Psychologie at Hochschule Für Polizei Und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Psychologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW)

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Psychologie Kurs an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) zu.

TESTE DEIN WISSEN

Wie lässt sich Armut messen?

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TESTE DEIN WISSEN

Relative Armut gemessen anhand Laeken-Indikator: < 60% des mittleren Netto- Äquivalenzeinkommens (Median)

  • Listung aller Haushaltseinkommen: Median rd. 3000 Euro brutto/Monat ≠ x 4.337 Euro brutto/Monat) 
  • Gewichtung der Haushaltsgröße (Median- Äquivalenzeinkommen, 1 für 1. Erw., 0,5 für 2. Erw. und 0,3 für Kinder < 14 Jahre) 
  • Armutsschwelle 2016: 12 765 Euro/ Jahr für Alleinstehende und 26 807 Euro/Jahr für 2 Erwachsene und 2 Kinder < 14 Jahre


Die empirische Armutsforschung hat gezeigt, dass:

  • Abstiege aus dem instabilen Wohlstand in verfestigte Armut im letzten Jahrzehnt kaum zugenommen haben
  • Abstiege aus der Zone der Prekarität in die verfestigte Armut mit einem längerem Verbleib dort haben dagegen zugenommen.
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TESTE DEIN WISSEN

Wie gut können wir Lügen erkennen?

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TESTE DEIN WISSEN

Insgesamt nicht sehr gut.


Es gibt Verbale (sprachliche Ausgestaltung der Aussage) & Nonverbale (Mikroexpressionen, Anzeichen geistiger Anstrengung, abgebrochene Emotionen..) Indizien, die auf Lügen hinweisen, aber letztendlich

  •  sind die Unterschiede zwischen einer Lüge und der Wahrheit klein
  • die Indizien können mehrdeutig sein
  • meisten Menschen orientieren sich an der Eindeutigkeit, Klarheit & Kompetenz der Aussage und scheitern deshalb wenn eine vertrauenserweckende Person lügt oder eine unglaubwürdige Person die Wahrheit sagt 


Es gibt zwar Lügenforscher wie Paul Eckmann, der das Facial Action System entwickelt hat um Mikroexpressionen aufzudecken und damit Lügen zu erkennen, aber seine Erfolgsquote liegt damit auch nur knapp über Zufallstreffern und die Empirie fehlt hierbei auch

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Erscheinungsformen von informalen Beziehungen kennen Sie?

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TESTE DEIN WISSEN

Erscheinungsformen: 

  • Informale Gruppen
    • Entstehen spontan & nicht sofort identifizierbar (nicht in Organigramm) -> basieren nicht auf Effizienzüberlegungen, sondern auf individuellen Bedürfnisse der Mitglieder nach sozialen Kontakten, Nähe, Sicherheit, Anerkennung, Sympathie, Prestige etc.
    • Organisationsmitglieder können mehreren Gruppen angehören
  • Informale Führer 
    • innerhalb formaler Gruppen können sich bestimmte Rollen herausbilden, wie der informale Führer -> Autorität beruht auf zugeschriebenen Personenmerkmalen (auf Persönlichkeit oder fachlichen Kompetenz), nicht auf formalen Positionsmacht
  • Informale Normen 
    • Verhaltenserwartungen der Mitglieder einer informalen Gruppe aufgrund ihrer Werte und Einstellungen -> Regulieren Verhalten untereinander & gegenüber gruppenexternen Personen
    • Verhaltenserwartungen kann Leistungsverhalten betreffen - dass Leistungsmaß nicht über- oder unterschritten wird - oder Verhaltenserwartungen auf privates Verhalten - gemeinsames Mittagessen --> Abweichungen sanktioniert durch Ausgrenzung etc.
  • Informale Kommunikation 
    • Austausch von Info jenseits formaler Dienstwege und offizieller Kommunikationskanäle („Flurfunk“) - kann dienstliche Information als auch nicht-dienstliche Info sein 
    • Voraussetzung: persönliche Beziehungen und/oder gleichlaufende Interessen -
    • Informationen werden hohe Aktualität und Gültigkeit zugesprochen -> auch Mittel zur Durchsetzung von Interessen sein, z.B. Gerüchte über Konkurrenten für Beförderung  
  • Sozialer Status
    • Statussystem, von allgemeinen gesellschaftlichen Werten und organisationsspezifischen Faktoren geprägt - nicht nur von formalen Kriterien, wie hierarchischem Rang oder Einkommen, sondern auch von informalen Größen, wie Alter, Ausbildung, sozialer Herkunft oder persönlichen Beziehungen, beeinflusst
    • Status ist häufig entscheidender Faktor bei der Positionierung Gruppenmitglieds in informalen Gruppe  




