Rechtspsychologie Gubi at Medical School Hamburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Rechtspsychologie Gubi an der Medical School Hamburg

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TESTE DEIN WISSEN

Laut BGH-Urteil vom 30. Juli 1999
„Das methodische Grundprinzip besteht darin, einen zu überprüfenden Sachverhalt (hier: Glaubhaftigkeit der spezifischen Aussage) so lange zu negieren, bis diese Negation mit den gesammelten Fakten nicht mehr vereinbar ist. Der Sachverständige nimmt daher bei der Begutachtung zunächst an, die Aussage sei unwahr (sog. Nullhypothese). Zur Prüfung dieser Annahme hat er weitere Hypothesen zu bilden. Ergibt seine Prüfstrategie, dass die Unwahrhypothese mit den erhobenen Fakten nicht mehr in Übereinstimmung stehen kann, so wird sie verworfen, und es gilt dann die Alternativhypothese, dass es sich um eine wahre Aussage handelt."

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TESTE DEIN WISSEN

Begeht ein Heranwachsender eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, so wendet der Richter die für einen Jugendlichen geltenden Vorschriften (...) an, wenn
1. die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters bei Berücksichtigung auch
der Umweltbedingungen ergibt, daß er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand, oder
2. es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine
Jugendverfehlung handelt.

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TESTE DEIN WISSEN

- Die Reid-Technik ist kritisch zu betrachten, da viele der grundlegenden Annahmen (z. B. die angenommenen verbalen und nonverbalen Unterschiede zwischen lügenden und wahraussagenden Beschuldigten) dieser Vernehmungsmethode nicht repliziert werden können.
- Die mit dem BAI erzielten Korrektheitsgrade unterscheiden sich nicht signifikant von der Ratewahrscheinlichkeit.
- In Deutschland verstößt sie gegen Bestimmungen der Strafprozessordnung,
da sie schon vom Konzept her mit Täuschungen und Drohungen arbeitet und Belehrungspflichten missachtet.
- Sie stellt ein großes Risiko für Falschgeständnisse dar.

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TESTE DEIN WISSEN

Vor-/Ermittlungsverfahren
- Erhält die Staatsanwaltschaft (StA) Kenntnis von einer Straftat und besteht
auf Grund tatsächlicher Anhaltspunkte ein Anfangsverdacht, so ist sie ver-
pflichtet, das Vorverfahren einzuleiten (Legalitätsprinzip).
- Im Vorverfahren ermittelt die StA, ob ein hinreichender Tatverdacht zur Er-
hebung einer öffentlichen Klage besteht.
- Das Vorverfahren liegt vollständig und ausschließlich im Zuständigkeits-
bereich der StA („Herrin des Vorverfahrens").

Zwischenverfahren
- Entschließt sich die StA zur Erhebung der öffentlichen Klage, so leitet sie
die Anklageschrift an das zuständige Gericht weiter, womit der zweite Ab-
schnitt des Erkenntnisverfahrens beginnt (Zwischenverfahren).
- Grund: Das Gericht soll als unabhängige zweite Instanz prüfen, ob hinreichende
Verdachtsgründe vorliegen, bevor eine Hauptverhandlung durchgeführt wird,
da diese mit schwerwiegenden persönlichen Nachteilen einhergeht.
- Das Gericht untersucht im Zwischenverfahren, ob das Hauptverfahren auf
Grund der von der StA übermittelten Anklageschrift zu eröffnen ist oder ob
nach Auffassung des Gerichts noch Änderungen anzubringen sind.

Hauptverfahren
- Im Hauptverfahren wird die mündliche Hauptverhandlung vor dem Gericht
durchgeführt.
- Sie ist daher besonderen rechtsstaatlichen Grundsätzen unterworfen; viele
der Maximen des Strafprozesses entfalten erst hier ihre besondere Bedeu-
tung, wie etwa Mündlichkeitsprinzip, Unschuldsvermutung etc..

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TESTE DEIN WISSEN

Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen (-> Exkulpation).

