Wirtschaftsethik IUBH at IU Internationale Hochschule | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Wirtschaftsethik IUBH an der IU Internationale Hochschule

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Warum ist Wirtschaftsethik heute so wichtig?

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Wirtschaftsethik ist heutzutage so wichtig, weil 


o Sich unternehmerisches Handeln heute auch ethisch rechtfertigen muss 


o Eine kritische Öffentlichkeit Druck auf Unternehmen ausübt 


o Langfristiger Unternehmenserfolg nur möglich ist, wenn Unternehmen ihre Umwelt berücksichtigen

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Wirtschaft findet auf 3 Ebenen statt. Welche?

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(1) Makro-Ebene:
Dies ist die Eben, die den sozialen und politischen Rahmen betrifft (gesetzlicher Rahmen, soziale Normen, Traditionen der Gesellschaft).

(2) Organisationsebene:
Hier geht es um die Organisation bzw. das Unternehmen selbst, sein Regelwerk und die Art, wie es mit seiner Umwelt in Austauschbeziehungen tritt
(Unternehmen).

(3) Mikro-Ebene:
Hier geht es um das Individuum, die einzelne Person und die Frage, wie diese Person Entscheidungen trifft
(Individuum)

 Organisations- und Makro-Ebene spielen große Rolle
 alle 3 Ebene sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig,

z.B.: - Gesetzesänderungen (Makro-Eben) haben Einfluss auf das unternehmerische (Organisationsebene) und individuelle Handeln/ Verhalten (Mikro-Ebene)

- Das Individuum hat als politischer Wähler das Recht, Parteien zu wählen und bestimmt daher die Makro-Ebene mit

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Definition Ethik

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Ethik = Vorstellung von richtigem und falschem Verhalten in der Interaktion mit anderen Menschen

Wie führe ich ein gutes, erfülltes Leben?  

- Unterscheidung von moralisch gutem und falschem Verhalten

- Jeder einzelne muss sich entscheiden, inwieweit er sich an geltenden Moralvorstellungen, Regeln und Pflichten orientiert und wie verantwortungsvoll Handeln auszugestalten ist 

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Definition Wirtschaftsethik

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Wirtschaftsethik = Vorstellung von richtigem und falschem Verhalten in wirtschaftlichen Austauschbeziehungen 


- Herausforderung:
individuelle Vorstellungen von moralisch richtigem Handeln stehen gegen die geltenden Vorstellungen und Normen im Unternehmen 

- schwierig, die persönliche Integrität zu erhalten 

- Wirtschaftsethik kann daher für solche Situationen eine Leitlinie bereitstellen, in denen sich ökonomische und ethische Vorstellungen wiedersprechen

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3 Faktoren der ethischen Reflexion

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Dreieck: Das Gute (die Aktion/Tat), Das Selbst, Der/Die Andere


- Wird das Selbst ausgeklammert, handelt es sich um selbstloses Handeln

- Wird der/ die Andere ausgeklammert, handelt es sich um selbstbezogenes Handeln 

- Wird das Gute ausgeklammert, dann fehlt das verbindende Element jeder ethischen Überlegung und zwischenmenschlicher Interaktion

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Def. Dilemmata

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Ethische Entscheidungssituationen (Dilemmata) = Entscheidungssituation, in der die Handlungsalternativen je Vor- und Nachteile aufweisen, welche die Entscheidung erschweren und gegeneinander abzuwägen sind 


- Situationen, in denen es kein einfaches Richtig oder Falsch gibt 

- Schwierigkeit: Erkennen der verschiedenen Einflussfaktoren und Bewertung dieser, um zu einer begründeten Entscheidung zu kommen

Wirtschaftsethik handelt davon, dass Organisationen ihren Mitarbeitern eine Leitlinie an die Hand geben, wie mit Dilemmata umzugehen ist und wie man zu einer begründeten Entscheidung kommt, die im Sinne der Unternehmenspolitik ist

