Vergütungssysteme at Hochschule Ravensburg-Weingarten | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Vergütungssysteme an der Hochschule Ravensburg-Weingarten

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Vergütungssysteme Kurs an der Hochschule Ravensburg-Weingarten zu.

TESTE DEIN WISSEN
Was ist Monistick
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TESTE DEIN WISSEN
  • Anhand der Anzahl der Finanzierungsquellen für Krankenhäuser lassen sich die Finanzierungssysteme unterscheiden
  • gibt es nur eine solche Quelle (zum Beispiel in Form einer reinen Beitragsfinanzierung), so handelt es sich um einen monistisches Finanzierungssystem
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TESTE DEIN WISSEN
Vorteil Monistik
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TESTE DEIN WISSEN
  • In einem monistischen  Finanzierungssystem liegen Investitions und Betriebskosten Finanzierung in einer Hand
  •  es werden Entgelte beziehungsweise Preise festgelegt und zwar so, dass Krankenhäuser mit einem bestimmten Krankenversicherungsentgelt auch Investitions Mittel erhalten.
  • Vorteile der monistischen Finanzierung werden darin gesehen, dass es sich um ein System mit eindeutige Verantwortungszuordnung handelt, in dem die Entscheidungsträger bei Investitionen auch deren Folgekosten einkalkulieren müssen, ein Sachverhalt, der im heutigen dualen Finanzierungssystem nur wenig Berücksichtigung gefunden hat
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TESTE DEIN WISSEN
Geben Sie eine kurze Zusammenfassung über die Gründung von medizinischen Versorgungszentren (MVZ)
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TESTE DEIN WISSEN
Der Gesetzgeber verfolgt das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit freiberuflicher Ärzte gegenüber anderen Leistungserbringer im Gesundheitswesen zu stärken, jedoch den ärztlichen Berufsträgern die Möglichkeit zu erhalten, auch unter den neuen institutionellen Gegebenheiten ihre Freiheit ärztlicher Entscheidungen zu waren. Wenn medizinischen Versorgungszentren handelt es sich um ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen erste, die in das aus Register eingetragen sind als Angestellte oder Vertrags Ärzte tätig sein können
  • die gesetzliche Vorgabe einer ärztlichen Leitung soll gewährleisten, dass der Arzt seine Tätigkeit im Einklang mit der ärztlichen Berufspflicht ausüben kann und nicht der Weisung von nicht – Ärzten untersteht
  • eine enorme Erneuerung im Rahmen der MVZ ist, dass ein Arzt entweder als freiberufliche Vertragsarzt oder als Angestellter Arzt tätig werden kann. Damit besteht für einen Arzt erstmalig die Möglichkeit, im Bereich der ambulanten Versorgung einen Arzt Kollegen anzustellen
  • die vertragsärztliche Zulassung eines MVZ, ebenso wie die Genehmigung zur Anstellung von Ärzten, erfolgt auf Antrag durch den Zulassungsausschusses für Ärzte
  • unter Betriebsstätte oder Praxissitz wird nicht eine Gemeinde oder Stadt verstanden, sondern eine konkrete Adresse, d.h. auch weiterhin ist das so genannte Vertragsarztprinzip zu erfüllen
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TESTE DEIN WISSEN
Welches Interesse keine Krankenhäuser haben, Teilhabe eines MVZs zu werden
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TESTE DEIN WISSEN
  • Ein MVZ, dass nicht an ein Krankenhaus angeschlossen ist, kann mit seinen gebündelt den Interessen ein starker und sicherlich auch manchmal unbequemer Verhandlungspartner für die Krankenhäuser sein. 
  • Dieses kann zu einer Verschärfung des Wettbewerbs zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern im ambulanten Bereich führen. 
  • Von daher sollte das Krankenhaus Management daran interessiert sein, mindestens Gründungsmitglied, besser noch Träger eines möglichst am Krankenhaus angesiedelten MVZ zu sein.
  • Der Vorteil eines MVZ aus Sicht der Krankenhäuser ist, dass das Krankenhaus von einer höheren Qualität und einer verbesserten Organisation beziehungsweise Abstimmung der vor Untersuchungen profitiert, die im Falle einer stationären Therapie zu einer kürzeren Verweildauer führt und damit Kosten einspart.
