2. SEMESTER Psychologie at Justus-Liebig-Universität Gießen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für 2. SEMESTER Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen 2. SEMESTER Psychologie Kurs an der Justus-Liebig-Universität Gießen zu.

TESTE DEIN WISSEN
Welche Rolle spielt das Gedächtnis fürs Lernen? 
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TESTE DEIN WISSEN
Menschen sind in der Lage etwas zu lernen, weil sie Information speichern können. Das Gedächtnis als Speicher von Erfahrungen + erworbenem Wissen stellt eine Voraussetzung für Lernprozesse dar
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TESTE DEIN WISSEN
Warum wird das sensorische Register als Teil des Gedächtnisses angesehen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Ultrakurzzeitgedächtnis
- Registrierung von Informationen -> Verarbeitung von Reizen (unbewusst)
- Verbindung zw. Wahrnehmung + dem tatsächlichen Gedächtnis
- Informationen werden an Kurzzeitgedächtnis weitergegeben (bewusst)
- Dauer der Speicherung -> Bruchteil von Sekunden
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Rolle spielt die Aufmerksamkeit für Lernen + Gedächtnis?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Aufmerksamkeit: Zustand der Bewusstheit (Bereitschaft, auf Stimulation zu reagieren) + Prozess der Selektion + Deselektion von Information
- zielgesteuert (,,top-down“)
- reizinduziert (,,bottom-up“)
- notwendige aber nicht hinreichende Bedingung für kognitive Leistungen (z.B. Verstehen komplexer Sachverhalte)
- Selektion: Strom der Reize -> einige zur Weiterbearbeitung + andere gleichzeitig übergangen
- Möglichkeit des Lenkens des Bewusstseins auf einen bestimmten Bereich zugänglicher Informationen 
Bewusstsein
- ,,Konzentration aufs Wesentliche“
- Selektive Speicherfunktion
- Kontrolle von spontanen Handlungsimpulsen
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TESTE DEIN WISSEN
Wann ist man blind durch Unaufmerksamkeit?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- Nichtwahrnehmung von Objekten -> bedingt durch eingeschränkte Verarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns
- nur Wahrnehmung/Bemerken von Objekten + Details (Aufmerksamkeit) 
- Selektieren des Gehirns (relevante/irrelevante Informationen)
- Ausrichtung der Aufmerksamkeit beeinflusst Aktivität bestimmter Gehirnstrukturen (Reize bewusst)
- Objekte können direkt im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen, werden trotzdem nicht gesehen, wenn wir ihnen keine spezielle Aufmerksamkeit entgegenbringen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Welche Konsequenzen ergeben sich für unterrichtliches Handeln?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Lehrfilme schauen
- klare Ziele/Aufgabe vorgeben
- nur kleinere Sequenzen auf einmal zeigen
- Möglichkeit des Zurückspulens etc.
2. Mit Störungen umgehen
- persönlich bedeutsamer Inhalt für Appell (z.B. Name)
- funktioniert auch im lauten Klassenzimmer
Wichtig
- klare Aufgabenstellungen, wenig ablenkende Details, hohe persönliche Relevanz
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Rolle spielen KZG/AG im Dreispeichermodell des Gedächtnisses?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- speichert eine begrenzte Menge an Informationen kurzzeitig
- bildet die ,,Brücke“ zum Langzeitgedächtnis (LZG)
- Informationen müssen KZG passieren, Um ins LZG zu gelangen
- Kontrollprozesse
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Kontrollprozesse finden im KZG statt + warum sind sie wichtig?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- damit Informationen länger gespeichert werden + mit höherer WK bis ins LZG gelangen, müssen Kontrollprozesse stattfinden
- damit nicht zu viele irrelevante Infos ins LZG kommen
Rehearsal
- ,,aktiv halten“ des Inhalts im KZG
- reicht alleine meist nicht aus für Übertrag ins LZG
- Evidenz aus Experiment nach Peterson & Peterson (1995)
Chunking
- KZG-Spanne = 7 chunks (Idee von Miller, 1956)
- Chunking nach Bedeutung/Ähnlichkeit bilden
- Vorgegeben vs. Selbst erzeugt (unter Einbezug von Vorwissen elaboriert)
- bei hohem Vorwissen häufig automatisch
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TESTE DEIN WISSEN
Warum wird das AG als zentraler Flaschenhals für bedeutungshaltiges Lernen angesehen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- AG ist eine begrenzte Ressource
- Aktive Verarbeitung im AG notwendig für bedeutungshaltiges Lernen
- Operationsspanne (=Anzahl an zu merkenden Chunks, wenn gleichzeitige zweite Aufgabe zu lösen): Nur ca. 4 Elemente simultan aktiv zu verarbeiten
-> Zentraler Flaschenhals: ,,so frei wie möglich halten“
-> Kognitive Belastung so gering wie möglich halten! Wie genau?
