Phyto at Hochschule Osnabrück | Flashcards & Summaries

Select your language

Suggested languages for you:
Log In Start studying!

Lernmaterialien für Phyto an der Hochschule Osnabrück

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Phyto Kurs an der Hochschule Osnabrück zu.

TESTE DEIN WISSEN

Pathogenität 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Genetisch fixierte Fähigkeit eines Pathogens, eine Erkrankung auszulösen.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Schadorganismus: 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

: Sammelbegriff für die (biotischen) Ursachen wirtschaftlicher Schäden an Nutzpflanzen, Nutzpflanzenbeständen und Erntegütern. Neben Mikroorganismen und Viren als Erreger von Krankheiten zählen dazu im weiteren Sinn auch Schadtiere und Schadpflanzen. → Schadorganismus = Schaderreger, aber „Schadorganismus“ ist besser → Unkräuter zählen auch dazu und das sind keine Erreger, aber Organismen

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Aggressivität: 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

: Fähigkeit eines Organismus, eine Pflanze (einen anderen Organismus) zu befallen, anzugreifen, ihren (seinen) Widerstand zu überwinden, sie (ihn) für seine Zwecke (insbesondere hinsichtlich seiner Ernährung) zu nutzen und sich in oder auf ihr (ihm) zu vermehren.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie fünf Kategorien von Symptomausprägungen mit jeweils einem Schadorganismus, der diese verursacht.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Farbveränderungen: BYDV (Barley yellow dwarf virus; Gelbverzwergungsvirus) → gelbe bis rötliche (bei Hafer) Verfärbungen; Virus, der von Blattläusen übertragen wird; Hafer besonders anfällig, Roggen am wenigsten → ACHTUNG: Rotfärbung bei Raps wird durch einen Pilz hervorgerufen, nicht durch BYDV! 

Formveränderungen: Kohlhernie (hervorgerufen durch Plasmodiophora brassicae → Pilzerkrankung) → Funktionsfähigkeit der Wurzel ist durch starke Formveränderungen nicht mehr gegeben 

Nekrosen (=Zellen sind so stark geschädigt, dass sie absterben → Schwarzfärbung): Septoria tritici =Mycosphaerella graminicola → Pilz 

Welkeerscheinungen ohne tatsächlichen Wassermangel (krankheitsbedingter Wassermangel = sekundärer Wassermangel): Dickeya solani → Bakterium, das Knollennassfäule bei Kartoffeln hervorruft (Knolle wird zu einer breiigen Masse; zusätzlich oft noch Schwarzbeinigkeit (??)) 

Merken: Nassfäulen fast immer bakterielle Erreger, Trockenfäulen fast immer pilzliche Erreger! 

Sichtbare Schaderreger: Gelbrost (Puccinia striiformis = Pilz) → befällt insbes. Weizen; Ausbildung gelber Rostflecken (erst Rostpustel, dann Streifen entlang der Blattadern, später zusammenhängende Flächen → die sichtbaren Rostflecken sind die Pilzsporen!); Fusarium (=eine Gattung der Schlauchpilze; sehr viele Unterarten) → vielfältige Krankheitsbilder (Auflauf- u. Fußkrankheiten, Blattflecken…), außerdem bilden Fusarien Mykotoxine (manche sind für Menschen und Tiere hochgiftig, insbesondere Sauen sind sehr empfindlich) 

Mechanische Gewebezerstörung/Blattfraß: Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata/ „ZehnstreifenLeichtfuß“)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Virulenz: 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Fähigkeit von speziellen Erregergenotypen, Sorten mit definierten Resistenzgenen zu befallen und sich an ihnen zu vermehren → Fähigkeit, genetisch definierte Resistenz zu überwinden. Erregergenotypen, die das nicht können, werden als avirulent bezeichnet. → Virulenz ist NICHT Aggressivität!! → Virulen sind ganz klar differenzierte Erregergenotypen, die können dann jeweils auch nur ganz spezielle Sorten befallen! → je nach Kombination von Erreger-Rasse (Erregergenotyp) und Pflanzen-Sorte (Kulturpflanzengenotyp) passiert da was oder eben nicht → es gibt die verschiedensten Resistenzen