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Wie lassen sich informale Organisationsaspekte erfassen?

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TESTE DEIN WISSEN

Schlechte Erfassbarkeit: mit sozialwiss. Methoden wie 

  • Beobachtung, Gruppendiskussion, Fragebogenstudie, qualitative Interviews wird versucht, informale Beziehungen abzubilden


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Was sind Algorithmen und Heuristiken?

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TESTE DEIN WISSEN

Hilfsmittel zur Problemlösung 

  • Algorithmus: 
    • Alle Möglichkeiten werden systematisch ausprobiert 
    • Logische Regel oder Vorgehensweise 
    • Bsp.: Wort „Psychologie“ -> SPLOYOCHEIG- > 39.916.800 Möglichkeiten 
  • Heuristik: 
    • Schlüsse ziehen aus Bekannten & Erfahrung
    • Einfache Denkstrategie für effizientere Urteile und Problemlösungen 
    • Schneller, aber fehleranfälliger als Algorithmus 
    • Bsp.: Wort „ Psychologie“ -> SPLOYOCHEIG 
    • Erkennen von Zusammenhängen wie "CH" 
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TESTE DEIN WISSEN

Wie kann der Ansatz der Operanten Konditionierung für das Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung genutzt werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Positive Verstärkung: Lob, leistungsbezogene Bezahlung, Einmalzahlung,   

Negative Verstärkung: Weniger Kundengespräche bei guter Leistung

Positive Bestrafung: Abmahnung, Disziplinarverfahren 

Negative Bestrafung: leistungsbezogene Bezahlung (Verringerung bei schlechter Arbeit), Ausschluss aus Teambuildungveranstaltungen

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter sozialer Rolle und sozialem Status? Inwiefern sind Menschen den Rollenerwartungen ausgesetzt?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Soziale Rolle = Summe der Erwartungen der verschiedenen Gruppen und Personen, die Menschen in einer bestimmten Position beeinflussen. Jedes Gesellschaftsmitglied hat mehrere Rollen inne, hat damit einen Rollensatz zu bewältigen. 


Sozialer Status = Set an Rechten und Pflichten - aus den Rollen hat Mensch gewisse Position in Gesellschaft die mit Rechten und Pflichten einhergeht 


Erwartungen an Verhalten des Rolleninhabers können explizit (z.B. direkte Anweisung) oder implizit (erlernte situationsspezifische Gebote) sein. Erwartungen sind nicht immer dem Rolleninhaber bekannt und nicht immer hat er die notwendigen Fähigkeiten um die Erwartungen zu erfüllen 

  • Bei Nichterfüllen verfügt Gesellschaft über ein Sanktionssystemum Rollenerwartungen zu entsprechen. 
    • Positive Sanktionen: Anreize, wie Bonus, Lob, Ehre, Ruhm, ... 
    • Negative Sanktionen: Strafen, wie Abmahnung, Kündigung, Tadel, Strafzahlungen ...  


