Tierische Schadorganismen at Hochschule Osnabrück | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Tierische Schadorganismen an der Hochschule Osnabrück

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TESTE DEIN WISSEN

84. Nennen Sie Ursachen für Populationsschwankungen bei tierischen Schadorganismen.

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Zunahme:

- Fortpflanzung (Fertilität)

- Zuwanderung


Abnahme:

- Absterben (Mortalität)

- Abwanderung


Umweltfaktoren:

- Klima (Temperatur und Feuchtigkeit)
- Gegenspieler (Parasitoide, Räuber, Pathogene)

- Konkurrenten (um Lebensraum und Nahrung)

- Wirtspflanze

- PSM-Maßnahmen

- Kulturmaßnahmen

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TESTE DEIN WISSEN

114. Nennen Sie fünf Gruppen von Nützlingen und die Schädlinge, von denen sie sich ernähren.

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TESTE DEIN WISSEN

- Marienkäfer: Insekten, meist Blattläuse

- Florfliegen: Blattläuse, Thripsen, Raupen, Käferlarven, Milben

- Raubmilben: Spinnmilben, andere Milben, Thripse, Pollen, Pilzsporen

- Laufkäfer: polyphag, unspezialisiert

- Schlupfwespen: Blattläuse, Maiszünsler

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87. Erläutern Sie die Begriffe Oviparie und Viviparie. Welche tierischen Schadorganismen sind dazu befähigt?


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Oviparie = Eiablage (Nachkommen werden in Eiern geboren)

- dazu befähigt: Milben, Maiszünsler, Maiswurzelbohrer, Nematoden, Schnecken, Blattläuse


Viviparie = Nachkommen werden lebend geboren

- dazu befähigt: einige Arthropoden (Blattläuse, Thripse, einige Spinnentiere), Wirbeltiere

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95. Nennen Sie wichtige Ordnungen hemimetaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings.

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- Collembola (Springschwänze): Luzernefloh

- Thysanoptera (Thripse): Gewitterfliege

- Heteroptera (Wanzen): Kartoffelwanze

- Homoptera (Pflanzensauger): Blattlaus

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88. Beschreiben Sie die äußere und innere Morphologie der Arthropoden. Wodurch unterscheiden sich die Spinnentiere von den Insekten?

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äußere Morphologie:

- Körperlänge von 0,1mm bis 60cm

- segmentierter Körper

- ursprünglich an jedem Skelett ein Paar Gliedmaßen

- außen (nicht innen) liegendes Skelett, Cuticula aus Chitin (guter Schutz, aber kann nicht wachsen - daher Häutung)


innere Morphologie:

- offenes Kreislaufsystem (keine Venen und Adern, sondern offene Körperflüssigkeit (Hämolymphe), die Organe umspült)

- Strickleiternervensystem

- einfacher Verdauungstrakt

- Atmung durch Tracheen, Kiemen oder Diffusion 

- schlauchförmiges Herz, kaum Gefäße vorhanden

- Parthenogenese

- Viviparie


Unterschied Spinnentiere/Insekten:

- keine Fühler/Fühler

- 4 Paar/3 Paar Laufbeine

- 2 Paar/3 Paar Mundwerkzeuge

- Kopf nicht abgesetzt/Kopf abgesetzt

- 2-Gliederung: Lauf und Hinterleib/3-Gliederung: Kopf, Vorder- und Hinterleib

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115. Beschreiben Sie die Maßnahmen, mit denen Nützlinge geschont und gefördert werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Rückzugsgebiete erhalten, pflegen und (wieder)herstellen

- Schutz von Ackerwildkräutern

- Anlage und Pflege von Ackerrandstreifen

- Anlage von Hecken

- Anlage von Krautstreifen

- Pflege von Unterwuchs im Obst- und Weinbau


Nützlingsschonender Pflanzenbau

- Auswahl selektiver Präparate

- Auswahl der Präparate nach Wirkungsprofil

- Einsatz verlustmindernder Technik

- Teilbehandlung des Pflanzenbestandes

- Zeitpunkt der Anwendung

- Herabsetzen der Häufigkeit der Anwendungen

- Anpassung der Aufwandmenge

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89. Erläutern sie den Begriff Diapause. Welche Formen der Diapause gibt es und wodurch sind sie gekennzeichnet?

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TESTE DEIN WISSEN

= Ruhephase zur Überbrückung ungünstiger Zeiträume 

In dieser Zeit:

- keine Nahrungsaufnahme

- stark reduzierte Bewegungsabläufe


obligatorische Diapause:

- Zeitpunkt und -dauer sind genetisch fixiert


fakultative Diapause:

- durch externe Faktoren (Witterung, Ernährungszustand) gesteuert

- deutlich häufiger

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92. Beschreiben Sie die äußere und innere Morphologie eines Insektes.

