Nutztierzucht Und Haltung at Hochschule Osnabrück | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Nutztierzucht und Haltung an der Hochschule Osnabrück

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TESTE DEIN WISSEN

Was bedeutet für Sie Genotyp x Umweltinteraktion? Nennen Sie Umweltinteraktionen.

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TESTE DEIN WISSEN

 Die Prüfumweltist ungelich der Praxisumwelt (z.B. Futter, Gruppengröße, Hygienestatus, Haltungssystem, Management)


Die Leistungen verschiedener Genotypen unterscheiden sich zwischen verschiedenen Umwelten. Dbei kan die Reihenfolge der Genotypen in verschiedenen Umwelten gleich (= Skaleneffekt) oder verschieden sein.


Mögliche Folgen von Rangfolgeverschiebungen: Selektion der falschen Tiere

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist Heritabilität, wie wird sie errechnet? Nennen Sie Merkmale mit niedriger, mittlerer und hoher Heritabilitlit. Wie kann man die Heritabilitllt bei der Leistungsprüfung beeinflussen? Wie kann man die Heritabilitllt schätzen?

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TESTE DEIN WISSEN

- Definition: Heritabilität ist ein Maß für den erblichen Anteil an den Unterschieden zwischen Tieren. Sie ist also der relative Anteil der additiv genetischen Varinz an der gesamten phänotypischen Varianz

Sie beschreiben also, in welchem Umfang ein Merkmal überhaupt erblich ist, d.h. additiv genetisch bedingt ist. Sie schätzt in welchem  Ausmaß sich die Überlegenheit selektierter Elterntiere in den Nachkommen wiedeholt

- Berechnung: h2 i.e.S. = Vg / V p

- Merkmale:

niedrig (< 0,2): Fruchtbarkeit (geborene/ aufgezogene Ferkel)

Mittel (0,2-0,4): Produktionsmerkmale (tägl. Zunahmen in Mast, FV Schwein)

Hoch (>0,4): Morpholohische Eigenschaften (Inhaltsstoffe Milch, Körperlänge Schwein)

--> Niedrige Merkmale weisen i.d.R. hohe Heterosis auf unf umgekehrt 

- Beeinflussung bei der Leistungsprüfung durch die Selektionsintensität

- Schätzung aus der phänptypischen Ähnlichkeit zwischen Verwandten.

- Berechnungen über:

Halb- oder Vollgeschwister-Kovarianzen

Eltern-nachkommen-Kovarianzen

Selektionserfolg/ Selektionsdifferenz

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie den Ablauf und die Ziele der Meiose. Wie viele verschiedene Gameten und Genotypen sind bei zwei Genoaaren möglich 

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TESTE DEIN WISSEN

Samenzelle
a. Verdopplung der Chromosonem in je 2 Chromatiden


b. Homologe Chromosomen/ Chromatidenpaare (1V+1M) streben aufeinander zu und lagern sich aneinander =  4 Chromatide (= Tetraden)


c.  1. Reifeteilung (Reduktionsteilung): Auseinanderweichen, verkürzen und zu den Polen wandern der Chromosomen bzw. Chromatiden


d. 2. Reifeteilung: Chromatiden werden aufgeteilt, als Ergebnis hat man die Vorsamenzellen mit dem halben Chromosomensatz (haploid). So entstehen 4 verschiedene Samenzellen (2 mit väterl. und mütterl. Chromosomen, 2 nur mit müt terl. oder väterl. Chromosomen ) 


Eizelle: Gleicher Ablauf wie be1 der Samenzelle. Bei den jeweiligen Reifeteilungen wird das Plasma aber nur auf eine Tochterzelle übertragen, ~ dass die zweite Tochterzelle (mit den Chromosomen) abstirbt. 


Nachkommen aus der Befruchtung enthalten einen einfachen Chromosomensatz, jeweils ein homologes Chromosom von beiden Elternseiten, aber zufällig von welchen Großeltern dieses Chromosomen stammen.


