Psychotherapie Schwenk at Justus-Liebig-Universität Gießen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Psychotherapie Schwenk an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Psychotherapie Schwenk Kurs an der Justus-Liebig-Universität Gießen zu.

TESTE DEIN WISSEN

Bella-Studie

Versorgungslage

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 1/3 der Kinder mit akuten/rezidivierenden psychischen Erkrankungen sind in

irgendeiner Behandlung

 2/3 der Kinder mit anhaltenden psychischen Erkrankungen sind in irgendeiner

Behandlung

87% in letzten 12 Monaten bei Kinder. und Allgemeinarzt

21% bei Psychotherapeut/ Psychiater

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TESTE DEIN WISSEN

Einwilligung zur Behandlung

Was ist bezüglich der Eltern zu beachten?

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TESTE DEIN WISSEN

Alleiniges Sorgerecht: 

Einwilligung der/des Sorgeberechtigten reicht aus.

Falls nicht auffindbar:

Antrag beim Familiengericht auf Ersetzung der Einwilligung durch

das Jugendamt ( § 1693 BGB)


Gemeinsames Sorgerecht: 

Beide Sorgeberechtigte müssen zustimmen!

Psychotherapie ≠ Alltagsgeschäft

Psychotherapie ≠ Notmaßnahme


Gemeinsames SR, nur einer erscheint...

Verheiratet und zusammen lebend

Behandler kann davon ausgehen, dass nicht anwesender Ehepartner

durch den anwesenden vertreten wird und mit Maßnahmen

einverstanden ist.


Achtung bei Anhaltspunkten für Nichteinverständnis!


Getrennt lebend oder geschieden

Beide müssen zustimmen!

Bei Nichteinigung:

Therapie aussetzen bis zur

gerichtlichen Klärung nach § 14 Abs. 3

BO LPK H

Falls die Gesundheitsfürsorge auf einen Elternteil übertragen wurde, reicht dessen Einwilligung. Rechtskräftiger Beschluss notwendig!


Sorgerecht/Gesundheitsfürsorge Dritter:

Schriftliche Einwilligung des Inhabers der Gesundheitsfürsorge


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TESTE DEIN WISSEN

Aber was ist Kindeswohlgefährdung?

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) §1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

„(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind.“

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TESTE DEIN WISSEN

Einwilligung zur Behandlung


Mögliche Kriterien zur Einsichtsfähigkeit:


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TESTE DEIN WISSEN

•grundsätzlich: ab 14 Jahre von Einsichtsfähigkeit auszugehen

•aber: Einzelfallentscheidung und –prüfungnotwendig!

•mögliche Kriterien:

➢Verständnis: Fähigkeit, einen bestimmten Sachverhalt zu verstehen

➢Verarbeitung: Fähigkeit, bestimmte Informationen auch bezgl. Folgen und Risiken in angemessener Weise zu verarbeiten

➢Bewertung: Fähigkeit, die Informationen auch im Hinblick auf Behandlungsalternativen angemessen zu bewerten

➢Bestimmbarkeit des Willens: Fähigkeit, den eigenen Willen auf der Grundlage von Verständnis, Verarbeitung und Bewertung der Situation zu bestimmen


Einsichtsfähigkeit ≠ Geschäftsfähigkeit

< 7 Jahre geschäftsunfähig

> 7 und < 18 Jahre eingeschränkt geschäftsfähig

> 18 Jahre voll geschäftsfähig


 bei vorhandener Einsichtsfähigkeit können Minderjährige ohne Zustimmung der

Sorgeberechtigten in Therapie einwilligen

 Behandlungsvertrag kann erst ab 18 Jahren geschlossen werden

 Antrag auf Psychotherapie bei GKV bereits ab 15 Jahren ohne Zustimmung der Eltern

möglich

 allerdings gesetzliche Vorgabe, dass GKV die SB über Antragstellung informieren



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TESTE DEIN WISSEN

Welche Anforderungen ergeben sich daraus an den Therapeuten?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

• spezifische Kenntnisse: 

„normale“ Entwicklung, Entwicklungsaufgaben im Kindes und Jugendalter, Testverfahren für das Kindes und Jugendalter, rechtliche Aspekte

• mehrere „Interaktionspartner“: Eltern, Geschwister, Lehrer, Jugendamt

• unterschiedliche Ziele, Interessen, Ressourcen und Beeinträchtigungen

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TESTE DEIN WISSEN

Bella-Studie

Auftretenshäufigkeit von Krakheiten

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TESTE DEIN WISSEN

Gesamt: 22%

Ängste: 10%

Depression: 5.4%

ADHS: 2.2%

Störung des Sozialverhaltens: 7.6%

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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen Problemen müssen Sie rechnen?


