Anatomie 3 Atmungsystem at Hochschule Osnabrück | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Anatomie 3 Atmungsystem an der Hochschule Osnabrück

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Warum ist die Abdeckung der Körperoberfläche mit Haut von grundlegender Bedeutung für den Organismus? (10 Punkte)


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Die Haut stellt eine wichtige Barriere „nach außen“ dar und bietet Schutz vor Austrocknung, mechanischen Einflüssen, krankmachenden Erregern, Temperatur- und chemischen Einflüssen. Melanozyten in den Zellen der Oberhaut (Epidermis) ermöglichen durch die Bildung des Pigments Melanin eine Art Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne. An Regionen mit starker mechanischer Belastung (z.B. Ellenbogen beim Menschen) wird die Hornschicht der Haut besonders widerstandsfähig ausgebildet. Die Anhangsgebilde der Haut (= Bildungen des Epithels) wie Federn, Krallen, Hufe und Hörner ermöglichen wichtige Funktionen wie Verteidigung und Fortbewegung. Bei Tieren, die über Schweißdrüsen auf der Körperoberfläche verfügen, trägt die Haut durch das Schwitzen auch zur Thermoregulation bei. Die Haut hat zusätzlich wichtige Aufgaben als Sinnesorgan und ermöglicht beispielsweise das Tast- und Schmerzempfinden. Auch bei der Hormonsynthese von Vitamin D3 ist die Haut beteiligt.

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Aus welchem Grund kann es zum „Kehlkopfpfeifen“ beispielsweise bei Pferden kommen? (10 Punkte)

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Durch eine Lähmung des Nervens, der den Kehlkopf innerviert, kann das Stimmband bei der Einatmung nicht mehr aus dem Luftweg zur Seite gezogen werden. Das Stimmband „flattert“ im Luftstrom, der bei der Einatmung vorhanden ist und dadurch entsteht das typische Geräusch des Kehlkopfpfeifens. In der Folge kann es auch zu Atembeschwerden kommen, da die Atmung dauerhaft beeinträchtigt wird.

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Bei einem Rind wird eine schlaffe Lähmung festgestellt. Der Verdacht auf Botulismus wird gestellt. Was bewirkt das sogenannte Botulismus-Toxin im Körper und wie hängt die Wirkung mit den Lähmungserscheinungen zusammen? (10 Punkte)

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-Es handelt sich um eine Vergiftung mit dem sogenannten „Botulinum-Neurotoxin“. Er wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Der Erreger kommt im Erdboden und in Sedimenten von Gewässern vor. Voraussetzung für eine Vergiftung ist die starke Vermehrung des Erregers in Futtermittel oder Tränkwasser mit einhergehender Toxinbildung. Das Neurotoxin wird dann über den Darm absorbiert und gelangt über die Blutbahn zur motorischen Endplatte, wo es die Freisetzung des Neurotransmitters Acetyl-cholin in den synaptischen Spalt verhindert. Die Kontraktion des Muskels wird somit verhindert.

-Als Ursache für eine Intoxikation mit Botulinum-Neurotoxin werden Fehler bei der Silageherstellung oder eine Kontamination von Futtermitteln oder Tränkwasser mit Tierkadavern diskutiert.

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Warum ist die Transport-Funktion des Epithels im Atmungstrakt von großer Bedeutung? (10 Punkte)

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Die Zilien des Epithels im Atmungstrakt ermöglichen den Abtransport von eingeatmeten Fremdstoffen (Staubpartikel usw.) mit dem Ziel, das Eindringen in die Lunge zu vermeiden und somit das Risiko für Erkrankungen zu reduzieren. Die Zilien schlagen in Richtung der Maulhöhle des Tieres und ermöglichen so einen gerichteten Transport in Richtung Rachen. Diese Zilien können z.B. durch Krankheitserreger zerstört werden. In der Folge können schleimiges Sekret und Fremdstoffe kaum noch aus dem Atmungstrakt abtransportiert werden. Die Sauerstoffversorgung des Körpers kann dadurch stark beeinträchtigt werden.

