Phytomedizin in der Landwirtschaft at Hochschule Osnabrück

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20. Wie sind Viren aufgebaut?

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30. Definieren Sie die Begriffe Aquisitionszeit, Zirkulationszeit und Retentionszeit im Zusammenhang mit der Virusübertragung.

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15. Worin unterscheiden sich obligate Parasiten von nicht obligaten (fakultativen)

Parasiten?

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16. Was versteht man bei Krankheitserregern unter einer biotrophen und einer pertotrophen Ernährungsweise?

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17. Wodurch sind obligate Saprophyten gekennzeichnet und auf welche Weise

schädigen Sie Pflanzen?

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18. Wie ist ein Viroid aufgebaut und durch welche Merkmale ist es gekennzeichnet?

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13. Beschreiben Sie die Lebens- und Ernährungsweisen von Mikroorganismen. In welchen Gruppen sind Schadorganismen zu finden?

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21. Durch welche Merkmale zeichnen sich Viren aus?

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22. Nennen Sie die Übertragungswege für Pflanzenviren. Wie vermehren sie sich in

der Pflanze und wie breiten sie sich in ihr aus?

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24. Nennen Sie die Gruppen von tierischen Vektoren, die Viren übertragen. Wie

bedeutsam sind die einzelnen Gruppen?

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19. Wie werden Viroide übertragen?

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14. Was ist ein obligater Parasit? Nennen Sie drei Gruppen von Schadorganismen, die als obligate Parasiten gelten.

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Phytomedizin in der Landwirtschaft

20. Wie sind Viren aufgebaut?

  • RNA oder DNA (niemals beides)
  • Proteinhülle schützt die Nukleinsäure
  • Proteinhülle besteht aus vielen Kapsomeren (Untereinheiten)
  • Gesamtheit der Proteinhülle bezeichnet man als Kapsid
  • Hülle (virale Membran) möglich mit aufgesetzten Proteinen


(Morphologie:)

  • kugelförmig (isoform)
  • stäbchenförmig
  • fadenförmig
  • bazillform

Phytomedizin in der Landwirtschaft

30. Definieren Sie die Begriffe Aquisitionszeit, Zirkulationszeit und Retentionszeit im Zusammenhang mit der Virusübertragung.

Aquisitionszeit = notwendige Saugzeit für die Virusaufnahme aus infizierten Pflanzen


Zirkulationszeit = Zeitraum zwischen Virusaufnahme und -weitergabe


Retentionszeit = Zeitraum in dem ein Virus in einem Vektor infektiös erhalten bleibt (Persistenz)

Phytomedizin in der Landwirtschaft

15. Worin unterscheiden sich obligate Parasiten von nicht obligaten (fakultativen)

Parasiten?

Obligat bedeutet "zwingend"/"ausschließlich" -> obligate Parasiten ernähren sich daher immer von lebenden Wirtszellen (wenn nur tote Ernährung, dann Saprophyt und kein Parasit!); ein obligater Parasit kann seine Wirtspflanze auch töten, kann dann damit aber nichts mehr anfangen


Fakultativ bedeutet "sowohl als auch" -> daher befällt er erst lebendes Gewebe, tötet es und ernährt sich dann davon

Phytomedizin in der Landwirtschaft

16. Was versteht man bei Krankheitserregern unter einer biotrophen und einer pertotrophen Ernährungsweise?

biotroph = Ernährung ausschließlich von lebenden Wirtszellen


pertotroph = Ernährung von selbst getötetem Gewebe (Substrat)

Phytomedizin in der Landwirtschaft

17. Wodurch sind obligate Saprophyten gekennzeichnet und auf welche Weise

schädigen Sie Pflanzen?

