Klinische Störungslehre ätiologie at Hochschule Fresenius | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für klinische störungslehre ätiologie an der Hochschule Fresenius

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen klinische störungslehre ätiologie Kurs an der Hochschule Fresenius zu.

TESTE DEIN WISSEN

Frau E. - Fallbeispiel 
Die 65-jährige Patientin berichtet sie leide unter einer „Herzphobie“ und „Todesängsten“. Sie befürchte einen
Herzinfarkt zu bekommen und achte deshalb besonders auf den Herzschlag. Sie messe dreimal täglich ihren
Blutdruck. Spüre sie Unregelmäßigkeiten oder bekomme „ein heißes Gesicht“ messe sie alle fünf Minuten und
suche ihren Hausarzt oder die Notaufnahme auf. Meistens gehe es ihr im Wartezimmer schon wieder besser.
Aufgrund des heißen Kopfes habe sie auch schon befürchtet einen Gehirntumor zu haben. Untersuchungen
beim Kardiologen, Neurologen und Allgemeinmediziner seien jedoch ohne Befund gewesen. Sie verzichte auf
Zigaretten und Kaffee um ihrem Herzen nicht zu schaden und sei im Sommer bei großer Hitze nicht nach
draußen gegangen. Sie fahre nicht mehr mit der U-Bahn und der S-Bahn, da sie im Notfall nicht den Zugführer
verständigen können. Generell meide sie Orte, an denen sie nicht schnell Hilfe erhalten könnte (Tunnel, große
Menschenmengen). Sie nehme Knoblauchpillen und Magnesium ein um das Herz zu kräftigen und informiere
sich täglich im Internet über die körperlichen Symptome. „Es geht nur um den Tod“. Würde im Fernsehen über
Tod und Sterben berichtet, schalte sie ab oder fange an zu weinen. Sie habe Angst einzuschlafen und panische
Angst vor einer möglichen Operation mit Narkose, weil sie befürchte nicht mehr aufzuwachen. Sie denke häufig
daran sich abends noch etwas zu gönnen, wie z.B. eine Cola zu trinken, da sie den nächsten Tag womöglich
nicht mehr erlebe. Sie leide schon seit ca. zwanzig Jahren unter der Symptomatik, könne sich aber nicht mehr
an einen Auslöser erinnern. Auf Anraten ihres Hausarztes begebe sie sich nun in Psychotherapie.
--> Verfassen Sie zu dem beschriebenen Fall eine horizontale Verhaltensanalyse nach dem SORCK-Modell unter Berücksichtigung der ätiologischen Faktoren somatoformer Störungen.

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TESTE DEIN WISSEN

S - Stimulus: bekommt einen heißen Kopf, Herzklopfen
O - Organismus: unregelmäßiger Herzschlag, großes Kontrollbedürfnis, weiblich (deutlich mehr Frauen
betroffen als Männer, 9/10)
R - Reaktion:
physiologisch: Herzklopfen, schweißnasse Hände; 

Verhalten: Blutdruck messen, viele Arztbesuche, Vermeidung der S-Bahn; Psychologisch/Emotional: Angst, Sorge;
Kognitiv: „Ich werde sterben/ Ich werde einen Herzinfarkt bekommen“
C - Kontingenz: regelmäßig
K - Konsequenz: Beunruhigung wird aufrechterhalten durch Schonverhalten, Lebensqualität verringert sich

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TESTE DEIN WISSEN

Konfliktmodell

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TESTE DEIN WISSEN

- Psychodynamische Konflikte sind unbewusste intrapsychische Konflikte
- Im Patienten geraten verschiedene Motive, Wünsche, Affekte, Normen etc. in einen nicht
lösbaren Konflikt
- Es entstehen unangenehme Gefühle wie Angst, Scham, Wut etc., die abgewehrt werden
- Folge der Abwehr ist das neurotische Symptom

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TESTE DEIN WISSEN

Wie gehe ich bei psychischen Störungen vor? 

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TESTE DEIN WISSEN

--> praktikabler integrativer Ansatz
--> von der Beobachtung über Befunderhebung zur diagnostischen Klassifikation psychischer Störung
Merke: Diagnosen sind Konstrukte!
--> Menschen HABEN nicht eine psychische Störung, sondern sie erfüllen die Kriterien einer psychischen Störung!