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 Bei der Fütterung von unseren Haussäugetieren ist unter Stallhaltungsbedingungen auf einen ausreichenden Gehalt an Vitamin D3 im Futtermittel zu achten (Beispiel Schweinehaltung). Erläutern Sie den Hintergrund! (10 Punkte)

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-Vitamin D3 hat die Besonderheit, dass es von Tieren unter Einfluss von UV-Strahlung in der Haut selbst synthetisiert werden kann.

-Wenn Haussäugetiere, zum Beispiel Schweine, ausschließlich in Ställen gehalten werden, muss das Vitamin mit der Fütterung zugefügt werden.

-Nach der Absorption aus dem Darmtrakt wird das Vitamin nach wenigen Umwandelungsschritten in die aktive Form überführt.

 -Vitamin D erhöht die Absorption von Calcium und Phosphor aus dem Dünndarm und verringert die Phosphorausscheidung über die Niere.

-Die Aufnahme von Mineralien durch die Knochen wird dadurch erhöht, der Knochen wird fester/härter.

-Bei drastischer Unterversorgung mit Vitamin D3 kann das Krankheitsbild „Rachitis“ entstehen (Knochenbrüchigkeit, Knochenverformung

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Bei Pferden kann es zum Krankheitsbild der Hufrollenentzündung kommen. Was ist die Hufrolle und wie stellt sich die Hufrollenentzündung dar? (10 Punkte)

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-Die Hufrolle besteht aus den Bereichen tiefe Beugesehne, Strahlbein und dem angrenzenden Schleimbeutel. Der Begriff kommt zustande, weil die tiefe Beugesehne, ähnlich wie über eine Rolle, über das Strahlbein gelenkt wird.

-Die Entstehung des Krankheitsbilds hat eine erbliche Komponente, da die Stellung der Gliedmaße und die Konstruktion des Strahlbeins Einfluss auf die Entwicklung einer Hufrollenentzündung haben. Häufig kommt es durch übermäßige Bewegung und/oder unsachgemäßer Hufbehandlung zur Hufrollenentzündung.

-Diagnostisch ist die Entzündung in dem Bereich durch Gefäßerweiterung (aufgrund der Entzündungsreaktion) gekennzeichnet. Im Röntgenbild sind die erweiterten Gefäße im distalen Bereich des Strahlbeins durch die sogenannten „Lollipop“- oder „Pilz“- Läsionen erkennbar.

-Therapiert wird die Hufrollenentzündung mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln, Weidegang und/oder speziellen Hufeisen.

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Warum reagiert der Körper auf Frieren unwillkürlich mit Zittern? (10 Punkte)

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Das Zittern der Muskulatur stellt eine Möglichkeit zur Wärmeproduktion dar. Es handelt sich beim Zittern um Kontraktionen der Muskulatur. Bei der Kontraktion der Muskulatur wird chemische Energie, in Form von ATP, in mechanische Energie umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt jedoch nur zu ca. 30%. Der Rest der Energie wird bei der Muskelarbeit in Form von Wärme frei und beeinflusst die Körpertemperatur. Bei niedriger Umgebungstemperatur kann die Kontraktion der Muskulatur also Wärme erzeugen und somit die Körpertemperatur erhöhen. Allerdings geht durch die dadurch notwendige verstärkte Muskeldurchblutung auch wieder vermehrt Wärme verloren

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Kurz nach der Geburt des Kalbes kann es bei laktierenden Kühen zur Entstehung von „Milchfieber“ kommen. Was ist die Ursache? (10 Punkte)

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-Beim sogenannten Milchfieber (Gebärparese) handelt sich um eine Stoffwechselkrankheit der Milchkühe, die durch einen Calcium-Mangel im Blut (Hypocalcämie) entsteht. Zum Ende der Ruhephase bzw. Trockenstehzeit muss die Kuh ihren Stoffwechsel abrupt umstellen um Biestmilch erzeugen zu können. Dabei werden große Mengen Calcium benötigt. Der Calciumbedarf wird über Zufuhr (Futter) und die Nutzung körpereigener Reserven, insbesondere aus dem Knochengewebe, gedeckt.

