VL PTV3 at Medical School Hamburg | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Die Wellen der Verhaltenstherapie

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Die Wellen der Verhaltenstherapie


1. die behaviorale Phase (Verhalten) - Pawlow (klassische Konditionierung) und Skinner (operante Konditionierung)

2. die kognitiv-behaviorale Phase (Gedanken) - Beck und Ellis

3. die »dritte Welle«, welche durch eine zunehmende Berücksichtigung von Achtsamkeit und Akzeptanz charakterisiert ist (Emotionen?) - Young (Schematherapie) und Linehan (DBT)

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Was- und Wie Fertigkeiten der Achtsamkeit

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Was- und Wie Fertigkeiten der Achtsamkeit


Was Fertigkeiten (Was man machen soll):

- Wahrnehmen

- Beschreiben

- Teilnehmen 


Wie Fertigkeiten (Wie man die Übung ausführen soll): 

- nicht wertend 

- konzentriert 

- wirkungsvoll


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TESTE DEIN WISSEN
Metakognitiver Zugang der VT


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Metakognitiver Zugang der VT


- Begünstigung von Depressionen durch strukturelle Prozesse (wie man denkt und nicht was man denkt ist entscheidend): 


- Kontrafaktisches Denken: Beschäftigung mit Vorstellungen, wie die Dinge sein könnten, wenn man sich               anders verhalten hätte (= Reiten toter Pferde) 

- Retrograde Logik: Selbstvorwürfe für Verhalten nachdem die Konsequenzen klar sind

- Grübeln trotz fehlender Antworten 

- Sorgen in Form von Gedankenketten über unwahrscheinliche Ereignisse

- Bedrohungsmonitoring: Monitoren von aversiven Reizen auch außerhalb ihrer tatsächlichen Relevanz (Feststellung von Müdigkeit am Morgen und Deutung als fehlende Energie)

- Vermeidung von korrektiven Erfahrungen (aktiv/passiv)


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Definition Achtsamkeit nach Kabat Zinn (1994)

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Definition Achtsamkeit nach Kabat Zinn (1994)


- Aufmerksamkeitslenkung, die durch den folgenden Aspekt gekennzeichnet ist: „present moment, on purpose (beabsichtigt) and non-

judgemental (nicht wertend)“:


  • 1. Aufmerksamkeitslenkung auf den aktuellen Moment und die aktuelle Bewusstseinslage (Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen)
  • 2. Auf das Hier und Jetzt bezogen, auch bei Abschweifungen (Im Alltag häufig Autopilotenmodus)
  • 3. Nicht wertend (weise und gelassen)


--> kein Automatismus, sondern bewusstes entscheiden 

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Allgemeine Wirkfaktoren der Achtsamkeit und Herausforderung der Achtsamkeit


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Allgemeine Wirkfaktoren der Achtsamkeit


1. Schulung der Aufmerksamkeit: Konzentration auf das Hier-undJetzt und Lösen dysfunktionalen Grübelns


2. Steigerung des Kontakts mit dem Hier-und-Jetzt: „Wahrnehmung und Bewusstmachtung des Reichtums jedes Augenblicks“


3. Veränderung des mentalen Modus: Vom Handeln zum Sein


4. Disidentification: Gedanken als mentale Ereignisse erkennen; Identifikation mit Gedanken/Sprache abbauen

--> Gedanken nicht gleich Realität, sondern mentale Ereignisse 


5. Frühzeitiges Erkennen von Aufschaukelungsprozessen


Herausforderung der Achtsamkeit 

- Achtsamkeit kann nicht forciert gelernt werden, sondern wird am besten durch das Erfahren von Achtsamkeit erlernt!

- Diametral zum Kern der KVT: Kann eine achtsame Haltung überhaupt gemessen werden, oder ist das Denken und Reflektieren über die Achtsamkeit nicht mehr die Achtsamkeit selbst und damit kein Abbild der Achtsamkeit per se? Kann man „Achtsamkeit“ abstufen?


