Zyklen at Hochschule Osnabrück | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Zyklen an der Hochschule Osnabrück

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Zyklen Kurs an der Hochschule Osnabrück zu.

TESTE DEIN WISSEN

Polymyxa Betae

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TESTE DEIN WISSEN

→ Rübenwurzelausscheidungen üben Schlupfreiz aus (<15°C)
→ Dauersporen entlassen begeißelte Zoosporen (teilw. Virusträger)
→ Zoosporen schwimmen zu Wurzelhaaren, bilden Zyste
→ Zyste stößt mit Stilett in Wurzelepidermiszelle
→ Pilz-Cytoplasma dringt komplett in Wirtszelle ein (mit Virus) 

→ Plasmodium entwickelt sich, Virusvermehrung und Verbreitung in Pflanze

→ Plasmodium wandelt sich zu Zoosporangium
→ Zoosporen werden freigelassen und befallen weitere Seitenwurzeln
→ Zyklus mehrfach pro Jahr möglich

→ Vegetationsende: Plasmodium wandelt sich zu Dauersporangium, nach Absterben der Rübenwurzeln gehen Dauersporen in den Boden
→ Ruhestadium endet mit Zuckerrübenanbau

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TESTE DEIN WISSEN

Oomycetes

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TESTE DEIN WISSEN

Asexuell

→ Myzel enthält Sporangienträger mit Sporangien

indirekte Keimung: Sporangien fungieren als Sporenträger mit Zoosporen, Zoosporen keimen mit Keimschlauch und bilden Myzel aus

direkte Keimung: Sporangien fungieren als asexuelle Sporen und keimen direkt mit Keimschlauch aus, bilden Myzel

→ Verbreitung über Wind auf neuen Wirt, erneute Myzelbildung


Sexuell

→ Aus dem Myzel bilden sich Gametangien

→ Gametangiogamie von Oogonium (w) und Antheridium (m)

→ Diploide Zygote entsteht

→ Meiose erzeugt überdauerungsfähige Oosporen

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TESTE DEIN WISSEN

Phytophtora infestans (Kraut- und Knollenfäule)

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TESTE DEIN WISSEN

Asexuell

→ Befallene Knollen (Pflanzgut, Abfall, Durchwuchs) keimen und bilden Sporangien
indirekte Keimung (kühl und feucht, <16-18°C): Sporangien entlassen Zoosporen, diese werden Verbreitet, bilden eine Zyste und infizieren erneut

direkte Keimung: Sporangien fungieren als asexuelle Sporen und keimen direkt aus und infizieren erneut

→ Erneute Sporangienbildung aus Myzel (weißer Belag auf Blattunterseite)

→ Verbreitung durch Wind/Spritzwasser, hohes Epidemiepotential (~ 3 Tage)

→ Knolleninfektion über Einwaschung von Sporangien in Boden oder Verletzungen bei Ernte/im Lager


Sexuell

→ durch Kontakt zweier kompatibler Kreuzungstypen

→ Oogonium (w) und Antheridium (m) fusionieren zu Dauerspore (ca. 2-4 Jahre Überdauerungsfähig)
→ sehr selten

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TESTE DEIN WISSEN

Wirtswechselnde Blattlaus

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TESTE DEIN WISSEN

→ Im Frühjahr: Schlupf der Fundatrix (Stammmutter) aus einem der Wintereier auf dem Winterwirt (Hauptwirt)

→ Nach ihrer Entwicklung gebärt sie parthenogenetisch und vivipar ungeflügelte Nachkommen (Virgines) 

→ Jungtiere entwickeln und häuten sich viermal bis zum adulten Tier (10 Tage Jugendentwicklung). Sie haben seit Geburt die neue Generation als Embryonen im Körper angelegt (ca. 30-40) und erzeugen so ungeschlechtlich weitere Generationen durch Viviparie. Diese sind i.d.R. ungeflügelt und bleiben auf dem Sommerwirten. 

→ Es werden ca. 2-3 Generationen ungeflügelte Nachkommen erzeugt (genetisch bedingt)

→ Ab ca. Mitte Juni treten durch Umweltveränderungen (Witterung, Nahrungsqualität, Überbevölkerung) in einer Generation geflügelte Wandertiere (Migrantes) auf, die zum Sommerwirt (Nebenwirt) wechseln: Frühjahrsflug. 

