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Lernmaterialien für LB1 an der Private Hochschule Göttingen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen LB1 Kurs an der Private Hochschule Göttingen zu.

TESTE DEIN WISSEN

Welche fünf Veränderungen der Interaktionen des sich entwickelnden Individuums mit seiner Umwelt sind bedeutsam?

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TESTE DEIN WISSEN


1. Veränderung der Zahl der Umwelten, denen das Individuum angehört 

  - In der Kindheit und im Jugendalter kommt es zur Zunahme der Zahl der Mikrosysteme; im höheren Erwachsenenalter nimmt diese Zahl wieder ab 

  - mit dem Wegfall sozialer Rollen (z.B. durch die Pensionierung) und nachlassender Kompetenz engt sich im höheren Alter wieder der Lebensraum ein


2. Veränderung der Spezialisierung der Umwelten: Wenn jüngere Kinder und ältere Menschen mehr Zeit als andere Personen in ihrer Wohnung verbringen, so bedeutet das auch, dass sie fast alle Bedürfnisse in diesem Kontext befriedigen und die Umwelt gewissermaßen wenig spezialisiert ist. 


3. Veränderung der Komplexität der Wechselwirkungen zwischen Individuen und ihren Umwelten: Abnahme der Komplexität der Wechselwirkungen im höheren Alter zu beobachten. So schildern ältere Erwachsene z.B. mehr Alltagsroutinen als jüngere. 


4. Veränderung der Eigenaktivität bei der Auswahl und Veränderung von Kontexten: wählen Jugendliche und junge Erwachsene - innerhalb gegebener Möglichkeiten - ihre Ausbildungsrichtung, ihren Arbeitsplatz, ihren Partner und gestalten eine eigene Wohnumwelt. Im hohen Alter nehmen mit der Abnahme von Kompetenzen die Freiräume zur Auswahl und Gestaltung der Umwelten wieder ab. 


5. Veränderung der Wichtigkeit der Umweltdimensionen: Ausmaß von Sicherheit und Vertrautheit, welches die Umwelt gewährt, sind in der Kindheit und im hohen Erwachsenenalter am wichtigsten und im mittleren Alter am wenigsten wichtig. Gehalt an Stimulation und Aktivierung durch die Umwelt ist dagegen im jungen und mittleren Erwachsenenalter am wichtigsten und im hohen Alter am unwichtigsten. Die Umwelt als Quelle von Kontinuität schließlich ist besonders im hohen Erwachsenalter wichtig, wenn z.B. Gegenstände der Umwelt zum Lebensrückblick anregen. 

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Begriff Entwicklung. 

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Unter psychischer Entwicklung des Individuums versteht man heute die geordnete (regelhafte), gerichtete und längerfristige Veränderung des Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne. 

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Autobiografisches Gedächtnis

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- wird meist als intakt erlebt, weil Ereignisse aus der Kindheit in ihrer Klarheit besser erinnert vorkommen können als relativ kürzlich eingetretene Ereignisse 

- es zeigt sich bei jungen und alten Personen, dass Ereignisse umso schlechter erinnert werden, je länger die Ereignisse zurückliegen  -> am häufigsten Ereignisse aus dem Lebensalter zwischen 10 und 30 Jahren berichtet werden 


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Durch welche vier Faktoren war das zunehmende Interesse an der Entwicklung über die gesamte Lebensspanne begründet?

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1. Zunahme der Lebenserwartung : Anteil der Kinder und Jugendlichen nahm ab und Anteil Erwachsener stieg an

2. Zunehmende Instabilität im Erwachsenenalter : sozialer Wandel 

3. Interesse der Gerontologie an frühen Anzeichen bzw. Prädiktoren des Alterns 

4. Das "Altern" von Längsschnittstudien : die ersten entwicklungspsychologischen Längsschnittstudien beschäftigten sich mit Veränderungen im Kindes- und Jugendalter; als deren Studienteilnehmer das Erwachsenenalter erreicht hatten, entschlossen sich einige Forscher, diese Studien weiterzuführen 

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Kapazitätshypothese des Alterns 

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TESTE DEIN WISSEN

- wesentliche Erklärung von Alterseffekten in der Lernleistung ist die Beobachtung, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses mit dem Altern abnimmt 

- Inhibitionstheorie: geht von der Annahme aus, dass zusätzlich zur Kapazitätsabnahme die Störanfälligkeit der Gedächtnisprozesse zunimmt, was als ein Rückgang der Inhibitionsleistung beschrieben wird 

- Pausen während der Übungsphase verbessern daher meist die Lernleistung jüngerer Menschen, verschlechtern jedoch eher die Lernleistung älterer

- kürzlich gelernte Inhalte können im Alter im Unterschied zu früher gelernten schlechter erinnert werden 


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Nenne die Ebenen von Theorien zur Entwicklung.

