Klinische Psychologie I at Private Hochschule Göttingen

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Was ist klinische Psychologie?

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Geschichte der klinischen Psychologie:

Erkläre das dämonologische Krankheitsmodell, die Humorallehre und die Psychogenese

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Nenne Abgrenzungen zu anderen Disziplinen

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Nenne Beispiele für Überlappungsbereiche der Klinischen Psycho mit medizinischen Fachdisziplinen

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Diagnostik & Klassifikation

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Begriffserklärung: Who is who:

Nenne Berufsbezeichnungen die mit psy. Störungen zusammenhängen, Nenne den Unterschied zwischen Psychotherapeuten & Psychiatern und den Unterschied zwischen Psychotherapeuten & Heilpraktikern



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Was sind psychische Störungen?

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Grundbegriffe der klinischen Psychologie: Was ist Ätiologie, Pathogenese, Prädisposition/Disposition, Auslösende & aufrechterhaltende Faktoren, Salutogense?

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Nenne die Merkmale von psychischen Störungen

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Nenne die Themen der klinischen Psychologie

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Beschreibe den Einfluss verschiedener Disziplinen

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Klinische Psychologie I

Was ist klinische Psychologie?

Was ist klinische Psychologie?

  • Beschäftigt sich mit psy. Störungen & den psy. Aspekten somatischer Störungen & Krankheiten
  • Verständnis, Vorhersage & Veränderung menschlichen Verhaltens & Erlebens + Fokus auf psy. Störungen 

Was machen klinische Psychologen?:

  • Forschung, Diagnostik, Therapie 

Zu welchen Bereichen gibt es die größten Überschneidungen?

  • Enge Beziehung zu vielen anderen Bereichen,z.B. Psychiatrie, Soziologie, neurobiologische Fächer (inkl.Genetik,Pharmakologie), Neurologie


Klinische Psychologie I

Geschichte der klinischen Psychologie:

Erkläre das dämonologische Krankheitsmodell, die Humorallehre und die Psychogenese

Geschichte der klinischen Psychologie: 

  • Dämonologisches Krankheitsmodell:
  • galt im Mittelalter in Europa & auch heute noch in einigen Kulturen 
  • psy. Störungen durch Besessenheit vom Teufel oder Dämon erklärt 
  • Dämonenaustreibung (Exorzismus) durch Kirche
  • Humorallehre: Lehre der 4 Säfte
  • Vertreter: Hippokrates, Kant, Wundt
  • Psy. Zustand im Zsmhang mit Körper 
  • Ungleichgewicht der Säfte -> psy. Störung
  • Psychogenese:
  • Messmer & Charcot: Behandlung durch Hypnose 
  • Griesinger: innerpsy. Konflikte führen zu einem "Riss im Ich" 
  • Meyer: Stimmung zentrale Rolle für psych. Störungen 
  • Janet: Abspaltung von Gedanken, Emotionen & Empfindungen bei Hysterie (Dissoziationen) 
  • Breuer: Erinnerung an kritische Ereignisse & Affektausdruck (Katharsis) effektive Behandlung

Klinische Psychologie I

Nenne Überschneidungen mit medizinischen Fächern

Nenne Überschneidungen mit medizinischen Fächern

  • psychosomatische Medizin
  • Psychiatrie
  • Medizinische Psychologie
  • Orthopädie
  • Innere Medizin
  • Neurologie