→Auf dem Sommerwirten erzeugt die Migrantes erneut ungeflügelte Generationen Virgines zur Massenvermehrung 

→ Bei Nahrungsknappheit bzw. Überbevölkerung entstehen wieder Migrantes, die einen Sommerflug durchführen, andere Sommerwirte werden aufgesucht (meist krautige Pflanzen, z. B. Kartoffelpflanzen) 

→ Im Herbst werden, gesteuert durch Tageslänge- und Temperatur, aus Virgines sogenannte Sexuparae gebildet, die ungeflügelte Männchen- bzw. geflügelte Weibchenmütter hervorbringen. Die ungeflügelte Männchenmutter erzeugt ein geflügeltes Männchen.

→ Die geflügelte Weibchenmutter und das Männchen fliegen auf den Winterwirten. Die Weibchenmutter legt pathogenetisch, vivipar ein flügelloses Weibchen (Ovipare) ab, welches nach Befruchtung durch das Männchen wieder Eier ablegt


→ Eine Blattlaus lebt etwa 20 Tage, abhängig von Temperatur und Jahreszeit

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TESTE DEIN WISSEN

Ackerschnecken

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TESTE DEIN WISSEN

→ Überwinterung als Ei im Boden, bei milder Witterung auch als adultes Tier (Bodentemp. 3-5 °C)

→ 2-4 Wochen nach Eiablage schlüpfen die Schnecken aus ihren Eiern

→ Nach Schlupf 6 Wochen bis zur Geschlechtsreife

→ Schnecken sind Zwitter, jedes Tier ist zur Eiablage befähigt, allerdings keine Parthenogenese

→ Pro Schnecke 300-500 Eier ab (LD: 6-8 Monate)

→ Die hyalinen Eier werden unter Bewuchs oder in der oberen Bodenschicht abgelegt 

→ Nach 2-4 Wochen schlüpft die nächste Generation

→ Eine Generation ca. 8 und 10 Wochen, bis zu 3 Generationen/Jahr

→ Vermehrungszeit zwischen Frühjahr und Herbst, bei milder Witterung bis in den Winter

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TESTE DEIN WISSEN

Echter Mehltau (Blumenia Graminis)

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Asexuell

→ Verbreitung der Konidien von infizierten Pflanzen über Wind

→ Infektion mit Keimschlauch

→ Bildung eines Haustoriums (entzieht Assimilate)
→ Dikaryotisches Myzel infiziert Nachbarzellen
→ Konidienbildung aus Mutterzelle → verlängert sich, bildet Querwand aus

→ 8-gliedrige Kette aus asexuellen Konidien entsteht

→ Oberste Konidie wird von Wind abgelöst und verbreitet (mehrere km möglich)

→ Zyklus bis zu 8x/Getreidevegetation

→ Nach Ernte Fortsetzung auf Ausfallgetreide (an grüne Pflanzen gebunden!)

Sexuell

→ Einmalig vor Abreife

→ Myzel bildet Gametangien

→ Gametangiogamie

→ Kleistothecium (Fruchtkörper) wird gebildet: enthält <25 Asci mit je 8 Ascosporen; erkennbar an braun-schwarzen Punkten auf Myzel
→ Kleistothecium dient zur Übersommerung
→ Feuchte Herbstwitterung: Kleistothecium quillt und bricht auf, die Ascosporen werden freigesetzt (Windverbreitung)
→ Neues Myzel bildet sich auf Jungpflanzen, fährt Stoffwechsel runter und überwintert dort

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TESTE DEIN WISSEN

Septoria tritici


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Sexuell 

→ nach Ernte Überdauerung auf Stoppelresten

→ Myzelbildung nach Pilzkeimung auf vertrocknetem Pflanzengewebe

→ Myzel bildet Gametangien (+/-)
→ Männliche Zellkerne wandern über Empfängnishyphe in Ascogonium
→ Zellkerne lagern aneinander und bilden Paarkernmyzel

→ Aus Ascogonium wachsen Hakenschläuche, an dessen Spitze synchrone Paarkernteilung
→ Karyogamie

→ Meiose: 8 Kerne entstehen (je 4 identisch)
→ Pseudothecium (Fruchtkörper) wird gebildet, umhüllt Asci in denen sich Ascosporen entwickeln

→ Bei Regen/hoher LF quellen/platzen die Asci: freisetzung der Ascosporen (Windverbreitung)
→ Zur Auskeimung anhaltende Nässe nötig



