Fragenkatalog StuEuR at Hochschule Für Angewandte Wissenschaften Hamburg | Flashcards & Summaries

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2. Man sagt, ausschließlich das Parlament (die Legislative) sei unmittelbar demokratisch legitimiert. Sind also die Exekutive und die Judikative nicht demokratisch legitimiert? Begründen Sie Ihre Antwort! 

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In personeller Hinsicht ist eine hoheitliche Entscheidung legitimiert, wenn sich die Bestellung desjenigen, der sie trifft, durch eine ununterbrochene Legitimationskette auf das Staatsvolk zurückfuhren lässt:

-Parlament aufgrund von Wahlen (vgl. Art. 38 GG)

-Bundeskanzler als vom Bundestag gewählte Exekutivspitze (Art. 63 GG)

-Bundesminister, auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt (Art. 64 I GG)

-Nachgeordnete Behörden, da gegenüber Regierung/Minister(n) weisungsgebunden


- 3 Säulen der Verwaltung, u.a. Personelle Säule, d.h. dass jeder Amtsträger seine Ernennung auf einen demokratischen gewählten Amtsträger zurückführen kann = Exekutive legitimiert 


Gesetzesbindung (Art. 20 III + Art. 1 Abs. 3 GG) der Exekutive und Judikative + die Bindung an Aufträge und Weisungen der Regierung (Exekutive) 

Richter der Judikative durch Legislative (demokratisch gewählte Amtsträger) gewählt und somit demokratisch legitimiert. 

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3. § 56 II BundeswahlO, der das Verfahren zur Bundestagswahl beschreibt, lautete bislang: „Der Wähler begibt sich in die Wahlkabine, kennzeichnet dort seinen Stimmzettel und faltet ihn dort in der Weise, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist. Der Wahlvorstand achtet darauf, dass sich immer nur ein Wähler und dieser nur so lange wie notwendig in der Wahlkabine aufhält“. Nunmehr wird in die Vorschrift der Zusatz eingefügt, dass in der Wahlkabine nicht fotografiert oder gefilmt werden darf. Während der Stimmabgabe zur Wahl des Bundestags fertigt der Teeniestar S, Sänger einer Boys ́ Group, in der Wahlkabine ein Selfie, auf dem auch der Stimmzettel mit den Kreuzchen klar zu erkennen ist, und postet es noch aus der Wahlkabine heraus auf Facebook. Der Wahlvorstand, dem dieses Verhalten nicht entgangen ist, weist die Stimmabgabe zurück und beruft sich dabei auf die Vorschrift des § 56 VI Nr. 5a BWahlO, wonach der Wähler zurückzuweisen ist, wenn dieser in der Wahlkabine fotografiert oder gefilmt hat. S ist der Meinung, das Verhalten des Wahlvorstands sei rechtswidrig. Hat S Recht? Begründen Sie Ihre Antwort! 

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Fraglich ist, ob die Zurückweisung der Stimme gemäß § 56 VI 5a BWahlO rechtswidrig ist. 


Hierfür müssten die TBM der RGL § 56 VI Nr. 5a BWahlO erfüllt sein. Die Norm regelt, dass die Stimme zurückzuweisen ist, sollte die Stimmenabgebe erkennbar sein. S hat in der Wahlkabine ein Selfie mit seiner abgegebenen Stimme, die klar zu erkenn ist gemacht. Der Grundsatz der geheimen Wahl ist nicht merh erfüllt. Somit sind die TBM des § 56 VI Nr. 5a erfüllt. Folglich ist die Zurückweisung der Stimme nicht rechtswidrig. 

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4. Unterscheiden Sie hinsichtlich Abstimmungen im Bundestag einfache Mehrheit, absolute Mehrheit, qualifizierte Mehrheit! Nennen Sie jeweils zwei Beispiele entsprechender Mehrheitserfordernisse! 

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Absolute Mehrheit: Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl (Art 121 GG) = Kanzler Mehrheit z.B. 200 von 700 anwesend: 101 stimmen dafür reicht nicht, weil man 351 Stimmen braucht

Bsp. Kanzlerwahl vgl. Art 63 GG oder konstruktives Misstrauensvotum Art. 67 GG 

Qualifizierte Mehrheit: 2/3 der Mitglieder des Bundestages (351 von 700) 

Bsp. 1 Ein Gesetz der eine Verfassungsänderung bewirkt Art. 79 II GG  qu. Mehrheit der Mitglieder 

Bsp. 2 Feststellung eines Spannungsfalles (80a GG) und die besondere Zustimmung in den Fällen des Art 12 a V S. 1 und VI S. 2 GG 

Grundsatz: Einfache Mehrheit (Art 42 II S. 1 GG) Zahl der abgegebenen Ja-Stimmen muss die Nein Stimmen überwiegen. 

