EVE at Hochschule Für Angewandte Wissenschaften Hamburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für EVE an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

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TESTE DEIN WISSEN

Versuch einer Schlussfolgerung und Zusammenfassung

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TESTE DEIN WISSEN

Schlussfolgerung


  • Im Prozess der Zivilastion wird das Tier als Ursprung von Fleisch immer weiter aus der Erlebnisphäre und aus dem Bewusstsein gedrängt - Dissoziation von Fleisch und Tier
  • Bambi-Romantik und Naturentfremdung tragen zu einer Verklärung bei - Vom Nutztier zum Schoßtier
  • Die Kategorisierung von Tieren als "Nahrung" und der Verzehr von Fleisch führt dazu, dass diese als weniger sensibel und leidensfähig wahrgenommen werden und damit ihren moralischen Anspruch einbüßen - Reduktion kognitiver Dissonanz
  • Tiere streicheln, Tiere essen - Keine Frage der Reihenfolge, sondern entweder-oder
  • Und wenn Fleisch gegessen wird, wollen wir nichts von den widrigen Umständen sehen - Bon Appetit!




Zusammenfassung 


  • Es gibt das dreifache Fleischparadox
  • 4 Hauptursachen für vegetarische Ernährung
  • Systematische Review und Meta-Analyse: PICO(TS)-Schema, PRISMA-Flowchart, Forest-Plot
  • Vorrücken der Peinlichkeitsschwelle - Auslagerung des toten Tieres - Dissoziation von Fleisch und Tier
  • Fleischkonsum löst kognitive Dissonanz aus - Dissonanzreduktion (Leidensfähigkeit)
  • Moral Credetials (Moralische Überheblichkeit)
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TESTE DEIN WISSEN

Mechanismen, um die Aufnahme mit dem Bedarf abzugleichen

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TESTE DEIN WISSEN

1. Mahlzeitenhäufigkeit


Bei Säuglingen, die ausschließlich gestillt werden ("Stillen nach Bedarf" "breastfeeding on demand")




2. Mahlzeitengröße


Erste Monate: 

größere Mahlzeiten nach längeren Intervallen (Schlaf, Nacht) 

Die vorangegangen Pausen (intermeal interval) bestimmen die Größe der nachfolgenden Mahlzeit (preprandial correlation


Nach ca. 6 Monaten: 

Größe der Mahlzeit bestimmt nachfolgende Pause bis zur nächsten Mahlzeit (postprandial correlation




3. Lebensmittelauswahl 


Entwicklung von Geschmackpräferenzen


Angeborene Präferenz: süß, cremige Textur 

Angeborene Aversion: sauer, scharf, bitter 


ca. 4-6 Monate: salzig, sauer 

ca. 8-12 Jahre: scharf 

ca. 11-14 Jahre: bitter 



Studie: Self-selection of diet by newly weaned infants (Clara Davis 1928)


-> Gerade abgestillte Kinder werden mit der Selbstauswahl von natürlichen LM konfrontiert 


Ergebnis: 

  • Optimale Ernährung in Hinblick auf Wachstum und Entwicklung
  • Selbstauswahl gleichwertig mit Empfehlungen
  • Entwicklung von zweitweisen Präferenzen für LMs, die dann aber wechsel 

-> Selbst-Regulation

-> Bedeutung der Lebensmittelvielfalt 



Erlernen von Nahrungspräferenzen


-> mere exposure effect Gewöhnung an Geschmack

(= Je häufiger wir einem Geschmack ausgesetzt werden, desto mehr mögen wir ihn)

-> Sozialer Einfluss 

Eltern, Gleichaltrige (Peer-Group)

-> Falvour-Flavour-Learning (FFL)

Neuen, unbekannten Geschmack mit bekanntem, gemochten Geschmack kopppeln = Akzeptanz 

Neuen, unbekannten Geschmack mit bekanntem, nicht-gemochtem Geschmack kopppeln = Ablehnung 

(Prinzip der Konditionierung)

-> Flavour consequence learning (FCL)

Assoziation von Nahrungsreizen mit den physiologischen Konsequenzen der Nahrung

(Prinzip der Konditionierung)



Präferenzen und Belohnung


- Speisen, die als Belohnung gegessen werden, werden stärker präferiert 

- Speisen, deren essen belohnt wird, werden stärker präferiert (wichtig: nicht LM belohnen, die eh schon gemocht werden!)



