Nachhaltiges Bauen at Hochschule Für Wirtschaft Und Umwelt Nürtingen-Geislingen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Nachhaltiges Bauen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Nachhaltiges Bauen Kurs an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zu.

TESTE DEIN WISSEN
Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit
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TESTE DEIN WISSEN
Nutzerbezogene Qualitätsziele → Herausforderung, da Ergebnis unterschiedlich wahrgenommen wird

  • dienen der Optimierung der Aufenthaltsqualität und Leistungsfähigkeit der Nutzer
  • berücksichtigen gesundheits- und komfortrelevante Belange

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TESTE DEIN WISSEN
Funktionalität
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TESTE DEIN WISSEN
→Eigenschaft eines Gebäudes, bestimmte Funktionen in Abhängigkeit von Nutzungs- anforderungen zu erfüllen
  • funktional ist Gebäude, wenn z.B. Gesamtentwurfskonzept, Funktions- und Raumzuordnungen,
    Detail- und Innenraumgestaltung, infrastrukturelle Zugänglichkeit sowie Ver- und Entsorgung optimal aufeinander und mit Nutzungsanforderungen abgestimmt sind
  • barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Gebäuden ist Voraussetzung und eines der wichtigsten funktionalen Aspekten für Teilhabe an gesellschaftlichen und beruflichen Aktivitäten
  • barrierefrei sind Gebäude und Anlagen, „wenn sie für alle Menschen, mit oder ohne Behinderung, in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich
    ohne Hilfe zugänglich und nutzbar sind“
  • Barrierefreiheit ist für öffentlich genutzten Bereiche zu gewährleisten und sollte auch für
    Arbeitsplatz sichergestellt werden
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TESTE DEIN WISSEN
Lebenszyklusphasen
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TESTE DEIN WISSEN
 1. Neubauphase
Beginn: Absicht, ein Gebäude zu errichten,
Ende: Inbetriebnahme des Bauwerks nach erfolgter Abnahme

2. Nutzungsphase
beinhaltet: Nutzung, Betrieb und Unterhalt
Beginn: Inbetriebnahme des Bauwerks nach erfolgter Abnahme Ende: Absicht, eine Erneuerung durchzuführen

3. Erneuerungsphase
beinhaltet: Teil- und Gesamterneuerung, Umbau mehrere Erneuerungsphasen sind möglich

4. Rückbau- und Entsorgungsphase
Beginn: Absicht, Nutzung eines Gebäudes zu beenden und es zurückzubauen Ende: Übergabe aller Baustoffe an Folgenutzungen (z.B. Weiterverwertung, Recycling, Deponie etc.)
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TESTE DEIN WISSEN
Gesundheit 
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TESTE DEIN WISSEN
  • primäres Kriterium: Sicherstellung einer hygienischen, unbedenklichen Innenraumluftqualität
  • Gerüche werden subjektiv wahrgenommen, deshalb kein verlässlicher Indikator für höhere
    Raumluftbelastungen
  • gezielte Auswahl emissionsarmer Bauprodukte → Ziel: hohe Raumluftqualität ohne
    gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • durch stichprobenartige Messungen im Anschluss an Baumaßnahmen lässt sich Erfolg der
    vorbeugenden Planung überprüfen
  • zur Sicherstellung einer möglichst niedrigen CO2-Konzentration ist bei der Planung auf ausreichenden Luftwechsel durch Frischluftzufuhr (natürlicher und mechanischer Belüftung) zu achten
  • da CO2-Gehalt / erforderliche Luftvolumenstrom von Raumgröße und Anzahl der anwesenden Personen abhängig ist, muss Art der Lüftung sorgsam geplant werden
  • Art der Lüftung sollte nicht rein nach Kosten- / Nutzenabwägung entschieden werden
  • in jedem Gebäude kann aufgrund nicht beseitigter / erkannter Feuchteschäden verstecktes oder sichtbares Schimmelwachstum vorherrschen
  • dadurch entsteht Gefahr des Vorhandenseins mikrobieller Verunreinigungen der Raumluft
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TESTE DEIN WISSEN
Wertsabilität
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TESTE DEIN WISSEN
→Aufrechterhaltung / Schutz des (ökonomischen) Immobilienwertes im Immobilienlebenszyklus

