Bewusstsein II at Freie Universität Berlin | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Bewusstsein II an der Freie Universität Berlin

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die Kognitionspsychologischen Theorien des Bewusstseins.

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TESTE DEIN WISSEN

DICE Modell 

Global workspace theory

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne Probleme des DICE-Modells.

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TESTE DEIN WISSEN

1. Offene Fragen

- Welche Mechanismen aktivieren das Bewußtseinssystem?
- Wie erzeugt das Bewußtseinssystem Bewußtsein? 

->  weicht der Frage aus, wie Bewußtsein entsteht 


2. Empirische Plausibilität 

Wenn ein dezidiertes Bewusstseinssystem existiert, müßte
eine Läsion des Systems Bewusstsein für alle Repräsentationen verhindern

-> so nicht beobachtet worden

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Annahmen der Global workspace theory (Baars)?

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TESTE DEIN WISSEN

Annahmen:
1) Frühe Stimulusverarbeitung geschieht in spezialisierten Modulen und ist unbewusst.
2) Bewusstsein entsteht durch Integration von Information aus
spezialisierten Modulen spät in der Verarbeitung.
3) Mit Bewußtsein assoziierte Module variieren als Funktion der
Bewusstseinsinhalte, wobei es aber Kernmodule gibt (ähnlich
Arbeitsgedächtnis).
4) Pänomenales Bewußtsein setzt vorherige selektive Aufmerksamkeit voraus.

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind neuronale Korrelate von Bewusstsein?

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TESTE DEIN WISSEN

= minimale Menge neuronaler Mechanismen die gemeinsam für ein
spezifisches bewusstes Perzept hinreichend sind


Wichtige Wissenschaftler: Crick und Koch

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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre neuronale Synchronisation. 

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TESTE DEIN WISSEN

Crick & Koch

 - Phänomenales Bewusstsein entsteht, wenn Neurone phasensynchron feuern.

- Synch. = Lösung des Bindungsproblems

- Bewusste Wahrnehmung ist integriert (durch Synchronisation), nicht fragmentiert. 


Singer  

 Synchronisation ist notwendig, nicht
hinreichend - > es bedarf zusätzlich einer direkten Verbindung zum Frontalkortex

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die Stufen rekurrenter Verarbeitung von Lamme. 

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TESTE DEIN WISSEN

Stufe 1:
Schnelle vorwärtsgerichtete Prozessierung durch die visuelle Hierarchie
-> ermöglicht Abgabe motorischer Reaktion
-> unbewusste Informationsverarbeitung


Stufe 2:
Rekurrente (schleifenförmige und top-down) Verarbeitung ab 100ms nach Stimuluspräsentation
zwischen frühen visuellen Arealen 

-> Grundlage phänomenalen Bewusstseins 


Stufe 3:
Rekurrente/top-down Aktivierung durch das gesamte Gehirn, inklusiver Präfrontalkortex
-> Grundlage des Zugriffsbewusstseins Kommunikation bewusster Inhalte an andere Menschen 

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TESTE DEIN WISSEN

Wieso rekurrente Verarbeitung?

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TESTE DEIN WISSEN

Argument 1: Vorwärtsgerichtete Verarbeitung ist fragmentiert (unterschiedliche Objektmerkmale unabhängig), aber bewußte Wahrnehmung ist integriert
=> Rekurrenz zur Integration/Bindung notwendig


Argument 2: Visuelle Wahrnehmung ist kohärent, selbst wenn visueller Input ambig ist (Konstruktivität der Wahrnehmung)
-> Top-down Prozesse wichtig für kohärente Wahrnehmung


Argument 3: Techniken die rekurrente Verarbeitung verhindern/beeinflussen verhindern auch bewusste Wahrnehmung

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die fünf essentiellen Eigenschaften phänomenalen Bewusstsein, die die Integrierte Informationstheorie postuliert?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Intrinsische Existenz (nur für einen selbst zugänglich)
Kompositionalität (hat Struktur)
Spezifizität (Erlebnisse unterscheiden sich)
Einheit (Inhalte sind in einem einheitlichen Bewusstsein integriert)
Informationsreichtum (phänomenales Bewusstheit ist informativ)

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist das physikalische Substrat. 

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TESTE DEIN WISSEN

Physikalische Substrat des Bewusstseins = physikalischer Mechanismus, der die maximale, nicht reduzierbare Ursache-Wirkung Struktur hat.


IIT misst integrierte Information ( Φ, phi) als das Maximum der intrinsischen,
integrierten Ursache-Wirkung Leistung über das Substrat.


Ort: im posterioren Parietalkortex (‚posterior hot zone‘).


IIT ist eine Form des Panpsychismus: zu dem Grad, zu dem ein System Φ hat, ist
es bewusst. Dies gilt für alle Systeme unabhängig von Implementation (biologisch, künstlich).

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TESTE DEIN WISSEN

Wie definiert man den freien Willen alltagssprachlich und wissenschaftlich?