Ernährungsweise: Nekrotrophie

besiedeln nur totes Gewebe und zersetzen es ("Leichenfledderer")

Schadwirkung:

  • erntereifes Getreide im Lager
  • Holz wird durch Pilze geschädigt
  • (Strohzersetzung im Lager)

Phytomedizin in der Landwirtschaft

18. Wie ist ein Viroid aufgebaut und durch welche Merkmale ist es gekennzeichnet?

  • infektiöses Molekül
  • besteht ausschließlich aus einzelsträngiger RNA
  • 150 - 400 Nukleotid
  • ohne Hülle
  • nutzen Enzymsystem der Wirtspflanze zur Replikation
  • Verbreitung in der Pflanze über das Phloem
  • kommen meist in wärmeren Regionen vor
  • (Name endet mit "d")

Phytomedizin in der Landwirtschaft

13. Beschreiben Sie die Lebens- und Ernährungsweisen von Mikroorganismen. In welchen Gruppen sind Schadorganismen zu finden?

Lebensweise - Ernährungsweise - Schadorganismen zu finden? - Beschreiben

  • obligate Parasiten - biotroph - Ja - sind zwingend auf lebende Wirtszellen angewiesen
  • fakultative Parasiten - pertotroph - Ja - ernähren sich von totem Gewebe, dessen Tod sie selbst verursacht haben (können erst nach dem Abtöten der Pflanze das abgestorbene Substrat nutzen)
  • obligate Saprophyten - nekrotroph - Nein - ernähren sich von abgestorbener organischer Substanz, dessen Tod sie nicht verursacht haben
  • Symbionten - ... - Nein - liefern ihrem Wirt eine gleichwertige Gegenleistung

Phytomedizin in der Landwirtschaft

21. Durch welche Merkmale zeichnen sich Viren aus?

  • DNA oder RNA
  • kann nicht auf künstlichen Nährböden wachsen
  • befällt Gewebe intrazellulär

Phytomedizin in der Landwirtschaft

22. Nennen Sie die Übertragungswege für Pflanzenviren. Wie vermehren sie sich in

der Pflanze und wie breiten sie sich in ihr aus?

Ohne Vektor:

  • mechanisch
  • vegetativ
  • Wurzelverwachsungen
  • Samen und Pollen
  • Wasser
  • Boden

Mit Vektor:

  • Pilze
  • Tiere
  • parasitische Samenpflanzen (Kleeseide, Mistel)


Vermehrung:

  • Virus gelangt in Zelle
  • Kapsid wird abgeworfen, Nukleinsäure (DNA oder RNA) liegt frei vor
  • Nukleinsäure steuert Wirtszelle so um, dass diese Zelle viele Viruspartikel produziert

Verbreitung:

  • von Zelle zu Zelle über Plasmodesmen (Öffnungen in Zellwänden)
  • später über Phloem (und Xylem)
  • Viren erreichen in der Regel alle Pflanzenteile

Phytomedizin in der Landwirtschaft

24. Nennen Sie die Gruppen von tierischen Vektoren, die Viren übertragen. Wie

bedeutsam sind die einzelnen Gruppen?

  • Nematoden (6%)
  • Gliederfüßler (94%)
    • Milben
    • Insekten
      • Pflanzensauger (machen den größten Teil aus)
      • Sonstige

Tierische Vektoren mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen sind die bedeutendste Gruppe

Phytomedizin in der Landwirtschaft

19. Wie werden Viroide übertragen?

  • mechanisch
  • Insekten mit beißend-kauenden Mundwerkzeugen (z. B. Käfer)
  • Blattläuse

Phytomedizin in der Landwirtschaft

14. Was ist ein obligater Parasit? Nennen Sie drei Gruppen von Schadorganismen, die als obligate Parasiten gelten.

  • befällt lebendes Pflanzengewebe (biotrophe Ernährungsweise)
  • ernährt sich ausschließlich von lebenden Wirtszellen
  • Schadorganismen:
    • Viren (immer obligat biotroph)
    • Ascomycota
    • Pernosporaceae (falsche Mehltaupilze)

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