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Mindfluness based relapse prevention

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Mindfluness based relapse prevention


Abhängiges Verhalten:

1. Fixierung auf antizipiertes zukünftiges Erleben 

--> zB beschäftigt sich Tabakabhängiger wenn nur noch zwei Zigaretten übrig sind damit, wann er wo seine nächste Schachtel herbekommt


2. Ablehnung des Hier-und-Jetzt-Erlebens

--> man distanziert sich zb mit Alkohol vom Hier und Jetzt, aufgrund von Angst des Hier und Jetzt

--> Angst vor Hier und Jetzt führt zur Vermeidung des Hier und Jetzt durch Alkohol/Tabak etc. 


Informationsverarbeitungsmodell zum Rückfallgeschehen:

- abhängiges Verhalten ist weitgehend automatisiert 

- Verlangen wird erst dann bewusst, wenn ein automatisierter Impuls zum Drogen- oder Alkoholkonsum von einem bewussten Abstinenzwunsch gehemmt wird

- Substanzbezogene Gedächtnisnetzwerke


Rationale:

- Urge Surfing: 

• innere Abläufe (z.B. Craving) nicht bezwingen, sondern erleben (auch ihre spontane Veränderlichkeit)

--> weder darauf reagieren, noch gegen ankämpfen

• dem Drang nicht nachgeben führt zu: 1) Schwächung der Suchtkonditionierung, 2) Stärkung von Akzeptanz und Selbstwirksamkeitserwartung


- langfristiger Nutzen von Achtsamkeit:

--> automatisierte Abläufe (die zu Lapse / Relapse führen) möglichst frühzeitig bewusst wahrnehmen und aus ihnen auszusteigen zu können


- wichtig: Druck als Therapeut nicht erhöhen zb durch "jetzt müssen sie wieder achtsam sein"

--> wenn Druck steigt, dann will man Hier und Jetzt wieder stärker verdrängen und wieder konsumieren 

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Schematherapie - Werte und Entwicklungsquadrat

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Schematherapie - Werte und Entwicklungsquadrat


Das Diathese-Stress-Modell: 


- Vulnerabilität durch besondere dispositionelle Verletzbarkeiten (Diathese = Einfluss durch Interaktion mit Erbeinflüssen oder (epi-)genetischen Phänomenen)

- Psychosoziale Risikofaktoren 

- Krisen

- Kompetenzen


Merke:

- suchen Sie nach den Entwicklungsmöglichkeiten, die hinter den vordergründigen Wünschen der Patienten stehen zB:

  • Wunsch nach Bindung: Aushalten von Allein-Sein, Wagen von Autonomie
  • Wunsch nach kognitiven Modellen: Einlassen auf Emotionen und Bauchgefühl
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Was ist ein Schema? Triggern von Schemata?


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Was ist ein Schema?


- Es ist ein weitgestecktes, umfassendes Muster oder Thema, das aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen besteht

- das sich auf den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen bezieht

- das in der Kinderheit oder Adoleszenz entstanden ist (schädigende Kindheitserlebnisse)

- das im weiteren Verlauf des Lebens stärker ausgeprägt wurde

- das stark dysfunktional ist (Pers.-St.)


--> Wichtig: Verhalten ist Ausdruck des Schemas aber nicht das Schema selbst!


--> Problem: Patienten streben auch in der Therapie nach „Mehr desselben“ im Sinne eines Konsistenzerlebens!