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Def. Werte

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Werte = Grundlegende Prinzipien, Überzeugungen und Einstellungen über das, was als gut, richtig und wichtig angesehen wird

Werte sind stabile und dauerhafte Überzeugungen 

- Sie können nur über längere Zeit verändert werden

3 Wertunterscheidungen:
(1) Strategische Werte: beziehen sich auf die geteilten Überzeugungen in einer Organisation in Bezug auf dessen strategische Ausrichtung
(z. B. Vision und Mission des Unternehmens)

(2) Arbeitswerte: sind Prioritäten, die die Mitarbeiter anleiten sollen, um die strategischen Werte zu erreichen
(z. B. Pünktlichkeit, Qualitäts- und Serviceorientierung)

(3) Ethische Werte: sind Überzeugungen, die den einzelnen zu gutem Verhalten im Umgang mit anderen anleiten sollen
(z. B. Respekt, Fairness und Ehrlichkeit)

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Def. Kultur
Formelle und Informelle Kultur

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Kultur = Tradierte Werte und Normen einer Gruppe (Land, Organisation) 


- Entwickelt sich über längere Zeiträume und Veränderungen benötigen Zeit 

- Organisations- und Unternehmenskultur: „Die Art und Weise, wie wir hier Dinge tun“ 

- Kultur beschreibt jene Verhaltensnormen, die in einer Gruppe als akzeptabel angesehen werden 


Unterscheidung: Formelle und informelle Kultur 


(1) Formelle Kultur: Organisationsstruktur, Auswahlverfahren, etwaige Regeln, Verfahrensweisen, systematische Entscheidungsprozesse 


(2) Informelle Kultur: Verhaltensnormen, die zwar nicht niedergeschrieben sind, aber im Unternehmen gelebt werden (z. B. Geschichten über Mitarbeiter und deren Verhalten, Tradition und Tabus) 


Beispiel für Gegensätze von formeller und informeller Kultur: Gelbfieberbeispiel: Die Unternehmenspolitik stellt plakativ heraus, dass Bestechung seitens des Unternehmens grundsätzlich abgelehnt wird (formelle Kultur), während es mögliche gelebte und vom Management tolerierte Praxis unter Vertriebsmitarbeitern ist, im Ausland von den ohnehin üppigen Auslandsreisespesen hin und wieder ein kleines „Beschleunigungsgeld“ abzuzweigen (informelle Kultur). 

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Kategorien Ethischer Verständnisse

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Bei ethischen Entscheidungen geht es um die Frage, auf welcher Grundlage wir eine Aktion als moralisch richtig oder falsch ansehen 

-> sollten die zugrundeliegenden Prinzipien absolut und universell sein (ethischer Absolutismus/ Universalismus) 

oder sollen situative Elemente mit einbezogen werden (Relativismus)?


Generelle Kategorien ethischer Verständnisse:

  • Ethischer Absolutismus
    VS
    Relativismus

  • Konsequentialismus
    VS
    Non-Konsequentialismus


Ethischer Absolutismus
= Moralvorstellungen, die als absolut und universell angesehen werden und daher werden ethische Entscheidungen unabhängig von der jeweiligen Situation getroffen.

Bsp.: Gelbfieber, MA muss zurückreisen, auch wenn Firma insolvent gehen würde

Ethischer Relativismus

ethische Entscheidungen, bei denen die Gesamtsituation mit einbezogen wird und zwischen Alternativen abwägt

Bsp: Gelbfieber, MA bezahlt Bestechungsgels, weil das seiner Meinung nach eine gängige Methode im Kongo ist und er so Arbeitsplätze sichert

Konsequentialismus

Folgen einer Aktion werden einbezogen bei der Bewertung, ob die Aktion ethisch gut ist oder nicht

Bsp.: Gelbfieber, Bestechungsgeld führt zu finanziellem Wohlergehen des Unternehmens

Non-Konsequentialismus

für die Bewertung einer Aktion als ethisch gut, werden die Motive und Intentionen betrachtet

Bsp: Gelbfieber, Korruption ist generell verwerflich, also fließt kein Bestechungsgeld, auch wenn dies zur Folge hätte, dass das Unternehmen insolvent geht


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Wozu dienen Ethik-Theorien?

