Allgemeine Psychologie I at Freie Universität Berlin | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist der Gegenstand der Psychologie?

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TESTE DEIN WISSEN

Erleben:

- interne Vorgänge, denen wir uns in Form von Empfindungen und Emotionen oder von Gedanken und Vorstellungen bewusst werden


Verhalten:

- intentionale und nicht-intentionale Handlungen

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TESTE DEIN WISSEN

Welche zwei Leitideen gibt es in der Allgemeinen Psychologie?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Universalismus

= allgemeine Gesetzmäßigkeiten des Erlebens und Verhaltens, die allen Menschen zukommen 

- Gegenstand ist Natur des Gattungswesens Mensch, abstrahiert
vom Besonderen/ Individuellen 


2. Funktionalismus 

rundlegende Funktionen, die Erleben und Verhalten ermöglichen
 es geht um das wie (Mechanismen und Funktionen), nicht das was (besondere Inhalte, abhängig vom jeweiligen Kontext) 



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TESTE DEIN WISSEN

Was sind grundlegende Probleme des "wie"?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Keine direkte Beobachtung 

2. Introspektiv oft unzugänglich (da unbewusst)


-> Kognitive Prozesse sind Inferenzen (Schlussfolgerungen)
auf Basis von systematischen Beobachtungen und experimenteller Forschung 

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Quellen für die Individuation kognitiver Prozesse?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Eigene Intuition, Alltagspsychologie, gesunder Menschenverstand 

Beispiel: Hauptkategorien der Allgemeinen Psychologie wie Wahrnehmung und Gedächtnis


2. Wissenschaftlich begründete Einteilungen und Definitionen
Beispiel: episodisches (Erinnerungen mit Zeit/Ort-Index und persönlichem
Bezug) vs. semantisches Gedächtnis (Weltwissen) 


3. Paradigmenorientiert (durch experimentellen Aufgaben bestimmt)
Beispiel: Reaktionszeitaufgaben in Wahrnehmungsforschung 

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist das zentrale Merkmal des Experiments?

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TESTE DEIN WISSEN

Willkürlichkeit

- Bedingungen können beliebig variiert werden

- Möglichkeit der Kontrollierbarkeit

- wiederholbar


Ziel ist die Aufdeckung von Zusammenhänge durch
kontrollierte Bedingungsvariation.

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die Grundbegriffe des Experiments. 

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TESTE DEIN WISSEN

Hypothesen = Annahmen über Zusammenhänge


Unabhängige Variablen = werden variiert, Ursachen für zu entdeckende Zusammenhänge


Abhängige Variablen erfassen die Effekte der Variation, beschreiben die Wirkung in den zu entdeckenden Zusammenhängen 


Störvariablen


Experimentelle Paradigmen (spezifische Aufgaben bzw. Versuchsanordnungen)


Methoden (Ansätze zur Manipulation der unabhängigen und Messung der abhängigen Variablen)

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Methoden gibt es zur Untersuchung kognitiver Prozesse?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Kognitive Psychologie: Fokus auf Verhaltensdaten – Basis oder Teil aller anderen Ansätze 


2. Kognitive Neuropsychologie: Untersuchung hirngeschädigter PatientInnen 


3. Kognitive Neurowissenschaft: Fokus auf neuronale Prozesse (Messung und Modifikation) 


4. Computationale Kognitionswissenschaft: Modellierung durch Algorithmen als formale Spezifikation von Prozessen 

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TESTE DEIN WISSEN

Gib einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Psychologie. 

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TESTE DEIN WISSEN

Erlebnispsychologie

Fokus: inneres Erleben (Denken, Motivation) 

Methode: Introspektion Leitwissenschaften: Phänomenologie 


Gegenreaktion

Introspektion sei subjektiv und unverifizierbar -> unwissenschaftlich


Behaviorismus

Fokus: rein empirisch beobachtbares: Reiz und Reaktion 

Methode: systematische Verhaltensbeobachtung 

Leitwissenschaften: Physiologie & Physik 


Gegenreaktion

Komplexe Verhaltensweisen nicht rein durch Reiz-Reaktionsschemata erklärbar 


Kognitive Psychologie 

Fokus: inferierte kognitive Prozesse 

Methode: Experiment 

Leitwissenschaften: Computerwissenschaften 

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TESTE DEIN WISSEN

Definiere die Kognitive Wende. Nenne zwei Beispiele.

