2. Der/Die/Das „Fremde“, Das „Eigene“ at IU Internationale Hochschule | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für 2. Der/Die/Das „Fremde“, das „Eigene“ an der IU Internationale Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN
Ob Stereotype, Klischees,
Vorurteile od gesellschaftliche
Rollen – was haben sie alle gemein?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
dass sie Abweichungen nicht
tolerieren, weil sie den Blick auf die
einzelne Person & auf die konkrete
Situation verstellen.

Wie durch eine genormte Brille
betrachtet, wird die Realität nach
„richtig“ & „falsch“ gefiltert, wobei die
Informationen, die der Norm nicht
entsprechen, (meist unbewusst)
ignoriert werden.

„Stereotype beeinflussen in vielfältiger
Weise, wie Personen Mitglieder von
Fremdgruppen wahrnehmen & beurteilen.

Bei der Aufnahme, Speicherung &
Erinnerung von Informationen werden
solche Sachverhalte bevorzugt, die mit
dem Stereotyp konsistent sind.

Ambivalente Informationen werden so
interpretiert, dass sie mit dem Stereotyp
konform erscheinen & inkonsistente
Informationen werden gehäuft auf
externe Ursachen zurückgeführt“ od
aber als „Ausnahmen, die die
Regel bestätigen“ abgetan.

Das macht Stereotype, Klischees &
Vorurteile besonders hartnäckig & träge.

Außerdem wirken sie zum Teil auf die
Betroffenen selbst, da diese sich
unbewusst den Erwartungen von
außen anpassen & der ursprünglichen
Norm entsprechen & sich sodann im
Teufelskreis der „sich-selbst-erfüllenden
Prophezeiung
“ wiederfinden.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Intention? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
aus dem Lateinischen stammender
Begriff für Absicht, Vorsatz, Plan. 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Im Sprachgebrauch meint das
Klischee außerdem eine einfachere
Vorstellung als ein Stereotyp od eine
gesellschaftliche Rolle, die mehrere
Facetten zulassen. 

Klischees wirken als Etikette auf
den Schubladen eines „negativen“
Schranks, in die die Menschen durch
die Zuordnung „gesteckt“ werden.

Beispiel: Das Wort „Feministin“.
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Wort für sich ist keineswegs „böse“
od „gut“, das Problem sind die
negativen, starren Vorstellungen, die
mit ihm transportiert werden können.

In ihrer TED-Lecture (Video-Aufnahmen
von kurzen öffentlichen Vorlesungen)
berichtet die aus Nigeria stammende
Literaturwissenschaftlerin Chimamanda
Ngozi Adichie über ihr Verhältnis zum
Klischee „Feministin“.

Zuerst musste sie von einem älteren
Mann erfahren, dass Feministinnen
unglücklich seien, da sie feministisch
würden, sollten sie keinen Mann
„abbekommen“. & so entschied sie,
sich „glückliche Feministin“ zu nennen.

Daraufhin teilte ihr eine nigerianische
Kollegin mit, dass der Feminismus nichts
mit der afrikanischen Kultur zu tun hätte.

Also beschloss Adichie, sich
„glückliche afrikanische Feministin“
zu nennen. & so weiter, bis sie sich zum
Schluss selbst als „glückliche
afrikanische Feministin, die keine
Männer hasst, Lipgloss mag & hohe
Absätze – für sich selbst & nicht für
Männer – trägt“ bezeichnete.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Was sind die Unterschiede
zw Stereotypen & Vorurteilen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Stereotype können positive als auch
negative Zuschreibungen enthalten,
Vorurteile nur negative.

Stereotypen können sich auf die
eigene Gruppe beziehen
(Autostereotype), Vorurteile richten
sich ausschließlich an die Fremdgruppe.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
1. Wie kann die Redewendung 
self-fulfilling prophecy auf Deutsch 
wiedergeben werden? 

2. Skizzieren Sie 2 Situationen, die
als Bsp. für dieses Phänomen 
Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung 
in Bezug auf Gender dienen können? 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
1. "Self-fulfilling prophecy" kann als 
"Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung 
umschrieben werden. (2p)

2. 2 der 3 Bsp. (je 3p):
Eine Schülerin bekommt eine schlechte
Note in Mathematik, weil ihre Mutter 
& ihre Freundinnen nach den eigenen 
Angaben auch immer schlecht in 
Mathematik waren.

Eine Studentin promoviert nicht, weil
ihr Professor ihr den Ratschlag gibt, 
sich lieber um das persönliche Glück 
zu kümmern. 