Rollen können zugeschriebenen sein (Nationalität, Geschlecht, ...) oder erworben (an Leistungen geknüpft, Erwerb bestimmter Berufs-/Statusrollen)

Jede weitere Position verringert zukünftige Möglichkeiten des Einzelnen, reduziert durch Korsett an Erwartungen 


Es kann zu Rollenkonflikten kommen: 

  • Allgemeiner Rollenkonflikt: Es stehen „absolute“ Rollenerwartungen und die antizipierte Bestrafung bei Nicht-Erfüllen der Erwartungen in einem Konflikt. 
  • Intrarollenkonflikt: Gegensätzliche Interessen verschiedener Bezugsgruppen einer Rolle führen zu einem Konflikt. 
  • Interrollenkonflikt: Erwartungen, die aus verschiedenen sozialen Rollen einer Person resultieren, stehen in Widerspruch zueinander. 
  • Rolle-Selbst-Konflikt: Widerspruch zwischen eigenen Werten / Bedürfnissen und Rollenerwartungen 


Lösung von Rollenkonflikten von empfundenen Druck abhängig: 

  • der Rolle genügen, deren Nichterfüllung die höchsten Kosten verursachen würde 
  • oder Rolle verlassen 
  • oder sich so gut es geht mit der Rolle arrangieren...
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Was sind die Funktionen von Emotionen?

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Adaptive Funktion 

  • An Anforderungen der Umwelt anzupassen -> erste, automatisierte Einschätzung, ob in einer Situation möglicherweise Gefahren drohen 
  • Evolutionäre Nutzen der Furchtreaktion -> verbundene körperliche Veränderungen bereiten den Organismus auf Flucht oder Kampf vor
  • Emotionen wie Freude oder Ekel tragen dazu bei, Umweltreize als positiv oder negativ zu kategorisieren -> Zuwendung bzw. Abwendung (Sokolowski, 2008)


Selbstwahrnehmungsfunktion 

  • Erschließen von eigenen Motiven, Vorlieben und Abneigungen 


Kommunikative Funktion 

  • Zwischenmenschliche Kommunikation ohne Ausdruck und Wahrnehmung von Emotionen kaum vorstellbar -> Mimik, Gestik, Körperhaltung und Sprachmelodie


Warum sind Emotionen sinnvoll? 

  • Ermöglichen die bedürfnis- und situationsgerechte Auswahl von Verhaltensweisen -> Handlungssteuerung:
    • Positive Emotionen -> Annäherung 
    • Negative Emotionen -> Vermeidung
    • Überraschung:  Orientieren 
    • Erwartung / Hoffnung / Freude: Explorieren
    • Wut: Kämpfen 
    • Trauer: Hilfesuchen 
    • Angst: Fliehen 
    • Ekel: Erbrechen  
  • Regulieren Intensität und Ausdauer verschiedener Verhaltensweisen
  • Bewirken Lernen von Verhaltensweisen
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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie zwei Techniken des aktiven Zuhörens und erläutern Sie diese.


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TESTE DEIN WISSEN

Aktives Zuhören ist eine Kommunikationstechnik -> Werkzeug um Kommunikationsprozesse zu strukturieren, Kommunikationsstörungen vorzubeugen oder Konflikte zu lösen


Voraussetzungen: 

  • Ehrliches Interesse an der tatsächlichen Botschaft der sendenden Person 
  • Respekt und positive Haltung dem/der Sender*in gegenüber -> Interessiertes und verständnisvolles Zuhören
  • Nonverbale Aufmerksamkeitsreaktionen (Zuwenden, Blickkontakt, Nicken)
  • Kurze verbale Äußerungen („Ja“, „Aha“, „Mhm“)


Techniken:

  • Paraphrasieren
    • Das Gesagte wird mit eigenen Worten wiederholt bzw. zusammengefasst.
  • Verbalisieren
    • Die Gefühle des Gegenübers werden gespiegelt (z. B. „Ich habe den Eindruck, das hat Sie ziemlich geärgert.“)
  • Nachfragen
    • z. B. „Und nachdem Sie das gesagt hatten, herrschte Schweigen?“
  • Zusammenfassen
    • Das Gesagte wird mit wenigen Worten kurz zusammengefasst
  • Unklares klären
    • z. B. „Sie haben gesagt: Da war ich verwirrt. Inwiefern? Was genau hat sie verwirrt?“
  • Weiterführen 
    • z. B. „Und dann?“
  • Abwägen  
    • z. B. „Sie wollten lieber gar nicht kommen, als eine gezwungene Einladung anzunehmen?
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Was versteht man in der Psychologie unter Stereotype und Vorurteile?