Bsp. Änderungen im BGB und im StGB

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13. Unterscheiden Sie zwischen Vorrang und Vorbehalt des Gesetzes! 

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  • Vorrang: keine Regelung gegen das Gesetz 
  • Vorbehalt: keine Regelung ohne Gesetz vor allem bei Eingriffsverwaltung 
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6. Kann ein Bundesminister „abgewählt“ werden bzw. gibt es für den Bundestag eine Möglichkeit, sich eines Bundesministers zu entledigen? Begründen Sie Ihre Antwort! 


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Nur indirekt durchs Misstrauensvotum Art. 67, wenn man sich des BK entledigt, weil mit ihm auch die gesamte BRegierung (Bundesminister) ihr Amt niederlegen müssen. Sonst keine direkte Handhabe, sondern nur mit Überzeugung des BK der seine Minister auswechseln kann.

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7. Was bedeuten Organkontinuität, personelle und sachliche Diskontinuität in Bezug auf den Bundestag? 

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Organkontinuität

= Kontinuität des Organs unabhängig von der personellen Besetzung.

Das Organ Bundestag gibt es also immer, gleichgültig vom Ausgang einer Wahl und der personellen Besetzung. Rechtshandlungen mit Außenwirkung, beispielsweise Verträge mit Angestellten und Prozesshandlungen in gerichtlichen Verfahren, behalten ihre Verbindlichkeit über die Wahlperiode hinaus.

Personelle Diskontinuität

= mit dem Ende der Wahlperiode verlieren alle Mitglieder des Parlaments ihre Mandate als Abgeordnete, vgl. Art. 39 I GG.

Sachlich Diskontinuität

= mit dem Ende der Wahlperiode gelten grds alle Beschlussvorlagen als erledigt.

Das betrifft insb. Gesetzesvorlagen, die vor der Neuwahl des BT in diesen eingebracht worden sind.  

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14. Unterscheiden Sie zwischen Gesetzesvorbehalt, Parlamentsvorbehalt und Wesentlichkeitsrechtsprechung! 

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Gesetzesvorbehaltkeine Regelung ohne Gesetz, Grundrechtsbelastende Verwaltungsmaßnahmen dürfen nur auf formelles Gesetz beruhen

Parlamentsvorbehaltalle Entscheidungen, die von substanziellem Gewicht für das Gemeinwesen sind, brauchen zwangsläufig eine direkte parlamentarische Zustimmung (bspw. Auslandseinsätze der Bundeswehr)

Wesentlichkeitsrechtssprechung des BVerfG: parlamentarische Gesetzgeber muss für die Grundrechtsverwirklichung maßgeblichen Regelung selbst treffen und darf diese nicht auf Exekutive übertragen

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8. Erläutern Sie die Rechtsnatur und Bindungswirkung der Geschäftsordnung des Bundestags! 

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Art 40 I. S. 2 GG Rechtsnatur: autonome Satzung; eigentlich rein materielles Gesetz, aber da vom Bundestag erlassen auch formell, da der Bundestag sie sich selbst gibt. Sie wirkt nur innerhalt des Organs; regelt nur die Organisation Verfahren, Beschlussfähigkeit und Disziplin. 

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5. Kann der Bundeskanzler abgewählt werden bzw. gibt es für den Bundestag eine Möglichkeit, sich eines Kanzlers zu entledigen? Begründen Sie Ihre Antwort! 

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Ja, Misstrauensvotum Art. 67 GG greift. D.h. der Bundestag kann sich durch die absolute Mehrheit des Bundeskanzlers entledigen, sobald ein neuer sie einen neuen mit absoluter Mehrheit gewählt haben und der BP diesen Ernennen will. 

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1. Die Legislaturperiode dauert gem. Art. 39 I GG vier Jahre. Könnte der Bundestag die Legislaturperiode auf 5 Jahre heraufsetzen? Begründen Sie Ihre differenzierende Antwort! 