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Symptom 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Sichtbare Veränderungen an Pflanzen, die durch Schadorganismen verursacht wurden.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Syndrom: 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gruppe verschiedener, aber zusammengehöriger Symptome, die ein Krankheitsbild charakterisieren.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Auf welche Weise beeinflussen Nährstoffmangel oder –überschuss das Auftreten von Pflanzenkrankheiten? 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Bestandesklima: kein bodenbedeckender Bestandsschluss durch Nährstoffmangel → Förderung der Eiablage der Brachfliege; Unkrautdruck erhöht Üppiger Bodenbewuchs durch Nährstoffüberschuss → Schnellkäfer, Schnaken, Feldmäuse, Nacktschnecken; außerdem trocknet der Bestand nicht so schnell ab (dadurch erhöhte Pilzgefahr) Pflanzenphysiologie: chemische, biologische und physikalische Vorgänge in der Pflanze ändern sich je nach Nährstoffversorgung: Nährstoffüberschuss → lösliche N-Verbindungen, höhere Assimilatgehalte; Nährstoffmangel → geschwächte Pflanzen Pflanzenmorphologie: Wuchsform der Pflanze → je nach Nährstoffversorgung Zellgröße größer/kleiner, Zellwände dicker/dünner, Interzellularräume größer/kleiner → je größer die Zellen, umso größer auch die Interzellularräume → deutlich instabileres Gewebe (insbesondere bei Stickstoffüberschuss ein Problem) 

pH-Wert: Kulturpflanzen haben unterschiedliche pH-Wert-Optima; manche Nährstoffe beeinflussen den pH-Wert; teilweise hat der pH-Wert auch direkten Einfluss auf Schadorganismen; niedriger pH → erhöhte Gefahr von Fusarien und Kohlhernie; hoher pH → erhöhte Gefahr von Kartoffelschorf (deshalb KEINE Kalkung vor Kartoffeln) und Schwarzbeinigkeit 

Mangelkrankheiten: Kalimangel → Kalium beeinflusst den Wasserhaushalt → bei Kalimangel ist Trockenstress deutlich problematischer, Kalium ist an der Bildung von Strukturgewebe beteiligt → bei Mangel deutlich schlechtere Standfestigkeit; Phosphormangel → schlechte Energieversorgung durch sinkende ATP-Bildung 

Merken: Mangel an den Hauptnährelementen hat massivere Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum als Mangel an Mikronährstoffen!

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Schadorganismen werden durch Stickstoffüberschuss gefördert? 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Saugende Insekten (insbesondere Blattläuse; Thripsen, Nematoden) Biotrophe Pilze (z.B. Mehltau und Rost, Kraut- und Knollenfäule)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Auf welche Weise kann die Witterung das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen? 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Kälte/Frost: Zellflüssigkeit gefriert, die Zelle platzt, beim nächsten Auftauen läuft die Zellflüssigkeit aus → matschiges, flüssiges Gewebe (wird dann von Mikroorganismen aufgefressen = normaler Fäulnisprozess); Spätfröste sind bei Wintergerste sehr problematisch → Zellwanddicke Lignifizierung (Phenolgehalt) Verkieselung nehmen ab Kutinisierung Stabilität der Pflanze Seneszenz verzögert sich (= Einstellen des Wachstums nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen) Stickstoff, Kalium, Phosphor der erste Schaden ist am noch eingerollten Blatt und da ist unter Umständen schon die Ährenanlage drin; Dellen in den Blättern älterer Pflanzen sind teilweise auch kälteverursacht, sorgen aber meist nicht für bleibende massive Schäden; Eisbruch ist ein Problem bei Dauerkulturen (Bäume) 

Hitze Trockenheit: Vertrocknen; starke Trockenheit kurz nach dem Keimen ist deutlich schlimmer als vor dem Keimen → reicht das Wasser genau und nur fürs Ankeimen folgt ein Totalausfall, reicht das Wasser nicht mal fürs Ankeimen liegt der Samen einfach ein bisschen in der Erde herum, bis es wieder regnet 

Nässe: Staunässe führt zu Sauerstoffabschluss 

Wind: insbesondere kurz nach dem Auflaufen sind kleine Pflanzen sehr empfindlich gegenüber dem Sand, der vom Wind darübergejagd wird → sehr hohes Schadpotential/ die Pflänzchen werden förmlich „abrasiert“; Mais ist am windanfälligsten, Kartoffeln und Rüben am wenigsten 