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Intelligenz- minderung oder einer schweren anderen seelischen Störung unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

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TESTE DEIN WISSEN

Ein Jugendlicher ist strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Zeit der Ta t nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung reif genug ist, das Unrecht der Ta t einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. Zur Erziehung eines Jugend- lichen, der mangels Reife strafrechtlich nicht verantwortlich ist, kann der Richter dieselben Maßnahmen anordnen wie das Familiengericht.

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TESTE DEIN WISSEN

Erste Stufe: Liegen eine oder mehrere psychische Störungen/Auffäligkeiten zum Tatzeitpunkt vor?
-> Zuordnung zu einem/mehreren der unter den vier Eingangsmerkmalen gefassten Rechtsbegriffen.


Zweite Stufe: Ergeben sich aus den psychischen Störungen/Auffälligkeiten tatbezogen Auswirkungen auf die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit?

-> Entwicklung einer Hypothese über störungsbedingte Funktionsbeeinträchtigung
-> Quantifizierung der rechtsrelevanten Funktionsbeeinträchtigung (Einsichts- bzw.
Steuerungsfähigkeit) 
-> Benennung der Wahrscheinlichkeit mit welcher die klinische Hypothese zutrifft

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TESTE DEIN WISSEN

Mögliche Rechtsfolgen der Schuldunfähigkeit:
-> Straffreiheit
-> Strafminderung
-> Maßregeln der Besserung und Sicherung im Fall anhaltender Gefährlichkeit
--> § 63 StGB = Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus 
--> § 64 StGB = Unterbringung in einer „Entziehungsanstalt" 
--> § 66 StGB = Sicherungsverwahrung („Hangtäterschaft")

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TESTE DEIN WISSEN

Indirekt handlungsbezogene Schilderungen?
Antwort: Es werden Handlungen berichtet, die dem Kerngeschehen ähneln, aber zu anderer Zeit/mit anderen Personen stattfanden

Schilderung eigener psychischer Vorgänge?
Antwort: Es werden Gedanken oder motorische/physiologische Abläufe beschrieben, die mit dem Kerngeschehen zusammenhängen

Schilderung psychischer Vorgänge des Beschuldigten?
Antwort: Es werden vermutete Gedanken oder motorische/ physiologische Abläufe beim Beschuldigten beschrieben

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Q:
A:

Laut BGH-Urteil vom 30. Juli 1999
„Das methodische Grundprinzip besteht darin, einen zu überprüfenden Sachverhalt (hier: Glaubhaftigkeit der spezifischen Aussage) so lange zu negieren, bis diese Negation mit den gesammelten Fakten nicht mehr vereinbar ist. Der Sachverständige nimmt daher bei der Begutachtung zunächst an, die Aussage sei unwahr (sog. Nullhypothese). Zur Prüfung dieser Annahme hat er weitere Hypothesen zu bilden. Ergibt seine Prüfstrategie, dass die Unwahrhypothese mit den erhobenen Fakten nicht mehr in Übereinstimmung stehen kann, so wird sie verworfen, und es gilt dann die Alternativhypothese, dass es sich um eine wahre Aussage handelt."

Q:
A:

Begeht ein Heranwachsender eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, so wendet der Richter die für einen Jugendlichen geltenden Vorschriften (...) an, wenn
1. die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters bei Berücksichtigung auch
der Umweltbedingungen ergibt, daß er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand, oder
2. es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine
Jugendverfehlung handelt.

Q:
A:

- Die Reid-Technik ist kritisch zu betrachten, da viele der grundlegenden Annahmen (z. B. die angenommenen verbalen und nonverbalen Unterschiede zwischen lügenden und wahraussagenden Beschuldigten) dieser Vernehmungsmethode nicht repliziert werden können.
- Die mit dem BAI erzielten Korrektheitsgrade unterscheiden sich nicht signifikant von der Ratewahrscheinlichkeit.
- In Deutschland verstößt sie gegen Bestimmungen der Strafprozessordnung,
da sie schon vom Konzept her mit Täuschungen und Drohungen arbeitet und Belehrungspflichten missachtet.
- Sie stellt ein großes Risiko für Falschgeständnisse dar.