Ziel: Bildung von Gameten mit halbem Chromosomensatz + Neukombination der Gene


Beispiel Fadenwurm: 2 Genpaare = 4 Gameten 2^n , 16 Kombinationen 4^n und 9 Genotypen 3^n

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TESTE DEIN WISSEN

Definiere Heterosis und zeigen sie Ursachen auf. Wie kann sie in der Tierzucht genutzt werden (Beispiele) und in welchen Merkmalen sind heterotiche Merkmale hoch? Was ist die maternale Heterosis?

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Die Heterosis beschreibt die Leistungsabweichung der Kreuzungsnachkommen vom Leistungsmittel der Eltern. Sie kann positiv oder negativ ausfallen, wobei züchterisch nur die positive Variante interessant ist. Ursachen sind nicht-additive Geneffekte (Dominanz und Epistasie). EIn durch Epistasie hervorgerufener Heterosiseffekt kann dabei zum Beispiel zur Züchtung von hornlosen Rindern genutzt werden

- hoch: Fruchtbarkeit, Wurfgröße, Aufzuchtleistung

- mittel: Mastleistung, tägliche Zunahme, FV

- gering: Schlachtkörperwert, Rückenmuskelfläche


Maternale Effekte: Muttereigenschaft, die die Entwicklung einer Individuums und somit auch Leistung beeinflusst. Z.B. Uterusgröße der Mutter beeinflusst prä- und postnatales Wachstum der Nachkommen (Geburtsgewicht und tägl. Zunahmen)

--> daher 3- und 4 Rassenkreuzung (z.B. De x DL-Kreuzungssau (F1))

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TESTE DEIN WISSEN

Was verstehen Sie unter Kopplungsbruch / Anlagentausch (,.crossing over") und welche Bedeutung hat er für die Tierzucht?

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TESTE DEIN WISSEN

Das "crossing over" geschieht während der Tetradenbildung vor der 1. Reifeteilung, wenn homologe Chromosomen aneinander liegen. DAbei werden Teile der Chromatide untererinander ausgetauscht. Je entfernter die Gene auf dem Chromosom liegen, desto häufiger werden sie eingetauscht. Dadruch werden mehr Kombinationsmöglichkeiten eröffnet und die genetische Variabilität nimmt zu.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie geschlechtsgebundene Erbgänge. Welche Unterschiede treten zwischen Säugetier und Vogel auf? Wie können Sie züchterisch genutzt werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Heterosomen sind die Geschlechtschromosomen, die für die Ausprägung des Geschlechts verantwortlich sind, Sie enthalten noch weitere Gene, die immer zusammen mit dem Geschlecht vererbt werden. Gene, die sich auf diesen Chromosomen befinden, kommen im heterogametischen Geschlecht nur einfach vor und werden in rezessiver Form ausgeprägt.


Züchterisch wird das zur Erzeugung von Kennküken genutzt. Dann bei den Eintragsküken kann so auf Grund der Federfarben auf das Geschlecht geschlossen werden. Hähne haben ein silbernes Gefieder, Hennen ein goldenes. Ein silbernes Gefieder bei einer Henne zum Beispiel ist nciht möglich

- Säugetiere: männliche Tiere sind heterogametisch (xy), weibliche Tiere sind homogametisch (xx)

- Geflügel: männliche Tiere sind homogametisch (zz), weibliche Tiere sind heterogametisch (zw)

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Nenneo Sie Verfahren zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Woran werden Rassen als vom Aussterben bedroht erkannt? Welche Bedeutung hat hierbei Inzucht?

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- Erhaltungsmaßnahmen

a) Anlage von Kryokonserven (Sperma, Embryonen)

b) Streichelzoos

c) "eat me and beware me" - Verfahren


- Erkennung: Mindestzahl der Zuchttiere in der EU, effektive Populationsgrößen (Geschlechtsverhältnis) --> Ne = (4 x c Nf / Nm + Nf) auch bei heimische Rasse


Wenn die Mindestpopulation nicht erreich wird, steigt die Inzucht, was zu Genverlusten/ -fixierung führt. Zwei rezessive (zurücktretende) Gene können zum Ausdruck kommen und evtl. Schaden anrichten.