  •  kann über zeitliche Entwicklung des Immobilienmarktwertes gemessen / beurteilt werden
  • ökonomischen Immobilienwertes → Verkehrs- / Marktwert

§ 194 BauGB Verkehrs- / Marktwert: „Der Verkehrswert (Marktwert) wird durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstandes der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.”
wertstabil→Marktwert der Immobilie nimmt im Zeitablauf nicht ab, sondern bleibt konstant / steigt
  • nach ImmoWertV gibt es drei Verfahren zur Ermittlung von Verkehrs- / Marktwerten von Immobilien (Vergleichswert-, Sachwert- und Ertragswertverfahren)
  • welches Wertermittlungsverfahren zum Einsatz kommt, hängt vom Zweck der Bewertung, der zu bewertenden Immobilienart und den Gepflogenheiten des jeweiligen Grundstücksmarktes ab
  • Wert eines bebauten Grundstücks wird von vielen Faktoren beeinflusst, die sich in standort-, markt- und gebäudebezogene Faktoren einteilen lassen

standort- und marktbezogenen Faktoren (exogene Faktoren)
z.B. baurechtliche Aspekte, Nahversorgungssituation, Immissionslage, Verkehrsanbindung, Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftslage
  • Faktoren sind nicht konstant, sondern unterliegen Änderungen im Zeitablauf → Markt- und
Standortänderungsrisiko → Wertänderungsrisiko
  • um Markt- und Standortrisiken zu minimieren, werden im Vorfeld Analysen durchgeführt
  • in Nutzungsphase einer Immobilie tendiert der Grad möglicher Einflussnahmen auf exogene
Faktoren gegen Null
  •  Möglichkeiten einer Risikominimierung / Schaffung der Voraussetzungen für hohe Wertstabilität
müssen in Planungsphase über gebäudebezogene Merkmale sichergestellt werden

gebäudebezogenen (wertbeeinflussenden) Faktoren
z.B. Flächeneffizienz, Anpassungsfähigkeit (Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit), Widerstandsfähigkeit, Dauerhaftigkeit, energetische Eigenschaften
  • haben unmittelbaren Einfluss auf den Wert, Wertentwicklung und Wertstabilität
  • können nicht losgelöst von standort- und marktbezogenen Faktoren betrachtet werden
  • im Idealfall ist Immobilie in der Lage, durch ihre Merkmale auf bestimmte Markt- und Standort- gegebenheiten zu reagieren und sich an Veränderungen exogener Faktoren anzupassen bzw. mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch anpassen zu lassen
  • erst hierdurch werden Voraussetzungen für Maximum an Wertstabilität geschaffen
  • Flächeneffizienz → Steigerung der effizienten Nutzung bereits versiegelter Flächen ist neben prinzipieller Reduzierung der Inanspruchnahme neuer Flächen ein Ziel der nationalen Nachhaltigkeits-strategie der Bundesregierung
  • Anpassungsfähigkeit → beeinflusst Gesamtnutzungsdauer, gebäudebezogenen Kosten im Lebenszyklus und die damit zusammenhängenden Stoffströme
  

