Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Grundzüge Der Makroökonomik at Frankfurt School Of Finance & Management | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Grundzüge der Makroökonomik an der Frankfurt School of Finance & Management

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VGR-Nebenrechnungen (IV) (4 Punkte)

Erläutern Sie den Begriff „Lohnquote". Beschreiben Sie eine Einflussgröße, durch die die Lohnquote tendenziell zu hoch ausgewiesen wird.

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  • Lohnquote = Anteil des Volkseinkommens, der auf Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit entfällt
Durch die Zurechnung von Einkommen des angestellten Unternehmensmanagements zu den Löhnen wird das Arbeitnehmereinkommen/die Lohnquote tendenziell zu hoch ausgewiesen.
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Antizyklische Geldpolitik (10 Punkte)Erläutern Sie, wie nach Auffassung der Keynesianer eine antizyklische Geldpolitik ausgestaltet werden kann und welche Wirkungsgrenzen dabei gesehen werden.

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Ausgestaltung einer antizyklischen Geldpolitik:
Aus postkeynesianischer Sicht soll die Geldpolitik die Fiskalpolitik unterstützen.
  • Rezession:
    Erhöhung der Liquidität der Geschäftsbanken und Senkung der Leitzinsen durch die Zentralbank. Dadurch wird einerseits die Finanzierung der privaten Investitionen erleichtert und andererseits werden dem Staat günstigere Bedingungen bei der Finanzierung der Budgetdefizite eingeräumt. Beides führt zu einer Ankurbelung der Konjunktur.
  • Boom:
    Politik des teuren Geldes durch Verknappung der Liquidität sowie Erhöhung der Leitzinsen. Dadurch soll die Investitionstätigkeit der Privaten gebremst werden.
Grenzen einer antizyklischen Geldpolitik:
  • Da die Investitionstätigkeit in der Realität wenig zinselastisch ist, gehen von einer antizyklischen Zinspolitik nur geringe Effekte aus.
  • Es bestehen lange Wirkungsverzögerungen. Das gilt insbesondere für eine Geldpolitik, die versucht, die Wirtschaft aus einer Unterbeschäftigungssituation herauszuführen.
  • Gefahr der Liquiditäts- und Investitionsfalle, d.h. trotz niedriger Zinsen wird nicht mehr investiert, weil die zusätzliche Liquidität gehortet wird und das gesamtwirtschaftliche Umfeld zu trübe ist.
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Klassische Angebotspolitik (III) (8 Punkte)

Erläutern Sie das Laffer-Theorem und die Folgerungen daraus für die Wirtschaftspolitik.
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Gemäß dem US-Ökonomen Arthur Laffer hat in den westlichen Volkswirtschaften die Steuerbelastung eine leistungsfeindliche Höhe erreicht. Visualisiert wird dies anhand der nach ihm benannten Laffer-Kurve, einer glockenförmigen Kurve, die besagt, dass bei steigenden Steuersätzen das Steueraufkommen zunächst steigt und dann aber sinkt. Es kommt bei sehr hohen Steuersätzen aufgrund von Schwarzarbeit, Abwanderung, Substitutionseffekte (Freizeit statt Arbeit) etc. nur zu einem niedrigen Steueraufkommen. Die hohen Steuersätze wirken als abschreckende Negativanreize (sog. „disincentives“).
Für die Wirtschaftspolitik folgt daraus, dass zu hohe Steuersätze schädlich sind und Steuersenkungen die Wirtschaft so ankurbeln, dass die daraus folgenden Steuermehreinnahmen den ursprünglichen Einnahmeausfall wieder kompensieren. 
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Postkeynesianische Konjunkturpolitik (II) (6 Punkte)

Erläutern Sie, worin Keynesianer die Ursache der Arbeitslosigkeit sehen und wie sie diese bekämpfen wollen
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Da die Arbeitslosigkeit gemäß keynesianischem Paradigma ihre Ursache in einer zu geringen Nachfrage am Gütermarkt hat, kann sie nur durch eine höhere gesamtwirtschaftliche Nachfrage und dadurch induzierte Nachfrage nach Arbeitskräften abgebaut werden. Im Rahmen keynesianischer Nachfragepolitik kommt dem Staat dabei eine zentrale Aufgabe zu; er soll zusätzliche Nachfrage durch Investitionen entfalten.
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VGR und Wohlstandsmessung (10 Punkte)