Klinische Psychologie I

Nenne Abgrenzungen zu anderen Disziplinen

Nenne Abgrenzungen zu anderen Disziplinen

  • Verhaltensmedizin: Fachbereich der Medizin, der sich (wie klin. Psycho) mit biopsychosozialen Krankheitsmodellen beschäftigt, aber auch mit Präventions- & Interventionsmethoden 
  • GesundheitsPsycho: beschäftigt sich mit Erhaltung & Förderung von Gesundheit → v. a. Prävention, Verbesserung des gesundheitlichen Versorgungssystems 
  • Psychopharmakologie: Lehre von Beeinflussung seelischer Vorgänge durch Psychopharmaka
  • Forensische Psychiatrie: Beschäftigt sich mit Rechtsfragen, die psy. Kranke betreffen 
  1. Z.B. Begutachtungen, Schuldfähigkeit von Straftätern mit psy. Störungen 
  2. Aber auch: Rechtsfragen zur Berentung & Geschäftsfähigkeit 
  3. Behandlung von Straftätern (Maßregelvollzug) 
  • Klinische Neuropsycho: Befasst sich mit Erkrankungen & Verletzungen des Gehirns & deren Auswirkungen auf Verhalten & Erleben 
  1. sehr viele Überschneidungen mit Neurowissenschaften (z.B. fMRI/PET-Studien), die ein Forschungsbereich der klinischen Psycho sind
  • Psychopathologie: Psychiatrische Lehre von der Beschreibung abnormen Erlebens, Befindens & Verhaltens im Zsmhang mit psy. Störungen 
  1. Unterschiede: eig. keine, außer dass es sich um einen Begriff der Medizin handelt 
  • Sozialpsychiatrie: Lehrfach der Psychiatrie, das sich insbesondere mit epidemiologischen & soziologischen Aspekten psy. Krankheiten beschäftigt 
  1. Hat nichts zu tun mit SpDi: Dieser bietet Unterstützung & Beratung für psy. Kranke an, die Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung haben (z.B. während oder nach einem/s Klinikaufenthaltes) 
  • Psychosomatische Medizin: Hier stehen körperlich in Erscheinung tretende Krankheiten im Vordergrund, die seelisch (mit)bedingt sind 
  1. Gemeinsamkeiten: Selbstverständlich beschäftigt sich auch die klinische Psycho mit psychosomatischen Erkrankungen als einer Teilkategorie von Störungen 
  • Neurologie: Teilgebiet & Lehrfach der Medizin, die Lehre von den organischen Erkrankungen des zentralen, peripheren & vegetativen Nervensystems 
  1. Überschneidungen: auch klinische Psychologen sollten ein Grundlagenwissen zu Neuroanatomie & neurologischen Erkrankungen haben, da diese häufig psy.e Symptome aufweisen → Wichtig u.U. für die Differentialdiagnostik 
  • Medizinische Psycho: befasst sich mit dem Erleben & Verhalten des gesunden & kranken Menschen, mit der Arzt-Patienten-Beziehung, ärztlicher Haltung, ethischen Aspekten ärztlichen Handelns sowie mit der Anwendung psychologischer Kenntnisse in der Krankenbehandlung → Fach der Medizin

Klinische Psychologie I

Nenne Beispiele für Überlappungsbereiche der Klinischen Psycho mit medizinischen Fachdisziplinen

Nenne Beispiele für Überlappungsbereiche der Klinischen Psycho mit medizinischen Fachdisziplinen:

  • Kinder- & Jugendpsychiatrie: Therapie extrem übergewichtiger Patienten mit einer Fettsucht 
  • Psychiatrie: Rezidivprophylaxe bei Patienten mit einer Schizophrenie 
  • Neurologie: Rehabilitation ausgefallener Wahrnehmungsfunktionen & motorischer Funktionen nach einem Schlaganfall 
  • Innere Medizin: Reduktion von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht & Bewegungsmangel bei koronaren Herzerkrankungen 
  • Orthopädie: Schmerztherapie bei chronischen Erkrankungen des muskuloskelettären Systems

Klinische Psychologie I

Diagnostik & Klassifikation

Diagnostik & Klassifikation:

