VL A&O Diagnostik at Medical School Hamburg | Flashcards & Summaries

Select your language

Suggested languages for you:
Log In Start studying!

Lernmaterialien für VL A&O Diagnostik an der Medical School Hamburg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen VL A&O Diagnostik Kurs an der Medical School Hamburg zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was sind Ziele der A&O Diagnostik?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Ziele der A&O Diagnostik:


  • Vorbereitung von Entscheidungen sowie Prognosen und deren Evaluation
  • dient der Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Erlebens und Verhaltens beziehen
  • zielgerichtete Informationen über die psychischen Merkmale von einem (oder mehreren) Menschen gewinnen
  • Beantwortung diagnostischer Fragestellungen (z.B. Vorbereitung von Interventionsmaßnahmen und Entscheidungen)
  • Diagnostik zur Behandlung
  • zur Beratung
  • zur Bewertung von Gegebenheiten, Ereignissen und Prozessen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welche Arten von Diagnostik gibt es?


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Arten von Diagnostik:


​​​​​1. Institutionell:


- Selektionsdiagnostik (ausgewählte Diagnostik) von Personen im Sinne der Eignungsfeststellung


2. Individuell:


- Modifikationsdiagnostik (Veränderung) im Sinne der Modifikation von Verhalten oder Bedingungen 


3 Statusdiagnostik:


- einmalige Feststellung eines Ist Zustands 


4. Prozessdiagnostik:


- wiederholte Untersuchungen zur Erfassung von Veränderungen 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter Sozialer Validität und welches sind synonyme Begriffe? 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Soziale Validität:


- Aussagen darüber machen, wie die Testsituation (Auswahlsituation) beurteilt werden kann (Gibt es Pausen? Ist die Situation angenehm für den Bewerber?)

- Die soziale Validität ist vor allem die Validität der Auswahlsituation selbst – und wie sich zeigen wird, eine Frage der Ethik in Organisationen

- Perspektive des Bewerbers sehr bedeutsam 

- 4 Merkmale sind für eine angenehme Situation zu beachten:


  1. Information (zB über Aufgabenbereiche der Tätigkeit, über erfolgskritische Anforderungen, über die wichtigsten Organisationsmerkmale und –ziele)
  2. Partizipation/Kontrolle (Beteiligung an der Gestaltung der Auswahlsituation, Möglichkeit. Kontrolle über die Situation oder das eigne Verhalten auszuüben)
  3. Transparenz (des Bewertungsprozesses und der Bewertungskriterien etc.)
  4. Urteilskommunikation/Feedback (ehrliche Antworten bezogen auf die Erfolgswahrscheinlichkeit, formal verständlich, rücksichtsvoll, unterstützend)
          

- Eine derartige Auswahlsituation, in der sich der Bewerber in der Regel sehr positiv und der Arbeitsgeber in der Regel daran interessiert einen qualifizierten Bewerber einzustellen, lässt sich als „sozialer Kontrakt“ bezeichnen


- Synonyme:

  • a)Soziale Akzeptanz
    b)Prozedurale Gerechtigkeit
    c)Fairness (oft gleichbedeutend mit organisationaler Gerechtigkeit)   


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Tests in Lehre und Forschung


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Tests in Lehre und Forschung


​​​​​- Tests werden herangezogen, um Entscheidungen zu treffen (bspw. über den Karriereverlauf, die Feststellung psychischer Krankheiten etc.) 

- Tests haben ein großes Nutzungspotential, aber bei unsachgemäßer Nutzung auch ein erhebliches Schadenspotential!

- Ein Testschutz ist in verschiedenen Rahmenordnungen verankert sowie im Urheberrecht und im Wettbewerbsrecht 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welche Gütekriterien lassen sich unterscheiden?