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- abstraktesten Annahmen: befassen sich mit Einflussfaktoren auf die menschliche Entwicklung und mit deren Veränderungen im Lebensverlauf

- zweite Ebene: theoretische Leitsätze der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne : allgemeine Aussagen über Merkmale der psychischen Entwicklung über die gesamte Lebensspanne 

- dritte Ebene : theoretische Vorstellungen über zentrale Themen der Entwicklung in einem bestimmten Altersabschnitt 

- vierte Ebene : bereichsspezifische Theorien, welche Entwicklungsprozesse in einem speziellen Funktionsbereich beschreiben und erklären 

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Meinen Erwachsene, dass das höhere Alter vor allem Verluste bringt?

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Heckhausen und Krüger (1993) befragten junge (21 bis 35 Jahre), mittel alte (40 bis 55 Jahre) und alte Erwachsene (60 bis 80 Jahre) darüber, welcher Veränderungen von erwünschten und unerwünschten Eigenschaften sie in jedem Jahrzehnt ihres Lebens erlebten oder erwarteten. 

-> im frühen Erwachsenenalter eine Zunahme erwünschter und eine leichte Abnahme unerwünschter Eigenschaften  

-> bis zum 7. Lebensjahrzent wurden mehr erwünschte als unerwünschte Veränderungen erwartet bzw. erlebt 

-> Antworten der ältesten Studienteilnehmer positiver als bei den anderen Gruppen 

-> man erwartete für sich selbst günstigere Veränderungen als für andere Menschen in diesem Alter 

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Definitionen von Altern

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- Altern als jegliche (positive oder negative) Veränderung der Anpassungsfähigkeit des Organismus 

- einige definieren unter Altern ausschließlich eine Reduzierung körperlicher und psychischer Leistungsmöglichkeiten und -grenzen 

- Begriff "Altern" wird nicht nur deskriptiv zur Beschreibung von mit Älterwerden einhergehenden Veränderungen benutzt, sondern auch präskriptiv im Sinne der Erreichung eines bestimmten Zielzustandes 

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Nenne die von Paul Baltes zusammengefassten Leitsätze der Grundpositionen der Erwachsenenpsychologie der Lebensspanne.

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1. Die psychische Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess.

2. Entwicklung als Gewinn und Verlust der Anpassungsfähigkeit (als Wachstum und Abbau von Fähigkeiten) : Gewinne werden im höheren Erwachsenenalter seltener und Verluste häufiger, deswegen müssen ältere Menschen mehr Zeit und Energie in die Aufrechterhaltung ihres vorhandenen Funktionszustands und in den Umgang mit eingetretenen Verlusten investieren 

3. Multidimensionalität und Multidirektionalität : Multidirektionalität im jungen und mittleren Erwachsenenalter besonders ausgeprägt, während in den meisten Verhaltensbereichen in der Kindheit und Jugend Entwicklungsgewinne und im hohen Alter Verluste vorherrschen 

4. Plastizität der Entwicklung : Veränderbarkeit von Fähigkeiten des Erlebens und Verhaltens -> Konzept der Plastizität ist Gegenposition zu negativen Altersstereotypen : nimmt mit dem Alter jedoch ab z.B. durch erschöpfte Plastizitätsreserven o: Erkrankungen des ZNS 

5. Entwicklung ist eingebettet in Kontexte : verändernde Kontexte lösen Entwicklungsprozesse aus und stabile Kontexte tragen zu Kontinuität bei 

6. Zusammenspiel von Selektion, Optimierung und Kompensation : Entscheidungen und Handlungen von Individuen selbst, sind Mitgestalter ihrer eigenen Entwicklung -> erfolgreiche Entwicklung durch Zusammenspiel von drei Komponenten : der Zielauswahl (Selektion), des Einsatzes von Mitteln zur Zielerreichung (Optimierung) und des Umgangs mit auftretenden Problemen und Verlusten (Kompensation) 

7. Multidisziplinäre Betrachtung : aufgrund der Vielfalt der Einflüsse auf die Entwicklung des Menschen muss diese durch verschiedene Wissenschaftsdisziplinen untersucht werden 

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Erläutere die Veränderungen des Zusammenspiels biologischer und kultureller Faktoren über die Lebensspanne.