--> immer mehr davon, wie es zum Schema passt (dieses möchte man aber eigentlich verändern)


Schema werden im Alltag getriggert:

- durch ein vorbewusstes Wiedererkennen strukturähnlicher Situationen wirken die Schemata als Wahrnehmungslenkende Attraktoren, bzw. „Trigger“ und unbewusste Verhaltensschablone (Isomorphismus (Übereinstimmung) zwischen aktuellen Reizen und abgespeicherten Mustern)

- Vgl. Komplex nach C.G.Jung: „lebhaft emotional betontes Bild von innerer Entschlossenheit; jedes vergleichbare Erlebnis wird in der Folge im Sinne des Komplexes gedeutet und verstärkt den Komplex“

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Schematherapie - Grundzüge 2

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Schematherapie - Grundzüge 2


Frühe Erlebnisse, die zu einer Entwicklung von Schemata beitragen:

- Schädigende Nichterfüllung von Bedürfnissen (Emotionale Entbehrung/Verlassenheit)

- Traumatisierung / Viktimisierung (Misstrauen, Scham, Anfälligkeit für Krankheit)

- Zuviel des Guten (Abhängigkeit/ Inkompetenz, überhöhte Standards/ Grandiosität)

- Selektive Internalisierung oder Identifizierung mit Bezugspersonen


Im Vordergrund steht die Frustration von Grundbedürfnissen:

- sichere Bindung zu anderen Menschen (Sicherheit, Stabilität, nährende Zuwendung und Akzeptanz)

- Autonomie, Orientierung und Kontrolle 

- Selbstwerterhöhung (auch nonverbal) 

- Spontaneität und Spiel

- Konsistenzstreben

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Stuhldialog + kindliche Anteile zulassen - Herausforderungen

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Stuhldialog - Herausforderungen


- nehmen sie den Patienten ihre Sorge durch ein zügiges Einstiegen in die Übung

- im Scham können sich Kritiker verstecken 

--> diese versuchen zu identifizieren, zu bennen und zu berücksichtigen 

- Nicht-Einlassen kann bewusste oder unbewusste Vermeidungsstrategie darstellen 

- ggfs. ist es aber auch noch nicht die richtige Zeit für solche Übung


Kindliche Anteile zulassen - Herausforderungen 


- in der Regel finden sich aktive negative Emotionen (Wut etc.) und passive Emotionen (Trauer etc.)

- beides für Therapie relevant

- dahinter können sich Grundbedüfnisse verbergen

- ein Auseinandersetzen mit den unterschiedlichen Kind Anteilen kann hier Klarheit bringen


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Kritiker entmachten + Außenperspektive - Herausforderungen

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Kritiker entmachten - Herausforderungen


- P. haben oft Sorge die Begrenzung/Entmachtung zu formulieren

- T. kann da unterstützen und bereits beelternd aktiv werden

- es sollte Distanz zu Kritikern hergestellt werden

- häufig schleichen sich Kritiker heimlich wieder in Therapiesituation ein

- Differenzieren: Kritiker  versus gesund-erwachsene Kritik

- Vorsicht vor Entmachtung von realen Eltern!


Außenperspektive - Herausforderung:


a) Perspektivwechsel: Wutfähigkeit durch Außenperspektive

b) Extensionstechnik: Hilfsperson werden dazu gebeten

c) Substitutionstechnik: Patienten sehen ihr eigenes Kind in der Kind Rolle

d) Therapeutenmodell: T. greifen aktiver ein durch Mitteilen der eigenen Emotionen, soufflieren oder stellvertretendes Handeln

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TESTE DEIN WISSEN

Hintergrund der Dritten Welle

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Hintergrund der Dritten Welle


- Therapeutischer Wunsch nach weniger mechanistischer und reduktionistischer Arbeitsweise

- Vergleichbare Wirksamkeit zwischen verschiedenen Therapieschulen, wenn man für methodische Unzulänglichkeiten kontrolliert

- Sinnvolle Konzepte und Herangehensweisen in anderen Therapieschulen

- Eingeschränkte Messbarkeit von komplexeren psychischen Konstrukten (th. Beziehung, Bindungswunsch, Selbstaufmerksamkeit, Emotionen, etc.)