- AG filtert aufgabenbezogene + aufgabenirrelevante Informationen
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TESTE DEIN WISSEN
Wie belastet + entlastet man das Arbeitsgedächtnis?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
BELASTUNG
- ungünstige Materialgestaltung + niedriges Vorwissen
Aufgabenirrelevante Belastung (extrinsisch)
- Extrinsisch = von außen
- Ineffektiv; behindert Lernen
- verursacht durch schlecht gestaltete Lernumgebungen
- abhängig vom Design der Lernumgebung 
ENTLASTUNG
- günstige Materialgestaltung/ hohes Vorwissen
Aufgabenbezogene Belastung (intrinsisch)
- Intrinsisch = der Lernaufgabe inhärent
- abhängig von Interdependenz der Elemente (komplexes vs. einfaches Thema)
- abhängig vom Vorwissen
- nicht (direkt) durch Lernumgebung beeinflusst
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Konsequenzen ergeben sich für die Gestaltung von Lernaufgaben & -materialien?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. Rehearsal + Chunking ermöglichen
- Sprechpausen im Unterricht
- Gruppierung nach Bedeutung (auch mithilfe von Diagrammen Strukturen/Hierarchien ersichtlich machen)
- Elaborationen ermöglichen (oder zur Not darbieten)
2. AG-Kapazität richtig nutzen
- produktive Prozesse ermöglichen/fördern (z.B. Hinweisreize zur Text-Bild Integration; Bezüge zu Vorwissen)
- unnötige Suchprozesse vermeiden (z.B. Materialien integriert präsentieren) und dadurch extrinsische kognitive Belastung reduzieren
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TESTE DEIN WISSEN
Wie unterteilt man das Langzeitgedächtnis?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Deklaratives Gedächtnis für Fakten + Ergebnisse
- bewusst (explizit)
- Inhalte werden bewusst abgerufen
- Abruf teils mit Anstrengung verbunden
- teils explizite Suche nach Inhalten
- es geht v.a. um Verstehen, Behalten, Rekonstruieren
Episodisches Gedächtnis für Sammlung persönlicher Erfahrungen
- Geschichten erzählen
- Ereignisse der eigenen Biographie
- hat man meist selbst erlebt
- Inhalte mit klarem Raum-, Zeit- & Situationsbezug
- Inhalte an Kontext geknüpft
Semantisches Gedächtnis: (Allgemein-) Wissen
- Fakten/Wissen abrufen
- Fakten + Wissenseinheiten
- größtenteils verbalisiert (propositionale Netzwerke))
- Inhalte resultieren aus persönlicher Erfahrung - ist davon aber abstrahiert 
Prozedurales Gedächtnis für Ausführung von Handlungen
- tlw. unbewusst (implizit)
- Inhalte teils unbewusst abrufbar
- Automatisierung wichtig
- teils beiläufig gelernt, teils bewusst geübt
- gut ausüben können heißt nicht gleich gut erklären können
- es geht v.a. um Üben + (korrekt) Ausführen
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht die Psychologie unter ,,Lernen“? 
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TESTE DEIN WISSEN
,,…erfahrungsbasierter Prozess, der in einer relativ überdauernden Veränderung des Verhaltens resultiert“
Formen des Lernens:
- Intentionales Lernen: Lernen durch aktive Anstrengung, Abspeichern + Wiedergewinnen von Information
- Inzidentelles Lernen: Beiläufiges Aufnahmen + Speichern von Information
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Beispielhafte Karteikarten für deinen 2. SEMESTER Psychologie Kurs an der Justus-Liebig-Universität Gießen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Welche Rolle spielt das Gedächtnis fürs Lernen? 