Asexuell

→ In nekrotischem Blattgewebe entstehen Pyknidien mit Pyknosporen

→ Pyknosporen werden durch Feuchtigkeit als Schleimschläuche ausgepresst

→ Pyknosporen werden durch Spritzwasser auf weitere Blätter geschleudert

→ Pyknosporen keimen und dringen ein (48h lang >98% Blattnässe)
→ Myzel im Blattinneren wird gebildet

→ Auf nekrotischem Gewebe werden neue Generationen gebildet

→ Zyklus mehrfach pro Vegetationsperiode möglich 

→ Nach Inkubationszeit von 28 Tagen sichtbar


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Rostpilze

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TESTE DEIN WISSEN

→ Uredosporenlager mit Uredosporen (Windverbreitung)
→ Infektion des Hauptwirts mittels Keimschlauch

→ Sekundäres Myzel wird ausgebildet

→ am Ende der Vegetation werden Teleutosporen in Teleutolagern gebildet, welche auf Stroh überdauern

→ Im Frühjahr keimen die Sporen

→ Ausbildung einer Basidie
→ Aus Karyogamie und Meiose entstehen Basidiosporen (+/-)
→ Basidiosporen werden per Wind auf Nebenwirt getragen
→ Keimung der Sporen und Infektion

→ Basidiosporen bilden primäres Myzel (+/-)
→ Myzel bildet Spermogonium (entsprechend +/-)
→ Spermogonium enthält Spermatien (entsprechend +/-)
→ Spermatien müssen zu benachbarten Empfängnishyphen (+ zu -; - zu +)
→ Dikaryotische Aecidien entstehen

→ Aecidien enthalten dikaryotische Aecidiosporen

→ Aecidiosporen machen Wirtswechsel zum Hauptwirt

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Brandpilze

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TESTE DEIN WISSEN

→ Brandsporenlager mit Brandsporen werden bei Ernte/Blüte freigesetzt und befallen gesundes Saatgut/überwintern im Boden

→ Mit Saatgutkeimung beginnt Brandsporenkeimung
→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2)
→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht und befällt wachsendes Gewebe
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationskegel her und besiedelt dann die Samenanlagen

→ Neue Brandsporenbildung

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TESTE DEIN WISSEN

Maisbeulenbrand

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TESTE DEIN WISSEN

→ Brandsporen überwintern im Boden und keimen im Frühjahr

→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht und befällt wachsendes Gewebe (Lokalinfektion, keine Systematik!)
→ Wuchsstoffaussonderung löst Hyperplasie und Hypertrophie aus

→ Tumorartige Wucherungen sind dann Brandsporenlager
→ Brandsporenlager brechen auf und lösen sekundäre Infektion aus (weniger) bzw. fallen auf den Boden und überwintern dort (häufiger)
→ Eine Generation dauert 25-30 Tage,  die Inkubationszeit sind 10-12 Tage, eine Brandspore bleibt <10 Jahre überlebensfähig


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TESTE DEIN WISSEN

Weizensteinbrand

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TESTE DEIN WISSEN

→ Brandsporen liegen im Boden/am Samen vor

→ Mit Saatgutkeimung beginnt Brandsporenkeimung

→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht

→ Dikaryotisches Myzel überzieht keimendes Korn und infiziert den Keimling
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationspunkt her (Pflanze bleibt etwas zurück)
→ Dikaryotisches Myzel besiedelt Ähren: Myzel statt Mehlkörper
→ Dikaryotisches Myzel wird durch Hyphenabschnürung und Verfestigung zu neuen Brandbutten mit Brandsporen

→ Beim Dreschen werden Brandsporen freigesetzt und infizieren erneut anderes Druschgut oder fallen auf den Boden
→ Brandsporen 2-4 Jahre überlebensfähig, im trockenen Lager bis zu 20 Jahre

→ Ein Zyklus pro Vegetationsperiode


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Gerstenflugbrand

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TESTE DEIN WISSEN

→ Gerstenblüte: Brandsporenlager an Ähren platzen auf (Windverbreitung)
→ Brandsporen kontaminieren offene Blütchen gesunder Pflanzen
→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie

→ Dikaryotisches Myzel entsteht 

→ Dikaryotisches Myzel besiedelt sich bildendes Korn → infiziert den Embryo (ab 12°C)
→ Dikaryotisches Myzel geht nach Kornausbildung in ein Ruhestadium (keine sichtbaren Symptome, lange Überdauerungsfähig)
→ Keimung des Korns aktiviert Ruhemyzel
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationspunkt her (interzellular)
→ Statt Kornanlagen werden Brandsporenlager gebildet (Flugbrandähren nun sichtbar)