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TESTE DEIN WISSEN
Was bedeutet oder ist Ökobilanz und für was wird es verwendet?
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TESTE DEIN WISSEN
Instrument zur quantitativen Berechnung der Umweltwirkungen eines Systems
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TESTE DEIN WISSEN
Baustoffliche Ressourcen
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TESTE DEIN WISSEN
  • Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten, Baukonstruktionen und Gebäuden
  • Einsatz wiederverwendbarer oder verwertbarer Bauprodukte / Baustoffe
  • gefahrlose Rückführung der Stoffe in technischen oder natürlichen Stoffkreislauf (wenn möglich)
  • Senkung des Ressourcenbedarfs bei Erstellung und Betrieb von Gebäuden
  • Einsatz nachhaltig erzeugter nachwachsender Rohstoffe (auch unter dem Aspekt der Erhaltung der biologischen Vielfalt)
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TESTE DEIN WISSEN
Die 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit
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TESTE DEIN WISSEN
Ökologie, Ökonomie und Soziokultur
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TESTE DEIN WISSEN
Was bedeutet Integrale Planung 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
ganzheitliche Planung 
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TESTE DEIN WISSEN
Schutz des Ökosystems 
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TESTE DEIN WISSEN
  • Auswirkungen auf biologische Vielfalt werden betrachtet
  • man muss zwischen Wirkungen auf globale und lokale Umwelt unterscheiden
  • Wirkungen auf globale Umwelt werden beschreiben und anhand Wirkungspotenziale bewertet
  • dies betrifft Herstellungs- und Nutzungsphase
  • bedrohter Lebensraum Wald repräsentiert wesentliches global wirkendes Ökosystem, welches
    aufgrund seiner biologischen Vielfalt hohes Schutzgut darstellt
  • durch Sicherstellung nachhaltiger Forstwirtschaft können biologisch vielfältige Lebensräume
    geschützt und dauerhaft genutzt werden → nachhaltige Materialgewinnung / Biodiversität
  • Wirkungen auf globale Umwelt → Treibhauseffekt, Ozonschichtabbau in der Stratosphäre, bodennahen
    Ozonbildung, Versauerung und Überdüngung
  • Risiken für lokale Umwelt können durch Schadstofffreisetzungen aus Bauprodukten entstehen
  • sie gelangen während Verarbeitung auf Baustelle oder im Gebäudebetrieb in Wasser, Boden
    und Luft
  • verursachen gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Anreicherung in Nahrungsketten und
    Verunreinigung der Innenraumluft
  • man muss auf Verwendung von Bauprodukten mit geringen Risiken während Planungs- und
    Erstellungsphase achten und eingebauten Materialien überprüfen
  • erfolgreiche Verwendung emissionsarmer Bauprodukte wird nach Fertigstellung des Gebäudes
    durch Innenraumluftmessung überprüft
  • potenziellen Schadstoffen → gefährliche / besorgniserregende Stoffe, Schwermetalle, flüchtige
    organische Verbindungen, halogenierte Kälte- und Treibmittel und Biozide
  • Mikroklima: Auswirkungen von gebäudeabhängigen Wärmeinseleffekten urbaner Strukturen im Vergleich
    zum Umland, z.B. in Stuttgart keine Hochhäuser, damit Mikroklima nicht verschlechtert wird
  • Ökotoxizität: Bestimmung der Ökotoxizität im Rahmen der lokalen Ökobilanzierung und deren
    Berücksichtigung im BNB
  • Rückbau: Freisetzung von gebunden Schadstoffen durch Rückbau von Gebäuden
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TESTE DEIN WISSEN
Wirtschaftlichkeit
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TESTE DEIN WISSEN
→ökonomische Vorteilhaftigkeit eines (Investitions-)Vorhabens wird beschrieben 
→Verhältnis eingesetzter Mittel zu erreichtem Ergebnis wird beurteilt
  • Ziel: effizienter Mitteleinsatz im Sinne einer dauerhaft hohen Ressourcenproduktivität sicherzustellen
  • Art des Vorhabens und Sichtweise der Beteiligten spielen bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eine zentrale Rolle
  • z.B. wird Immobilie energetisch saniert, entstehen Investitionskosten und laufende Einsparungen → diese können bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtung miteinander in Bezug gesetzt werden
  • bei Selbstnutzung ist Amortisation der Maßnahme aufgrund verringerter Betriebskosten
    entscheidend
  • bei Vermietung liegt Fokus auf Erhöhung der Kaltmiete und damit auf Kapitalrentabilität
  • es wird zwischen statischen und dynamischen Verfahren unterschieden
  • dynamische Verfahren: berücksichtigen Entwicklung der Zahlungsströme im Zeitablauf
  • Kapitalwertmethode hat zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Immobilie die meiste
    Verbreitung in der Praxis gefunden
  • statische Verfahren: zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Immobilieninvestitionen grundsätzlich
    nicht geeignet, erst recht bei lebenszyklusorientierten Betrachtungen
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TESTE DEIN WISSEN
Ökobilanzierung (Ökobilanz – LCA Life Cycle Assessment)
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TESTE DEIN WISSEN
  • Berechnung von globalen und lokalen Umweltwirkungen sowie Abbildung der in Anspruch genommenen Ressourcen
  • genormtes Verfahren → Vergleichbarkeit ist sichergestellt
  • Betrachtungseinheiten (funktionelle Einheit) sind entweder auf Bauteilebene oder Bauwerksebene
    zu wählen
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  • 36507 Karteikarten
  • 1025 Studierende
  • 8 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Nachhaltiges Bauen Kurs an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit
A:
Nutzerbezogene Qualitätsziele → Herausforderung, da Ergebnis unterschiedlich wahrgenommen wird