Wichtige Strategien zur Inzuchtvermeidung:

- Inzucht: bewusste Inzucht ist die Paarung von Tieren, die untereinander enger verwandt sind als der Durchschnitt der Population

- effektive Populationszahl über bestimmte Größen haben, dadurch Individuen weniger verwandt = weniger Inzucht

- Inzucht steigert das Problem der Fitness, Gene können fixiert werden, das passiert zufällig, wenn Krankheiten fixiert wird bedeutet das das Ende der Population

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie das typische Handlungssystem im Abferkelstall und beschreiben Sie Alternativen


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TESTE DEIN WISSEN

1. Kastenstand mit 3 Funktionsbereichen

  • 3. Funktionsbereiche: Liege-/ Fressbereiche der Sau, Fluchtbereich Ferkel, Aufenthaltsbereich Ferkel mit Wärmeplatte
  • Vorteile: Erfüllung der unterschiedlichen Temperaturbedürfnissen von Sauen und Ferkel, weniger Erdrückungsverluste, einfacher Umgang bei der Ferkelbehandlung, hohe Arbeitsqualität, da geringes Verletzungsrisiko bei Behandlungsmaßnahmen

2. Einzelbuchtenhaltung der Sau mit Ferkelschutzkorb

  • 3 Funktionsbereiche: Liege-/ Fressbereiche der Sau, Fluchtbereich Ferkel, Aufenthaltsbereich Ferkel mit Wärmeplatte
  • Vorteile: weniger Erdrückungsverluste, einfacher Umgang bei der Ferkelbehandlung

3. Bewegungsbuchten

  • Aufklappbarer Kastenstand mit/ohne Einstreu
  • Abferkeln, Behandlung, Absetzen bei geschlossenem Kasten
  • Mehr Bewegungsfreiheiten für die Sau vs. bessere Überlebenschancen für die Ferkel

4. Gruppenhaltung (z.B. Big Dutchmann)

  • Absonderung, Nest bauen, Abferkeln
  • Rückkehr=natürliches Verhalten von Sauen, Problem mit Fremdsaugen
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Welche Besonderheiten gibt es beim Transport von laktierenden Kühen, Schafe und Ziegen? Welche Tiere dürfen nicht transportiert werden?


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TESTE DEIN WISSEN
  • Tiere sind transportunfähig, wenn sie verletzt und/oder physiologisch und pathologisch Schwäche aufweisen, z.B.
    • Tiere mit großen Wunden/ schwere Organverfälle
    • Tiere ohne schmerzfreie Bewegung
    • Trächtige Tiere (>90% der Tragzeit)
    • Neugeborene unter 7 Tagen nach der Geburt
    • Ferkel <3 Wochen; Lämmer <1 Woche; Kälber <10 Tage (bei Strecken > 100km)

--> laktierende Kühe, Schafe und Ziegen müssen in Abständen von max. 12h gemolken werden

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Geschlechtshormone


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TESTE DEIN WISSEN
  • GnRH (Gonadotropes Releasing Hormon): wird vom Hypothalamus ausgeschüttet; setzt FSH und LH frei
  • FSH: Follikel stimulierendes Hormon, lässt Follikel reifen
  • Brunsthormone Östrogene: wird bei der Follikelreifung produziert, löst Brunstsymptome aus
  • LH Luteinisierendes Hormon: Kurz vor Ovulation
  • Progesteron: Gelbkörperhormon, wirkt Rückkoppelnd auf Hypothalamus – Reduzierung GnRH, FSH, LH Ausschüttung. Schützt befruchtete Eizelle vor Abort
  • PGF2a: Prostaglandin: wird vom Uterus gebildet, wenn Körper merken, dass er nicht tragend ist – Rückbildung Gelbkörper
  • Milchbildendes Hormon Prolaktin
  • Wehen Milchflusshormon Oxytocin