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Objektivität:


- soll garantieren, dass die Ergebnisse unabhängig vom Testanwender sind 


1. Durchführungsobjektivität (zB durch Standardisierung der Testprozedur)

2. Auswertungsobjektivität (zB durch Schablonenauswertung)

3. Interpretationsobjektivität 


Reliabilität:


- Reliabilität = Zuverlässigkeit eines Tests

- ist ein Maß für die Genauigkeit, mit der der Test ein Merkmal misst 


Validität:


- Validität = Gültigkeit eines Tests 

​- kennzeichnet den Grad der Genauigkeit mit dem ein Test das misst, was er zu messen vorgibt 

- Ist ein Test valide, kann man aufgrund der Ergebnisse in einem Test darauf schließen, dass das Testverhalten einen möglichst eindeutigen Schluss auf das Verhalten des Befragten zulässt 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind Psychologische Tests? Was sind Beurteilungsmerkmale von Tests?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Definition Psychologische Tests:


- Psychologische Tests sind Instrumente, die der systematischen Beobachtung und Beschreibung 

von Erleben und Verhalten mit Hilfe von Skalen (numerische Beschreibung) oder Kategorien (klassifizierende Beschreibung) dienen 


Beurteilungsmerkmale von Tests:


1. Reliabilität

2. Validität

3. Objektivität 

4. nach den theoretischen Grundlagen

5. der Zumutbarkeit, der Transparenz und der Verfälschbarkeit

6. der Störanfälligkeit

7. der Normierung

8. der Bandbereite 

9. der Ökonomie

10. der Fairness

11. der (gesellschaftlichen) Akzeptanz

12. der Vergleichbarkeit (mit anderen Verfahren)

13. .der äußeren Testgestaltung  

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welche Erhebungsstrategien in der Diagnostik gibt es?


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Erhebungsstrategien in der Diagnostik:


- Einzel- und Gruppentests 

- Papier - Bleistift Verfahren und computerisierten Verfahren 

- Unterscheidung zwischen unimodaler und multimodaler Diagnostik

- Es kann aufgrund des Umfangs zu einer mehrstufigen Erhebung (vs. einstufige Erhebung) kommen, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen erfolgt 


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Reliabilitätsarten lassen sich unterscheiden? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Reliabilitätsarten:


1. Retest Reliabilität:


  • überprüft nach einem bestimmten Zeitintervall bei den gleichen Personen die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen der ersten und zweiten Testanwendung
  • wird als Korrelation zwischen erster und zweiter Messung ermittelt


2. Parallel Test Reliabilität:


  • Es werden zwei Varianten eines Test konstruiert
  • Es müssen also zwei äquivalente Tests konstruiert werden (gleiche MW und SA und hohe Korrelation), die man den Befragten zur Beantwortung vorlegen kann,die sich aber in der Formulierung der Items unterscheiden 
  • die Reliabilität kann man über die Übereinstimmung der beiden Messungen erfassen


3. Testhalbierung 


  • stellt eine „ökonomische“ Variante dar
  • der Test wird in zwei - äquivalente - Hälften geteilt 
  • Wichtig: die Korrelation als Maß der Genauigkeit basiert nur auf der Hälfte der Zahl der Items!


4. Konsistenzanalyse:


  • ist eine Verallgemeinerung der Halbierungsmethode
  • besteht darin, eine Testskala in so viele Teile zu zerlegen, wie es Items gibt 
  • Das heute gängigste Maß dieser Internen Konsistenz ist Cronbach´s Alpha 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Validitätsarten lassen sich unterscheiden? 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. face validity (Augenvalidität):


  • ist eigentlich kein „echtes“ Validitätskriterium
  • sehr eindrücklich, wenn jedem auf Anhieb klar wird, dass der Test oder das Verfahren sein Ziel erreict


2. content validity (Inhaltliche Gültigkeit oder Validität):


  • ​​​​​ist dann maximal realisiert, wenn der Test selbst das Kriterium des Merkmals --> wenn der Test das misst, was er messen soll


3. Kriteriumsvalidität:


  • ​​​​​definiert sich über die Korrelation des Testergebnisses mit einem Außenkriterium
  • Übereinstimmungsvalidität: Test & Kriterium werden fast gleichzeitig erhoben 
  • prädiktive Validität: Test & Kriterium werden zeitlich deutlich voneinander getrennt erhoben  
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wirkung der Geschlechtszugehörigkeit auf die Leistungen


