5. Sozialpolitische Aspekte Von Migration Und Integration at IU Internationale Hochschule | Flashcards & Summaries

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Exklusion

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Exklusion bezeichnet den Ausschluss oder Ausgrenzung von Menschen aufgrund bestimmter Merkmale wie Nationalität, Sprache, Aussehen etc. von wichtigen Bereichen der Gesellschaft, wie z. B. Bildung, Wirtschaft oder Politik.

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Separation

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Unter Separation, oder auch Segregation, wird das Schaffen bzw. Erstellen von eigenen Räumen und Subsystemen für Menschen verstanden, die nicht der Norm entsprechen.

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 Integration

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Integration wurde in Deutschland in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich im Zusammenhang mit Menschen mit Migrationshintergrund verwendet. Es herrscht bis heute kein einheitlicher Konsens über die Bedeutung des Begriffs Integration.


„Während gerade in den Sozialwissenschaften und in der Sozialen Arbeit die Frage im Vordergrund steht, wie sich die ,Gesamtgesellschaft‘ verändern muss, um die unterschiedlichen Gruppen aufzunehmen, konzentriert sich die öffentliche und politische Debatte zunehmend auf die Frage, inwieweit Integration eine Leistung der ausgegrenzten Gruppen sein soll“.


Der Begriff der Integration impliziert somit, dass es „Integrierte“ und „Zu-Integrierende“ gibt, d. h., dass sich der andere in das Normale einpassen muss, also eine Eingliederung in die von einer Mehrheit geprägten Strukturen. Hier wurde zunehmend Kritik laut, diese Zugangsbarrieren abzubauen.


Bezogen auf Menschen mit Migrationshintergrund bedeutet Integration die Eingliederung in die Gesellschaft des Ziellandes verbunden mit der Teilhabe an der dort vorherrschenden Leitkultur.

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Leitkultur*

(Ziel der Einführung)

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Der Begriff der Leitkultur wurde von dem Politologen Bassam Tibi in die politische Diskussion als ein gemeinsamer Wertekonsens eingebracht, der auf den westlich-liberalen Werten basiert. Tibi sieht eine Leitkultur insbesondere in Deutschland als notwendige Brücke zwischen Deutschen und zugewanderten Menschen an, da Deutschland sich anders als z. B. die USA, Kanada oder Australien über Ethnizität definiere und Migranten dadurch keine Identität biete.* (6 Punkte Frage)


Allerdings wird der Begriff der Leitkultur auch sehr kritisch diskutiert und vielfach abgelehnt, da es vordergründig darum geht, durch diese Begrifflichkeit eine Dominanzkultur zu schaffen, die wiederum mit Machtasymmetrien verbunden ist.

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Inklusion

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Der Begriff „Inklusion“ wurde vom lateinischen Wort „inclusio“ abgeleitet, das so viel wie Einbeziehung bzw. Zugehörigkeit bedeutet. Als Fachbegriff der Soziologie („Soziale Inklusion“) beschreibt er die Gleichwertigkeit eines Menschen ohne hierbei „Normalität“ vorauszusetzen. Vielfalt der Menschen hinsichtlich körperlicher, geistiger, seelischer oder religiöser Besonderheiten wird hierbei als Bereicherung angesehen und nicht als Handicap.

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 „Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und -pädagogik“ nach Wocken*

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Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und -pädagogik

0. Extinktion, 1. Eksklusion, 2. Separartion, 3. Integration, 4. Inklusion*


Nach diesen Qualitätsstufen stellt die Inklusion die höchste Entwicklungsstufe dar. Sie ist gekennzeichnet durch das Recht auf Selbstbestimmung und Gleichheit und ist als Gesetz verankert, während die Integration nur das Recht auf Gemeinsamkeit und Teilhabe vorsieht und somit den Status der solidarischen Zustimmung genießt, die Separation lediglich das Recht auf Bildung vorsieht und dadurch zumindest pädagogische Unterstützung gewährt und die Exklusion gerade mal das Recht auf Leben einräumt und damit die geringfügigste Form der emotionalen Anerkennung darstellt.

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Assimilation*

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Der Begriff Assimilation bedeutet übersetzt „Anpassung“ bzw. es anderen ähnlich (lat. similis) zu tun und kann sich stufenweise vollziehen bis hin zum Aufgehen in der neuen Umgebung, sprich der Aufgabe der eigenen Identität.