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Umgangssprachlich werden „Stereotyp“ und „Vorurteil“ häufig synonym verwendet, tatsächlich ist der Begriff Vorurteil jedoch breiter

Was sind Stereotype? 

  • „Sozial geteilte Überzeugungen bzgl. der Attribute, Eigenschaften, Verhaltensweisen etc., hinsichtlich derer die Mitglieder eine Gruppe einander ähneln
  • Generalisierungen über eine Gruppe von Personen, wobei allen Mitgliedern dieser Gruppe die gleichen Merkmale zugewiesen werden“ 

--> Kognitive Repräsentationen einer Gruppe


Was sind Vorurteile? 

  • „Die positive oder negative Bewertung einer sozialen Gruppe und ihrer Mitglieder aufgrund der ihr zugeschriebenen Merkmale, assoziierter Affekte und verhaltensbezogener Informationen“  
  • Vorurteil = gelernte Einstellung gegenüber einem Zielobjekt - umfasst negative Gefühle (Furcht), negative Überzeugungen (Stereotypen) und Verhaltensabsicht (Objekte der Zielgruppe zu vermeiden, kontrollieren, dominieren oder auszulöschen)

--> Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen 



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Wie äußern sich Stereotype und Vorurteile und warum sind sie häufig so stabil?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Stabil durch: 

  • Frühe Lernerfahrungen bereits in der Kindheit: Das Ausbilden von Stereotypen erleichtert es Kindern, ihre (soziale) Umwelt zu verstehen
    • Kategorisierung in Eigen- vs. Fremdgruppe
  • bauen sich mit der Zeit auf 

  • Bestätigung der Vorurteilen

  • Menschliches Bedürfnis nach kognitiver Geschlossenheit (need for cognitive closure, NFC):
    • Wunsch nach Ordnung
    • Entschlossenheit 
    • Engstirnigkeit 
    • Vorliebe für Vorhersagbarkeit 
    • Abneigung gegen Zwiespältigkeit / Vorliebe für Eindeutigkeit
  • außerdem dienen sie der Orientierung 
    • Ökonomische / schnelle Entscheidungen 
    • Anpassung -> Vermeidung von Ingroup-Konflikten 
    • Selbstdefinition -> Stabilisierung des Selbstwerts


Kosten: 

  • Verzerrung der Wirklichkeit 
  • Wegfall von Individualität 
  • Wahrnehmungseinschränkung -> z. B. self-fulfilling prophecies
  • die Betroffenen die Vorurteile mit der Zeit glauben bzw. sich aneignen.    
  • Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen entwickelt (körperliche Angriffe, Schwierigkeiten bei Wohnungsfindung)

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TESTE DEIN WISSEN

Wie kann die Führungskraft die Motivation der Mitarbeiter fördern?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • immaterielle Belohnungen
    • Lob, Anerkennung, mehr Freiheiten für Kreativität, mehr Verantwortung
  • materielle Belohnungen 
    • Geld, Bonus, Prämien    
    • externe Anreize haben einen leistungssteigernden Effekt, wenn es sich um unbeliebte Tätigkeiten handelt, für die der Beschäftigte keine intrinsische Motivation empfindet, wobei diese beispielsweise durch Geld erreichte Motivation nicht von Dauer ist
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes und Aufgabengestaltung
  • Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern, fördert Motivation
    • Einhaltung der Pausenregelungen
    • ausgeglichene Arbeitszeiten 
    • faire Urlaubsregelung 
  • Aufgabenstellung, mit Raum zur Kreativität oder Mitarbeiter einbindet 


Grundsätzlich führt ein kooperativer Führungsstil zu motivierteren Mitarbeitern

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  • 76300 Karteikarten
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  • 74 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Psychologie Kurs an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wie lässt sich Armut messen?