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TESTE DEIN WISSEN

äußere Morphologie:

- 0,2mm bis 8cm groß

- Gliederung des Körpers in drei Segmente

- am Kopf Sinnesorgane und paarige Gliedmaßen

- 3 versch. Mundwerkzeuge möglich

- am Thorax Laufbeine und ggf. Flügel

- am Abdomen keine Gliedmaßen bei den Adulten


innere Morphologie:

- Strickleiternervensystem mit stark vernetzter Ganglienmasse in Kopf und Thorax

- Komplexaugen (Farb- und Formsehen)

- stark entwickelter Geruchs- und Geschmackssinn

- Ovarien

- schlachförmiges Herz und Aorta auch zum Kopf/Gehirn

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TESTE DEIN WISSEN

94. Was versteht man bei Insekten unter einem hemimetabolen und einem holometabolen Entwicklungsgang? Nennen Sie je zwei Schadorganismenarten.


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TESTE DEIN WISSEN

hemimetabol:

- unvollständige Verwandlung

- Larven ähneln phänotypisch dem Adulten

- unterscheiden sich nur in der Größe, fehlenden Flügeln und fehlenden funktionsfähigen Geschlechtsorganen

- Larven und Adulte schädigen Kulturpflanzen in gleicher Weise

- Thripse, Blattläuse


holometabol:

- vollständige Verwandlung

- Larven grundverschieden von Adulten

- Fehlen äußerer Geschlechtsorgane, Flügelanlagen und Komplexaugen

- raupen- oder madenartig mit reduzierten Extremitäten und beißenden Mundwerkzeugen

- Larve hat größte Bedeutung in Pflanzenschädigung, Adulte nur wenig

- Larve zu Imago über Puppe

- Käfer, Schmetterlinge

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96. Nennen Sie wichtige Ordnungen holometaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings.

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- Coleoptera (Käfer): Kartoffelkäfer

- Lepidoptera (Schmetterlinge): Maiszünsler

- Hymenoptera (Hautflügler): Getreidehalmwespe

- Diptera (Zweiflügler): Blaue Schmeißfliege

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108. Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera), beschreiben Sie mögliche Gegenmaßnahmen und bewerten Sie diese hinsichtlich ihrer möglichen Wirkung.

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TESTE DEIN WISSEN

Entwicklung:

- 1 Generation pro Jahr

- Angelockt durch CO2: L2 und L3 dringen in Hauptwurzel ein und zerstören Leitungsbahnen

- Verpuppung der Larve im Boden (Mitte Juli - Ende August)

- Schlupf der Adulten (August - Oktober)

- Nahrungsaufnahme: Reifefraß an Rispe und Seide, Fensterfraß an Blättern, Körner in der Milchreife

- Begattung und Eiablage (nach Begattung fressen weibl. am meisten)

- Weibchen stirbt


Gegenmaßnahmen:

- Fruchtfolge (begrenzender Effekt, da 2% der Eier nicht auf Maisflächen abgelegt werden)

- Beizung (60 bis 70% Wirksamkeit, somit bleibt Population dennoch bestehen, Problem: Bienenschäden)

- Bodeninsektizide (70 bis 80% Wirksamkeit, nicht ausreichend)

- Insektizide (direkte Käferbekämpfung, bis zu 90% Wirksamkeit bei mehrmaliger Anwendung, somit Eindämmung der Population möglich)

- Bt-Mais (In DE nicht einsetzbar, würde aber gut wirken. Funktion: Gentechnisch verändeter Mais produziert Protoxine, die von Larven gefressen werden und die Larve von innen abtöten.)

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111. Beschreiben Sie mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis).

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im Wesentlichen:

- Stoppelbearbeitung (häckseln, fräsen) und Bodenbearbeitung 

- Präpuppen somit auf mehr als 20cm Bodentiefe bringen (Pflugeinsatz)

- Präpuppen sterben aber auch schon, wenn sie keine intakten Maisstoppeln mehr vorfinden (tiefe Einarbeitung weniger wichtig als saubere Zerstörung der Stoppeln)

- Häckseln/Fräsen + tiefes Unterpflügen: 99%-ige Wirkung


weitere Maßnahmen:

- Trichogramma (Massenfreilassung der Schlupfwespe als Nützling, die sich von Larven ernährt. Einsatz zu Beginn des Falterflugs. 70 bis 80% Wirkung. Teurer als Insektizide.)

- Insektizideinsatz (Larven müssen sich hierfür noch auf Pflanzenoberfläche befinden)

- Pyetroide (als Alternative zu Insektiziden, weniger Nebenwirkungen aber weniger verlässlich)

- Bt-Mais (Bt-Toxin gegen Zünsler-Larven, in DE aber nicht anwendbar!)

