Reformation at Freie Universität Berlin | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Reformation an der Freie Universität Berlin

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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklungslinien, die zu Reformation führten
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TESTE DEIN WISSEN
ab 1450
  1. Bildungsverständnis, Bildungsvoraussetzung bei Laien
  2. Kritik am Klerus wird populär (z.T. nicht: Kritik an Kirche allgemein)
  3. spezifische Form tiefer Gläubigkeit von Laien ("spätmittelalterliche Frömmigkeit")
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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklung Bildungsverständnis
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TESTE DEIN WISSEN
  • Humanistische Bildungsbewegung
  • Steigerung Lesefähigkeit von Laien
    • Verbreitung von Luthers Übersetzung ohne Bildungsvoraussetzung nicht möglich
  • Wiederentdeckung klassischer Schriften
  • Bedeutung alter Sprachen steigt, ermöglicht Originallektüre
  • Bildungsgrundsatz: Ad fontes! (=zu den Quellen!)
  • Buchdruck ermöglicht schnelle, kostengünstige und massenhafte Verbreitung von Schriftlichkeit
    • Bücher nicht mehr Kirchenmonopol auf Bildung vorbehalten, erschwinglicher
  • Lektüre von Bibel in den Volkssprachen verbreitet
  • bedeutet: Kenntnisse über Regeln, Glaubenssätze und Riten
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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklung Kritik an Klerus
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TESTE DEIN WISSEN
  • Kritik an Strukturen der Alten Kirche
    • gesteigerte Bildung -> Selbstbewusstsein gegenüber Klerus
  • strukturelle Probleme der Alten Kirche
    • Klerus oft mangelhaft gebildet
  • gleichzeitig "Verweltlichung" von Klerus und Ämtern
    • Probleme der Sittlichkeit (Gesellschaft begleitet dies kritisch; führt zu Kritik am Klerus, nicht unbedingt an Kirche)
    • gebildete Laien vs. ungebildeter Klerus
    • Pfründewesen und Nepotismus
      • sammeln von einzelnen Ämtern aus weltlichen Gründen, bestimmte Familien werden bevorzugt
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TESTE DEIN WISSEN
Warum spricht man bei der Kirche um 1500 nicht von "katholischer" Kirche, sondern von "alter" Kirche?
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TESTE DEIN WISSEN
  • katholisch = allumfassend
    • weiterhin als überlegene Kirche dargestellt
  • Kirche noch nicht gespalten
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TESTE DEIN WISSEN
Ab wann spricht man von "Katholischer Kirche"?
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TESTE DEIN WISSEN
nach Reformation als Abgrenzung zur neuen/evangelischen Kirche
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TESTE DEIN WISSEN
Entwicklung spezifische Form tiefer Gläubigkeit von Laien
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TESTE DEIN WISSEN
  • um 1500 wirtschaftliche Unsicherheiten, "kleine Eiszeit", Verarmungsphänomene
  • neue und intensivere Formen der Laienfrömmigkeit bildeten sich heraus
    • Reliquiensammeln wird intensiv betrieben --> Verdinglichung
  • städtisches Bürgertum nutzt wirtschaftliche Potenz zu religiösen Aufwendungen und Schriften
  • entstehen einer "quantifizierenden Leistungsfrömmigkeit"
    • Findung eines Gottes als existentieller Bestandteil des Lebens; Trieb nur teilweise von Klerus aufgefangen
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TESTE DEIN WISSEN
Zusammenhang der Entwicklungslinien
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TESTE DEIN WISSEN
  • Humanismus -> bessere Laienbildung -> steigende Kritikfreudigkeit
  • unsichere Lebensverhältnisse -> steigende Heilsangst -> intensivere Frömmigkeit
  • kirchliche Hofhaltung -> Pfründenwirtschaft und Leistungsfrömmigkeit
