Pathophysiologie at Hochschule Niederrhein | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Pathophysiologie an der Hochschule Niederrhein

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Pathophysiologie Kurs an der Hochschule Niederrhein zu.

TESTE DEIN WISSEN

Wie wird der Blutzuckerspiegel reguliert?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Der Zuckerspiegel des Blutes wird durch verschiedene
Hormone geregelt: Insulin senkt ihn, Adrenalin und
Glukagon bringen ihm zum Anstieg.
 Eine Störung in diesem Regelkreis führt zu einer
Verschiebung im Konzentrationsgleichgewicht.
1. bei Anstieg des Blutzuckerspiegels wird
Insulin ausgeschüttet
2. bei Abfall des Zuckerspiegels im Blut wird
Glucagon
ausgeschüttet (Hungersignal)

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TESTE DEIN WISSEN

mit welchen Geräten wird der blutzucker gemessen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Zur Messung der Blutzuckerkonzentration stehen
unterschiedliche Messmethoden zur Verfügung.
 Zum einen gibt es Teststreifen für Urin und Blut, zum
anderen stehen spezielle Teststreifen für eine
apparative Messung zur Verfügung.
 Neueste Geräte, die noch nicht auf dem Markt sind,
können den Blutzuckergehalt per Infrarotlicht durch
die Haut ermitteln.


 Einfache Teststreifen, die in Urin gehalten werden, sind
nicht für die exakte Bestimmung geeignet. Sie sind zur
Selbstkontrolle daheim gedacht und zeigen lediglich
einen möglichen Zuckergehalt im Urin an.
 Genauer sind Hämo-Teststreifen, auch Stix genannt.
Sie werden mit einem kleinen Tropfen Blut benetzt.
Nach einer kurzen Einwirkzeit verfärbt sich der
Teststreifen. Anhand einer Farbskala kann der
Blutzuckerwert abgelesen werden. Auch diese Methode
ist nicht sehr genau. Schwankungen bis zu 40
Milligramm sind möglich.
 Genauer ist da die Auswertung eines speziellen
Teststreifens in einem elektronischen Gerät
(Glukometer). Sie werden von der Fachindustrie in
großen Zahl angeboten. Solche Messgeräte zeigen schon
nach kurzer Zeit einen exakten Wert an.


 Es gibt auch so genannte enzymatische Methoden,
um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen.
 Hier werden dem Blutserum im Labor verschiedene
Enzyme zugefügt, die Glukose umsetzen und dadurch
neue Substanzen bilden.
 Diese neuen Substanzen können unter anderem anhand
eines Farbumschlags nachgewiesen werden.
 Die enzymatische Methode hat die höchste Genauigkeit,
ist jedoch nicht so schnell und unkompliziert
durchzuführen wie der Nachweis mittels
Blutzuckermessgerät.


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

wie wird der Blutzucker gemessen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Generell erfolgt die Blutzuckermessung im
Schnelltestverfahren mit Teststreifen.
 Dabei wird durch einen kleinen Stich in die Fingerkuppe
ein Bluttropfen gewonnen und auf einen Teststreifen
getupft. Ein Blutzuckermessgerät wertet den
Zuckergehalt schließlich aus und zeigt ihn an.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

was hat der HbA1C-Wert mit dem Blutzucker zu tun?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Eine andere Untersuchungsmöglichkeit, die Rückschlüsse auf
den Blutzuckerspiegel zulässt, ist die Bestimmung des so genannten
Blutzuckergedächtnisses.
 Bei dieser Methode wird das Zuckerhämoglobin HbA1c in einer
Blutprobe gemessen.
 Es wird untersucht, wie viel Blutfarbstoff (Hämoglobin) mit Zucker
verbunden, also glykosiert ist.
 Der ermittelte HbA1c-Wert zeigt die Höhe der durchschnittlichen
Blutzuckerwerte während der letzten sechs bis zwölf Wochen an
 Zur Messung des HbA1c-Wertes ist die Abnahme von einigen
Millilitern venösen Blutes aus einer Armvene erforderlich. Diese
Untersuchung wird in einem Labor durchgeführt.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Maßeinheit gilt bei der Blutzuckermessung?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Maßeinheit ist mmol/l (Millimol pro Liter).
 Früher wurde in mg/dl (Milligramm pro Deziliter)
gemessen. Diese Maßeinheit ist auch heute noch weit
verbreitet