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Metaanalyse Geschlechtszugehörigkeit - Bowen, Swim & Jacobs:


- Kernthema: ,,gender bias,, bezüglich der Beurteilung von Leistungen 

- zusätzliche Moderationen: 

  • geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Gruppen der Beurteiler und der Gruppen der Beurteilten
  • Ausmaß der Stereotypikalität der Berufe (typische Männer-/Frauenberufe)
  • Ausmaß an Trainingserfahrung
  • Ausmaß an Informationen über Leistungen eines Beurteilten 
  • Beurteilung durch Beobachter oder in Form von Selbstbericht 


- Die Untersuchung berücksichtigt ausschließl. Studien, in denen die Leistungen von Personen in real-existierenden Organisationen erhoben werden --> Feldstudie 

- Problem: größere Realitätsnähe von Feldstudien gehen mit Problemen bei der Dateninterpretation einher 


Ergebnis:

​​​​​

- Für die Unterscheidung der Berufe nach ihrer Stereotypikalität ergaben sich keine signifikanten Unterschiede

- Ein deutlicher Geschlechtseffekt in Richtung einer positiveren Beurteilung männlicher Personen ergab sich dann, wenn sämtliche Beurteiler männlich waren

- bei einer größeren Trainingserfahrung und besserer Information über die Beurteilten ergaben sich keine geschlechtsspezifische Bevorzugungen

- wohl aber, wenn die Trainingserfahrung nur gering und die Information über die Beurteilten mittel-mäßig ausgeprägt war


- Einen unerwartet deutlichen Effekt erzielten die Besonderheiten der Messverfahren 

- Sowohl die Zahl der Items (n>10) als auch die stärker als stereotyp "feminin" eingestuften Beurteilungsdimensionen führten zu eindeutigen Bevorzugungen der weiblichen Beurteilten

- Männer bzw. Frauen, deren Arbeitsleistung auf Verfahren eingeschätzt wurden, die als stereotyp maskulin oder als stereotyp feminin eingeschätzt wurden, erhielten auf den jeweils stereotypen Skalen auch die höheren Leistungswerte zugesprochen 


--> Die Produktion von Stereotypen und Vorurteile vor dem Beginn des eigentlichen Beurteilungsverfahrens, allein durch die Auswahl eines bestimmten Messverfahrens, sollte nicht nur nachdenklich stimmen, sondern Anlass für eine Replikation dieser Meta-analyse sein! 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Die Wirkung der Hautfarbe und der ethnischen Zugehörigkeit  

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Die Meta-Analyse von Kraiger & Ford (1985):


- untersucht die Auswirkungen der ethnischen Zugehörigkeit von Ratern auf die Beurteilung von Leistungen

- bezieht  dabei die folgenden fünf Moderatoren, die als mögliche Einflussgrößen des Urteilsprozesses unterschieden werden sollten, mit ein:

  1. Erhebungssituation (Labor vs. Feld)
  2. Teilnahme (oder Nicht-Teilnahme) an entsprechenden Trainingskursen
  3. anteilsmäßigen Zusammensetzung der Arbeitsgruppe durch Mitglieder der Majorität bzw. Minorität
  4. Spezifizität (vs. Generalität) der Beurteilungsskala
  5. Zweck oder der Anlass der Untersuchung


Ergebnisse:


- Die Korrelation zwischen der ethnischen Zugehörigkeit und der Leistung betrug ρ=.18, d.h. es gab einen deutlichen Hinweis auf die bessere Leistungsbewertung der „Weißen“ durch „weiße“ Beurteiler

- mit einem ρ von .22 zeigte sich analog eine bessere Beurteilung der „Schwarzen“ durch „schwarze“ Beurteiler

- Unter "Feldbedingungen" sind die Effektgrößen signifikant größer sind als im Labor 


--> Effekte der ethnischen Zugehörigkeit der Beurteiler auf die Beurteilung der Arbeitsleistung können also als nachgewiesen gelten 


Die Meta-analyse von Ford, Kraiger und Schechtman (1986) 