Eine Mitarbeiterin zögert bei der 
Übernahme der Führungsposition, 
die Stelle wird extern an einen Mann 
vergeben. 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Wo scheint die Aufteilung auf
das „Eigene“ & das „Fremde“,
jeweils mit den dazugehörigen
Stereotypen verbunden, verankert? 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Es scheint, dass die Aufteilung
auf das „Eigene“ & das „Fremde“,
jeweils mit den dazugehörigen
Stereotypen verbunden, in der
menschlichen Natur liegt bzw. in
Evolutionsmechanismen verankert ist.

„Ungeprüfte Urteile sind integrales
Element menschlichen Zugangs zur
Wirklichkeit & kein Defekt
pathologischer Außenseiter“.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
intendierten Diskriminierung? 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Wird ein Widerspruch von den
Opfern der Diskriminierung mit
Aussagen wie „Die (Frauen, Ausländer,
Homosexuelle etc.) sollen sich doch
nicht so haben“ abgetan, kann von einer
intendierten Diskriminierung 
ausgegangen werden.

Denn hier findet eine Art Umkehrung
von Opfer & Täter statt:
Der Sprecher, der den Rezipienten mit
Klischees beleidigt & sich daraufhin
gegen den berechtigten Protest wehrt,
steht mit großer Wahrscheinlichkeit
hinter dem geäußerten
diskriminierenden Klischee.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Rolle 
Auch das soziale
Geschlecht muss nicht der
„Schwarz-Weiß-Malerei“ verfallen.

Was ist damit gemeint? 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Wenn sich eine Person heute
eher als Frau & morgen eher
als Mann fühlt, soll auch das von
der Gesellschaft akzeptiert werden.

Auch wenn dabei solche
Menschen „aus der Rolle fallen“.

Denn die Rollen selbst sind
menschengemacht & können keinen
absoluten Wahrheitsstatus haben.

Wer sagt, dass Männer nicht ihre
Gefühle zeigen dürfen? Wer sagt, dass
die Frau fürsorglich sein muss?

Gewiss, in jungen Jahren & von
eigenen Müttern & Vätern
„weitergegeben“, prägen sie stark &
unmittelbar unser Denken, mit der
„Muttermilch aufgesogen“ werden sie
quasi Bestandteil unserer Sicht auf die
Welt. Doch es lohnt sich, diese dann
später, im erwachsenen Alter, zu
hinterfragen, spätestens bevor man
(& frau) diese an die Kinder weitergibt.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Wann & wieso wurde das dritte
Geschlecht in Deutschland eingeführt?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Doch auch das physiologische
Geschlecht ist nicht so eindeutig
wie es die „Gesellschaft“ will.

Zwar erst ab 2018, doch auch in
Deutschland wurde rechtlich die
Tatsache anerkannt, dass manche
Babys sowohl weibliche als auch
männliche biologische Merkmale
aufweisen & dass die Eltern sich
nicht entscheiden müssen, in welche
„Rubrik“ – männlich od weiblich – sie
hineingezwungen werden.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Wo sind ausführliche & aktuelle
Vorschläge für das Gendern
zusammengefasst? 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Ausführliche & aktuelle Vorschläge
für das Gendern sind

auf der Webseite der
Forschungsgruppe an der Freien
Universität Berlin zusammengefasst

& können nicht nur an der Hochschule,
sondern in allen Bildungseinrichtungen
ihre Anwendung finden.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Während Stereotype aus der Gesamtheit
aller Überzeugungen über Mitglieder
einer Fremdgruppe bestehen, stellen
Vorurteile die idR negative Bewertung
von Fremdgruppenmitgliedern dar“.
Hand in Hand mit Vorurteilen geht die
soziale Diskriminierung einher, nämlich
die „Bevorzugung od Ablehnung von
Personen, die einzig aufgrund deren
Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen
od sozialen Kategorien erfolgt“.

& hier kann der zweite Unterschied
zw Stereotypen & Vorurteilen
ausgemacht werden: 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Kann etwa ein Autostereotyp das
„Eigene“ interpretieren, bezieht sich
ein Vorurteil auf die Träger des
„Fremden“, & zwar meistens ungefragt.

Ob sich eine Person selbst als deutsch
od als türkisch definiert, spielt für
Vorurteile gar keine Rolle, aus Sicht der
urteilenden Person gehört die andere
Person in die von ihr gebildete &
negativ konzipierte Gruppe.