1mmol/L= 18mg/dl

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Normalwerte des Blutzuckers?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Den absoluten und optimalen Blutzuckerwert gibt es
nicht.
 Entscheidend ist immer, zu welcher Tageszeit der Wert
bestimmt wird und ob er vor oder nach dem Essen
gemessen wird.
 Ein Blutzuckeranstieg nach dem Essen ist auch beim
Gesunden zu beobachten und deshalb normal.
 Daher gelten für die Zeiten nach den Mahlzeiten andere
Richtwerte als z. B. für die Morgenstunden vor dem
Frühstück.


 nüchtern:
 3,9 - 6,1 mmol/l (70 - 110 mg/dl)
 nach dem Essen:
 bis maximal 8,9 mmol/l (160 mg/dl )
 Eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme sollte der
Wert wieder dem Nüchternwert entsprechen


Normalwerte bezogen aufs Alter:

• Erwachsene 90 – 110 mg/dl
• Jugendliche 90 – 110 mg/dl
• Schulkind 80 – 110 mg/dl
• Kleinkind 80 – 110 mg/dl
• Säugling 60 – 90 mg/dl


 Die Blutzuckerkonzentration schwankt im Tagesverlauf
zwischen 60 und 140 mg/dl (Milligramm pro Deziliter).

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TESTE DEIN WISSEN

Durch was kann der Blutzucker beeinflusst werden?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Sie ist von der Nahrung, der Nährstoffverwertung,
Stress, körperlicher oder seelischer Belastung, aber
auch von manchen Stoffwechsel- oder
Kreislauferkrankungen abhängig.

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TESTE DEIN WISSEN

ab Wann spricht man von einem diabetischen Blutzuckerwert?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Ein nüchtern gemessener Blutzuckerwert von 100 - 120
mg/dl gilt als Grenzbereich,
 über 120 mg/dl wird von einem diabetischen
Blutzuckerwert gesprochen.
 Wird mehrfach ein Wert über 120 mg/dl gemessen, so
ist der Betroffene zuckerkrank.
 Nur, wer einen Blutzuckerwert unter 110 mg/dl hat, gilt
als Nichtdiabetiker.

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TESTE DEIN WISSEN

Praktische Durschführung der Blutzuckermessung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Weil die Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegel stark
beeinflusst, sollte der Blutzuckerspiegel nüchtern (12
Stunden nach der letzten Mahlzeit) gemessen werden.
 Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit ist sehr
wichtig. Bei kohlenhydratreichem Essen, z. B. Nudeln,
können Blutzuckerwerte bis zu 220 mg/dl gefunden
werden. Trotzdem ist der Betreffende nicht zuckerkrank.


 Vor der Blutzuckermessung legen Sie sich alle
benötigten Utensilien bereit - dazu gehören:
 ggf. Stechhilfe
 Lanzette
 Teststreifen
 ggf. Tupfer (je nach Methode)
 ggf. Uhr mit Sekundenzeiger (je nach Methode)
 Blutzuckermessgerät
oder Packung mit Farbvergleichsskala

 Vor der Messung sollten die Hände mit warmem
Wasser gewaschen werden - weil Wärme die
Durchblutung fördert, ein Blutstropfen kommt leichter.
 Hände gut abtrocknen.
 Teststreifen nie mit feuchten Händen berühren!
 Desinfektion mit Alkohol ist nicht nötig.


 Eine Lanzette wird in die Stechhilfe eingelegt, die Stechhilfe
gespannt.
 Der Teststreifen wird zurechtgelegt, wenn erforderlich, schon in
das Messgerät eingeschoben.
 Stechen Sie nun mit der Stechhilfe in den Seitenrand (dort
schmerzt es am wenigsten) der Fingerbeere.
 Bitte beachten Sie!
 Verwenden Sie keine Lanzetten, die bereits von jemand anderen
benutzt wurden.
 Verwenden Sie keine Lanzetten ohne Schutzkappe.
 Entsorgen Sie die Lanzetten in einem geeigneten Behälter.
 Nehmen Sie für jeden Test eine neue sterile Lanzette, um
Infektionen zu vermeiden

 Wischen Sie den ersten Tropfen ab und bringen Sie
einen großen, hängenden Blutstropfen auf das Testfeld
Ihres Teststreifens auf.
 Dabei ist zu beachten, dass:
 die Testfläche nur vom Blutstropfen, nicht aber vom
Finger berührt werden darf
 das Blut nicht verschmiert wird
 kein zweiter Blutstropfen aufgetragen werden darf
 die Blutmenge die Testfläche vollständig bedeckt und
während des Messvorganges nicht eintrocknet.