- individualisierte vs. standardisierte Therapierationalen

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Beispielhafte Karteikarten für deinen VL PTV3 Kurs an der Medical School Hamburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Die Wellen der Verhaltenstherapie

A:

Die Wellen der Verhaltenstherapie


1. die behaviorale Phase (Verhalten) - Pawlow (klassische Konditionierung) und Skinner (operante Konditionierung)

2. die kognitiv-behaviorale Phase (Gedanken) - Beck und Ellis

3. die »dritte Welle«, welche durch eine zunehmende Berücksichtigung von Achtsamkeit und Akzeptanz charakterisiert ist (Emotionen?) - Young (Schematherapie) und Linehan (DBT)

Q:

Was- und Wie Fertigkeiten der Achtsamkeit

A:

Was- und Wie Fertigkeiten der Achtsamkeit


Was Fertigkeiten (Was man machen soll):

- Wahrnehmen

- Beschreiben

- Teilnehmen 


Wie Fertigkeiten (Wie man die Übung ausführen soll): 

- nicht wertend 

- konzentriert 

- wirkungsvoll


Q:
Metakognitiver Zugang der VT


A:

Metakognitiver Zugang der VT


- Begünstigung von Depressionen durch strukturelle Prozesse (wie man denkt und nicht was man denkt ist entscheidend): 


- Kontrafaktisches Denken: Beschäftigung mit Vorstellungen, wie die Dinge sein könnten, wenn man sich               anders verhalten hätte (= Reiten toter Pferde) 

- Retrograde Logik: Selbstvorwürfe für Verhalten nachdem die Konsequenzen klar sind

- Grübeln trotz fehlender Antworten 

- Sorgen in Form von Gedankenketten über unwahrscheinliche Ereignisse

- Bedrohungsmonitoring: Monitoren von aversiven Reizen auch außerhalb ihrer tatsächlichen Relevanz (Feststellung von Müdigkeit am Morgen und Deutung als fehlende Energie)

- Vermeidung von korrektiven Erfahrungen (aktiv/passiv)


Q:

Definition Achtsamkeit nach Kabat Zinn (1994)

A:

Definition Achtsamkeit nach Kabat Zinn (1994)


- Aufmerksamkeitslenkung, die durch den folgenden Aspekt gekennzeichnet ist: „present moment, on purpose (beabsichtigt) and non-

judgemental (nicht wertend)“:


  • 1. Aufmerksamkeitslenkung auf den aktuellen Moment und die aktuelle Bewusstseinslage (Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen)
  • 2. Auf das Hier und Jetzt bezogen, auch bei Abschweifungen (Im Alltag häufig Autopilotenmodus)
  • 3. Nicht wertend (weise und gelassen)


--> kein Automatismus, sondern bewusstes entscheiden 

Q:
Allgemeine Wirkfaktoren der Achtsamkeit und Herausforderung der Achtsamkeit


A:

Allgemeine Wirkfaktoren der Achtsamkeit


1. Schulung der Aufmerksamkeit: Konzentration auf das Hier-undJetzt und Lösen dysfunktionalen Grübelns


2. Steigerung des Kontakts mit dem Hier-und-Jetzt: „Wahrnehmung und Bewusstmachtung des Reichtums jedes Augenblicks“


3. Veränderung des mentalen Modus: Vom Handeln zum Sein


4. Disidentification: Gedanken als mentale Ereignisse erkennen; Identifikation mit Gedanken/Sprache abbauen

--> Gedanken nicht gleich Realität, sondern mentale Ereignisse 


5. Frühzeitiges Erkennen von Aufschaukelungsprozessen


Herausforderung der Achtsamkeit 

- Achtsamkeit kann nicht forciert gelernt werden, sondern wird am besten durch das Erfahren von Achtsamkeit erlernt!

- Diametral zum Kern der KVT: Kann eine achtsame Haltung überhaupt gemessen werden, oder ist das Denken und Reflektieren über die Achtsamkeit nicht mehr die Achtsamkeit selbst und damit kein Abbild der Achtsamkeit per se? Kann man „Achtsamkeit“ abstufen?