Hormone Bezeichnung

Bildungsorgan

Zielorgan

Wirkung

Gonadotropes Releasing Hormon GnRH

Zwischenhirn Hypothalamus

Hirnanhangdrüse Hypophyse

Ausschüttung der Eierstocks-Hormone FSH und LH

Follikelstimulierendes Hormon FSH

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Eierstock

Follikel

Wachstum des Follikels und Einzelreifung

Luteinisierendes Hormon

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Eierstock Follikel und Gelbkörper

Eisprung nach Gipfel Anbindung des Gelbkörpers

Brunsthormone Östrogene

Eierstock im Follikel

Geschlechtsorgan

Brunsterscheinungen

Gelbkörperhormon Progesieron

Eierstock im Gelbkörper

Geschlechtsorgan

Unterdrückung Follikelreifung. Aufrechterhaltung Trächtigkeit

Prostagiandin PGF2a

Gebärmutter

Gelbkörper, Geschlechtsorgan

Auflösung Gelbkörper, Entleerung der Gebärmutter

Milch bildendes Hormon Prolaktin

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Euter

Euteranbildung und Milchproduktion

Wehe Milchflusshormon Oxytocin

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Gebärmutter, Euter

Kontraktion der Gebärmutter

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie die Hornvererbung beim Rind. Was versteht man unter Epistase und welche Bedeutung hat die Hornvererbung? – 3 Genorte


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TESTE DEIN WISSEN
  • Epistase: Gegenseitige Beeinflussung der Genorte eines Chromosomenpaares führt zur Abweichung von der additiven Genwirkung (interallele Geninteraktion)
  • Orientierung an P-Lokus
  • Wackelhörner tolerierbar, saubere Hornlose Tiere selektieren

 

  • Genort H: Ausbildung der mit dem Stirnbein verwachsenen echten Hörner bei allen Rindern (gehornt oder hornlos)
  • Genort P: hornlos, P ist dominant über H (Wackelhörner möglich)
  • Genort S: Rinder ohne herkömmliche Hörner (P) können aber Wackelhörner bekommen. Hierfür muss S vorhanden sein. S ist epistatisch (überdeckend) über P
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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie die Bestimmungsgröße des Selektionserfolges und Möglichkeiten der Steigerung. Wie wird die Selektionsdifferenz berechnet und wovon hängt die Selektionsintensität ab?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Der Selektionserfolg durch Selektion hervorgerufene Leistungssteigerung einer Zuchtpopulation von einer Generation zur nachfolgenden Generation
  • Der Selektionserfolg wird durch die Selektionsdifferenz und die Selektionsintensität bestimmt

Mögliche Steigerungen des Selektionserfolgs:

  1. Steigerung der Selektionsintensität (z.B. Verlängerung der Nutzungsdauer)
  2. Steigerung der Genauigkeit der Zuchtwertschätzung (Steigerung der Heriabilität, z.B. durch vereinheitlichte Haltungsbedingungen)
  3. Steigerung der additiv genetisch Standartabweichung (durch Import von genetischem Material aus den anderen Populationen)
  4. Verringerung des Generationsintervalls (z.B. Verringerung des Erstgeburtsalters)

-->  alle Maßnahmen gegeneinander abwägen, da Vorteile in einem Punkt i.d.R. mit Nachteilen in anderen Punkten verbunden sind

  • Selektionsdifferenz: Mittlere Leistungsüberlegenheit der selektierten Eltern gegenüber dem Leistungsmittel der gesamten Elternpopulation (SD = xES * xE; SD = SE / h2)
  • Selektionsintensität beschreibt die Abweichung der selektierten Tiere vom Populationsdurchschnitt in phänotypischen Standardeinheiten. Daher wird sie aus der Selektionsdifferenz und der phänotypischen Standardabweichung des Merkmals berechnet und ist nur vom Remontierungsanteil abhängig.
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Nutztierzucht und Haltung Kurs an der Hochschule Osnabrück - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was bedeutet für Sie Genotyp x Umweltinteraktion? Nennen Sie Umweltinteraktionen.