Beschreiben Sie fünf wohlstandsrelevante Aktivitäten, die in der VGR nicht bzw. unzutreffend erfasst werden.
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  • Beseitigung von Umweltschäden stellen zwar nur einen Werterhalt dar, fließen aber nicht neutral, sondern als BIP-Zuwachs in die VGR ein.
  • Beseitigung von Unfallschäden siehe oben
  • Erhöhtes Aufkommen von Krankheiten und damit Gesundheitskosten werden als BIP-Zuwachs gezählt.
  • Zerstörung der Umwelt bzw. Abbau nicht regenerierbarer Ressourcen und damit Beeinträchtigung künftiger Generationen werden nicht gezählt.
  • Freizeit und andere Aspekte der Lebensqualität werden nicht erfasst.
  • Ehrenamtliche und andere Nichtmarktleistungen (Hausfrauen, Freundschaftsdienste, private Eigenleistungen) werden nicht gezählt.
  • Verteilung von Einkommen und Vermögen wird nicht berücksichtigt.
  • Soziale Indikatoren (z.B. Ärztedichte, Pressefreiheit) fehlen.
  • Schattenwirtschaft/ Schwarzarbeit fehlt.
  • fehlende Marktpreise für öffentliche Güter
(Aufzählung nicht abschließend)
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VGR-Nebenrechnungen (I) (3 Punkte)

Erläutern Sie die Verfahrensweise der Entstehungsrechnung
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Die Entstehungsrechnung erfasst die wirtschaftliche Leistung bei den Sektoren ihrer Entstehung, z.B.
  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei,
  • produzierendem Gewerbe
  • Baugewerbe
  • Dienstleistungsgewerbe
Vorleistungen, z. B. Reifen bei der Pkw-Produktion, werden zur Vermeidung von Doppelzählungen abgezogen.
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Lohnpolitik (12 Punkte)

Erläutern Sie das Konzept einer produktivitätsorientierten Lohnpolitik. Gehen Sie auf je einen Vorteil und einen Nachteil des Konzepts ein.

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Bei der produktivitätsorientierten Lohnpolitik steigen die Löhne  entsprechend der Entwicklung der Arbeitsproduktivität. Angenommen wird, dass die Entwicklung des technischen Fortschritts (hier gemessen an der  Arbeitsproduktivität) reale Verteilungsspielräume eröffnet.
Dies hat den Vorteil, dass die Lohnkosten stabil bleiben und von ihnen kein Druck auf die Preise ausgeht. 
Nachteilig ist, dass die Verteilung sich nicht mehr zugunsten der Arbeitnehmer ändert und - sofern nicht ein Inflationszuschlag erfolgt - diese einseitig die Last der Inflation tragen. Die Produktivitätssteigerungen fallen auch je nach Tätigkeit, Investitionsverhalten der Arbeitgeber und Technologie für die Arbeitnehmer sehr unterschiedlich aus.
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VGR Rechenaufgabe (3 Punkte)

Berechnen Sie das Volkseinkommen aus folgenden Vorgaben:
  • BIP 1000
  • Saldo der Primäreinkommen +20
  • Abschreibungen 150
  • Indirekte Steuern minus Subventionen 100
 
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770 (mit Marge: 0)

0 (mit Marge: 0)
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VGR (II) (6 Punkte)

Beschreiben Sie drei Aufgaben der VGR. 
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Die VGR hat z.B. folgende Aufgaben:
  • Zentrales Informationssystem für gesamtwirtschaftliche Untersuchungen
  • Datengrundlage für eine effiziente Wirtschaftspolitik
  • Feststellen von Zielerreichung der Wirtschaftspolitik
  • Determination von wirtschaftspolitischem Handlungsbedarf
  • Datenbasis für das Erstellen von Wirtschaftsprognosen
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Inlandsprodukt und Nationaleinkommen (6 Punkte)