  •  Das Entlassungsmanagement mit einem MVZ am Krankenhaus kann professioneller betrieben werden. 
  • Die Bündelung von ambulanten Leistungserbringung in einem MVZ verringert die Anzahl der Verhandlungspartner und  ermöglicht es Verhandlungen und Gespräche intensiver und konzentrierter zu führen (zum Beispiel Abstimmung bezüglich der Therapie, der Medikation, dass Einweisungsverhaltens, der Pre und Post stationäre Behandlung, gegebenfalls der gemeinsamen Nutzung oder Beschaffung von GroßGeräten). 
  • Zudem kann versucht werden durch eine strategische Positionierung die unrentablen Behandlungen in den ambulanten Bereich zu überführen
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TESTE DEIN WISSEN
Warum spielen die niedergelassenen Vertragsärzte im deutschen Gesundheitswesen eine so zentrale Rolle
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TESTE DEIN WISSEN
  • Die zentrale Aufgabe der ambulanten Versorgung in Deutschland ist die Sicherstellung der Wohnortnahen primär medizinischen Betreuung der Bevölkerung
  • ein großer Teil der Aufgaben im ambulanten Bereich wird entweder direkt durch eigene Leistungserbringung oder indirekt durch Verordnung (zum Beispiel von Arzneimitteln) durch die niedergelassenen Ärzte veranlasst (Gatekeeper)
  • die Ärzte haben damit einen großen Einfluss auf den stationären Bereich, Einweisungen in stationäre Einrichtungen die Gesundheits Versorgung werden meist durch sie veranlasst
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht man unter dem Begriff DRG-Systeme, welche Zielsetzungen wurden mit dessen Einführung in Deutschland verfolgt und welche Probleme birgt das System
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TESTE DEIN WISSEN
  • Diagnoses Related Groups bezeichnet ein Klassifikationssystem für die Finanzierung von Krankenhausfällen
  • es handelt sich um ein medizinisch-ökonomisches System zur Klassifikation von stationären Behandlungsfällen
  • Das System beinhaltet eine begrenzte Anzahl von klinisch vor definierten Gruppen, die möglichst ähnliche Behandlungskosten verursachen sollen. 
  • Ausgehend von ärztlichen Diagnosen, Alter und Schweregrad der Erkrankung werden die Patienten in möglichst Kostenhomogene Vergütungsgruppen eingeordnet.
  •  In Deutschland entschied man sich für die Adaption des in Australien weiter entwickelten AR – DRG Systems . 
  • Das Finanzierungssystem aus Australien wurde für die Gegebenheiten in Deutschland graduell angepasst und schließlich im Jahr 2004 eingeführt. 
  • die Zielsetzungen des DRG Systems ist die Optimierung der Finanzierung von Krankenhauskosten mittels Prospektiv festgelegter und Krankheitsartenspezifischer Fallpauschalen
  • für deutsche Krankenhäuser zeigen vorliegende Erfahrungen, dass von einer konsequenten Fallpauschale Finanzierung deutliche Anreize zur Spezialisierung und Kooperation ausgegangen sind, die mit erheblichen Einsparungen verbunden sein können. 
  • Problematisch sind allerdings dadurch entstehende Fehl Anreize wie die unkontrollierte Ausweitung der Fallzahlen oder die Absenkung der Versorgungsqualität, etwa in dem die Patientenverweildauer unter ein medizinisch notwendiges Maß reduziert werden

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TESTE DEIN WISSEN
Schildern Sie stichwortartig, wie einen Behandlungsfall prinzipiell eine  DRG zu gewiesen wird
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Das deutsche G-DRG-System ist auf die nahezu 100-prozentige Abdeckung aller Krankheitsfälle im Krankenhaus ausgelegt.
  •  Es handelt sich dabei um ein ärztlich – ökonomisches Patienten Klassifikationssystem. 
  • Ein Behandlungsfall wird anhand der Hauptdiagnose MDC festgelegt.  
  • Dieser  MDC werden dann in einem weiteren Schritt Unterkategorien (sub – MDC) so zugewiesen und zwar je nach Patient eine operative, eine medizinische und eine sub –  MDC eines anderen Bereiches
  • MDC und sub-MDC werden nun zu der Basis-DRG  verschmolzen, für die es jeweils eigenen Namen gibt. 