Neophobia


Unbekanntes Essen oder unbekannter Geschmack wird vermieden




Entwicklung von Aversionen gegen LM


- Schlechter Geschmack 

- Angst vor Schaden (körperlich oder psychosozial)

- Nichtessbarkeit (interkulturell, Ekel = emotionale Reaktion)




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TESTE DEIN WISSEN

Unterschied zwischen Aufnahme und Bedarf

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TESTE DEIN WISSEN

Der Energie- Nährstoffbedarf ist kontinuierlich gegeben, während die Aufnahme periodisch (in Form von Mahlzeiten) von statten gehen.



Ziel: Aufnahme und Bedarf abgleichen



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TESTE DEIN WISSEN

Entwicklungsaufgaben des Kindes

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TESTE DEIN WISSEN

1. univore Muttermilch -> omnivores breites Nahrungssprektum 


2. Eine positive Energiebilanz ist nötig für den Wachstum

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TESTE DEIN WISSEN

Essbarkeit, Tabu, Ekel

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TESTE DEIN WISSEN

Essbarkeit: 


Ein sozial-kulturelles Konzept, das im Lauf der Sozialisation erlernt wird.


-> Aufnahme in den Speiseplan



Nahrungs-Tabus:


Prinzipiell essbare Dinge, die kulturell als nicht-essbar betrachtet werden, werden mit einem Tabu belegt.


-> Sonstiger Nutzen vorhanden: Wertschätzung (Gottheit, Schoßtier, ...)


-> Kein sonstiger Nutzen: Verachtung, Schädlichkeit



Ekel: 


Der Konsum oder die Vorstellung des Konsums von tabuisierter Nahrung löst heftige, negative emotionale Reaktionen aus. Ekel ist ansteckend/übertragbar.

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TESTE DEIN WISSEN

Theorie der optimalen Futtersuche

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TESTE DEIN WISSEN

Ein Tier wird nur dann in den Speiseplan aufgenommen, wenn sich dadurch die Kalorienausbeute im Verhältnis zum Gesamtaufwand an Arbeitskraft erhöhen lässt. 


Energieausbeute > Gesamtaufwand an Arbeitskraft (sehr ökonomisch)

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TESTE DEIN WISSEN

Stoppsignale für Hunger (= Sättigung)

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TESTE DEIN WISSEN

Intra-meal satiety (satiation)


Signale und Prozesse, die zum Beeindigen einer Mahlzeit führt



Inter-meal satiety


Signale und Prozesse, die den Beginn einer neuen Mahlzeit verhindern

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Varianten des Vegetarismus

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TESTE DEIN WISSEN

Klassische Varianten


Lacto-ovo-Vegetarier

-> Milch- und Eierverzehr


Lacto-Vegetarier

-> Milchverzehr


Ovo-Vegetarier

-> Eierverzehr


Vegan

-> Rein pflanzlich


Rohköstler

-> Ausschließlich rohe LM


Frutarier 

-> Nur Obst




Neue Varianten 


Low meat eaters, Wechsel-Vegetarier, Flexitarier, Pesco-Vegetarier, Pollo-Vegetarier, Pudding-Vegetarier


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Das Fleisch-Paradox und kognitive Dissonanz

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TESTE DEIN WISSEN

Das Fleisch-Paradox 


  • Fleisch gehört in den meisten Kulturen zu den begehrtesten LM
  • Fleisch gehört zu den häufigsten tabuisierten LM in vielen Kulturen


  • Viele Menschen essen gerne Fleisch
  • Kaum jemand tut Tieren gerne weh und bringt sie gerne um


  • Fleischfreie Ernährung hätte Vorteile
  • Trotzdem ernährt sich die Mehrheit der Menschen weiterhin von Fleisch




"Kognitive Dissonanz"


  • Entsteht wenn jemand etwas tut, was zu seinen Werten, Einstellungen, vorherigen Handlungen etc. im Widerspruch steht 
  • Ist schlecht auszuhalten und motiviert dazu, etwas zu verändern: Einstellung oder Verhalten




Möglichkeiten kognitive Dissonanz zu verringern


  • Vegetarier werden
  • Sich nicht bewusst machen, dass Tiere getöt werden, um Fleisch zu produzieren

Rindfleisch ≠ Kuh 

Schnitzel ≠ Schwein 

Hähnchen ≠ Huhn 

  • Tiere werden aus moralischen Ansprüchen ausgeklammert (Tiere leiden nicht)
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TESTE DEIN WISSEN