A:

Relative Armut gemessen anhand Laeken-Indikator: < 60% des mittleren Netto- Äquivalenzeinkommens (Median)

  • Listung aller Haushaltseinkommen: Median rd. 3000 Euro brutto/Monat ≠ x 4.337 Euro brutto/Monat) 
  • Gewichtung der Haushaltsgröße (Median- Äquivalenzeinkommen, 1 für 1. Erw., 0,5 für 2. Erw. und 0,3 für Kinder < 14 Jahre) 
  • Armutsschwelle 2016: 12 765 Euro/ Jahr für Alleinstehende und 26 807 Euro/Jahr für 2 Erwachsene und 2 Kinder < 14 Jahre


Die empirische Armutsforschung hat gezeigt, dass:

  • Abstiege aus dem instabilen Wohlstand in verfestigte Armut im letzten Jahrzehnt kaum zugenommen haben
  • Abstiege aus der Zone der Prekarität in die verfestigte Armut mit einem längerem Verbleib dort haben dagegen zugenommen.
Q:

Wie gut können wir Lügen erkennen?

A:

Insgesamt nicht sehr gut.


Es gibt Verbale (sprachliche Ausgestaltung der Aussage) & Nonverbale (Mikroexpressionen, Anzeichen geistiger Anstrengung, abgebrochene Emotionen..) Indizien, die auf Lügen hinweisen, aber letztendlich

  •  sind die Unterschiede zwischen einer Lüge und der Wahrheit klein
  • die Indizien können mehrdeutig sein
  • meisten Menschen orientieren sich an der Eindeutigkeit, Klarheit & Kompetenz der Aussage und scheitern deshalb wenn eine vertrauenserweckende Person lügt oder eine unglaubwürdige Person die Wahrheit sagt 


Es gibt zwar Lügenforscher wie Paul Eckmann, der das Facial Action System entwickelt hat um Mikroexpressionen aufzudecken und damit Lügen zu erkennen, aber seine Erfolgsquote liegt damit auch nur knapp über Zufallstreffern und die Empirie fehlt hierbei auch

Q:

Welche Erscheinungsformen von informalen Beziehungen kennen Sie?

A:

Erscheinungsformen: 

  • Informale Gruppen
    • Entstehen spontan & nicht sofort identifizierbar (nicht in Organigramm) -> basieren nicht auf Effizienzüberlegungen, sondern auf individuellen Bedürfnisse der Mitglieder nach sozialen Kontakten, Nähe, Sicherheit, Anerkennung, Sympathie, Prestige etc.
    • Organisationsmitglieder können mehreren Gruppen angehören
  • Informale Führer 
    • innerhalb formaler Gruppen können sich bestimmte Rollen herausbilden, wie der informale Führer -> Autorität beruht auf zugeschriebenen Personenmerkmalen (auf Persönlichkeit oder fachlichen Kompetenz), nicht auf formalen Positionsmacht
  • Informale Normen 
    • Verhaltenserwartungen der Mitglieder einer informalen Gruppe aufgrund ihrer Werte und Einstellungen -> Regulieren Verhalten untereinander & gegenüber gruppenexternen Personen
    • Verhaltenserwartungen kann Leistungsverhalten betreffen - dass Leistungsmaß nicht über- oder unterschritten wird - oder Verhaltenserwartungen auf privates Verhalten - gemeinsames Mittagessen --> Abweichungen sanktioniert durch Ausgrenzung etc.
  • Informale Kommunikation 
    • Austausch von Info jenseits formaler Dienstwege und offizieller Kommunikationskanäle („Flurfunk“) - kann dienstliche Information als auch nicht-dienstliche Info sein 
    • Voraussetzung: persönliche Beziehungen und/oder gleichlaufende Interessen -
    • Informationen werden hohe Aktualität und Gültigkeit zugesprochen -> auch Mittel zur Durchsetzung von Interessen sein, z.B. Gerüchte über Konkurrenten für Beförderung  
  • Sozialer Status
    • Statussystem, von allgemeinen gesellschaftlichen Werten und organisationsspezifischen Faktoren geprägt - nicht nur von formalen Kriterien, wie hierarchischem Rang oder Einkommen, sondern auch von informalen Größen, wie Alter, Ausbildung, sozialer Herkunft oder persönlichen Beziehungen, beeinflusst
    • Status ist häufig entscheidender Faktor bei der Positionierung Gruppenmitglieds in informalen Gruppe  