 Wenn nur wenig Blut kommt, die Hand tief nach unten
halten oder mit dem Daumen der anderen Hand von der
Handinnenfläche zum Finger streichen.
 Niemals die Fingerbeere quetschen, es treten weitere
Zellbestandteile aus, die den Wert verfälschen.
 Der Blutstropfen soll das Testfeld richtig benetzen
und überdecken.
 Bei der visuellen Methode wird genau nach einer Minute
das überschüssige Blut mit einem Tupfer abgetupft.
 Nach einer weiteren Minute kann die Farbe des
Testfeldes mit der Farbskala auf der Verpackung
verglichen werden.

 Nach der Blutentnahme sollte die Einstichstelle durch
leichten Druck komprimiert werden; so kann die
Blutstillung unterstützt werden.
 Nach der Blutentnahme sind alle gebrauchten, blutigen
Gegenstände sicher zu entsorgen.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Fehlerquellen gibt es bei der Blutzuckermessung?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 generell:
 aufgetragene Blutmenge reicht nicht aus
 zur Blutgewinnung wurde zu stark gedrückt - Achtung, dieser Fehler ist
nicht durch einen Farbvergleich zu erkennen!
 die Teststreifen sind nicht mehr in Ordnung (falsche Lagerung, Verfall)
Lagerung: kühl und trocken (unter 30 °C)
 Bei Blutzuckermessgeräten:
 Optik ist verschmutzt (gilt natürlich nicht für Sensorgeräte)
 falscher Code wurde eingestellt
 die Batterie ist zu schwach
 Messung unter ungünstigen Bedingungen :
Temperaturen unter +17°C bzw. über +35°C
Messung in Höhen ab ca. 3000m, z.B. bei Bergwanderungen
Hohe Luftfeuchtigkeit (Badezimmer, Schwimmhallen, Tropen)

 Ein weiterer Störfaktor, der in Einzelfällen
(Säuglinge/Kleinkinder, extremer Flüssigkeitsmangel,
bestimmte Krankheitsbilder) auftreten kann, ist eine
Veränderung des Hämatokritwertes (Anteil roter
Blutkörperchen).
 Ein stark erhöhter (über 55 Prozent) oder erniedrigter
(unter 30 Prozent) Hämatokritwert kann falsche
Messergebnisse verursachen.

 Reste vom Desinfektionsmittel bzw. Alkohol sind in den Blutstropfen gelangt
 Reste von - wenn auch nur leicht - fettender Handcreme
 Beeinträchtigung der Messung durch andere Medikamente
 Beeinträchtigung der Messung durch (extrem erhöhte) Blutfettwerte

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

wie wird der Glucosetoleranztest noch genannt?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 IGT
 impaired glucose tolerance (verminderte Glucosetoleranz)
 Glucosetoleranztest (GTT)
 Oraler-Glucose-Toleranztest (oGTT)
 Blutzucker-Belastungstest (BBT)

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TESTE DEIN WISSEN

Warum ist die Blutzuckermessung so wichtig?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 Der Kreislauf dient in ersten Linie als Transportsystem
für den Zucker (Glukose), denn er ist einer der
wichtigsten Nährstoffe für den Menschen.
 Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können
schwerwiegende Folgen haben wie Bluthochdruck,
Nieren- und Augenleiden, eine Nervenschädigung
(Polyneuropathie) oder Verengung der Herzkranzgefäße
(Arteriosklerose).


 Bei der Blutzuckermessung wird der Glukose-Gehalt
des Blutserums ermittelt.
 Die Blutzuckermessung ist ein einfaches und schnelles
Verfahren zur Diagnostik und zur Verlaufskontrolle
von Krankheiten mit zu hohem oder zu niedrigem
Blutzuckerspiegel

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  • 2179 Studierende
  • 128 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Pathophysiologie Kurs an der Hochschule Niederrhein - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wie wird der Blutzuckerspiegel reguliert?