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Inlands- und Inländerkonzept.
Geben Sie je ein Beispiel für eine Wirtschaftsleistung, die im Inlandskonzept mitgezählt wird, aber nicht im Inländerkonzept, und umgekehrt.
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Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Güter- und Dienstleistungsproduktion und der daraus entstandenen Einkommen im Inland  (= Inlandskonzept), Ergebnis: Inlandsprodukt
bzw. aller Inländer weltweit (= Inländerkonzept), Ergebnis: Nationaleinkommen (früherer Begriff: Bruttosozialprodukt).
Beim Inlandskonzept zählt etwa mit, wenn ein ausländisches Unternehmen im Inland Umsätze tätigt - diese werden beim Inländerkonzept nicht gezählt.
Beim Inländerkonzept zählt mit, wenn ein Inländer im Ausland Einkommen erzielt - dieses wird beim Inlandskonzept nicht gezählt.
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Potenzialorientierte Politik II (6 Punkte)

Erläutern Sie Strategie und Zielsetzung einer potenzialorientierten Haushaltspolitik.

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Haushaltspolitik
Vorausgesetzt wird, dass die Staatsdefizite und Staatsquoten auf ein Normalmaß zurückgeführt und die Schulden konsolidiert sind. Danach sind die öffentlichen Haushalte „konjunkturneutral“ zu gestalten. D.h., Staatsausgaben, Abgaben und staatlicher Kreditaufnahme sind – vergleichbar der potenzialorientierten Geldpolitik – am Wachstum des Produktionspotenzials auszurichten. Dies vermeidet neue Schulden und sichert die Neutralität der öffentlichen Haushalte auf die Konjunktur.
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Konjunkturindikatoren (6 Punkte)
Beschreiben Sie drei (nach ihrer zeitlichen Ausrichtung unterschiedliche) Typen von Konjunkturindikatoren jeweils mit einem Beispiel.
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Zu den Frühindikatoren gehören unter anderem: Auftragseingänge, Aktienkurse, Wirtschaftsklima (z.B. ermittelt in Umfragen des Ifo-Instituts). Diese Indikatoren lassen auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung schließen.

Präsenzindikatoren entwickeln sich parallel zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität; dazu zählen unter anderem die Umsätze oder Zinssätze.

Die Spätindikatoren laufen der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher; dazu zählen unter anderem Arbeitslosenquote oder Insolvenzen.
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Grundzüge der Makroökonomik Kurs an der Frankfurt School of Finance & Management - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
VGR-Nebenrechnungen (IV) (4 Punkte)

Erläutern Sie den Begriff „Lohnquote". Beschreiben Sie eine Einflussgröße, durch die die Lohnquote tendenziell zu hoch ausgewiesen wird.

A:
  • Lohnquote = Anteil des Volkseinkommens, der auf Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit entfällt
Durch die Zurechnung von Einkommen des angestellten Unternehmensmanagements zu den Löhnen wird das Arbeitnehmereinkommen/die Lohnquote tendenziell zu hoch ausgewiesen.
Q:
Antizyklische Geldpolitik (10 Punkte)Erläutern Sie, wie nach Auffassung der Keynesianer eine antizyklische Geldpolitik ausgestaltet werden kann und welche Wirkungsgrenzen dabei gesehen werden.

A:
Ausgestaltung einer antizyklischen Geldpolitik:
Aus postkeynesianischer Sicht soll die Geldpolitik die Fiskalpolitik unterstützen.
  • Rezession:
    Erhöhung der Liquidität der Geschäftsbanken und Senkung der Leitzinsen durch die Zentralbank. Dadurch wird einerseits die Finanzierung der privaten Investitionen erleichtert und andererseits werden dem Staat günstigere Bedingungen bei der Finanzierung der Budgetdefizite eingeräumt. Beides führt zu einer Ankurbelung der Konjunktur.
  • Boom:
    Politik des teuren Geldes durch Verknappung der Liquidität sowie Erhöhung der Leitzinsen. Dadurch soll die Investitionstätigkeit der Privaten gebremst werden.
Grenzen einer antizyklischen Geldpolitik:
  • Da die Investitionstätigkeit in der Realität wenig zinselastisch ist, gehen von einer antizyklischen Zinspolitik nur geringe Effekte aus.
  • Es bestehen lange Wirkungsverzögerungen. Das gilt insbesondere für eine Geldpolitik, die versucht, die Wirtschaft aus einer Unterbeschäftigungssituation herauszuführen.
  • Gefahr der Liquiditäts- und Investitionsfalle, d.h. trotz niedriger Zinsen wird nicht mehr investiert, weil die zusätzliche Liquidität gehortet wird und das gesamtwirtschaftliche Umfeld zu trübe ist.
Q:
Klassische Angebotspolitik (III) (8 Punkte)

