KP I: PTBS at SRH Hochschule Heidelberg | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN
Was ist ein Trauma?

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TESTE DEIN WISSEN

— Traumatisches Ereignis ist:
> ein existentiell bedrohliches Ereignis,
> das unmittelbar wirkt und
> die individuellen Bewältigungsstrategien der Betroffenen deutlich überfordert
 
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TESTE DEIN WISSEN
Ist Trauma = Störung?
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TESTE DEIN WISSEN
80-90% von Personen mit traumatischen Ereignissen entwickeln keine PTBS oder andere gravierende psychische Störungen
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind traumatische Ereignisse?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Direkt durch Menschen verursachte Traumen: Folter, Gefangenschaft als Kriegsgefangener, gewalttätige Überfälle und Vergewaltigung

2. Naturkatastrophen oder schwere Unfälle

Bei Kindern zusätzlich:
— Dem Entwicklungsstand unangemessene sexuelle Erfahrungen
Vernachlässigung grundlegender Bedürfnisse (bei Kleinkindern)
  
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TESTE DEIN WISSEN
Diagnostische Kriterien: PTBS-Diagnose nach ICD-10

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TESTE DEIN WISSEN
Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes (kurz oder lang anhaltend)“, die „bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde"

Zeitkriterium: Muss innerhalb von 6 Monate nach der Belastung auftreten 

1. Intrusionen (wiedererleben/ wieder erinnern von traumatischen Ereignissen)
- Sich aufdrängende schmerzliche Erinnerungen an das traumatische Ereignis  (Intrusionen, Flashbacks)
- Belastende Träume und Albträume
Intensive psychische Belastung oder körperliche Reaktionen bei der Konfrontation mit Stimuli, die an Ereignis erinnern

2. Vermeidungs- und Numbing- (emotionales Erstarren) Symptome
- Gedanken- und Gefühlsvermeidung in Bezug auf das erlebte Trauma
- Situation- und Aktivitätsvermeidung in Bezug auf das erlebte Trauma
- Eingeschränkter Affektspielraum und
- Deutlich vermindertes Interesse oder verminderte Teilnahme an wichtigen Aktivitäten
- Emotionale Erstarrungs-oder Taubheitszustand

3. Chronisches Hyperarrousal (Überregung)
- Reizbarkeit oder Wutausbrüche
- Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
- Schreckhaftigkeit und Erregbarkeit

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TESTE DEIN WISSEN
Diagnose und Differentialdiagnose der PTBS
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TESTE DEIN WISSEN
— Das Erleben eines Traumas ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Diagnostizierung einer PTBS!
— Neben der PTBS können ebenso andere Störungen „Traumafolgestörungen“ darstellen, wie z.B.
spezifische Phobien,
• Depressionen oder
• Somatisierung

Differentialdiagnosen
> akute Belastungsstörung F43.0
— Anpassungsstörungen

Andere neurotische und affektive Störungen
— Angststörungen
— Borderline-PS
— Dissoziale PS
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TESTE DEIN WISSEN
Code PTBS
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TESTE DEIN WISSEN
Code PTBS: F43.1
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TESTE DEIN WISSEN
Diagnostische Verfahren: PTBS
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TESTE DEIN WISSEN
Impact of Event Skala (IES-R, rev. Form, dt. Maercker & Schützwohl, 1998):
— Auftretenshäufigkeit bzw. Schwere der Symptomatik in der letzten Woche. 3 Subskalen: Intrusionen, Vermeidungsverhalten, Hyperarrousal
 
Posttraumatic Diagnostic Scale (PDS, Ehlers et al. 1996):
— Symptome des Betroffenen und Reaktionen auf das Ereignis, Vorliegen von
störungsspezifischen sozialen und beruflichen Beeinträchtigen. DSM-IV gestützt.
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TESTE DEIN WISSEN
Epidemiologie: PTBS
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TESTE DEIN WISSEN
— PTBS ist eine relativ seltene Störung

— Viele distale (z.B. Geschlecht, Familiengenetik, frühe Erfahrungen/Traumata) und proximale (z.B. Umstände/Kontext, psychosoziale Unterstützung, Intensität, Häufigkeit) Faktoren beeinflussen Risiko

— Wahrscheinlichkeit nach Trauma eine PTBS auszubilden, ist kulturunabhängig
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TESTE DEIN WISSEN
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
1. Risiko- und Schutzfaktoren (Prätraumatische Faktoren)
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TESTE DEIN WISSEN
- Frühere Traumata
- Alter zum Traumazeitpunkt
Depressivität beeinflusst Intrusionsneigung
— Persönlichkeitseigenschaften (z.B.Neurotizismus) spielt untergeordnete Rolle, eher die Bewältigungsstrategien sind prädiktiv
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TESTE DEIN WISSEN
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
2. Ereignisfaktoren (Peritraumatische Faktoren)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Traumaschwere (Ausmaß und Dauer) und Initiale Reaktion:

- Ereignisinterpretation wichtiger, als objektive Traumaschwere
- Dissoziationsreaktion 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
3. Aufrechterhaltungsfaktoren (Posttraumatische Faktoren)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Vermeidender Bewältigungsstil
- Nicht-darüber-reden-Wollen
- Exzessiver Ärger und Wut
- Selbstzufügen von Schmerzen als Ablenkung

Kognitive Veränderungen
- Schuldgefühle
- Grübeln
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TESTE DEIN WISSEN
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
4. Gesundheitsförderende Faktoren bzw. Ressourcen (Posttraumatische Faktoren)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Offenlegung der Traumaerfahrung
- Soziale Wertschätzung als Opfer bzw. Überlebender
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Q:
Was ist ein Trauma?

