Probleme Im Strafrecht at LMU München | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Probleme im Strafrecht an der LMU München

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Wie ist das Irrtum über die Rechtswidrigkeit der Zueignung bei §242 StGB zu behandeln ? 
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- Es ist von einem Verbotsirrtum gem § 17 StGB auszugehen, sodass auf der Schuldebene die Vermeidbarkeit zu prüfen ist 
-Rspr: Bau einer goldenen Brücke - Irrtum über die Rechtswidrigkeit der Zueignung ist ein TI gem.§16 I StGB
-Irrtum innerhalb der Parallelwertug in Laiensphäre wird als Tatbestandsirrtum in Laiensphäre gewertet. 
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Versuch des erfolgsqualifizierten Deliktes ?



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Grundsätzlich gelten de erfolgsqualifizierten Delikte als Vorsatzdelikte, soweit die zum Grunddelikt gehörtende Tathandlung Vorsatz voraussetzt, sodass ein Versuch begrifflich möglich erscheint. 


Anerkanntest dabeider Versuch der Erfolgsqualifikation. Dieser ist bei versuchten oder verwirklichten Grunddelikt, aber nur versuchter Erfolgsqualifikation gegeben, wenn der Täter die qualifizierte Folge in seinen Vorsatz aufgenommen hat, ihr eintritt aber ausbleibt. 

Umstritten ist, ob  und wann ein erfolgsqualifizierter Versuch möglich ist. Dieser kommt dann in Betracht, wenn der Täter die qualifizierte Folge bereits durch den Versuch des Grunddelikts  herbeigeführt hat und hinsichtlich der schweren Folge fahrlässig handelt. 

Nach einer engen Ansicht wird der Versuch der Erfolgsqualifikation verneint, da ein Versuch nach § 22ohne Vorsatz nicht möglich seien kann. Eine Aandere Ansicht halten in Hinblick auf § 11 II sowie § 18 unabhängig von der Deliktsstruktutr einen Erfolgsqualifizierten Versuch immer für möglich. Zutreffend ist jedoch zu differenzieren. Ein erfolgsqualifizierter versuch kann unter Strafe stehe, wenn der Straftatbestand der speziellen Gefährlichkeit bereits aus der Tathandlung des Grunddelikt ableitet. Daher muss ie Erfolgsqualifikation an der Gefährlichkeit des Grunddeliktes anknüpfen 

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Wann liegt ein gefährliches Werkzeug iSv. § 244 I Nr. 1a vor?

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Eine konkrete Vorstellung über die Art der Verwendung wird nur bei § 244 I Nr. 1b verlangt. Deshalb kann bei § 244 I Nr. 1a nicht auf die konkrete Gebrauchsansicht abgestellt werden. Such die objektive Gefährlichkeit kann nicht entscheiden sein, da diese bei vielen Gegenständen gr nicht bestimmbar ist, sofern man die Vorstellung des Täters ausklammert. Der 3 244 I nr. 1a Alt. 2 muss deshalb im Sinne einer vermittelnden Lösung dahingegen ausgelegt werden, dass der Täter bzgl des Werkzeugs, das nach seiner allgemeinen Eignung erhebliche Körperverletzung bewirken kann, zumindest einen Verwendungsvorbehalt entwickelt haben. 

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Wie ist die Abgrenzung zwischen Vorbereitung und Versuch bei Beginn der Verwirklichung des Regelbeispiels?

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- Rspr: das Strafbare Versuchsstadium ist immer erreicht, wenn die Verwirklichung des Erschwergrundes beginnt 

- a.a es kann nur anhand des Grunddelikts beurteilt werden, jedoch ist dies meist der fall, wenn die Wegnahme unmittelbar nach dem Einbrechen erfolgen soll. 

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Wie sind die drei Fallvarianten des Versuchs des Regelbeispiels gem § 242,243 StGB

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1. Tatbestand § 242 ist versucht, das Regelbeispiel ist voll verwirklicht= Versuch eines beonderen schweren Fall des Diebstahls

2. Tatbestand und Regelbeispiel sind beide nicht erfüllt= Umstritten BGH= Regelbeispiel muss nicht verwirklich sein, um den Versuch eines besonders schweren Fall anzunehmen. Nach einer anderen Meinung muss das Regelbeispiel dafür erfüllt sein. Dafür spricht, dass Regelbeispiele keine Tatbestandsmerkmale sind. Würde das bloße unmittelbare Ansetzen zur Erfüllung eines Regelbeispiels dem Vorliegen des Regelbeispiels gelichgestellt, liefe das auf eine verbotene Analogie zum Nachteil des Täters hinaus. Der Versuch eines strafverschärfungsgrundes kennt das Gesetz nicht

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Wie ist Abgrenzung von betrug und Diebstahl beim Passieren der Kasse?

