Gesundheitsökonomie at Hochschule Neu-Ulm | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Gesundheitsökonomie an der Hochschule Neu-Ulm

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Gesundheitsökonomie Kurs an der Hochschule Neu-Ulm zu.

TESTE DEIN WISSEN

Nenne Drei Kriterien des vollkommenen Marktes

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TESTE DEIN WISSEN

- viele Anbieter, viele Nachfrager
- problemloser Marktzugang und Marktaustritt
- vollkommene Transparenz, keine Transaktionskosten

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und welche Aufgaben?

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TESTE DEIN WISSEN

= Zusammenschluss von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei der
Erfüllung ihrer Aufgaben und auf dem Gebiet des Krankenhauswesens.

  • gesetzlich übertragene Aufgabe, aber keine Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der
    Krankenhäuser
  • ist teil der gemeinsamen Selbstverwaltung
  • Mitgestaltung des Vergütungssystem im Krankenhauswesen und
    die Sicherung der Qualität im stationären Bereich
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TESTE DEIN WISSEN

Was misst die sog. „Preiselastizität der Nachfrage“ und was bedeutet in diesem
Zusammenhang eine unelastische Nachfrageentwicklung?

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TESTE DEIN WISSEN

Misst wie sich A&N verändern, wenn sich ein Faktor ändert, aber der Rest gleich bleibt.


Preiselastizität: 

%Veränderung der Nachfragemenge

% Veränderung des Preises

-> wenn N% mehr steigt als %P elastisch, größer 1

-->wenn P% mehr steigt, unelastisch, kleiner 1


Preiselastizität der Nachfrage abhängig von: Verfügbarkeit von Substituten, Präferenzen der Individuen, Zeithorizont, Marktabgrenzung


Im GW: Je mehr das Angebot in Richtung Notfall geht, desto unelastischer die Nachfrage


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TESTE DEIN WISSEN

Unterschied „Maximalprinzip“/“Minimalprinzip“

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TESTE DEIN WISSEN

- Maximalprinzip: mit gegebenen Mitteln den maximalen Nutzen erzielen


- Minimalprinzip: mit möglichst geringen Mitteln einen bestimmten Nutzen erzielen

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Aus welchen drei grundsätzlichen Finanzierungssäulen finanzieren sich die gesetzlichen Krankenkassen

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TESTE DEIN WISSEN

2019 insgesamt 231Mrd.

- Gesundheitsfonds (Beitragssatz 15,5%=203 Mrd.)
Liquiditätsreserve: dient grundsätzlich dem Ausgleich von Einnahmen und
Ausgabenschwankungen


- Steuern (14,4 Mrd €)
Bundeszuschuss für Versicherungsfremde Leistungen


- Zusatzbeiträge (13 Mrd = 0,45% für AG&AN)
einkommensunabhängige Zusatzbeiträge, die ausschließlich von den Mitgliedern der GKV getragen werden, Entkoppelung der Lohnkosten der Arbeitgeber von den
Ausgabensteigerungen in der GKV -> Prinzip der paritätischen Finanzierung aufgekündigt, macht Wettbewerbsfähig liegt bei 0,9%

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TESTE DEIN WISSEN

Wie hoch ist der Ausgabenanteil für Krankenhausbehandlung, ambulante ärztliche Behandlung und Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung circa

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226,2 Mrd. € GKV-Leistungsausgaben insgesamt 2018

Krankenhausbehandlung: ca. 33% (1/3)
ambulante ärztliche Behandlung: 17%
Arzneimittel: 17%

--> ca. 2/3 aller Ausgaben

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind Strukturprinzipien der GKV?


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TESTE DEIN WISSEN

1. Sozialstaatsprinzip
- verfassungsrechtliche Verankerung
- daraus folgt das sog. Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes
(Aufgabe des Staates, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen; gleichberechtigte
gesellschaftliche Teilhabe; Staatliche Aufgabe, für einen Ausgleich sozialer Gegensätze und Ungleichheiten zu sorgen; Staatliche Verpflichtung zur Daseinsvorsorge gilt auch im Bereich der Versorgung im Krankheitsfall)


