3)

—Typischerweise Beschwerden aus 1-2 Organsystemen

—Symptome der vegetativen Übererregung sowie unspezifische subjektive Beschwerden

—Mind. 2 Symptomgruppen 


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TESTE DEIN WISSEN

Kernmerkmale der somatoformen Störungen nach ICD-10 

(nicht klausurrelevant)


Undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1)

—Weniger somatoforme Symptome als F45.0 und/oder weniger krankhafte Beschäftigung bzw. Selbstmedikation

—Mindestdauer 6 Monate


Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)

—Klinisch relevante Schmerzen in einem oder mehreren anatomischen Bereichen

—Psychische Faktoren sind bedeutsam für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung

mind. 6 Monate

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TESTE DEIN WISSEN

Kernmerkmale der somatoformen Störungen 

Dissoziative Störungen (F44.xx)


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TESTE DEIN WISSEN

Dissoziative Störungen (F44.xx)

Veränderung bzw. Verlust  von willkürlichen Funktionen (z.B. Lähmung oder sensorischen Funktionen (z.B. Blindheit, Taubheit), welche einen neurologischen Krankheitsfaktor nahe legen (ohne dass diese besteht)


—Ein Zusammenhang mit psychischen Faktoren wird angenommen, das Belastungsfaktoren / Konflikte dem Beginn oder der Exazerbation des Symptoms vorausgehen

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Beispielhafte Karteikarten für deinen VL 8. Somatoforme Störungen Kurs an der SRH Hochschule Heidelberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was fehlt diesen Menschen (bei denen keine körperlichen Ursachen festgestellt werden)?

A:

—Die Behandlungskosten bei Personen mit multiplen körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache sind 9-mal höher als bei der Durchschnittsbevölkerung  (Smith et al, 1986)


Erkrankungsdauer bis Besuch einer Psychosomatik: 12 Jahre! (Rief et al., 1992) oder länger, z.B. 30 Jahre (Smith et al, 1986)

Q:

Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3) – nur im ICD-10!

A:

A) Vorliegen von Symptomen autonomer (vegetativer) Erregung des Herz- und kardiovaskulären Systems, oberen und unteren Gastrointestinaltraktes, respiratorischen Systems oder Urogenitalsystems 


B) Mindestens zwei vegetative Symptome: (1) Palpitationen, (2) Schweißausbrüche, (3) Mundtrockenheit, (4) Hitzewallungen oder Erröten, (5) Druckgefühl im Epigastrium oder Kribbeln oder Unruhe im Bauch. 


C) Mindestens ein weiteres Symptom: (6) Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Herzgegend, (7) Dyspnoe oder Hyperventilation, (8) Ermüdbarkeit bei leichter Anstrengung, (9) Luftschlucken oder brennendes Gefühl im Brustkorb oder im Epigastrium, (10) häufiger Stuhldrang, (11) Miktionsbeschwerden, (12) Gefühl der Überblähung oder Völlegefühl 


D) Keine Störung der Struktur oder Funktion der betreffenden Organe oder Systeme 


E) Nicht nur während einer phobischen oder Panikstörung. 

Q:

Welches sind die zentralen Kennzeichen somatoformer Störungen nach Martin & Rief (2011)

A:

- Vorliegen körperlicher Beschwerden, die das Vorliegen eines medizinischen Krankheitsfaktors nahe legen, ohne, dass eine hinreichende pathophysiologische Ursache für die Beschwerden festgestellt werden kann.


- Die körperlichen Beschwerden führen in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen und anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Q:

Symptomliste 1 (Schmerzsymptome und Gatrointestinale Symptome (außer Schmerzen))

A:

Schmerzsymptome

›Schmerzen in den Extremitäten 

›Rückenschmerzen 

›Gelenkschmerzen 

›Miktionsschmerzen 

›Andere Schmerzen (außer Kopfschmerzen) 



Gastrointestinale Symptome (außer Schmerzen)

›Erbrechen (außer während einer Schwangerschaft) 

›Unterleibsschmerzen (außer während der Menstruation) 

›Übelkeit (außer im Rahmen einer Reisekrankheit) 

›Blähungen 

›Diarrhoe 

›Unverträglichkeit (Krankwerden) von verschiedenen Speisen 

›Impotenz 

Q:

Welche ersten Schlussfolgerungen können getroffen werden?