  • dienen der Optimierung der Aufenthaltsqualität und Leistungsfähigkeit der Nutzer
  • berücksichtigen gesundheits- und komfortrelevante Belange

Q:
Funktionalität
A:
→Eigenschaft eines Gebäudes, bestimmte Funktionen in Abhängigkeit von Nutzungs- anforderungen zu erfüllen
  • funktional ist Gebäude, wenn z.B. Gesamtentwurfskonzept, Funktions- und Raumzuordnungen,
    Detail- und Innenraumgestaltung, infrastrukturelle Zugänglichkeit sowie Ver- und Entsorgung optimal aufeinander und mit Nutzungsanforderungen abgestimmt sind
  • barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Gebäuden ist Voraussetzung und eines der wichtigsten funktionalen Aspekten für Teilhabe an gesellschaftlichen und beruflichen Aktivitäten
  • barrierefrei sind Gebäude und Anlagen, „wenn sie für alle Menschen, mit oder ohne Behinderung, in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich
    ohne Hilfe zugänglich und nutzbar sind“
  • Barrierefreiheit ist für öffentlich genutzten Bereiche zu gewährleisten und sollte auch für
    Arbeitsplatz sichergestellt werden
Q:
Lebenszyklusphasen
A:
 1. Neubauphase
Beginn: Absicht, ein Gebäude zu errichten,
Ende: Inbetriebnahme des Bauwerks nach erfolgter Abnahme

2. Nutzungsphase
beinhaltet: Nutzung, Betrieb und Unterhalt
Beginn: Inbetriebnahme des Bauwerks nach erfolgter Abnahme Ende: Absicht, eine Erneuerung durchzuführen

3. Erneuerungsphase
beinhaltet: Teil- und Gesamterneuerung, Umbau mehrere Erneuerungsphasen sind möglich

4. Rückbau- und Entsorgungsphase
Beginn: Absicht, Nutzung eines Gebäudes zu beenden und es zurückzubauen Ende: Übergabe aller Baustoffe an Folgenutzungen (z.B. Weiterverwertung, Recycling, Deponie etc.)
Q:
Gesundheit 
A:
  • primäres Kriterium: Sicherstellung einer hygienischen, unbedenklichen Innenraumluftqualität
  • Gerüche werden subjektiv wahrgenommen, deshalb kein verlässlicher Indikator für höhere
    Raumluftbelastungen
  • gezielte Auswahl emissionsarmer Bauprodukte → Ziel: hohe Raumluftqualität ohne
    gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • durch stichprobenartige Messungen im Anschluss an Baumaßnahmen lässt sich Erfolg der
    vorbeugenden Planung überprüfen
  • zur Sicherstellung einer möglichst niedrigen CO2-Konzentration ist bei der Planung auf ausreichenden Luftwechsel durch Frischluftzufuhr (natürlicher und mechanischer Belüftung) zu achten
  • da CO2-Gehalt / erforderliche Luftvolumenstrom von Raumgröße und Anzahl der anwesenden Personen abhängig ist, muss Art der Lüftung sorgsam geplant werden
  • Art der Lüftung sollte nicht rein nach Kosten- / Nutzenabwägung entschieden werden
  • in jedem Gebäude kann aufgrund nicht beseitigter / erkannter Feuchteschäden verstecktes oder sichtbares Schimmelwachstum vorherrschen
  • dadurch entsteht Gefahr des Vorhandenseins mikrobieller Verunreinigungen der Raumluft
Q:
Wertsabilität
A:
→Aufrechterhaltung / Schutz des (ökonomischen) Immobilienwertes im Immobilienlebenszyklus