2. Solidarprinzip
- Versichertengemeinschaft als Solidargemeinschaft
(der Gesunde für den Kranken, der Reiche für den Armen, Junge für Alte)
- prägendes Finanzierungsmerkmal (erforderlichen Finanzmittel werden gemeinsam von allen Beitragszahlern aufgebracht
- es gibt keinen Zusammenhang zwischen Beitragshöhe und Umfang der Leistungen in der GKV (kein Äquivalenzprinzip)


3.Subsidiaritätsprinzip
<-> Solidarität
- Lasten, die das Individuum tragen kann, sollen auch von ihm übernommen werden
- die jeweils größere Solidargemeinschaft soll erst dann eintreten, wenn die kleinere Gemeinschaft überfordert ist

Individuum – Familie/Lebenspartner – Sozialverbände – Kommunen – Länder – Bund – EU
- Bedeutung in der GKV: eher untergeordneter Stellenwert, beispielsweise in der
Prävention, bei Zuzahlungsregelungen
- klassischer Anwendungsbereich: Sozialhilfe und  Pflegeversicherung


4. Wirtschaftlichkeitsgebot

§12 SBG V Sach& Dienstleistungen bei Behandlung müssen ausreichen, zweckmäßig wirtschaftlich sein und nicht darüber hinaus. Unnötige Leistungen können nicht beansprucht werden und werden von KK nicht bewilligt. 

§ 70 bedarfsgerechte, gleichmäßige Versorgung auf anerkannten medizinischen Stand muss gewährleistet sein.


5. Sachleistungsprinzip (GKV)

Vorteile:
- keine Vorauszahlung der Versicherten
- Schutzwirkung gesetzlich Krankenversicherter vor finanziellen Überforderungen
- Krankenkassen übernehmen das Aushandeln der Behandlungskosten in Form von
Verträgen mit Leistungserbringern
Nachteile:
- mangelnde Transparenz
- Erstattungspreise ohne Bezug zum Behandlungsergebnis

<-> Kostenerstattungsprinzip (PKV)

+ Kosten und Leistungstransparenz

- Vorfinanzierung durch Versicherten


6. Versicherungspflicht

- GKV als Zwangsversicherung

- allgemeine Versicherungspflicht für alle in D.

- Versicherte hat freie KK Wahl und KK muss alle aufnehmen (Kontrahierungszwang)


7. Selbstverwaltungsprinzip

-Beschränkung des Staates auf die Rahmengesetzgebung und
Rechtsaufsicht und damit Übertragung der Ausführung und Durchführung von
Gesetzen auf die Organe der sog.
Selbstverwaltung
(genossenschaftliche Organisationsprinzip unter staatlicher Rechtsaufsicht)
- gesetzliche Krankenkassen übernehmen Staatsaufgaben, aber selbstständig ohne rechtsfähigkeit

- Organe der Selbstverwaltung der Krankenkassen sind der Verwaltungsrat
(Aufsichtsgremium) und der Vorstand (verantwortlich für das operative Geschäft)
- Unterscheidung zwischen Selbstverwaltung von einzelnen Organisationen wie
Krankenkassen oder Kassenärztliche Vereinigungen und gemeinsame
Selbstverwaltung wie z.B. der Gemeinsame Bundesausschuss




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TESTE DEIN WISSEN

5 Säulen der sozialen Sicherung in Deutschland? In welcher Säule spiegelt sich die Gesundheitsversorgung im Wesentlichen wider.

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TESTE DEIN WISSEN

Rentenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung,
Krankenversicherung


Die Gesundheitsversorgung spiegelt sich im Wesentlichen in der Krankenversicherung wider.

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TESTE DEIN WISSEN

Wie verhält es sich mit der Elastizität bei
Gesundheitsgütern?

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TESTE DEIN WISSEN

Unelastisch, nur dort wo man etwas selbst zahlen muss (z.B Auslandsimpfung, Schönheitsop)

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TESTE DEIN WISSEN

In Bezug auf den demographischen Wandel stellt die steigende Lebenserwartung auch eine
finanzielle Herausforderung hinsichtlich der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen dar.
Erläutern Sie in diesem Zusammenhang kurz die beiden Begriffe Medikalisierungsthese und Kompressionsthese. Welche der beiden Thesen würden Sie vertreten? Begründen Sie kurz Ihre Meinung.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Kompressionsthese:
Immer mehr Menschen werden relativ gesund alt und haben erst in den letzten Jahren als Hochbetagte einen hohen Bedarf an medizinischen Leistungen. Verlegung der Multimorbidität
in höheres Alter, gleichzeitige Abnahme an typischen Belastungen durch Krankheiten und Behinderungen bei älteren Menschen