A:

— Traumatisches Ereignis ist:
> ein existentiell bedrohliches Ereignis,
> das unmittelbar wirkt und
> die individuellen Bewältigungsstrategien der Betroffenen deutlich überfordert
 
Q:
Ist Trauma = Störung?
A:
80-90% von Personen mit traumatischen Ereignissen entwickeln keine PTBS oder andere gravierende psychische Störungen
Q:
Was sind traumatische Ereignisse?
A:
1. Direkt durch Menschen verursachte Traumen: Folter, Gefangenschaft als Kriegsgefangener, gewalttätige Überfälle und Vergewaltigung

2. Naturkatastrophen oder schwere Unfälle

Bei Kindern zusätzlich:
— Dem Entwicklungsstand unangemessene sexuelle Erfahrungen
Vernachlässigung grundlegender Bedürfnisse (bei Kleinkindern)
  
Q:
Diagnostische Kriterien: PTBS-Diagnose nach ICD-10

A:
Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes (kurz oder lang anhaltend)“, die „bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde"

Zeitkriterium: Muss innerhalb von 6 Monate nach der Belastung auftreten 

1. Intrusionen (wiedererleben/ wieder erinnern von traumatischen Ereignissen)
- Sich aufdrängende schmerzliche Erinnerungen an das traumatische Ereignis  (Intrusionen, Flashbacks)
- Belastende Träume und Albträume
Intensive psychische Belastung oder körperliche Reaktionen bei der Konfrontation mit Stimuli, die an Ereignis erinnern

2. Vermeidungs- und Numbing- (emotionales Erstarren) Symptome
- Gedanken- und Gefühlsvermeidung in Bezug auf das erlebte Trauma
- Situation- und Aktivitätsvermeidung in Bezug auf das erlebte Trauma
- Eingeschränkter Affektspielraum und
- Deutlich vermindertes Interesse oder verminderte Teilnahme an wichtigen Aktivitäten
- Emotionale Erstarrungs-oder Taubheitszustand

3. Chronisches Hyperarrousal (Überregung)
- Reizbarkeit oder Wutausbrüche
- Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
- Schreckhaftigkeit und Erregbarkeit

Q:
Diagnose und Differentialdiagnose der PTBS
A:
— Das Erleben eines Traumas ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Diagnostizierung einer PTBS!
— Neben der PTBS können ebenso andere Störungen „Traumafolgestörungen“ darstellen, wie z.B.
spezifische Phobien,
• Depressionen oder
• Somatisierung

Differentialdiagnosen
> akute Belastungsstörung F43.0
— Anpassungsstörungen

Andere neurotische und affektive Störungen
— Angststörungen
— Borderline-PS
— Dissoziale PS
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Q:
Code PTBS
A:
Code PTBS: F43.1
Q:
Diagnostische Verfahren: PTBS
A:
Impact of Event Skala (IES-R, rev. Form, dt. Maercker & Schützwohl, 1998):
— Auftretenshäufigkeit bzw. Schwere der Symptomatik in der letzten Woche. 3 Subskalen: Intrusionen, Vermeidungsverhalten, Hyperarrousal
 
Posttraumatic Diagnostic Scale (PDS, Ehlers et al. 1996):
— Symptome des Betroffenen und Reaktionen auf das Ereignis, Vorliegen von
störungsspezifischen sozialen und beruflichen Beeinträchtigen. DSM-IV gestützt.
Q:
Epidemiologie: PTBS
A:
— PTBS ist eine relativ seltene Störung

— Viele distale (z.B. Geschlecht, Familiengenetik, frühe Erfahrungen/Traumata) und proximale (z.B. Umstände/Kontext, psychosoziale Unterstützung, Intensität, Häufigkeit) Faktoren beeinflussen Risiko

— Wahrscheinlichkeit nach Trauma eine PTBS auszubilden, ist kulturunabhängig
Q:
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
1. Risiko- und Schutzfaktoren (Prätraumatische Faktoren)
A:
- Frühere Traumata
- Alter zum Traumazeitpunkt
Depressivität beeinflusst Intrusionsneigung
— Persönlichkeitseigenschaften (z.B.Neurotizismus) spielt untergeordnete Rolle, eher die Bewältigungsstrategien sind prädiktiv
Q:
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
2. Ereignisfaktoren (Peritraumatische Faktoren)
A:
- Traumaschwere (Ausmaß und Dauer) und Initiale Reaktion:

- Ereignisinterpretation wichtiger, als objektive Traumaschwere
- Dissoziationsreaktion 
Q:
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
3. Aufrechterhaltungsfaktoren (Posttraumatische Faktoren)
A:
Vermeidender Bewältigungsstil
- Nicht-darüber-reden-Wollen
- Exzessiver Ärger und Wut
- Selbstzufügen von Schmerzen als Ablenkung

Kognitive Veränderungen
- Schuldgefühle
- Grübeln
Q:
Multifaktorielles Rahmenmodell der PTBS nach Maercker, 2009):
4. Gesundheitsförderende Faktoren bzw. Ressourcen (Posttraumatische Faktoren)
A:
- Offenlegung der Traumaerfahrung
- Soziale Wertschätzung als Opfer bzw. Überlebender
KP I: PTBS

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