Landwirtschaft at Hochschule Weihenstephan-Triesdorf | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Landwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

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TESTE DEIN WISSEN

Hauptproblem: Fläche

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  • Konkurrenz um die Fläche
  • Problem ist: wir bauen da, wo Land attraktiv für uns ist und wo es einfach ist zu bauen, nicht da, wo es schwer ist. Aber das sind eben auch die guten landwirtschaftlichen Flächen, löss- und tiefgründige Böden, lässt sich leicht bearbeiten, ist stabil
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Wohin ging Fläche verloren?


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  • Hauptsächlich in Siedlung und Verkehr
  • in den letzten Jahren hat besonders Grünland an Anteil verloren; am Ende ist die Ackerfläche stabil geblieben, da ehemaliges Grünland in Ackerland umgewandelt wurde => Grünlandumbruchsverbot

=> in der Folge von weniger Grünland auch deutlicher Einfluss auf die Artenvielfalt

  • Waldfläche hat zugenommen; schwach gewachsen. Viele Flächen wurden aufgeforstet, weil sie für die Landwirtschaft nicht attraktiv sind, v.a. Im Mittelgebirge (z.B. Schwarzwald)
  • unattraktive Flächen wird ein Landwirt schnell zu Forst umbauen, weil er sich davon mehr erhofft; auch im Allgäu; Gemeinden zahlten inzwischen Gelder aus der Kurtaxe für das Offenhalten der Flächen, um die Flächenpflege zu finanzieren. Attraktivität des Ortes soll als Erholungsfläche erhalten bleiben
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Änderung der Nutzung der Fläche


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  • LF = landwirtschaftiche Fläche, AF = Ackerfläche, DG = Dauergrünland
  • Fakt 1/3 Dauergrünland, 2/3 Ackerland, Tendenz fallend
  • zwischen 1950 und 1990 ist quasi die Fläche (rein rechnerisch!!!) eines ganzes Bundesland aus der landwirtschaftlichen Fläche verschwunden (Saarland)
  • Flächenfraß ist großes Problem nach wie vor
  • Baumscheiben, Rasengittersteine auf Parkplätzen gelten nicht als verbaute Fläche => es ist Augenwischerei in der Statistik
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Welche Nutzung wo? Warum ungleich verteilt?


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  • ungleiche Verteilung! Warum sind Grünländer nicht gleichverteilt? Auch nicht Sonderkulturen
  • hat mit Tierhaltung zu tun und mit Relief /Höhenlagen
  • Relief verhindert Ackerbau und auch Höhenlagen
  • 900 mm Niederschlag ist die Grenze des Ackerbaus, weil man häufiger in die Fläche fahren muss; Tragfähigkeit der Fläche ist nicht mehr gegeben, es sei denn es ist drainagiert oder Kies wie in der Schotterebene vorhanden, wo das Wasser schnell abgeleitet wird. Boden verarbeitet hohe Wassermengen sehr schnell
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Landwirtschaftliche Strukturen - Geschichte

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  • landwirtschaftliche Strukturen haben mit Siedlungsgeschichte zu tun
  • in Ost-Deutschland grundsätzlich größere Betriebe, außer in Thüringen und südliche Teile von Sachsen
  • es waren ursprünglich nicht viele Menschen dort ansässig => geprägt vom Junkertum => Leute mit großem Grundbesitz
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Änderung der Betriebsgröße zwischen 1950-2012


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  • Kleinbetriebe zwischen 1-20 ha werden weniger
  • Gesamtzahl der Betriebe drastisch verringert
  • Betriebe >50 ha nehmen zu
  • Trend hat sich in den letzten 3 Jahren verschärft
  • Düngeverordnung kegelt kleine Betriebe raus! Die Kontrolle ist ein zu hoher bürokratischer Aufwand
  • Flächengrößen werden automatisch größer => Vielfaltsverringerung
  • durch Wiedervereinigung ca. 1/3 mehr Fläche, aber eine Halbierung der Betriebe!

Wiedervereinigungsstudie:

  • Halbierung der Anzahl der Betriebe in Westdeutschland, Flächen sind gewachsen (fast verdoppelt)
  • In Ostdeutschland Anzahl gewachsen, weil große LPGs sich aufgeteilt haben; Abnahme der Fläche
  • Eher bei einer Größenstruktur, die vor dem Krieg existiert hat
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Wer bewirtschaftet die lw-Fläche?