Medikalisierungsthese:
Überproportionale Steigerung der Kosten für Gesundheitsleistungen mit zunehmendem Alter der Bevölkerung. Grundannahme: deutliche Zunahme der Morbidität mit steigendem Alter.
Stetige Erhöhung des Anteils kranker Menschen in Relation zur Gesamtbevölkerung führt zu
nachhaltigem und überproportionalem Anstieg der Gesamtausgaben für
Gesundheitsleistungen.


Meiner Meinung eher Medikalisierungsthese, da sich Krankheiten häufig schon vor dem höheren Alter entwickeln und sich die Ausgeben so im Laufe des Alters steigern.

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist enthält der ökonomische Ordnungsrahmen?

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TESTE DEIN WISSEN

- Freiheit:

  • Grundgesetz als Basis, auch Recht des Staates Freiheit einzelner einzuschränken
  • Demokratie und Marktwirtschaft als Garantie für feiheitliche Grundordnung
  • Aufgabe des Staates auf Ordnungpolitik begrenzt


- Gerechtigkeit:

  •  Durchsetzung des Gleichheitsgrundsatzes
  • Sozialstaatsprinzip (eingreifen des Staates zum Schutz der Schwachen)


- Solidarität:

  •  Verbindung von Gerechtigkeit und Freiheit mit Solidaritätsprinzip
  • Starke unterstützt Schwachen
  • Bsp. KK

--> Spannverhältnis zwischen sozialer Verantwortung des Staates und Freiheitsrecht des Einzelnen

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Was bestimmt Gesundheit/ Was sind Determinanten von G.?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Der eigene Gesundheitszustand
    (Lebensgewohnheiten, Ernährungsverhalten, Erbfaktoren
  • Sozioökonomische Status
    (Bildung, Beruf etc.)
  • Vorhandenen Umwelt- und Lebensbedingungen
    (Wohnverhältnisse, Arbeitsplatzsituation)
  • Angebotssituation an Gesundheitsleistungen
    (Zugang und Verfügbarkeit)
  • Teilhabe am medizinischen Fortschritt
    (Anwendung und Bezahlung neuer Diagnostik)
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  • 24460 Karteikarten
  • 611 Studierende
  • 83 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Gesundheitsökonomie Kurs an der Hochschule Neu-Ulm - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nenne Drei Kriterien des vollkommenen Marktes

A:

- viele Anbieter, viele Nachfrager
- problemloser Marktzugang und Marktaustritt
- vollkommene Transparenz, keine Transaktionskosten

Q:

Was ist Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und welche Aufgaben?

A:

= Zusammenschluss von Spitzen- und Landesverbänden der Krankenhausträger. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei der
Erfüllung ihrer Aufgaben und auf dem Gebiet des Krankenhauswesens.

  • gesetzlich übertragene Aufgabe, aber keine Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der
    Krankenhäuser
  • ist teil der gemeinsamen Selbstverwaltung
  • Mitgestaltung des Vergütungssystem im Krankenhauswesen und
    die Sicherung der Qualität im stationären Bereich
Q:

Was misst die sog. „Preiselastizität der Nachfrage“ und was bedeutet in diesem
Zusammenhang eine unelastische Nachfrageentwicklung?

A:

Misst wie sich A&N verändern, wenn sich ein Faktor ändert, aber der Rest gleich bleibt.


Preiselastizität: 

%Veränderung der Nachfragemenge

% Veränderung des Preises

-> wenn N% mehr steigt als %P elastisch, größer 1

-->wenn P% mehr steigt, unelastisch, kleiner 1


Preiselastizität der Nachfrage abhängig von: Verfügbarkeit von Substituten, Präferenzen der Individuen, Zeithorizont, Marktabgrenzung


Im GW: Je mehr das Angebot in Richtung Notfall geht, desto unelastischer die Nachfrage


Q:

Unterschied „Maximalprinzip“/“Minimalprinzip“

A:

- Maximalprinzip: mit gegebenen Mitteln den maximalen Nutzen erzielen


- Minimalprinzip: mit möglichst geringen Mitteln einen bestimmten Nutzen erzielen

Q:

Aus welchen drei grundsätzlichen Finanzierungssäulen finanzieren sich die gesetzlichen Krankenkassen

A:

2019 insgesamt 231Mrd.