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TESTE DEIN WISSEN

- Abnahme biologischer Kapazität über die Lebensspanne 

- Zunahme des Bedarfs nach Kultur über die Lebensspanne

- Abnahme der Wirksamkeit von Kultur über die Lebensspanne

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Fühlen Sie sich schon als Erwachsene oder wissen alle jungen Menschen, ob sie noch Jugendliche oder schon Erwachsene sind?

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Arnett befragte 171 13- bis 19-Jährige, 179 20- bis 29-Jährige,  165 30- bis 55-Jährige, 30-55 ob sie das Erwachsenenalter erreicht haben 

-> weniger als 20% der 13-19 und etwa 85% bejahten diese Frage und etwa 45% der 20-29 beantworteten mit ja 

-> 50% der 20-29 meinten "ja und nein", war für ein Übergangsstadium zwischen Jugend- und Erwachsenenalter spricht

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Paul Baltes spricht beim Zusammenspiel genetisch-biologischer und kulturell-gesellschaftlicher Einflüsse von der "inkompletten Architektur des menschlichen Lebenslaufs". Die Diskrepanz zwischen dem Erwünschten und dem biologischen bzw. kulturell Möglichen nimmt mit wachsendem Alter zu. Welche drei Annahmen stützen diese Überlegung?

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1. Vorteile der biologischen Selektion in der Evolution nehmen mit wachsendem Alter ab : Gene, die sich erst im höheren Alter auswirken (wenn man sich nicht mehr fortpflanzt) sind von biologischen Selektion nicht direkt betroffen -> z.B. werden im menschlichen Erbgut nicht jene Gene aussortiert, die für Alterskrankheiten verantwortlich sind 

2. Da im höheren Erwachsenenalter genetisch-biologische Faktoren immer weniger zu einer hohen Funktionsfähigkeit beitragen, nimmt der Bedarf an Kultur mit dem Alter zu : Angebote zum Training von Fertigkeiten oder medizinische Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit 

3. Der Effekt der Kultur auf die Entwicklung nimmt jedoch mit dem Alter ab : Psychologische, soziale und materielle Interventionen sind im höheren Alter weniger wirksam -> Hauptgrund: Abnahme der biologischen Plastizität 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen LB1 Kurs an der Private Hochschule Göttingen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welche fünf Veränderungen der Interaktionen des sich entwickelnden Individuums mit seiner Umwelt sind bedeutsam?

A:


1. Veränderung der Zahl der Umwelten, denen das Individuum angehört 

  - In der Kindheit und im Jugendalter kommt es zur Zunahme der Zahl der Mikrosysteme; im höheren Erwachsenenalter nimmt diese Zahl wieder ab 

  - mit dem Wegfall sozialer Rollen (z.B. durch die Pensionierung) und nachlassender Kompetenz engt sich im höheren Alter wieder der Lebensraum ein


2. Veränderung der Spezialisierung der Umwelten: Wenn jüngere Kinder und ältere Menschen mehr Zeit als andere Personen in ihrer Wohnung verbringen, so bedeutet das auch, dass sie fast alle Bedürfnisse in diesem Kontext befriedigen und die Umwelt gewissermaßen wenig spezialisiert ist. 


3. Veränderung der Komplexität der Wechselwirkungen zwischen Individuen und ihren Umwelten: Abnahme der Komplexität der Wechselwirkungen im höheren Alter zu beobachten. So schildern ältere Erwachsene z.B. mehr Alltagsroutinen als jüngere. 


4. Veränderung der Eigenaktivität bei der Auswahl und Veränderung von Kontexten: wählen Jugendliche und junge Erwachsene - innerhalb gegebener Möglichkeiten - ihre Ausbildungsrichtung, ihren Arbeitsplatz, ihren Partner und gestalten eine eigene Wohnumwelt. Im hohen Alter nehmen mit der Abnahme von Kompetenzen die Freiräume zur Auswahl und Gestaltung der Umwelten wieder ab. 


5. Veränderung der Wichtigkeit der Umweltdimensionen: Ausmaß von Sicherheit und Vertrautheit, welches die Umwelt gewährt, sind in der Kindheit und im hohen Erwachsenenalter am wichtigsten und im mittleren Alter am wenigsten wichtig. Gehalt an Stimulation und Aktivierung durch die Umwelt ist dagegen im jungen und mittleren Erwachsenenalter am wichtigsten und im hohen Alter am unwichtigsten. Die Umwelt als Quelle von Kontinuität schließlich ist besonders im hohen Erwachsenalter wichtig, wenn z.B. Gegenstände der Umwelt zum Lebensrückblick anregen. 