  • Pfründenwirtschaft und Anstieg Anzahl Kleriker -> weniger "Hauptamtliche", mehr Kleriker mit geringer Ausbildung -> Probleme bei Erfüllung des kirchlichen Amtes und Sittlichkeit
  • Probleme bei Erfüllung des Amtes und Sittlichkeit -> Nichterfüllen der geistlichen, geistigen und moralischen Erwartungen von Laien
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TESTE DEIN WISSEN
Resultat der Entwicklungslinien
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TESTE DEIN WISSEN
  • Zusammentreffen von kirchlichem/päpstlichen Fiskalismus und dem Bedürfnis von Laien nach (qualifizierbarem) Anteil an der ewigen Seligkeit - schaukelt sich gegenseitig hoch
  • Verunsicherung über die eigene Zukunft
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Primärquellen
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TESTE DEIN WISSEN
  • Originale der entsprechenden Epochen / Epochenabschnitte
  • Merkmale: zeitliche Nähe
  • daher auch Literatur der Zeitgenossen
  • Liegen als Originale in Archiven oder in abgedruckter Form
  • d.h.: Editionen und Archive (teils online)
  • Editionen: auf Exemplare mit korrektem Abdruck und korrekter Übersetzung achten - fachwissenschaftliche Ausgabe nutzen
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TESTE DEIN WISSEN
Kann der Gedanke 1530 noch eingefangen werden?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Lutheraner nicht mehr zu integrieren, da schon ein Programm (Confessio Augustana) ausgearbeitet
  • reformatorisches Lager schon gespalten
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TESTE DEIN WISSEN
Recherche
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TESTE DEIN WISSEN
  • Archivführer
    • Übersicht über die Bestände eines bestimmten Archivs
  • Quellensammlung/Quellenedition
    • Publikation von Quellen in gedruckter oder digitaler Form
    • Suche: Bibliotheken, auf den Seiten einschlägiger Archive
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TESTE DEIN WISSEN
Unterscheidung Primär- und Sekundärliteratur
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TESTE DEIN WISSEN
  • Frage zur Unterscheidung
    • ist ein Buch von 1880 zur Rechtsentwicklung Bayerns zwischen 1500 und 1800 eine Primärquelle oder Sekundärliteratur
  • Antwort
    • Kommt auf die Frage der Arbeit an
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Q:
Entwicklungslinien, die zu Reformation führten
A:
ab 1450
  1. Bildungsverständnis, Bildungsvoraussetzung bei Laien
  2. Kritik am Klerus wird populär (z.T. nicht: Kritik an Kirche allgemein)
  3. spezifische Form tiefer Gläubigkeit von Laien ("spätmittelalterliche Frömmigkeit")
Q:
Entwicklung Bildungsverständnis
A:
  • Humanistische Bildungsbewegung
  • Steigerung Lesefähigkeit von Laien
    • Verbreitung von Luthers Übersetzung ohne Bildungsvoraussetzung nicht möglich
  • Wiederentdeckung klassischer Schriften
  • Bedeutung alter Sprachen steigt, ermöglicht Originallektüre
  • Bildungsgrundsatz: Ad fontes! (=zu den Quellen!)
  • Buchdruck ermöglicht schnelle, kostengünstige und massenhafte Verbreitung von Schriftlichkeit
    • Bücher nicht mehr Kirchenmonopol auf Bildung vorbehalten, erschwinglicher
  • Lektüre von Bibel in den Volkssprachen verbreitet
  • bedeutet: Kenntnisse über Regeln, Glaubenssätze und Riten
Q:
Entwicklung Kritik an Klerus
A:
  • Kritik an Strukturen der Alten Kirche
    • gesteigerte Bildung -> Selbstbewusstsein gegenüber Klerus
  • strukturelle Probleme der Alten Kirche
    • Klerus oft mangelhaft gebildet
  • gleichzeitig "Verweltlichung" von Klerus und Ämtern
    • Probleme der Sittlichkeit (Gesellschaft begleitet dies kritisch; führt zu Kritik am Klerus, nicht unbedingt an Kirche)
    • gebildete Laien vs. ungebildeter Klerus
    • Pfründewesen und Nepotismus
      • sammeln von einzelnen Ämtern aus weltlichen Gründen, bestimmte Familien werden bevorzugt
Q:
Warum spricht man bei der Kirche um 1500 nicht von "katholischer" Kirche, sondern von "alter" Kirche?