  • Jetzt kommen noch  Nebendiagnosen und ihre Schweregrade hinzu.
  • Sie werden je nach Inanspruchnahme von Ressourcen unterschiedlich gewichtet und alle gemeinsam zu einem Behandlungs -fallbezogenen klinischen Schweregrad PCCL verdichtet
  • Aus diesem klinischen Wert folgt als entsprechender ökonomischer Schweregrad die CC Kategorie. 
  • Die DRG ergibt sich letztendlich aus der Verknüpfung von Basis-DRG und PCCL Wert, alter u.a.
  • an den neuen normal verlaufen der Blinddarmentzündung (DRG G07A) Wird wie folgt klassifiziert: G07 Kürzel für die Appendektomie, A für den klinisch schwer verlaufenden Fall als CC Kategorie
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TESTE DEIN WISSEN
Schildern Sie den Zusammenhang zwischen der künstlichen Verlängerung der Verweildauer von Patienten und dem Investitionsstau. Wie wurde das Problem des Investitions Staus im Zusammenhang mit dem KHNG 1984 abgemildert
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TESTE DEIN WISSEN
  • Mithilfe einer künstlichen Verlängerung des Patienten Aufenthalt durch die Krankenhäuser hatten diese den Vorteil, dass die Betriebskosten pro Patient niedriger als die mit den Krankenkassen vereinbarten Pflegesätze pro Patient werden konnten
  • Dies ergab sich daraus, dass Patienten, deren Gesundheitszustand nicht so wiederhergestellt war, nur noch sehr geringe Betriebskosten verursachen. 
  • Somit entstand ein Überschuss, den die Krankenhäuser ein streichen konnten

  • die künstliche Verlängerung der liegezeiten der Patienten hatte zu dem zufolge, dass der Belegungsgrad der Krankenhäuser stetig stieg, was Voraussetzung für den Erhalt höherer Investitions Mittel durch Bund und Länder war. 
  • Im Laufe der Zeit konnten Bund und Länder diese immensen Förderungsverpflichtungen aber immer weniger stemmen und so entwickelte sich allmählich der bis heute sichtbare Investitions Stau

  • die Problem des Investitions Staus wurde mithilfe der Neuordnung der Krankenhausfinanzierung KHNG 1984 angegangen und geringfügig abgemildert. 
  • Bislang waren die retrospektiv angefallenen Betriebskosten Bemessungsgrundlage bei der Ermittlung der Pflegesätze.
    Von da an musste ein ProspektInes Jahres Budget der Betriebskosten vereinbart werden.
  •  Dieses Budget wurde auf Grundlage der erwarteten Belegung und einer leistungsfähigen und sparsamen Betriebsführung voraus kalkuliert und mit den Krankenkassen abgestimmt
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TESTE DEIN WISSEN
Kritik von Dualistik
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TESTE DEIN WISSEN
  • Es gibt Wechselwirkungen zwischen der Investitions und Betriebskostenfinanzierung dergestalt, dass Investitionen einerseits Betriebsabläufe beeinflussen und andererseits Folgekosten verursachen, welche dann wiederum aus Beiträgen und Prämien finanziert werden müssen
  • dieses wird für Deutschland durch aus kritisch gesehen
  • setzt sich beispielsweise in einer Gebietskörperschaft ein Landrat ein Denkmal, in dem er für den Bau eines Krankenhauses eintritt, so hat er nur einmal für die Finanzierung zu sorgen. Die Folge Kosten bleiben aber zum größten Teil an den Sozialversicherungsträgern hängen. Aufgrund der allgemeinen öffentlichen Armut haben sich die Bundesländer derzeit fast vollständig aus der Krankenhausfinanzierung zurückgezogen, obwohl sie eigentlich für die Investitions Kosten aufzukommen hätten. Ein erheblicher Investitionsstau ist die Folge
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TESTE DEIN WISSEN