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  • Mehr als die Hälfte wird von Betrieben > 100 ha bewirtschaftet, machen aber nur 11 % der Betriebe aus
  • ¾ der LF wird von Betrieben > 50 ha bewirtschaftet, ca. 30 % der Betriebe
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Betriebsgröße regional


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  • große Betriebe in Ostdeutschland, größtenteils alle > 100 ha
  • Süddeutschland war seit jeher kleiner strukturierter
  • Betriebe sind dort größer, wo Erträge geringer sind, wenn es keine Realteilung gibt. Realteilung wurde im schwäbisch-fränkischen durchgeführt: es haben alle Erben etwas abbekommen. Dagegen in Norddeutschland immer nur die Ältesten. Im Schwäbisch-Fränkischen wurde das Land in viele gerechte Streifen verteilt. Hat zu vielen, nicht existenzfähigen Betrieben geführt und viele sind in die USA ausgewandert

 

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Versorgung


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  • derzeit versorgt ein Landwirt ca. 150 Menschen; aber er braucht weit weniger Beschäftigte dafür als früher, heute 648.000 Beschäftigte
  • 1949 hat ein Landwirt 10 Menschen versorgt, mit 4,8 Beschäftigte
  • die meisten kennen heute Landwirte und Landwirtschaft nicht mehr persönlich
  • Wiedervereinigung: + 1/3 Fläche, aber Reduktion auf 2/3 der Beschäftigten => In Ost-Deutschland verursachten Massenentlassungen mächtige Verwerfungen
  • Technik macht es möglich (Effizienz)
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Tierhaltung in der Landwirtschaft:


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  • zwischen 1949 und 2015: Anzahl Milchkühe leicht gesunken; Rinder auf Niveau der 60er Jahre
  • weitaus mehr (Mast-)Schweine; in W-Deutschland mit größeren, steigenden Betriebsgrößen
  • Schafe gleich
  • Geflügel steigt
  • Großvieheinheiten pro landwirtschaftlicher Fläche: höchste Viehdichte war 1970 (damals ca. 1,2 GV/ha); derzeit ca. 1,1 GV/ha
  • eine Großvieheinheit: mittelgroße Kuh (über Masse und Anfall an organischem Dünger erfolgt Umrechnung von Schweinen, Geflügel etc)

 

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Selbstversorgung mit Fleisch


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  • Rindfleisch in Bayern: weiterhin über Bedarf versorgt; ca. 150 %; aber im Grunde für ganz Deutschland hat sich nicht wirklich was geändert (97 %); auch nicht EU
  • rechnerisch muss etwas Rindfleisch importiert werden, um den Bedarf zu decken
  • bei Schweinen exportieren wir viel, auch nach China
  • aber im Mittel haben wir zu viel Fleisch was wir produzieren
  • aber was essen wir? Wir nutzen nur 30-50 % des essbaren Schlachtkörpers, d.h. wir produzieren mehr als doppelt so viel Fleisch als wir essbar hätten
  • Fleisch, was wir nicht wollen, wird subventioniert exportiert
  • Gesamtversorgung in D 2019: 114,4 %
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Bedeutung in der Fläche

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in Deutschland ca 52,3 % landwirtschaftliche Fläche, 1/3 Waldfläche

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  • 87 Lernmaterialien

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Q:

Hauptproblem: Fläche

A:
  • Konkurrenz um die Fläche
  • Problem ist: wir bauen da, wo Land attraktiv für uns ist und wo es einfach ist zu bauen, nicht da, wo es schwer ist. Aber das sind eben auch die guten landwirtschaftlichen Flächen, löss- und tiefgründige Böden, lässt sich leicht bearbeiten, ist stabil
Q:

Wohin ging Fläche verloren?


A:
  • Hauptsächlich in Siedlung und Verkehr
  • in den letzten Jahren hat besonders Grünland an Anteil verloren; am Ende ist die Ackerfläche stabil geblieben, da ehemaliges Grünland in Ackerland umgewandelt wurde => Grünlandumbruchsverbot

=> in der Folge von weniger Grünland auch deutlicher Einfluss auf die Artenvielfalt

  • Waldfläche hat zugenommen; schwach gewachsen. Viele Flächen wurden aufgeforstet, weil sie für die Landwirtschaft nicht attraktiv sind, v.a. Im Mittelgebirge (z.B. Schwarzwald)
  • unattraktive Flächen wird ein Landwirt schnell zu Forst umbauen, weil er sich davon mehr erhofft; auch im Allgäu; Gemeinden zahlten inzwischen Gelder aus der Kurtaxe für das Offenhalten der Flächen, um die Flächenpflege zu finanzieren. Attraktivität des Ortes soll als Erholungsfläche erhalten bleiben
Q:

Änderung der Nutzung der Fläche


A:
  • LF = landwirtschaftiche Fläche, AF = Ackerfläche, DG = Dauergrünland
  • Fakt 1/3 Dauergrünland, 2/3 Ackerland, Tendenz fallend
  • zwischen 1950 und 1990 ist quasi die Fläche (rein rechnerisch!!!) eines ganzes Bundesland aus der landwirtschaftlichen Fläche verschwunden (Saarland)
  • Flächenfraß ist großes Problem nach wie vor
  • Baumscheiben, Rasengittersteine auf Parkplätzen gelten nicht als verbaute Fläche => es ist Augenwischerei in der Statistik
Q:

Welche Nutzung wo? Warum ungleich verteilt?