-Kann die Kuh ihren Stoffwechsel nicht schnell genug umstellen, sinkt der Calciumspiegel im Blut. Da Calcium-Ionen die Auslösung der Kontraktion initiieren, kann keine Muskelarbeit mehr geleistet werden. Es kommt zum sogenannten „Festliegen“.

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 Was ist die Folge/ sind die Folgen von Kammerflimmern/ unkoordinierter Herzaktivität? (10 Punkte)

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Als Folge einer unkoordinierten Herzaktivität kann keine ausreichende Pumpleistung des Herzens aufrechterhalten werden. Wenn das Blutkreislaufsystem nicht funktioniert, können die Gewebe und Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Es besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs.

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 Warum ist es erforderlich, dass Zellen, Gase und Flüssigkeiten die Auskleidung von Blutgefäßen (Endothel) durchdringen können? (10 Punkte)

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Die Abwehrzellen des Organismus werden über das Blutgefäßsystem transportiert und können dann in das umliegende Gewebe auswandern, wenn dort beispielsweise eine Entzündung vorhanden ist. Über das Blutgefäßsystem erfolgt außerdem die Versorgung der Zellen des Körpers mit Sauerstoff und der Abtransport von CO2, folglich müssen diese Gase das Endothel der Blutgefäße durchdringen können. Wasser kann ebenfalls vom umliegenden Gewebe in die Gefäße und umgekehrt gelangen, um bei Bedarf das Gleichgewicht (Homöostase) konstant zu halten.

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20 Warum können unreif geborene Feten nicht oder nur sehr eingeschränkt atmen? (10 Punkte)
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Für die Atemtätigkeit muss die Lunge entfaltet sein. Dafür wird das Lipoprotein Surfaktant benötigt, das die Oberflächenspannung in den Alveolen herabsetzt. Dadurch wird die Entfaltung der Lunge und somit die Atmung ermöglicht. Der Surfaktant wird erst bei vollständig entwickelten Organismen kurz vor dem regulären Geburtstermin in den Alveolen der Lunge produziert

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Pferden kommt es häufig zum Krankheitsbild der „Hufrehe“. Was ist das und welche Ursachen kennen Sie? (10 Punkte)

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-Bei der Hufrehe ist die Huflederhaut (zwischen Hufbein und Horn) entzündet. Es kommt zu Ödembildung und Schwellung der Huflederhaut sowie zu Durchblutungsstörungen im Bereich der Huflederhaut. Durch die fehlende Ausdehnungsmöglichkeit im Huf wird das Hufbein nach hinten gedrückt. Die Hufbeinspitze tendiert dann zum Boden hin. Es handelt sich um einen sehr schmerzhaften Prozess, der in hochgradigen Fällen bis zum sogenannten Ausschuhen führen kann (Hornschuh löst sich). -Ursachen können toxisch oder mechanisch sein:

1. Mechanisch:

•Durch Quetschen und Zerren der Huflederhaut.

•Überbelastung des Hufes.

2. Toxisch (Toxine gelangen über die Blutbahn zur Huflederhaut):

•bei Koliken oder bei Nachgeburtsverhalten (Nachgeburt verbleibt in der Gebärmutter) kann es zur bakteriellen Zersetzung kommen, so dass Endotoxine in die Blutbahn aufgenommen werden können.

•durch die Aufnahme von Giftpflanzen, Herbizide, Fungizide, Pestizide...

•Kohlenhydratreiche Nahrung im Frühjahr (Oligofructose).

-Therapiert wird die Hufrehe mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln. Das Kühlen des Hufes und das zur Verfügung stellen eines weichen Untergrundes wird empfohlen. Gegebenenfalls werden Stegeisen eingesetzt.

