Medien- und Kommunikationspsychologie at Hochschule Fresenius

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Was ist das Sender- Empfänger- Modell von Shannon & Weaver? 

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Warum ist das Sender- Empfänger- Modell für das heutige Medienhandeln unzureichend?

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Was ist das psych. Modell von Watzlawick und wie lauten seine 5 Axiome?
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Betrachten Sie Watzlawicks Axiome kritisch.

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Kommunikatives Handeln (Weber):
Was ist der Unterschied zwischen Handeln und sozialem Handeln?

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Intentionalität

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Was versteht man unter Sozialkonstruktivismus?
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Zusammenhang zwischen soz. Handeln und Sozialkonstruktivismus

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Welche Funktion haben Symbole?

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Was beschreibt Morris‘ Semiotisches Dreieck?

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Was beschreibt Meads Theorie der sozialen Identität? (Me, I, Self)
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Begriffserklärung Kommunikation

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Medien- und Kommunikationspsychologie

Was ist das Sender- Empfänger- Modell von Shannon & Weaver? 
Jede Kom. Hat einen Sender und Empfänger, die über einen Kanal Codes senden. 
Beide Seiten haben einen Zeichenvorrat (z.B. Kenntnis über die Bedeutung von Wörtern und Zeichen) -> Überschneidungsbereich muss vorliegen, damit kommuniziert werden kann (z.B. beide müssen die selbe Sprache verstehen)

Medien- und Kommunikationspsychologie

Warum ist das Sender- Empfänger- Modell für das heutige Medienhandeln unzureichend?
Es wurde ursprünglich für die Telefonkommunikation entwickelt und gibt eine Diskrepanz zw. Menschlicher und technischer Kom., deshalb ist es ungeeignet.

Durch wechselseitige Kom. Entsteht eine Dynamik, die die Zeichenvorräte erweitern könnte (durch Lernen oder Emergenz)

Medien- und Kommunikationspsychologie

Was ist das psych. Modell von Watzlawick und wie lauten seine 5 Axiome?
Kommunikation ist vielschichtig und hängt eng mit Beziehungen und Emotionen zusammen.

 1. Man kann nicht nicht kommunizieren!
Jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter sobald sich Menschen in wechselseitiger Wahrnehmung befinden.

2. Jede Kom. hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt!
Inhaltsaspekt: vermittelte sprachliche Bedeutung
Beziehungsaspekt: Menschen vermitteln, wer sie füreinander sind.
Bei gleichem Inhalt spielt die Beziehung eine wesentliche Rolle.

3. Kommunikation weist eine Interpunktion auf!
Kom. Ist strukturiert. Durch die Wechselseitigkeit, zeigen sich die Sprecher wer das Rederecht hat. 

4. Kom. findet über analoge und digitale Modalitäten statt!
Digitale: Sprache, Schrift, klare Semantik, wenig Interpretationsspielraum
Analoge: Mimik, Gestik, anfälliger für Missverständnisse 

5. Kom. ist symmetrisch oder komplementär!
Symmetrisch: auf Augenhöhe (z.B. Mutter + Vater)
Komplementär: Hierarchiegefälle (Eltern + Kind)





Medien- und Kommunikationspsychologie

Betrachten Sie Watzlawicks Axiome kritisch.
1. Axiom : Wenn Akteure nicht im Mittelpunkt der Wahrnehmung stehen, kommunizieren sie nicht. -> Kom. dann gegeben, wenn sich Sender im Fokus des Empfängers befindet (im Alltag nicht immer der Fall)
Beispiel: Man realisiert, dass im Wartezimmer ein anderer Mensch sitzt, beide Personen sind am lesen. Zentraler Fokus liegt auf dem Buch, sie kommunizieren nicht.

Außerdem setzt Watzlawick Kommunikation und Verhalten gleich.