Hagel: für alle Kulturen sehr problematisch 

Schnee: Sauerstoffmangel unter der Schneedecke (Pflanzen atmen auch im Winter weiter); Gefahr von Pilzbefall Starke Sonneneinstrahlung: in den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit Sonnenbrand bei Kartoffeln 

Zu geringe Lichteinstrahlung: in unserem Klima eigentlich kein Problem

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Krankheit

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

: Jede Abweichung vom normalen Verlauf der Lebensvorgänge bei Pflanze, Tier und Mensch, die mit einer Schwächung des betreffenden Organismus oder seiner Teile verbunden ist und unter Umständen zum Tod führen kann. → Veränderungen in der Physiologie → Fressschäden sind aber KEINE Krankheit! (die gehören in den Bereich der Phytomedizin, aber nicht in die Phytopathologie!)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben Sie, wie agrar- und kulturtechnische Maßnahmen das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen können. 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Direkt: Verletzungen (durch Maschinen und Geräte; z.B. bei mechanischer Unkrautbekämpfung) → erleichterter Eintritt für Schaderreger, Assimilationsverluste Verätzungen (z.B. durch Herbizide, Flüssigdünger; insbesondere bei unsachgemäßer Ausbringung → Überlappung und Abdrift) → Photosynthese beeinträchtigt, erleichterter Eintritt für Schaderreger 

Indirekt: Bodenverdichtungen → geringeres Wurzelwachstum, geringere Nährstoffverfügbarkeit, schwache Pflanzen, erhöhte Anfälligkeit Unsachgemäße Strohverteilung/-einarbeitung (zu viel organische Masse) → Überdauerung von Schaderregern, erschwertes Wurzelwachstum Versalzung → Wasserentzug durch osmotischen Druck, Nährstoffaufnahme beeinträchtigt

Lösung ausblenden
  • 129516 Karteikarten
  • 3130 Studierende
  • 77 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Phyto Kurs an der Hochschule Osnabrück - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Pathogenität 


A:

Genetisch fixierte Fähigkeit eines Pathogens, eine Erkrankung auszulösen.

Q:

Schadorganismus: 


A:

: Sammelbegriff für die (biotischen) Ursachen wirtschaftlicher Schäden an Nutzpflanzen, Nutzpflanzenbeständen und Erntegütern. Neben Mikroorganismen und Viren als Erreger von Krankheiten zählen dazu im weiteren Sinn auch Schadtiere und Schadpflanzen. → Schadorganismus = Schaderreger, aber „Schadorganismus“ ist besser → Unkräuter zählen auch dazu und das sind keine Erreger, aber Organismen

Q:

Aggressivität: 


A:

: Fähigkeit eines Organismus, eine Pflanze (einen anderen Organismus) zu befallen, anzugreifen, ihren (seinen) Widerstand zu überwinden, sie (ihn) für seine Zwecke (insbesondere hinsichtlich seiner Ernährung) zu nutzen und sich in oder auf ihr (ihm) zu vermehren.

Q:

Nennen Sie fünf Kategorien von Symptomausprägungen mit jeweils einem Schadorganismus, der diese verursacht.

A:

Farbveränderungen: BYDV (Barley yellow dwarf virus; Gelbverzwergungsvirus) → gelbe bis rötliche (bei Hafer) Verfärbungen; Virus, der von Blattläusen übertragen wird; Hafer besonders anfällig, Roggen am wenigsten → ACHTUNG: Rotfärbung bei Raps wird durch einen Pilz hervorgerufen, nicht durch BYDV! 

Formveränderungen: Kohlhernie (hervorgerufen durch Plasmodiophora brassicae → Pilzerkrankung) → Funktionsfähigkeit der Wurzel ist durch starke Formveränderungen nicht mehr gegeben 

Nekrosen (=Zellen sind so stark geschädigt, dass sie absterben → Schwarzfärbung): Septoria tritici =Mycosphaerella graminicola → Pilz 

Welkeerscheinungen ohne tatsächlichen Wassermangel (krankheitsbedingter Wassermangel = sekundärer Wassermangel): Dickeya solani → Bakterium, das Knollennassfäule bei Kartoffeln hervorruft (Knolle wird zu einer breiigen Masse; zusätzlich oft noch Schwarzbeinigkeit (??)) 