Klausur: keine Infos abfragen die auswendig gelernt (wie viel Kriterien von der und der Störung...Klassifikation)
– eher Anwendungsfragen z.B. Patientenbeispiele

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TESTE DEIN WISSEN

Vor- und Nachteile der Klassifikation psychischer Störungen !!!

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TESTE DEIN WISSEN

Vorteile der Klassifikation psych. Stör.
Nomenklatur: Strukturierung von Informationen
Systematische Untersuchung von Ursachen und Behandlungsansätzen der klassifizierten Störungen
Pragmatisch: für welche Probleme/ Störungen bezahlt die Krankenkasse
Nachteile der Klassifikation psych. Stör.
• Zusammenfassung von Information -->
Informationsverlust
Stigmatisierung / Stereotypisierung --> Labeling


--> Experiment v. Rosenhan, um zu testen wie gut Diagnosekriterien für psychische Erkrankungen sind & wie einfach es ist behandelt zu werden, nur wenn man sagt, dass man „Stimmen hört“ --> sehr einfach -->
überarbeitete daraufhin DSM

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Traumamodell

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TESTE DEIN WISSEN

- In der traumatischen Situation erfolgt eine emotionale Überflutung und kognitive Verwirrung.
- Die traumatische Erfahrung bleibt abgespalten und desintegriert.
- Geringe Anlässe können das traumatische Erleben triggern.
- Symptome: PTSD (Flashbacks, Hyperarousal, Vermeidungs-verhalten, emotionale Taubheit etc.), dissoziative
Symptome)

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Bekannte Klassifikationssysteme

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TESTE DEIN WISSEN

- International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD Version ICD-10 GM; Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) --> konzipiert als weltweit verbindliche Nomenklatur aller Erkrankungen mit Einschluss psychischer Störungen
- Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM Version DSM5; Diagnostisches und Statistisches
Handbuch Psychischer Störungen) --> konzipiert als klinisches und forschungsrelevantes prozedurales Manual
psychischer Störungen

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Geschichtliche Entwicklung aktueller Klassifikationssysteme (nicht auswendig für Klausur)

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TESTE DEIN WISSEN

- Bis 1950 gab es mehrere hundert verschiedene Klassifikationssysteme psychischer Störungen, die jeweils
unterschiedliche Schwerpunkte setzten (Symptomatologie, Zeitverlauf, Ätiologie, Intensität, Sicherheit der Diagnose)
--> Probleme:
• Geringe Reliabilität
• Keine Übereinstimmung zwischen verschiedenen Schulen, Institutionen und Ländern
• Keine prognostische und therapeutische Validität
• Hohe Stigmatisierungsgefahr
• Keine Bindung an wissenschaftliche Kriterien
• Keine sinnvolle Sprache für alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen

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Relevante Änderungen im neuen DSM-5:

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Online-Erweiterungen

• Erhöhung von Reliabilität und Validität
Medizinische Krankheitsfaktoren (vormals Achse III) sollen weiterhin codiert
werden, wenn Sie für das Verständnis psychischer Störungen relevant sind.
Relevante Psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme (vormals Achse IV) sind in die Codierungen der Störungen miteingegangen --> stärkere Berücksichtigung von entwicklungsbezogenen Aspekten
• Die GAF-Skala (vormals Achse V) ist nicht mehr Bestandteil des DSM-5.
• Betonung von dimensionalen und störungsübergreifenden Maßen.
• Einführung neuer Diagnosen (z.B. Binge-Eating Störung, Dermatillomanie)
Diagnosen-Anzahl von 174 auf 157 reduziert --> Erleichterung der Handhabung (Vereinfachung vieler Störungsklassen)

Abschaffung der multiaxialen Einteilung aus dem DSM-IV-TR

--> 

DSM-IV (veraltet) Multiaxiale Einteilung (Achse 1: klinische Störungen, z.B. Schizophrenie; Achse 2:
Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderungen; Achse 3: medizinische Krankheitsfaktoren; Achse 4:
psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme; Achse 5: globale Beurteilung des Funktionsniveaus anhand
GAF-Skala-->nicht mehr Bestandteil)

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Definition: psychische Störung !!!

