Informations- Und Wissensmanagement at IUBH Internationale Hochschule | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Informations- und Wissensmanagement an der IUBH Internationale Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Semiotik

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TESTE DEIN WISSEN

 Als Teil der allgemeinen Sprach- und Zeichentheorie ist diese ein Themenbereich der Erkenntnistheorie und setzt sich mit allen sprachlichen und nichtsprachlichen Zeichensystemen auseinander. Dazu untersucht sie Kommunikationsprozesse, verstanden als Austausch von Zeichen zwischen Individuen als Zeichenbenutzer. Semiotik kann in die Untersuchungsebenen der Syntaktik, der Semantik sowie der Pragmatik unterteilt werden, welche mit Beziehungen zwischen den Zeichen (Syntaktik), Bedeutung der Zeichen (Semantik) und den Benutzern der Zeichen in einem bestimmten Kontext (Pragmatik) umschrieben werden können (vgl. Schaefer 2008, S. 98; Engelmann/Großmann 2015, S. 7; Krcmar 2015b, S. 13f.). Einen weiteren Begriff aus der Semiotik stellt die Sigmatik dar, verstanden als Beziehung zwischen Zeichen und bezeichnetem Objekt.


Als Beispiel zur Differenzierung der Untersuchungsebenen der Semiotik seien die Farben einer Ampel gewählt. Die Syntaktik beschreibt die Farbe Rot. Die Semantik misst der Farbe Rot die Bedeutung „Stopp!“ zu. Die Pragmatik impliziert, dass Individuen bei einem roten Ampelzeichen am Straßenrand warten und bei einem grünen Ampelzeichen die Straße überqueren.

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Online Test: Lektion 01

In Zeiten der digitalen Transformation avancieren Daten zum…

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vierten Produktionsfaktor.

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Online Test: Lektion 02

Worin lassen sich die Informationsflüsse innerhalb eines Unternehmens grob einteilen?  

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Die Informationsbedarfsermittlung, die Informationsgewinnung, die Informationsaufbereitung, die Informationsübermittlung und die Informationsnutzung

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Semantik


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Bedeutung der Zeichen (Semantik)


Die Semantik ist weiter gefasst als die Syntaktik, da sie sich mit der inhaltlichen Bedeutung von Zeichen auseinandersetzt. Sie untersucht die Beziehung zwischen einem Zeichen und seiner Bedeutung sowie die Beziehung zwischen einem Zeichen und dem zu bezeichnenden Objekt. Aus Perspektive der Informatik baut die Semantik insofern auf der Sigmatik auf, da sie den Daten, die aus der Zuordnung von Zeichen beziehungsweise Zeichenfolgen zu realen Objekten entstehen, eine Bedeutung zuordnet und damit Nachrichten erzeugt. Voraussetzung ist allerdings, dass Sender und Empfänger den Zeichen eine identische Bedeutung beimessen und demzufolge ein semantisches Übereinkommen zwischen Empfänger und Sender besteht (vgl. Picot/Reichwald/Wiegand 2003, S. 90; Schaefer 2008, S. 98; Heinrich/Heinzl/Riedl 2011, S. 152f.).

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Bedeutet eine Anstieg von Daten eine Anstieg von Wissen ?

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Daten stellen Angaben über Objekte, z. B. Sachverhalte oder Vorgänge, in einer maschinell verarbeitbaren Form dar (vgl. Schwarzer/Krcmar 2014, S. 7; Hansen/Mendling/Neumann 2019, S. 5). Sie treten zumeist nicht als atomare Daten isoliert auf, sondern werden zu Sinneinheiten gruppiert. Informationen können aus Daten nicht zwangsläufig abgeleitet werden. Hierfür müssen Daten interpretiert werden und den Zwecken eines Subjektes beziehungsweise Empfängers dienen. Deshalb bedeutet ein Anwachsen des Datenvolumens nicht automatisch einen Mehr an Information – und damit verbunden etwa auch einen Wissensanstieg.