- Untersucht die Wirkung der Unterscheidung zw. objektiven und subjektiven Leistungskriterien


Ergebnisse: 

- „Weiße“ werden in Leistungen besser beurteilt

- Dieser Zusammenhang fällt für subjektive Beurteilungen sign. stärker aus 


Die Meta-Analyse von Roth, Huffcutt & Bobko (2003)


- Bestätigt einerseits die Ergebnisse der besseren Leistungsbeurteilung von Weißen 

- Andererseits ließen sich im Gegensatz zu den bisherigen Ergebnissen die Unterschiede zwischen den subjektiven und objektiven Leistungskriterien nicht in der Weise replizieren, dass die subjektiven Beurteilungen vorteilhafter für die Weißen ausfiel als die objektiven Beurteilungen sondern:


--> es zeigten sich deutliche Abhängigkeiten von der Art der subjektiven bzw. objektiven Messungen 


- Die in dieser Studie erhobenen Daten eines Vergleichs der Leistungsbeurteilungen von Weißen und Personen spanischer Abstammung (!) zeigten deutlich geringere Einflüsse der ethnischen Herkunft auf die Leistungsbeurteilung 

- Heißt aber immer noch: es gibt deutliche Einflüsse der ethnischen Herkunft 


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wirkung von Partizipation auf die Leistung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Wirkung von Partizipation auf die Leistung


- "Partizipation am Bewertungsprozess steht in einem direkten Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Akzeptanz des Leistungsbewertungssystems"

  • Partizipation führt zu höherer Zufriedenheit der MA und einer Akzeptanz des Leistungsbewertungssystems (MA fühlen sich fair behandelt)
  • Wenn MA zufrieden, dann können die MA auch bessere Leistungen erbringen
Lösung ausblenden
  • 162755 Karteikarten
  • 1727 Studierende
  • 111 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen VL A&O Diagnostik Kurs an der Medical School Hamburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was sind Ziele der A&O Diagnostik?

A:

Ziele der A&O Diagnostik:


  • Vorbereitung von Entscheidungen sowie Prognosen und deren Evaluation
  • dient der Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Erlebens und Verhaltens beziehen
  • zielgerichtete Informationen über die psychischen Merkmale von einem (oder mehreren) Menschen gewinnen
  • Beantwortung diagnostischer Fragestellungen (z.B. Vorbereitung von Interventionsmaßnahmen und Entscheidungen)
  • Diagnostik zur Behandlung
  • zur Beratung
  • zur Bewertung von Gegebenheiten, Ereignissen und Prozessen
Q:
Welche Arten von Diagnostik gibt es?


A:

Arten von Diagnostik:


​​​​​1. Institutionell:


- Selektionsdiagnostik (ausgewählte Diagnostik) von Personen im Sinne der Eignungsfeststellung


2. Individuell:


- Modifikationsdiagnostik (Veränderung) im Sinne der Modifikation von Verhalten oder Bedingungen 


3 Statusdiagnostik:


- einmalige Feststellung eines Ist Zustands 


4. Prozessdiagnostik:


- wiederholte Untersuchungen zur Erfassung von Veränderungen 

Q:

Was versteht man unter Sozialer Validität und welches sind synonyme Begriffe? 


A:

Soziale Validität:


- Aussagen darüber machen, wie die Testsituation (Auswahlsituation) beurteilt werden kann (Gibt es Pausen? Ist die Situation angenehm für den Bewerber?)

- Die soziale Validität ist vor allem die Validität der Auswahlsituation selbst – und wie sich zeigen wird, eine Frage der Ethik in Organisationen

- Perspektive des Bewerbers sehr bedeutsam 

- 4 Merkmale sind für eine angenehme Situation zu beachten:


  1. Information (zB über Aufgabenbereiche der Tätigkeit, über erfolgskritische Anforderungen, über die wichtigsten Organisationsmerkmale und –ziele)
  2. Partizipation/Kontrolle (Beteiligung an der Gestaltung der Auswahlsituation, Möglichkeit. Kontrolle über die Situation oder das eigne Verhalten auszuüben)
  3. Transparenz (des Bewertungsprozesses und der Bewertungskriterien etc.)
  4. Urteilskommunikation/Feedback (ehrliche Antworten bezogen auf die Erfolgswahrscheinlichkeit, formal verständlich, rücksichtsvoll, unterstützend)
          