„Was die jeweilige Fremdgruppe
ausmacht, liegt dabei im Auge der
Betrachtenden. Sie können tatsächlich
bestehende Gruppen ablehnen, deren
Mitglieder etwa Glauben, Herkunft der
Nationalität teilen, aber auch Gruppen,
die erst durch äußere Zuschreibung
entstehen, etwa als ‚asozial‘ od
‚arbeitsscheu‘ stigmatisierte Menschen“.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Forschungsbefunde zu
Diversität & Stereotypen

Somit leidet auch die Anwendung der
Forschungsergebnisse unter einer
gewissen Linearität, wo die Gründe für
ein Verhalten lediglich in einer
bestimmten Kategorie gesucht werden
& damit paradoxerweise Inklusion
behindern. Ein Bsp. aus einer
Veröffentlichung der Caritas:
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
„Fatma A. geht es gehörig gegen
den Strich, dass die gesamte
Schwiegerfamilie ihr die Schuld an der
Behinderung ihrer beiden Kinder
zuschiebt. Ihr Ehemann belächelt sie,
wenn sie den "bösen Blick", der
epileptische Anfälle auslösen kann,
mit Leitungswasser wegspült.

Er stuft sie als rückständig ein &
deshalb streiten sich die beiden oft.

Der Ehemann kümmert sich kaum um
die Nachbegleitung der regelmäßigen
Physio- & Frühfördertermine der Kinder.

Sie würde sich gerne einmal irgendwo
aussprechen. Doch welche deutsche
Beraterin interessieren ihre Sorgen?“

Hier werden zwar zwei Kategorien 
der Diversität adressiert:
Behinderung & Herkunft bzw.
kulturelle Konzeption der Behinderung
& der Geschlechterrollen
.

Doch ist die letztere ein
kulturelles Phänomen od eher
ein Problem fehlender Bildung?

& Bildung wiederum ist eine weitere
Kategorie der Diversität, die als sog.
sekundäre Dimension bezeichnet wird,
da sie sich nicht auf die Person selbst,
sondern auf die sozioökonomischen
Aspekte ihrer Biografie
bezieht.

Diese Aspekte, bezogen auf die
Lernbiografien der Eltern, spielen
wiederum eine große Rolle in den
Bildungseinrichtungen, da diese die
Diversität der Lerngruppe zusätzlich
erhöhen bzw. multidimensional machen
& somit die Anwendung von
wissenschaftlichen Erkenntnissen
nicht gerade vereinfachen.
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  • 503 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen 2. Der/Die/Das „Fremde“, das „Eigene“ Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Ob Stereotype, Klischees,
Vorurteile od gesellschaftliche
Rollen – was haben sie alle gemein?
A:
dass sie Abweichungen nicht
tolerieren, weil sie den Blick auf die
einzelne Person & auf die konkrete
Situation verstellen.

Wie durch eine genormte Brille
betrachtet, wird die Realität nach
„richtig“ & „falsch“ gefiltert, wobei die
Informationen, die der Norm nicht
entsprechen, (meist unbewusst)
ignoriert werden.

„Stereotype beeinflussen in vielfältiger
Weise, wie Personen Mitglieder von
Fremdgruppen wahrnehmen & beurteilen.

Bei der Aufnahme, Speicherung &
Erinnerung von Informationen werden
solche Sachverhalte bevorzugt, die mit
dem Stereotyp konsistent sind.

Ambivalente Informationen werden so
interpretiert, dass sie mit dem Stereotyp
konform erscheinen & inkonsistente
Informationen werden gehäuft auf
externe Ursachen zurückgeführt“ od
aber als „Ausnahmen, die die
Regel bestätigen“ abgetan.

Das macht Stereotype, Klischees &
Vorurteile besonders hartnäckig & träge.

Außerdem wirken sie zum Teil auf die
Betroffenen selbst, da diese sich
unbewusst den Erwartungen von
außen anpassen & der ursprünglichen
Norm entsprechen & sich sodann im
Teufelskreis der „sich-selbst-erfüllenden
Prophezeiung
“ wiederfinden.
Q:
Intention? 

A:
aus dem Lateinischen stammender
Begriff für Absicht, Vorsatz, Plan. 
Q:
Im Sprachgebrauch meint das
Klischee außerdem eine einfachere
Vorstellung als ein Stereotyp od eine
gesellschaftliche Rolle, die mehrere
Facetten zulassen. 

Klischees wirken als Etikette auf
den Schubladen eines „negativen“
Schranks, in die die Menschen durch
die Zuordnung „gesteckt“ werden.

Beispiel: Das Wort „Feministin“.
A:
Wort für sich ist keineswegs „böse“
od „gut“, das Problem sind die
negativen, starren Vorstellungen, die
mit ihm transportiert werden können.