A:

 Die Prüfumweltist ungelich der Praxisumwelt (z.B. Futter, Gruppengröße, Hygienestatus, Haltungssystem, Management)


Die Leistungen verschiedener Genotypen unterscheiden sich zwischen verschiedenen Umwelten. Dbei kan die Reihenfolge der Genotypen in verschiedenen Umwelten gleich (= Skaleneffekt) oder verschieden sein.


Mögliche Folgen von Rangfolgeverschiebungen: Selektion der falschen Tiere

Q:

Was ist Heritabilität, wie wird sie errechnet? Nennen Sie Merkmale mit niedriger, mittlerer und hoher Heritabilitlit. Wie kann man die Heritabilitllt bei der Leistungsprüfung beeinflussen? Wie kann man die Heritabilitllt schätzen?

A:

- Definition: Heritabilität ist ein Maß für den erblichen Anteil an den Unterschieden zwischen Tieren. Sie ist also der relative Anteil der additiv genetischen Varinz an der gesamten phänotypischen Varianz

Sie beschreiben also, in welchem Umfang ein Merkmal überhaupt erblich ist, d.h. additiv genetisch bedingt ist. Sie schätzt in welchem  Ausmaß sich die Überlegenheit selektierter Elterntiere in den Nachkommen wiedeholt

- Berechnung: h2 i.e.S. = Vg / V p

- Merkmale:

niedrig (< 0,2): Fruchtbarkeit (geborene/ aufgezogene Ferkel)

Mittel (0,2-0,4): Produktionsmerkmale (tägl. Zunahmen in Mast, FV Schwein)

Hoch (>0,4): Morpholohische Eigenschaften (Inhaltsstoffe Milch, Körperlänge Schwein)

--> Niedrige Merkmale weisen i.d.R. hohe Heterosis auf unf umgekehrt 

- Beeinflussung bei der Leistungsprüfung durch die Selektionsintensität

- Schätzung aus der phänptypischen Ähnlichkeit zwischen Verwandten.

- Berechnungen über:

Halb- oder Vollgeschwister-Kovarianzen

Eltern-nachkommen-Kovarianzen

Selektionserfolg/ Selektionsdifferenz

Q:

Nennen Sie den Ablauf und die Ziele der Meiose. Wie viele verschiedene Gameten und Genotypen sind bei zwei Genoaaren möglich 

A:

Samenzelle
a. Verdopplung der Chromosonem in je 2 Chromatiden


b. Homologe Chromosomen/ Chromatidenpaare (1V+1M) streben aufeinander zu und lagern sich aneinander =  4 Chromatide (= Tetraden)


c.  1. Reifeteilung (Reduktionsteilung): Auseinanderweichen, verkürzen und zu den Polen wandern der Chromosomen bzw. Chromatiden


d. 2. Reifeteilung: Chromatiden werden aufgeteilt, als Ergebnis hat man die Vorsamenzellen mit dem halben Chromosomensatz (haploid). So entstehen 4 verschiedene Samenzellen (2 mit väterl. und mütterl. Chromosomen, 2 nur mit müt terl. oder väterl. Chromosomen ) 


Eizelle: Gleicher Ablauf wie be1 der Samenzelle. Bei den jeweiligen Reifeteilungen wird das Plasma aber nur auf eine Tochterzelle übertragen, ~ dass die zweite Tochterzelle (mit den Chromosomen) abstirbt. 


Nachkommen aus der Befruchtung enthalten einen einfachen Chromosomensatz, jeweils ein homologes Chromosom von beiden Elternseiten, aber zufällig von welchen Großeltern dieses Chromosomen stammen.