„Assimilation ist auch ein soziologisches Konzept, das die kulturelle und sprachliche Anpassung einer Minderheit an eine Mehrheit meint, also die Aufhebung der Grenzen durch Aufgabe des Eigenen, die dann auch eine neue soziale Identität erzeugt“.*


Somit ist Assimilation im soziologischen Verständnis immer verbunden mit der Aufgabe eigener Kulturgüter und stellt damit eine Form der Akkulturation (Hinzuführung zu einer Kultur) und den Prozess eines Kulturwandels dar.


Diese Identitätsaufgabe wird heute abgelehnt und ist nicht gleichzusetzen mit dem modernen Inklusionsgedanken.

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vier Stufen der Akkulturation

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Der Migrationsforscher John W. Berry hat vier Stufen der Akkulturation beschrieben: Neben der Exklusion, die er auch als Marginalisierung bezeichnete, sowie der Separation (Segregation) und der Integration, setzt Berry die Assimilation mit der Inklusion gleich, worunter er die Aufgabe der eigenen Kultur mit Kontakt zur Mehrheitskultur und eine Verschmelzung mit der dominanten Kultur verstand.


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 soziale Situation und die Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland

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Menschen, die weder über einen Schulabschluss noch über eine berufliche Ausbildung verfügen, sind sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund gleichermaßen zu über 50 % von Armut bedroht.


Signifikante Unterschiede hinsichtlich Migrationshintergrund ergeben sich erst, wenn ein Schul- und/oder Berufsabschluss vorliegt. Liegt nur ein Schulabschluss vor, sind Menschen ohne Migrationshintergrund um 10 % weniger von Armut betroffen als Menschen mit Migrationshintergrund.


Noch deutlicher werden die Unterschiede zwischen Migranten und Deutschen, wenn ein Schul- und Berufsabschluss vorliegt. Hier sind Migranten trotz guter Bildung doppelt so häufig von Armut bedroht wie Deutsche. 


Am gravierendsten ist der Unterschied bei Hochschulabsolventen. Hier sind Menschen mit Migrationshintergrund sogar viermal häufiger von Armut bedroht als vergleichbare Menschen ohne Migrationshintergrund. Lediglich in Deutschland geborene Migranten stehen hinsichtlich einer Armutsgefährdung nur minimal schlechter da als vergleichbare deutsche Hochschulabsolventen.


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Netto-Monatseinkommens zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

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Große Unterschiede in der sozialen Lage zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ergeben sich auch hinsichtlich der Verteilung des Netto-Monatseinkommens. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund durchschnittlich 200 Euro netto monatlich weniger verdienen als Menschen ohne Migrationshintergrund. Selbst bei den Migrationsnachkommen bleibt diese Diskrepanz bestehen. Noch größer ist der Unterschied bei Frauen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund. Hier verdienen Frauen mit Migrationshintergrund weit über 300 Euro netto monatlich weniger als vergleichbare Frauen ohne Migrationshintergrund

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Phasen des Kulturschocks nach Oberg*

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Phase der Euphorie*: Man ist Zuschauer und begegnet der fremden Kultur zunächst mit Neugier bzw. Euphorie, vergleichbar mit einem Touristen auf der Suche nach Exotik. Diese Phase wird psychologisch oftmals mit Gefühlen wie in den Flitterwochen verglichen und deshalb auch als Honeymoonphase* bezeichnet.


Phase des Kulturschocks: Die Fremdheit der neuen Kultur wird bewusst. Erste Probleme und Konflikte treten auf. Es kommt zu Missverständnissen. Es können Schuldzuweisungen und starkes Heimweh sowie eine Verherrlichung der eigenen Kultur auftreten. Die Reaktionen auf die fremde Kultur sind in dieser Phase sehr negativ und können u. U. bis zur Depression führen.


Phase der Erholung: Es kommt schrittweise zu einem Rebuilding-Prozess mit der zunehmenden Entwicklung einer positiven Einstellung gegenüber der neuen Kultur.


Phase der Anpassung: Die unterschiedlichen kulturellen Spielregeln werden verstanden, geduldet, erlernt und geschätzt. Kulturelle Kompetenz ist wieder erreicht, und zwar in den Regeln beider Kulturen.

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Fremdenfeindlichkeit

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„Werden der Fremdgruppe negative Eigenschaften zugewiesen, wird sie als bedrohlich und/oder minderwertig dargestellt, wird häufig von Fremdenfeindlichkeit gesprochen. Der Begriff ist problematisch, weil er nicht verdeutlicht, warum welche Gruppe als fremd wahrgenommen, negativ bewertet und ausgegrenzt wird. Er erzeugt beliebige ,Wir‘ und ,Ihr‘ Kategorien und öffnet damit den verschiedensten Diskriminierungen Tür und Tor“.