A:
Menschen sind in der Lage etwas zu lernen, weil sie Information speichern können. Das Gedächtnis als Speicher von Erfahrungen + erworbenem Wissen stellt eine Voraussetzung für Lernprozesse dar
Q:
Warum wird das sensorische Register als Teil des Gedächtnisses angesehen?
A:
- Ultrakurzzeitgedächtnis
- Registrierung von Informationen -> Verarbeitung von Reizen (unbewusst)
- Verbindung zw. Wahrnehmung + dem tatsächlichen Gedächtnis
- Informationen werden an Kurzzeitgedächtnis weitergegeben (bewusst)
- Dauer der Speicherung -> Bruchteil von Sekunden
Q:
Welche Rolle spielt die Aufmerksamkeit für Lernen + Gedächtnis?
A:
- Aufmerksamkeit: Zustand der Bewusstheit (Bereitschaft, auf Stimulation zu reagieren) + Prozess der Selektion + Deselektion von Information
- zielgesteuert (,,top-down“)
- reizinduziert (,,bottom-up“)
- notwendige aber nicht hinreichende Bedingung für kognitive Leistungen (z.B. Verstehen komplexer Sachverhalte)
- Selektion: Strom der Reize -> einige zur Weiterbearbeitung + andere gleichzeitig übergangen
- Möglichkeit des Lenkens des Bewusstseins auf einen bestimmten Bereich zugänglicher Informationen 
Bewusstsein
- ,,Konzentration aufs Wesentliche“
- Selektive Speicherfunktion
- Kontrolle von spontanen Handlungsimpulsen
Q:
Wann ist man blind durch Unaufmerksamkeit?
A:
- Nichtwahrnehmung von Objekten -> bedingt durch eingeschränkte Verarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns
- nur Wahrnehmung/Bemerken von Objekten + Details (Aufmerksamkeit) 
- Selektieren des Gehirns (relevante/irrelevante Informationen)
- Ausrichtung der Aufmerksamkeit beeinflusst Aktivität bestimmter Gehirnstrukturen (Reize bewusst)
- Objekte können direkt im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen, werden trotzdem nicht gesehen, wenn wir ihnen keine spezielle Aufmerksamkeit entgegenbringen
Q:
Welche Konsequenzen ergeben sich für unterrichtliches Handeln?
A:
1. Lehrfilme schauen
- klare Ziele/Aufgabe vorgeben
- nur kleinere Sequenzen auf einmal zeigen
- Möglichkeit des Zurückspulens etc.
2. Mit Störungen umgehen
- persönlich bedeutsamer Inhalt für Appell (z.B. Name)
- funktioniert auch im lauten Klassenzimmer
Wichtig
- klare Aufgabenstellungen, wenig ablenkende Details, hohe persönliche Relevanz
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Welche Rolle spielen KZG/AG im Dreispeichermodell des Gedächtnisses?
A:
- speichert eine begrenzte Menge an Informationen kurzzeitig
- bildet die ,,Brücke“ zum Langzeitgedächtnis (LZG)
- Informationen müssen KZG passieren, Um ins LZG zu gelangen
- Kontrollprozesse
Q:
Welche Kontrollprozesse finden im KZG statt + warum sind sie wichtig?
A:
- damit Informationen länger gespeichert werden + mit höherer WK bis ins LZG gelangen, müssen Kontrollprozesse stattfinden
- damit nicht zu viele irrelevante Infos ins LZG kommen
Rehearsal
- ,,aktiv halten“ des Inhalts im KZG
- reicht alleine meist nicht aus für Übertrag ins LZG
- Evidenz aus Experiment nach Peterson & Peterson (1995)
Chunking
- KZG-Spanne = 7 chunks (Idee von Miller, 1956)
- Chunking nach Bedeutung/Ähnlichkeit bilden
- Vorgegeben vs. Selbst erzeugt (unter Einbezug von Vorwissen elaboriert)
- bei hohem Vorwissen häufig automatisch
Q:
Warum wird das AG als zentraler Flaschenhals für bedeutungshaltiges Lernen angesehen?