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Fraglich ist, ob die kassiererin eine Vermögensverfügung vornimmt. nach einer Auffassung liegt seitens der Kassiererin eine Vermögensverfügung vor, da ein genereller vermögensverfügungswille recícht. Dies führt zur Bejahung des Betruges. Der BGH und die H.L verneineneine Vermögensverfügung, weil die Kassiererin dass für eine Vermögensverfügung notwendige Verfügungsbewusstsseiin fehlt, denn ihr ist die verfügung über die konkrete Ware nicht bewusst.Die Entwendung versteckter Waren imSupermarkt wird also nicht dadurch zum Betrug, dass der Täter an einen Kassiererin vorbeigeht. Dafür spricht, dass durch das Eintippen der Preise die Kassiererin diejenigen Gegenstände konrtiesiert, über die sie tatsächlich verfügen will. Die Gegenansicht, die einen pauschalen Vefügunfswillen annimmt, kann nicht richtig sein, da sie der Kassiererin unterstellt, auchüber unbezahlte Waren verfügen zu ollen, wodurch diese jedoch gegen ihre Arbeitnehmerpflichten verstoßen würden. es fehlt an dem für § 263 unverzichtbaren und neben der Wegnahme selbständigen, vom geschädigten Personal mitgestalte Schaden. Außerdem ist die Ablehnung eines Betruges auch kriminalpolitisch wsinnvool. Wenn nämlich der Täter die wäre noch im Laden in seine körperliche Nhspähre verbringt, kommt in Fallen tätlicher Auseinandersetzungen hinter der Kasse eine Bestrafung nach 3 252 in Betracht. Gleiches muss möglich sein, wenn Gewahrsamswechsel erst beim passieren der Kasse stattfindet, da beide fälle nach der Lebensanschauung ähnlich gelagert sind. um des Tatbestand des 3 252 zu erfüllen, muss aber ein Diebstahl vorangegangen sein. Die Verneinung des Verfügungsbewusstseins führt also letztendlich zu einem verbesserten Eigentumsschutz aufgrund der Abschreckungswirjung des 3 252  ud vermeidet willkürlich unterschiede in der strafrechtlichen Bewertung sehr ähnlicher Fallkonstellationen.

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Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme an einem begehungsdelikt durch Unterlassen

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Nach der Rechtssprechung ist auf den Täterwillen abzustellen. 

Nach einer anderen Ansicht sind Unterlassensdelikte Pflichtdelikte, so dass eine Täterschaft dann vorliegen muss, wenn die Garantenpflicht verletzt wird. 

nach einer weiteren Ansicht, kann der Unterlassene stets nur Gehilfe der Tat sein. Vorzugswürdig erscheint jedoch die Tatherschaftslehre. diese lehre erschöpft sich nicht in der Möglichkeit der Erfolgsverhinderung, sondern weist strengere materielle Voraussetzungen auf, so dass sie auch im Unterlassensberecih eine Unterscheidung ermöglicht. Die subjektive Theorie führt wie bei den Begehungsdelikten auch im Bereich der Unterlassensdelikte zur erheblicher Rechtsunsicherheit , weil sie mit ihren beliebig ausführbaren, formelhaften Wendungen die Abgrenzung dem unüberprüfabaren Ermessen des Richters überlässt. Auch bei den anderen Meinungen setzen zu strenger Anforderungen oder zu strafmildernde Lösungsansätze. Damit ist der Tatherrschaftslehre zu folgen. 

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Abgrenzung der Täterschaft und Teilnahme 

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Nach der formal objektiven Theorie kann nur derjenige Täter sein, wer die Ausführungshandlung ganz oder teilweise selbst vornahm. 

nach der subjektiven Theorie wird teilnähme und Täterschaft nach dem Täterwillen abgegrenzt. Wesentliche Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Täterwillens ist das Interesse am taterfog, der Umfang an der Tatbeteiligung und die tatherrachft beziehungsweise der Will dazu. 