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Zyklen Kurs an der Hochschule Osnabrück - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Polymyxa Betae

A:

→ Rübenwurzelausscheidungen üben Schlupfreiz aus (<15°C)
→ Dauersporen entlassen begeißelte Zoosporen (teilw. Virusträger)
→ Zoosporen schwimmen zu Wurzelhaaren, bilden Zyste
→ Zyste stößt mit Stilett in Wurzelepidermiszelle
→ Pilz-Cytoplasma dringt komplett in Wirtszelle ein (mit Virus) 

→ Plasmodium entwickelt sich, Virusvermehrung und Verbreitung in Pflanze

→ Plasmodium wandelt sich zu Zoosporangium
→ Zoosporen werden freigelassen und befallen weitere Seitenwurzeln
→ Zyklus mehrfach pro Jahr möglich

→ Vegetationsende: Plasmodium wandelt sich zu Dauersporangium, nach Absterben der Rübenwurzeln gehen Dauersporen in den Boden
→ Ruhestadium endet mit Zuckerrübenanbau

Q:

Oomycetes

A:

Asexuell

→ Myzel enthält Sporangienträger mit Sporangien

indirekte Keimung: Sporangien fungieren als Sporenträger mit Zoosporen, Zoosporen keimen mit Keimschlauch und bilden Myzel aus

direkte Keimung: Sporangien fungieren als asexuelle Sporen und keimen direkt mit Keimschlauch aus, bilden Myzel

→ Verbreitung über Wind auf neuen Wirt, erneute Myzelbildung


Sexuell

→ Aus dem Myzel bilden sich Gametangien

→ Gametangiogamie von Oogonium (w) und Antheridium (m)

→ Diploide Zygote entsteht

→ Meiose erzeugt überdauerungsfähige Oosporen

Q:

Phytophtora infestans (Kraut- und Knollenfäule)

A:

Asexuell

→ Befallene Knollen (Pflanzgut, Abfall, Durchwuchs) keimen und bilden Sporangien
indirekte Keimung (kühl und feucht, <16-18°C): Sporangien entlassen Zoosporen, diese werden Verbreitet, bilden eine Zyste und infizieren erneut

direkte Keimung: Sporangien fungieren als asexuelle Sporen und keimen direkt aus und infizieren erneut

→ Erneute Sporangienbildung aus Myzel (weißer Belag auf Blattunterseite)

→ Verbreitung durch Wind/Spritzwasser, hohes Epidemiepotential (~ 3 Tage)

→ Knolleninfektion über Einwaschung von Sporangien in Boden oder Verletzungen bei Ernte/im Lager


Sexuell

→ durch Kontakt zweier kompatibler Kreuzungstypen

→ Oogonium (w) und Antheridium (m) fusionieren zu Dauerspore (ca. 2-4 Jahre Überdauerungsfähig)
→ sehr selten

Q:

Wirtswechselnde Blattlaus

A:

→ Im Frühjahr: Schlupf der Fundatrix (Stammmutter) aus einem der Wintereier auf dem Winterwirt (Hauptwirt)

→ Nach ihrer Entwicklung gebärt sie parthenogenetisch und vivipar ungeflügelte Nachkommen (Virgines) 

→ Jungtiere entwickeln und häuten sich viermal bis zum adulten Tier (10 Tage Jugendentwicklung). Sie haben seit Geburt die neue Generation als Embryonen im Körper angelegt (ca. 30-40) und erzeugen so ungeschlechtlich weitere Generationen durch Viviparie. Diese sind i.d.R. ungeflügelt und bleiben auf dem Sommerwirten. 

→ Es werden ca. 2-3 Generationen ungeflügelte Nachkommen erzeugt (genetisch bedingt)

→ Ab ca. Mitte Juni treten durch Umweltveränderungen (Witterung, Nahrungsqualität, Überbevölkerung) in einer Generation geflügelte Wandertiere (Migrantes) auf, die zum Sommerwirt (Nebenwirt) wechseln: Frühjahrsflug. 