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TESTE DEIN WISSEN

Bewusste Alltagserfahrung:
Legt nahe, dass wir frei (unabhängig von Beschränkungen)
entscheiden, welche von vielen möglichen Handlungsoptionen
wir durchführen.


Gegenposition:
Unsere Handlungen sind durch unbewusste Prozesse bestimmt.
Der ‚freie Wille‘ ist eine Illusion. Ihr liegt der Fehlschluss zu
Grunde, dass unsere Handlungen durch bewusste Intentionen
bestimmt sind. 

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die Kriterien der Selbstzuschreibung einer Handlungsursache von Wegner.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Wenn ein Gedanke im Bewusstsein auftaucht...
(1) vor einer Handlung (Priorität)
(2) der konsistent mit dieser Handlung ist (Konsistenz)
(3) und es keine alternative Erklärung/Ursache für die Handlung gibt (Exklusivität)
... dann schreiben wir uns die Ursache für die Handlung selbst zu

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben sie das Experiment von Van der Weiden (2013). Welche
Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Paradigma (1/2):
Aufgabe: Probanden sollen bei Zielwort (hier ”SOAP”) und “STOP” eine Taste drücken. Dabei wird
Ihnen gesagt, dass zwischendurch (sinnvolle) Wörter präsentiert werden. Diese Wörter maskieren sich gegenseitig, sind also unterbewusst.
UV 1: Zielwort (1 von 4 Wörtern, in diesem Beispiel “SOAP”)
UV 2: Bahnungsreiz (1 von 4 Wörtern, in diesem Beispiel (”SOAP”)


Paradigma (2/2):
Zuletzt wird eines der 4 Worte als Ergebnis gezeigt. Probanden werden (fälschlich informiert), zu
50% entscheide der Computer, zu 50% sie selbst. Das Ergebnis ist aber immer Computer
determiniert. 

Abhängige Variable: Zuletzt geben sie eine Abschätzung ab, wie sicher sie sind, dass sie der Verursacher des Wortes sind. 


Ergebnis:

Probanden glauben das Ergebnis selbst herbeigeführt zu haben, wenn
 Das Ergebnis dem Ziel/Intention (d.h. mit dem Zielwort übereinstimmt) entspricht
 Wenn das Ergebnis einem unterschwelligen Reiz (d.h. mit dem Bahnungsreiz übereinstimmt) entspricht. 


Interpretation: Bewusste Handlungszuweisung ist eine von Zielen
und unbewussten Prozessen beeinflussbare kognitive Funktion. 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Bewusstsein II Kurs an der Freie Universität Berlin - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nenne die Kognitionspsychologischen Theorien des Bewusstseins.

A:

DICE Modell 

Global workspace theory

Q:

Nenne Probleme des DICE-Modells.

A:

1. Offene Fragen

- Welche Mechanismen aktivieren das Bewußtseinssystem?
- Wie erzeugt das Bewußtseinssystem Bewußtsein? 

->  weicht der Frage aus, wie Bewußtsein entsteht 


2. Empirische Plausibilität 

Wenn ein dezidiertes Bewusstseinssystem existiert, müßte
eine Läsion des Systems Bewusstsein für alle Repräsentationen verhindern

-> so nicht beobachtet worden

Q:

Was sind die Annahmen der Global workspace theory (Baars)?

A:

Annahmen:
1) Frühe Stimulusverarbeitung geschieht in spezialisierten Modulen und ist unbewusst.
2) Bewusstsein entsteht durch Integration von Information aus
spezialisierten Modulen spät in der Verarbeitung.
3) Mit Bewußtsein assoziierte Module variieren als Funktion der
Bewusstseinsinhalte, wobei es aber Kernmodule gibt (ähnlich
Arbeitsgedächtnis).
4) Pänomenales Bewußtsein setzt vorherige selektive Aufmerksamkeit voraus.

Q:

Was sind neuronale Korrelate von Bewusstsein?

A:

= minimale Menge neuronaler Mechanismen die gemeinsam für ein
spezifisches bewusstes Perzept hinreichend sind


Wichtige Wissenschaftler: Crick und Koch

Q:

Erkläre neuronale Synchronisation. 

A:

Crick & Koch

 - Phänomenales Bewusstsein entsteht, wenn Neurone phasensynchron feuern.

- Synch. = Lösung des Bindungsproblems

- Bewusste Wahrnehmung ist integriert (durch Synchronisation), nicht fragmentiert. 


Singer  

 Synchronisation ist notwendig, nicht
hinreichend - > es bedarf zusätzlich einer direkten Verbindung zum Frontalkortex

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Q:

Nenne die Stufen rekurrenter Verarbeitung von Lamme. 