- Eine derartige Auswahlsituation, in der sich der Bewerber in der Regel sehr positiv und der Arbeitsgeber in der Regel daran interessiert einen qualifizierten Bewerber einzustellen, lässt sich als „sozialer Kontrakt“ bezeichnen


- Synonyme:

  • a)Soziale Akzeptanz
    b)Prozedurale Gerechtigkeit
    c)Fairness (oft gleichbedeutend mit organisationaler Gerechtigkeit)   


Q:
Tests in Lehre und Forschung


A:

Tests in Lehre und Forschung


​​​​​- Tests werden herangezogen, um Entscheidungen zu treffen (bspw. über den Karriereverlauf, die Feststellung psychischer Krankheiten etc.) 

- Tests haben ein großes Nutzungspotential, aber bei unsachgemäßer Nutzung auch ein erhebliches Schadenspotential!

- Ein Testschutz ist in verschiedenen Rahmenordnungen verankert sowie im Urheberrecht und im Wettbewerbsrecht 

Q:
Welche Gütekriterien lassen sich unterscheiden?


A:

Objektivität:


- soll garantieren, dass die Ergebnisse unabhängig vom Testanwender sind 


1. Durchführungsobjektivität (zB durch Standardisierung der Testprozedur)

2. Auswertungsobjektivität (zB durch Schablonenauswertung)

3. Interpretationsobjektivität 


Reliabilität:


- Reliabilität = Zuverlässigkeit eines Tests

- ist ein Maß für die Genauigkeit, mit der der Test ein Merkmal misst 


Validität:


- Validität = Gültigkeit eines Tests 

​- kennzeichnet den Grad der Genauigkeit mit dem ein Test das misst, was er zu messen vorgibt 

- Ist ein Test valide, kann man aufgrund der Ergebnisse in einem Test darauf schließen, dass das Testverhalten einen möglichst eindeutigen Schluss auf das Verhalten des Befragten zulässt 

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Was sind Psychologische Tests? Was sind Beurteilungsmerkmale von Tests?

A:

Definition Psychologische Tests:


- Psychologische Tests sind Instrumente, die der systematischen Beobachtung und Beschreibung 

von Erleben und Verhalten mit Hilfe von Skalen (numerische Beschreibung) oder Kategorien (klassifizierende Beschreibung) dienen 


Beurteilungsmerkmale von Tests:


1. Reliabilität

2. Validität

3. Objektivität 

4. nach den theoretischen Grundlagen

5. der Zumutbarkeit, der Transparenz und der Verfälschbarkeit

6. der Störanfälligkeit

7. der Normierung

8. der Bandbereite 

9. der Ökonomie

10. der Fairness

11. der (gesellschaftlichen) Akzeptanz

12. der Vergleichbarkeit (mit anderen Verfahren)

13. .der äußeren Testgestaltung  

Q:
Welche Erhebungsstrategien in der Diagnostik gibt es?


A:

Erhebungsstrategien in der Diagnostik:


- Einzel- und Gruppentests 

- Papier - Bleistift Verfahren und computerisierten Verfahren 

- Unterscheidung zwischen unimodaler und multimodaler Diagnostik

- Es kann aufgrund des Umfangs zu einer mehrstufigen Erhebung (vs. einstufige Erhebung) kommen, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen erfolgt 


Q:

Welche Reliabilitätsarten lassen sich unterscheiden? 