Medien- und Kommunikationspsychologie

Kommunikatives Handeln (Weber):
Was ist der Unterschied zwischen Handeln und sozialem Handeln?
Handeln: Aktivitäten, mit denen Menschen einen Sinn verbinden
Soz. Handeln: den gemeinten Sinn auf das Verhalten anderer bezogen

Medien- und Kommunikationspsychologie

Intentionalität
- Findet unbewusst oder bewusst statt
- handeln vs. verhalten 
- Großteil der Handlungen geschieht unbewusst


Medien- und Kommunikationspsychologie

Was versteht man unter Sozialkonstruktivismus?
- Erwerb eines gesellschaftlichen Wissensvorrats
- Versorgung mit Sinnwelt der soz. Umgebung
- Konstruktion einer gemeinsamen Wirklichkeitsvorstelluhng durch gemeinsame Handlungen und Interaktionen 

Medien- und Kommunikationspsychologie

Zusammenhang zwischen soz. Handeln und Sozialkonstruktivismus
Durch den Sozialkonstruktivismus wird ein gesellschaftlicher WissenVorrat erworben. Der Großteil des soz. Handelns ist also sozial erworben und sozial nachvollziehbar. Die Erschließung und Interpretation von Bedeutungen erfolgt durch den Zugriff auf sozial erworbenes Wissen.

Medien- und Kommunikationspsychologie

Welche Funktion haben Symbole?
Kommunikation gelingt durch Einsatz von Symbolen/ Zeichen. Sie haben eine verbürgte Bedeutungsstruktur und sind nicht auf Sprache beschränkt.
Mithilfe von Symbolen kann man:
- sich verständlich machen
- Bedürfnisse + Wünsche formulieren
- Gründe für das eigene Handeln explizieren
- sich gegenseitig koordinieren

Medien- und Kommunikationspsychologie

Was beschreibt Morris‘ Semiotisches Dreieck?
Nach Morris hat jedes Zeichen drei Dimensionen:

Am Beispiel: Kind möchte ein Eis.

Syntaktische Dimension: = Zeichenträger -> allein das geschriebene/gesprochene Wort; Verhältnisse zwischen den Zeichen
Die Wörter „Ich“ „wollen“ „Eis“ in Zusammenhang gesetzt

Semantische Dimension: = Denotat -> inhaltlicher Kern; Bedeutung
Gemeint ist das angebotene Speiseeis, kein Getränk, kein Eiswürfel

Pragmatische Dimension: = Interpretant -> prozessiert die Zeichen; hinterfragt welche Handlungsaufforderung an den Empfänger gerichtet ist. 
Richtet sich an die Eltern, Aufforderung zum Kauf

Kritik: Frage des Zwecks fehlt.

Medien- und Kommunikationspsychologie

Was beschreibt Meads Theorie der sozialen Identität? (Me, I, Self)
Es ist eine Theorie des Identitätsmanagements und der wechselseitigen/ interaktiven Aushandlung der Identität.

In einer Kommunikation gibt es ein Me, I und Self. 

1. „Me“ - Zuweisung : Jemand sagt mir, was ich ihm bedeute
2. Spontane Reaktion im Kopf „I“. Muss nicht die Reaktion auf das Me sein.
3. Mentale Auseinandersetzung mit möglicher Anschlussreaktion des Gegenübers
4. „Self“ - Zuweisung meiner Identität (Aussage über mich selbst)

Self ist erneute Me- Zuweisung an den Anderen und es erfolgt eine Identitätsaushandlung aufs Neue.

Identitätskonstruktion erfolgt durch Andere, da das Me zur Auseinandersetzung und Formung der Identität zwingt.

Medien- und Kommunikationspsychologie

Begriffserklärung Kommunikation
- äußeres Ausdruckshandeln, an andere gerichtet 
- verwendet Symbole
- erwartet eine (gewünschte) Reaktion des Gegenübers 
- Koordinationsprozess -> Identitätsaushandlung + InformationsÜbermittlung

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