Ziel: Bildung von Gameten mit halbem Chromosomensatz + Neukombination der Gene


Beispiel Fadenwurm: 2 Genpaare = 4 Gameten 2^n , 16 Kombinationen 4^n und 9 Genotypen 3^n

Q:

Definiere Heterosis und zeigen sie Ursachen auf. Wie kann sie in der Tierzucht genutzt werden (Beispiele) und in welchen Merkmalen sind heterotiche Merkmale hoch? Was ist die maternale Heterosis?

A:

Die Heterosis beschreibt die Leistungsabweichung der Kreuzungsnachkommen vom Leistungsmittel der Eltern. Sie kann positiv oder negativ ausfallen, wobei züchterisch nur die positive Variante interessant ist. Ursachen sind nicht-additive Geneffekte (Dominanz und Epistasie). EIn durch Epistasie hervorgerufener Heterosiseffekt kann dabei zum Beispiel zur Züchtung von hornlosen Rindern genutzt werden

- hoch: Fruchtbarkeit, Wurfgröße, Aufzuchtleistung

- mittel: Mastleistung, tägliche Zunahme, FV

- gering: Schlachtkörperwert, Rückenmuskelfläche


Maternale Effekte: Muttereigenschaft, die die Entwicklung einer Individuums und somit auch Leistung beeinflusst. Z.B. Uterusgröße der Mutter beeinflusst prä- und postnatales Wachstum der Nachkommen (Geburtsgewicht und tägl. Zunahmen)

--> daher 3- und 4 Rassenkreuzung (z.B. De x DL-Kreuzungssau (F1))

Q:

Was verstehen Sie unter Kopplungsbruch / Anlagentausch (,.crossing over") und welche Bedeutung hat er für die Tierzucht?

A:

Das "crossing over" geschieht während der Tetradenbildung vor der 1. Reifeteilung, wenn homologe Chromosomen aneinander liegen. DAbei werden Teile der Chromatide untererinander ausgetauscht. Je entfernter die Gene auf dem Chromosom liegen, desto häufiger werden sie eingetauscht. Dadruch werden mehr Kombinationsmöglichkeiten eröffnet und die genetische Variabilität nimmt zu.

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Q:

Erläutern Sie geschlechtsgebundene Erbgänge. Welche Unterschiede treten zwischen Säugetier und Vogel auf? Wie können Sie züchterisch genutzt werden?

A:

Heterosomen sind die Geschlechtschromosomen, die für die Ausprägung des Geschlechts verantwortlich sind, Sie enthalten noch weitere Gene, die immer zusammen mit dem Geschlecht vererbt werden. Gene, die sich auf diesen Chromosomen befinden, kommen im heterogametischen Geschlecht nur einfach vor und werden in rezessiver Form ausgeprägt.


Züchterisch wird das zur Erzeugung von Kennküken genutzt. Dann bei den Eintragsküken kann so auf Grund der Federfarben auf das Geschlecht geschlossen werden. Hähne haben ein silbernes Gefieder, Hennen ein goldenes. Ein silbernes Gefieder bei einer Henne zum Beispiel ist nciht möglich

- Säugetiere: männliche Tiere sind heterogametisch (xy), weibliche Tiere sind homogametisch (xx)

- Geflügel: männliche Tiere sind homogametisch (zz), weibliche Tiere sind heterogametisch (zw)

Q:

Nenneo Sie Verfahren zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Woran werden Rassen als vom Aussterben bedroht erkannt? Welche Bedeutung hat hierbei Inzucht?

A:

- Erhaltungsmaßnahmen

a) Anlage von Kryokonserven (Sperma, Embryonen)

b) Streichelzoos

c) "eat me and beware me" - Verfahren


- Erkennung: Mindestzahl der Zuchttiere in der EU, effektive Populationsgrößen (Geschlechtsverhältnis) --> Ne = (4 x c Nf / Nm + Nf) auch bei heimische Rasse


Wenn die Mindestpopulation nicht erreich wird, steigt die Inzucht, was zu Genverlusten/ -fixierung führt. Zwei rezessive (zurücktretende) Gene können zum Ausdruck kommen und evtl. Schaden anrichten.