A:

Reliabilitätsarten:


1. Retest Reliabilität:


  • überprüft nach einem bestimmten Zeitintervall bei den gleichen Personen die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen der ersten und zweiten Testanwendung
  • wird als Korrelation zwischen erster und zweiter Messung ermittelt


2. Parallel Test Reliabilität:


  • Es werden zwei Varianten eines Test konstruiert
  • Es müssen also zwei äquivalente Tests konstruiert werden (gleiche MW und SA und hohe Korrelation), die man den Befragten zur Beantwortung vorlegen kann,die sich aber in der Formulierung der Items unterscheiden 
  • die Reliabilität kann man über die Übereinstimmung der beiden Messungen erfassen


3. Testhalbierung 


  • stellt eine „ökonomische“ Variante dar
  • der Test wird in zwei - äquivalente - Hälften geteilt 
  • Wichtig: die Korrelation als Maß der Genauigkeit basiert nur auf der Hälfte der Zahl der Items!


4. Konsistenzanalyse:


  • ist eine Verallgemeinerung der Halbierungsmethode
  • besteht darin, eine Testskala in so viele Teile zu zerlegen, wie es Items gibt 
  • Das heute gängigste Maß dieser Internen Konsistenz ist Cronbach´s Alpha 
Q:

Welche Validitätsarten lassen sich unterscheiden? 


A:

1. face validity (Augenvalidität):


  • ist eigentlich kein „echtes“ Validitätskriterium
  • sehr eindrücklich, wenn jedem auf Anhieb klar wird, dass der Test oder das Verfahren sein Ziel erreict


2. content validity (Inhaltliche Gültigkeit oder Validität):


  • ​​​​​ist dann maximal realisiert, wenn der Test selbst das Kriterium des Merkmals --> wenn der Test das misst, was er messen soll


3. Kriteriumsvalidität:


  • ​​​​​definiert sich über die Korrelation des Testergebnisses mit einem Außenkriterium
  • Übereinstimmungsvalidität: Test & Kriterium werden fast gleichzeitig erhoben 
  • prädiktive Validität: Test & Kriterium werden zeitlich deutlich voneinander getrennt erhoben  
Q:

Wirkung der Geschlechtszugehörigkeit auf die Leistungen


A:

Metaanalyse Geschlechtszugehörigkeit - Bowen, Swim & Jacobs:


- Kernthema: ,,gender bias,, bezüglich der Beurteilung von Leistungen 

- zusätzliche Moderationen: 

  • geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Gruppen der Beurteiler und der Gruppen der Beurteilten
  • Ausmaß der Stereotypikalität der Berufe (typische Männer-/Frauenberufe)
  • Ausmaß an Trainingserfahrung
  • Ausmaß an Informationen über Leistungen eines Beurteilten 
  • Beurteilung durch Beobachter oder in Form von Selbstbericht 


- Die Untersuchung berücksichtigt ausschließl. Studien, in denen die Leistungen von Personen in real-existierenden Organisationen erhoben werden --> Feldstudie 

- Problem: größere Realitätsnähe von Feldstudien gehen mit Problemen bei der Dateninterpretation einher 


Ergebnis:

​​​​​

- Für die Unterscheidung der Berufe nach ihrer Stereotypikalität ergaben sich keine signifikanten Unterschiede

- Ein deutlicher Geschlechtseffekt in Richtung einer positiveren Beurteilung männlicher Personen ergab sich dann, wenn sämtliche Beurteiler männlich waren

- bei einer größeren Trainingserfahrung und besserer Information über die Beurteilten ergaben sich keine geschlechtsspezifische Bevorzugungen

- wohl aber, wenn die Trainingserfahrung nur gering und die Information über die Beurteilten mittel-mäßig ausgeprägt war


- Einen unerwartet deutlichen Effekt erzielten die Besonderheiten der Messverfahren 

- Sowohl die Zahl der Items (n>10) als auch die stärker als stereotyp "feminin" eingestuften Beurteilungsdimensionen führten zu eindeutigen Bevorzugungen der weiblichen Beurteilten

- Männer bzw. Frauen, deren Arbeitsleistung auf Verfahren eingeschätzt wurden, die als stereotyp maskulin oder als stereotyp feminin eingeschätzt wurden, erhielten auf den jeweils stereotypen Skalen auch die höheren Leistungswerte zugesprochen 


--> Die Produktion von Stereotypen und Vorurteile vor dem Beginn des eigentlichen Beurteilungsverfahrens, allein durch die Auswahl eines bestimmten Messverfahrens, sollte nicht nur nachdenklich stimmen, sondern Anlass für eine Replikation dieser Meta-analyse sein! 