A:

 Der Zuckerspiegel des Blutes wird durch verschiedene
Hormone geregelt: Insulin senkt ihn, Adrenalin und
Glukagon bringen ihm zum Anstieg.
 Eine Störung in diesem Regelkreis führt zu einer
Verschiebung im Konzentrationsgleichgewicht.
1. bei Anstieg des Blutzuckerspiegels wird
Insulin ausgeschüttet
2. bei Abfall des Zuckerspiegels im Blut wird
Glucagon
ausgeschüttet (Hungersignal)

Q:

mit welchen Geräten wird der blutzucker gemessen?

A:

 Zur Messung der Blutzuckerkonzentration stehen
unterschiedliche Messmethoden zur Verfügung.
 Zum einen gibt es Teststreifen für Urin und Blut, zum
anderen stehen spezielle Teststreifen für eine
apparative Messung zur Verfügung.
 Neueste Geräte, die noch nicht auf dem Markt sind,
können den Blutzuckergehalt per Infrarotlicht durch
die Haut ermitteln.


 Einfache Teststreifen, die in Urin gehalten werden, sind
nicht für die exakte Bestimmung geeignet. Sie sind zur
Selbstkontrolle daheim gedacht und zeigen lediglich
einen möglichen Zuckergehalt im Urin an.
 Genauer sind Hämo-Teststreifen, auch Stix genannt.
Sie werden mit einem kleinen Tropfen Blut benetzt.
Nach einer kurzen Einwirkzeit verfärbt sich der
Teststreifen. Anhand einer Farbskala kann der
Blutzuckerwert abgelesen werden. Auch diese Methode
ist nicht sehr genau. Schwankungen bis zu 40
Milligramm sind möglich.
 Genauer ist da die Auswertung eines speziellen
Teststreifens in einem elektronischen Gerät
(Glukometer). Sie werden von der Fachindustrie in
großen Zahl angeboten. Solche Messgeräte zeigen schon
nach kurzer Zeit einen exakten Wert an.


 Es gibt auch so genannte enzymatische Methoden,
um den Blutzuckerspiegel zu bestimmen.
 Hier werden dem Blutserum im Labor verschiedene
Enzyme zugefügt, die Glukose umsetzen und dadurch
neue Substanzen bilden.
 Diese neuen Substanzen können unter anderem anhand
eines Farbumschlags nachgewiesen werden.
 Die enzymatische Methode hat die höchste Genauigkeit,
ist jedoch nicht so schnell und unkompliziert
durchzuführen wie der Nachweis mittels
Blutzuckermessgerät.


Q:

wie wird der Blutzucker gemessen?

A:

 Generell erfolgt die Blutzuckermessung im
Schnelltestverfahren mit Teststreifen.
 Dabei wird durch einen kleinen Stich in die Fingerkuppe
ein Bluttropfen gewonnen und auf einen Teststreifen
getupft. Ein Blutzuckermessgerät wertet den
Zuckergehalt schließlich aus und zeigt ihn an.

Q:

was hat der HbA1C-Wert mit dem Blutzucker zu tun?

A:

 Eine andere Untersuchungsmöglichkeit, die Rückschlüsse auf
den Blutzuckerspiegel zulässt, ist die Bestimmung des so genannten
Blutzuckergedächtnisses.
 Bei dieser Methode wird das Zuckerhämoglobin HbA1c in einer
Blutprobe gemessen.
 Es wird untersucht, wie viel Blutfarbstoff (Hämoglobin) mit Zucker
verbunden, also glykosiert ist.
 Der ermittelte HbA1c-Wert zeigt die Höhe der durchschnittlichen
Blutzuckerwerte während der letzten sechs bis zwölf Wochen an
 Zur Messung des HbA1c-Wertes ist die Abnahme von einigen
Millilitern venösen Blutes aus einer Armvene erforderlich. Diese
Untersuchung wird in einem Labor durchgeführt.

Q:

Welche Maßeinheit gilt bei der Blutzuckermessung?