Es kann jedoch die Abgrenzung nach der tatherschaftslehre vorgenommen werden. Demnach ist entscheidend wer das in den Händen halten des Geschehensablauf mit Vorsatz umfasst. Das in den Händen halten kann angenommen werden, wenn der Täter das Geschehen planvoll lenkt und mitegstaltet. Täter ist hingegen nicht derjenige, der die tat nur als Randfigur veranlasst . Jedoch ist innerhalb der Tatherschaftleher umstritte, wie das In den Händen halten des geschehnsablauf auszulegen ist. eine Meinung geht davon aus, dass eine wesentliche Mitwirkung im Ausführungsstadium  vorliegen muss. eine andere fordert nur eine funktionelle Tatherrschaft, sodass auch Vorbereitungshandlungen erfasst seien können. Für die letztgenannte Anzieht spricht, dass die Tat als Gesamtgeschehen nicht in engen zeitlichen zusammenhängen gesehen werden darf. Damit erscheint die zweite Ansicht für vorzugswürdig, da sie auch einen Bandenchef und Vorbereitungshandlungen als Mittäterschaft gelte, die ebenfalls durch geistige Handlungen das geschehen planvolll lenken können. 

Ebenso ist die subjektive Theorie abzulehnen da die Täter nahezu beliebig austauschbar sin. Selbst wer alle Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes in seiner Person erfüllt kann nach ihr bloßer Gehilfe sein. Der objektive Ansatz der Tatherschaftstheorie trägt demgegenüber zur Rechtssicherheit bei. Das Abstellen auf die sowohl subjektive als auch obj Beherrschung des Tatgeschehens gewährleistet die Einordnung des Gesamtgeschens wesentlich bestimmt. Der tatherschaftslehre ist demnach zu folgen. 

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Abgrenzung zwischen sukzessiver Beihilfe und Begünstigung 

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Nach einer Ansicht ist die sukzessive behilft zwischen Beendigung und Vollendung nicht möglich. Nach einer anderen Anzieht wird dies jedoch bejahrt, sodass eine Abgrenzung zwischen sukzessiver Beihilfe und Begünstigung vorzunehmen ist. Demnach kommt es auf die Willensrichtung des Mitwirkenden an. Diese Meinung ist Vorzugswürde, da auch in der Abschlussphase des Delikts, die gleichermaßen zum tatbestandlichen vertreten unrecht gehört, kann bei der Beeinträchtigung eines Rechtsgutes noch Hilfe geleistet werden. 

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Führt eine Beobachtung zur einer nicht vollendeten Wegnahme der sich ? 

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Wenn die Beobachtung der Wegnahme erfolgt kann dies nicht dazu führen, dass die Wegnahme nicht vollendet ist. Der Diebstahl gem. § 242 ist keine heimliche Tat. Die Beobachtung durch einen dritten ist demnach nicht erheblich

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Wann liegt ein Objekt der Zueignung vor, wenn der Täter sich nicht die Sich selbst aneignen möchte ? 

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Nach der Substanztheorie, liegt dann eine Zueignungsabsicht vor, wenn der Täter die fremde Sache selbst ihrer Substanz sich zu gewinnen möchte und anschließend unter Ausschluss des Berechtigten den eignen Zwecken dienstbar machen möchte


Nach der Sachewertheorie, besteht die Zueignung darin, dass die Sache ihrem wirtschaftlichen Wert dem eigenen vermögen zugeführt wird. 

Nach der heute ganz HA ist die Vereinigungstheorie einschlägig, so dass eine Zueignung vorliegt, wenn sich der Täter selbst die Sachsubstanz oder den ihr verkörperten Sachwert zueignen möchte. Auch nach dieser Theorie ist eine Zueignung nicht gegeben, wenn eine CD geklaut wird um die Ihr befindlichen Daten zu kopieren und dann die CD selber wieder zurückzugeben. 

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Volllendungszeotpunkt bei Absetzen und Abstazhilfe 

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Nach h.L liegt eine Hehlerei strafbare Absatzhilfe  nur vor, wenn  das verhalten tatsächlich für das verschaffen und das absetzen übergegangen ist. 