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Q:

Exklusion

A:

Exklusion bezeichnet den Ausschluss oder Ausgrenzung von Menschen aufgrund bestimmter Merkmale wie Nationalität, Sprache, Aussehen etc. von wichtigen Bereichen der Gesellschaft, wie z. B. Bildung, Wirtschaft oder Politik.

Q:

Separation

A:

Unter Separation, oder auch Segregation, wird das Schaffen bzw. Erstellen von eigenen Räumen und Subsystemen für Menschen verstanden, die nicht der Norm entsprechen.

Q:

 Integration

A:

Integration wurde in Deutschland in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich im Zusammenhang mit Menschen mit Migrationshintergrund verwendet. Es herrscht bis heute kein einheitlicher Konsens über die Bedeutung des Begriffs Integration.


„Während gerade in den Sozialwissenschaften und in der Sozialen Arbeit die Frage im Vordergrund steht, wie sich die ,Gesamtgesellschaft‘ verändern muss, um die unterschiedlichen Gruppen aufzunehmen, konzentriert sich die öffentliche und politische Debatte zunehmend auf die Frage, inwieweit Integration eine Leistung der ausgegrenzten Gruppen sein soll“.


Der Begriff der Integration impliziert somit, dass es „Integrierte“ und „Zu-Integrierende“ gibt, d. h., dass sich der andere in das Normale einpassen muss, also eine Eingliederung in die von einer Mehrheit geprägten Strukturen. Hier wurde zunehmend Kritik laut, diese Zugangsbarrieren abzubauen.


Bezogen auf Menschen mit Migrationshintergrund bedeutet Integration die Eingliederung in die Gesellschaft des Ziellandes verbunden mit der Teilhabe an der dort vorherrschenden Leitkultur.

Q:

Leitkultur*

(Ziel der Einführung)

A:

Der Begriff der Leitkultur wurde von dem Politologen Bassam Tibi in die politische Diskussion als ein gemeinsamer Wertekonsens eingebracht, der auf den westlich-liberalen Werten basiert. Tibi sieht eine Leitkultur insbesondere in Deutschland als notwendige Brücke zwischen Deutschen und zugewanderten Menschen an, da Deutschland sich anders als z. B. die USA, Kanada oder Australien über Ethnizität definiere und Migranten dadurch keine Identität biete.* (6 Punkte Frage)


Allerdings wird der Begriff der Leitkultur auch sehr kritisch diskutiert und vielfach abgelehnt, da es vordergründig darum geht, durch diese Begrifflichkeit eine Dominanzkultur zu schaffen, die wiederum mit Machtasymmetrien verbunden ist.

Q:

Inklusion

A:

Der Begriff „Inklusion“ wurde vom lateinischen Wort „inclusio“ abgeleitet, das so viel wie Einbeziehung bzw. Zugehörigkeit bedeutet. Als Fachbegriff der Soziologie („Soziale Inklusion“) beschreibt er die Gleichwertigkeit eines Menschen ohne hierbei „Normalität“ vorauszusetzen. Vielfalt der Menschen hinsichtlich körperlicher, geistiger, seelischer oder religiöser Besonderheiten wird hierbei als Bereicherung angesehen und nicht als Handicap.

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Q:

 „Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und -pädagogik“ nach Wocken*

A:

Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und -pädagogik

0. Extinktion, 1. Eksklusion, 2. Separartion, 3. Integration, 4. Inklusion*


Nach diesen Qualitätsstufen stellt die Inklusion die höchste Entwicklungsstufe dar. Sie ist gekennzeichnet durch das Recht auf Selbstbestimmung und Gleichheit und ist als Gesetz verankert, während die Integration nur das Recht auf Gemeinsamkeit und Teilhabe vorsieht und somit den Status der solidarischen Zustimmung genießt, die Separation lediglich das Recht auf Bildung vorsieht und dadurch zumindest pädagogische Unterstützung gewährt und die Exklusion gerade mal das Recht auf Leben einräumt und damit die geringfügigste Form der emotionalen Anerkennung darstellt.

Q:

Assimilation*

A:

Der Begriff Assimilation bedeutet übersetzt „Anpassung“ bzw. es anderen ähnlich (lat. similis) zu tun und kann sich stufenweise vollziehen bis hin zum Aufgehen in der neuen Umgebung, sprich der Aufgabe der eigenen Identität.

„Assimilation ist auch ein soziologisches Konzept, das die kulturelle und sprachliche Anpassung einer Minderheit an eine Mehrheit meint, also die Aufhebung der Grenzen durch Aufgabe des Eigenen, die dann auch eine neue soziale Identität erzeugt“.*


Somit ist Assimilation im soziologischen Verständnis immer verbunden mit der Aufgabe eigener Kulturgüter und stellt damit eine Form der Akkulturation (Hinzuführung zu einer Kultur) und den Prozess eines Kulturwandels dar.