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(-) Materiell hinsichtlich der laufenden Legislaturperiode (vgl. Art. 20 i.V.m. Art. 79 III GG), da keine demokratische Legitimation durch das Volk für die Zeit der Verlängerung (wäre die Verlängere zu lange) 

(+)Formell  bei einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestags und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrats (Art. 79 II GG)

Nur Art 1- 20 unveränderbar; Art. 39 davon nicht erfasst  änderbar

(+) Materiell  hinsichtlich zukünftiger Legislaturperioden, Höchstgrenze von fünf Jahren (h.M.); bereits jetzt beträgt die Dauer der Legislaturperioden in den Landesparlamenten fünf Jahre (Ausnahme Bremen: vier Jahre).

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12. Was sind Rechtsverordnungen? 


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Rein materielle Gesetze mit Außenwirken, die von der Exekutive erlassen werden soweit diese nach Art. 80 I GG dazu ermächtigt ist und Inhalt, Zweck und Ausmaß der erteilten Ermächtigung in den Gesetzen bestimmt werden. Die Rechtsgrundlage ist in der Verordnung anzugeben. z.B. Corona-Schutz-Verordnung, StVO, BImSchVO 

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15. konkurrierenden Bundesgesetzgebungskompetenz? (Kern-, Bedarfs- und Abweichungskompetenzen

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Kernkompetenzen: Art 74 I GG alle Gesetzgebungskonkurrenzen und alle, die nicht in Art. 72 II aufgelistet sind
Nachweis der Erforderlichkeit einer bundesgesetzlichen Regelung (Art 72 II) muss nicht erbracht werden

Bedarfskompetenzen alle aus Art 72 II GG 

Zusätzlich: Prüfung, ob die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder die Wahrung der Rechts- oder Wirtschaftseinheiten im gesamtstaatlichen Interesse eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich macht. (2. Hs. Art 72 II)
Nachweis zur Erforderlichkeit muss vom Bund ergehen.

Abweichungskompetenzen nach Art 72 III: heißt, dass Länder in Fällen, des Art 72 III bei denen der Bund von seiner Gesetzgebungskompetenz gebraucht gemacht hat, Länder abweichende Regelungen treffen können, ohne das die Bundesgesetze Sperrwirkung entfalten. 

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Q:

2. Man sagt, ausschließlich das Parlament (die Legislative) sei unmittelbar demokratisch legitimiert. Sind also die Exekutive und die Judikative nicht demokratisch legitimiert? Begründen Sie Ihre Antwort! 

A:

In personeller Hinsicht ist eine hoheitliche Entscheidung legitimiert, wenn sich die Bestellung desjenigen, der sie trifft, durch eine ununterbrochene Legitimationskette auf das Staatsvolk zurückfuhren lässt:

-Parlament aufgrund von Wahlen (vgl. Art. 38 GG)

-Bundeskanzler als vom Bundestag gewählte Exekutivspitze (Art. 63 GG)

-Bundesminister, auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt (Art. 64 I GG)

-Nachgeordnete Behörden, da gegenüber Regierung/Minister(n) weisungsgebunden


- 3 Säulen der Verwaltung, u.a. Personelle Säule, d.h. dass jeder Amtsträger seine Ernennung auf einen demokratischen gewählten Amtsträger zurückführen kann = Exekutive legitimiert 


Gesetzesbindung (Art. 20 III + Art. 1 Abs. 3 GG) der Exekutive und Judikative + die Bindung an Aufträge und Weisungen der Regierung (Exekutive) 

Richter der Judikative durch Legislative (demokratisch gewählte Amtsträger) gewählt und somit demokratisch legitimiert. 

Q:

3. § 56 II BundeswahlO, der das Verfahren zur Bundestagswahl beschreibt, lautete bislang: „Der Wähler begibt sich in die Wahlkabine, kennzeichnet dort seinen Stimmzettel und faltet ihn dort in der Weise, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist. Der Wahlvorstand achtet darauf, dass sich immer nur ein Wähler und dieser nur so lange wie notwendig in der Wahlkabine aufhält“. Nunmehr wird in die Vorschrift der Zusatz eingefügt, dass in der Wahlkabine nicht fotografiert oder gefilmt werden darf. Während der Stimmabgabe zur Wahl des Bundestags fertigt der Teeniestar S, Sänger einer Boys ́ Group, in der Wahlkabine ein Selfie, auf dem auch der Stimmzettel mit den Kreuzchen klar zu erkennen ist, und postet es noch aus der Wahlkabine heraus auf Facebook. Der Wahlvorstand, dem dieses Verhalten nicht entgangen ist, weist die Stimmabgabe zurück und beruft sich dabei auf die Vorschrift des § 56 VI Nr. 5a BWahlO, wonach der Wähler zurückzuweisen ist, wenn dieser in der Wahlkabine fotografiert oder gefilmt hat. S ist der Meinung, das Verhalten des Wahlvorstands sei rechtswidrig. Hat S Recht? Begründen Sie Ihre Antwort! 