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TESTE DEIN WISSEN

• Ziele von Eltern und Kind stimmen nicht überein

• Ziele von Vater und Mutter stimmen nicht überein

• Kind befindet sich im Loyalitätskonflikt

• Eltern sind selbst psychisch krank

• Kind hat keine Eigenmotivation für die Therapie

• Eltern haben keine Eigenmotivation für die Therapie

• starke Schuldgefühle der Eltern

• Krankheitsgewinn nicht nur beim Kind, auch bei den Eltern

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TESTE DEIN WISSEN

Bella-Studie

Gründe, warum Fachbehandler nicht aufgesucht werden :

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 55% Unsicherheit , ob Problem ernsthaft genug ist

 29% wissen nicht , an wen sie sich wenden können

 28% sorgen sich darüber , was andere über sie denken

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Rechtliche Rahmenbedingungen


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TESTE DEIN WISSEN

 Einwilligung & Aufklärung

 Schweigepflicht

 Akteneinsicht

 Kindeswohlgefährdung

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TESTE DEIN WISSEN

Bausteine eines Langzeitantrages

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TESTE DEIN WISSEN

Relevante soziodemographische Daten

• Familie, familienanamnestische Daten

Symptomatik und psychischer Befund

• Explorationsergebnisse, psychischer Befund, psychodiagnostische Ergebnisse,

Krankheitsverständnis

Somatischer Befund

• Aus Konsiliarbericht

Behandlungsrelevante Angaben zur Lebensgeschichte

• Mikro und Makroanalyse, Ätiologie

Diagnose zum Zeitpunkt der Antragstellung

• Multiaxiales Klassifikationssystem

Behandlungsplan und Prognose

• Therapieziele und inhalte für Kind und Bezugspersonen, Setting und Methoden, Prognose,

Stundenverhältnis

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TESTE DEIN WISSEN

§34 StGB Rechtfertigender Notstand

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TESTE DEIN WISSEN

•"Kann„ Bestimmung

• unmittelbar drohende oder andauernde Gefahr für Leib und Leben des Patienten oder Dritter

 Abwägung: geschütztes Rechtsgut wiegt höher als die Schweigepflicht

• Bruch der Schweigepflicht ist nach § 203 StGB Straftat, dieser wird jedoch bei Gefahr für ein anderes Rechtsgut als

gerechtfertigt angesehen.

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TESTE DEIN WISSEN

Daten zu Kindeswohlgefährdung 2019

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TESTE DEIN WISSEN

•geprüfte Verdachtsfälle: 173.000

  •Feststellung von KWG durch Jugendämter: 55.500 Fälle

     •Anstieg von 2017 –2018 und 2018 -2019 um jeweils 10%

  •Feststellung von weiterem Unterstützungsbedarf: 59.100

  •keine Maßnahmen: 58.400

•KWG: 50% < 8 Jahre

•ca. 50% haben bei Gefährdungseinschätzung bereits Kinder-und Jugendhilfemaßnahmen

•akute > latente KWG

•Maßnahmen der Jugendämter

  •20% Einschaltung des Familiengerichts

  •16% Inobhutnahme

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  • 48 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Psychotherapie Schwenk Kurs an der Justus-Liebig-Universität Gießen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Bella-Studie

Versorgungslage

A:

 1/3 der Kinder mit akuten/rezidivierenden psychischen Erkrankungen sind in

irgendeiner Behandlung

 2/3 der Kinder mit anhaltenden psychischen Erkrankungen sind in irgendeiner

Behandlung

87% in letzten 12 Monaten bei Kinder. und Allgemeinarzt

21% bei Psychotherapeut/ Psychiater

Q:

Einwilligung zur Behandlung

Was ist bezüglich der Eltern zu beachten?

A:

Alleiniges Sorgerecht: 

Einwilligung der/des Sorgeberechtigten reicht aus.

Falls nicht auffindbar:

Antrag beim Familiengericht auf Ersetzung der Einwilligung durch

das Jugendamt ( § 1693 BGB)


Gemeinsames Sorgerecht: 

Beide Sorgeberechtigte müssen zustimmen!

Psychotherapie ≠ Alltagsgeschäft

Psychotherapie ≠ Notmaßnahme


Gemeinsames SR, nur einer erscheint...

Verheiratet und zusammen lebend

Behandler kann davon ausgehen, dass nicht anwesender Ehepartner

durch den anwesenden vertreten wird und mit Maßnahmen

einverstanden ist.


Achtung bei Anhaltspunkten für Nichteinverständnis!


Getrennt lebend oder geschieden

Beide müssen zustimmen!

Bei Nichteinigung:

Therapie aussetzen bis zur

gerichtlichen Klärung nach § 14 Abs. 3

BO LPK H

Falls die Gesundheitsfürsorge auf einen Elternteil übertragen wurde, reicht dessen Einwilligung. Rechtskräftiger Beschluss notwendig!


Sorgerecht/Gesundheitsfürsorge Dritter:

Schriftliche Einwilligung des Inhabers der Gesundheitsfürsorge


Q:

Aber was ist Kindeswohlgefährdung?

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) §1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls

A:

„(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind.“

Q:

Einwilligung zur Behandlung


Mögliche Kriterien zur Einsichtsfähigkeit:


A:

•grundsätzlich: ab 14 Jahre von Einsichtsfähigkeit auszugehen

•aber: Einzelfallentscheidung und –prüfungnotwendig!