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Q:

Warum ist die Abdeckung der Körperoberfläche mit Haut von grundlegender Bedeutung für den Organismus? (10 Punkte)


A:

Die Haut stellt eine wichtige Barriere „nach außen“ dar und bietet Schutz vor Austrocknung, mechanischen Einflüssen, krankmachenden Erregern, Temperatur- und chemischen Einflüssen. Melanozyten in den Zellen der Oberhaut (Epidermis) ermöglichen durch die Bildung des Pigments Melanin eine Art Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne. An Regionen mit starker mechanischer Belastung (z.B. Ellenbogen beim Menschen) wird die Hornschicht der Haut besonders widerstandsfähig ausgebildet. Die Anhangsgebilde der Haut (= Bildungen des Epithels) wie Federn, Krallen, Hufe und Hörner ermöglichen wichtige Funktionen wie Verteidigung und Fortbewegung. Bei Tieren, die über Schweißdrüsen auf der Körperoberfläche verfügen, trägt die Haut durch das Schwitzen auch zur Thermoregulation bei. Die Haut hat zusätzlich wichtige Aufgaben als Sinnesorgan und ermöglicht beispielsweise das Tast- und Schmerzempfinden. Auch bei der Hormonsynthese von Vitamin D3 ist die Haut beteiligt.

Q:

Aus welchem Grund kann es zum „Kehlkopfpfeifen“ beispielsweise bei Pferden kommen? (10 Punkte)

A:

Durch eine Lähmung des Nervens, der den Kehlkopf innerviert, kann das Stimmband bei der Einatmung nicht mehr aus dem Luftweg zur Seite gezogen werden. Das Stimmband „flattert“ im Luftstrom, der bei der Einatmung vorhanden ist und dadurch entsteht das typische Geräusch des Kehlkopfpfeifens. In der Folge kann es auch zu Atembeschwerden kommen, da die Atmung dauerhaft beeinträchtigt wird.

Q:

Bei einem Rind wird eine schlaffe Lähmung festgestellt. Der Verdacht auf Botulismus wird gestellt. Was bewirkt das sogenannte Botulismus-Toxin im Körper und wie hängt die Wirkung mit den Lähmungserscheinungen zusammen? (10 Punkte)

A:

-Es handelt sich um eine Vergiftung mit dem sogenannten „Botulinum-Neurotoxin“. Er wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Der Erreger kommt im Erdboden und in Sedimenten von Gewässern vor. Voraussetzung für eine Vergiftung ist die starke Vermehrung des Erregers in Futtermittel oder Tränkwasser mit einhergehender Toxinbildung. Das Neurotoxin wird dann über den Darm absorbiert und gelangt über die Blutbahn zur motorischen Endplatte, wo es die Freisetzung des Neurotransmitters Acetyl-cholin in den synaptischen Spalt verhindert. Die Kontraktion des Muskels wird somit verhindert.

-Als Ursache für eine Intoxikation mit Botulinum-Neurotoxin werden Fehler bei der Silageherstellung oder eine Kontamination von Futtermitteln oder Tränkwasser mit Tierkadavern diskutiert.

Q:

Warum ist die Transport-Funktion des Epithels im Atmungstrakt von großer Bedeutung? (10 Punkte)

A:

Die Zilien des Epithels im Atmungstrakt ermöglichen den Abtransport von eingeatmeten Fremdstoffen (Staubpartikel usw.) mit dem Ziel, das Eindringen in die Lunge zu vermeiden und somit das Risiko für Erkrankungen zu reduzieren. Die Zilien schlagen in Richtung der Maulhöhle des Tieres und ermöglichen so einen gerichteten Transport in Richtung Rachen. Diese Zilien können z.B. durch Krankheitserreger zerstört werden. In der Folge können schleimiges Sekret und Fremdstoffe kaum noch aus dem Atmungstrakt abtransportiert werden. Die Sauerstoffversorgung des Körpers kann dadurch stark beeinträchtigt werden.