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Q:

Mindfluness based relapse prevention

A:

Mindfluness based relapse prevention


Abhängiges Verhalten:

1. Fixierung auf antizipiertes zukünftiges Erleben 

--> zB beschäftigt sich Tabakabhängiger wenn nur noch zwei Zigaretten übrig sind damit, wann er wo seine nächste Schachtel herbekommt


2. Ablehnung des Hier-und-Jetzt-Erlebens

--> man distanziert sich zb mit Alkohol vom Hier und Jetzt, aufgrund von Angst des Hier und Jetzt

--> Angst vor Hier und Jetzt führt zur Vermeidung des Hier und Jetzt durch Alkohol/Tabak etc. 


Informationsverarbeitungsmodell zum Rückfallgeschehen:

- abhängiges Verhalten ist weitgehend automatisiert 

- Verlangen wird erst dann bewusst, wenn ein automatisierter Impuls zum Drogen- oder Alkoholkonsum von einem bewussten Abstinenzwunsch gehemmt wird

- Substanzbezogene Gedächtnisnetzwerke


Rationale:

- Urge Surfing: 

• innere Abläufe (z.B. Craving) nicht bezwingen, sondern erleben (auch ihre spontane Veränderlichkeit)

--> weder darauf reagieren, noch gegen ankämpfen

• dem Drang nicht nachgeben führt zu: 1) Schwächung der Suchtkonditionierung, 2) Stärkung von Akzeptanz und Selbstwirksamkeitserwartung


- langfristiger Nutzen von Achtsamkeit:

--> automatisierte Abläufe (die zu Lapse / Relapse führen) möglichst frühzeitig bewusst wahrnehmen und aus ihnen auszusteigen zu können


- wichtig: Druck als Therapeut nicht erhöhen zb durch "jetzt müssen sie wieder achtsam sein"

--> wenn Druck steigt, dann will man Hier und Jetzt wieder stärker verdrängen und wieder konsumieren 

Q:

Schematherapie - Werte und Entwicklungsquadrat

A:

Schematherapie - Werte und Entwicklungsquadrat


Das Diathese-Stress-Modell: 


- Vulnerabilität durch besondere dispositionelle Verletzbarkeiten (Diathese = Einfluss durch Interaktion mit Erbeinflüssen oder (epi-)genetischen Phänomenen)

- Psychosoziale Risikofaktoren 

- Krisen

- Kompetenzen


Merke:

- suchen Sie nach den Entwicklungsmöglichkeiten, die hinter den vordergründigen Wünschen der Patienten stehen zB:

  • Wunsch nach Bindung: Aushalten von Allein-Sein, Wagen von Autonomie
  • Wunsch nach kognitiven Modellen: Einlassen auf Emotionen und Bauchgefühl
Q:
Was ist ein Schema? Triggern von Schemata?


A:

Was ist ein Schema?


- Es ist ein weitgestecktes, umfassendes Muster oder Thema, das aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen besteht

- das sich auf den Betreffenden selbst und seine Kontakte zu anderen Menschen bezieht

- das in der Kinderheit oder Adoleszenz entstanden ist (schädigende Kindheitserlebnisse)

- das im weiteren Verlauf des Lebens stärker ausgeprägt wurde

- das stark dysfunktional ist (Pers.-St.)


--> Wichtig: Verhalten ist Ausdruck des Schemas aber nicht das Schema selbst!


--> Problem: Patienten streben auch in der Therapie nach „Mehr desselben“ im Sinne eines Konsistenzerlebens!