- Gesundheitsfonds (Beitragssatz 15,5%=203 Mrd.)
Liquiditätsreserve: dient grundsätzlich dem Ausgleich von Einnahmen und
Ausgabenschwankungen


- Steuern (14,4 Mrd €)
Bundeszuschuss für Versicherungsfremde Leistungen


- Zusatzbeiträge (13 Mrd = 0,45% für AG&AN)
einkommensunabhängige Zusatzbeiträge, die ausschließlich von den Mitgliedern der GKV getragen werden, Entkoppelung der Lohnkosten der Arbeitgeber von den
Ausgabensteigerungen in der GKV -> Prinzip der paritätischen Finanzierung aufgekündigt, macht Wettbewerbsfähig liegt bei 0,9%

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Q:

Wie hoch ist der Ausgabenanteil für Krankenhausbehandlung, ambulante ärztliche Behandlung und Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung circa

A:

226,2 Mrd. € GKV-Leistungsausgaben insgesamt 2018

Krankenhausbehandlung: ca. 33% (1/3)
ambulante ärztliche Behandlung: 17%
Arzneimittel: 17%

--> ca. 2/3 aller Ausgaben

Q:

Was sind Strukturprinzipien der GKV?


A:

1. Sozialstaatsprinzip
- verfassungsrechtliche Verankerung
- daraus folgt das sog. Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes
(Aufgabe des Staates, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen; gleichberechtigte
gesellschaftliche Teilhabe; Staatliche Aufgabe, für einen Ausgleich sozialer Gegensätze und Ungleichheiten zu sorgen; Staatliche Verpflichtung zur Daseinsvorsorge gilt auch im Bereich der Versorgung im Krankheitsfall)


2. Solidarprinzip
- Versichertengemeinschaft als Solidargemeinschaft
(der Gesunde für den Kranken, der Reiche für den Armen, Junge für Alte)
- prägendes Finanzierungsmerkmal (erforderlichen Finanzmittel werden gemeinsam von allen Beitragszahlern aufgebracht
- es gibt keinen Zusammenhang zwischen Beitragshöhe und Umfang der Leistungen in der GKV (kein Äquivalenzprinzip)


3.Subsidiaritätsprinzip
<-> Solidarität
- Lasten, die das Individuum tragen kann, sollen auch von ihm übernommen werden
- die jeweils größere Solidargemeinschaft soll erst dann eintreten, wenn die kleinere Gemeinschaft überfordert ist

Individuum – Familie/Lebenspartner – Sozialverbände – Kommunen – Länder – Bund – EU
- Bedeutung in der GKV: eher untergeordneter Stellenwert, beispielsweise in der
Prävention, bei Zuzahlungsregelungen
- klassischer Anwendungsbereich: Sozialhilfe und  Pflegeversicherung


4. Wirtschaftlichkeitsgebot

§12 SBG V Sach& Dienstleistungen bei Behandlung müssen ausreichen, zweckmäßig wirtschaftlich sein und nicht darüber hinaus. Unnötige Leistungen können nicht beansprucht werden und werden von KK nicht bewilligt. 

§ 70 bedarfsgerechte, gleichmäßige Versorgung auf anerkannten medizinischen Stand muss gewährleistet sein.


5. Sachleistungsprinzip (GKV)

Vorteile:
- keine Vorauszahlung der Versicherten
- Schutzwirkung gesetzlich Krankenversicherter vor finanziellen Überforderungen
- Krankenkassen übernehmen das Aushandeln der Behandlungskosten in Form von
Verträgen mit Leistungserbringern
Nachteile:
- mangelnde Transparenz
- Erstattungspreise ohne Bezug zum Behandlungsergebnis

<-> Kostenerstattungsprinzip (PKV)

+ Kosten und Leistungstransparenz

- Vorfinanzierung durch Versicherten


6. Versicherungspflicht

- GKV als Zwangsversicherung

- allgemeine Versicherungspflicht für alle in D.