Warum essen Menschen trotzdem Fleisch?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Männer verzehren in vielen Gesellschaften mehr Fleisch als Frauen (Jäger und Sammler als Begründung)
  • Fleisch ist ein Symbol für die Männlichkeit
  • Männer werden dann als weniger männlich eingeschätzt, wenn sie freiwillig vegan sind (nicht jedoch Vegetarier)






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TESTE DEIN WISSEN

Dissoziation von "Fleisch" und "Tier"

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TESTE DEIN WISSEN

Vermeidung des Anblick von "totem Tier"


-> Auslagerung/Verbannung von Schlachten, Zerlegen, Zubereitung, Servieren


Folge:

  • Verlust des Bewusstseins von der Herkunft!
  • Bambi-Romantik: Die unberührte Natur ist süß und gut




Norbert Elias: Über den Prozess der Zivilisation 


Höfische Kultur im Mittelalter:

Das ganze Tier oder große Teile wurden zu Tisch gebracht. Das Tranchieren ist eine Aufgabe, die dem ranghöchsten anwensenden Männern zustand. 

Später gab es ein Verrücken der Peinlichkeitsschwelle gegenüber dem Anblick der toten Tiere, wodurch eine Verlagerung des Zerlegens hinter den Kulissen in spezialisierte Enklaven (= in der Küche)


-> Kognitive Dissonanz

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TESTE DEIN WISSEN

Nudge / Nudging

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TESTE DEIN WISSEN

= "Gesunde Wahl durch Anreize leicht gemacht" (Verhaltensänderung hervorrufen, ohne gezwungen zu werden)


“[…] is any aspect of the choice architecture that alters people’s behaviour in a predictable way without forbidding any options or significantly changing their economic incentives. To count as a mere nudge, the intervention must be easy and cheap to avoid. Nudges are not mandates. Putting fruit at eye level counts as a nudge. Banning junk food does not.”


„[…] geschicktes Gestalten von Anreizdesign, Zugangsoptionen, Voreinstellungen (default) und Umfeld, ohne Eingriff in die Entscheidungsfreiheit und mit minimaler Intervention für den Markt.“ (Howells, 2005)


„Nudging besteht darin, die Umwelt so zu gestalten, dass man gewünschtes Verhalten einfacher machen kann.“ (Renner, B., 2016)






Hintergrund 


  • Es reicht nicht aus, zu wissen, was gesund ist (Knoll, Scholz, Rieckmann, 2013)
  • WIr essen auch das, worauf wir Lust haben 


-> Wollen und Tun stimmen nicht immer überein ("Intentions-Verhaltens-Lücke)

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  • 1844 Studierende
  • 107 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen EVE Kurs an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Versuch einer Schlussfolgerung und Zusammenfassung

A:

Schlussfolgerung


  • Im Prozess der Zivilastion wird das Tier als Ursprung von Fleisch immer weiter aus der Erlebnisphäre und aus dem Bewusstsein gedrängt - Dissoziation von Fleisch und Tier
  • Bambi-Romantik und Naturentfremdung tragen zu einer Verklärung bei - Vom Nutztier zum Schoßtier
  • Die Kategorisierung von Tieren als "Nahrung" und der Verzehr von Fleisch führt dazu, dass diese als weniger sensibel und leidensfähig wahrgenommen werden und damit ihren moralischen Anspruch einbüßen - Reduktion kognitiver Dissonanz
  • Tiere streicheln, Tiere essen - Keine Frage der Reihenfolge, sondern entweder-oder
  • Und wenn Fleisch gegessen wird, wollen wir nichts von den widrigen Umständen sehen - Bon Appetit!




Zusammenfassung 


  • Es gibt das dreifache Fleischparadox
  • 4 Hauptursachen für vegetarische Ernährung
  • Systematische Review und Meta-Analyse: PICO(TS)-Schema, PRISMA-Flowchart, Forest-Plot
  • Vorrücken der Peinlichkeitsschwelle - Auslagerung des toten Tieres - Dissoziation von Fleisch und Tier
  • Fleischkonsum löst kognitive Dissonanz aus - Dissonanzreduktion (Leidensfähigkeit)
  • Moral Credetials (Moralische Überheblichkeit)
Q:

Mechanismen, um die Aufnahme mit dem Bedarf abzugleichen

A:

1. Mahlzeitenhäufigkeit


Bei Säuglingen, die ausschließlich gestillt werden ("Stillen nach Bedarf" "breastfeeding on demand")