  •  kann über zeitliche Entwicklung des Immobilienmarktwertes gemessen / beurteilt werden
  • ökonomischen Immobilienwertes → Verkehrs- / Marktwert

§ 194 BauGB Verkehrs- / Marktwert: „Der Verkehrswert (Marktwert) wird durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstandes der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.”
wertstabil→Marktwert der Immobilie nimmt im Zeitablauf nicht ab, sondern bleibt konstant / steigt
  • nach ImmoWertV gibt es drei Verfahren zur Ermittlung von Verkehrs- / Marktwerten von Immobilien (Vergleichswert-, Sachwert- und Ertragswertverfahren)
  • welches Wertermittlungsverfahren zum Einsatz kommt, hängt vom Zweck der Bewertung, der zu bewertenden Immobilienart und den Gepflogenheiten des jeweiligen Grundstücksmarktes ab
  • Wert eines bebauten Grundstücks wird von vielen Faktoren beeinflusst, die sich in standort-, markt- und gebäudebezogene Faktoren einteilen lassen

standort- und marktbezogenen Faktoren (exogene Faktoren)
z.B. baurechtliche Aspekte, Nahversorgungssituation, Immissionslage, Verkehrsanbindung, Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftslage
  • Faktoren sind nicht konstant, sondern unterliegen Änderungen im Zeitablauf → Markt- und
Standortänderungsrisiko → Wertänderungsrisiko
  • um Markt- und Standortrisiken zu minimieren, werden im Vorfeld Analysen durchgeführt
  • in Nutzungsphase einer Immobilie tendiert der Grad möglicher Einflussnahmen auf exogene
Faktoren gegen Null
  •  Möglichkeiten einer Risikominimierung / Schaffung der Voraussetzungen für hohe Wertstabilität
müssen in Planungsphase über gebäudebezogene Merkmale sichergestellt werden

gebäudebezogenen (wertbeeinflussenden) Faktoren
z.B. Flächeneffizienz, Anpassungsfähigkeit (Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit), Widerstandsfähigkeit, Dauerhaftigkeit, energetische Eigenschaften
  • haben unmittelbaren Einfluss auf den Wert, Wertentwicklung und Wertstabilität
  • können nicht losgelöst von standort- und marktbezogenen Faktoren betrachtet werden
  • im Idealfall ist Immobilie in der Lage, durch ihre Merkmale auf bestimmte Markt- und Standort- gegebenheiten zu reagieren und sich an Veränderungen exogener Faktoren anzupassen bzw. mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch anpassen zu lassen
  • erst hierdurch werden Voraussetzungen für Maximum an Wertstabilität geschaffen
  • Flächeneffizienz → Steigerung der effizienten Nutzung bereits versiegelter Flächen ist neben prinzipieller Reduzierung der Inanspruchnahme neuer Flächen ein Ziel der nationalen Nachhaltigkeits-strategie der Bundesregierung
  • Anpassungsfähigkeit → beeinflusst Gesamtnutzungsdauer, gebäudebezogenen Kosten im Lebenszyklus und die damit zusammenhängenden Stoffströme
  