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Ethik-Theorien stellen Kriterien zur Verfügung, auf deren Grundlage man eine Handlung als ethisch richtig oder falsch bewerten kann.


- Beschreibung: versuchen zu beschreiben, welche Merkmale ethisch gutes Verhalten auszeichnet 


- Orientierung: Orientiert man sich einem bestimmten Kriterium, fällt es leichter, ethische Probleme im Voraus zu antizipieren 


- Bewertung: Ethik-Theorien geben uns ein Instrument an die Hand, um Aktionen in einem strukturierten Prozess begründet zu bewerten

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 Def.: Teleologie, Sozialvertragstheorie, Deontologie

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Teleologie

(= Charakter-/ Tugendethik) geht davon aus, dass jeder Mensch sein Leben an einem ultimativen Ziel ausrichtet, welches Teil der menschlichen Existenz ist. 


- können in die Charakter- oder Tugendethik, religiöse Ethiken sowie den Utilitarismus unterschieden werden. Jeder dieser Ansätze geht davon aus, dass Menschen einem ultimativen Ziel im Leben zustreben. 


Sozialvertragstheorie

sieht ethisches Handeln auf gesellschaftlichen Normen beruhend an, die die Menschen daran hindern, in ständigem Krieg zu leben.


- Sozialvertragstheorien besagen, dass ethisches Handeln sich auf vertraglichen Beziehungen innerhalb von Gesellschaften gründet, durch die Menschen ihr Zusammenleben zu organisieren versuchen. Die verschiedenen Sichtweisen in der Sozialvertragstheorie unterscheiden sich in einem eher positiven oder eher negativen Bild des menschlichen Charakters sowie in der Frage, wie die sozialen Normen organisiert sind und in welcher Zuordnung diese zueinander stehen.


Deontologie

sieht ethisches Handeln als prinzipien- und pflichtengeleitet, wobei die Konsequenzen einer Aktion nicht betrachtet werden.


- Deontologische Theorien betrachten ethisches Handeln als grundsätzliche Pflicht des Menschen. Das Unterscheidungsmerkmal der beiden betrachteten Ansätze ist dabei, ob es ein generell gültiges Prinzip zu befolgen gibt, oder ob es mehrere Prinzipien gibt, die Entscheidungen komplexer machen, gleichzeitig aber auch die Anpassung ethischen Handelns an die situativen Gegebenheiten erleichtern.

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KATEGORIEN DER WIRTSCHAFTSETHIK (deutschsprachiger Raum)

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3 Verständnisse von wirtschaftsethischen Diskussionen: 

(1) Korrektive Wirtschaftsethik 

(2) Funktionalistische Wirtschaftsethik 

(3) Integrative Wirtschaftsethik


1. Korrektive Wirtschaftsethik

-> beruht eher auf Richtung Tugendethik

Hauptaussage „korrektive Wirtschaftsethik“:  

- Priorität von Ethik: Erst die Marktmechanismen, dann Ethik zur Korrektur gegebenenfalls negativer Marktwirkungen 

- Ziel ethischen Handelns: Korrektur negativer Auswirkungen des Marktgeschehens 


2. Funktionalistische Wirtschaftsethik

-> beruht auf Utilitarismus

Hauptaussage „funktionalistische Wirtschaftsethik“: 

- Priorität von Ethik: Ethik hat Priorität, wenn sie wirtschaftlich nützt

- Ziel ethischen Handelns: Förderung der Marktposition des Unternehmens


3. Integrative Wirtschaftsethik:
Hauptaussage „integrative Wirtschaftsethik“: 

- Priorität von Ethik: Ethik ist normative Grundlage aller wirtschaftlichen Entscheidungen 

- Ziel ethischen Handelns: Das gute Leben (auch im Wirtschaftsleben)

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Wirtschaftsethik IUBH Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Warum ist Wirtschaftsethik heute so wichtig?