Nennen Sie die zentralen Aufgaben der Landesärztekammer und ihre Rechtsform
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TESTE DEIN WISSEN
Sie sind Körperschaften öffentlichen Rechts und haben per Landesgesetz folgende Aufgaben:
  • Vertretung der beruflichen Interessen der Ärzteschaft
  • Unterstützung des öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • Förderung und Überwachung der Weiterbildung
  • Förderung der Fortbildung
  • Erstellung und Überwachung der Berufsordnung
  • Einwirkung auf ein gefährliches Verhältnis zwischen den Ärzten und Dritten gegenüber
  • Stellungnahme zu Gesetzen und Verordnungen
  • Mitwirkung an einer sittlich und wissenschaftlich hochstehenden Ärzteschaft
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TESTE DEIN WISSEN
Wie funktioniert eine Kopfpauschale
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TESTE DEIN WISSEN
  • Hierbei handelt es sich um ein Vergütungssystem zu Honorierung vertragsärztliche Leistungen
  • kopfpauschalen (Betrag pro Mitglied) werden von jeder Krankenkasse an die KVen bezahlt
  • die KV vergütet aus dieser Kopfpauschale sämtliche Leistungen, die versicherte dieser Krankenkasse benötigen
  • kopf pauschalen sind eine pro Kopf Zahlung aller Leistungen zur Versorgung von Patienten pro Quartal
  • sie können mit einem festen Euro Betrag oder mit Punkten bewertet werden, die Gebührenordnung ist ein Verzeichnis, in dem die Entgelt ärztliche Leistungen zusammen gefasst sind
  • die Gesamtvergütung ergibt sich bei Kopfpauschalen, in dem die durchschnittliche Mitgliederzahl einer gesetzlichen Krankenkasse mit dem Euro Betrag der Pauschale multipliziert wird
  • Den Ärzten obliegt das Morbiditätsrisiko (Zumindest was die eigene Honorare angeht)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche drei Varianten der Krankenhausversorgungssteuerung durch den Staat lassen sich laut Neubauer voneinander unterscheiden
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TESTE DEIN WISSEN
  • Ein staatliches Planungssystem liegt vor, wenn der Staat Krankenhauskapazitäten selbst plant und festlegt, zu dem die Entscheidungshoheit über die Investitions Finanzierung behält und vor gibt, wer überhaupt Krankenhaus Leistungen erbringen darf oder muss
  • beauftragt der Staat verbände (Interessen Gruppen mit juristischen Charakter, die sich langfristig zusammenschließen) mit der Gestaltung der Kapazitäten, so spricht man von einem Verbandssystem
  • ein markt wirtschaftliche System liegt vor, wenn Kapazitäten, Preise, aber auch Qualitätsziele frei bestimmt werden können und der Staat nur noch die Rahmen Gesetzgebung vornimmt sowie den Wettbewerb beaufsichtigt
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  • 17005 Karteikarten
  • 459 Studierende
  • 1 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Vergütungssysteme Kurs an der Hochschule Ravensburg-Weingarten - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Was ist Monistick
A:
  • Anhand der Anzahl der Finanzierungsquellen für Krankenhäuser lassen sich die Finanzierungssysteme unterscheiden
  • gibt es nur eine solche Quelle (zum Beispiel in Form einer reinen Beitragsfinanzierung), so handelt es sich um einen monistisches Finanzierungssystem
Q:
Vorteil Monistik
A:
  • In einem monistischen  Finanzierungssystem liegen Investitions und Betriebskosten Finanzierung in einer Hand
  •  es werden Entgelte beziehungsweise Preise festgelegt und zwar so, dass Krankenhäuser mit einem bestimmten Krankenversicherungsentgelt auch Investitions Mittel erhalten.