→Auf dem Sommerwirten erzeugt die Migrantes erneut ungeflügelte Generationen Virgines zur Massenvermehrung 

→ Bei Nahrungsknappheit bzw. Überbevölkerung entstehen wieder Migrantes, die einen Sommerflug durchführen, andere Sommerwirte werden aufgesucht (meist krautige Pflanzen, z. B. Kartoffelpflanzen) 

→ Im Herbst werden, gesteuert durch Tageslänge- und Temperatur, aus Virgines sogenannte Sexuparae gebildet, die ungeflügelte Männchen- bzw. geflügelte Weibchenmütter hervorbringen. Die ungeflügelte Männchenmutter erzeugt ein geflügeltes Männchen.

→ Die geflügelte Weibchenmutter und das Männchen fliegen auf den Winterwirten. Die Weibchenmutter legt pathogenetisch, vivipar ein flügelloses Weibchen (Ovipare) ab, welches nach Befruchtung durch das Männchen wieder Eier ablegt


→ Eine Blattlaus lebt etwa 20 Tage, abhängig von Temperatur und Jahreszeit

Q:

Ackerschnecken

A:

→ Überwinterung als Ei im Boden, bei milder Witterung auch als adultes Tier (Bodentemp. 3-5 °C)

→ 2-4 Wochen nach Eiablage schlüpfen die Schnecken aus ihren Eiern

→ Nach Schlupf 6 Wochen bis zur Geschlechtsreife

→ Schnecken sind Zwitter, jedes Tier ist zur Eiablage befähigt, allerdings keine Parthenogenese

→ Pro Schnecke 300-500 Eier ab (LD: 6-8 Monate)

→ Die hyalinen Eier werden unter Bewuchs oder in der oberen Bodenschicht abgelegt 

→ Nach 2-4 Wochen schlüpft die nächste Generation

→ Eine Generation ca. 8 und 10 Wochen, bis zu 3 Generationen/Jahr

→ Vermehrungszeit zwischen Frühjahr und Herbst, bei milder Witterung bis in den Winter

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Q:

Echter Mehltau (Blumenia Graminis)

A:

Asexuell

→ Verbreitung der Konidien von infizierten Pflanzen über Wind

→ Infektion mit Keimschlauch

→ Bildung eines Haustoriums (entzieht Assimilate)
→ Dikaryotisches Myzel infiziert Nachbarzellen
→ Konidienbildung aus Mutterzelle → verlängert sich, bildet Querwand aus

→ 8-gliedrige Kette aus asexuellen Konidien entsteht

→ Oberste Konidie wird von Wind abgelöst und verbreitet (mehrere km möglich)

→ Zyklus bis zu 8x/Getreidevegetation

→ Nach Ernte Fortsetzung auf Ausfallgetreide (an grüne Pflanzen gebunden!)

Sexuell

→ Einmalig vor Abreife

→ Myzel bildet Gametangien

→ Gametangiogamie

→ Kleistothecium (Fruchtkörper) wird gebildet: enthält <25 Asci mit je 8 Ascosporen; erkennbar an braun-schwarzen Punkten auf Myzel
→ Kleistothecium dient zur Übersommerung
→ Feuchte Herbstwitterung: Kleistothecium quillt und bricht auf, die Ascosporen werden freigesetzt (Windverbreitung)
→ Neues Myzel bildet sich auf Jungpflanzen, fährt Stoffwechsel runter und überwintert dort

Q:

Septoria tritici


A:

Sexuell 

→ nach Ernte Überdauerung auf Stoppelresten

→ Myzelbildung nach Pilzkeimung auf vertrocknetem Pflanzengewebe

→ Myzel bildet Gametangien (+/-)
→ Männliche Zellkerne wandern über Empfängnishyphe in Ascogonium
→ Zellkerne lagern aneinander und bilden Paarkernmyzel

→ Aus Ascogonium wachsen Hakenschläuche, an dessen Spitze synchrone Paarkernteilung
→ Karyogamie

→ Meiose: 8 Kerne entstehen (je 4 identisch)
→ Pseudothecium (Fruchtkörper) wird gebildet, umhüllt Asci in denen sich Ascosporen entwickeln

→ Bei Regen/hoher LF quellen/platzen die Asci: freisetzung der Ascosporen (Windverbreitung)
→ Zur Auskeimung anhaltende Nässe nötig



Asexuell

→ In nekrotischem Blattgewebe entstehen Pyknidien mit Pyknosporen

→ Pyknosporen werden durch Feuchtigkeit als Schleimschläuche ausgepresst

→ Pyknosporen werden durch Spritzwasser auf weitere Blätter geschleudert

→ Pyknosporen keimen und dringen ein (48h lang >98% Blattnässe)
→ Myzel im Blattinneren wird gebildet