A:
- AG ist eine begrenzte Ressource
- Aktive Verarbeitung im AG notwendig für bedeutungshaltiges Lernen
- Operationsspanne (=Anzahl an zu merkenden Chunks, wenn gleichzeitige zweite Aufgabe zu lösen): Nur ca. 4 Elemente simultan aktiv zu verarbeiten
-> Zentraler Flaschenhals: ,,so frei wie möglich halten“
-> Kognitive Belastung so gering wie möglich halten! Wie genau?
- AG filtert aufgabenbezogene + aufgabenirrelevante Informationen
Q:
Wie belastet + entlastet man das Arbeitsgedächtnis?
A:
BELASTUNG
- ungünstige Materialgestaltung + niedriges Vorwissen
Aufgabenirrelevante Belastung (extrinsisch)
- Extrinsisch = von außen
- Ineffektiv; behindert Lernen
- verursacht durch schlecht gestaltete Lernumgebungen
- abhängig vom Design der Lernumgebung 
ENTLASTUNG
- günstige Materialgestaltung/ hohes Vorwissen
Aufgabenbezogene Belastung (intrinsisch)
- Intrinsisch = der Lernaufgabe inhärent
- abhängig von Interdependenz der Elemente (komplexes vs. einfaches Thema)
- abhängig vom Vorwissen
- nicht (direkt) durch Lernumgebung beeinflusst
Q:
Welche Konsequenzen ergeben sich für die Gestaltung von Lernaufgaben & -materialien?
A:
1. Rehearsal + Chunking ermöglichen
- Sprechpausen im Unterricht
- Gruppierung nach Bedeutung (auch mithilfe von Diagrammen Strukturen/Hierarchien ersichtlich machen)
- Elaborationen ermöglichen (oder zur Not darbieten)
2. AG-Kapazität richtig nutzen
- produktive Prozesse ermöglichen/fördern (z.B. Hinweisreize zur Text-Bild Integration; Bezüge zu Vorwissen)
- unnötige Suchprozesse vermeiden (z.B. Materialien integriert präsentieren) und dadurch extrinsische kognitive Belastung reduzieren
Q:
Wie unterteilt man das Langzeitgedächtnis?
A:
Deklaratives Gedächtnis für Fakten + Ergebnisse
- bewusst (explizit)
- Inhalte werden bewusst abgerufen
- Abruf teils mit Anstrengung verbunden
- teils explizite Suche nach Inhalten
- es geht v.a. um Verstehen, Behalten, Rekonstruieren
Episodisches Gedächtnis für Sammlung persönlicher Erfahrungen
- Geschichten erzählen
- Ereignisse der eigenen Biographie
- hat man meist selbst erlebt
- Inhalte mit klarem Raum-, Zeit- & Situationsbezug
- Inhalte an Kontext geknüpft
Semantisches Gedächtnis: (Allgemein-) Wissen
- Fakten/Wissen abrufen
- Fakten + Wissenseinheiten
- größtenteils verbalisiert (propositionale Netzwerke))
- Inhalte resultieren aus persönlicher Erfahrung - ist davon aber abstrahiert 
Prozedurales Gedächtnis für Ausführung von Handlungen
- tlw. unbewusst (implizit)
- Inhalte teils unbewusst abrufbar
- Automatisierung wichtig
- teils beiläufig gelernt, teils bewusst geübt
- gut ausüben können heißt nicht gleich gut erklären können
- es geht v.a. um Üben + (korrekt) Ausführen
Q:
Was versteht die Psychologie unter ,,Lernen“? 
A:
,,…erfahrungsbasierter Prozess, der in einer relativ überdauernden Veränderung des Verhaltens resultiert“
Formen des Lernens:
- Intentionales Lernen: Lernen durch aktive Anstrengung, Abspeichern + Wiedergewinnen von Information
- Inzidentelles Lernen: Beiläufiges Aufnahmen + Speichern von Information
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