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Metadaten

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Metadaten sind Daten über Daten. Sie beziehen sich auf Dateninhalte anhand eines bestimmten Vokabulars. Dieses definiert, für welche Dateninhalte welche Attribute vergeben werden können. Dabei ist die Abgrenzung der Metadaten zu den Daten fließend und ergibt sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext. Daten einer Anwendung können zugleich als Metadaten für eine andere Anwendung verwendet werden (vgl. Gaus 2005).


Der Begriff der Metadaten lässt sich mit Bezug zur Bibliotheksverwaltung erläutern. Hier wird der Inhalt eines Buches von den Daten über den Inhalt des Buches unterschieden. Beispiele für Metadaten sind dann der Titel des Buches, die Autoren, das Erscheinungsjahr und der Buchpreis. Innerhalb eines Bibliotheksverwaltungssystems können Recherchen zu Metadaten von Büchern erfolgen, z. B. Anzeigen aller Bücher bestimmter Autoren (vgl. Hansen/Mendling/Neumann 2019, S. 489).

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Pragmatik

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Die höchste Analysestufe stellt die Pragmatik dar und umfasst ergänzend zur Übertragung der Zeichen und deren Bedeutung zusätzlich resultierende Handlungsfolgen, die ein Handeln ebenso wie ein Nichthandeln auslösen können. Im Analysefokus stehen die Intentionen des Senders von Zeichen sowie die Wirkungen der Zeichen auf deren Empfänger beziehungsweise Benutzer. Die Nachrichten erhalten einen Verwendungszweck und werden aus dem Blickwinkel des Empfängers zur Information (vgl. Grob/Reepmeyer/Bensberg 2004, S. 33; Schaefer 2008, S. 98f.).

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Information Wirtschaftsoinformatik

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Einem weiter gefassten, dem Sprachgebrauch der Wirtschaftsinformatik entsprechenden Informationsverständnis folgend, sind Informationen nicht an Personen gebunden und damit losgelöst vom individuellen Kenntnisstand des Informationsempfängers zu betrachten. Der Begriff der Information erstreckt sich in einem konkreten Kontext auf den Prozess des Informierens. Der Zustand des Informiertseins geht hingegen mit der Interpretation der Information vor dem Hintergrund bereits vorhandenen, individuellen Wissens einher und wird daher nicht in den Informationsbegriff, sondern in den Wissensbegriff eingeordnet.

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(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Informationseigenschaften

(vgl. Pietsch/Martiny/Klotz 2004, S. 46; Schaefer 2008, S. 102f.; Krcmar 2015b, S. 16)

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- Faktoreigenschaft und Immaterialität

- Kontextabhängigkeit und Zeitbezug 

- Genauigkeit und Vollständigkeit

- Aktualität und Zuverlässigkeit 

- Dokumentation und Kommunikation

- Teilbarkeit und Kopierbarkeit

- Erweiterbarkeit und Verdichtung



Faktoreigenschaft und Immaterialität: Die Information wird als Produktionsfaktor interpretiert, der die gesamte Wertschöpfungskette durchzieht und dazu beiträgt, den Einsatz der weiteren Produktionsfaktoren zu koordinieren und möglichst auch zu optimieren. Informationen können sich aber auch zu einem Informationsgut entwickeln, das auf Vermarktungsfähigkeit ausgerichtet ist. Sie werden dann zu Umsatzträgern von Unternehmen.


Kontextabhängigkeit und Zeitbezug: Der Wert der Information bemisst sich in Abhängigkeit von der kontextspezifischen und der zeitlichen Verwendung.


Genauigkeit und Vollständigkeit: Informationsinhalte sind detailliert und präzise und beinhalten alle für einen Entscheidungskontext als relevant erachteten Aspekte.


Aktualität und Zuverlässigkeit: Es besteht eine nur geringe Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines bestimmten Sachverhalts beziehungsweise eines Vorgangs, auf den sich eine Information bezieht, und der Aufnahme der Information durch den Informationsempfänger.


Erweiterbarkeit und Verdichtung: Der Informationswert kann durch Integration, Selektion, Aggregation und Konkretisierung verändert werden.


Teilbarkeit und Kopierbarkeit: Informationen gelten als nahezu beliebig teilbar und können darüber hinaus zu geringen Kosten vervielfältigt werden. Darin unterscheiden sie sich von materiellen Gütern.