A:

 Maßeinheit ist mmol/l (Millimol pro Liter).
 Früher wurde in mg/dl (Milligramm pro Deziliter)
gemessen. Diese Maßeinheit ist auch heute noch weit
verbreitet


1mmol/L= 18mg/dl

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Q:

Was sind Normalwerte des Blutzuckers?

A:

 Den absoluten und optimalen Blutzuckerwert gibt es
nicht.
 Entscheidend ist immer, zu welcher Tageszeit der Wert
bestimmt wird und ob er vor oder nach dem Essen
gemessen wird.
 Ein Blutzuckeranstieg nach dem Essen ist auch beim
Gesunden zu beobachten und deshalb normal.
 Daher gelten für die Zeiten nach den Mahlzeiten andere
Richtwerte als z. B. für die Morgenstunden vor dem
Frühstück.


 nüchtern:
 3,9 - 6,1 mmol/l (70 - 110 mg/dl)
 nach dem Essen:
 bis maximal 8,9 mmol/l (160 mg/dl )
 Eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme sollte der
Wert wieder dem Nüchternwert entsprechen


Normalwerte bezogen aufs Alter:

• Erwachsene 90 – 110 mg/dl
• Jugendliche 90 – 110 mg/dl
• Schulkind 80 – 110 mg/dl
• Kleinkind 80 – 110 mg/dl
• Säugling 60 – 90 mg/dl


 Die Blutzuckerkonzentration schwankt im Tagesverlauf
zwischen 60 und 140 mg/dl (Milligramm pro Deziliter).

Q:

Durch was kann der Blutzucker beeinflusst werden?

A:

 Sie ist von der Nahrung, der Nährstoffverwertung,
Stress, körperlicher oder seelischer Belastung, aber
auch von manchen Stoffwechsel- oder
Kreislauferkrankungen abhängig.

Q:

ab Wann spricht man von einem diabetischen Blutzuckerwert?

A:

 Ein nüchtern gemessener Blutzuckerwert von 100 - 120
mg/dl gilt als Grenzbereich,
 über 120 mg/dl wird von einem diabetischen
Blutzuckerwert gesprochen.
 Wird mehrfach ein Wert über 120 mg/dl gemessen, so
ist der Betroffene zuckerkrank.
 Nur, wer einen Blutzuckerwert unter 110 mg/dl hat, gilt
als Nichtdiabetiker.

Q:

Praktische Durschführung der Blutzuckermessung

A:

 Weil die Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegel stark
beeinflusst, sollte der Blutzuckerspiegel nüchtern (12
Stunden nach der letzten Mahlzeit) gemessen werden.
 Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit ist sehr
wichtig. Bei kohlenhydratreichem Essen, z. B. Nudeln,
können Blutzuckerwerte bis zu 220 mg/dl gefunden
werden. Trotzdem ist der Betreffende nicht zuckerkrank.


 Vor der Blutzuckermessung legen Sie sich alle
benötigten Utensilien bereit - dazu gehören:
 ggf. Stechhilfe
 Lanzette
 Teststreifen
 ggf. Tupfer (je nach Methode)
 ggf. Uhr mit Sekundenzeiger (je nach Methode)
 Blutzuckermessgerät
oder Packung mit Farbvergleichsskala

 Vor der Messung sollten die Hände mit warmem
Wasser gewaschen werden - weil Wärme die
Durchblutung fördert, ein Blutstropfen kommt leichter.
 Hände gut abtrocknen.
 Teststreifen nie mit feuchten Händen berühren!
 Desinfektion mit Alkohol ist nicht nötig.


 Eine Lanzette wird in die Stechhilfe eingelegt, die Stechhilfe
gespannt.
 Der Teststreifen wird zurechtgelegt, wenn erforderlich, schon in
das Messgerät eingeschoben.
 Stechen Sie nun mit der Stechhilfe in den Seitenrand (dort
schmerzt es am wenigsten) der Fingerbeere.
 Bitte beachten Sie!
 Verwenden Sie keine Lanzetten, die bereits von jemand anderen
benutzt wurden.
 Verwenden Sie keine Lanzetten ohne Schutzkappe.
 Entsorgen Sie die Lanzetten in einem geeigneten Behälter.
 Nehmen Sie für jeden Test eine neue sterile Lanzette, um
Infektionen zu vermeiden

 Wischen Sie den ersten Tropfen ab und bringen Sie
einen großen, hängenden Blutstropfen auf das Testfeld
Ihres Teststreifens auf.
 Dabei ist zu beachten, dass:
 die Testfläche nur vom Blutstropfen, nicht aber vom
Finger berührt werden darf
 das Blut nicht verschmiert wird
 kein zweiter Blutstropfen aufgetragen werden darf
 die Blutmenge die Testfläche vollständig bedeckt und
während des Messvorganges nicht eintrocknet.