Q:

Wie lassen sich informale Organisationsaspekte erfassen?

A:

Schlechte Erfassbarkeit: mit sozialwiss. Methoden wie 

  • Beobachtung, Gruppendiskussion, Fragebogenstudie, qualitative Interviews wird versucht, informale Beziehungen abzubilden


Q:

Was sind Algorithmen und Heuristiken?

A:

Hilfsmittel zur Problemlösung 

  • Algorithmus: 
    • Alle Möglichkeiten werden systematisch ausprobiert 
    • Logische Regel oder Vorgehensweise 
    • Bsp.: Wort „Psychologie“ -> SPLOYOCHEIG- > 39.916.800 Möglichkeiten 
  • Heuristik: 
    • Schlüsse ziehen aus Bekannten & Erfahrung
    • Einfache Denkstrategie für effizientere Urteile und Problemlösungen 
    • Schneller, aber fehleranfälliger als Algorithmus 
    • Bsp.: Wort „ Psychologie“ -> SPLOYOCHEIG 
    • Erkennen von Zusammenhängen wie "CH" 
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Q:

Wie kann der Ansatz der Operanten Konditionierung für das Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung genutzt werden?

A:

Positive Verstärkung: Lob, leistungsbezogene Bezahlung, Einmalzahlung,   

Negative Verstärkung: Weniger Kundengespräche bei guter Leistung

Positive Bestrafung: Abmahnung, Disziplinarverfahren 

Negative Bestrafung: leistungsbezogene Bezahlung (Verringerung bei schlechter Arbeit), Ausschluss aus Teambuildungveranstaltungen

Q:

Was versteht man unter sozialer Rolle und sozialem Status? Inwiefern sind Menschen den Rollenerwartungen ausgesetzt?

A:

Soziale Rolle = Summe der Erwartungen der verschiedenen Gruppen und Personen, die Menschen in einer bestimmten Position beeinflussen. Jedes Gesellschaftsmitglied hat mehrere Rollen inne, hat damit einen Rollensatz zu bewältigen. 


Sozialer Status = Set an Rechten und Pflichten - aus den Rollen hat Mensch gewisse Position in Gesellschaft die mit Rechten und Pflichten einhergeht 


Erwartungen an Verhalten des Rolleninhabers können explizit (z.B. direkte Anweisung) oder implizit (erlernte situationsspezifische Gebote) sein. Erwartungen sind nicht immer dem Rolleninhaber bekannt und nicht immer hat er die notwendigen Fähigkeiten um die Erwartungen zu erfüllen 

  • Bei Nichterfüllen verfügt Gesellschaft über ein Sanktionssystemum Rollenerwartungen zu entsprechen. 
    • Positive Sanktionen: Anreize, wie Bonus, Lob, Ehre, Ruhm, ... 
    • Negative Sanktionen: Strafen, wie Abmahnung, Kündigung, Tadel, Strafzahlungen ...  