Q:

Erläutere den Begriff Entwicklung. 

A:

Unter psychischer Entwicklung des Individuums versteht man heute die geordnete (regelhafte), gerichtete und längerfristige Veränderung des Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne. 

Q:

Autobiografisches Gedächtnis

A:

- wird meist als intakt erlebt, weil Ereignisse aus der Kindheit in ihrer Klarheit besser erinnert vorkommen können als relativ kürzlich eingetretene Ereignisse 

- es zeigt sich bei jungen und alten Personen, dass Ereignisse umso schlechter erinnert werden, je länger die Ereignisse zurückliegen  -> am häufigsten Ereignisse aus dem Lebensalter zwischen 10 und 30 Jahren berichtet werden 


Q:

Durch welche vier Faktoren war das zunehmende Interesse an der Entwicklung über die gesamte Lebensspanne begründet?

A:

1. Zunahme der Lebenserwartung : Anteil der Kinder und Jugendlichen nahm ab und Anteil Erwachsener stieg an

2. Zunehmende Instabilität im Erwachsenenalter : sozialer Wandel 

3. Interesse der Gerontologie an frühen Anzeichen bzw. Prädiktoren des Alterns 

4. Das "Altern" von Längsschnittstudien : die ersten entwicklungspsychologischen Längsschnittstudien beschäftigten sich mit Veränderungen im Kindes- und Jugendalter; als deren Studienteilnehmer das Erwachsenenalter erreicht hatten, entschlossen sich einige Forscher, diese Studien weiterzuführen 

Q:

Kapazitätshypothese des Alterns 

A:

- wesentliche Erklärung von Alterseffekten in der Lernleistung ist die Beobachtung, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses mit dem Altern abnimmt 

- Inhibitionstheorie: geht von der Annahme aus, dass zusätzlich zur Kapazitätsabnahme die Störanfälligkeit der Gedächtnisprozesse zunimmt, was als ein Rückgang der Inhibitionsleistung beschrieben wird 

- Pausen während der Übungsphase verbessern daher meist die Lernleistung jüngerer Menschen, verschlechtern jedoch eher die Lernleistung älterer

- kürzlich gelernte Inhalte können im Alter im Unterschied zu früher gelernten schlechter erinnert werden 


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Q:

Nenne die Ebenen von Theorien zur Entwicklung.

A:

- abstraktesten Annahmen: befassen sich mit Einflussfaktoren auf die menschliche Entwicklung und mit deren Veränderungen im Lebensverlauf

- zweite Ebene: theoretische Leitsätze der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne : allgemeine Aussagen über Merkmale der psychischen Entwicklung über die gesamte Lebensspanne 

- dritte Ebene : theoretische Vorstellungen über zentrale Themen der Entwicklung in einem bestimmten Altersabschnitt 

- vierte Ebene : bereichsspezifische Theorien, welche Entwicklungsprozesse in einem speziellen Funktionsbereich beschreiben und erklären 

Q:

Meinen Erwachsene, dass das höhere Alter vor allem Verluste bringt?

A:

Heckhausen und Krüger (1993) befragten junge (21 bis 35 Jahre), mittel alte (40 bis 55 Jahre) und alte Erwachsene (60 bis 80 Jahre) darüber, welcher Veränderungen von erwünschten und unerwünschten Eigenschaften sie in jedem Jahrzehnt ihres Lebens erlebten oder erwarteten. 

-> im frühen Erwachsenenalter eine Zunahme erwünschter und eine leichte Abnahme unerwünschter Eigenschaften  

-> bis zum 7. Lebensjahrzent wurden mehr erwünschte als unerwünschte Veränderungen erwartet bzw. erlebt 

-> Antworten der ältesten Studienteilnehmer positiver als bei den anderen Gruppen 

-> man erwartete für sich selbst günstigere Veränderungen als für andere Menschen in diesem Alter 

Q:

Definitionen von Altern

A:

- Altern als jegliche (positive oder negative) Veränderung der Anpassungsfähigkeit des Organismus 

- einige definieren unter Altern ausschließlich eine Reduzierung körperlicher und psychischer Leistungsmöglichkeiten und -grenzen 

- Begriff "Altern" wird nicht nur deskriptiv zur Beschreibung von mit Älterwerden einhergehenden Veränderungen benutzt, sondern auch präskriptiv im Sinne der Erreichung eines bestimmten Zielzustandes 

Q:

Nenne die von Paul Baltes zusammengefassten Leitsätze der Grundpositionen der Erwachsenenpsychologie der Lebensspanne.