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TESTE DEIN WISSEN

- Behaviorismus wird als defizitär wahrgenommen 

- Inferenzen auf Unbeobachtbares sind wissenschaftlich zulässig 

- Komplexes Verhalten ist ohne innere Zustände nicht oder nur schwer erklärbar 


Beispiele:

- Produktivität der Sprache (Noam Chomsky): Wir können Sätze bilden und verstehen, die wir nie vorher gehört haben 

- Kognitive Karten (Edward Tolman): Wir navigieren schnell und effizient von neuen Ausgangspunkten aus 

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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre das Experiment von Edvard Tolman. 

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TESTE DEIN WISSEN

1) Exploration: Eine Ratte wird in ein Labyrinth gesetzt und exploriert es. 

2) Lernaufgabe: Sie lernt (von A aus) rechts abzubiegen, um Essen zu finden. 


Was passiert, wenn die Ratte in C abgesetzt wird?

Vorhersage Behaviorismus: Sie biegt rechts ab (Reiz-Reaktionsschema) 


Befund: Sie biegt links ab. 

Interpretation: Sie hat eine kognitive Karte des Labyrinths. 

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Prozessarchitekturen gibt es bei Kognition?

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TESTE DEIN WISSEN

Abfolge

1. Serielle Verarbeitung 

- ein Prozess endet, bevor ein zweiter beginnt

- z.B. visuelle Verarbeitung


2. Parallele Verarbeitung

- ein oder mehrere Prozesse laufen zur gleichen Zeit ab 

- z.b. automatisierte Prozesse


3. Kaskadenmodell

- spätere Prozesse starten bevor frühere Prozesse beendet sind 

- z.B. Sprache/Wortverständnis


Richtung


1. Bottom-Up

- Verarbeitung, die allein in einer Richtung von Reiz zu Reaktion verläuft 


2. Top-Down

- wenn “frühere” Verarbeitungsstufen durch “spätere“ oder „höhere“ Stufen beeinflusst werden 


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TESTE DEIN WISSEN

Definiere "Psychologie".

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TESTE DEIN WISSEN

= aus Psyche (Seele) und Logos (Kunde) 

-> Seelenkunde


- lokalisiert die Seele und die mit ihr verbundenen mentalen Aktivitäten im zentralen Nervensystem 

- Bestandteil der Natur und kann mit naturwissenschaftlichen Methoden erforscht werden

-> empirische Wissenschaft 


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Q:

Was ist der Gegenstand der Psychologie?

A:

Erleben:

- interne Vorgänge, denen wir uns in Form von Empfindungen und Emotionen oder von Gedanken und Vorstellungen bewusst werden


Verhalten:

- intentionale und nicht-intentionale Handlungen

Q:

Welche zwei Leitideen gibt es in der Allgemeinen Psychologie?

A:

1. Universalismus

= allgemeine Gesetzmäßigkeiten des Erlebens und Verhaltens, die allen Menschen zukommen 

- Gegenstand ist Natur des Gattungswesens Mensch, abstrahiert
vom Besonderen/ Individuellen 


2. Funktionalismus 

rundlegende Funktionen, die Erleben und Verhalten ermöglichen
 es geht um das wie (Mechanismen und Funktionen), nicht das was (besondere Inhalte, abhängig vom jeweiligen Kontext) 



Q:

Was sind grundlegende Probleme des "wie"?

A:

1. Keine direkte Beobachtung 

2. Introspektiv oft unzugänglich (da unbewusst)


-> Kognitive Prozesse sind Inferenzen (Schlussfolgerungen)
auf Basis von systematischen Beobachtungen und experimenteller Forschung 

Q:

Was sind die Quellen für die Individuation kognitiver Prozesse?

A:

1. Eigene Intuition, Alltagspsychologie, gesunder Menschenverstand 

Beispiel: Hauptkategorien der Allgemeinen Psychologie wie Wahrnehmung und Gedächtnis


2. Wissenschaftlich begründete Einteilungen und Definitionen
Beispiel: episodisches (Erinnerungen mit Zeit/Ort-Index und persönlichem
Bezug) vs. semantisches Gedächtnis (Weltwissen) 


3. Paradigmenorientiert (durch experimentellen Aufgaben bestimmt)
Beispiel: Reaktionszeitaufgaben in Wahrnehmungsforschung 

Q:

Was ist das zentrale Merkmal des Experiments?