Wichtige Strategien zur Inzuchtvermeidung:

- Inzucht: bewusste Inzucht ist die Paarung von Tieren, die untereinander enger verwandt sind als der Durchschnitt der Population

- effektive Populationszahl über bestimmte Größen haben, dadurch Individuen weniger verwandt = weniger Inzucht

- Inzucht steigert das Problem der Fitness, Gene können fixiert werden, das passiert zufällig, wenn Krankheiten fixiert wird bedeutet das das Ende der Population

Q:

Nennen Sie das typische Handlungssystem im Abferkelstall und beschreiben Sie Alternativen


A:

1. Kastenstand mit 3 Funktionsbereichen

  • 3. Funktionsbereiche: Liege-/ Fressbereiche der Sau, Fluchtbereich Ferkel, Aufenthaltsbereich Ferkel mit Wärmeplatte
  • Vorteile: Erfüllung der unterschiedlichen Temperaturbedürfnissen von Sauen und Ferkel, weniger Erdrückungsverluste, einfacher Umgang bei der Ferkelbehandlung, hohe Arbeitsqualität, da geringes Verletzungsrisiko bei Behandlungsmaßnahmen

2. Einzelbuchtenhaltung der Sau mit Ferkelschutzkorb

  • 3 Funktionsbereiche: Liege-/ Fressbereiche der Sau, Fluchtbereich Ferkel, Aufenthaltsbereich Ferkel mit Wärmeplatte
  • Vorteile: weniger Erdrückungsverluste, einfacher Umgang bei der Ferkelbehandlung

3. Bewegungsbuchten

  • Aufklappbarer Kastenstand mit/ohne Einstreu
  • Abferkeln, Behandlung, Absetzen bei geschlossenem Kasten
  • Mehr Bewegungsfreiheiten für die Sau vs. bessere Überlebenschancen für die Ferkel

4. Gruppenhaltung (z.B. Big Dutchmann)

  • Absonderung, Nest bauen, Abferkeln
  • Rückkehr=natürliches Verhalten von Sauen, Problem mit Fremdsaugen
Q:

Welche Besonderheiten gibt es beim Transport von laktierenden Kühen, Schafe und Ziegen? Welche Tiere dürfen nicht transportiert werden?


A:
  • Tiere sind transportunfähig, wenn sie verletzt und/oder physiologisch und pathologisch Schwäche aufweisen, z.B.
    • Tiere mit großen Wunden/ schwere Organverfälle
    • Tiere ohne schmerzfreie Bewegung
    • Trächtige Tiere (>90% der Tragzeit)
    • Neugeborene unter 7 Tagen nach der Geburt
    • Ferkel <3 Wochen; Lämmer <1 Woche; Kälber <10 Tage (bei Strecken > 100km)

--> laktierende Kühe, Schafe und Ziegen müssen in Abständen von max. 12h gemolken werden

Q:

Geschlechtshormone


A:
  • GnRH (Gonadotropes Releasing Hormon): wird vom Hypothalamus ausgeschüttet; setzt FSH und LH frei
  • FSH: Follikel stimulierendes Hormon, lässt Follikel reifen
  • Brunsthormone Östrogene: wird bei der Follikelreifung produziert, löst Brunstsymptome aus
  • LH Luteinisierendes Hormon: Kurz vor Ovulation
  • Progesteron: Gelbkörperhormon, wirkt Rückkoppelnd auf Hypothalamus – Reduzierung GnRH, FSH, LH Ausschüttung. Schützt befruchtete Eizelle vor Abort
  • PGF2a: Prostaglandin: wird vom Uterus gebildet, wenn Körper merken, dass er nicht tragend ist – Rückbildung Gelbkörper
  • Milchbildendes Hormon Prolaktin
  • Wehen Milchflusshormon Oxytocin

