Sportdidaktik at Justus-Liebig-Universität Gießen | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Sportdidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Sportdidaktische Konzepte (und ihre Grundfragen)?

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Sportdidaktische Konzepte geben…
…eine Verortung der (sport-)pädagogischen Sichtweise im Hinblick auf grundlegende Zielsetzungen für den Sportunterricht
…einen Orientierungsrahmen für die Ableitung didaktischer Zielsetzungen sowie eine schlüssige Inhalts- und Methodenwahl
…keine Konkreten Hinweise auf die didaktisch-methodische Inszenierung auf Ebene der jeweiligen Lerninhalte

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Beispiel „Bewegungsfrage und Bewegungsantwort“:

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TESTE DEIN WISSEN

Das Bewegungsverständnis geht vom Subjekt und der intentionalen Handlung zur Bewältigung eines Bewegungsproblems aus. NICHT von der fertigen Form einer Bewegung, die als Ortsveränderung sichtbar ist und an die sich Lernende möglichst dicht heranarbeiten sollen.
➔ Alle Bewegungen sind grundsätzlich als funktionale Antworten auf sich stellendes Bewegungsproblem zu sehen
➔ Es muss klar sein, welches Bewegungsproblem zu lösen ist, um eine dem Problem angemessene funktionale Antwort zu finden.
…es muss klar sein, dass ein Problem zu lösen ist und nicht, dass man einem bestimmten Ideal entspricht

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Erziehungsbegriff:

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Intentionale Erziehung:
Erziehung in engeren Sinnen; durch absichtliche Strukturierung des Denkens, Fühlens und Handelns. Keine beliebige Vermittlung der Kulturtechniken und Werte einer Gesellschaft. Erziehen ist ein wechselseitiger Prozess → trotzdem Kompetenzgefälle zwischen Erzieher und Zögling


Funktionale Erziehung:
Einflüsse durch die Außenwelt, nicht absichtsvoll, sondern durch Gleichaltrigengruppen oder Medien.

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Sportdidaktik:

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• → Teilgebiet der Sportpädagogik
• …befasst sich mit der Theorie und der Praxis von Lehr/Lernprozessen d.h. mit Zielen, Inhalten und Methoden in der Auseinandersetzung mit Sport
• Wie? Womit?

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Konzept des Erziehenden Sportunterrichts als „Brücke“ zwischen der Erschließung bewegungskultureller Praxen und der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport


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Bewegungsbezogenes Lernen: „objektive“ Außenansicht auf die Bewegung => Struktur und Technikmerkmale; Subjektive Innensicht des Sich-Bewegens => bedingt, durch die individuelle Auseinandersetzung mit der Umwelt


- Bewegungskönnen 

▪ Anhand der sportspezifischen Strukturen und grundlegenden Technikmerkmale einschließlich Kenntnisse über Aktions- Funktionszusammenhänge zu vermitteln


- Bewegungserfahrungen

▪ Z.B. Gleit-, Gleichgewichts-, oder Rhythmuserfahrungen in möglichst großer Vielfalt fördern


Persönlichkeitsbezogenes lernen: z.B. Selbstwirksamkeit/Selbstkonzept => aus Sicht der Sportpsychologie; z.B. Selbstbestimmung/Mitbestimmung/Solidarität => aus Sicht der Sportpädagogik


Lehren und Vermitteln → komplexes Gefüge, kein rezepthaftes Geschehen

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Veränderte Bedingungen des Aufwachsens:

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- Institutionalisierte Lebenswelt
…Von der Halbtagsschule und dem Aufenthalt in der Familie → zur Kindertageseinrichtung/Ganztagsschule und organisierten Freizeitangeboten
➔ Zeit von Kindern und Jugendlichen zunehmend vorkonstruiert
➔ Zunahme der öffentlichen Verantwortung für das Aufwachsen


- Zunehmende soziale Ungleichheit
„soziale Schere“ zwischen den Gewinnern und den Verlierern des Aufwachsens geht weiter auseinander