→ Auf nekrotischem Gewebe werden neue Generationen gebildet

→ Zyklus mehrfach pro Vegetationsperiode möglich 

→ Nach Inkubationszeit von 28 Tagen sichtbar


Q:

Rostpilze

A:

→ Uredosporenlager mit Uredosporen (Windverbreitung)
→ Infektion des Hauptwirts mittels Keimschlauch

→ Sekundäres Myzel wird ausgebildet

→ am Ende der Vegetation werden Teleutosporen in Teleutolagern gebildet, welche auf Stroh überdauern

→ Im Frühjahr keimen die Sporen

→ Ausbildung einer Basidie
→ Aus Karyogamie und Meiose entstehen Basidiosporen (+/-)
→ Basidiosporen werden per Wind auf Nebenwirt getragen
→ Keimung der Sporen und Infektion

→ Basidiosporen bilden primäres Myzel (+/-)
→ Myzel bildet Spermogonium (entsprechend +/-)
→ Spermogonium enthält Spermatien (entsprechend +/-)
→ Spermatien müssen zu benachbarten Empfängnishyphen (+ zu -; - zu +)
→ Dikaryotische Aecidien entstehen

→ Aecidien enthalten dikaryotische Aecidiosporen

→ Aecidiosporen machen Wirtswechsel zum Hauptwirt

Q:

Brandpilze

A:

→ Brandsporenlager mit Brandsporen werden bei Ernte/Blüte freigesetzt und befallen gesundes Saatgut/überwintern im Boden

→ Mit Saatgutkeimung beginnt Brandsporenkeimung
→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2)
→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht und befällt wachsendes Gewebe
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationskegel her und besiedelt dann die Samenanlagen

→ Neue Brandsporenbildung

Q:

Maisbeulenbrand

A:

→ Brandsporen überwintern im Boden und keimen im Frühjahr

→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht und befällt wachsendes Gewebe (Lokalinfektion, keine Systematik!)
→ Wuchsstoffaussonderung löst Hyperplasie und Hypertrophie aus

→ Tumorartige Wucherungen sind dann Brandsporenlager
→ Brandsporenlager brechen auf und lösen sekundäre Infektion aus (weniger) bzw. fallen auf den Boden und überwintern dort (häufiger)
→ Eine Generation dauert 25-30 Tage,  die Inkubationszeit sind 10-12 Tage, eine Brandspore bleibt <10 Jahre überlebensfähig


Q:

Weizensteinbrand

A:

→ Brandsporen liegen im Boden/am Samen vor

→ Mit Saatgutkeimung beginnt Brandsporenkeimung

→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie
→ Dikaryotisches Myzel entsteht

→ Dikaryotisches Myzel überzieht keimendes Korn und infiziert den Keimling
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationspunkt her (Pflanze bleibt etwas zurück)
→ Dikaryotisches Myzel besiedelt Ähren: Myzel statt Mehlkörper
→ Dikaryotisches Myzel wird durch Hyphenabschnürung und Verfestigung zu neuen Brandbutten mit Brandsporen

→ Beim Dreschen werden Brandsporen freigesetzt und infizieren erneut anderes Druschgut oder fallen auf den Boden
→ Brandsporen 2-4 Jahre überlebensfähig, im trockenen Lager bis zu 20 Jahre

→ Ein Zyklus pro Vegetationsperiode


Q:

Gerstenflugbrand

A:

→ Gerstenblüte: Brandsporenlager an Ähren platzen auf (Windverbreitung)
→ Brandsporen kontaminieren offene Blütchen gesunder Pflanzen
→ Karyogamie, Meiose

→ Bildung einer Basidie → bildet haploide Basidiosporen (+/-, je 2) 

→ Basidiosporen werde zu Sprosszellen (+/-)
→ Plasmogamie

→ Dikaryotisches Myzel entsteht 

→ Dikaryotisches Myzel besiedelt sich bildendes Korn → infiziert den Embryo (ab 12°C)
→ Dikaryotisches Myzel geht nach Kornausbildung in ein Ruhestadium (keine sichtbaren Symptome, lange Überdauerungsfähig)
→ Keimung des Korns aktiviert Ruhemyzel
→ Dikaryotisches Myzel wächst hinter Vegetationspunkt her (interzellular)
→ Statt Kornanlagen werden Brandsporenlager gebildet (Flugbrandähren nun sichtbar)

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