Dokumentation und Kommunikation: Nach zuvor festgelegten Kriterien sind Informationen speicherbar und können mit hoher Geschwindigkeit übermittelt werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass eine Informationsübermittlung zumeist nicht oder allenfalls eingeschränkt zurückgenommen werden kann.

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TESTE DEIN WISSEN

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Kommunikation

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TESTE DEIN WISSEN

Ein Pendant zur Information ist die Kommunikation und damit der Austausch von Informationen. Kommunikation kann zwischen mindestens zwei Menschen, zwischen Menschen und Maschinen (Mensch-Maschinen-Kommunikation) oder zwischen Maschinen (Computer-Kommunikation) erfolgen (vgl. Stahlknecht/Hasenkamp 2005, S. 85; Thome/Winkelmann 2015, S. 105f.). Kommunikation zielt auf eine störungsfreie Übertragung von Nachrichten zwischen Sendern und Empfängern ab. In Unternehmen ist sie die Basis für die Generierung und Verteilung von Wissen, löst Lernprozesse aus und geht mit der Ausweitung der Wissensbasis einher.

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TESTE DEIN WISSEN

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Wissen Allgemein

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TESTE DEIN WISSEN

Es kann als Vernetzung von Informationen bezeichnet werden und begründet die Fähigkeit, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen Informationen zu erkennen und gegebenenfalls Handlungsmuster abzuleiten.


 gilt im Unterschied zu Daten und Informationen als proaktiv


Wissen impliziert die Vernetzung von Informationen – etwa auf Basis vorhandener Erfahrungen, Wertevorstellungen, Kenntnisse und Fähigkeiten mit der Intention, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zur erkennen und damit Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten auszubauen.



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TESTE DEIN WISSEN

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Information Allgemein

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TESTE DEIN WISSEN

Im Allgemeinen wird unter einer Information eine Auskunft, Aufklärung oder Belehrung verstanden


Eine Information ist eine Nachricht, die an einen Problem- und Wissenskontext gebunden ist und stets einen Sender und einen Empfänger besitzt. Eine Information kann einen Empfänger an etwas erinnern (semantischer Informationsgehalt), ihm etwas vermitteln (pragmatischer Informationsgehalt), Verhaltensweisen und Ereignisse aus der Sicht des Empfängers kausal miteinander verknüpfen (explanatorischer Informationsgehalt) sowie dem Empfänger ermöglichen, Neues zu erkennen, zu denken oder zu fühlen (phänomenaler Informationsgehalt). Informationen können darauf ausgerichtet sein, Einschätzungen des Empfängers, bezogen auf entscheidungsrelevante Objekte, z. B. Sachverhalte oder Vorgänge, zu verändern (vgl. Luft 1997, S. 195).


Der häufig zu lesende Definitionsansatz „Information ist zweckorientiertes Wissen“ (Wittmann 1959, S. 14) stellt den Informationsbegriff in einen Verwendungszusammenhang. Information wird als Wissen interpretiert, das den Erkenntnisstand des Informationsempfängers zu einem Vorgang, einem Sachverhalt oder einem Objekt verbessern und den Informationsempfänger damit in der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen kann. Informationen beziehen sich demzufolge lediglich auf den Teil des verfügbaren Wissens, der zur Handlungsvorbereitung herangezogen und potenziell für die Erfüllung von Aufgaben verwendet werden könnte. Ob der Informationsempfänger die Information auch tatsächlich zur Verbesserung seiner Aufgabenerfüllung nutzt, erscheint – in diesem Definitionsansatz – nicht von Bedeutung (vgl. Schaefer 2008, S. 99).


Die Zweckorientierung der Information erweist sich allerdings als problematisch. Dies ist darin begründet, dass keine Auseinandersetzung mit der Frage erfolgt, inwiefern das Wissen des Senders aus der Sicht eines potenziellen Empfängers überhaupt geeignet erscheint, dem Zweck der Handlungsvorbereitung zu dienen. Wissen, das nicht zur Vorbereitung von Handlungen eingesetzt werden kann, ist – dem obigen Definitionsansatz zufolge – jedoch keine Information. Dies gilt auch für Wissen, das Sender einsetzen, um das Verhalten des Informationsempfängers zu beeinflussen (vgl. Schaefer 2008, S. 99f.).