A:

Willkürlichkeit

- Bedingungen können beliebig variiert werden

- Möglichkeit der Kontrollierbarkeit

- wiederholbar


Ziel ist die Aufdeckung von Zusammenhänge durch
kontrollierte Bedingungsvariation.

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Q:

Nenne die Grundbegriffe des Experiments. 

A:

Hypothesen = Annahmen über Zusammenhänge


Unabhängige Variablen = werden variiert, Ursachen für zu entdeckende Zusammenhänge


Abhängige Variablen erfassen die Effekte der Variation, beschreiben die Wirkung in den zu entdeckenden Zusammenhängen 


Störvariablen


Experimentelle Paradigmen (spezifische Aufgaben bzw. Versuchsanordnungen)


Methoden (Ansätze zur Manipulation der unabhängigen und Messung der abhängigen Variablen)

Q:

Welche Methoden gibt es zur Untersuchung kognitiver Prozesse?

A:

1. Kognitive Psychologie: Fokus auf Verhaltensdaten – Basis oder Teil aller anderen Ansätze 


2. Kognitive Neuropsychologie: Untersuchung hirngeschädigter PatientInnen 


3. Kognitive Neurowissenschaft: Fokus auf neuronale Prozesse (Messung und Modifikation) 


4. Computationale Kognitionswissenschaft: Modellierung durch Algorithmen als formale Spezifikation von Prozessen 

Q:

Gib einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Psychologie. 

A:

Erlebnispsychologie

Fokus: inneres Erleben (Denken, Motivation) 

Methode: Introspektion Leitwissenschaften: Phänomenologie 


Gegenreaktion

Introspektion sei subjektiv und unverifizierbar -> unwissenschaftlich


Behaviorismus

Fokus: rein empirisch beobachtbares: Reiz und Reaktion 

Methode: systematische Verhaltensbeobachtung 

Leitwissenschaften: Physiologie & Physik 


Gegenreaktion

Komplexe Verhaltensweisen nicht rein durch Reiz-Reaktionsschemata erklärbar 


Kognitive Psychologie 

Fokus: inferierte kognitive Prozesse 

Methode: Experiment 

Leitwissenschaften: Computerwissenschaften 

Q:

Definiere die Kognitive Wende. Nenne zwei Beispiele.

A:

- Behaviorismus wird als defizitär wahrgenommen 

- Inferenzen auf Unbeobachtbares sind wissenschaftlich zulässig 

- Komplexes Verhalten ist ohne innere Zustände nicht oder nur schwer erklärbar 


Beispiele:

- Produktivität der Sprache (Noam Chomsky): Wir können Sätze bilden und verstehen, die wir nie vorher gehört haben 

- Kognitive Karten (Edward Tolman): Wir navigieren schnell und effizient von neuen Ausgangspunkten aus 

Q:

Erkläre das Experiment von Edvard Tolman. 

A:

1) Exploration: Eine Ratte wird in ein Labyrinth gesetzt und exploriert es. 

2) Lernaufgabe: Sie lernt (von A aus) rechts abzubiegen, um Essen zu finden. 


Was passiert, wenn die Ratte in C abgesetzt wird?

Vorhersage Behaviorismus: Sie biegt rechts ab (Reiz-Reaktionsschema) 


Befund: Sie biegt links ab. 

Interpretation: Sie hat eine kognitive Karte des Labyrinths. 

Q:

Welche Prozessarchitekturen gibt es bei Kognition?

A:

Abfolge

1. Serielle Verarbeitung 

- ein Prozess endet, bevor ein zweiter beginnt

- z.B. visuelle Verarbeitung


2. Parallele Verarbeitung

- ein oder mehrere Prozesse laufen zur gleichen Zeit ab 

- z.b. automatisierte Prozesse


3. Kaskadenmodell

- spätere Prozesse starten bevor frühere Prozesse beendet sind 

- z.B. Sprache/Wortverständnis


Richtung


1. Bottom-Up

- Verarbeitung, die allein in einer Richtung von Reiz zu Reaktion verläuft 


2. Top-Down

- wenn “frühere” Verarbeitungsstufen durch “spätere“ oder „höhere“ Stufen beeinflusst werden 


Q:

Definiere "Psychologie".

A:

= aus Psyche (Seele) und Logos (Kunde) 

-> Seelenkunde


- lokalisiert die Seele und die mit ihr verbundenen mentalen Aktivitäten im zentralen Nervensystem 

- Bestandteil der Natur und kann mit naturwissenschaftlichen Methoden erforscht werden

-> empirische Wissenschaft 


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