2. Mahlzeitengröße


Erste Monate: 

größere Mahlzeiten nach längeren Intervallen (Schlaf, Nacht) 

Die vorangegangen Pausen (intermeal interval) bestimmen die Größe der nachfolgenden Mahlzeit (preprandial correlation


Nach ca. 6 Monaten: 

Größe der Mahlzeit bestimmt nachfolgende Pause bis zur nächsten Mahlzeit (postprandial correlation




3. Lebensmittelauswahl 


Entwicklung von Geschmackpräferenzen


Angeborene Präferenz: süß, cremige Textur 

Angeborene Aversion: sauer, scharf, bitter 


ca. 4-6 Monate: salzig, sauer 

ca. 8-12 Jahre: scharf 

ca. 11-14 Jahre: bitter 



Studie: Self-selection of diet by newly weaned infants (Clara Davis 1928)


-> Gerade abgestillte Kinder werden mit der Selbstauswahl von natürlichen LM konfrontiert 


Ergebnis: 

  • Optimale Ernährung in Hinblick auf Wachstum und Entwicklung
  • Selbstauswahl gleichwertig mit Empfehlungen
  • Entwicklung von zweitweisen Präferenzen für LMs, die dann aber wechsel 

-> Selbst-Regulation

-> Bedeutung der Lebensmittelvielfalt 



Erlernen von Nahrungspräferenzen


-> mere exposure effect Gewöhnung an Geschmack

(= Je häufiger wir einem Geschmack ausgesetzt werden, desto mehr mögen wir ihn)

-> Sozialer Einfluss 

Eltern, Gleichaltrige (Peer-Group)

-> Falvour-Flavour-Learning (FFL)

Neuen, unbekannten Geschmack mit bekanntem, gemochten Geschmack kopppeln = Akzeptanz 

Neuen, unbekannten Geschmack mit bekanntem, nicht-gemochtem Geschmack kopppeln = Ablehnung 

(Prinzip der Konditionierung)

-> Flavour consequence learning (FCL)

Assoziation von Nahrungsreizen mit den physiologischen Konsequenzen der Nahrung

(Prinzip der Konditionierung)



Präferenzen und Belohnung


- Speisen, die als Belohnung gegessen werden, werden stärker präferiert 

- Speisen, deren essen belohnt wird, werden stärker präferiert (wichtig: nicht LM belohnen, die eh schon gemocht werden!)



Neophobia


Unbekanntes Essen oder unbekannter Geschmack wird vermieden




Entwicklung von Aversionen gegen LM


- Schlechter Geschmack 

- Angst vor Schaden (körperlich oder psychosozial)

- Nichtessbarkeit (interkulturell, Ekel = emotionale Reaktion)




Q:

Unterschied zwischen Aufnahme und Bedarf

A:

Der Energie- Nährstoffbedarf ist kontinuierlich gegeben, während die Aufnahme periodisch (in Form von Mahlzeiten) von statten gehen.



Ziel: Aufnahme und Bedarf abgleichen



Q:

Entwicklungsaufgaben des Kindes

A:

1. univore Muttermilch -> omnivores breites Nahrungssprektum 


2. Eine positive Energiebilanz ist nötig für den Wachstum

Q:

Essbarkeit, Tabu, Ekel

A:

Essbarkeit: 


Ein sozial-kulturelles Konzept, das im Lauf der Sozialisation erlernt wird.


-> Aufnahme in den Speiseplan



Nahrungs-Tabus:


Prinzipiell essbare Dinge, die kulturell als nicht-essbar betrachtet werden, werden mit einem Tabu belegt.


-> Sonstiger Nutzen vorhanden: Wertschätzung (Gottheit, Schoßtier, ...)


-> Kein sonstiger Nutzen: Verachtung, Schädlichkeit



Ekel: 


Der Konsum oder die Vorstellung des Konsums von tabuisierter Nahrung löst heftige, negative emotionale Reaktionen aus. Ekel ist ansteckend/übertragbar.

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Q:

Theorie der optimalen Futtersuche

A:

Ein Tier wird nur dann in den Speiseplan aufgenommen, wenn sich dadurch die Kalorienausbeute im Verhältnis zum Gesamtaufwand an Arbeitskraft erhöhen lässt. 