Hormone Bezeichnung

Bildungsorgan

Zielorgan

Wirkung

Gonadotropes Releasing Hormon GnRH

Zwischenhirn Hypothalamus

Hirnanhangdrüse Hypophyse

Ausschüttung der Eierstocks-Hormone FSH und LH

Follikelstimulierendes Hormon FSH

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Eierstock

Follikel

Wachstum des Follikels und Einzelreifung

Luteinisierendes Hormon

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Eierstock Follikel und Gelbkörper

Eisprung nach Gipfel Anbindung des Gelbkörpers

Brunsthormone Östrogene

Eierstock im Follikel

Geschlechtsorgan

Brunsterscheinungen

Gelbkörperhormon Progesieron

Eierstock im Gelbkörper

Geschlechtsorgan

Unterdrückung Follikelreifung. Aufrechterhaltung Trächtigkeit

Prostagiandin PGF2a

Gebärmutter

Gelbkörper, Geschlechtsorgan

Auflösung Gelbkörper, Entleerung der Gebärmutter

Milch bildendes Hormon Prolaktin

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Euter

Euteranbildung und Milchproduktion

Wehe Milchflusshormon Oxytocin

Hirnanhangsdrüse Hypophyse

Gebärmutter, Euter

Kontraktion der Gebärmutter

Q:

Erläutern Sie die Hornvererbung beim Rind. Was versteht man unter Epistase und welche Bedeutung hat die Hornvererbung? – 3 Genorte


A:
  • Epistase: Gegenseitige Beeinflussung der Genorte eines Chromosomenpaares führt zur Abweichung von der additiven Genwirkung (interallele Geninteraktion)
  • Orientierung an P-Lokus
  • Wackelhörner tolerierbar, saubere Hornlose Tiere selektieren

 

  • Genort H: Ausbildung der mit dem Stirnbein verwachsenen echten Hörner bei allen Rindern (gehornt oder hornlos)
  • Genort P: hornlos, P ist dominant über H (Wackelhörner möglich)
  • Genort S: Rinder ohne herkömmliche Hörner (P) können aber Wackelhörner bekommen. Hierfür muss S vorhanden sein. S ist epistatisch (überdeckend) über P
Q:

Nennen Sie die Bestimmungsgröße des Selektionserfolges und Möglichkeiten der Steigerung. Wie wird die Selektionsdifferenz berechnet und wovon hängt die Selektionsintensität ab?

A:
  • Der Selektionserfolg durch Selektion hervorgerufene Leistungssteigerung einer Zuchtpopulation von einer Generation zur nachfolgenden Generation
  • Der Selektionserfolg wird durch die Selektionsdifferenz und die Selektionsintensität bestimmt

Mögliche Steigerungen des Selektionserfolgs:

  1. Steigerung der Selektionsintensität (z.B. Verlängerung der Nutzungsdauer)
  2. Steigerung der Genauigkeit der Zuchtwertschätzung (Steigerung der Heriabilität, z.B. durch vereinheitlichte Haltungsbedingungen)
  3. Steigerung der additiv genetisch Standartabweichung (durch Import von genetischem Material aus den anderen Populationen)
  4. Verringerung des Generationsintervalls (z.B. Verringerung des Erstgeburtsalters)

-->  alle Maßnahmen gegeneinander abwägen, da Vorteile in einem Punkt i.d.R. mit Nachteilen in anderen Punkten verbunden sind

  • Selektionsdifferenz: Mittlere Leistungsüberlegenheit der selektierten Eltern gegenüber dem Leistungsmittel der gesamten Elternpopulation (SD = xES * xE; SD = SE / h2)
  • Selektionsintensität beschreibt die Abweichung der selektierten Tiere vom Populationsdurchschnitt in phänotypischen Standardeinheiten. Daher wird sie aus der Selektionsdifferenz und der phänotypischen Standardabweichung des Merkmals berechnet und ist nur vom Remontierungsanteil abhängig.
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