Q:

 Bei der Fütterung von unseren Haussäugetieren ist unter Stallhaltungsbedingungen auf einen ausreichenden Gehalt an Vitamin D3 im Futtermittel zu achten (Beispiel Schweinehaltung). Erläutern Sie den Hintergrund! (10 Punkte)

A:

-Vitamin D3 hat die Besonderheit, dass es von Tieren unter Einfluss von UV-Strahlung in der Haut selbst synthetisiert werden kann.

-Wenn Haussäugetiere, zum Beispiel Schweine, ausschließlich in Ställen gehalten werden, muss das Vitamin mit der Fütterung zugefügt werden.

-Nach der Absorption aus dem Darmtrakt wird das Vitamin nach wenigen Umwandelungsschritten in die aktive Form überführt.

 -Vitamin D erhöht die Absorption von Calcium und Phosphor aus dem Dünndarm und verringert die Phosphorausscheidung über die Niere.

-Die Aufnahme von Mineralien durch die Knochen wird dadurch erhöht, der Knochen wird fester/härter.

-Bei drastischer Unterversorgung mit Vitamin D3 kann das Krankheitsbild „Rachitis“ entstehen (Knochenbrüchigkeit, Knochenverformung

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Q:

Bei Pferden kann es zum Krankheitsbild der Hufrollenentzündung kommen. Was ist die Hufrolle und wie stellt sich die Hufrollenentzündung dar? (10 Punkte)

A:

-Die Hufrolle besteht aus den Bereichen tiefe Beugesehne, Strahlbein und dem angrenzenden Schleimbeutel. Der Begriff kommt zustande, weil die tiefe Beugesehne, ähnlich wie über eine Rolle, über das Strahlbein gelenkt wird.

-Die Entstehung des Krankheitsbilds hat eine erbliche Komponente, da die Stellung der Gliedmaße und die Konstruktion des Strahlbeins Einfluss auf die Entwicklung einer Hufrollenentzündung haben. Häufig kommt es durch übermäßige Bewegung und/oder unsachgemäßer Hufbehandlung zur Hufrollenentzündung.

-Diagnostisch ist die Entzündung in dem Bereich durch Gefäßerweiterung (aufgrund der Entzündungsreaktion) gekennzeichnet. Im Röntgenbild sind die erweiterten Gefäße im distalen Bereich des Strahlbeins durch die sogenannten „Lollipop“- oder „Pilz“- Läsionen erkennbar.

-Therapiert wird die Hufrollenentzündung mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln, Weidegang und/oder speziellen Hufeisen.

Q:

Warum reagiert der Körper auf Frieren unwillkürlich mit Zittern? (10 Punkte)

A:

Das Zittern der Muskulatur stellt eine Möglichkeit zur Wärmeproduktion dar. Es handelt sich beim Zittern um Kontraktionen der Muskulatur. Bei der Kontraktion der Muskulatur wird chemische Energie, in Form von ATP, in mechanische Energie umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt jedoch nur zu ca. 30%. Der Rest der Energie wird bei der Muskelarbeit in Form von Wärme frei und beeinflusst die Körpertemperatur. Bei niedriger Umgebungstemperatur kann die Kontraktion der Muskulatur also Wärme erzeugen und somit die Körpertemperatur erhöhen. Allerdings geht durch die dadurch notwendige verstärkte Muskeldurchblutung auch wieder vermehrt Wärme verloren

Q:

Kurz nach der Geburt des Kalbes kann es bei laktierenden Kühen zur Entstehung von „Milchfieber“ kommen. Was ist die Ursache? (10 Punkte)

A:

-Beim sogenannten Milchfieber (Gebärparese) handelt sich um eine Stoffwechselkrankheit der Milchkühe, die durch einen Calcium-Mangel im Blut (Hypocalcämie) entsteht. Zum Ende der Ruhephase bzw. Trockenstehzeit muss die Kuh ihren Stoffwechsel abrupt umstellen um Biestmilch erzeugen zu können. Dabei werden große Mengen Calcium benötigt. Der Calciumbedarf wird über Zufuhr (Futter) und die Nutzung körpereigener Reserven, insbesondere aus dem Knochengewebe, gedeckt.