•mögliche Kriterien:

➢Verständnis: Fähigkeit, einen bestimmten Sachverhalt zu verstehen

➢Verarbeitung: Fähigkeit, bestimmte Informationen auch bezgl. Folgen und Risiken in angemessener Weise zu verarbeiten

➢Bewertung: Fähigkeit, die Informationen auch im Hinblick auf Behandlungsalternativen angemessen zu bewerten

➢Bestimmbarkeit des Willens: Fähigkeit, den eigenen Willen auf der Grundlage von Verständnis, Verarbeitung und Bewertung der Situation zu bestimmen


Einsichtsfähigkeit ≠ Geschäftsfähigkeit

< 7 Jahre geschäftsunfähig

> 7 und < 18 Jahre eingeschränkt geschäftsfähig

> 18 Jahre voll geschäftsfähig


 bei vorhandener Einsichtsfähigkeit können Minderjährige ohne Zustimmung der

Sorgeberechtigten in Therapie einwilligen

 Behandlungsvertrag kann erst ab 18 Jahren geschlossen werden

 Antrag auf Psychotherapie bei GKV bereits ab 15 Jahren ohne Zustimmung der Eltern

möglich

 allerdings gesetzliche Vorgabe, dass GKV die SB über Antragstellung informieren



Q:

Welche Anforderungen ergeben sich daraus an den Therapeuten?

A:

• spezifische Kenntnisse: 

„normale“ Entwicklung, Entwicklungsaufgaben im Kindes und Jugendalter, Testverfahren für das Kindes und Jugendalter, rechtliche Aspekte

• mehrere „Interaktionspartner“: Eltern, Geschwister, Lehrer, Jugendamt

• unterschiedliche Ziele, Interessen, Ressourcen und Beeinträchtigungen

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Q:

Bella-Studie

Auftretenshäufigkeit von Krakheiten

A:

Gesamt: 22%

Ängste: 10%

Depression: 5.4%

ADHS: 2.2%

Störung des Sozialverhaltens: 7.6%

Q:

Mit welchen Problemen müssen Sie rechnen?


A:

• Ziele von Eltern und Kind stimmen nicht überein

• Ziele von Vater und Mutter stimmen nicht überein

• Kind befindet sich im Loyalitätskonflikt

• Eltern sind selbst psychisch krank

• Kind hat keine Eigenmotivation für die Therapie

• Eltern haben keine Eigenmotivation für die Therapie

• starke Schuldgefühle der Eltern

• Krankheitsgewinn nicht nur beim Kind, auch bei den Eltern

Q:

Bella-Studie

Gründe, warum Fachbehandler nicht aufgesucht werden :

A:

 55% Unsicherheit , ob Problem ernsthaft genug ist

 29% wissen nicht , an wen sie sich wenden können

 28% sorgen sich darüber , was andere über sie denken

Q:

Rechtliche Rahmenbedingungen


A:

 Einwilligung & Aufklärung

 Schweigepflicht

 Akteneinsicht

 Kindeswohlgefährdung

Q:

Bausteine eines Langzeitantrages

A:

Relevante soziodemographische Daten

• Familie, familienanamnestische Daten

Symptomatik und psychischer Befund

• Explorationsergebnisse, psychischer Befund, psychodiagnostische Ergebnisse,

Krankheitsverständnis

Somatischer Befund

• Aus Konsiliarbericht

Behandlungsrelevante Angaben zur Lebensgeschichte

• Mikro und Makroanalyse, Ätiologie

Diagnose zum Zeitpunkt der Antragstellung

• Multiaxiales Klassifikationssystem

Behandlungsplan und Prognose

• Therapieziele und inhalte für Kind und Bezugspersonen, Setting und Methoden, Prognose,

Stundenverhältnis

Q:

§34 StGB Rechtfertigender Notstand

A:

•"Kann„ Bestimmung

• unmittelbar drohende oder andauernde Gefahr für Leib und Leben des Patienten oder Dritter

 Abwägung: geschütztes Rechtsgut wiegt höher als die Schweigepflicht

• Bruch der Schweigepflicht ist nach § 203 StGB Straftat, dieser wird jedoch bei Gefahr für ein anderes Rechtsgut als

gerechtfertigt angesehen.

Q:

Daten zu Kindeswohlgefährdung 2019

A:

•geprüfte Verdachtsfälle: 173.000

  •Feststellung von KWG durch Jugendämter: 55.500 Fälle

     •Anstieg von 2017 –2018 und 2018 -2019 um jeweils 10%

  •Feststellung von weiterem Unterstützungsbedarf: 59.100

  •keine Maßnahmen: 58.400

•KWG: 50% < 8 Jahre

•ca. 50% haben bei Gefährdungseinschätzung bereits Kinder-und Jugendhilfemaßnahmen

•akute > latente KWG

•Maßnahmen der Jugendämter

  •20% Einschaltung des Familiengerichts

  •16% Inobhutnahme

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