A:

Fraglich ist, ob die Zurückweisung der Stimme gemäß § 56 VI 5a BWahlO rechtswidrig ist. 


Hierfür müssten die TBM der RGL § 56 VI Nr. 5a BWahlO erfüllt sein. Die Norm regelt, dass die Stimme zurückzuweisen ist, sollte die Stimmenabgebe erkennbar sein. S hat in der Wahlkabine ein Selfie mit seiner abgegebenen Stimme, die klar zu erkenn ist gemacht. Der Grundsatz der geheimen Wahl ist nicht merh erfüllt. Somit sind die TBM des § 56 VI Nr. 5a erfüllt. Folglich ist die Zurückweisung der Stimme nicht rechtswidrig. 

Q:

4. Unterscheiden Sie hinsichtlich Abstimmungen im Bundestag einfache Mehrheit, absolute Mehrheit, qualifizierte Mehrheit! Nennen Sie jeweils zwei Beispiele entsprechender Mehrheitserfordernisse! 

A:

Absolute Mehrheit: Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl (Art 121 GG) = Kanzler Mehrheit z.B. 200 von 700 anwesend: 101 stimmen dafür reicht nicht, weil man 351 Stimmen braucht

Bsp. Kanzlerwahl vgl. Art 63 GG oder konstruktives Misstrauensvotum Art. 67 GG 

Qualifizierte Mehrheit: 2/3 der Mitglieder des Bundestages (351 von 700) 

Bsp. 1 Ein Gesetz der eine Verfassungsänderung bewirkt Art. 79 II GG  qu. Mehrheit der Mitglieder 

Bsp. 2 Feststellung eines Spannungsfalles (80a GG) und die besondere Zustimmung in den Fällen des Art 12 a V S. 1 und VI S. 2 GG 

Grundsatz: Einfache Mehrheit (Art 42 II S. 1 GG) Zahl der abgegebenen Ja-Stimmen muss die Nein Stimmen überwiegen. 

Bsp. Änderungen im BGB und im StGB

Q:

13. Unterscheiden Sie zwischen Vorrang und Vorbehalt des Gesetzes! 

A:
  • Vorrang: keine Regelung gegen das Gesetz 
  • Vorbehalt: keine Regelung ohne Gesetz vor allem bei Eingriffsverwaltung 
Q:

6. Kann ein Bundesminister „abgewählt“ werden bzw. gibt es für den Bundestag eine Möglichkeit, sich eines Bundesministers zu entledigen? Begründen Sie Ihre Antwort! 


A:

Nur indirekt durchs Misstrauensvotum Art. 67, wenn man sich des BK entledigt, weil mit ihm auch die gesamte BRegierung (Bundesminister) ihr Amt niederlegen müssen. Sonst keine direkte Handhabe, sondern nur mit Überzeugung des BK der seine Minister auswechseln kann.

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Q:

7. Was bedeuten Organkontinuität, personelle und sachliche Diskontinuität in Bezug auf den Bundestag? 

A:

Organkontinuität

= Kontinuität des Organs unabhängig von der personellen Besetzung.

Das Organ Bundestag gibt es also immer, gleichgültig vom Ausgang einer Wahl und der personellen Besetzung. Rechtshandlungen mit Außenwirkung, beispielsweise Verträge mit Angestellten und Prozesshandlungen in gerichtlichen Verfahren, behalten ihre Verbindlichkeit über die Wahlperiode hinaus.

Personelle Diskontinuität

= mit dem Ende der Wahlperiode verlieren alle Mitglieder des Parlaments ihre Mandate als Abgeordnete, vgl. Art. 39 I GG.

Sachlich Diskontinuität

= mit dem Ende der Wahlperiode gelten grds alle Beschlussvorlagen als erledigt.

Das betrifft insb. Gesetzesvorlagen, die vor der Neuwahl des BT in diesen eingebracht worden sind.  