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Q:
Was bedeutet oder ist Ökobilanz und für was wird es verwendet?
A:
Instrument zur quantitativen Berechnung der Umweltwirkungen eines Systems
Q:
Baustoffliche Ressourcen
A:
  • Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten, Baukonstruktionen und Gebäuden
  • Einsatz wiederverwendbarer oder verwertbarer Bauprodukte / Baustoffe
  • gefahrlose Rückführung der Stoffe in technischen oder natürlichen Stoffkreislauf (wenn möglich)
  • Senkung des Ressourcenbedarfs bei Erstellung und Betrieb von Gebäuden
  • Einsatz nachhaltig erzeugter nachwachsender Rohstoffe (auch unter dem Aspekt der Erhaltung der biologischen Vielfalt)
Q:
Die 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit
A:
Ökologie, Ökonomie und Soziokultur
Q:
Was bedeutet Integrale Planung 
A:
ganzheitliche Planung 
Q:
Schutz des Ökosystems 
A:
  • Auswirkungen auf biologische Vielfalt werden betrachtet
  • man muss zwischen Wirkungen auf globale und lokale Umwelt unterscheiden
  • Wirkungen auf globale Umwelt werden beschreiben und anhand Wirkungspotenziale bewertet
  • dies betrifft Herstellungs- und Nutzungsphase
  • bedrohter Lebensraum Wald repräsentiert wesentliches global wirkendes Ökosystem, welches
    aufgrund seiner biologischen Vielfalt hohes Schutzgut darstellt
  • durch Sicherstellung nachhaltiger Forstwirtschaft können biologisch vielfältige Lebensräume
    geschützt und dauerhaft genutzt werden → nachhaltige Materialgewinnung / Biodiversität
  • Wirkungen auf globale Umwelt → Treibhauseffekt, Ozonschichtabbau in der Stratosphäre, bodennahen
    Ozonbildung, Versauerung und Überdüngung
  • Risiken für lokale Umwelt können durch Schadstofffreisetzungen aus Bauprodukten entstehen
  • sie gelangen während Verarbeitung auf Baustelle oder im Gebäudebetrieb in Wasser, Boden
    und Luft
  • verursachen gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Anreicherung in Nahrungsketten und
    Verunreinigung der Innenraumluft
  • man muss auf Verwendung von Bauprodukten mit geringen Risiken während Planungs- und
    Erstellungsphase achten und eingebauten Materialien überprüfen
  • erfolgreiche Verwendung emissionsarmer Bauprodukte wird nach Fertigstellung des Gebäudes
    durch Innenraumluftmessung überprüft
  • potenziellen Schadstoffen → gefährliche / besorgniserregende Stoffe, Schwermetalle, flüchtige
    organische Verbindungen, halogenierte Kälte- und Treibmittel und Biozide
  • Mikroklima: Auswirkungen von gebäudeabhängigen Wärmeinseleffekten urbaner Strukturen im Vergleich
    zum Umland, z.B. in Stuttgart keine Hochhäuser, damit Mikroklima nicht verschlechtert wird
  • Ökotoxizität: Bestimmung der Ökotoxizität im Rahmen der lokalen Ökobilanzierung und deren
    Berücksichtigung im BNB
  • Rückbau: Freisetzung von gebunden Schadstoffen durch Rückbau von Gebäuden
Q:
Wirtschaftlichkeit
A:
→ökonomische Vorteilhaftigkeit eines (Investitions-)Vorhabens wird beschrieben 
→Verhältnis eingesetzter Mittel zu erreichtem Ergebnis wird beurteilt
  • Ziel: effizienter Mitteleinsatz im Sinne einer dauerhaft hohen Ressourcenproduktivität sicherzustellen
  • Art des Vorhabens und Sichtweise der Beteiligten spielen bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eine zentrale Rolle
  • z.B. wird Immobilie energetisch saniert, entstehen Investitionskosten und laufende Einsparungen → diese können bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtung miteinander in Bezug gesetzt werden
  • bei Selbstnutzung ist Amortisation der Maßnahme aufgrund verringerter Betriebskosten
    entscheidend
  • bei Vermietung liegt Fokus auf Erhöhung der Kaltmiete und damit auf Kapitalrentabilität
  • es wird zwischen statischen und dynamischen Verfahren unterschieden
  • dynamische Verfahren: berücksichtigen Entwicklung der Zahlungsströme im Zeitablauf
  • Kapitalwertmethode hat zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Immobilie die meiste
    Verbreitung in der Praxis gefunden
  • statische Verfahren: zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Immobilieninvestitionen grundsätzlich
    nicht geeignet, erst recht bei lebenszyklusorientierten Betrachtungen
Q:
Ökobilanzierung (Ökobilanz – LCA Life Cycle Assessment)
A:
  • Berechnung von globalen und lokalen Umweltwirkungen sowie Abbildung der in Anspruch genommenen Ressourcen
  • genormtes Verfahren → Vergleichbarkeit ist sichergestellt
  • Betrachtungseinheiten (funktionelle Einheit) sind entweder auf Bauteilebene oder Bauwerksebene
    zu wählen
Nachhaltiges Bauen

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