  • Vorteile der monistischen Finanzierung werden darin gesehen, dass es sich um ein System mit eindeutige Verantwortungszuordnung handelt, in dem die Entscheidungsträger bei Investitionen auch deren Folgekosten einkalkulieren müssen, ein Sachverhalt, der im heutigen dualen Finanzierungssystem nur wenig Berücksichtigung gefunden hat
Q:
Geben Sie eine kurze Zusammenfassung über die Gründung von medizinischen Versorgungszentren (MVZ)
A:
Der Gesetzgeber verfolgt das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit freiberuflicher Ärzte gegenüber anderen Leistungserbringer im Gesundheitswesen zu stärken, jedoch den ärztlichen Berufsträgern die Möglichkeit zu erhalten, auch unter den neuen institutionellen Gegebenheiten ihre Freiheit ärztlicher Entscheidungen zu waren. Wenn medizinischen Versorgungszentren handelt es sich um ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen erste, die in das aus Register eingetragen sind als Angestellte oder Vertrags Ärzte tätig sein können
  • die gesetzliche Vorgabe einer ärztlichen Leitung soll gewährleisten, dass der Arzt seine Tätigkeit im Einklang mit der ärztlichen Berufspflicht ausüben kann und nicht der Weisung von nicht – Ärzten untersteht
  • eine enorme Erneuerung im Rahmen der MVZ ist, dass ein Arzt entweder als freiberufliche Vertragsarzt oder als Angestellter Arzt tätig werden kann. Damit besteht für einen Arzt erstmalig die Möglichkeit, im Bereich der ambulanten Versorgung einen Arzt Kollegen anzustellen
  • die vertragsärztliche Zulassung eines MVZ, ebenso wie die Genehmigung zur Anstellung von Ärzten, erfolgt auf Antrag durch den Zulassungsausschusses für Ärzte
  • unter Betriebsstätte oder Praxissitz wird nicht eine Gemeinde oder Stadt verstanden, sondern eine konkrete Adresse, d.h. auch weiterhin ist das so genannte Vertragsarztprinzip zu erfüllen
Q:
Welches Interesse keine Krankenhäuser haben, Teilhabe eines MVZs zu werden
A:
  • Ein MVZ, dass nicht an ein Krankenhaus angeschlossen ist, kann mit seinen gebündelt den Interessen ein starker und sicherlich auch manchmal unbequemer Verhandlungspartner für die Krankenhäuser sein. 
  • Dieses kann zu einer Verschärfung des Wettbewerbs zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern im ambulanten Bereich führen. 
  • Von daher sollte das Krankenhaus Management daran interessiert sein, mindestens Gründungsmitglied, besser noch Träger eines möglichst am Krankenhaus angesiedelten MVZ zu sein.
  • Der Vorteil eines MVZ aus Sicht der Krankenhäuser ist, dass das Krankenhaus von einer höheren Qualität und einer verbesserten Organisation beziehungsweise Abstimmung der vor Untersuchungen profitiert, die im Falle einer stationären Therapie zu einer kürzeren Verweildauer führt und damit Kosten einspart.
  •  Das Entlassungsmanagement mit einem MVZ am Krankenhaus kann professioneller betrieben werden. 
  • Die Bündelung von ambulanten Leistungserbringung in einem MVZ verringert die Anzahl der Verhandlungspartner und  ermöglicht es Verhandlungen und Gespräche intensiver und konzentrierter zu führen (zum Beispiel Abstimmung bezüglich der Therapie, der Medikation, dass Einweisungsverhaltens, der Pre und Post stationäre Behandlung, gegebenfalls der gemeinsamen Nutzung oder Beschaffung von GroßGeräten). 
  • Zudem kann versucht werden durch eine strategische Positionierung die unrentablen Behandlungen in den ambulanten Bereich zu überführen
Q:
Warum spielen die niedergelassenen Vertragsärzte im deutschen Gesundheitswesen eine so zentrale Rolle
A:
  • Die zentrale Aufgabe der ambulanten Versorgung in Deutschland ist die Sicherstellung der Wohnortnahen primär medizinischen Betreuung der Bevölkerung
  • ein großer Teil der Aufgaben im ambulanten Bereich wird entweder direkt durch eigene Leistungserbringung oder indirekt durch Verordnung (zum Beispiel von Arzneimitteln) durch die niedergelassenen Ärzte veranlasst (Gatekeeper)
  • die Ärzte haben damit einen großen Einfluss auf den stationären Bereich, Einweisungen in stationäre Einrichtungen die Gesundheits Versorgung werden meist durch sie veranlasst
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Q:
Was versteht man unter dem Begriff DRG-Systeme, welche Zielsetzungen wurden mit dessen Einführung in Deutschland verfolgt und welche Probleme birgt das System
A:
  • Diagnoses Related Groups bezeichnet ein Klassifikationssystem für die Finanzierung von Krankenhausfällen
  • es handelt sich um ein medizinisch-ökonomisches System zur Klassifikation von stationären Behandlungsfällen
  • Das System beinhaltet eine begrenzte Anzahl von klinisch vor definierten Gruppen, die möglichst ähnliche Behandlungskosten verursachen sollen. 