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Q:
Wie ist das Irrtum über die Rechtswidrigkeit der Zueignung bei §242 StGB zu behandeln ? 
A:
- Es ist von einem Verbotsirrtum gem § 17 StGB auszugehen, sodass auf der Schuldebene die Vermeidbarkeit zu prüfen ist 
-Rspr: Bau einer goldenen Brücke - Irrtum über die Rechtswidrigkeit der Zueignung ist ein TI gem.§16 I StGB
-Irrtum innerhalb der Parallelwertug in Laiensphäre wird als Tatbestandsirrtum in Laiensphäre gewertet. 
Q:

Versuch des erfolgsqualifizierten Deliktes ?



A:

Grundsätzlich gelten de erfolgsqualifizierten Delikte als Vorsatzdelikte, soweit die zum Grunddelikt gehörtende Tathandlung Vorsatz voraussetzt, sodass ein Versuch begrifflich möglich erscheint. 


Anerkanntest dabeider Versuch der Erfolgsqualifikation. Dieser ist bei versuchten oder verwirklichten Grunddelikt, aber nur versuchter Erfolgsqualifikation gegeben, wenn der Täter die qualifizierte Folge in seinen Vorsatz aufgenommen hat, ihr eintritt aber ausbleibt. 

Umstritten ist, ob  und wann ein erfolgsqualifizierter Versuch möglich ist. Dieser kommt dann in Betracht, wenn der Täter die qualifizierte Folge bereits durch den Versuch des Grunddelikts  herbeigeführt hat und hinsichtlich der schweren Folge fahrlässig handelt. 

Nach einer engen Ansicht wird der Versuch der Erfolgsqualifikation verneint, da ein Versuch nach § 22ohne Vorsatz nicht möglich seien kann. Eine Aandere Ansicht halten in Hinblick auf § 11 II sowie § 18 unabhängig von der Deliktsstruktutr einen Erfolgsqualifizierten Versuch immer für möglich. Zutreffend ist jedoch zu differenzieren. Ein erfolgsqualifizierter versuch kann unter Strafe stehe, wenn der Straftatbestand der speziellen Gefährlichkeit bereits aus der Tathandlung des Grunddelikt ableitet. Daher muss ie Erfolgsqualifikation an der Gefährlichkeit des Grunddeliktes anknüpfen 

Q:

Wann liegt ein gefährliches Werkzeug iSv. § 244 I Nr. 1a vor?

A:

Eine konkrete Vorstellung über die Art der Verwendung wird nur bei § 244 I Nr. 1b verlangt. Deshalb kann bei § 244 I Nr. 1a nicht auf die konkrete Gebrauchsansicht abgestellt werden. Such die objektive Gefährlichkeit kann nicht entscheiden sein, da diese bei vielen Gegenständen gr nicht bestimmbar ist, sofern man die Vorstellung des Täters ausklammert. Der 3 244 I nr. 1a Alt. 2 muss deshalb im Sinne einer vermittelnden Lösung dahingegen ausgelegt werden, dass der Täter bzgl des Werkzeugs, das nach seiner allgemeinen Eignung erhebliche Körperverletzung bewirken kann, zumindest einen Verwendungsvorbehalt entwickelt haben. 

Q:

Wie ist die Abgrenzung zwischen Vorbereitung und Versuch bei Beginn der Verwirklichung des Regelbeispiels?

A:

- Rspr: das Strafbare Versuchsstadium ist immer erreicht, wenn die Verwirklichung des Erschwergrundes beginnt 

- a.a es kann nur anhand des Grunddelikts beurteilt werden, jedoch ist dies meist der fall, wenn die Wegnahme unmittelbar nach dem Einbrechen erfolgen soll. 

Q:

Wie sind die drei Fallvarianten des Versuchs des Regelbeispiels gem § 242,243 StGB

A:

1. Tatbestand § 242 ist versucht, das Regelbeispiel ist voll verwirklicht= Versuch eines beonderen schweren Fall des Diebstahls

2. Tatbestand und Regelbeispiel sind beide nicht erfüllt= Umstritten BGH= Regelbeispiel muss nicht verwirklich sein, um den Versuch eines besonders schweren Fall anzunehmen. Nach einer anderen Meinung muss das Regelbeispiel dafür erfüllt sein. Dafür spricht, dass Regelbeispiele keine Tatbestandsmerkmale sind. Würde das bloße unmittelbare Ansetzen zur Erfüllung eines Regelbeispiels dem Vorliegen des Regelbeispiels gelichgestellt, liefe das auf eine verbotene Analogie zum Nachteil des Täters hinaus. Der Versuch eines strafverschärfungsgrundes kennt das Gesetz nicht

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Q:

Wie ist Abgrenzung von betrug und Diebstahl beim Passieren der Kasse?

