Erwartungshorizonte Aphasie & (Sprech-) Apraxien at Hochschule Für Gesundheit | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Erwartungshorizonte Aphasie & (Sprech-) Apraxien an der Hochschule für Gesundheit

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TESTE DEIN WISSEN
Bewerten Sie kritisch reflektierend den Ansatz, der Aphasien syndromal klassifiziert (bspw. via AAT).
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TESTE DEIN WISSEN
  • Kritik:
    • syndromaler Ansatz wird nicht der Komplexität des Gehirns gerecht
    • bestimmte gestörte Lokalisationsorte entsprechen nicht 1:1 den gezeigten Symptomen (Netzwerk)
  • am ehesten zutreffendes Modell: netzwerkartig breit verteilte kortikale & subkortikale Verarbeitung von Sprache und Sprechen —> Gehirn ist netzwerkartig aufgebaut
  • Funktion des Ansatzes: Klassifikationsansatz dient dementsprechend nur der Orientierung und hilft beim interdisziplinären Austausch
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TESTE DEIN WISSEN
Beschreiben Sie die Symptomkonstellationen bzw. Störungsprofile der häufigsten Aphasie-Formen (v. a. globale, Broca-forme, Wernicke-forme und amnestische Aphasie).
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TESTE DEIN WISSEN

Globale Aphasie:

  • Leitsymptom: Unfähigkeit zur differenzierten sprachlichen Äußerung
  • Sprachproduktion: phonematische Paraphasien, Automatismen
  • Schriftsprache: gestört
  • Sprachverständnis: gestört
  • Läsionsort: gesamte Sprachregion betroffen

Broca Aphasie:

  • Leitsymptom: Agrammatismus, Verlust von Funktionswörtern, Dominanz von Inhaltsworten
  • meist chronische Entwicklung aus globaler Aphasie
  • Konnektionen im lexikalischen und/oder semantischen Netzwerken am ehesten erhalten
  • Sprachverständnis: vergleichsweise besser erhalten
  • i.d.R. Krankheitseinsicht
  • Läsionsort: vordere Sprachregion/ Broca-Zentrum geschädigt

Wernicke Aphasie:

  • Leitsymptom: Paragrammatismus
  • Sprachproduktion: mehr Funktionswörter als Inhaltswörter, Neologismen, semantische und phonematische Paraphasien, Jargon
  • Sprachverständnis: gestört
  • Krankheitseinsicht gering
  • Läsionsort: hintere Sprachregion, Wernicke-Zentrum geschädigt

Amnestische Aphasie

  • Leitsymptom: Wortfindungsstörungen
  • Sprachproduktion: Satzabbrüche, Pausen
  • Suche oder Zugriff auf semantisches Lexikon gestört
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TESTE DEIN WISSEN
Beschreiben Sie die sprachsystematischen Ebenen (Ebene, exemplarische Symptome bzw. Beeinträchtigungen).
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TESTE DEIN WISSEN
Achtung: Eine Aphasie betrifft nur selten alle sprachsystematischen Ebenen!

Pragmatik:

  • Störung des Wissens um soziale Regeln und die Anwendung von Sprache im sozialen Kontext
  • exemplarisches Symptom: kommunikative Konventionen werden nicht eingehalten
  • kann auch bei sonstigen schweren Störungen erhalten sein

Semantik: 

  • Störung des semantischen Lexikons oder des Zugriffs (z.B. semantische Paraphasie oder Wortfindungsstörung)

Syntax:

  • Störung des Satzbaus/ der Satzkonstruktion (z.B. Agrammatismus, Paragrammatismus)
  • dabei auch: Perseverationen, Stereotypien, Automatismen

Phonematik:

  • Lautform des Wortes kann nicht richtig produziert werden
  • Fragmente der phonematischen Struktur können zugänglich sein (Anfangsbuchstabe, Silbenzahl, etc.)
  • fast ausschließlich Inhaltsworte betroffen
  • Sprachproduktion: phonematische Paraphasien, Neologismus (Zielwort nicht erkennbar)
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TESTE DEIN WISSEN
Grenzen Sie Aphasien zur Dysarthrie und zur Sprechapraxie ab.
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Sprechapraxie:

  • Übergang vom phonematischen Lexikon zur motorischen Ausführung beeinträchtigt
  • Störung der Artikulation in ihrer Zusammensetzung zu Wörtern und Sätzen (die einzelnen Laute können jedoch nicht durchgängig zu Äußerungen kombiniert werden)
  • keine Störung der Bewegungsfähigkeit des Sprechapparates oder der ausführenden Organe


Dysarthrie:

  • Störung der Organe bzw. Strukturen des Sprechapparates zur Ausführung artikulatorischer Bewegungsmuster
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Logogen-Route wird von erfahrenen unbeeinträchtigten Leser*innen am häufigsten verwendet? Wie verläuft der sequentielle Verarbeitungspfad (Verarbeitungsschritte im Logogen-Modell)?
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  • Lexikalisch-ganzheitliche Route / Ganzwort-Route: Aktivierung der kompletten graphematischen Form (z.B. Form)
  • Verarbeitungspfad: visuelle Analyse —> visueller Input-Buffer —> graphematisches Input-Lexikon —> semantisches System —> phonologisches Output-Lexikon —> phonologischer Output-Buffer
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TESTE DEIN WISSEN
Wie verläuft beim Lesen die analytische Route? Geben Sie ein Beispiel für eine Störung des Lesens, bei der die analytische Route betroffen ist.
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TESTE DEIN WISSEN
  • Sublexikalisch-einzelheitliche / analytische Route: Graphem-Phonem-Konversion (GPK) (z.B. Quirl)
  • Verarbeitungspfad: visuelle Analyse —> visueller Input Buffer —> GPK —> phonologischer Output Buffer
  • Störung der sublexikalisch-einzelheitlichen / analytischen Route: bei zentralen Alexien oder Dyslexien (Fehler in der Überführung der GPK)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche Route ist beim Schreiben in der Regel wichtiger?
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TESTE DEIN WISSEN

Lexikalisch-ganzheitliche-Route / Ganzwort-Route (Schreibwortschatz)

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Wie ist der sequentielle Verarbeitungspfad bei der formal-lexikalischen Aufgabe des RWT?
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Verarbeitungspfad: phonologisches Output Lexikon —> phonologischer Output Buffer
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Wie ist der sequentielle Verarbeitungspfad bei der semantisch-kategorialen Aufgabe des RWT?
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TESTE DEIN WISSEN
Verarbeitungspfad: semantisches-System —> phonologisches Output Lexikon —> phonologischer Output Buffer

Achtung: Input-Lexika werden nicht benötigt!
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TESTE DEIN WISSEN
Wo liegt die Gemeinsamkeit zwischen der sog. "peripheren" Agraphie und einer Sprechapraxie?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
„Periphere Agraphie“: Störung der motorischen Übersetzung von Graphemen in Schriftzeichen
  • keine Störung im Sprachsystem
  • kann in Analogie zur Sprechapraxie gesetzt werden
  • Fehler in der Regel bereits bei einzelnen Buchstaben auf Diktat
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TESTE DEIN WISSEN
Wann ist Aphasie-Therapie gem. den Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie wahrscheinlich wirksam; wann ist Wirksamkeit eher unwahrscheinlich?
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TESTE DEIN WISSEN
Wirksamkeit und Therapieerfolg abhängig von der Kombination aus Therapiehäufigkeit, -dichte und Zeitpunkt:
  • Häufigkeit: ca. 30 Stunden weniger wahrscheinlich, 60 Stunden wahrscheinliche Wirksamkeit
  • Dichte: 1-2 mal pro Woche weniger wahrscheinlich, 3 mal pro Woche wahrscheinliche Wirksamkeit
  • Zeit: je früher, desto wahrscheinlicher Wirksamkeit
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Was braucht der langfristige Erhalt von Therapieerfolgen?
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TESTE DEIN WISSEN

nachhaltige Stabilisierung erfordert zusätzliche (intensive Erhaltungs-) Therapie über einen längeren Zeitraum