Energieausbeute > Gesamtaufwand an Arbeitskraft (sehr ökonomisch)

Q:

Stoppsignale für Hunger (= Sättigung)

A:

Intra-meal satiety (satiation)


Signale und Prozesse, die zum Beeindigen einer Mahlzeit führt



Inter-meal satiety


Signale und Prozesse, die den Beginn einer neuen Mahlzeit verhindern

Q:

Varianten des Vegetarismus

A:

Klassische Varianten


Lacto-ovo-Vegetarier

-> Milch- und Eierverzehr


Lacto-Vegetarier

-> Milchverzehr


Ovo-Vegetarier

-> Eierverzehr


Vegan

-> Rein pflanzlich


Rohköstler

-> Ausschließlich rohe LM


Frutarier 

-> Nur Obst




Neue Varianten 


Low meat eaters, Wechsel-Vegetarier, Flexitarier, Pesco-Vegetarier, Pollo-Vegetarier, Pudding-Vegetarier


Q:

Das Fleisch-Paradox und kognitive Dissonanz

A:

Das Fleisch-Paradox 


  • Fleisch gehört in den meisten Kulturen zu den begehrtesten LM
  • Fleisch gehört zu den häufigsten tabuisierten LM in vielen Kulturen


  • Viele Menschen essen gerne Fleisch
  • Kaum jemand tut Tieren gerne weh und bringt sie gerne um


  • Fleischfreie Ernährung hätte Vorteile
  • Trotzdem ernährt sich die Mehrheit der Menschen weiterhin von Fleisch




"Kognitive Dissonanz"


  • Entsteht wenn jemand etwas tut, was zu seinen Werten, Einstellungen, vorherigen Handlungen etc. im Widerspruch steht 
  • Ist schlecht auszuhalten und motiviert dazu, etwas zu verändern: Einstellung oder Verhalten




Möglichkeiten kognitive Dissonanz zu verringern


  • Vegetarier werden
  • Sich nicht bewusst machen, dass Tiere getöt werden, um Fleisch zu produzieren

Rindfleisch ≠ Kuh 

Schnitzel ≠ Schwein 

Hähnchen ≠ Huhn 

  • Tiere werden aus moralischen Ansprüchen ausgeklammert (Tiere leiden nicht)
Q:

Warum essen Menschen trotzdem Fleisch?

A:
  • Männer verzehren in vielen Gesellschaften mehr Fleisch als Frauen (Jäger und Sammler als Begründung)
  • Fleisch ist ein Symbol für die Männlichkeit
  • Männer werden dann als weniger männlich eingeschätzt, wenn sie freiwillig vegan sind (nicht jedoch Vegetarier)






Q:

Dissoziation von "Fleisch" und "Tier"

A:

Vermeidung des Anblick von "totem Tier"


-> Auslagerung/Verbannung von Schlachten, Zerlegen, Zubereitung, Servieren


Folge:

  • Verlust des Bewusstseins von der Herkunft!
  • Bambi-Romantik: Die unberührte Natur ist süß und gut




Norbert Elias: Über den Prozess der Zivilisation 


Höfische Kultur im Mittelalter:

Das ganze Tier oder große Teile wurden zu Tisch gebracht. Das Tranchieren ist eine Aufgabe, die dem ranghöchsten anwensenden Männern zustand. 

Später gab es ein Verrücken der Peinlichkeitsschwelle gegenüber dem Anblick der toten Tiere, wodurch eine Verlagerung des Zerlegens hinter den Kulissen in spezialisierte Enklaven (= in der Küche)


-> Kognitive Dissonanz

Q:

Nudge / Nudging

A:

= "Gesunde Wahl durch Anreize leicht gemacht" (Verhaltensänderung hervorrufen, ohne gezwungen zu werden)


“[…] is any aspect of the choice architecture that alters people’s behaviour in a predictable way without forbidding any options or significantly changing their economic incentives. To count as a mere nudge, the intervention must be easy and cheap to avoid. Nudges are not mandates. Putting fruit at eye level counts as a nudge. Banning junk food does not.”


„[…] geschicktes Gestalten von Anreizdesign, Zugangsoptionen, Voreinstellungen (default) und Umfeld, ohne Eingriff in die Entscheidungsfreiheit und mit minimaler Intervention für den Markt.“ (Howells, 2005)


„Nudging besteht darin, die Umwelt so zu gestalten, dass man gewünschtes Verhalten einfacher machen kann.“ (Renner, B., 2016)






Hintergrund 


  • Es reicht nicht aus, zu wissen, was gesund ist (Knoll, Scholz, Rieckmann, 2013)
  • WIr essen auch das, worauf wir Lust haben 


-> Wollen und Tun stimmen nicht immer überein ("Intentions-Verhaltens-Lücke)

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