A:
  • ungleiche Verteilung! Warum sind Grünländer nicht gleichverteilt? Auch nicht Sonderkulturen
  • hat mit Tierhaltung zu tun und mit Relief /Höhenlagen
  • Relief verhindert Ackerbau und auch Höhenlagen
  • 900 mm Niederschlag ist die Grenze des Ackerbaus, weil man häufiger in die Fläche fahren muss; Tragfähigkeit der Fläche ist nicht mehr gegeben, es sei denn es ist drainagiert oder Kies wie in der Schotterebene vorhanden, wo das Wasser schnell abgeleitet wird. Boden verarbeitet hohe Wassermengen sehr schnell
Q:

Landwirtschaftliche Strukturen - Geschichte

A:
  • landwirtschaftliche Strukturen haben mit Siedlungsgeschichte zu tun
  • in Ost-Deutschland grundsätzlich größere Betriebe, außer in Thüringen und südliche Teile von Sachsen
  • es waren ursprünglich nicht viele Menschen dort ansässig => geprägt vom Junkertum => Leute mit großem Grundbesitz
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Q:

Änderung der Betriebsgröße zwischen 1950-2012


A:
  • Kleinbetriebe zwischen 1-20 ha werden weniger
  • Gesamtzahl der Betriebe drastisch verringert
  • Betriebe >50 ha nehmen zu
  • Trend hat sich in den letzten 3 Jahren verschärft
  • Düngeverordnung kegelt kleine Betriebe raus! Die Kontrolle ist ein zu hoher bürokratischer Aufwand
  • Flächengrößen werden automatisch größer => Vielfaltsverringerung
  • durch Wiedervereinigung ca. 1/3 mehr Fläche, aber eine Halbierung der Betriebe!

Wiedervereinigungsstudie:

  • Halbierung der Anzahl der Betriebe in Westdeutschland, Flächen sind gewachsen (fast verdoppelt)
  • In Ostdeutschland Anzahl gewachsen, weil große LPGs sich aufgeteilt haben; Abnahme der Fläche
  • Eher bei einer Größenstruktur, die vor dem Krieg existiert hat
Q:

Wer bewirtschaftet die lw-Fläche?


A:
  • Mehr als die Hälfte wird von Betrieben > 100 ha bewirtschaftet, machen aber nur 11 % der Betriebe aus
  • ¾ der LF wird von Betrieben > 50 ha bewirtschaftet, ca. 30 % der Betriebe
Q:

Betriebsgröße regional


A:
  • große Betriebe in Ostdeutschland, größtenteils alle > 100 ha
  • Süddeutschland war seit jeher kleiner strukturierter
  • Betriebe sind dort größer, wo Erträge geringer sind, wenn es keine Realteilung gibt. Realteilung wurde im schwäbisch-fränkischen durchgeführt: es haben alle Erben etwas abbekommen. Dagegen in Norddeutschland immer nur die Ältesten. Im Schwäbisch-Fränkischen wurde das Land in viele gerechte Streifen verteilt. Hat zu vielen, nicht existenzfähigen Betrieben geführt und viele sind in die USA ausgewandert

 

Q:

Versorgung


A:
  • derzeit versorgt ein Landwirt ca. 150 Menschen; aber er braucht weit weniger Beschäftigte dafür als früher, heute 648.000 Beschäftigte
  • 1949 hat ein Landwirt 10 Menschen versorgt, mit 4,8 Beschäftigte
  • die meisten kennen heute Landwirte und Landwirtschaft nicht mehr persönlich
  • Wiedervereinigung: + 1/3 Fläche, aber Reduktion auf 2/3 der Beschäftigten => In Ost-Deutschland verursachten Massenentlassungen mächtige Verwerfungen
  • Technik macht es möglich (Effizienz)
Q:

Tierhaltung in der Landwirtschaft:


A:
  • zwischen 1949 und 2015: Anzahl Milchkühe leicht gesunken; Rinder auf Niveau der 60er Jahre
  • weitaus mehr (Mast-)Schweine; in W-Deutschland mit größeren, steigenden Betriebsgrößen
  • Schafe gleich
  • Geflügel steigt
  • Großvieheinheiten pro landwirtschaftlicher Fläche: höchste Viehdichte war 1970 (damals ca. 1,2 GV/ha); derzeit ca. 1,1 GV/ha
  • eine Großvieheinheit: mittelgroße Kuh (über Masse und Anfall an organischem Dünger erfolgt Umrechnung von Schweinen, Geflügel etc)

 

Q:

Selbstversorgung mit Fleisch


A:
  • Rindfleisch in Bayern: weiterhin über Bedarf versorgt; ca. 150 %; aber im Grunde für ganz Deutschland hat sich nicht wirklich was geändert (97 %); auch nicht EU
  • rechnerisch muss etwas Rindfleisch importiert werden, um den Bedarf zu decken
  • bei Schweinen exportieren wir viel, auch nach China
  • aber im Mittel haben wir zu viel Fleisch was wir produzieren
  • aber was essen wir? Wir nutzen nur 30-50 % des essbaren Schlachtkörpers, d.h. wir produzieren mehr als doppelt so viel Fleisch als wir essbar hätten
  • Fleisch, was wir nicht wollen, wird subventioniert exportiert
  • Gesamtversorgung in D 2019: 114,4 %
Q:

Bedeutung in der Fläche

A:

in Deutschland ca 52,3 % landwirtschaftliche Fläche, 1/3 Waldfläche

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