Erläutern Sie das Laffer-Theorem und die Folgerungen daraus für die Wirtschaftspolitik.
A:
Gemäß dem US-Ökonomen Arthur Laffer hat in den westlichen Volkswirtschaften die Steuerbelastung eine leistungsfeindliche Höhe erreicht. Visualisiert wird dies anhand der nach ihm benannten Laffer-Kurve, einer glockenförmigen Kurve, die besagt, dass bei steigenden Steuersätzen das Steueraufkommen zunächst steigt und dann aber sinkt. Es kommt bei sehr hohen Steuersätzen aufgrund von Schwarzarbeit, Abwanderung, Substitutionseffekte (Freizeit statt Arbeit) etc. nur zu einem niedrigen Steueraufkommen. Die hohen Steuersätze wirken als abschreckende Negativanreize (sog. „disincentives“).
Für die Wirtschaftspolitik folgt daraus, dass zu hohe Steuersätze schädlich sind und Steuersenkungen die Wirtschaft so ankurbeln, dass die daraus folgenden Steuermehreinnahmen den ursprünglichen Einnahmeausfall wieder kompensieren. 
Q:
Postkeynesianische Konjunkturpolitik (II) (6 Punkte)

Erläutern Sie, worin Keynesianer die Ursache der Arbeitslosigkeit sehen und wie sie diese bekämpfen wollen
A:
Da die Arbeitslosigkeit gemäß keynesianischem Paradigma ihre Ursache in einer zu geringen Nachfrage am Gütermarkt hat, kann sie nur durch eine höhere gesamtwirtschaftliche Nachfrage und dadurch induzierte Nachfrage nach Arbeitskräften abgebaut werden. Im Rahmen keynesianischer Nachfragepolitik kommt dem Staat dabei eine zentrale Aufgabe zu; er soll zusätzliche Nachfrage durch Investitionen entfalten.
Q:
VGR und Wohlstandsmessung (10 Punkte)

Beschreiben Sie fünf wohlstandsrelevante Aktivitäten, die in der VGR nicht bzw. unzutreffend erfasst werden.
A:
  • Beseitigung von Umweltschäden stellen zwar nur einen Werterhalt dar, fließen aber nicht neutral, sondern als BIP-Zuwachs in die VGR ein.
  • Beseitigung von Unfallschäden siehe oben
  • Erhöhtes Aufkommen von Krankheiten und damit Gesundheitskosten werden als BIP-Zuwachs gezählt.
  • Zerstörung der Umwelt bzw. Abbau nicht regenerierbarer Ressourcen und damit Beeinträchtigung künftiger Generationen werden nicht gezählt.
  • Freizeit und andere Aspekte der Lebensqualität werden nicht erfasst.
  • Ehrenamtliche und andere Nichtmarktleistungen (Hausfrauen, Freundschaftsdienste, private Eigenleistungen) werden nicht gezählt.
  • Verteilung von Einkommen und Vermögen wird nicht berücksichtigt.
  • Soziale Indikatoren (z.B. Ärztedichte, Pressefreiheit) fehlen.
  • Schattenwirtschaft/ Schwarzarbeit fehlt.
  • fehlende Marktpreise für öffentliche Güter
(Aufzählung nicht abschließend)
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Q:
VGR-Nebenrechnungen (I) (3 Punkte)

Erläutern Sie die Verfahrensweise der Entstehungsrechnung
A:
Die Entstehungsrechnung erfasst die wirtschaftliche Leistung bei den Sektoren ihrer Entstehung, z.B.
  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei,
  • produzierendem Gewerbe
  • Baugewerbe
  • Dienstleistungsgewerbe
Vorleistungen, z. B. Reifen bei der Pkw-Produktion, werden zur Vermeidung von Doppelzählungen abgezogen.
Q:
Lohnpolitik (12 Punkte)

Erläutern Sie das Konzept einer produktivitätsorientierten Lohnpolitik. Gehen Sie auf je einen Vorteil und einen Nachteil des Konzepts ein.

