AKF Soziologie at IU Internationale Hochschule | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für AKF Soziologie an der IU Internationale Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN

Wie spitzt Popitz den Begriff der Norm zu?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Heinrich Popitz verknappt die Handlungstheorie auf Normen und ihre Sanktionen
  • Er formulierte hinsichtlich der Verhaltensnormen und Verhaltenserwartungen die berühmte Formel „Jede Gesellschaft lebt auf  Kredit“ à bedeutet, dass man bei Handlungen den anderen einen Vertrauensvorschuss darauf gibt, dass die Verhaltenserwartungen auch eingehalten werden.
  • Würde man nicht auf die Einhaltung von Vertrauenserwartungen vertrauen, wäre soziales Leben nicht möglich.

àPopitz spitzt dies auf die Merkmale „Verhaltensregelmäßigkeiten“ und „Sanktionen“ zu.

  • Zuspitzung erfolgt aus dem Grund der empirischen Beobachtbarkeit
  • Sanktionen nennt Popitz „die Reaktionen, die mit der Intention der Erkennbarkeit für den Betroffenen als negative (strafende) Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten vollzogen werden“
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TESTE DEIN WISSEN

Alle Bewohner eines Stadtteils werden als "Unterschicht" bezeichnet. Diskutiere diesen Ansatz vor dem Hintergrund konzeptioneller Ungleichheit

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Die Unterschicht kann als die Bevölkerungsgruppe beschrieben werden, die am wenigsten über Geld, Güter, Bildung und Sozialprestige verfügt. Außerdem ist sie häufig ohne Arbeit.

  • Ungleichheit bedeutet eine Differenzierung der Gesellschaft in Gruppen unterschiedlicher Teilhabe
  • Schon immer gab es in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ausgegrenzte Menschen (die am Rande der Gesellschaft stehen mussten).
  • Der Armutsbericht macht die soziale Ungleichverteilung offensichtlich& gleichzeitig
  • umstritten.
  • Es bedarf fundiertem soziologischem Grundwissen, ansonsten ist eine Pauschalisierung des Begriffs Stadtteil-Untersicht unpassend.
  • Problemeatisch ist in diesem Zusammenhang, dass es in der Gesellschaft keinen Konsens über die Messinstrumente der Armut gibt (z.B. der Begriff relative Armut)
  • Soziale Konflikte durch sozialen Wandel
  • Absolute Armut: weniger als 3 Mahlzeiten
  • Relative Armut: keine Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Merkmale der Unterschicht: hohe Arbeitslosigkeit, geringere Bildungschancen, wenig Geld, kleine Wohnungen
  • Stigmatisierung (sozialschwach) physische und psychische Krankheiten (Depression, Selbstaufgabe)
  • Jobverlust – Krankheit, Krankheit- Jobverlust
  • Verlierer der Industrialisierung, Digitalisierung (Computer ersetzen Arbeitskraft)
  • Armutsschere
  • Risiko, durch das Netz des Wohlfahrtstaates zu fallen, ist höher
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Bedingungen haben Sanktionen?

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Unerwünschtes Verhalten führt zu Nachteilen. Würde man aber jeden Schaden, den ein Handelnder auf Tun und Lassen trifft, als Sanktion bezeichnen, würde das auch den Begriff der Norm ausweiten.

Wichtig ist, dass man sich bei einer Sanktion auch den Sanktionierenden näher ansieht:

  • Der Sanktionierende muss erkennbar machen, dass er eine negative Sanktion vollzieht
  • Der Sanktionierende muss erkennbar machen, auf welches Handeln sich die Sanktion bezieht.
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Jugendphase

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Die Phase der Jugend bekam ihre Bedeutung (so wie wir sie heute kennen) erst in der modernen Gesellschaft. 

Die Phase des Ausprobierens und Experimentierens wurde verlängert bis in die Phase des Erwerbslebens hinein à Entstehung der Lebensphase Jugend à wenige Verpflichtungen, aber viele Möglichkeiten und Chancen.

Ebenso hat das Alter seine privilegierte Rolle, die durch Weisheit und Kenntnisvermittlung gekennzeichnet ist, verloren.

àLebensläufe in der modernen Gesellschaft sind durch eine Ausweitung der Jugendphase gekennzeichnet.

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Gesellschaft und Gemeinschaft erklären und deren Bedeutung in der heutigen Zeit (Seite 73)


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Der Soziologie Ferdinand Tönnies setzt den Begriff „Gemeinschaft“ gegenüber von „Gesellschaft“.