- Mediatisierte Kindheit
➔ Neue Kommunikationsmöglichkeiten, aber auch neue Wege Informationen zu erlangen und sich ablenken zu lassen


- Zunehmende Handlungsoptionen
Früher: starke Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten durch gesellschaftliche Voraussetzungen Aber: Garantie der Zukunftsperspektiven
Heute: Eröffnung bis dato nicht gekannter sozialkultureller Freiheiten durch den Gesellschaftlichen Wandel
➔ Aufwachsen offener und heterogener, aber auch unsicherer und widersprüchlicher
➔ Zunahme an Handlungsoptionen vs. Abnahme an Handlungssicherheit

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Sportdidaktik als normative Disziplin:

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- Begründet Ziele, Inhalte und Methoden des Schulsports
- Orientiert sich u.a. an erziehungs- bildungstheoretischen Grundlagen, fachdidaktischen Modellen und curricularen Grundlagen
- Formuliert „Sollens-Sätze“
- WOZU soll WAS WIE gelernt werden?
- Bildungs- und Erziehungsziele
- Lernziele auf didaktischer Ebene
- Unterrichtskonzeptionen

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Bildungsbegriff:

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- Bildung ist reflexiv (sich-bilden)
- Bildungsprozesse werden aber auch von außen angeregt
- Bildung hat das Ziel, Menschen auf ihr Leben vorzubereiten

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Sportdidaktik als praktische Disziplin:

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- →Im human- und sozialwissenschaftlichen Bereich versagen alle Versuche, wissenschaftliche Theorien einfach in die Praxis umzusetzen, also sie einfach nur anzuwenden
- Erfahrungswissen aus der theoriegeleiteten Bewältigung des Schulalltags bedeutsam
- → spezifisches Wissen von Lehrer/innen über unterrichtliche Zusammenhänge => Bestärkung, Neubewertung, Korrektur und Weiterentwicklung des Theoriewissens

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Sportartenkonzept (Söll, 1996):

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TESTE DEIN WISSEN

- „Eigenwert“ des Sports beinhaltet pädagogische Gehalte
- Ziel ist es, Sport treiben zu können
- Inhalte sind gesellschaftlich relevante Sportarten→ traditionell: Kanon Schulsportarten
- Orientierung an der Sachstruktur des Sports, funktionalen Regeln etc. => Methode: Lerntechnologien (MÜR, MSR)

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Grundlegende Anthropologische Gedanken:

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- Der Mensch ist ein entwicklungsoffenes und handelndes Wesen

„instinktentlastet“, plastisch, lernfähig und lernbedürftig; kann im Rahmen situativer, körperlicher, kultureller und sozialer Bedingungen frei entscheiden
➔ Begründung der Erziehungsfähigkeit und Handlungsfreiheit


- Der Mensch ist ein historisches Wesen
„Invarianten“ wie Körper, Altersstufen, Sexualität unterliegen historischen Wandlungen


- Der Mensch ist ein kulturelles und soziales Wesen
Unverwechselbarkeit und Einmaligkeit des Individuums gepaart mit Merkmalen des Sozialen und kulturellen
➔ Spannungsfeld zwischen Bildsamkeit des Individuums und den Ansprüchen der Gesellschaft in der Erziehung
➔ Notwendigkeit Pädagogischer Reflexion (Relevante Bildungs- und Erziehungsziele im Sport)

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Inwiefern unterscheiden sich (Lern-)Gegenstände ästhetischer Fächer von (Lern-)Gegenständen anderer Fächer?

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- Die Gegenstände liegen nicht vor (=> sie sind „flüchtig)
- Sie werden erst durch jeden selbst im Tun hervorgebracht
- Sie sind immer mit einer Intention verbunden
- Sie sind immer mit einer konkreten Situation verknüpft
- Sie sind in der Regel in einen sozialen Kontext eingebunden

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Q:

Was sind Sportdidaktische Konzepte (und ihre Grundfragen)?