- Fruchtfolge weniger hilfreich, da sich Zünsler großflächig ausbreitet. Nur in Absprache mit benachbarten Landwirten ggf. sinnvoll.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Tierische Schadorganismen Kurs an der Hochschule Osnabrück - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

84. Nennen Sie Ursachen für Populationsschwankungen bei tierischen Schadorganismen.

A:

Zunahme:

- Fortpflanzung (Fertilität)

- Zuwanderung


Abnahme:

- Absterben (Mortalität)

- Abwanderung


Umweltfaktoren:

- Klima (Temperatur und Feuchtigkeit)
- Gegenspieler (Parasitoide, Räuber, Pathogene)

- Konkurrenten (um Lebensraum und Nahrung)

- Wirtspflanze

- PSM-Maßnahmen

- Kulturmaßnahmen

Q:

114. Nennen Sie fünf Gruppen von Nützlingen und die Schädlinge, von denen sie sich ernähren.

A:

- Marienkäfer: Insekten, meist Blattläuse

- Florfliegen: Blattläuse, Thripsen, Raupen, Käferlarven, Milben

- Raubmilben: Spinnmilben, andere Milben, Thripse, Pollen, Pilzsporen

- Laufkäfer: polyphag, unspezialisiert

- Schlupfwespen: Blattläuse, Maiszünsler

Q:

87. Erläutern Sie die Begriffe Oviparie und Viviparie. Welche tierischen Schadorganismen sind dazu befähigt?


A:

Oviparie = Eiablage (Nachkommen werden in Eiern geboren)

- dazu befähigt: Milben, Maiszünsler, Maiswurzelbohrer, Nematoden, Schnecken, Blattläuse


Viviparie = Nachkommen werden lebend geboren

- dazu befähigt: einige Arthropoden (Blattläuse, Thripse, einige Spinnentiere), Wirbeltiere

Q:

95. Nennen Sie wichtige Ordnungen hemimetaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings.

A:

- Collembola (Springschwänze): Luzernefloh

- Thysanoptera (Thripse): Gewitterfliege

- Heteroptera (Wanzen): Kartoffelwanze

- Homoptera (Pflanzensauger): Blattlaus

Q:

88. Beschreiben Sie die äußere und innere Morphologie der Arthropoden. Wodurch unterscheiden sich die Spinnentiere von den Insekten?

A:

äußere Morphologie:

- Körperlänge von 0,1mm bis 60cm

- segmentierter Körper

- ursprünglich an jedem Skelett ein Paar Gliedmaßen

- außen (nicht innen) liegendes Skelett, Cuticula aus Chitin (guter Schutz, aber kann nicht wachsen - daher Häutung)


innere Morphologie:

- offenes Kreislaufsystem (keine Venen und Adern, sondern offene Körperflüssigkeit (Hämolymphe), die Organe umspült)

- Strickleiternervensystem

- einfacher Verdauungstrakt

- Atmung durch Tracheen, Kiemen oder Diffusion 

- schlauchförmiges Herz, kaum Gefäße vorhanden

- Parthenogenese

- Viviparie


Unterschied Spinnentiere/Insekten:

- keine Fühler/Fühler

- 4 Paar/3 Paar Laufbeine

- 2 Paar/3 Paar Mundwerkzeuge

- Kopf nicht abgesetzt/Kopf abgesetzt

- 2-Gliederung: Lauf und Hinterleib/3-Gliederung: Kopf, Vorder- und Hinterleib

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Q:

115. Beschreiben Sie die Maßnahmen, mit denen Nützlinge geschont und gefördert werden.

A:

Rückzugsgebiete erhalten, pflegen und (wieder)herstellen

- Schutz von Ackerwildkräutern

- Anlage und Pflege von Ackerrandstreifen

- Anlage von Hecken

- Anlage von Krautstreifen

- Pflege von Unterwuchs im Obst- und Weinbau


Nützlingsschonender Pflanzenbau

- Auswahl selektiver Präparate

- Auswahl der Präparate nach Wirkungsprofil

- Einsatz verlustmindernder Technik

- Teilbehandlung des Pflanzenbestandes

- Zeitpunkt der Anwendung

- Herabsetzen der Häufigkeit der Anwendungen

- Anpassung der Aufwandmenge

Q:

89. Erläutern sie den Begriff Diapause. Welche Formen der Diapause gibt es und wodurch sind sie gekennzeichnet?

A:

= Ruhephase zur Überbrückung ungünstiger Zeiträume 

In dieser Zeit:

- keine Nahrungsaufnahme

- stark reduzierte Bewegungsabläufe


obligatorische Diapause:

- Zeitpunkt und -dauer sind genetisch fixiert


fakultative Diapause:

- durch externe Faktoren (Witterung, Ernährungszustand) gesteuert

- deutlich häufiger

Q:

92. Beschreiben Sie die äußere und innere Morphologie eines Insektes.

A:

äußere Morphologie:

- 0,2mm bis 8cm groß

- Gliederung des Körpers in drei Segmente

- am Kopf Sinnesorgane und paarige Gliedmaßen

- 3 versch. Mundwerkzeuge möglich

- am Thorax Laufbeine und ggf. Flügel

- am Abdomen keine Gliedmaßen bei den Adulten


innere Morphologie:

- Strickleiternervensystem mit stark vernetzter Ganglienmasse in Kopf und Thorax

- Komplexaugen (Farb- und Formsehen)

- stark entwickelter Geruchs- und Geschmackssinn

- Ovarien

- schlachförmiges Herz und Aorta auch zum Kopf/Gehirn

Q:

94. Was versteht man bei Insekten unter einem hemimetabolen und einem holometabolen Entwicklungsgang? Nennen Sie je zwei Schadorganismenarten.


A:

hemimetabol:

- unvollständige Verwandlung

- Larven ähneln phänotypisch dem Adulten

- unterscheiden sich nur in der Größe, fehlenden Flügeln und fehlenden funktionsfähigen Geschlechtsorganen

- Larven und Adulte schädigen Kulturpflanzen in gleicher Weise

- Thripse, Blattläuse


holometabol:

- vollständige Verwandlung

- Larven grundverschieden von Adulten

- Fehlen äußerer Geschlechtsorgane, Flügelanlagen und Komplexaugen

- raupen- oder madenartig mit reduzierten Extremitäten und beißenden Mundwerkzeugen

- Larve hat größte Bedeutung in Pflanzenschädigung, Adulte nur wenig

- Larve zu Imago über Puppe

- Käfer, Schmetterlinge

Q:

96. Nennen Sie wichtige Ordnungen holometaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings.

A:

- Coleoptera (Käfer): Kartoffelkäfer

- Lepidoptera (Schmetterlinge): Maiszünsler

- Hymenoptera (Hautflügler): Getreidehalmwespe

- Diptera (Zweiflügler): Blaue Schmeißfliege

Q:

108. Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera), beschreiben Sie mögliche Gegenmaßnahmen und bewerten Sie diese hinsichtlich ihrer möglichen Wirkung.

A:

Entwicklung:

- 1 Generation pro Jahr

- Angelockt durch CO2: L2 und L3 dringen in Hauptwurzel ein und zerstören Leitungsbahnen

- Verpuppung der Larve im Boden (Mitte Juli - Ende August)

- Schlupf der Adulten (August - Oktober)

- Nahrungsaufnahme: Reifefraß an Rispe und Seide, Fensterfraß an Blättern, Körner in der Milchreife

- Begattung und Eiablage (nach Begattung fressen weibl. am meisten)

- Weibchen stirbt


Gegenmaßnahmen:

- Fruchtfolge (begrenzender Effekt, da 2% der Eier nicht auf Maisflächen abgelegt werden)

- Beizung (60 bis 70% Wirksamkeit, somit bleibt Population dennoch bestehen, Problem: Bienenschäden)

- Bodeninsektizide (70 bis 80% Wirksamkeit, nicht ausreichend)

- Insektizide (direkte Käferbekämpfung, bis zu 90% Wirksamkeit bei mehrmaliger Anwendung, somit Eindämmung der Population möglich)

- Bt-Mais (In DE nicht einsetzbar, würde aber gut wirken. Funktion: Gentechnisch verändeter Mais produziert Protoxine, die von Larven gefressen werden und die Larve von innen abtöten.)

Q:

111. Beschreiben Sie mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis).

A:

im Wesentlichen:

- Stoppelbearbeitung (häckseln, fräsen) und Bodenbearbeitung 

- Präpuppen somit auf mehr als 20cm Bodentiefe bringen (Pflugeinsatz)

- Präpuppen sterben aber auch schon, wenn sie keine intakten Maisstoppeln mehr vorfinden (tiefe Einarbeitung weniger wichtig als saubere Zerstörung der Stoppeln)

- Häckseln/Fräsen + tiefes Unterpflügen: 99%-ige Wirkung


weitere Maßnahmen:

- Trichogramma (Massenfreilassung der Schlupfwespe als Nützling, die sich von Larven ernährt. Einsatz zu Beginn des Falterflugs. 70 bis 80% Wirkung. Teurer als Insektizide.)

- Insektizideinsatz (Larven müssen sich hierfür noch auf Pflanzenoberfläche befinden)

- Pyetroide (als Alternative zu Insektiziden, weniger Nebenwirkungen aber weniger verlässlich)

- Bt-Mais (Bt-Toxin gegen Zünsler-Larven, in DE aber nicht anwendbar!)

- Fruchtfolge weniger hilfreich, da sich Zünsler großflächig ausbreitet. Nur in Absprache mit benachbarten Landwirten ggf. sinnvoll.

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