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Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Semiotik

A:

 Als Teil der allgemeinen Sprach- und Zeichentheorie ist diese ein Themenbereich der Erkenntnistheorie und setzt sich mit allen sprachlichen und nichtsprachlichen Zeichensystemen auseinander. Dazu untersucht sie Kommunikationsprozesse, verstanden als Austausch von Zeichen zwischen Individuen als Zeichenbenutzer. Semiotik kann in die Untersuchungsebenen der Syntaktik, der Semantik sowie der Pragmatik unterteilt werden, welche mit Beziehungen zwischen den Zeichen (Syntaktik), Bedeutung der Zeichen (Semantik) und den Benutzern der Zeichen in einem bestimmten Kontext (Pragmatik) umschrieben werden können (vgl. Schaefer 2008, S. 98; Engelmann/Großmann 2015, S. 7; Krcmar 2015b, S. 13f.). Einen weiteren Begriff aus der Semiotik stellt die Sigmatik dar, verstanden als Beziehung zwischen Zeichen und bezeichnetem Objekt.


Als Beispiel zur Differenzierung der Untersuchungsebenen der Semiotik seien die Farben einer Ampel gewählt. Die Syntaktik beschreibt die Farbe Rot. Die Semantik misst der Farbe Rot die Bedeutung „Stopp!“ zu. Die Pragmatik impliziert, dass Individuen bei einem roten Ampelzeichen am Straßenrand warten und bei einem grünen Ampelzeichen die Straße überqueren.

Q:


Online Test: Lektion 01

In Zeiten der digitalen Transformation avancieren Daten zum…

Wählen Sie eine Antwort:






A:

vierten Produktionsfaktor.

Q:

Online Test: Lektion 02

Worin lassen sich die Informationsflüsse innerhalb eines Unternehmens grob einteilen?  

A:

Die Informationsbedarfsermittlung, die Informationsgewinnung, die Informationsaufbereitung, die Informationsübermittlung und die Informationsnutzung

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Semantik


A:

Bedeutung der Zeichen (Semantik)


Die Semantik ist weiter gefasst als die Syntaktik, da sie sich mit der inhaltlichen Bedeutung von Zeichen auseinandersetzt. Sie untersucht die Beziehung zwischen einem Zeichen und seiner Bedeutung sowie die Beziehung zwischen einem Zeichen und dem zu bezeichnenden Objekt. Aus Perspektive der Informatik baut die Semantik insofern auf der Sigmatik auf, da sie den Daten, die aus der Zuordnung von Zeichen beziehungsweise Zeichenfolgen zu realen Objekten entstehen, eine Bedeutung zuordnet und damit Nachrichten erzeugt. Voraussetzung ist allerdings, dass Sender und Empfänger den Zeichen eine identische Bedeutung beimessen und demzufolge ein semantisches Übereinkommen zwischen Empfänger und Sender besteht (vgl. Picot/Reichwald/Wiegand 2003, S. 90; Schaefer 2008, S. 98; Heinrich/Heinzl/Riedl 2011, S. 152f.).

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Bedeutet eine Anstieg von Daten eine Anstieg von Wissen ?

A:

Daten stellen Angaben über Objekte, z. B. Sachverhalte oder Vorgänge, in einer maschinell verarbeitbaren Form dar (vgl. Schwarzer/Krcmar 2014, S. 7; Hansen/Mendling/Neumann 2019, S. 5). Sie treten zumeist nicht als atomare Daten isoliert auf, sondern werden zu Sinneinheiten gruppiert. Informationen können aus Daten nicht zwangsläufig abgeleitet werden. Hierfür müssen Daten interpretiert werden und den Zwecken eines Subjektes beziehungsweise Empfängers dienen. Deshalb bedeutet ein Anwachsen des Datenvolumens nicht automatisch einen Mehr an Information – und damit verbunden etwa auch einen Wissensanstieg.