In ihrer TED-Lecture (Video-Aufnahmen
von kurzen öffentlichen Vorlesungen)
berichtet die aus Nigeria stammende
Literaturwissenschaftlerin Chimamanda
Ngozi Adichie über ihr Verhältnis zum
Klischee „Feministin“.

Zuerst musste sie von einem älteren
Mann erfahren, dass Feministinnen
unglücklich seien, da sie feministisch
würden, sollten sie keinen Mann
„abbekommen“. & so entschied sie,
sich „glückliche Feministin“ zu nennen.

Daraufhin teilte ihr eine nigerianische
Kollegin mit, dass der Feminismus nichts
mit der afrikanischen Kultur zu tun hätte.

Also beschloss Adichie, sich
„glückliche afrikanische Feministin“
zu nennen. & so weiter, bis sie sich zum
Schluss selbst als „glückliche
afrikanische Feministin, die keine
Männer hasst, Lipgloss mag & hohe
Absätze – für sich selbst & nicht für
Männer – trägt“ bezeichnete.
Q:
Was sind die Unterschiede
zw Stereotypen & Vorurteilen?
A:
Stereotype können positive als auch
negative Zuschreibungen enthalten,
Vorurteile nur negative.

Stereotypen können sich auf die
eigene Gruppe beziehen
(Autostereotype), Vorurteile richten
sich ausschließlich an die Fremdgruppe.

Q:
1. Wie kann die Redewendung 
self-fulfilling prophecy auf Deutsch 
wiedergeben werden? 

2. Skizzieren Sie 2 Situationen, die
als Bsp. für dieses Phänomen 
Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung 
in Bezug auf Gender dienen können? 
A:
1. "Self-fulfilling prophecy" kann als 
"Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung 
umschrieben werden. (2p)

2. 2 der 3 Bsp. (je 3p):
Eine Schülerin bekommt eine schlechte
Note in Mathematik, weil ihre Mutter 
& ihre Freundinnen nach den eigenen 
Angaben auch immer schlecht in 
Mathematik waren.

Eine Studentin promoviert nicht, weil
ihr Professor ihr den Ratschlag gibt, 
sich lieber um das persönliche Glück 
zu kümmern. 

Eine Mitarbeiterin zögert bei der 
Übernahme der Führungsposition, 
die Stelle wird extern an einen Mann 
vergeben. 

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Wo scheint die Aufteilung auf
das „Eigene“ & das „Fremde“,
jeweils mit den dazugehörigen
Stereotypen verbunden, verankert? 
A:
Es scheint, dass die Aufteilung
auf das „Eigene“ & das „Fremde“,
jeweils mit den dazugehörigen
Stereotypen verbunden, in der
menschlichen Natur liegt bzw. in
Evolutionsmechanismen verankert ist.

„Ungeprüfte Urteile sind integrales
Element menschlichen Zugangs zur
Wirklichkeit & kein Defekt
pathologischer Außenseiter“.
Q:
intendierten Diskriminierung? 
A:
Wird ein Widerspruch von den
Opfern der Diskriminierung mit
Aussagen wie „Die (Frauen, Ausländer,
Homosexuelle etc.) sollen sich doch
nicht so haben“ abgetan, kann von einer
intendierten Diskriminierung 
ausgegangen werden.

Denn hier findet eine Art Umkehrung
von Opfer & Täter statt:
Der Sprecher, der den Rezipienten mit
Klischees beleidigt & sich daraufhin
gegen den berechtigten Protest wehrt,
steht mit großer Wahrscheinlichkeit
hinter dem geäußerten
diskriminierenden Klischee.
Q:
Rolle 
Auch das soziale
Geschlecht muss nicht der
„Schwarz-Weiß-Malerei“ verfallen.

Was ist damit gemeint? 
A:
Wenn sich eine Person heute
eher als Frau & morgen eher
als Mann fühlt, soll auch das von
der Gesellschaft akzeptiert werden.

Auch wenn dabei solche
Menschen „aus der Rolle fallen“.

Denn die Rollen selbst sind
menschengemacht & können keinen
absoluten Wahrheitsstatus haben.

Wer sagt, dass Männer nicht ihre
Gefühle zeigen dürfen? Wer sagt, dass
die Frau fürsorglich sein muss?

Gewiss, in jungen Jahren & von
eigenen Müttern & Vätern
„weitergegeben“, prägen sie stark &
unmittelbar unser Denken, mit der
„Muttermilch aufgesogen“ werden sie
quasi Bestandteil unserer Sicht auf die
Welt. Doch es lohnt sich, diese dann
später, im erwachsenen Alter, zu
hinterfragen, spätestens bevor man
(& frau) diese an die Kinder weitergibt.