  • Diagnostische Identifikation
  1. beschreibt die Zuordnung bzw. Prozess der Zuordnung bestimmter Merkmale oder Individuen zu diagnostischen Klassen bzw. Kategorien eines bestehenden Klassifikationssytsems 
  • Zentrale Aktivität der klinischen Psycho
  1. Systeme für psy. Störungen, Personen, Situationen, Reaktionen, diagnostische Instrumente, therapeutische Verfahren, Folgen therapeutischer Eingriffe 
  2. Klassenbegriffe = wesentliche Elemente der Sprache der klinischen Psycho 
  3. Sicht der Wissenschaftstheorien: Klassifikation = Strategie wissenschaftlicher Begriffsbildung, welche zu einem Klassifikationssystem führt 
  • Warum Diagnostik & Klassifikation?
  1. Die klare & einheitliche Definition jeder Störung hilft bei der Diagnosestellung
  2. Einheitliche Definition hilft bei der Versorgung von Patienten 
  3. Kommunikation zw. Ärzten, Therapeuten & allen anderen Beteiligten wird erleichtert
  • Alle psy. Störungen werden beschrieben & klassifiziert durch:
  1. Diagnostischen & Statistischen Manual Psy. Störungen (DSM) der APA 
  2. & der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO

Klinische Psychologie I

Begriffserklärung: Who is who:

Nenne Berufsbezeichnungen die mit psy. Störungen zusammenhängen, Nenne den Unterschied zwischen Psychotherapeuten & Psychiatern und den Unterschied zwischen Psychotherapeuten & Heilpraktikern



Berufsbezeichnungen die mit psy. Störungen zsmhängen:

  • Klinische Psychologen
  • Psychologische Psychotherapeuten
  • Kinder- & Jugendpsychotherapeuten
  • Psychiater
  • Psychopathologen 
  • Sozialarbeiter
  • Heilpraktiker für Psychotherapie

Unterschied zw. Psychotherapeuten & Psychiatern:

  • Klinische Psychologen: Psychologen mit Schwerpunkt klinische Psycho, psychologischen Interventionsmethoden & Psychodiagnostik → Abschluss nach 5jährigem Fachstudium (M. Sc.)
  • Psychologische Psychotherapeuten: Klinische Psychologen mit einer mind. 3 jährigen staatlich geregelten Zusatzausbildung. Intensive praktische Tätigkeiten in Klinik & ambulanten Versorgung, eigenständige Behandlung unter Anleitung sowie einer staatlichen Prüfung (Approbation)
  • Kinder- & Jugendpsychotherapeuten: auf Behandlung von Störungen im Kindes- & Jugendalter spezialisierte Klinische Psychologen mit 3 jähriger Zusatzausbildung in Psychotherapie des Kindes- & Jugendalters
  • Psychiater: sind Mediziner mit einer 5 jährigen Facharztausbildung im Fach Psychiatrie & Psychotherapie. spezialisiert auf Diagnose & medizinische Behandlung psy. Störungen. Befähigt dazu, psychoaktive Substanzen (Psychopharmaka) zu verordnen. auch befähigt für: apparative oder elektophysiologische Verfahren
  • Psychopathologen: Forscher, die sich mit den Ursachen, der Diagnostik & der Behandlung psy. Störungen befassen → aus verschiedenen Disziplinen: Biologie, Psycho, Chemie, Pharmakologie & Medizin

Was ist der Unterschied zw. Psychotherapeuten & Heilpraktiker?

  • Heilpraktiker für Pschotherapie: 1. Ausbildung; 2. anders als Psychologische oder ärztliche Psychotherapeuten keine Kassenabrechnung möglich → nur Privatpatienten

Klinische Psychologie I

Was sind psychische Störungen?

Was sind psychische Störungen?

  • Psy. Störungen sind ein klinisch bedeutsames Verhaltens- oder psy. Syndrom oder Muster, mit: 
  1. momentanem Leiden 
  2. Beeinträchtigung 
  3. stark erhöhtem Risiko zu sterben 
  4. erhöhtem Risiko Schmerz, Beeinträchtigung oder tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleiden 
  5. Verhaltensmäßig, psy. oder biologische Funktionsstörung
  • Zu den psy. Störungen zählen nicht:
  1. Normabweichendes Verhalten politischer, sexueller oder religiöser Art 
  2. Verhalten mit bestimmten Syndromen, das jedoch einen Auslöser hat, der dieses Verhalten/Erleben rechtfertigt (sogenannte Ausschlusskriterien) 
  3. Auffälliges Verhalten, das bestimmten Syndromen der Klassifikationssysteme entspricht, mit dem aber kein Leiden verbunden ist

Klinische Psychologie I

Grundbegriffe der klinischen Psychologie: Was ist Ätiologie, Pathogenese, Prädisposition/Disposition, Auslösende & aufrechterhaltende Faktoren, Salutogense?