-Kann die Kuh ihren Stoffwechsel nicht schnell genug umstellen, sinkt der Calciumspiegel im Blut. Da Calcium-Ionen die Auslösung der Kontraktion initiieren, kann keine Muskelarbeit mehr geleistet werden. Es kommt zum sogenannten „Festliegen“.

Q:

 Was ist die Folge/ sind die Folgen von Kammerflimmern/ unkoordinierter Herzaktivität? (10 Punkte)

A:

Als Folge einer unkoordinierten Herzaktivität kann keine ausreichende Pumpleistung des Herzens aufrechterhalten werden. Wenn das Blutkreislaufsystem nicht funktioniert, können die Gewebe und Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Es besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs.

Q:

 Warum ist es erforderlich, dass Zellen, Gase und Flüssigkeiten die Auskleidung von Blutgefäßen (Endothel) durchdringen können? (10 Punkte)

A:

Die Abwehrzellen des Organismus werden über das Blutgefäßsystem transportiert und können dann in das umliegende Gewebe auswandern, wenn dort beispielsweise eine Entzündung vorhanden ist. Über das Blutgefäßsystem erfolgt außerdem die Versorgung der Zellen des Körpers mit Sauerstoff und der Abtransport von CO2, folglich müssen diese Gase das Endothel der Blutgefäße durchdringen können. Wasser kann ebenfalls vom umliegenden Gewebe in die Gefäße und umgekehrt gelangen, um bei Bedarf das Gleichgewicht (Homöostase) konstant zu halten.

Q:
20 Warum können unreif geborene Feten nicht oder nur sehr eingeschränkt atmen? (10 Punkte)
A:

Für die Atemtätigkeit muss die Lunge entfaltet sein. Dafür wird das Lipoprotein Surfaktant benötigt, das die Oberflächenspannung in den Alveolen herabsetzt. Dadurch wird die Entfaltung der Lunge und somit die Atmung ermöglicht. Der Surfaktant wird erst bei vollständig entwickelten Organismen kurz vor dem regulären Geburtstermin in den Alveolen der Lunge produziert

Q:

Pferden kommt es häufig zum Krankheitsbild der „Hufrehe“. Was ist das und welche Ursachen kennen Sie? (10 Punkte)

A:

-Bei der Hufrehe ist die Huflederhaut (zwischen Hufbein und Horn) entzündet. Es kommt zu Ödembildung und Schwellung der Huflederhaut sowie zu Durchblutungsstörungen im Bereich der Huflederhaut. Durch die fehlende Ausdehnungsmöglichkeit im Huf wird das Hufbein nach hinten gedrückt. Die Hufbeinspitze tendiert dann zum Boden hin. Es handelt sich um einen sehr schmerzhaften Prozess, der in hochgradigen Fällen bis zum sogenannten Ausschuhen führen kann (Hornschuh löst sich). -Ursachen können toxisch oder mechanisch sein:

1. Mechanisch:

•Durch Quetschen und Zerren der Huflederhaut.

•Überbelastung des Hufes.

2. Toxisch (Toxine gelangen über die Blutbahn zur Huflederhaut):

•bei Koliken oder bei Nachgeburtsverhalten (Nachgeburt verbleibt in der Gebärmutter) kann es zur bakteriellen Zersetzung kommen, so dass Endotoxine in die Blutbahn aufgenommen werden können.

•durch die Aufnahme von Giftpflanzen, Herbizide, Fungizide, Pestizide...

•Kohlenhydratreiche Nahrung im Frühjahr (Oligofructose).

-Therapiert wird die Hufrehe mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Mitteln. Das Kühlen des Hufes und das zur Verfügung stellen eines weichen Untergrundes wird empfohlen. Gegebenenfalls werden Stegeisen eingesetzt.

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