Diese Identitätsaufgabe wird heute abgelehnt und ist nicht gleichzusetzen mit dem modernen Inklusionsgedanken.

Q:

vier Stufen der Akkulturation

A:

Der Migrationsforscher John W. Berry hat vier Stufen der Akkulturation beschrieben: Neben der Exklusion, die er auch als Marginalisierung bezeichnete, sowie der Separation (Segregation) und der Integration, setzt Berry die Assimilation mit der Inklusion gleich, worunter er die Aufgabe der eigenen Kultur mit Kontakt zur Mehrheitskultur und eine Verschmelzung mit der dominanten Kultur verstand.


Q:

 soziale Situation und die Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland

A:

Menschen, die weder über einen Schulabschluss noch über eine berufliche Ausbildung verfügen, sind sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund gleichermaßen zu über 50 % von Armut bedroht.


Signifikante Unterschiede hinsichtlich Migrationshintergrund ergeben sich erst, wenn ein Schul- und/oder Berufsabschluss vorliegt. Liegt nur ein Schulabschluss vor, sind Menschen ohne Migrationshintergrund um 10 % weniger von Armut betroffen als Menschen mit Migrationshintergrund.


Noch deutlicher werden die Unterschiede zwischen Migranten und Deutschen, wenn ein Schul- und Berufsabschluss vorliegt. Hier sind Migranten trotz guter Bildung doppelt so häufig von Armut bedroht wie Deutsche. 


Am gravierendsten ist der Unterschied bei Hochschulabsolventen. Hier sind Menschen mit Migrationshintergrund sogar viermal häufiger von Armut bedroht als vergleichbare Menschen ohne Migrationshintergrund. Lediglich in Deutschland geborene Migranten stehen hinsichtlich einer Armutsgefährdung nur minimal schlechter da als vergleichbare deutsche Hochschulabsolventen.


Q:

Netto-Monatseinkommens zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

A:

Große Unterschiede in der sozialen Lage zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ergeben sich auch hinsichtlich der Verteilung des Netto-Monatseinkommens. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund durchschnittlich 200 Euro netto monatlich weniger verdienen als Menschen ohne Migrationshintergrund. Selbst bei den Migrationsnachkommen bleibt diese Diskrepanz bestehen. Noch größer ist der Unterschied bei Frauen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund. Hier verdienen Frauen mit Migrationshintergrund weit über 300 Euro netto monatlich weniger als vergleichbare Frauen ohne Migrationshintergrund

Q:

Phasen des Kulturschocks nach Oberg*

A:

Phase der Euphorie*: Man ist Zuschauer und begegnet der fremden Kultur zunächst mit Neugier bzw. Euphorie, vergleichbar mit einem Touristen auf der Suche nach Exotik. Diese Phase wird psychologisch oftmals mit Gefühlen wie in den Flitterwochen verglichen und deshalb auch als Honeymoonphase* bezeichnet.


Phase des Kulturschocks: Die Fremdheit der neuen Kultur wird bewusst. Erste Probleme und Konflikte treten auf. Es kommt zu Missverständnissen. Es können Schuldzuweisungen und starkes Heimweh sowie eine Verherrlichung der eigenen Kultur auftreten. Die Reaktionen auf die fremde Kultur sind in dieser Phase sehr negativ und können u. U. bis zur Depression führen.


Phase der Erholung: Es kommt schrittweise zu einem Rebuilding-Prozess mit der zunehmenden Entwicklung einer positiven Einstellung gegenüber der neuen Kultur.


Phase der Anpassung: Die unterschiedlichen kulturellen Spielregeln werden verstanden, geduldet, erlernt und geschätzt. Kulturelle Kompetenz ist wieder erreicht, und zwar in den Regeln beider Kulturen.

Q:

Fremdenfeindlichkeit

A:

„Werden der Fremdgruppe negative Eigenschaften zugewiesen, wird sie als bedrohlich und/oder minderwertig dargestellt, wird häufig von Fremdenfeindlichkeit gesprochen. Der Begriff ist problematisch, weil er nicht verdeutlicht, warum welche Gruppe als fremd wahrgenommen, negativ bewertet und ausgegrenzt wird. Er erzeugt beliebige ,Wir‘ und ,Ihr‘ Kategorien und öffnet damit den verschiedensten Diskriminierungen Tür und Tor“.

5. Sozialpolitische Aspekte von Migration und Integration

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