Grundbegriffe der klinischen Psychologie:

  • Ätiologie: Lehre von den Ursachen der Krankheiten bzw. den Ursachen psy. Störungen im Allgemeinen & einzelner Störungssyndrome im Besonderen
  • Pathogenese: Krankheitsentstehung bzw. -entwicklung
  • Prädisposition/Disposition → Fachausdruck für die genetisch bedingte Veranlagung oder Empfänglichkeit (Vulnerabilität) für bestimmte Störungen.   
  • Auslösende & aufrechterhaltende Faktoren: Auslösende Faktoren → erstmaliges Auftreten einer psy. Störung; aufrechterhaltende Faktoren veranlassen können, dass eine psy. Störung bestehen bleibt & nicht wieder abklingt 
  1. So können beispielsweise spezifische biologische Konstellationen auslösende Faktoren sein (z. B. Hyperventilation resultiert in Panikzuständen), während psy. Folgeerscheinungen aufrechterhaltende Faktoren sind (z. B. Erwartungsangst trägt zur Chronifizierung der Panikstörung bei) 
  • Salutogenese =noch vergleichsweise neuer Begriff, der die Faktoren der Entstehung & Aufrechterhaltung von Gesundheit umfasst, insb. nach bzw. trotz Schädigungen oder Stresseinwirkung

Klinische Psychologie I

Nenne die Merkmale von psychischen Störungen

Nenne die Merkmale von psychischen Störungen:

  • statistische Seltenheit
  • Verletzen von sozialen Normen
  • psy. Leid/Leidensdruck
  • unangemessenes Verhalten
  • Beeinträchtigte Lebensführung
  • Zsmgenommen liefern sie nützlichen Rahmen als Ausgangspunkt als Definition gestörten Erlebens & Verhaltens 
  • aber: keine der genannten Aspekte führt alleine zu einer zufriedenstellenden Definition; diese Kriterien können sich im Laufe der Zeit ändern

Klinische Psychologie I

Nenne die Themen der klinischen Psychologie

Nenne die Themen der klinischen Psychologie

  • Epidemiologie
  • Ätiologie
  • Diagnostik & Klassifikation
  • Behandlung
  • Prävention
  • Rehabilitation
  • Forschung

Klinische Psychologie I

Beschreibe den Einfluss verschiedener Disziplinen

Beschreibe den Einfluss verschiedener Disziplinen

  • Sozialpsycho: Kommunikationsmuster, Einstellungsänderungen (ElaborationLikelihood-Modell), Reattribuierungsprozesse, soziale Kompetenztrainings 
  • Entwicklungspsycho: Fundierte Kenntnisse notwendig, um pathologisches von nicht-pathologischem Verhalten zu unterscheiden (z. B. Alter bei Enuresis) 
  • Neuropsycho: Zsmhang zw. Gehirn & Erleben & Verhalten (Struktur & Funktion). Diagnostik & Behandlung von Patienten mit Erkrankungen, Verletzungen oder Schädigung des Gehirns. Wichtiger Ausgangspunkt bei der Suche nach spezifischen neuronalen Störungen von Patienten mit einer psy. Störung 
  • Psychopharmakologie: Antipsychotika bei Wahn & Halluzinationen (Blockade von Dopaminrezeptoren), Antidepressiva, Phasenprohylaktika, Antimanika bei affektiven Störungen, Anxiolytika, Sedativa & Hypnotika bei Angststörungen, Nootropika (Antidementiva), Methylphenidat bei ADHS, Anti-Craving-Mittel bei Substanzmissbrauch, Entgiftungsmittel bei Alkoholentzug, Neuroleptika bei Schizophrenie

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