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Q:
A:

Vor-/Ermittlungsverfahren
- Erhält die Staatsanwaltschaft (StA) Kenntnis von einer Straftat und besteht
auf Grund tatsächlicher Anhaltspunkte ein Anfangsverdacht, so ist sie ver-
pflichtet, das Vorverfahren einzuleiten (Legalitätsprinzip).
- Im Vorverfahren ermittelt die StA, ob ein hinreichender Tatverdacht zur Er-
hebung einer öffentlichen Klage besteht.
- Das Vorverfahren liegt vollständig und ausschließlich im Zuständigkeits-
bereich der StA („Herrin des Vorverfahrens").

Zwischenverfahren
- Entschließt sich die StA zur Erhebung der öffentlichen Klage, so leitet sie
die Anklageschrift an das zuständige Gericht weiter, womit der zweite Ab-
schnitt des Erkenntnisverfahrens beginnt (Zwischenverfahren).
- Grund: Das Gericht soll als unabhängige zweite Instanz prüfen, ob hinreichende
Verdachtsgründe vorliegen, bevor eine Hauptverhandlung durchgeführt wird,
da diese mit schwerwiegenden persönlichen Nachteilen einhergeht.
- Das Gericht untersucht im Zwischenverfahren, ob das Hauptverfahren auf
Grund der von der StA übermittelten Anklageschrift zu eröffnen ist oder ob
nach Auffassung des Gerichts noch Änderungen anzubringen sind.

Hauptverfahren
- Im Hauptverfahren wird die mündliche Hauptverhandlung vor dem Gericht
durchgeführt.
- Sie ist daher besonderen rechtsstaatlichen Grundsätzen unterworfen; viele
der Maximen des Strafprozesses entfalten erst hier ihre besondere Bedeu-
tung, wie etwa Mündlichkeitsprinzip, Unschuldsvermutung etc..

Q:
A:

Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen (-> Exkulpation).

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Intelligenz- minderung oder einer schweren anderen seelischen Störung unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Q:
A:

Ein Jugendlicher ist strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Zeit der Ta t nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung reif genug ist, das Unrecht der Ta t einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. Zur Erziehung eines Jugend- lichen, der mangels Reife strafrechtlich nicht verantwortlich ist, kann der Richter dieselben Maßnahmen anordnen wie das Familiengericht.

Q:
A:

Erste Stufe: Liegen eine oder mehrere psychische Störungen/Auffäligkeiten zum Tatzeitpunkt vor?
-> Zuordnung zu einem/mehreren der unter den vier Eingangsmerkmalen gefassten Rechtsbegriffen.


Zweite Stufe: Ergeben sich aus den psychischen Störungen/Auffälligkeiten tatbezogen Auswirkungen auf die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit?

-> Entwicklung einer Hypothese über störungsbedingte Funktionsbeeinträchtigung
-> Quantifizierung der rechtsrelevanten Funktionsbeeinträchtigung (Einsichts- bzw.
Steuerungsfähigkeit) 
-> Benennung der Wahrscheinlichkeit mit welcher die klinische Hypothese zutrifft

Q:
A:

Mögliche Rechtsfolgen der Schuldunfähigkeit:
-> Straffreiheit
-> Strafminderung
-> Maßregeln der Besserung und Sicherung im Fall anhaltender Gefährlichkeit
--> § 63 StGB = Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus 
--> § 64 StGB = Unterbringung in einer „Entziehungsanstalt" 
--> § 66 StGB = Sicherungsverwahrung („Hangtäterschaft")

Q:
A:

Indirekt handlungsbezogene Schilderungen?
Antwort: Es werden Handlungen berichtet, die dem Kerngeschehen ähneln, aber zu anderer Zeit/mit anderen Personen stattfanden

Schilderung eigener psychischer Vorgänge?
Antwort: Es werden Gedanken oder motorische/physiologische Abläufe beschrieben, die mit dem Kerngeschehen zusammenhängen

Schilderung psychischer Vorgänge des Beschuldigten?
Antwort: Es werden vermutete Gedanken oder motorische/ physiologische Abläufe beim Beschuldigten beschrieben

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