--> immer mehr davon, wie es zum Schema passt (dieses möchte man aber eigentlich verändern)


Schema werden im Alltag getriggert:

- durch ein vorbewusstes Wiedererkennen strukturähnlicher Situationen wirken die Schemata als Wahrnehmungslenkende Attraktoren, bzw. „Trigger“ und unbewusste Verhaltensschablone (Isomorphismus (Übereinstimmung) zwischen aktuellen Reizen und abgespeicherten Mustern)

- Vgl. Komplex nach C.G.Jung: „lebhaft emotional betontes Bild von innerer Entschlossenheit; jedes vergleichbare Erlebnis wird in der Folge im Sinne des Komplexes gedeutet und verstärkt den Komplex“

Q:

Schematherapie - Grundzüge 2

A:

Schematherapie - Grundzüge 2


Frühe Erlebnisse, die zu einer Entwicklung von Schemata beitragen:

- Schädigende Nichterfüllung von Bedürfnissen (Emotionale Entbehrung/Verlassenheit)

- Traumatisierung / Viktimisierung (Misstrauen, Scham, Anfälligkeit für Krankheit)

- Zuviel des Guten (Abhängigkeit/ Inkompetenz, überhöhte Standards/ Grandiosität)

- Selektive Internalisierung oder Identifizierung mit Bezugspersonen


Im Vordergrund steht die Frustration von Grundbedürfnissen:

- sichere Bindung zu anderen Menschen (Sicherheit, Stabilität, nährende Zuwendung und Akzeptanz)

- Autonomie, Orientierung und Kontrolle 

- Selbstwerterhöhung (auch nonverbal) 

- Spontaneität und Spiel

- Konsistenzstreben

Q:

Stuhldialog + kindliche Anteile zulassen - Herausforderungen

A:

Stuhldialog - Herausforderungen


- nehmen sie den Patienten ihre Sorge durch ein zügiges Einstiegen in die Übung

- im Scham können sich Kritiker verstecken 

--> diese versuchen zu identifizieren, zu bennen und zu berücksichtigen 

- Nicht-Einlassen kann bewusste oder unbewusste Vermeidungsstrategie darstellen 

- ggfs. ist es aber auch noch nicht die richtige Zeit für solche Übung


Kindliche Anteile zulassen - Herausforderungen 


- in der Regel finden sich aktive negative Emotionen (Wut etc.) und passive Emotionen (Trauer etc.)

- beides für Therapie relevant

- dahinter können sich Grundbedüfnisse verbergen

- ein Auseinandersetzen mit den unterschiedlichen Kind Anteilen kann hier Klarheit bringen


Q:

Kritiker entmachten + Außenperspektive - Herausforderungen

A:

Kritiker entmachten - Herausforderungen


- P. haben oft Sorge die Begrenzung/Entmachtung zu formulieren

- T. kann da unterstützen und bereits beelternd aktiv werden

- es sollte Distanz zu Kritikern hergestellt werden

- häufig schleichen sich Kritiker heimlich wieder in Therapiesituation ein

- Differenzieren: Kritiker  versus gesund-erwachsene Kritik

- Vorsicht vor Entmachtung von realen Eltern!


Außenperspektive - Herausforderung:


a) Perspektivwechsel: Wutfähigkeit durch Außenperspektive

b) Extensionstechnik: Hilfsperson werden dazu gebeten

c) Substitutionstechnik: Patienten sehen ihr eigenes Kind in der Kind Rolle

d) Therapeutenmodell: T. greifen aktiver ein durch Mitteilen der eigenen Emotionen, soufflieren oder stellvertretendes Handeln

Q:

Hintergrund der Dritten Welle

A:

Hintergrund der Dritten Welle


- Therapeutischer Wunsch nach weniger mechanistischer und reduktionistischer Arbeitsweise

- Vergleichbare Wirksamkeit zwischen verschiedenen Therapieschulen, wenn man für methodische Unzulänglichkeiten kontrolliert

- Sinnvolle Konzepte und Herangehensweisen in anderen Therapieschulen

- Eingeschränkte Messbarkeit von komplexeren psychischen Konstrukten (th. Beziehung, Bindungswunsch, Selbstaufmerksamkeit, Emotionen, etc.)

- individualisierte vs. standardisierte Therapierationalen

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