Q:
Wann & wieso wurde das dritte
Geschlecht in Deutschland eingeführt?
A:
Doch auch das physiologische
Geschlecht ist nicht so eindeutig
wie es die „Gesellschaft“ will.

Zwar erst ab 2018, doch auch in
Deutschland wurde rechtlich die
Tatsache anerkannt, dass manche
Babys sowohl weibliche als auch
männliche biologische Merkmale
aufweisen & dass die Eltern sich
nicht entscheiden müssen, in welche
„Rubrik“ – männlich od weiblich – sie
hineingezwungen werden.
Q:
Wo sind ausführliche & aktuelle
Vorschläge für das Gendern
zusammengefasst? 
A:
Ausführliche & aktuelle Vorschläge
für das Gendern sind

auf der Webseite der
Forschungsgruppe an der Freien
Universität Berlin zusammengefasst

& können nicht nur an der Hochschule,
sondern in allen Bildungseinrichtungen
ihre Anwendung finden.
Q:
Während Stereotype aus der Gesamtheit
aller Überzeugungen über Mitglieder
einer Fremdgruppe bestehen, stellen
Vorurteile die idR negative Bewertung
von Fremdgruppenmitgliedern dar“.
Hand in Hand mit Vorurteilen geht die
soziale Diskriminierung einher, nämlich
die „Bevorzugung od Ablehnung von
Personen, die einzig aufgrund deren
Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen
od sozialen Kategorien erfolgt“.

& hier kann der zweite Unterschied
zw Stereotypen & Vorurteilen
ausgemacht werden: 
A:
Kann etwa ein Autostereotyp das
„Eigene“ interpretieren, bezieht sich
ein Vorurteil auf die Träger des
„Fremden“, & zwar meistens ungefragt.

Ob sich eine Person selbst als deutsch
od als türkisch definiert, spielt für
Vorurteile gar keine Rolle, aus Sicht der
urteilenden Person gehört die andere
Person in die von ihr gebildete &
negativ konzipierte Gruppe.

„Was die jeweilige Fremdgruppe
ausmacht, liegt dabei im Auge der
Betrachtenden. Sie können tatsächlich
bestehende Gruppen ablehnen, deren
Mitglieder etwa Glauben, Herkunft der
Nationalität teilen, aber auch Gruppen,
die erst durch äußere Zuschreibung
entstehen, etwa als ‚asozial‘ od
‚arbeitsscheu‘ stigmatisierte Menschen“.
Q:
Forschungsbefunde zu
Diversität & Stereotypen

Somit leidet auch die Anwendung der
Forschungsergebnisse unter einer
gewissen Linearität, wo die Gründe für
ein Verhalten lediglich in einer
bestimmten Kategorie gesucht werden
& damit paradoxerweise Inklusion
behindern. Ein Bsp. aus einer
Veröffentlichung der Caritas:
A:
„Fatma A. geht es gehörig gegen
den Strich, dass die gesamte
Schwiegerfamilie ihr die Schuld an der
Behinderung ihrer beiden Kinder
zuschiebt. Ihr Ehemann belächelt sie,
wenn sie den "bösen Blick", der
epileptische Anfälle auslösen kann,
mit Leitungswasser wegspült.

Er stuft sie als rückständig ein &
deshalb streiten sich die beiden oft.

Der Ehemann kümmert sich kaum um
die Nachbegleitung der regelmäßigen
Physio- & Frühfördertermine der Kinder.

Sie würde sich gerne einmal irgendwo
aussprechen. Doch welche deutsche
Beraterin interessieren ihre Sorgen?“

Hier werden zwar zwei Kategorien 
der Diversität adressiert:
Behinderung & Herkunft bzw.
kulturelle Konzeption der Behinderung
& der Geschlechterrollen
.

Doch ist die letztere ein
kulturelles Phänomen od eher
ein Problem fehlender Bildung?

& Bildung wiederum ist eine weitere
Kategorie der Diversität, die als sog.
sekundäre Dimension bezeichnet wird,
da sie sich nicht auf die Person selbst,
sondern auf die sozioökonomischen
Aspekte ihrer Biografie
bezieht.

Diese Aspekte, bezogen auf die
Lernbiografien der Eltern, spielen
wiederum eine große Rolle in den
Bildungseinrichtungen, da diese die
Diversität der Lerngruppe zusätzlich
erhöhen bzw. multidimensional machen
& somit die Anwendung von
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nicht gerade vereinfachen.
2. Der/Die/Das „Fremde“, das „Eigene“

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