A:

Fraglich ist, ob die kassiererin eine Vermögensverfügung vornimmt. nach einer Auffassung liegt seitens der Kassiererin eine Vermögensverfügung vor, da ein genereller vermögensverfügungswille recícht. Dies führt zur Bejahung des Betruges. Der BGH und die H.L verneineneine Vermögensverfügung, weil die Kassiererin dass für eine Vermögensverfügung notwendige Verfügungsbewusstsseiin fehlt, denn ihr ist die verfügung über die konkrete Ware nicht bewusst.Die Entwendung versteckter Waren imSupermarkt wird also nicht dadurch zum Betrug, dass der Täter an einen Kassiererin vorbeigeht. Dafür spricht, dass durch das Eintippen der Preise die Kassiererin diejenigen Gegenstände konrtiesiert, über die sie tatsächlich verfügen will. Die Gegenansicht, die einen pauschalen Vefügunfswillen annimmt, kann nicht richtig sein, da sie der Kassiererin unterstellt, auchüber unbezahlte Waren verfügen zu ollen, wodurch diese jedoch gegen ihre Arbeitnehmerpflichten verstoßen würden. es fehlt an dem für § 263 unverzichtbaren und neben der Wegnahme selbständigen, vom geschädigten Personal mitgestalte Schaden. Außerdem ist die Ablehnung eines Betruges auch kriminalpolitisch wsinnvool. Wenn nämlich der Täter die wäre noch im Laden in seine körperliche Nhspähre verbringt, kommt in Fallen tätlicher Auseinandersetzungen hinter der Kasse eine Bestrafung nach 3 252 in Betracht. Gleiches muss möglich sein, wenn Gewahrsamswechsel erst beim passieren der Kasse stattfindet, da beide fälle nach der Lebensanschauung ähnlich gelagert sind. um des Tatbestand des 3 252 zu erfüllen, muss aber ein Diebstahl vorangegangen sein. Die Verneinung des Verfügungsbewusstseins führt also letztendlich zu einem verbesserten Eigentumsschutz aufgrund der Abschreckungswirjung des 3 252  ud vermeidet willkürlich unterschiede in der strafrechtlichen Bewertung sehr ähnlicher Fallkonstellationen.

Q:

Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme an einem begehungsdelikt durch Unterlassen

A:

Nach der Rechtssprechung ist auf den Täterwillen abzustellen. 

Nach einer anderen Ansicht sind Unterlassensdelikte Pflichtdelikte, so dass eine Täterschaft dann vorliegen muss, wenn die Garantenpflicht verletzt wird. 

nach einer weiteren Ansicht, kann der Unterlassene stets nur Gehilfe der Tat sein. Vorzugswürdig erscheint jedoch die Tatherschaftslehre. diese lehre erschöpft sich nicht in der Möglichkeit der Erfolgsverhinderung, sondern weist strengere materielle Voraussetzungen auf, so dass sie auch im Unterlassensberecih eine Unterscheidung ermöglicht. Die subjektive Theorie führt wie bei den Begehungsdelikten auch im Bereich der Unterlassensdelikte zur erheblicher Rechtsunsicherheit , weil sie mit ihren beliebig ausführbaren, formelhaften Wendungen die Abgrenzung dem unüberprüfabaren Ermessen des Richters überlässt. Auch bei den anderen Meinungen setzen zu strenger Anforderungen oder zu strafmildernde Lösungsansätze. Damit ist der Tatherrschaftslehre zu folgen. 

Q:

Abgrenzung der Täterschaft und Teilnahme 

A:

Nach der formal objektiven Theorie kann nur derjenige Täter sein, wer die Ausführungshandlung ganz oder teilweise selbst vornahm. 

nach der subjektiven Theorie wird teilnähme und Täterschaft nach dem Täterwillen abgegrenzt. Wesentliche Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Täterwillens ist das Interesse am taterfog, der Umfang an der Tatbeteiligung und die tatherrachft beziehungsweise der Will dazu. 