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Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Metadaten

A:

Metadaten sind Daten über Daten. Sie beziehen sich auf Dateninhalte anhand eines bestimmten Vokabulars. Dieses definiert, für welche Dateninhalte welche Attribute vergeben werden können. Dabei ist die Abgrenzung der Metadaten zu den Daten fließend und ergibt sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext. Daten einer Anwendung können zugleich als Metadaten für eine andere Anwendung verwendet werden (vgl. Gaus 2005).


Der Begriff der Metadaten lässt sich mit Bezug zur Bibliotheksverwaltung erläutern. Hier wird der Inhalt eines Buches von den Daten über den Inhalt des Buches unterschieden. Beispiele für Metadaten sind dann der Titel des Buches, die Autoren, das Erscheinungsjahr und der Buchpreis. Innerhalb eines Bibliotheksverwaltungssystems können Recherchen zu Metadaten von Büchern erfolgen, z. B. Anzeigen aller Bücher bestimmter Autoren (vgl. Hansen/Mendling/Neumann 2019, S. 489).

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Pragmatik

A:

Die höchste Analysestufe stellt die Pragmatik dar und umfasst ergänzend zur Übertragung der Zeichen und deren Bedeutung zusätzlich resultierende Handlungsfolgen, die ein Handeln ebenso wie ein Nichthandeln auslösen können. Im Analysefokus stehen die Intentionen des Senders von Zeichen sowie die Wirkungen der Zeichen auf deren Empfänger beziehungsweise Benutzer. Die Nachrichten erhalten einen Verwendungszweck und werden aus dem Blickwinkel des Empfängers zur Information (vgl. Grob/Reepmeyer/Bensberg 2004, S. 33; Schaefer 2008, S. 98f.).

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Information Wirtschaftsoinformatik

A:

Einem weiter gefassten, dem Sprachgebrauch der Wirtschaftsinformatik entsprechenden Informationsverständnis folgend, sind Informationen nicht an Personen gebunden und damit losgelöst vom individuellen Kenntnisstand des Informationsempfängers zu betrachten. Der Begriff der Information erstreckt sich in einem konkreten Kontext auf den Prozess des Informierens. Der Zustand des Informiertseins geht hingegen mit der Interpretation der Information vor dem Hintergrund bereits vorhandenen, individuellen Wissens einher und wird daher nicht in den Informationsbegriff, sondern in den Wissensbegriff eingeordnet.

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Informationseigenschaften

(vgl. Pietsch/Martiny/Klotz 2004, S. 46; Schaefer 2008, S. 102f.; Krcmar 2015b, S. 16)

A:

- Faktoreigenschaft und Immaterialität

- Kontextabhängigkeit und Zeitbezug 

- Genauigkeit und Vollständigkeit

- Aktualität und Zuverlässigkeit 

- Dokumentation und Kommunikation

- Teilbarkeit und Kopierbarkeit

- Erweiterbarkeit und Verdichtung



Faktoreigenschaft und Immaterialität: Die Information wird als Produktionsfaktor interpretiert, der die gesamte Wertschöpfungskette durchzieht und dazu beiträgt, den Einsatz der weiteren Produktionsfaktoren zu koordinieren und möglichst auch zu optimieren. Informationen können sich aber auch zu einem Informationsgut entwickeln, das auf Vermarktungsfähigkeit ausgerichtet ist. Sie werden dann zu Umsatzträgern von Unternehmen.


Kontextabhängigkeit und Zeitbezug: Der Wert der Information bemisst sich in Abhängigkeit von der kontextspezifischen und der zeitlichen Verwendung.


Genauigkeit und Vollständigkeit: Informationsinhalte sind detailliert und präzise und beinhalten alle für einen Entscheidungskontext als relevant erachteten Aspekte.


Aktualität und Zuverlässigkeit: Es besteht eine nur geringe Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines bestimmten Sachverhalts beziehungsweise eines Vorgangs, auf den sich eine Information bezieht, und der Aufnahme der Information durch den Informationsempfänger.


Erweiterbarkeit und Verdichtung: Der Informationswert kann durch Integration, Selektion, Aggregation und Konkretisierung verändert werden.


Teilbarkeit und Kopierbarkeit: Informationen gelten als nahezu beliebig teilbar und können darüber hinaus zu geringen Kosten vervielfältigt werden. Darin unterscheiden sie sich von materiellen Gütern.