Gemeinschaft sind die eher traditionellen sozialen Gebilde, die zugrundeliegenden Werte „Tradition, Glaube und Gemeinschaftssinn“.

Diese werden abgelöst von „Dynamik, der Verwissenschaftlichung und der Kommerzialisierung“.

Ebenfalls müssten spontane und emotionale Beziehungen dem Künstlichen und Sachlichen weichen.

In einer Gemeinschaft, etwa einer Familie, wird häufig einvernehmlich entschieden. Gesellschaftlich gilt dagegen das Mehrheitsprinzip

Heutige Probleme:

Die Gemeinschaft (Familie) verliert immer mehr an Bedeutung, da viele Aufgaben von der Gesellschaft (Instiutionen wie Schule) übernommen werden.

„Kommunitarismus“: Kerngedanke ist, dass Gemeinsinn gestärkt werden soll. Nicht Vertragsbeziehungen sondern lebendige Sinngemeinschaften verbinden Menschen.

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Welches sind die Kennzeichen der Verhaltenstheoretischen Fundierung?

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Es gibt zwei Ansätze, um Menschliches Verhalten zu verstehen à handlungstheoretische Fundierung und verhaltungstheoretische Fundierung.

Kennzeichnend für die verhaltenstheoretische Fundierung ist der Versuch, ein quasi naturwissenschaftliches Bild zu zeichnen.

  • Orientiert sich an einem objektivistischen Wissenschaftsideal, ähnlich dem der Naturwissenschaften
  • Will immer „wenn…dann…“ Erklärungen für menschliches Verhalten liefern
  • Die Menschenwelt ist von Raum und Zeit unabhängig
  • Das Menschenbild wird aus anderen Wissenschaften unhinterfragt übernommen (z.B. Neurowissenschaften)
  • Man ist bestrebt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten zu ermitteln. Z.B. Rational Choice Theorie à setzt voraus, dass menschliches Verhalten immer rational ist
  • Der Gegensatz zur verhaltenstheoretischen Fundierung ist die handlungstheoretische Fundierung
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Bei totaler Verelendung der arbeitenden Bevölkerung würde es zu einem revolutionären Umsturz der politischen Verhältnisse kommen. Diskutiere!

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Marx nahm an, dass die eklatante Verelendung des Proletariats zu einer politischen Revolution führen würde, was nicht der Fall war.

Aber die Geschichte ist geprägt von Arbeits- und Klassenkämpfen.

Marx unterscheidet 2 Klassen. Die eine zeichnet sich durch Eigentum an den Produktionsmitteln aus (Kapital), die anderen müssen vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben (Arbeit). Zwischen beiden besteht ein Konfliktpotenzial.

Die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen durch Bismarcksche Sozialgesetze -> heutige Sozialpolitik (Kündigungsschutz, Arbeitssicherheit, Sozialversicherung)

  • Gründung erster Gewerkschaften
  • Totale Verelendung blieb aus
  • Trotzdem hat es in der Vergangenheit dramatische Gesellschaftsumbrüche gegeben
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Erläutern Sie den Satz „Beobachtung setzt Wissen voraus“.

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Beispiel: Es wird ein Bild einer Anzeige Wetterradars gezeigt. Um erklären zu können und feststellen zu können, was man auf diesem Bild sieht, benötigt man ein Verständnis für das, was auf dem Bild gezeigt wird. Jemand der sich also nichts über Wetterradare weiß, könnte zum Beispiel denken es handelt sich um eine Abbildung unseres Sonnensystems, oder verschütteter Milch auf einem Kochfeld.

Dieses Phänomen nennt man auch Theorie-Beladenheit der Beobachtung, kurzgefasst: Beobachtung setzt Wissen voraus.

Das Bedeutet, dass neue Erkenntnis auch Vorwissen voraussetzt.

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Warum ist es wichtig, soziologische Reflexionskompetenz zu haben?

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Die Kompetenz der Soziologie im Sozialwesen liegt in der Reflexion von Alltagswissen und darin, vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen. Die Erkenntnis, dass die eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen nicht zwangsläufig generalisierbar und allgemeingültig sind, gehört zu den Grundeinsichten der Soziologie.

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Symbolischer Interaktionismus und seine Merkmale

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Symbolischer Interaktionismus und seine Merkmale

Namensgeber: Herbert Blumer

Blumer geht davon aus, dass der Mensch nicht nur in einer natürlichen Umwelt lebt, sondern auch in einer Welt, die symbolischen Charakter aufweist. Auch die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit dem symbolischen Interaktionismus.