 Wenn nur wenig Blut kommt, die Hand tief nach unten
halten oder mit dem Daumen der anderen Hand von der
Handinnenfläche zum Finger streichen.
 Niemals die Fingerbeere quetschen, es treten weitere
Zellbestandteile aus, die den Wert verfälschen.
 Der Blutstropfen soll das Testfeld richtig benetzen
und überdecken.
 Bei der visuellen Methode wird genau nach einer Minute
das überschüssige Blut mit einem Tupfer abgetupft.
 Nach einer weiteren Minute kann die Farbe des
Testfeldes mit der Farbskala auf der Verpackung
verglichen werden.

 Nach der Blutentnahme sollte die Einstichstelle durch
leichten Druck komprimiert werden; so kann die
Blutstillung unterstützt werden.
 Nach der Blutentnahme sind alle gebrauchten, blutigen
Gegenstände sicher zu entsorgen.

Q:

Welche Fehlerquellen gibt es bei der Blutzuckermessung?

A:

 generell:
 aufgetragene Blutmenge reicht nicht aus
 zur Blutgewinnung wurde zu stark gedrückt - Achtung, dieser Fehler ist
nicht durch einen Farbvergleich zu erkennen!
 die Teststreifen sind nicht mehr in Ordnung (falsche Lagerung, Verfall)
Lagerung: kühl und trocken (unter 30 °C)
 Bei Blutzuckermessgeräten:
 Optik ist verschmutzt (gilt natürlich nicht für Sensorgeräte)
 falscher Code wurde eingestellt
 die Batterie ist zu schwach
 Messung unter ungünstigen Bedingungen :
Temperaturen unter +17°C bzw. über +35°C
Messung in Höhen ab ca. 3000m, z.B. bei Bergwanderungen
Hohe Luftfeuchtigkeit (Badezimmer, Schwimmhallen, Tropen)

 Ein weiterer Störfaktor, der in Einzelfällen
(Säuglinge/Kleinkinder, extremer Flüssigkeitsmangel,
bestimmte Krankheitsbilder) auftreten kann, ist eine
Veränderung des Hämatokritwertes (Anteil roter
Blutkörperchen).
 Ein stark erhöhter (über 55 Prozent) oder erniedrigter
(unter 30 Prozent) Hämatokritwert kann falsche
Messergebnisse verursachen.

 Reste vom Desinfektionsmittel bzw. Alkohol sind in den Blutstropfen gelangt
 Reste von - wenn auch nur leicht - fettender Handcreme
 Beeinträchtigung der Messung durch andere Medikamente
 Beeinträchtigung der Messung durch (extrem erhöhte) Blutfettwerte

Q:

wie wird der Glucosetoleranztest noch genannt?

A:

 IGT
 impaired glucose tolerance (verminderte Glucosetoleranz)
 Glucosetoleranztest (GTT)
 Oraler-Glucose-Toleranztest (oGTT)
 Blutzucker-Belastungstest (BBT)

Q:

Warum ist die Blutzuckermessung so wichtig?

A:

 Der Kreislauf dient in ersten Linie als Transportsystem
für den Zucker (Glukose), denn er ist einer der
wichtigsten Nährstoffe für den Menschen.
 Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können
schwerwiegende Folgen haben wie Bluthochdruck,
Nieren- und Augenleiden, eine Nervenschädigung
(Polyneuropathie) oder Verengung der Herzkranzgefäße
(Arteriosklerose).


 Bei der Blutzuckermessung wird der Glukose-Gehalt
des Blutserums ermittelt.
 Die Blutzuckermessung ist ein einfaches und schnelles
Verfahren zur Diagnostik und zur Verlaufskontrolle
von Krankheiten mit zu hohem oder zu niedrigem
Blutzuckerspiegel

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