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TESTE DEIN WISSEN

Laut DSM-IV: klinisch bedeutsames Verhalten oder psychisches Syndrom oder Muster, das mit momentanen Leiden oder einer Beeinträchtigung oder einem erhöhten Risiko zu sterben einhergeht. (Unabhängig von ursprünglichem Auslöser sollte verhaltensmäßige psychische oder biologische Funktionsstörungen bei Person beobachtbar sein)

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Anwendungsempfehlungen (ICD-10 / DSM-5) !!!

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TESTE DEIN WISSEN

 ICD-10 zur diagnostischen Kategorisierung von psychiatrischen Hauptdiagnosen und psychisch komorbiden Störungen sowie somatischen Erkrankungen wichtig.
• Die Kinder- und Jugendpsychiatrie verwendet im Gegensatz zur Erwachsenenpsychiatrie ein multiaxiales System entsprechend dem DSM.
• Für Forschung empfiehlt sich die Anwendung von DSM, da es speziellere und genauere diagnostische Kriterien beinhaltet.

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ICD-10 (Multiaxialität)

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TESTE DEIN WISSEN

--> Kodierungen der ICD sind zu Dokumentationszwecken für alle Gesundheitssysteme der Welt verbindlich


Multiaxialität von ICD
- Achse 1: Klinische Diagnosen; 1a Psychische Störungen; 1b Somatische Störungen
- Achse 2: Psychosoziale Funktionseinschränkungen (WHO Disability Diagnostic Scale)
- Achse 3: Umgebungs- und situationsabhängige Ereignisse, Probleme der Lebensführung und – Bewältigung

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Strukturmodell

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TESTE DEIN WISSEN

-Eingeschränkte Fähigkeit der Regulierung des eigenen Selbstsystems und der interpersonellen Beziehungen
bestimmen die Symptomatik
- Ich-Funktionen
- Objektbeziehungen
- äußere frühere und aktuelle
- Objektbeziehungen
- verinnerlichte Objektbeziehungen: Normen, Gebote, Verbote
Struktur
- Verfügbarkeit über „Ich-Funktionen“, d.h. psychische Funktionen, die für die Organisation des Selbst und der
Beziehungen notwendig sind.
- „Wie funktioniert seine Persönlichkeit in bestimmten Situationen?“
Strukturelle Störung
- Mangelnde Verfügbarkeit von „Ich-Funktionen“

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  • 3540 Studierende
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Beispielhafte Karteikarten für deinen klinische störungslehre ätiologie Kurs an der Hochschule Fresenius - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Frau E. - Fallbeispiel 
Die 65-jährige Patientin berichtet sie leide unter einer „Herzphobie“ und „Todesängsten“. Sie befürchte einen
Herzinfarkt zu bekommen und achte deshalb besonders auf den Herzschlag. Sie messe dreimal täglich ihren
Blutdruck. Spüre sie Unregelmäßigkeiten oder bekomme „ein heißes Gesicht“ messe sie alle fünf Minuten und
suche ihren Hausarzt oder die Notaufnahme auf. Meistens gehe es ihr im Wartezimmer schon wieder besser.
Aufgrund des heißen Kopfes habe sie auch schon befürchtet einen Gehirntumor zu haben. Untersuchungen
beim Kardiologen, Neurologen und Allgemeinmediziner seien jedoch ohne Befund gewesen. Sie verzichte auf
Zigaretten und Kaffee um ihrem Herzen nicht zu schaden und sei im Sommer bei großer Hitze nicht nach
draußen gegangen. Sie fahre nicht mehr mit der U-Bahn und der S-Bahn, da sie im Notfall nicht den Zugführer
verständigen können. Generell meide sie Orte, an denen sie nicht schnell Hilfe erhalten könnte (Tunnel, große
Menschenmengen). Sie nehme Knoblauchpillen und Magnesium ein um das Herz zu kräftigen und informiere
sich täglich im Internet über die körperlichen Symptome. „Es geht nur um den Tod“. Würde im Fernsehen über
Tod und Sterben berichtet, schalte sie ab oder fange an zu weinen. Sie habe Angst einzuschlafen und panische
Angst vor einer möglichen Operation mit Narkose, weil sie befürchte nicht mehr aufzuwachen. Sie denke häufig
daran sich abends noch etwas zu gönnen, wie z.B. eine Cola zu trinken, da sie den nächsten Tag womöglich
nicht mehr erlebe. Sie leide schon seit ca. zwanzig Jahren unter der Symptomatik, könne sich aber nicht mehr
an einen Auslöser erinnern. Auf Anraten ihres Hausarztes begebe sie sich nun in Psychotherapie.
--> Verfassen Sie zu dem beschriebenen Fall eine horizontale Verhaltensanalyse nach dem SORCK-Modell unter Berücksichtigung der ätiologischen Faktoren somatoformer Störungen.