A:

1. Die psychische Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess.

2. Entwicklung als Gewinn und Verlust der Anpassungsfähigkeit (als Wachstum und Abbau von Fähigkeiten) : Gewinne werden im höheren Erwachsenenalter seltener und Verluste häufiger, deswegen müssen ältere Menschen mehr Zeit und Energie in die Aufrechterhaltung ihres vorhandenen Funktionszustands und in den Umgang mit eingetretenen Verlusten investieren 

3. Multidimensionalität und Multidirektionalität : Multidirektionalität im jungen und mittleren Erwachsenenalter besonders ausgeprägt, während in den meisten Verhaltensbereichen in der Kindheit und Jugend Entwicklungsgewinne und im hohen Alter Verluste vorherrschen 

4. Plastizität der Entwicklung : Veränderbarkeit von Fähigkeiten des Erlebens und Verhaltens -> Konzept der Plastizität ist Gegenposition zu negativen Altersstereotypen : nimmt mit dem Alter jedoch ab z.B. durch erschöpfte Plastizitätsreserven o: Erkrankungen des ZNS 

5. Entwicklung ist eingebettet in Kontexte : verändernde Kontexte lösen Entwicklungsprozesse aus und stabile Kontexte tragen zu Kontinuität bei 

6. Zusammenspiel von Selektion, Optimierung und Kompensation : Entscheidungen und Handlungen von Individuen selbst, sind Mitgestalter ihrer eigenen Entwicklung -> erfolgreiche Entwicklung durch Zusammenspiel von drei Komponenten : der Zielauswahl (Selektion), des Einsatzes von Mitteln zur Zielerreichung (Optimierung) und des Umgangs mit auftretenden Problemen und Verlusten (Kompensation) 

7. Multidisziplinäre Betrachtung : aufgrund der Vielfalt der Einflüsse auf die Entwicklung des Menschen muss diese durch verschiedene Wissenschaftsdisziplinen untersucht werden 

Q:

Erläutere die Veränderungen des Zusammenspiels biologischer und kultureller Faktoren über die Lebensspanne.

A:

- Abnahme biologischer Kapazität über die Lebensspanne 

- Zunahme des Bedarfs nach Kultur über die Lebensspanne

- Abnahme der Wirksamkeit von Kultur über die Lebensspanne

Q:

Fühlen Sie sich schon als Erwachsene oder wissen alle jungen Menschen, ob sie noch Jugendliche oder schon Erwachsene sind?

A:

Arnett befragte 171 13- bis 19-Jährige, 179 20- bis 29-Jährige,  165 30- bis 55-Jährige, 30-55 ob sie das Erwachsenenalter erreicht haben 

-> weniger als 20% der 13-19 und etwa 85% bejahten diese Frage und etwa 45% der 20-29 beantworteten mit ja 

-> 50% der 20-29 meinten "ja und nein", war für ein Übergangsstadium zwischen Jugend- und Erwachsenenalter spricht

Q:

Paul Baltes spricht beim Zusammenspiel genetisch-biologischer und kulturell-gesellschaftlicher Einflüsse von der "inkompletten Architektur des menschlichen Lebenslaufs". Die Diskrepanz zwischen dem Erwünschten und dem biologischen bzw. kulturell Möglichen nimmt mit wachsendem Alter zu. Welche drei Annahmen stützen diese Überlegung?

A:

1. Vorteile der biologischen Selektion in der Evolution nehmen mit wachsendem Alter ab : Gene, die sich erst im höheren Alter auswirken (wenn man sich nicht mehr fortpflanzt) sind von biologischen Selektion nicht direkt betroffen -> z.B. werden im menschlichen Erbgut nicht jene Gene aussortiert, die für Alterskrankheiten verantwortlich sind 

2. Da im höheren Erwachsenenalter genetisch-biologische Faktoren immer weniger zu einer hohen Funktionsfähigkeit beitragen, nimmt der Bedarf an Kultur mit dem Alter zu : Angebote zum Training von Fertigkeiten oder medizinische Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit 

3. Der Effekt der Kultur auf die Entwicklung nimmt jedoch mit dem Alter ab : Psychologische, soziale und materielle Interventionen sind im höheren Alter weniger wirksam -> Hauptgrund: Abnahme der biologischen Plastizität 

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