A:

Stufe 1:
Schnelle vorwärtsgerichtete Prozessierung durch die visuelle Hierarchie
-> ermöglicht Abgabe motorischer Reaktion
-> unbewusste Informationsverarbeitung


Stufe 2:
Rekurrente (schleifenförmige und top-down) Verarbeitung ab 100ms nach Stimuluspräsentation
zwischen frühen visuellen Arealen 

-> Grundlage phänomenalen Bewusstseins 


Stufe 3:
Rekurrente/top-down Aktivierung durch das gesamte Gehirn, inklusiver Präfrontalkortex
-> Grundlage des Zugriffsbewusstseins Kommunikation bewusster Inhalte an andere Menschen 

Q:

Wieso rekurrente Verarbeitung?

A:

Argument 1: Vorwärtsgerichtete Verarbeitung ist fragmentiert (unterschiedliche Objektmerkmale unabhängig), aber bewußte Wahrnehmung ist integriert
=> Rekurrenz zur Integration/Bindung notwendig


Argument 2: Visuelle Wahrnehmung ist kohärent, selbst wenn visueller Input ambig ist (Konstruktivität der Wahrnehmung)
-> Top-down Prozesse wichtig für kohärente Wahrnehmung


Argument 3: Techniken die rekurrente Verarbeitung verhindern/beeinflussen verhindern auch bewusste Wahrnehmung

Q:

Was sind die fünf essentiellen Eigenschaften phänomenalen Bewusstsein, die die Integrierte Informationstheorie postuliert?

A:

Intrinsische Existenz (nur für einen selbst zugänglich)
Kompositionalität (hat Struktur)
Spezifizität (Erlebnisse unterscheiden sich)
Einheit (Inhalte sind in einem einheitlichen Bewusstsein integriert)
Informationsreichtum (phänomenales Bewusstheit ist informativ)

Q:

Was ist das physikalische Substrat. 

A:

Physikalische Substrat des Bewusstseins = physikalischer Mechanismus, der die maximale, nicht reduzierbare Ursache-Wirkung Struktur hat.


IIT misst integrierte Information ( Φ, phi) als das Maximum der intrinsischen,
integrierten Ursache-Wirkung Leistung über das Substrat.


Ort: im posterioren Parietalkortex (‚posterior hot zone‘).


IIT ist eine Form des Panpsychismus: zu dem Grad, zu dem ein System Φ hat, ist
es bewusst. Dies gilt für alle Systeme unabhängig von Implementation (biologisch, künstlich).

Q:

Wie definiert man den freien Willen alltagssprachlich und wissenschaftlich?

A:

Bewusste Alltagserfahrung:
Legt nahe, dass wir frei (unabhängig von Beschränkungen)
entscheiden, welche von vielen möglichen Handlungsoptionen
wir durchführen.


Gegenposition:
Unsere Handlungen sind durch unbewusste Prozesse bestimmt.
Der ‚freie Wille‘ ist eine Illusion. Ihr liegt der Fehlschluss zu
Grunde, dass unsere Handlungen durch bewusste Intentionen
bestimmt sind. 

Q:

Nenne die Kriterien der Selbstzuschreibung einer Handlungsursache von Wegner.

A:

Wenn ein Gedanke im Bewusstsein auftaucht...
(1) vor einer Handlung (Priorität)
(2) der konsistent mit dieser Handlung ist (Konsistenz)
(3) und es keine alternative Erklärung/Ursache für die Handlung gibt (Exklusivität)
... dann schreiben wir uns die Ursache für die Handlung selbst zu

Q:

Beschreiben sie das Experiment von Van der Weiden (2013). Welche
Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden?

A:

Paradigma (1/2):
Aufgabe: Probanden sollen bei Zielwort (hier ”SOAP”) und “STOP” eine Taste drücken. Dabei wird
Ihnen gesagt, dass zwischendurch (sinnvolle) Wörter präsentiert werden. Diese Wörter maskieren sich gegenseitig, sind also unterbewusst.
UV 1: Zielwort (1 von 4 Wörtern, in diesem Beispiel “SOAP”)
UV 2: Bahnungsreiz (1 von 4 Wörtern, in diesem Beispiel (”SOAP”)


Paradigma (2/2):
Zuletzt wird eines der 4 Worte als Ergebnis gezeigt. Probanden werden (fälschlich informiert), zu
50% entscheide der Computer, zu 50% sie selbst. Das Ergebnis ist aber immer Computer
determiniert. 

Abhängige Variable: Zuletzt geben sie eine Abschätzung ab, wie sicher sie sind, dass sie der Verursacher des Wortes sind. 


Ergebnis:

Probanden glauben das Ergebnis selbst herbeigeführt zu haben, wenn
 Das Ergebnis dem Ziel/Intention (d.h. mit dem Zielwort übereinstimmt) entspricht
 Wenn das Ergebnis einem unterschwelligen Reiz (d.h. mit dem Bahnungsreiz übereinstimmt) entspricht. 


Interpretation: Bewusste Handlungszuweisung ist eine von Zielen
und unbewussten Prozessen beeinflussbare kognitive Funktion. 

Bewusstsein II

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