Computerforensik 1 at Hochschule Mittweida

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Vorraussetungen der Gesichtsrekonstruktion

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Faktensammlung und Recherche


was gehört zu: Auffindesituation, Ermittlungsergebnissen, Bekleidungsstücken
oder Gegenständen

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Todesarten

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Totenflecken Zeiteinteilung

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Was ist ein Hämatom?

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Definition Schnittverletzungen?

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Bauchseite, am Bauch gelegen

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Orientierungsaufnahme

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Alternative Digitalisierung des Tatortes

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ungeklärte Todesart

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Vorbereitung des Schädels für die Rekonstruktion

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Explorative Fotografie

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Computerforensik 1

Vorraussetungen der Gesichtsrekonstruktion

  • Die wichtigste Voraussetzung ist ein weitgehend intakter
    Schädel, am besten mit vorhandenem Unterkiefer. Bestehen
    knöcherne Verletzungen beziehungsweise Zerstörungen, muss
    vor der Gesichts-rekonstruktion zunächst der Schädel
    rekonstruiert werden.
  • Es ist wichtig, aus den sterblichen Überresten viele
    Informationen über das Aussehen zu sammeln. Relevant sind
    Haarfarbe und -länge, gegebenenfalls Bartwuchs, Haut- und
    Augenfarbe, Körpergröße und -gewicht, Alter und Herkunft
  • Für das spätere Modell sind jedoch Hinweise auf
    Kleidung oder eine Kopfbedeckung nützlich. Am isolierten
    skelettierten Schädel sind allenfalls Aussagen zu Lebensalter
    und Geschlecht sowie zur Herkunft möglich.
  • An bestimmten anatomischen Punkten („landmarks“) des
    Schädels befinden sich definierbare Weichteildicken. Früher
    wurden diese Werte mit Nadeln an Leichen gemessen, später mit
    Ultraschall, MRT oder CT (bildgebend).
  • Die Verfahren eröffneten die Möglichkeit Messungen an
    lebenden Menschen durchzuführen. Jedoch zeigten sich
    Unterschiede in Abhängigkeit von der Körperposition (aufrechte
    oder sitzender Position) des Probanden.
  • Eine wichtige Einflussgröße ist neben dem Geschlecht
    das Lebensalter. Mit steigendem Alter verlieren die
    Gesichtsweich-teile an Festigkeit. Der größte individuelle Einfluss
    für die Weichteil-dicke geht jedoch vom individuellen
    Ernährungszustand aus.

Computerforensik 1

Faktensammlung und Recherche


was gehört zu: Auffindesituation, Ermittlungsergebnissen, Bekleidungsstücken
oder Gegenständen

Fotografien: tote Person muss im Kopfbereich von allen Seiten
fotografiert werden
 Aufnahmen zeigen meist Reste von Weichteilen, Haaren, Ohren-
oder Nasenformen
, später am Schädel nicht mehr erkennbar
 

Asservatenliste (Bekleidung oder Gegenstände): liefern Hinweise
zu den Lebensumständen
der Person
 wenn z.B. eine Person sich viel im Freien aufhält, zeichnet man bei
der Rekonstruktion eine mehr ,,wettergegerbte“ und gebräunte Haut
 Bekleidungsteile geben Auskunft über die Konfektionsgröße der
Person und lassen Rückschlüsse auf die Weichteildicken zu


Computerforensik 1

Todesarten

 Natürlich
 Nicht natürlich
 Ungeklärt
 (Tod im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen)
 medizinische Diagnose von Krankheiten, Verletzungen oder Vergiftungen
 Kausalkette von unmittelbarer Todesursache und Grundleiden

Computerforensik 1

Totenflecken Zeiteinteilung

 Beginn am Hals nach ca. 15-20 min.
 Konfluierung nach ca. 1-2 h
 Volle Aubildung nach ca. 6-8 h
 Umlagerungen erfolgen zwischen 6 und 12 h
 Wegdrückbarkeit bis 36 h

Computerforensik 1

Was ist ein Hämatom?

Blutgefäßzerreißung durch Druck oder Zerrung –
Blutunterlaufungen der Haut

Computerforensik 1

Definition Schnittverletzungen?

längs verlaufende scharfe Gewebedurchtrennungen bei überwiegend parallel
oder tangential zur Körperoberfläche geführtem Werkzeug, so dass Wunde
breiter (länger) als tief ist

Computerforensik 1

Bauchseite, am Bauch gelegen

ventral

Computerforensik 1

Orientierungsaufnahme

 unmittelbar nach Eintreffen aus mehreren
Richtungen
 Lage des Tatortes zu seiner Umgebung,
markante Objekte zur Wiedererkennung
 ggf. erhöhter Standort, Luftbild
(Helikopter, Google Earth)

Computerforensik 1

Alternative Digitalisierung des Tatortes

 Fotogrammmetrie
 3D-Laserscanner
 Computergestützte Rekonstruktion

Computerforensik 1

ungeklärte Todesart

1. Es liegen keine Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod vor.
2. Trotz sorgfältiger Untersuchung und Einbeziehung der Vorgeschichte
haben sich keine Befunde ergeben, die einen Tod aus krankhafter
Ursache und völlig unabhängig von rechtlich bedeutsamen Faktoren
plausibel erklären.

Computerforensik 1

Vorbereitung des Schädels für die Rekonstruktion

Der Unterkiefer wird anatomisch
korrekt eingesetzt und mit kleinen
Federn am Schädel aufgehängt.
Danach wird der Schädel auf einer
Halterung befestigt.



Die Weichteilstärken werden geschnitten, mit den Nummern der
Messpunkte versehen und auf die entsprechenden Stellen des
Schädels geklebt.



Zum Schluss wird der Schädel in „Frankfurter Horizontale“

aus einem Abstand von
2,5 m fotografiert.

-

Fehler beim Einhalten der
„Frankfurter Horizontalen“,
Verzerrungen in den
Gesichtsproportionen

-

Computerforensik 1

Explorative Fotografie

über Grenzen menschlicher Wahrnehmung hinaus

(erforschend) 


  • Untersuchungsmethode

         (z.B. Infrarot-/UV-Fotografie)

  • Spurensuchmittel

         (z.B. thermographische Aufnahmen)

  • Spurenaufbereitung

         (Fotogramme, z.B. für Daktyloskopie)

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