Rollen können zugeschriebenen sein (Nationalität, Geschlecht, ...) oder erworben (an Leistungen geknüpft, Erwerb bestimmter Berufs-/Statusrollen)

Jede weitere Position verringert zukünftige Möglichkeiten des Einzelnen, reduziert durch Korsett an Erwartungen 


Es kann zu Rollenkonflikten kommen: 

  • Allgemeiner Rollenkonflikt: Es stehen „absolute“ Rollenerwartungen und die antizipierte Bestrafung bei Nicht-Erfüllen der Erwartungen in einem Konflikt. 
  • Intrarollenkonflikt: Gegensätzliche Interessen verschiedener Bezugsgruppen einer Rolle führen zu einem Konflikt. 
  • Interrollenkonflikt: Erwartungen, die aus verschiedenen sozialen Rollen einer Person resultieren, stehen in Widerspruch zueinander. 
  • Rolle-Selbst-Konflikt: Widerspruch zwischen eigenen Werten / Bedürfnissen und Rollenerwartungen 


Lösung von Rollenkonflikten von empfundenen Druck abhängig: 

  • der Rolle genügen, deren Nichterfüllung die höchsten Kosten verursachen würde 
  • oder Rolle verlassen 
  • oder sich so gut es geht mit der Rolle arrangieren...
Q:

Was sind die Funktionen von Emotionen?

A:

Adaptive Funktion 

  • An Anforderungen der Umwelt anzupassen -> erste, automatisierte Einschätzung, ob in einer Situation möglicherweise Gefahren drohen 
  • Evolutionäre Nutzen der Furchtreaktion -> verbundene körperliche Veränderungen bereiten den Organismus auf Flucht oder Kampf vor
  • Emotionen wie Freude oder Ekel tragen dazu bei, Umweltreize als positiv oder negativ zu kategorisieren -> Zuwendung bzw. Abwendung (Sokolowski, 2008)


Selbstwahrnehmungsfunktion 

  • Erschließen von eigenen Motiven, Vorlieben und Abneigungen 


Kommunikative Funktion 

  • Zwischenmenschliche Kommunikation ohne Ausdruck und Wahrnehmung von Emotionen kaum vorstellbar -> Mimik, Gestik, Körperhaltung und Sprachmelodie


Warum sind Emotionen sinnvoll? 

  • Ermöglichen die bedürfnis- und situationsgerechte Auswahl von Verhaltensweisen -> Handlungssteuerung:
    • Positive Emotionen -> Annäherung 
    • Negative Emotionen -> Vermeidung
    • Überraschung:  Orientieren 
    • Erwartung / Hoffnung / Freude: Explorieren
    • Wut: Kämpfen 
    • Trauer: Hilfesuchen 
    • Angst: Fliehen 
    • Ekel: Erbrechen  
  • Regulieren Intensität und Ausdauer verschiedener Verhaltensweisen
  • Bewirken Lernen von Verhaltensweisen
Q:

Nennen Sie zwei Techniken des aktiven Zuhörens und erläutern Sie diese.


A:

Aktives Zuhören ist eine Kommunikationstechnik -> Werkzeug um Kommunikationsprozesse zu strukturieren, Kommunikationsstörungen vorzubeugen oder Konflikte zu lösen


Voraussetzungen: 

  • Ehrliches Interesse an der tatsächlichen Botschaft der sendenden Person 
  • Respekt und positive Haltung dem/der Sender*in gegenüber -> Interessiertes und verständnisvolles Zuhören
  • Nonverbale Aufmerksamkeitsreaktionen (Zuwenden, Blickkontakt, Nicken)
  • Kurze verbale Äußerungen („Ja“, „Aha“, „Mhm“)


Techniken:

  • Paraphrasieren
    • Das Gesagte wird mit eigenen Worten wiederholt bzw. zusammengefasst.
  • Verbalisieren
    • Die Gefühle des Gegenübers werden gespiegelt (z. B. „Ich habe den Eindruck, das hat Sie ziemlich geärgert.“)
  • Nachfragen
    • z. B. „Und nachdem Sie das gesagt hatten, herrschte Schweigen?“
  • Zusammenfassen
    • Das Gesagte wird mit wenigen Worten kurz zusammengefasst
  • Unklares klären
    • z. B. „Sie haben gesagt: Da war ich verwirrt. Inwiefern? Was genau hat sie verwirrt?“
  • Weiterführen 
    • z. B. „Und dann?“
  • Abwägen  
    • z. B. „Sie wollten lieber gar nicht kommen, als eine gezwungene Einladung anzunehmen?
Q:

Was versteht man in der Psychologie unter Stereotype und Vorurteile?