Merken: Nassfäulen fast immer bakterielle Erreger, Trockenfäulen fast immer pilzliche Erreger! 

Sichtbare Schaderreger: Gelbrost (Puccinia striiformis = Pilz) → befällt insbes. Weizen; Ausbildung gelber Rostflecken (erst Rostpustel, dann Streifen entlang der Blattadern, später zusammenhängende Flächen → die sichtbaren Rostflecken sind die Pilzsporen!); Fusarium (=eine Gattung der Schlauchpilze; sehr viele Unterarten) → vielfältige Krankheitsbilder (Auflauf- u. Fußkrankheiten, Blattflecken…), außerdem bilden Fusarien Mykotoxine (manche sind für Menschen und Tiere hochgiftig, insbesondere Sauen sind sehr empfindlich) 

Mechanische Gewebezerstörung/Blattfraß: Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata/ „ZehnstreifenLeichtfuß“)

Q:

Virulenz: 


A:

Fähigkeit von speziellen Erregergenotypen, Sorten mit definierten Resistenzgenen zu befallen und sich an ihnen zu vermehren → Fähigkeit, genetisch definierte Resistenz zu überwinden. Erregergenotypen, die das nicht können, werden als avirulent bezeichnet. → Virulenz ist NICHT Aggressivität!! → Virulen sind ganz klar differenzierte Erregergenotypen, die können dann jeweils auch nur ganz spezielle Sorten befallen! → je nach Kombination von Erreger-Rasse (Erregergenotyp) und Pflanzen-Sorte (Kulturpflanzengenotyp) passiert da was oder eben nicht → es gibt die verschiedensten Resistenzen

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Symptom 


A:

Sichtbare Veränderungen an Pflanzen, die durch Schadorganismen verursacht wurden.

Q:

Syndrom: 


A:

Gruppe verschiedener, aber zusammengehöriger Symptome, die ein Krankheitsbild charakterisieren.

Q:

Auf welche Weise beeinflussen Nährstoffmangel oder –überschuss das Auftreten von Pflanzenkrankheiten? 


A:

Bestandesklima: kein bodenbedeckender Bestandsschluss durch Nährstoffmangel → Förderung der Eiablage der Brachfliege; Unkrautdruck erhöht Üppiger Bodenbewuchs durch Nährstoffüberschuss → Schnellkäfer, Schnaken, Feldmäuse, Nacktschnecken; außerdem trocknet der Bestand nicht so schnell ab (dadurch erhöhte Pilzgefahr) Pflanzenphysiologie: chemische, biologische und physikalische Vorgänge in der Pflanze ändern sich je nach Nährstoffversorgung: Nährstoffüberschuss → lösliche N-Verbindungen, höhere Assimilatgehalte; Nährstoffmangel → geschwächte Pflanzen Pflanzenmorphologie: Wuchsform der Pflanze → je nach Nährstoffversorgung Zellgröße größer/kleiner, Zellwände dicker/dünner, Interzellularräume größer/kleiner → je größer die Zellen, umso größer auch die Interzellularräume → deutlich instabileres Gewebe (insbesondere bei Stickstoffüberschuss ein Problem) 

pH-Wert: Kulturpflanzen haben unterschiedliche pH-Wert-Optima; manche Nährstoffe beeinflussen den pH-Wert; teilweise hat der pH-Wert auch direkten Einfluss auf Schadorganismen; niedriger pH → erhöhte Gefahr von Fusarien und Kohlhernie; hoher pH → erhöhte Gefahr von Kartoffelschorf (deshalb KEINE Kalkung vor Kartoffeln) und Schwarzbeinigkeit 

Mangelkrankheiten: Kalimangel → Kalium beeinflusst den Wasserhaushalt → bei Kalimangel ist Trockenstress deutlich problematischer, Kalium ist an der Bildung von Strukturgewebe beteiligt → bei Mangel deutlich schlechtere Standfestigkeit; Phosphormangel → schlechte Energieversorgung durch sinkende ATP-Bildung 

Merken: Mangel an den Hauptnährelementen hat massivere Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum als Mangel an Mikronährstoffen!