(Körperliche Erkrankungen, 4 Ebenen)

A:

—Screening globaler körperlicher Beschwerden ermöglicht auch einen Hinweis auf die Ausprägung psychischer Belastungen (v.a. Angst, Depressionen, somatoforme Störungen) - Warum?


Psychisches und körperliches Erleben sind untrennbar miteinander verbunden!


—Der Mensch erlebt sich und seine Umwelt über…

- Körperliche Veränderungen

- Gedanken

- Gefühle

- Verhalten

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Q:

Unser Gesundheitssystem ist überfordert!

Ist eine organische Ursache ein guter Prädiktor?

Wieviel % der Arztbesuche gehen auf unklare körperliche Beschwerden zurück?

A:

—Nach Kroenke & Mangelsdorff (1988) ist eine organische Ursache der beste Prädiktor für einen positiven Verlauf der Erkrankung oder sogar für eine Remission!


—Wird das gesamte Spektrum der im Gesundheitssystem geschilderten Symptome berücksichtigt, gehen circa 20% der Arztbesuche auf Personen mit unklaren körperlichen Beschwerden zurück.


—Nach Grabe & Freyberger (2003) werden unklare körperliche Beschwerden typischerweise in folgenden Settings geäußert:


- Allgemeinärztliche Praxis:   18%

- Internistische Praxis:   25%

- Chirurgische Praxis:   21%

- Orthopädische Praxis:   28%

Q:

Symptomliste 4 (Gynäkologische Symptome)

A:

Gynäkologische Symptome, die aufgrund einer Selbstbeurteilung im Vergleich zu anderen Frauen als häufiger bzw. schwieriger beurteilt werden

›Schmerzhafte Menstruation

›Unregelmäßige Menstruation 

›Verstärkte Menstruationsblutungen 

›Erbrechen während der
 gesamten Schwangerschaft 

Q:

Weitere typische Kennzeichen (3)

A:

1.Körperliches Schonverhalten

2.Die (nicht verordnungsgemäße) Einnahme von Medikamenten

3.Die erhöhte Inanspruchnahme medizinischer Dienste bzw. häufiger Arztwechsel („doctor shopping“)

Q:

Übersicht wichtiger Diagnosen nach ICD-10

A:

Somatisierungsstörung, F45.0

—Undifferenzierte Somatisierungsstörung, F45.1

—Hypochondrische Störung, F45.2

Somatoforme autonome Funktionsstörung, F45.3

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, F45.4

—Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen), F44


Achtung: Verwirrung!

Dissoziative Störung im ICD-10 

—Eigene Kategorie: F44

Konversionsstörung im DSM-IV 

—Untergruppe der somatoformen Störungen

Q:

Kernmerkmale der somatoformen Störungen nach ICD-10 

(Somatisierungsstörung (F45.0), Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3))


A:

Somatisierungsstörung (F45.0) 

Wechselnde Symptome über mind. 2 Jahre 

—Mind. 6 somatoforme Symptome aus mind. 2 versch. Gruppen
 (Gastro – Kardio – Urogenital - Haut/Schmerz)


Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3)

—Typischerweise Beschwerden aus 1-2 Organsystemen

—Symptome der vegetativen Übererregung sowie unspezifische subjektive Beschwerden

—Mind. 2 Symptomgruppen 


Q:

Kernmerkmale der somatoformen Störungen nach ICD-10 

(nicht klausurrelevant)


Undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1)

A:

Undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1)

—Weniger somatoforme Symptome als F45.0 und/oder weniger krankhafte Beschäftigung bzw. Selbstmedikation

—Mindestdauer 6 Monate


Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)

—Klinisch relevante Schmerzen in einem oder mehreren anatomischen Bereichen

—Psychische Faktoren sind bedeutsam für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung

mind. 6 Monate

Q:

Kernmerkmale der somatoformen Störungen 

Dissoziative Störungen (F44.xx)


A:

Dissoziative Störungen (F44.xx)

Veränderung bzw. Verlust  von willkürlichen Funktionen (z.B. Lähmung oder sensorischen Funktionen (z.B. Blindheit, Taubheit), welche einen neurologischen Krankheitsfaktor nahe legen (ohne dass diese besteht)


—Ein Zusammenhang mit psychischen Faktoren wird angenommen, das Belastungsfaktoren / Konflikte dem Beginn oder der Exazerbation des Symptoms vorausgehen

VL 8. Somatoforme Störungen

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