Q:

Die Wirkung der Hautfarbe und der ethnischen Zugehörigkeit  

A:

Die Meta-Analyse von Kraiger & Ford (1985):


- untersucht die Auswirkungen der ethnischen Zugehörigkeit von Ratern auf die Beurteilung von Leistungen

- bezieht  dabei die folgenden fünf Moderatoren, die als mögliche Einflussgrößen des Urteilsprozesses unterschieden werden sollten, mit ein:

  1. Erhebungssituation (Labor vs. Feld)
  2. Teilnahme (oder Nicht-Teilnahme) an entsprechenden Trainingskursen
  3. anteilsmäßigen Zusammensetzung der Arbeitsgruppe durch Mitglieder der Majorität bzw. Minorität
  4. Spezifizität (vs. Generalität) der Beurteilungsskala
  5. Zweck oder der Anlass der Untersuchung


Ergebnisse:


- Die Korrelation zwischen der ethnischen Zugehörigkeit und der Leistung betrug ρ=.18, d.h. es gab einen deutlichen Hinweis auf die bessere Leistungsbewertung der „Weißen“ durch „weiße“ Beurteiler

- mit einem ρ von .22 zeigte sich analog eine bessere Beurteilung der „Schwarzen“ durch „schwarze“ Beurteiler

- Unter "Feldbedingungen" sind die Effektgrößen signifikant größer sind als im Labor 


--> Effekte der ethnischen Zugehörigkeit der Beurteiler auf die Beurteilung der Arbeitsleistung können also als nachgewiesen gelten 


Die Meta-analyse von Ford, Kraiger und Schechtman (1986) 


- Untersucht die Wirkung der Unterscheidung zw. objektiven und subjektiven Leistungskriterien


Ergebnisse: 

- „Weiße“ werden in Leistungen besser beurteilt

- Dieser Zusammenhang fällt für subjektive Beurteilungen sign. stärker aus 


Die Meta-Analyse von Roth, Huffcutt & Bobko (2003)


- Bestätigt einerseits die Ergebnisse der besseren Leistungsbeurteilung von Weißen 

- Andererseits ließen sich im Gegensatz zu den bisherigen Ergebnissen die Unterschiede zwischen den subjektiven und objektiven Leistungskriterien nicht in der Weise replizieren, dass die subjektiven Beurteilungen vorteilhafter für die Weißen ausfiel als die objektiven Beurteilungen sondern:


--> es zeigten sich deutliche Abhängigkeiten von der Art der subjektiven bzw. objektiven Messungen 


- Die in dieser Studie erhobenen Daten eines Vergleichs der Leistungsbeurteilungen von Weißen und Personen spanischer Abstammung (!) zeigten deutlich geringere Einflüsse der ethnischen Herkunft auf die Leistungsbeurteilung 

- Heißt aber immer noch: es gibt deutliche Einflüsse der ethnischen Herkunft 


Q:

Wirkung von Partizipation auf die Leistung

A:

Wirkung von Partizipation auf die Leistung


- "Partizipation am Bewertungsprozess steht in einem direkten Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Akzeptanz des Leistungsbewertungssystems"

  • Partizipation führt zu höherer Zufriedenheit der MA und einer Akzeptanz des Leistungsbewertungssystems (MA fühlen sich fair behandelt)
  • Wenn MA zufrieden, dann können die MA auch bessere Leistungen erbringen
VL A&O Diagnostik

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang VL A&O Diagnostik an der Medical School Hamburg

Für deinen Studiengang VL A&O Diagnostik an der Medical School Hamburg gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Mehr Karteikarten anzeigen

Das sind die beliebtesten VL A&O Diagnostik Kurse im gesamten StudySmarter Universum

VL Diagnostik

Universität Erlangen-Nürnberg

Zum Kurs
VL 5- Diagnostik

Universität Trier

Zum Kurs
A&O Diagnostik

Medical School Berlin

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden VL A&O Diagnostik
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen VL A&O Diagnostik