A:

Sportdidaktische Konzepte geben…
…eine Verortung der (sport-)pädagogischen Sichtweise im Hinblick auf grundlegende Zielsetzungen für den Sportunterricht
…einen Orientierungsrahmen für die Ableitung didaktischer Zielsetzungen sowie eine schlüssige Inhalts- und Methodenwahl
…keine Konkreten Hinweise auf die didaktisch-methodische Inszenierung auf Ebene der jeweiligen Lerninhalte

Q:

Beispiel „Bewegungsfrage und Bewegungsantwort“:

A:

Das Bewegungsverständnis geht vom Subjekt und der intentionalen Handlung zur Bewältigung eines Bewegungsproblems aus. NICHT von der fertigen Form einer Bewegung, die als Ortsveränderung sichtbar ist und an die sich Lernende möglichst dicht heranarbeiten sollen.
➔ Alle Bewegungen sind grundsätzlich als funktionale Antworten auf sich stellendes Bewegungsproblem zu sehen
➔ Es muss klar sein, welches Bewegungsproblem zu lösen ist, um eine dem Problem angemessene funktionale Antwort zu finden.
…es muss klar sein, dass ein Problem zu lösen ist und nicht, dass man einem bestimmten Ideal entspricht

Q:

Erziehungsbegriff:

A:

Intentionale Erziehung:
Erziehung in engeren Sinnen; durch absichtliche Strukturierung des Denkens, Fühlens und Handelns. Keine beliebige Vermittlung der Kulturtechniken und Werte einer Gesellschaft. Erziehen ist ein wechselseitiger Prozess → trotzdem Kompetenzgefälle zwischen Erzieher und Zögling


Funktionale Erziehung:
Einflüsse durch die Außenwelt, nicht absichtsvoll, sondern durch Gleichaltrigengruppen oder Medien.

Q:

Sportdidaktik:

A:

• → Teilgebiet der Sportpädagogik
• …befasst sich mit der Theorie und der Praxis von Lehr/Lernprozessen d.h. mit Zielen, Inhalten und Methoden in der Auseinandersetzung mit Sport
• Wie? Womit?

Q:

Konzept des Erziehenden Sportunterrichts als „Brücke“ zwischen der Erschließung bewegungskultureller Praxen und der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport


A:

Bewegungsbezogenes Lernen: „objektive“ Außenansicht auf die Bewegung => Struktur und Technikmerkmale; Subjektive Innensicht des Sich-Bewegens => bedingt, durch die individuelle Auseinandersetzung mit der Umwelt


- Bewegungskönnen 

▪ Anhand der sportspezifischen Strukturen und grundlegenden Technikmerkmale einschließlich Kenntnisse über Aktions- Funktionszusammenhänge zu vermitteln


- Bewegungserfahrungen

▪ Z.B. Gleit-, Gleichgewichts-, oder Rhythmuserfahrungen in möglichst großer Vielfalt fördern


Persönlichkeitsbezogenes lernen: z.B. Selbstwirksamkeit/Selbstkonzept => aus Sicht der Sportpsychologie; z.B. Selbstbestimmung/Mitbestimmung/Solidarität => aus Sicht der Sportpädagogik


Lehren und Vermitteln → komplexes Gefüge, kein rezepthaftes Geschehen

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Q:

Veränderte Bedingungen des Aufwachsens:

A:

- Institutionalisierte Lebenswelt
…Von der Halbtagsschule und dem Aufenthalt in der Familie → zur Kindertageseinrichtung/Ganztagsschule und organisierten Freizeitangeboten
➔ Zeit von Kindern und Jugendlichen zunehmend vorkonstruiert
➔ Zunahme der öffentlichen Verantwortung für das Aufwachsen


- Zunehmende soziale Ungleichheit
„soziale Schere“ zwischen den Gewinnern und den Verlierern des Aufwachsens geht weiter auseinander