Der symbolische Interaktionismus beruht nach Blumer auf folgenden Annahmen:

  • Menschen handeln „Dingen“ (Gegenständen, Menschen, Handlungen, …) gegenüber auf der Grundlage ihrer Bedeutung, die diese Dinge für sie haben.
  • Diese Bedeutungen sind nicht Bestandteil des Gegenstandes, sondern entstehen aus der sozialen Interaktion mit ihnen.
  • Die Bedeutungen werden während der Auseinandersetzung mit der Umwelt verändert und situationsadäquat interpretiert.
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Warum haben Netzwerke eine große Bedeutung für Sozialarbeiter?

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Die Soziologie bezeichnet Netzwerke als „Beziehungsgewebe in einer Gruppe von Leuten, die durch Kommunikation und andere Austauschprozesse direkt oder indirekt miteinanderverbunden sind“

  • Sozialarbeiter sind Netzwerker
  • Bei schwierigen sozialen Fällen 
  • Vermittlung des Klienten an Psychologen, Polizei, Suchtberatung usw.
  • Kooperationspartner hinzuziehen, um dem Klienten Hilfestellung zu leisten
  • zur Sicherung eines gemeinsamen Ziels und der Bündelung von Fachwissen, unterschiedliche Sichtweisen und Kompetenzen
  • Weak-ties = viele schwache Verbindungen -> Optimale Chancen auf dem Arbeitsmarkt
  • Gute Vernetzung hat auch einen maßgeblichen Einfluss auf das individuelle Wohlbefinden und die Gesundheit -> Gesellschaftliche Isolation erhöht das Risiko von Depression.
  • Der Sozialarbeiter kann die Bürger unterstützen das jeweilige Netzwerk aufzubauen, zu vergrößern oder beizubehalten.
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Sozialisation anderes Land (Lektion 4.3.)

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TESTE DEIN WISSEN

Sozialisation orientiert sich an den Werten und Normen der jeweiligen Gesellschaft. Die Art, wie diese Rollen und Normen von der Gesellschaft an die Subjekte herangetragen werden, unterscheidet sich ebenfalls von Gesellschaft zu Gesellschaft.
Klaus Hurrelmanns Definition von Soziologie.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen AKF Soziologie Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wie spitzt Popitz den Begriff der Norm zu?

A:
  • Heinrich Popitz verknappt die Handlungstheorie auf Normen und ihre Sanktionen
  • Er formulierte hinsichtlich der Verhaltensnormen und Verhaltenserwartungen die berühmte Formel „Jede Gesellschaft lebt auf  Kredit“ à bedeutet, dass man bei Handlungen den anderen einen Vertrauensvorschuss darauf gibt, dass die Verhaltenserwartungen auch eingehalten werden.
  • Würde man nicht auf die Einhaltung von Vertrauenserwartungen vertrauen, wäre soziales Leben nicht möglich.

àPopitz spitzt dies auf die Merkmale „Verhaltensregelmäßigkeiten“ und „Sanktionen“ zu.

  • Zuspitzung erfolgt aus dem Grund der empirischen Beobachtbarkeit
  • Sanktionen nennt Popitz „die Reaktionen, die mit der Intention der Erkennbarkeit für den Betroffenen als negative (strafende) Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten vollzogen werden“
Q:

Alle Bewohner eines Stadtteils werden als "Unterschicht" bezeichnet. Diskutiere diesen Ansatz vor dem Hintergrund konzeptioneller Ungleichheit

A:

Die Unterschicht kann als die Bevölkerungsgruppe beschrieben werden, die am wenigsten über Geld, Güter, Bildung und Sozialprestige verfügt. Außerdem ist sie häufig ohne Arbeit.

  • Ungleichheit bedeutet eine Differenzierung der Gesellschaft in Gruppen unterschiedlicher Teilhabe
  • Schon immer gab es in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ausgegrenzte Menschen (die am Rande der Gesellschaft stehen mussten).
  • Der Armutsbericht macht die soziale Ungleichverteilung offensichtlich& gleichzeitig
  • umstritten.
  • Es bedarf fundiertem soziologischem Grundwissen, ansonsten ist eine Pauschalisierung des Begriffs Stadtteil-Untersicht unpassend.
  • Problemeatisch ist in diesem Zusammenhang, dass es in der Gesellschaft keinen Konsens über die Messinstrumente der Armut gibt (z.B. der Begriff relative Armut)
  • Soziale Konflikte durch sozialen Wandel
  • Absolute Armut: weniger als 3 Mahlzeiten
  • Relative Armut: keine Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Merkmale der Unterschicht: hohe Arbeitslosigkeit, geringere Bildungschancen, wenig Geld, kleine Wohnungen
  • Stigmatisierung (sozialschwach) physische und psychische Krankheiten (Depression, Selbstaufgabe)
  • Jobverlust – Krankheit, Krankheit- Jobverlust
  • Verlierer der Industrialisierung, Digitalisierung (Computer ersetzen Arbeitskraft)
  • Armutsschere
  • Risiko, durch das Netz des Wohlfahrtstaates zu fallen, ist höher
Q:

Welche Bedingungen haben Sanktionen?

A:

Unerwünschtes Verhalten führt zu Nachteilen. Würde man aber jeden Schaden, den ein Handelnder auf Tun und Lassen trifft, als Sanktion bezeichnen, würde das auch den Begriff der Norm ausweiten.

Wichtig ist, dass man sich bei einer Sanktion auch den Sanktionierenden näher ansieht:

  • Der Sanktionierende muss erkennbar machen, dass er eine negative Sanktion vollzieht
  • Der Sanktionierende muss erkennbar machen, auf welches Handeln sich die Sanktion bezieht.
Q:

Jugendphase

A:

Die Phase der Jugend bekam ihre Bedeutung (so wie wir sie heute kennen) erst in der modernen Gesellschaft. 

Die Phase des Ausprobierens und Experimentierens wurde verlängert bis in die Phase des Erwerbslebens hinein à Entstehung der Lebensphase Jugend à wenige Verpflichtungen, aber viele Möglichkeiten und Chancen.

Ebenso hat das Alter seine privilegierte Rolle, die durch Weisheit und Kenntnisvermittlung gekennzeichnet ist, verloren.

àLebensläufe in der modernen Gesellschaft sind durch eine Ausweitung der Jugendphase gekennzeichnet.

Q:

Gesellschaft und Gemeinschaft erklären und deren Bedeutung in der heutigen Zeit (Seite 73)


A:

Der Soziologie Ferdinand Tönnies setzt den Begriff „Gemeinschaft“ gegenüber von „Gesellschaft“.

Gemeinschaft sind die eher traditionellen sozialen Gebilde, die zugrundeliegenden Werte „Tradition, Glaube und Gemeinschaftssinn“.

Diese werden abgelöst von „Dynamik, der Verwissenschaftlichung und der Kommerzialisierung“.

Ebenfalls müssten spontane und emotionale Beziehungen dem Künstlichen und Sachlichen weichen.

In einer Gemeinschaft, etwa einer Familie, wird häufig einvernehmlich entschieden. Gesellschaftlich gilt dagegen das Mehrheitsprinzip

Heutige Probleme:

Die Gemeinschaft (Familie) verliert immer mehr an Bedeutung, da viele Aufgaben von der Gesellschaft (Instiutionen wie Schule) übernommen werden.

„Kommunitarismus“: Kerngedanke ist, dass Gemeinsinn gestärkt werden soll. Nicht Vertragsbeziehungen sondern lebendige Sinngemeinschaften verbinden Menschen.

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Q:

Welches sind die Kennzeichen der Verhaltenstheoretischen Fundierung?

A:

Es gibt zwei Ansätze, um Menschliches Verhalten zu verstehen à handlungstheoretische Fundierung und verhaltungstheoretische Fundierung.

Kennzeichnend für die verhaltenstheoretische Fundierung ist der Versuch, ein quasi naturwissenschaftliches Bild zu zeichnen.

  • Orientiert sich an einem objektivistischen Wissenschaftsideal, ähnlich dem der Naturwissenschaften
  • Will immer „wenn…dann…“ Erklärungen für menschliches Verhalten liefern
  • Die Menschenwelt ist von Raum und Zeit unabhängig
  • Das Menschenbild wird aus anderen Wissenschaften unhinterfragt übernommen (z.B. Neurowissenschaften)
  • Man ist bestrebt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten zu ermitteln. Z.B. Rational Choice Theorie à setzt voraus, dass menschliches Verhalten immer rational ist
  • Der Gegensatz zur verhaltenstheoretischen Fundierung ist die handlungstheoretische Fundierung
Q:

Bei totaler Verelendung der arbeitenden Bevölkerung würde es zu einem revolutionären Umsturz der politischen Verhältnisse kommen. Diskutiere!