Dokumentation und Kommunikation: Nach zuvor festgelegten Kriterien sind Informationen speicherbar und können mit hoher Geschwindigkeit übermittelt werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass eine Informationsübermittlung zumeist nicht oder allenfalls eingeschränkt zurückgenommen werden kann.

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Kommunikation

A:

Ein Pendant zur Information ist die Kommunikation und damit der Austausch von Informationen. Kommunikation kann zwischen mindestens zwei Menschen, zwischen Menschen und Maschinen (Mensch-Maschinen-Kommunikation) oder zwischen Maschinen (Computer-Kommunikation) erfolgen (vgl. Stahlknecht/Hasenkamp 2005, S. 85; Thome/Winkelmann 2015, S. 105f.). Kommunikation zielt auf eine störungsfreie Übertragung von Nachrichten zwischen Sendern und Empfängern ab. In Unternehmen ist sie die Basis für die Generierung und Verteilung von Wissen, löst Lernprozesse aus und geht mit der Ausweitung der Wissensbasis einher.

Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Wissen Allgemein

A:

Es kann als Vernetzung von Informationen bezeichnet werden und begründet die Fähigkeit, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen Informationen zu erkennen und gegebenenfalls Handlungsmuster abzuleiten.


 gilt im Unterschied zu Daten und Informationen als proaktiv


Wissen impliziert die Vernetzung von Informationen – etwa auf Basis vorhandener Erfahrungen, Wertevorstellungen, Kenntnisse und Fähigkeiten mit der Intention, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zur erkennen und damit Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten auszubauen.



Q:

(1.2 Daten, Metadaten, Information und Wissen)

Information Allgemein

A:

Im Allgemeinen wird unter einer Information eine Auskunft, Aufklärung oder Belehrung verstanden


Eine Information ist eine Nachricht, die an einen Problem- und Wissenskontext gebunden ist und stets einen Sender und einen Empfänger besitzt. Eine Information kann einen Empfänger an etwas erinnern (semantischer Informationsgehalt), ihm etwas vermitteln (pragmatischer Informationsgehalt), Verhaltensweisen und Ereignisse aus der Sicht des Empfängers kausal miteinander verknüpfen (explanatorischer Informationsgehalt) sowie dem Empfänger ermöglichen, Neues zu erkennen, zu denken oder zu fühlen (phänomenaler Informationsgehalt). Informationen können darauf ausgerichtet sein, Einschätzungen des Empfängers, bezogen auf entscheidungsrelevante Objekte, z. B. Sachverhalte oder Vorgänge, zu verändern (vgl. Luft 1997, S. 195).


Der häufig zu lesende Definitionsansatz „Information ist zweckorientiertes Wissen“ (Wittmann 1959, S. 14) stellt den Informationsbegriff in einen Verwendungszusammenhang. Information wird als Wissen interpretiert, das den Erkenntnisstand des Informationsempfängers zu einem Vorgang, einem Sachverhalt oder einem Objekt verbessern und den Informationsempfänger damit in der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen kann. Informationen beziehen sich demzufolge lediglich auf den Teil des verfügbaren Wissens, der zur Handlungsvorbereitung herangezogen und potenziell für die Erfüllung von Aufgaben verwendet werden könnte. Ob der Informationsempfänger die Information auch tatsächlich zur Verbesserung seiner Aufgabenerfüllung nutzt, erscheint – in diesem Definitionsansatz – nicht von Bedeutung (vgl. Schaefer 2008, S. 99).


Die Zweckorientierung der Information erweist sich allerdings als problematisch. Dies ist darin begründet, dass keine Auseinandersetzung mit der Frage erfolgt, inwiefern das Wissen des Senders aus der Sicht eines potenziellen Empfängers überhaupt geeignet erscheint, dem Zweck der Handlungsvorbereitung zu dienen. Wissen, das nicht zur Vorbereitung von Handlungen eingesetzt werden kann, ist – dem obigen Definitionsansatz zufolge – jedoch keine Information. Dies gilt auch für Wissen, das Sender einsetzen, um das Verhalten des Informationsempfängers zu beeinflussen (vgl. Schaefer 2008, S. 99f.).


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