- Mediatisierte Kindheit
➔ Neue Kommunikationsmöglichkeiten, aber auch neue Wege Informationen zu erlangen und sich ablenken zu lassen


- Zunehmende Handlungsoptionen
Früher: starke Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten durch gesellschaftliche Voraussetzungen Aber: Garantie der Zukunftsperspektiven
Heute: Eröffnung bis dato nicht gekannter sozialkultureller Freiheiten durch den Gesellschaftlichen Wandel
➔ Aufwachsen offener und heterogener, aber auch unsicherer und widersprüchlicher
➔ Zunahme an Handlungsoptionen vs. Abnahme an Handlungssicherheit

Q:

Sportdidaktik als normative Disziplin:

A:

- Begründet Ziele, Inhalte und Methoden des Schulsports
- Orientiert sich u.a. an erziehungs- bildungstheoretischen Grundlagen, fachdidaktischen Modellen und curricularen Grundlagen
- Formuliert „Sollens-Sätze“
- WOZU soll WAS WIE gelernt werden?
- Bildungs- und Erziehungsziele
- Lernziele auf didaktischer Ebene
- Unterrichtskonzeptionen

Q:

Bildungsbegriff:

A:

- Bildung ist reflexiv (sich-bilden)
- Bildungsprozesse werden aber auch von außen angeregt
- Bildung hat das Ziel, Menschen auf ihr Leben vorzubereiten

Q:

Sportdidaktik als praktische Disziplin:

A:

- →Im human- und sozialwissenschaftlichen Bereich versagen alle Versuche, wissenschaftliche Theorien einfach in die Praxis umzusetzen, also sie einfach nur anzuwenden
- Erfahrungswissen aus der theoriegeleiteten Bewältigung des Schulalltags bedeutsam
- → spezifisches Wissen von Lehrer/innen über unterrichtliche Zusammenhänge => Bestärkung, Neubewertung, Korrektur und Weiterentwicklung des Theoriewissens

Q:

Sportartenkonzept (Söll, 1996):

A:

- „Eigenwert“ des Sports beinhaltet pädagogische Gehalte
- Ziel ist es, Sport treiben zu können
- Inhalte sind gesellschaftlich relevante Sportarten→ traditionell: Kanon Schulsportarten
- Orientierung an der Sachstruktur des Sports, funktionalen Regeln etc. => Methode: Lerntechnologien (MÜR, MSR)

Q:

Grundlegende Anthropologische Gedanken:

A:

- Der Mensch ist ein entwicklungsoffenes und handelndes Wesen

„instinktentlastet“, plastisch, lernfähig und lernbedürftig; kann im Rahmen situativer, körperlicher, kultureller und sozialer Bedingungen frei entscheiden
➔ Begründung der Erziehungsfähigkeit und Handlungsfreiheit


- Der Mensch ist ein historisches Wesen
„Invarianten“ wie Körper, Altersstufen, Sexualität unterliegen historischen Wandlungen


- Der Mensch ist ein kulturelles und soziales Wesen
Unverwechselbarkeit und Einmaligkeit des Individuums gepaart mit Merkmalen des Sozialen und kulturellen
➔ Spannungsfeld zwischen Bildsamkeit des Individuums und den Ansprüchen der Gesellschaft in der Erziehung
➔ Notwendigkeit Pädagogischer Reflexion (Relevante Bildungs- und Erziehungsziele im Sport)

Q:

Inwiefern unterscheiden sich (Lern-)Gegenstände ästhetischer Fächer von (Lern-)Gegenständen anderer Fächer?

A:

- Die Gegenstände liegen nicht vor (=> sie sind „flüchtig)
- Sie werden erst durch jeden selbst im Tun hervorgebracht
- Sie sind immer mit einer Intention verbunden
- Sie sind immer mit einer konkreten Situation verknüpft
- Sie sind in der Regel in einen sozialen Kontext eingebunden

Sportdidaktik

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