A:

S - Stimulus: bekommt einen heißen Kopf, Herzklopfen
O - Organismus: unregelmäßiger Herzschlag, großes Kontrollbedürfnis, weiblich (deutlich mehr Frauen
betroffen als Männer, 9/10)
R - Reaktion:
physiologisch: Herzklopfen, schweißnasse Hände; 

Verhalten: Blutdruck messen, viele Arztbesuche, Vermeidung der S-Bahn; Psychologisch/Emotional: Angst, Sorge;
Kognitiv: „Ich werde sterben/ Ich werde einen Herzinfarkt bekommen“
C - Kontingenz: regelmäßig
K - Konsequenz: Beunruhigung wird aufrechterhalten durch Schonverhalten, Lebensqualität verringert sich

Q:

Konfliktmodell

A:

- Psychodynamische Konflikte sind unbewusste intrapsychische Konflikte
- Im Patienten geraten verschiedene Motive, Wünsche, Affekte, Normen etc. in einen nicht
lösbaren Konflikt
- Es entstehen unangenehme Gefühle wie Angst, Scham, Wut etc., die abgewehrt werden
- Folge der Abwehr ist das neurotische Symptom

Q:

Wie gehe ich bei psychischen Störungen vor? 

A:

--> praktikabler integrativer Ansatz
--> von der Beobachtung über Befunderhebung zur diagnostischen Klassifikation psychischer Störung
Merke: Diagnosen sind Konstrukte!
--> Menschen HABEN nicht eine psychische Störung, sondern sie erfüllen die Kriterien einer psychischen Störung!


Klausur: keine Infos abfragen die auswendig gelernt (wie viel Kriterien von der und der Störung...Klassifikation)
– eher Anwendungsfragen z.B. Patientenbeispiele

Q:

Vor- und Nachteile der Klassifikation psychischer Störungen !!!

A:

Vorteile der Klassifikation psych. Stör.
Nomenklatur: Strukturierung von Informationen
Systematische Untersuchung von Ursachen und Behandlungsansätzen der klassifizierten Störungen
Pragmatisch: für welche Probleme/ Störungen bezahlt die Krankenkasse
Nachteile der Klassifikation psych. Stör.
• Zusammenfassung von Information -->
Informationsverlust
Stigmatisierung / Stereotypisierung --> Labeling


--> Experiment v. Rosenhan, um zu testen wie gut Diagnosekriterien für psychische Erkrankungen sind & wie einfach es ist behandelt zu werden, nur wenn man sagt, dass man „Stimmen hört“ --> sehr einfach -->
überarbeitete daraufhin DSM

Q:

Traumamodell

A:

- In der traumatischen Situation erfolgt eine emotionale Überflutung und kognitive Verwirrung.
- Die traumatische Erfahrung bleibt abgespalten und desintegriert.
- Geringe Anlässe können das traumatische Erleben triggern.
- Symptome: PTSD (Flashbacks, Hyperarousal, Vermeidungs-verhalten, emotionale Taubheit etc.), dissoziative
Symptome)

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Bekannte Klassifikationssysteme

A:

- International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD Version ICD-10 GM; Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) --> konzipiert als weltweit verbindliche Nomenklatur aller Erkrankungen mit Einschluss psychischer Störungen
- Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM Version DSM5; Diagnostisches und Statistisches
Handbuch Psychischer Störungen) --> konzipiert als klinisches und forschungsrelevantes prozedurales Manual
psychischer Störungen

Q:

Geschichtliche Entwicklung aktueller Klassifikationssysteme (nicht auswendig für Klausur)

A:

- Bis 1950 gab es mehrere hundert verschiedene Klassifikationssysteme psychischer Störungen, die jeweils
unterschiedliche Schwerpunkte setzten (Symptomatologie, Zeitverlauf, Ätiologie, Intensität, Sicherheit der Diagnose)
--> Probleme:
• Geringe Reliabilität
• Keine Übereinstimmung zwischen verschiedenen Schulen, Institutionen und Ländern
• Keine prognostische und therapeutische Validität
• Hohe Stigmatisierungsgefahr
• Keine Bindung an wissenschaftliche Kriterien
• Keine sinnvolle Sprache für alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen

Q:

Relevante Änderungen im neuen DSM-5:

A:

Online-Erweiterungen

• Erhöhung von Reliabilität und Validität
Medizinische Krankheitsfaktoren (vormals Achse III) sollen weiterhin codiert
werden, wenn Sie für das Verständnis psychischer Störungen relevant sind.
Relevante Psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme (vormals Achse IV) sind in die Codierungen der Störungen miteingegangen --> stärkere Berücksichtigung von entwicklungsbezogenen Aspekten
• Die GAF-Skala (vormals Achse V) ist nicht mehr Bestandteil des DSM-5.
• Betonung von dimensionalen und störungsübergreifenden Maßen.
• Einführung neuer Diagnosen (z.B. Binge-Eating Störung, Dermatillomanie)
Diagnosen-Anzahl von 174 auf 157 reduziert --> Erleichterung der Handhabung (Vereinfachung vieler Störungsklassen)

Abschaffung der multiaxialen Einteilung aus dem DSM-IV-TR

--> 

DSM-IV (veraltet) Multiaxiale Einteilung (Achse 1: klinische Störungen, z.B. Schizophrenie; Achse 2:
Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderungen; Achse 3: medizinische Krankheitsfaktoren; Achse 4:
psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme; Achse 5: globale Beurteilung des Funktionsniveaus anhand
GAF-Skala-->nicht mehr Bestandteil)

Q:

Definition: psychische Störung !!!

A:

Laut DSM-IV: klinisch bedeutsames Verhalten oder psychisches Syndrom oder Muster, das mit momentanen Leiden oder einer Beeinträchtigung oder einem erhöhten Risiko zu sterben einhergeht. (Unabhängig von ursprünglichem Auslöser sollte verhaltensmäßige psychische oder biologische Funktionsstörungen bei Person beobachtbar sein)

Q:

Anwendungsempfehlungen (ICD-10 / DSM-5) !!!

A:

 ICD-10 zur diagnostischen Kategorisierung von psychiatrischen Hauptdiagnosen und psychisch komorbiden Störungen sowie somatischen Erkrankungen wichtig.
• Die Kinder- und Jugendpsychiatrie verwendet im Gegensatz zur Erwachsenenpsychiatrie ein multiaxiales System entsprechend dem DSM.
• Für Forschung empfiehlt sich die Anwendung von DSM, da es speziellere und genauere diagnostische Kriterien beinhaltet.

Q:

ICD-10 (Multiaxialität)

A:

--> Kodierungen der ICD sind zu Dokumentationszwecken für alle Gesundheitssysteme der Welt verbindlich


Multiaxialität von ICD
- Achse 1: Klinische Diagnosen; 1a Psychische Störungen; 1b Somatische Störungen
- Achse 2: Psychosoziale Funktionseinschränkungen (WHO Disability Diagnostic Scale)
- Achse 3: Umgebungs- und situationsabhängige Ereignisse, Probleme der Lebensführung und – Bewältigung

Q:

Strukturmodell

A:

-Eingeschränkte Fähigkeit der Regulierung des eigenen Selbstsystems und der interpersonellen Beziehungen
bestimmen die Symptomatik
- Ich-Funktionen
- Objektbeziehungen
- äußere frühere und aktuelle
- Objektbeziehungen
- verinnerlichte Objektbeziehungen: Normen, Gebote, Verbote
Struktur
- Verfügbarkeit über „Ich-Funktionen“, d.h. psychische Funktionen, die für die Organisation des Selbst und der
Beziehungen notwendig sind.
- „Wie funktioniert seine Persönlichkeit in bestimmten Situationen?“
Strukturelle Störung
- Mangelnde Verfügbarkeit von „Ich-Funktionen“

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