A:

Marx nahm an, dass die eklatante Verelendung des Proletariats zu einer politischen Revolution führen würde, was nicht der Fall war.

Aber die Geschichte ist geprägt von Arbeits- und Klassenkämpfen.

Marx unterscheidet 2 Klassen. Die eine zeichnet sich durch Eigentum an den Produktionsmitteln aus (Kapital), die anderen müssen vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben (Arbeit). Zwischen beiden besteht ein Konfliktpotenzial.

Die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen durch Bismarcksche Sozialgesetze -> heutige Sozialpolitik (Kündigungsschutz, Arbeitssicherheit, Sozialversicherung)

  • Gründung erster Gewerkschaften
  • Totale Verelendung blieb aus
  • Trotzdem hat es in der Vergangenheit dramatische Gesellschaftsumbrüche gegeben
Q:

Erläutern Sie den Satz „Beobachtung setzt Wissen voraus“.

A:

Beispiel: Es wird ein Bild einer Anzeige Wetterradars gezeigt. Um erklären zu können und feststellen zu können, was man auf diesem Bild sieht, benötigt man ein Verständnis für das, was auf dem Bild gezeigt wird. Jemand der sich also nichts über Wetterradare weiß, könnte zum Beispiel denken es handelt sich um eine Abbildung unseres Sonnensystems, oder verschütteter Milch auf einem Kochfeld.

Dieses Phänomen nennt man auch Theorie-Beladenheit der Beobachtung, kurzgefasst: Beobachtung setzt Wissen voraus.

Das Bedeutet, dass neue Erkenntnis auch Vorwissen voraussetzt.

Q:

Warum ist es wichtig, soziologische Reflexionskompetenz zu haben?

A:

Die Kompetenz der Soziologie im Sozialwesen liegt in der Reflexion von Alltagswissen und darin, vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen. Die Erkenntnis, dass die eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen nicht zwangsläufig generalisierbar und allgemeingültig sind, gehört zu den Grundeinsichten der Soziologie.

Q:

Symbolischer Interaktionismus und seine Merkmale

A:

Symbolischer Interaktionismus und seine Merkmale

Namensgeber: Herbert Blumer

Blumer geht davon aus, dass der Mensch nicht nur in einer natürlichen Umwelt lebt, sondern auch in einer Welt, die symbolischen Charakter aufweist. Auch die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit dem symbolischen Interaktionismus.

Der symbolische Interaktionismus beruht nach Blumer auf folgenden Annahmen:

  • Menschen handeln „Dingen“ (Gegenständen, Menschen, Handlungen, …) gegenüber auf der Grundlage ihrer Bedeutung, die diese Dinge für sie haben.
  • Diese Bedeutungen sind nicht Bestandteil des Gegenstandes, sondern entstehen aus der sozialen Interaktion mit ihnen.
  • Die Bedeutungen werden während der Auseinandersetzung mit der Umwelt verändert und situationsadäquat interpretiert.
Q:

Warum haben Netzwerke eine große Bedeutung für Sozialarbeiter?

A:

Die Soziologie bezeichnet Netzwerke als „Beziehungsgewebe in einer Gruppe von Leuten, die durch Kommunikation und andere Austauschprozesse direkt oder indirekt miteinanderverbunden sind“

  • Sozialarbeiter sind Netzwerker
  • Bei schwierigen sozialen Fällen 
  • Vermittlung des Klienten an Psychologen, Polizei, Suchtberatung usw.
  • Kooperationspartner hinzuziehen, um dem Klienten Hilfestellung zu leisten
  • zur Sicherung eines gemeinsamen Ziels und der Bündelung von Fachwissen, unterschiedliche Sichtweisen und Kompetenzen
  • Weak-ties = viele schwache Verbindungen -> Optimale Chancen auf dem Arbeitsmarkt
  • Gute Vernetzung hat auch einen maßgeblichen Einfluss auf das individuelle Wohlbefinden und die Gesundheit -> Gesellschaftliche Isolation erhöht das Risiko von Depression.
  • Der Sozialarbeiter kann die Bürger unterstützen das jeweilige Netzwerk aufzubauen, zu vergrößern oder beizubehalten.
Q:

Sozialisation anderes Land (Lektion 4.3.)

A:

Sozialisation orientiert sich an den Werten und Normen der jeweiligen Gesellschaft. Die Art, wie diese Rollen und Normen von der Gesellschaft an die Subjekte herangetragen werden, unterscheidet sich ebenfalls von Gesellschaft zu Gesellschaft.
Klaus Hurrelmanns Definition von Soziologie.

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