  • Ausgehend von ärztlichen Diagnosen, Alter und Schweregrad der Erkrankung werden die Patienten in möglichst Kostenhomogene Vergütungsgruppen eingeordnet.
  •  In Deutschland entschied man sich für die Adaption des in Australien weiter entwickelten AR – DRG Systems . 
  • Das Finanzierungssystem aus Australien wurde für die Gegebenheiten in Deutschland graduell angepasst und schließlich im Jahr 2004 eingeführt. 
  • die Zielsetzungen des DRG Systems ist die Optimierung der Finanzierung von Krankenhauskosten mittels Prospektiv festgelegter und Krankheitsartenspezifischer Fallpauschalen
  • für deutsche Krankenhäuser zeigen vorliegende Erfahrungen, dass von einer konsequenten Fallpauschale Finanzierung deutliche Anreize zur Spezialisierung und Kooperation ausgegangen sind, die mit erheblichen Einsparungen verbunden sein können. 
  • Problematisch sind allerdings dadurch entstehende Fehl Anreize wie die unkontrollierte Ausweitung der Fallzahlen oder die Absenkung der Versorgungsqualität, etwa in dem die Patientenverweildauer unter ein medizinisch notwendiges Maß reduziert werden

Q:
Schildern Sie stichwortartig, wie einen Behandlungsfall prinzipiell eine  DRG zu gewiesen wird
A:
  • Das deutsche G-DRG-System ist auf die nahezu 100-prozentige Abdeckung aller Krankheitsfälle im Krankenhaus ausgelegt.
  •  Es handelt sich dabei um ein ärztlich – ökonomisches Patienten Klassifikationssystem. 
  • Ein Behandlungsfall wird anhand der Hauptdiagnose MDC festgelegt.  
  • Dieser  MDC werden dann in einem weiteren Schritt Unterkategorien (sub – MDC) so zugewiesen und zwar je nach Patient eine operative, eine medizinische und eine sub –  MDC eines anderen Bereiches
  • MDC und sub-MDC werden nun zu der Basis-DRG  verschmolzen, für die es jeweils eigenen Namen gibt. 
  • Jetzt kommen noch  Nebendiagnosen und ihre Schweregrade hinzu.
  • Sie werden je nach Inanspruchnahme von Ressourcen unterschiedlich gewichtet und alle gemeinsam zu einem Behandlungs -fallbezogenen klinischen Schweregrad PCCL verdichtet
  • Aus diesem klinischen Wert folgt als entsprechender ökonomischer Schweregrad die CC Kategorie. 
  • Die DRG ergibt sich letztendlich aus der Verknüpfung von Basis-DRG und PCCL Wert, alter u.a.
  • an den neuen normal verlaufen der Blinddarmentzündung (DRG G07A) Wird wie folgt klassifiziert: G07 Kürzel für die Appendektomie, A für den klinisch schwer verlaufenden Fall als CC Kategorie
Q:
Schildern Sie den Zusammenhang zwischen der künstlichen Verlängerung der Verweildauer von Patienten und dem Investitionsstau. Wie wurde das Problem des Investitions Staus im Zusammenhang mit dem KHNG 1984 abgemildert
A:
  • Mithilfe einer künstlichen Verlängerung des Patienten Aufenthalt durch die Krankenhäuser hatten diese den Vorteil, dass die Betriebskosten pro Patient niedriger als die mit den Krankenkassen vereinbarten Pflegesätze pro Patient werden konnten
  • Dies ergab sich daraus, dass Patienten, deren Gesundheitszustand nicht so wiederhergestellt war, nur noch sehr geringe Betriebskosten verursachen. 
  • Somit entstand ein Überschuss, den die Krankenhäuser ein streichen konnten

  • die künstliche Verlängerung der liegezeiten der Patienten hatte zu dem zufolge, dass der Belegungsgrad der Krankenhäuser stetig stieg, was Voraussetzung für den Erhalt höherer Investitions Mittel durch Bund und Länder war. 
  • Im Laufe der Zeit konnten Bund und Länder diese immensen Förderungsverpflichtungen aber immer weniger stemmen und so entwickelte sich allmählich der bis heute sichtbare Investitions Stau

  • die Problem des Investitions Staus wurde mithilfe der Neuordnung der Krankenhausfinanzierung KHNG 1984 angegangen und geringfügig abgemildert. 