A:

Wirtschaftsethik ist heutzutage so wichtig, weil 


o Sich unternehmerisches Handeln heute auch ethisch rechtfertigen muss 


o Eine kritische Öffentlichkeit Druck auf Unternehmen ausübt 


o Langfristiger Unternehmenserfolg nur möglich ist, wenn Unternehmen ihre Umwelt berücksichtigen

Q:

Wirtschaft findet auf 3 Ebenen statt. Welche?

A:

(1) Makro-Ebene:
Dies ist die Eben, die den sozialen und politischen Rahmen betrifft (gesetzlicher Rahmen, soziale Normen, Traditionen der Gesellschaft).

(2) Organisationsebene:
Hier geht es um die Organisation bzw. das Unternehmen selbst, sein Regelwerk und die Art, wie es mit seiner Umwelt in Austauschbeziehungen tritt
(Unternehmen).

(3) Mikro-Ebene:
Hier geht es um das Individuum, die einzelne Person und die Frage, wie diese Person Entscheidungen trifft
(Individuum)

 Organisations- und Makro-Ebene spielen große Rolle
 alle 3 Ebene sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig,

z.B.: - Gesetzesänderungen (Makro-Eben) haben Einfluss auf das unternehmerische (Organisationsebene) und individuelle Handeln/ Verhalten (Mikro-Ebene)

- Das Individuum hat als politischer Wähler das Recht, Parteien zu wählen und bestimmt daher die Makro-Ebene mit

Q:

Definition Ethik

A:

Ethik = Vorstellung von richtigem und falschem Verhalten in der Interaktion mit anderen Menschen

Wie führe ich ein gutes, erfülltes Leben?  

- Unterscheidung von moralisch gutem und falschem Verhalten

- Jeder einzelne muss sich entscheiden, inwieweit er sich an geltenden Moralvorstellungen, Regeln und Pflichten orientiert und wie verantwortungsvoll Handeln auszugestalten ist 

Q:

Definition Wirtschaftsethik

A:

Wirtschaftsethik = Vorstellung von richtigem und falschem Verhalten in wirtschaftlichen Austauschbeziehungen 


- Herausforderung:
individuelle Vorstellungen von moralisch richtigem Handeln stehen gegen die geltenden Vorstellungen und Normen im Unternehmen 

- schwierig, die persönliche Integrität zu erhalten 

- Wirtschaftsethik kann daher für solche Situationen eine Leitlinie bereitstellen, in denen sich ökonomische und ethische Vorstellungen wiedersprechen

Q:

3 Faktoren der ethischen Reflexion

A:

Dreieck: Das Gute (die Aktion/Tat), Das Selbst, Der/Die Andere


- Wird das Selbst ausgeklammert, handelt es sich um selbstloses Handeln

- Wird der/ die Andere ausgeklammert, handelt es sich um selbstbezogenes Handeln 

- Wird das Gute ausgeklammert, dann fehlt das verbindende Element jeder ethischen Überlegung und zwischenmenschlicher Interaktion

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Q:

Def. Dilemmata

A:

Ethische Entscheidungssituationen (Dilemmata) = Entscheidungssituation, in der die Handlungsalternativen je Vor- und Nachteile aufweisen, welche die Entscheidung erschweren und gegeneinander abzuwägen sind 


- Situationen, in denen es kein einfaches Richtig oder Falsch gibt 

- Schwierigkeit: Erkennen der verschiedenen Einflussfaktoren und Bewertung dieser, um zu einer begründeten Entscheidung zu kommen

Wirtschaftsethik handelt davon, dass Organisationen ihren Mitarbeitern eine Leitlinie an die Hand geben, wie mit Dilemmata umzugehen ist und wie man zu einer begründeten Entscheidung kommt, die im Sinne der Unternehmenspolitik ist

Q:

Def. Werte

A:

Werte = Grundlegende Prinzipien, Überzeugungen und Einstellungen über das, was als gut, richtig und wichtig angesehen wird