Es kann jedoch die Abgrenzung nach der tatherschaftslehre vorgenommen werden. Demnach ist entscheidend wer das in den Händen halten des Geschehensablauf mit Vorsatz umfasst. Das in den Händen halten kann angenommen werden, wenn der Täter das Geschehen planvoll lenkt und mitegstaltet. Täter ist hingegen nicht derjenige, der die tat nur als Randfigur veranlasst . Jedoch ist innerhalb der Tatherschaftleher umstritte, wie das In den Händen halten des geschehnsablauf auszulegen ist. eine Meinung geht davon aus, dass eine wesentliche Mitwirkung im Ausführungsstadium  vorliegen muss. eine andere fordert nur eine funktionelle Tatherrschaft, sodass auch Vorbereitungshandlungen erfasst seien können. Für die letztgenannte Anzieht spricht, dass die Tat als Gesamtgeschehen nicht in engen zeitlichen zusammenhängen gesehen werden darf. Damit erscheint die zweite Ansicht für vorzugswürdig, da sie auch einen Bandenchef und Vorbereitungshandlungen als Mittäterschaft gelte, die ebenfalls durch geistige Handlungen das geschehen planvolll lenken können. 

Ebenso ist die subjektive Theorie abzulehnen da die Täter nahezu beliebig austauschbar sin. Selbst wer alle Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes in seiner Person erfüllt kann nach ihr bloßer Gehilfe sein. Der objektive Ansatz der Tatherschaftstheorie trägt demgegenüber zur Rechtssicherheit bei. Das Abstellen auf die sowohl subjektive als auch obj Beherrschung des Tatgeschehens gewährleistet die Einordnung des Gesamtgeschens wesentlich bestimmt. Der tatherschaftslehre ist demnach zu folgen. 

Q:

Abgrenzung zwischen sukzessiver Beihilfe und Begünstigung 

A:

Nach einer Ansicht ist die sukzessive behilft zwischen Beendigung und Vollendung nicht möglich. Nach einer anderen Anzieht wird dies jedoch bejahrt, sodass eine Abgrenzung zwischen sukzessiver Beihilfe und Begünstigung vorzunehmen ist. Demnach kommt es auf die Willensrichtung des Mitwirkenden an. Diese Meinung ist Vorzugswürde, da auch in der Abschlussphase des Delikts, die gleichermaßen zum tatbestandlichen vertreten unrecht gehört, kann bei der Beeinträchtigung eines Rechtsgutes noch Hilfe geleistet werden. 

Q:

Führt eine Beobachtung zur einer nicht vollendeten Wegnahme der sich ? 

A:

Wenn die Beobachtung der Wegnahme erfolgt kann dies nicht dazu führen, dass die Wegnahme nicht vollendet ist. Der Diebstahl gem. § 242 ist keine heimliche Tat. Die Beobachtung durch einen dritten ist demnach nicht erheblich

Q:

Wann liegt ein Objekt der Zueignung vor, wenn der Täter sich nicht die Sich selbst aneignen möchte ? 

A:

Nach der Substanztheorie, liegt dann eine Zueignungsabsicht vor, wenn der Täter die fremde Sache selbst ihrer Substanz sich zu gewinnen möchte und anschließend unter Ausschluss des Berechtigten den eignen Zwecken dienstbar machen möchte


Nach der Sachewertheorie, besteht die Zueignung darin, dass die Sache ihrem wirtschaftlichen Wert dem eigenen vermögen zugeführt wird. 

Nach der heute ganz HA ist die Vereinigungstheorie einschlägig, so dass eine Zueignung vorliegt, wenn sich der Täter selbst die Sachsubstanz oder den ihr verkörperten Sachwert zueignen möchte. Auch nach dieser Theorie ist eine Zueignung nicht gegeben, wenn eine CD geklaut wird um die Ihr befindlichen Daten zu kopieren und dann die CD selber wieder zurückzugeben. 

Q:

Volllendungszeotpunkt bei Absetzen und Abstazhilfe 

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Nach h.L liegt eine Hehlerei strafbare Absatzhilfe  nur vor, wenn  das verhalten tatsächlich für das verschaffen und das absetzen übergegangen ist. 

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