  • Bislang waren die retrospektiv angefallenen Betriebskosten Bemessungsgrundlage bei der Ermittlung der Pflegesätze.
    Von da an musste ein ProspektInes Jahres Budget der Betriebskosten vereinbart werden.
  •  Dieses Budget wurde auf Grundlage der erwarteten Belegung und einer leistungsfähigen und sparsamen Betriebsführung voraus kalkuliert und mit den Krankenkassen abgestimmt
Q:
Kritik von Dualistik
A:
  • Es gibt Wechselwirkungen zwischen der Investitions und Betriebskostenfinanzierung dergestalt, dass Investitionen einerseits Betriebsabläufe beeinflussen und andererseits Folgekosten verursachen, welche dann wiederum aus Beiträgen und Prämien finanziert werden müssen
  • dieses wird für Deutschland durch aus kritisch gesehen
  • setzt sich beispielsweise in einer Gebietskörperschaft ein Landrat ein Denkmal, in dem er für den Bau eines Krankenhauses eintritt, so hat er nur einmal für die Finanzierung zu sorgen. Die Folge Kosten bleiben aber zum größten Teil an den Sozialversicherungsträgern hängen. Aufgrund der allgemeinen öffentlichen Armut haben sich die Bundesländer derzeit fast vollständig aus der Krankenhausfinanzierung zurückgezogen, obwohl sie eigentlich für die Investitions Kosten aufzukommen hätten. Ein erheblicher Investitionsstau ist die Folge
Q:
Nennen Sie die zentralen Aufgaben der Landesärztekammer und ihre Rechtsform
A:
Sie sind Körperschaften öffentlichen Rechts und haben per Landesgesetz folgende Aufgaben:
  • Vertretung der beruflichen Interessen der Ärzteschaft
  • Unterstützung des öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • Förderung und Überwachung der Weiterbildung
  • Förderung der Fortbildung
  • Erstellung und Überwachung der Berufsordnung
  • Einwirkung auf ein gefährliches Verhältnis zwischen den Ärzten und Dritten gegenüber
  • Stellungnahme zu Gesetzen und Verordnungen
  • Mitwirkung an einer sittlich und wissenschaftlich hochstehenden Ärzteschaft
Q:
Wie funktioniert eine Kopfpauschale
A:
  • Hierbei handelt es sich um ein Vergütungssystem zu Honorierung vertragsärztliche Leistungen
  • kopfpauschalen (Betrag pro Mitglied) werden von jeder Krankenkasse an die KVen bezahlt
  • die KV vergütet aus dieser Kopfpauschale sämtliche Leistungen, die versicherte dieser Krankenkasse benötigen
  • kopf pauschalen sind eine pro Kopf Zahlung aller Leistungen zur Versorgung von Patienten pro Quartal
  • sie können mit einem festen Euro Betrag oder mit Punkten bewertet werden, die Gebührenordnung ist ein Verzeichnis, in dem die Entgelt ärztliche Leistungen zusammen gefasst sind
  • die Gesamtvergütung ergibt sich bei Kopfpauschalen, in dem die durchschnittliche Mitgliederzahl einer gesetzlichen Krankenkasse mit dem Euro Betrag der Pauschale multipliziert wird
  • Den Ärzten obliegt das Morbiditätsrisiko (Zumindest was die eigene Honorare angeht)
Q:
Welche drei Varianten der Krankenhausversorgungssteuerung durch den Staat lassen sich laut Neubauer voneinander unterscheiden
A:
  • Ein staatliches Planungssystem liegt vor, wenn der Staat Krankenhauskapazitäten selbst plant und festlegt, zu dem die Entscheidungshoheit über die Investitions Finanzierung behält und vor gibt, wer überhaupt Krankenhaus Leistungen erbringen darf oder muss
  • beauftragt der Staat verbände (Interessen Gruppen mit juristischen Charakter, die sich langfristig zusammenschließen) mit der Gestaltung der Kapazitäten, so spricht man von einem Verbandssystem
  • ein markt wirtschaftliche System liegt vor, wenn Kapazitäten, Preise, aber auch Qualitätsziele frei bestimmt werden können und der Staat nur noch die Rahmen Gesetzgebung vornimmt sowie den Wettbewerb beaufsichtigt
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