A:
  • katholisch = allumfassend
    • weiterhin als überlegene Kirche dargestellt
  • Kirche noch nicht gespalten
Q:
Ab wann spricht man von "Katholischer Kirche"?
A:
nach Reformation als Abgrenzung zur neuen/evangelischen Kirche
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Q:
Entwicklung spezifische Form tiefer Gläubigkeit von Laien
A:
  • um 1500 wirtschaftliche Unsicherheiten, "kleine Eiszeit", Verarmungsphänomene
  • neue und intensivere Formen der Laienfrömmigkeit bildeten sich heraus
    • Reliquiensammeln wird intensiv betrieben --> Verdinglichung
  • städtisches Bürgertum nutzt wirtschaftliche Potenz zu religiösen Aufwendungen und Schriften
  • entstehen einer "quantifizierenden Leistungsfrömmigkeit"
    • Findung eines Gottes als existentieller Bestandteil des Lebens; Trieb nur teilweise von Klerus aufgefangen
Q:
Zusammenhang der Entwicklungslinien
A:
  • Humanismus -> bessere Laienbildung -> steigende Kritikfreudigkeit
  • unsichere Lebensverhältnisse -> steigende Heilsangst -> intensivere Frömmigkeit
  • kirchliche Hofhaltung -> Pfründenwirtschaft und Leistungsfrömmigkeit
  • Pfründenwirtschaft und Anstieg Anzahl Kleriker -> weniger "Hauptamtliche", mehr Kleriker mit geringer Ausbildung -> Probleme bei Erfüllung des kirchlichen Amtes und Sittlichkeit
  • Probleme bei Erfüllung des Amtes und Sittlichkeit -> Nichterfüllen der geistlichen, geistigen und moralischen Erwartungen von Laien
Q:
Resultat der Entwicklungslinien
A:
  • Zusammentreffen von kirchlichem/päpstlichen Fiskalismus und dem Bedürfnis von Laien nach (qualifizierbarem) Anteil an der ewigen Seligkeit - schaukelt sich gegenseitig hoch
  • Verunsicherung über die eigene Zukunft
Q:
Primärquellen
A:
  • Originale der entsprechenden Epochen / Epochenabschnitte
  • Merkmale: zeitliche Nähe
  • daher auch Literatur der Zeitgenossen
  • Liegen als Originale in Archiven oder in abgedruckter Form
  • d.h.: Editionen und Archive (teils online)
  • Editionen: auf Exemplare mit korrektem Abdruck und korrekter Übersetzung achten - fachwissenschaftliche Ausgabe nutzen
Q:
Kann der Gedanke 1530 noch eingefangen werden?
A:
  • Lutheraner nicht mehr zu integrieren, da schon ein Programm (Confessio Augustana) ausgearbeitet
  • reformatorisches Lager schon gespalten
Q:
Recherche
A:
  • Archivführer
    • Übersicht über die Bestände eines bestimmten Archivs
  • Quellensammlung/Quellenedition
    • Publikation von Quellen in gedruckter oder digitaler Form
    • Suche: Bibliotheken, auf den Seiten einschlägiger Archive
Q:
Unterscheidung Primär- und Sekundärliteratur
A:
  • Frage zur Unterscheidung
    • ist ein Buch von 1880 zur Rechtsentwicklung Bayerns zwischen 1500 und 1800 eine Primärquelle oder Sekundärliteratur
  • Antwort
    • Kommt auf die Frage der Arbeit an
Reformation

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