Q:

14. Unterscheiden Sie zwischen Gesetzesvorbehalt, Parlamentsvorbehalt und Wesentlichkeitsrechtsprechung! 

A:

Gesetzesvorbehaltkeine Regelung ohne Gesetz, Grundrechtsbelastende Verwaltungsmaßnahmen dürfen nur auf formelles Gesetz beruhen

Parlamentsvorbehaltalle Entscheidungen, die von substanziellem Gewicht für das Gemeinwesen sind, brauchen zwangsläufig eine direkte parlamentarische Zustimmung (bspw. Auslandseinsätze der Bundeswehr)

Wesentlichkeitsrechtssprechung des BVerfG: parlamentarische Gesetzgeber muss für die Grundrechtsverwirklichung maßgeblichen Regelung selbst treffen und darf diese nicht auf Exekutive übertragen

Q:

8. Erläutern Sie die Rechtsnatur und Bindungswirkung der Geschäftsordnung des Bundestags! 

A:

Art 40 I. S. 2 GG Rechtsnatur: autonome Satzung; eigentlich rein materielles Gesetz, aber da vom Bundestag erlassen auch formell, da der Bundestag sie sich selbst gibt. Sie wirkt nur innerhalt des Organs; regelt nur die Organisation Verfahren, Beschlussfähigkeit und Disziplin. 

Q:

5. Kann der Bundeskanzler abgewählt werden bzw. gibt es für den Bundestag eine Möglichkeit, sich eines Kanzlers zu entledigen? Begründen Sie Ihre Antwort! 

A:

Ja, Misstrauensvotum Art. 67 GG greift. D.h. der Bundestag kann sich durch die absolute Mehrheit des Bundeskanzlers entledigen, sobald ein neuer sie einen neuen mit absoluter Mehrheit gewählt haben und der BP diesen Ernennen will. 

Q:

1. Die Legislaturperiode dauert gem. Art. 39 I GG vier Jahre. Könnte der Bundestag die Legislaturperiode auf 5 Jahre heraufsetzen? Begründen Sie Ihre differenzierende Antwort! 

A:

(-) Materiell hinsichtlich der laufenden Legislaturperiode (vgl. Art. 20 i.V.m. Art. 79 III GG), da keine demokratische Legitimation durch das Volk für die Zeit der Verlängerung (wäre die Verlängere zu lange) 

(+)Formell  bei einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestags und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrats (Art. 79 II GG)

Nur Art 1- 20 unveränderbar; Art. 39 davon nicht erfasst  änderbar

(+) Materiell  hinsichtlich zukünftiger Legislaturperioden, Höchstgrenze von fünf Jahren (h.M.); bereits jetzt beträgt die Dauer der Legislaturperioden in den Landesparlamenten fünf Jahre (Ausnahme Bremen: vier Jahre).

Q:

12. Was sind Rechtsverordnungen? 


A:

Rein materielle Gesetze mit Außenwirken, die von der Exekutive erlassen werden soweit diese nach Art. 80 I GG dazu ermächtigt ist und Inhalt, Zweck und Ausmaß der erteilten Ermächtigung in den Gesetzen bestimmt werden. Die Rechtsgrundlage ist in der Verordnung anzugeben. z.B. Corona-Schutz-Verordnung, StVO, BImSchVO 

Q:

15. konkurrierenden Bundesgesetzgebungskompetenz? (Kern-, Bedarfs- und Abweichungskompetenzen

A:

Kernkompetenzen: Art 74 I GG alle Gesetzgebungskonkurrenzen und alle, die nicht in Art. 72 II aufgelistet sind
Nachweis der Erforderlichkeit einer bundesgesetzlichen Regelung (Art 72 II) muss nicht erbracht werden

Bedarfskompetenzen alle aus Art 72 II GG 

Zusätzlich: Prüfung, ob die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder die Wahrung der Rechts- oder Wirtschaftseinheiten im gesamtstaatlichen Interesse eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich macht. (2. Hs. Art 72 II)
Nachweis zur Erforderlichkeit muss vom Bund ergehen.

Abweichungskompetenzen nach Art 72 III: heißt, dass Länder in Fällen, des Art 72 III bei denen der Bund von seiner Gesetzgebungskompetenz gebraucht gemacht hat, Länder abweichende Regelungen treffen können, ohne das die Bundesgesetze Sperrwirkung entfalten. 

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