Q:

Welche Schadorganismen werden durch Stickstoffüberschuss gefördert? 


A:

Saugende Insekten (insbesondere Blattläuse; Thripsen, Nematoden) Biotrophe Pilze (z.B. Mehltau und Rost, Kraut- und Knollenfäule)

Q:

Auf welche Weise kann die Witterung das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen? 


A:

Kälte/Frost: Zellflüssigkeit gefriert, die Zelle platzt, beim nächsten Auftauen läuft die Zellflüssigkeit aus → matschiges, flüssiges Gewebe (wird dann von Mikroorganismen aufgefressen = normaler Fäulnisprozess); Spätfröste sind bei Wintergerste sehr problematisch → Zellwanddicke Lignifizierung (Phenolgehalt) Verkieselung nehmen ab Kutinisierung Stabilität der Pflanze Seneszenz verzögert sich (= Einstellen des Wachstums nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen) Stickstoff, Kalium, Phosphor der erste Schaden ist am noch eingerollten Blatt und da ist unter Umständen schon die Ährenanlage drin; Dellen in den Blättern älterer Pflanzen sind teilweise auch kälteverursacht, sorgen aber meist nicht für bleibende massive Schäden; Eisbruch ist ein Problem bei Dauerkulturen (Bäume) 

Hitze Trockenheit: Vertrocknen; starke Trockenheit kurz nach dem Keimen ist deutlich schlimmer als vor dem Keimen → reicht das Wasser genau und nur fürs Ankeimen folgt ein Totalausfall, reicht das Wasser nicht mal fürs Ankeimen liegt der Samen einfach ein bisschen in der Erde herum, bis es wieder regnet 

Nässe: Staunässe führt zu Sauerstoffabschluss 

Wind: insbesondere kurz nach dem Auflaufen sind kleine Pflanzen sehr empfindlich gegenüber dem Sand, der vom Wind darübergejagd wird → sehr hohes Schadpotential/ die Pflänzchen werden förmlich „abrasiert“; Mais ist am windanfälligsten, Kartoffeln und Rüben am wenigsten 

Hagel: für alle Kulturen sehr problematisch 

Schnee: Sauerstoffmangel unter der Schneedecke (Pflanzen atmen auch im Winter weiter); Gefahr von Pilzbefall Starke Sonneneinstrahlung: in den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit Sonnenbrand bei Kartoffeln 

Zu geringe Lichteinstrahlung: in unserem Klima eigentlich kein Problem

Q:

Krankheit

A:

: Jede Abweichung vom normalen Verlauf der Lebensvorgänge bei Pflanze, Tier und Mensch, die mit einer Schwächung des betreffenden Organismus oder seiner Teile verbunden ist und unter Umständen zum Tod führen kann. → Veränderungen in der Physiologie → Fressschäden sind aber KEINE Krankheit! (die gehören in den Bereich der Phytomedizin, aber nicht in die Phytopathologie!)

Q:

Beschreiben Sie, wie agrar- und kulturtechnische Maßnahmen das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen können. 


A:

Direkt: Verletzungen (durch Maschinen und Geräte; z.B. bei mechanischer Unkrautbekämpfung) → erleichterter Eintritt für Schaderreger, Assimilationsverluste Verätzungen (z.B. durch Herbizide, Flüssigdünger; insbesondere bei unsachgemäßer Ausbringung → Überlappung und Abdrift) → Photosynthese beeinträchtigt, erleichterter Eintritt für Schaderreger 

Indirekt: Bodenverdichtungen → geringeres Wurzelwachstum, geringere Nährstoffverfügbarkeit, schwache Pflanzen, erhöhte Anfälligkeit Unsachgemäße Strohverteilung/-einarbeitung (zu viel organische Masse) → Überdauerung von Schaderregern, erschwertes Wurzelwachstum Versalzung → Wasserentzug durch osmotischen Druck, Nährstoffaufnahme beeinträchtigt

Phyto

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Phyto an der Hochschule Osnabrück

Für deinen Studiengang Phyto an der Hochschule Osnabrück gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Mehr Karteikarten anzeigen

Das sind die beliebtesten Phyto Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Phyto Final

Beuth Hochschule für Technik

Zum Kurs
Phyto 2. Stex

Universität Frankfurt am Main

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Phyto
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Phyto