Werte sind stabile und dauerhafte Überzeugungen 

- Sie können nur über längere Zeit verändert werden

3 Wertunterscheidungen:
(1) Strategische Werte: beziehen sich auf die geteilten Überzeugungen in einer Organisation in Bezug auf dessen strategische Ausrichtung
(z. B. Vision und Mission des Unternehmens)

(2) Arbeitswerte: sind Prioritäten, die die Mitarbeiter anleiten sollen, um die strategischen Werte zu erreichen
(z. B. Pünktlichkeit, Qualitäts- und Serviceorientierung)

(3) Ethische Werte: sind Überzeugungen, die den einzelnen zu gutem Verhalten im Umgang mit anderen anleiten sollen
(z. B. Respekt, Fairness und Ehrlichkeit)

Q:

Def. Kultur
Formelle und Informelle Kultur

A:

Kultur = Tradierte Werte und Normen einer Gruppe (Land, Organisation) 


- Entwickelt sich über längere Zeiträume und Veränderungen benötigen Zeit 

- Organisations- und Unternehmenskultur: „Die Art und Weise, wie wir hier Dinge tun“ 

- Kultur beschreibt jene Verhaltensnormen, die in einer Gruppe als akzeptabel angesehen werden 


Unterscheidung: Formelle und informelle Kultur 


(1) Formelle Kultur: Organisationsstruktur, Auswahlverfahren, etwaige Regeln, Verfahrensweisen, systematische Entscheidungsprozesse 


(2) Informelle Kultur: Verhaltensnormen, die zwar nicht niedergeschrieben sind, aber im Unternehmen gelebt werden (z. B. Geschichten über Mitarbeiter und deren Verhalten, Tradition und Tabus) 


Beispiel für Gegensätze von formeller und informeller Kultur: Gelbfieberbeispiel: Die Unternehmenspolitik stellt plakativ heraus, dass Bestechung seitens des Unternehmens grundsätzlich abgelehnt wird (formelle Kultur), während es mögliche gelebte und vom Management tolerierte Praxis unter Vertriebsmitarbeitern ist, im Ausland von den ohnehin üppigen Auslandsreisespesen hin und wieder ein kleines „Beschleunigungsgeld“ abzuzweigen (informelle Kultur). 

Q:

Kategorien Ethischer Verständnisse

A:

Bei ethischen Entscheidungen geht es um die Frage, auf welcher Grundlage wir eine Aktion als moralisch richtig oder falsch ansehen 

-> sollten die zugrundeliegenden Prinzipien absolut und universell sein (ethischer Absolutismus/ Universalismus) 

oder sollen situative Elemente mit einbezogen werden (Relativismus)?


Generelle Kategorien ethischer Verständnisse:

  • Ethischer Absolutismus
    VS
    Relativismus

  • Konsequentialismus
    VS
    Non-Konsequentialismus


Ethischer Absolutismus
= Moralvorstellungen, die als absolut und universell angesehen werden und daher werden ethische Entscheidungen unabhängig von der jeweiligen Situation getroffen.

Bsp.: Gelbfieber, MA muss zurückreisen, auch wenn Firma insolvent gehen würde

Ethischer Relativismus

ethische Entscheidungen, bei denen die Gesamtsituation mit einbezogen wird und zwischen Alternativen abwägt

Bsp: Gelbfieber, MA bezahlt Bestechungsgels, weil das seiner Meinung nach eine gängige Methode im Kongo ist und er so Arbeitsplätze sichert

Konsequentialismus

Folgen einer Aktion werden einbezogen bei der Bewertung, ob die Aktion ethisch gut ist oder nicht

Bsp.: Gelbfieber, Bestechungsgeld führt zu finanziellem Wohlergehen des Unternehmens

Non-Konsequentialismus

für die Bewertung einer Aktion als ethisch gut, werden die Motive und Intentionen betrachtet

Bsp: Gelbfieber, Korruption ist generell verwerflich, also fließt kein Bestechungsgeld, auch wenn dies zur Folge hätte, dass das Unternehmen insolvent geht


Q:

Wozu dienen Ethik-Theorien?