A:
Bei der produktivitätsorientierten Lohnpolitik steigen die Löhne  entsprechend der Entwicklung der Arbeitsproduktivität. Angenommen wird, dass die Entwicklung des technischen Fortschritts (hier gemessen an der  Arbeitsproduktivität) reale Verteilungsspielräume eröffnet.
Dies hat den Vorteil, dass die Lohnkosten stabil bleiben und von ihnen kein Druck auf die Preise ausgeht. 
Nachteilig ist, dass die Verteilung sich nicht mehr zugunsten der Arbeitnehmer ändert und - sofern nicht ein Inflationszuschlag erfolgt - diese einseitig die Last der Inflation tragen. Die Produktivitätssteigerungen fallen auch je nach Tätigkeit, Investitionsverhalten der Arbeitgeber und Technologie für die Arbeitnehmer sehr unterschiedlich aus.
Q:
VGR Rechenaufgabe (3 Punkte)

Berechnen Sie das Volkseinkommen aus folgenden Vorgaben:
  • BIP 1000
  • Saldo der Primäreinkommen +20
  • Abschreibungen 150
  • Indirekte Steuern minus Subventionen 100
 
A:
770 (mit Marge: 0)

0 (mit Marge: 0)
Q:
VGR (II) (6 Punkte)

Beschreiben Sie drei Aufgaben der VGR. 
A:
Die VGR hat z.B. folgende Aufgaben:
  • Zentrales Informationssystem für gesamtwirtschaftliche Untersuchungen
  • Datengrundlage für eine effiziente Wirtschaftspolitik
  • Feststellen von Zielerreichung der Wirtschaftspolitik
  • Determination von wirtschaftspolitischem Handlungsbedarf
  • Datenbasis für das Erstellen von Wirtschaftsprognosen
Q:
Inlandsprodukt und Nationaleinkommen (6 Punkte)

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Inlands- und Inländerkonzept.
Geben Sie je ein Beispiel für eine Wirtschaftsleistung, die im Inlandskonzept mitgezählt wird, aber nicht im Inländerkonzept, und umgekehrt.
A:
Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Güter- und Dienstleistungsproduktion und der daraus entstandenen Einkommen im Inland  (= Inlandskonzept), Ergebnis: Inlandsprodukt
bzw. aller Inländer weltweit (= Inländerkonzept), Ergebnis: Nationaleinkommen (früherer Begriff: Bruttosozialprodukt).
Beim Inlandskonzept zählt etwa mit, wenn ein ausländisches Unternehmen im Inland Umsätze tätigt - diese werden beim Inländerkonzept nicht gezählt.
Beim Inländerkonzept zählt mit, wenn ein Inländer im Ausland Einkommen erzielt - dieses wird beim Inlandskonzept nicht gezählt.
Q:
Potenzialorientierte Politik II (6 Punkte)

Erläutern Sie Strategie und Zielsetzung einer potenzialorientierten Haushaltspolitik.

A:
Haushaltspolitik
Vorausgesetzt wird, dass die Staatsdefizite und Staatsquoten auf ein Normalmaß zurückgeführt und die Schulden konsolidiert sind. Danach sind die öffentlichen Haushalte „konjunkturneutral“ zu gestalten. D.h., Staatsausgaben, Abgaben und staatlicher Kreditaufnahme sind – vergleichbar der potenzialorientierten Geldpolitik – am Wachstum des Produktionspotenzials auszurichten. Dies vermeidet neue Schulden und sichert die Neutralität der öffentlichen Haushalte auf die Konjunktur.
Q:
Konjunkturindikatoren (6 Punkte)
Beschreiben Sie drei (nach ihrer zeitlichen Ausrichtung unterschiedliche) Typen von Konjunkturindikatoren jeweils mit einem Beispiel.
A:
Zu den Frühindikatoren gehören unter anderem: Auftragseingänge, Aktienkurse, Wirtschaftsklima (z.B. ermittelt in Umfragen des Ifo-Instituts). Diese Indikatoren lassen auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung schließen.

Präsenzindikatoren entwickeln sich parallel zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität; dazu zählen unter anderem die Umsätze oder Zinssätze.

Die Spätindikatoren laufen der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher; dazu zählen unter anderem Arbeitslosenquote oder Insolvenzen.
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