A:

Umgangssprachlich werden „Stereotyp“ und „Vorurteil“ häufig synonym verwendet, tatsächlich ist der Begriff Vorurteil jedoch breiter

Was sind Stereotype? 

  • „Sozial geteilte Überzeugungen bzgl. der Attribute, Eigenschaften, Verhaltensweisen etc., hinsichtlich derer die Mitglieder eine Gruppe einander ähneln
  • Generalisierungen über eine Gruppe von Personen, wobei allen Mitgliedern dieser Gruppe die gleichen Merkmale zugewiesen werden“ 

--> Kognitive Repräsentationen einer Gruppe


Was sind Vorurteile? 

  • „Die positive oder negative Bewertung einer sozialen Gruppe und ihrer Mitglieder aufgrund der ihr zugeschriebenen Merkmale, assoziierter Affekte und verhaltensbezogener Informationen“  
  • Vorurteil = gelernte Einstellung gegenüber einem Zielobjekt - umfasst negative Gefühle (Furcht), negative Überzeugungen (Stereotypen) und Verhaltensabsicht (Objekte der Zielgruppe zu vermeiden, kontrollieren, dominieren oder auszulöschen)

--> Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen 



Q:

Wie äußern sich Stereotype und Vorurteile und warum sind sie häufig so stabil?

A:

Stabil durch: 

  • Frühe Lernerfahrungen bereits in der Kindheit: Das Ausbilden von Stereotypen erleichtert es Kindern, ihre (soziale) Umwelt zu verstehen
    • Kategorisierung in Eigen- vs. Fremdgruppe
  • bauen sich mit der Zeit auf 

  • Bestätigung der Vorurteilen

  • Menschliches Bedürfnis nach kognitiver Geschlossenheit (need for cognitive closure, NFC):
    • Wunsch nach Ordnung
    • Entschlossenheit 
    • Engstirnigkeit 
    • Vorliebe für Vorhersagbarkeit 
    • Abneigung gegen Zwiespältigkeit / Vorliebe für Eindeutigkeit
  • außerdem dienen sie der Orientierung 
    • Ökonomische / schnelle Entscheidungen 
    • Anpassung -> Vermeidung von Ingroup-Konflikten 
    • Selbstdefinition -> Stabilisierung des Selbstwerts


Kosten: 

  • Verzerrung der Wirklichkeit 
  • Wegfall von Individualität 
  • Wahrnehmungseinschränkung -> z. B. self-fulfilling prophecies
  • die Betroffenen die Vorurteile mit der Zeit glauben bzw. sich aneignen.    
  • Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen entwickelt (körperliche Angriffe, Schwierigkeiten bei Wohnungsfindung)

Q:

Wie kann die Führungskraft die Motivation der Mitarbeiter fördern?

A:
  • immaterielle Belohnungen
    • Lob, Anerkennung, mehr Freiheiten für Kreativität, mehr Verantwortung
  • materielle Belohnungen 
    • Geld, Bonus, Prämien    
    • externe Anreize haben einen leistungssteigernden Effekt, wenn es sich um unbeliebte Tätigkeiten handelt, für die der Beschäftigte keine intrinsische Motivation empfindet, wobei diese beispielsweise durch Geld erreichte Motivation nicht von Dauer ist
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes und Aufgabengestaltung
  • Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern, fördert Motivation
    • Einhaltung der Pausenregelungen
    • ausgeglichene Arbeitszeiten 
    • faire Urlaubsregelung 
  • Aufgabenstellung, mit Raum zur Kreativität oder Mitarbeiter einbindet 


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