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Erwartungshorizonte Aphasie & (Sprech-) Apraxien Kurs an der Hochschule für Gesundheit - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Bewerten Sie kritisch reflektierend den Ansatz, der Aphasien syndromal klassifiziert (bspw. via AAT).
A:
  • Kritik:
    • syndromaler Ansatz wird nicht der Komplexität des Gehirns gerecht
    • bestimmte gestörte Lokalisationsorte entsprechen nicht 1:1 den gezeigten Symptomen (Netzwerk)
  • am ehesten zutreffendes Modell: netzwerkartig breit verteilte kortikale & subkortikale Verarbeitung von Sprache und Sprechen —> Gehirn ist netzwerkartig aufgebaut
  • Funktion des Ansatzes: Klassifikationsansatz dient dementsprechend nur der Orientierung und hilft beim interdisziplinären Austausch
Q:
Beschreiben Sie die Symptomkonstellationen bzw. Störungsprofile der häufigsten Aphasie-Formen (v. a. globale, Broca-forme, Wernicke-forme und amnestische Aphasie).
A:

Globale Aphasie:

  • Leitsymptom: Unfähigkeit zur differenzierten sprachlichen Äußerung
  • Sprachproduktion: phonematische Paraphasien, Automatismen
  • Schriftsprache: gestört
  • Sprachverständnis: gestört
  • Läsionsort: gesamte Sprachregion betroffen

Broca Aphasie:

  • Leitsymptom: Agrammatismus, Verlust von Funktionswörtern, Dominanz von Inhaltsworten
  • meist chronische Entwicklung aus globaler Aphasie
  • Konnektionen im lexikalischen und/oder semantischen Netzwerken am ehesten erhalten
  • Sprachverständnis: vergleichsweise besser erhalten
  • i.d.R. Krankheitseinsicht
  • Läsionsort: vordere Sprachregion/ Broca-Zentrum geschädigt

Wernicke Aphasie:

  • Leitsymptom: Paragrammatismus
  • Sprachproduktion: mehr Funktionswörter als Inhaltswörter, Neologismen, semantische und phonematische Paraphasien, Jargon
  • Sprachverständnis: gestört
  • Krankheitseinsicht gering
  • Läsionsort: hintere Sprachregion, Wernicke-Zentrum geschädigt

Amnestische Aphasie

  • Leitsymptom: Wortfindungsstörungen
  • Sprachproduktion: Satzabbrüche, Pausen
  • Suche oder Zugriff auf semantisches Lexikon gestört
Q:
Beschreiben Sie die sprachsystematischen Ebenen (Ebene, exemplarische Symptome bzw. Beeinträchtigungen).
A:
Achtung: Eine Aphasie betrifft nur selten alle sprachsystematischen Ebenen!

Pragmatik:

  • Störung des Wissens um soziale Regeln und die Anwendung von Sprache im sozialen Kontext
  • exemplarisches Symptom: kommunikative Konventionen werden nicht eingehalten
  • kann auch bei sonstigen schweren Störungen erhalten sein

Semantik: 

  • Störung des semantischen Lexikons oder des Zugriffs (z.B. semantische Paraphasie oder Wortfindungsstörung)

Syntax:

  • Störung des Satzbaus/ der Satzkonstruktion (z.B. Agrammatismus, Paragrammatismus)
  • dabei auch: Perseverationen, Stereotypien, Automatismen

Phonematik:

  • Lautform des Wortes kann nicht richtig produziert werden
  • Fragmente der phonematischen Struktur können zugänglich sein (Anfangsbuchstabe, Silbenzahl, etc.)
  • fast ausschließlich Inhaltsworte betroffen
  • Sprachproduktion: phonematische Paraphasien, Neologismus (Zielwort nicht erkennbar)
Q:
Grenzen Sie Aphasien zur Dysarthrie und zur Sprechapraxie ab.
A:

Sprechapraxie:

  • Übergang vom phonematischen Lexikon zur motorischen Ausführung beeinträchtigt
  • Störung der Artikulation in ihrer Zusammensetzung zu Wörtern und Sätzen (die einzelnen Laute können jedoch nicht durchgängig zu Äußerungen kombiniert werden)
  • keine Störung der Bewegungsfähigkeit des Sprechapparates oder der ausführenden Organe


Dysarthrie:

  • Störung der Organe bzw. Strukturen des Sprechapparates zur Ausführung artikulatorischer Bewegungsmuster
Q:
Welche Logogen-Route wird von erfahrenen unbeeinträchtigten Leser*innen am häufigsten verwendet? Wie verläuft der sequentielle Verarbeitungspfad (Verarbeitungsschritte im Logogen-Modell)?
A:
  • Lexikalisch-ganzheitliche Route / Ganzwort-Route: Aktivierung der kompletten graphematischen Form (z.B. Form)
  • Verarbeitungspfad: visuelle Analyse —> visueller Input-Buffer —> graphematisches Input-Lexikon —> semantisches System —> phonologisches Output-Lexikon —> phonologischer Output-Buffer
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Q:
Wie verläuft beim Lesen die analytische Route? Geben Sie ein Beispiel für eine Störung des Lesens, bei der die analytische Route betroffen ist.
A:
  • Sublexikalisch-einzelheitliche / analytische Route: Graphem-Phonem-Konversion (GPK) (z.B. Quirl)
  • Verarbeitungspfad: visuelle Analyse —> visueller Input Buffer —> GPK —> phonologischer Output Buffer
  • Störung der sublexikalisch-einzelheitlichen / analytischen Route: bei zentralen Alexien oder Dyslexien (Fehler in der Überführung der GPK)
Q:
Welche Route ist beim Schreiben in der Regel wichtiger?
A:

Lexikalisch-ganzheitliche-Route / Ganzwort-Route (Schreibwortschatz)

Q:
Wie ist der sequentielle Verarbeitungspfad bei der formal-lexikalischen Aufgabe des RWT?
A:
Verarbeitungspfad: phonologisches Output Lexikon —> phonologischer Output Buffer
Q:
Wie ist der sequentielle Verarbeitungspfad bei der semantisch-kategorialen Aufgabe des RWT?
A:
Verarbeitungspfad: semantisches-System —> phonologisches Output Lexikon —> phonologischer Output Buffer

Achtung: Input-Lexika werden nicht benötigt!
Q:
Wo liegt die Gemeinsamkeit zwischen der sog. "peripheren" Agraphie und einer Sprechapraxie?
A:
„Periphere Agraphie“: Störung der motorischen Übersetzung von Graphemen in Schriftzeichen
  • keine Störung im Sprachsystem
  • kann in Analogie zur Sprechapraxie gesetzt werden
  • Fehler in der Regel bereits bei einzelnen Buchstaben auf Diktat
Q:
Wann ist Aphasie-Therapie gem. den Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie wahrscheinlich wirksam; wann ist Wirksamkeit eher unwahrscheinlich?
A:
Wirksamkeit und Therapieerfolg abhängig von der Kombination aus Therapiehäufigkeit, -dichte und Zeitpunkt:
  • Häufigkeit: ca. 30 Stunden weniger wahrscheinlich, 60 Stunden wahrscheinliche Wirksamkeit
  • Dichte: 1-2 mal pro Woche weniger wahrscheinlich, 3 mal pro Woche wahrscheinliche Wirksamkeit
  • Zeit: je früher, desto wahrscheinlicher Wirksamkeit
Q:
Was braucht der langfristige Erhalt von Therapieerfolgen?
A:

nachhaltige Stabilisierung erfordert zusätzliche (intensive Erhaltungs-) Therapie über einen längeren Zeitraum

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