- Versicherte hat freie KK Wahl und KK muss alle aufnehmen (Kontrahierungszwang)


7. Selbstverwaltungsprinzip

-Beschränkung des Staates auf die Rahmengesetzgebung und
Rechtsaufsicht und damit Übertragung der Ausführung und Durchführung von
Gesetzen auf die Organe der sog.
Selbstverwaltung
(genossenschaftliche Organisationsprinzip unter staatlicher Rechtsaufsicht)
- gesetzliche Krankenkassen übernehmen Staatsaufgaben, aber selbstständig ohne rechtsfähigkeit

- Organe der Selbstverwaltung der Krankenkassen sind der Verwaltungsrat
(Aufsichtsgremium) und der Vorstand (verantwortlich für das operative Geschäft)
- Unterscheidung zwischen Selbstverwaltung von einzelnen Organisationen wie
Krankenkassen oder Kassenärztliche Vereinigungen und gemeinsame
Selbstverwaltung wie z.B. der Gemeinsame Bundesausschuss




Q:

5 Säulen der sozialen Sicherung in Deutschland? In welcher Säule spiegelt sich die Gesundheitsversorgung im Wesentlichen wider.

A:

Rentenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung,
Krankenversicherung


Die Gesundheitsversorgung spiegelt sich im Wesentlichen in der Krankenversicherung wider.

Q:

Wie verhält es sich mit der Elastizität bei
Gesundheitsgütern?

A:

Unelastisch, nur dort wo man etwas selbst zahlen muss (z.B Auslandsimpfung, Schönheitsop)

Q:

In Bezug auf den demographischen Wandel stellt die steigende Lebenserwartung auch eine
finanzielle Herausforderung hinsichtlich der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen dar.
Erläutern Sie in diesem Zusammenhang kurz die beiden Begriffe Medikalisierungsthese und Kompressionsthese. Welche der beiden Thesen würden Sie vertreten? Begründen Sie kurz Ihre Meinung.

A:

Kompressionsthese:
Immer mehr Menschen werden relativ gesund alt und haben erst in den letzten Jahren als Hochbetagte einen hohen Bedarf an medizinischen Leistungen. Verlegung der Multimorbidität
in höheres Alter, gleichzeitige Abnahme an typischen Belastungen durch Krankheiten und Behinderungen bei älteren Menschen


Medikalisierungsthese:
Überproportionale Steigerung der Kosten für Gesundheitsleistungen mit zunehmendem Alter der Bevölkerung. Grundannahme: deutliche Zunahme der Morbidität mit steigendem Alter.
Stetige Erhöhung des Anteils kranker Menschen in Relation zur Gesamtbevölkerung führt zu
nachhaltigem und überproportionalem Anstieg der Gesamtausgaben für
Gesundheitsleistungen.


Meiner Meinung eher Medikalisierungsthese, da sich Krankheiten häufig schon vor dem höheren Alter entwickeln und sich die Ausgeben so im Laufe des Alters steigern.

Q:

Was ist enthält der ökonomische Ordnungsrahmen?

A:

- Freiheit:

  • Grundgesetz als Basis, auch Recht des Staates Freiheit einzelner einzuschränken
  • Demokratie und Marktwirtschaft als Garantie für feiheitliche Grundordnung
  • Aufgabe des Staates auf Ordnungpolitik begrenzt


- Gerechtigkeit:

  •  Durchsetzung des Gleichheitsgrundsatzes
  • Sozialstaatsprinzip (eingreifen des Staates zum Schutz der Schwachen)


- Solidarität:

  •  Verbindung von Gerechtigkeit und Freiheit mit Solidaritätsprinzip
  • Starke unterstützt Schwachen
  • Bsp. KK

--> Spannverhältnis zwischen sozialer Verantwortung des Staates und Freiheitsrecht des Einzelnen

Q:

Was bestimmt Gesundheit/ Was sind Determinanten von G.?

A:
  • Der eigene Gesundheitszustand
    (Lebensgewohnheiten, Ernährungsverhalten, Erbfaktoren
  • Sozioökonomische Status
    (Bildung, Beruf etc.)
  • Vorhandenen Umwelt- und Lebensbedingungen
    (Wohnverhältnisse, Arbeitsplatzsituation)
  • Angebotssituation an Gesundheitsleistungen
    (Zugang und Verfügbarkeit)
  • Teilhabe am medizinischen Fortschritt
    (Anwendung und Bezahlung neuer Diagnostik)
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