A:

Ethik-Theorien stellen Kriterien zur Verfügung, auf deren Grundlage man eine Handlung als ethisch richtig oder falsch bewerten kann.


- Beschreibung: versuchen zu beschreiben, welche Merkmale ethisch gutes Verhalten auszeichnet 


- Orientierung: Orientiert man sich einem bestimmten Kriterium, fällt es leichter, ethische Probleme im Voraus zu antizipieren 


- Bewertung: Ethik-Theorien geben uns ein Instrument an die Hand, um Aktionen in einem strukturierten Prozess begründet zu bewerten

Q:

 Def.: Teleologie, Sozialvertragstheorie, Deontologie

A:

Teleologie

(= Charakter-/ Tugendethik) geht davon aus, dass jeder Mensch sein Leben an einem ultimativen Ziel ausrichtet, welches Teil der menschlichen Existenz ist. 


- können in die Charakter- oder Tugendethik, religiöse Ethiken sowie den Utilitarismus unterschieden werden. Jeder dieser Ansätze geht davon aus, dass Menschen einem ultimativen Ziel im Leben zustreben. 


Sozialvertragstheorie

sieht ethisches Handeln auf gesellschaftlichen Normen beruhend an, die die Menschen daran hindern, in ständigem Krieg zu leben.


- Sozialvertragstheorien besagen, dass ethisches Handeln sich auf vertraglichen Beziehungen innerhalb von Gesellschaften gründet, durch die Menschen ihr Zusammenleben zu organisieren versuchen. Die verschiedenen Sichtweisen in der Sozialvertragstheorie unterscheiden sich in einem eher positiven oder eher negativen Bild des menschlichen Charakters sowie in der Frage, wie die sozialen Normen organisiert sind und in welcher Zuordnung diese zueinander stehen.


Deontologie

sieht ethisches Handeln als prinzipien- und pflichtengeleitet, wobei die Konsequenzen einer Aktion nicht betrachtet werden.


- Deontologische Theorien betrachten ethisches Handeln als grundsätzliche Pflicht des Menschen. Das Unterscheidungsmerkmal der beiden betrachteten Ansätze ist dabei, ob es ein generell gültiges Prinzip zu befolgen gibt, oder ob es mehrere Prinzipien gibt, die Entscheidungen komplexer machen, gleichzeitig aber auch die Anpassung ethischen Handelns an die situativen Gegebenheiten erleichtern.

Q:

KATEGORIEN DER WIRTSCHAFTSETHIK (deutschsprachiger Raum)

A:

3 Verständnisse von wirtschaftsethischen Diskussionen: 

(1) Korrektive Wirtschaftsethik 

(2) Funktionalistische Wirtschaftsethik 

(3) Integrative Wirtschaftsethik


1. Korrektive Wirtschaftsethik

-> beruht eher auf Richtung Tugendethik

Hauptaussage „korrektive Wirtschaftsethik“:  

- Priorität von Ethik: Erst die Marktmechanismen, dann Ethik zur Korrektur gegebenenfalls negativer Marktwirkungen 

- Ziel ethischen Handelns: Korrektur negativer Auswirkungen des Marktgeschehens 


2. Funktionalistische Wirtschaftsethik

-> beruht auf Utilitarismus

Hauptaussage „funktionalistische Wirtschaftsethik“: 

- Priorität von Ethik: Ethik hat Priorität, wenn sie wirtschaftlich nützt

- Ziel ethischen Handelns: Förderung der Marktposition des Unternehmens


3. Integrative Wirtschaftsethik:
Hauptaussage „integrative Wirtschaftsethik“: 

- Priorität von Ethik: Ethik ist normative Grundlage aller wirtschaftlichen Entscheidungen 

- Ziel ethischen Handelns: Das gute Leben (auch im Wirtschaftsleben)

Wirtschaftsethik IUBH

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