Qualitative Datenanalyse at FOM Hochschule Für Oekonomie & Management | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Qualitative Datenanalyse an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management

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TESTE DEIN WISSEN

Der Leitfaden – seine Funktion

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TESTE DEIN WISSEN

wirksamer Impulsgeber sein, um

Experten grundsätzlich ‚zum Reden zu animieren‘, Experten-Aussagen forschungsrelevant lenken zu können


offener bzw. flexibler Impulsgeber sein, um Fragestellungen variieren zu können, Formulierung variieren zu können, Interaktionssituation variieren zu können.

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TESTE DEIN WISSEN

Der Leitfaden – sein grundsätzlicher Aufbau

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TESTE DEIN WISSEN

(1)„Ein Leitfaden besteht aus verschiedenen Themenblöcken – für ein typisches ein- bis zweistündiges Experteninterview etwa drei bis maximal acht.“


(2)„Für jeden Themenblock werden ein bis drei Hauptfragen notiert, die als zentrale Gesprächsanreize zum jeweiligen Themenabschnitt (in allen Interviews! / UB) dienen.“


(3)„Ergänzend kommen verschiedene abhängige Fragen hinzu, die (Interviewverlauf-abhängig! / UB) der weiteren Detaillierung dienen (z. B. verschiedene Nachfragen zu Einzelaspekten des Themas, ergänzende Gesprächsanreize).“

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TESTE DEIN WISSEN

Gütekriterien

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TESTE DEIN WISSEN

Verfahrens-dokumentation

Da die Methoden häufig in Abhängigkeit vom Forschungsgegenstand spezifiziert werden, muss das Verfahren differenziert und explizit dokumentiert werden: Explikation des Vorverständnisses, Zusammenstellung des Analyseinstrumentariums, Durchführung und Auswertung


Argumentative Interpretations-absicherung

Interpretationen müssen argumentativ begründet werden: Kriterien sind: a) adäquates Vorverständnis der Interpretation, b) Interpretation muss in sich schlüssig sein, Alternativdeutungen müssen gesucht und überprüft werden, Negativdeutung kann ein wichtiges Argument für die Geltungsbegründung sein.


Regelgeleitetheit

Qualität der Interpretation wird durch schrittweises, sequenzielles Vorgehen abgesichert; Analyseschritte werden vorab festgelegt und systematisch durchgeführt


Nähe zum Gegenstand

Gegenstandsangemessenheit und Nähe zum Gegenstand durch das nahe Anknüpfen an der Alltagswelt der beforschten Subjekte. Prüfung inwieweit eine größtmögliche Nähe zum Forschungsgegenstand gelungen ist,


Kommunikative

Validierung

Die Gültigkeit der Ergebnisse, der Interpretationen wird dadurch überprüft, indem sie den Beforschten vorgelegt und mit diesen diskutiert werden


Triangulation

Verschiedene Datenquellen, unterschiedliche Interpreten, unterschiedliche Methoden oder Theorieansätze; Ergebnisse der verschiedenen Perspektiven werden miteinander verglichen und zu einem kaleidoskopartigen Bild zusammengesetzt.

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TESTE DEIN WISSEN

§Übersicht der drei grundsätzlichen Experten-Wissensformen:

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TESTE DEIN WISSEN

Technisches 

Wissen :

Daten

Fakten

Sach-Informationen

Tatsachen

etc. 


Prozesswissen:

Handlungsabläufe,

Interaktionen

organisationale Konstellationen

Ereignisse

etc. 


Deutungswissen:

subjektive Relevanzen

subjektive Sichtweisen, 

subjektive Interpretationen, subjektive Deutungen

subjektive Erklärungsmuster 

etc. 

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TESTE DEIN WISSEN

  Grundzüge der Verfahren

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TESTE DEIN WISSEN

Quantitative Verfahren gehen den deduktiven Weg

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TESTE DEIN WISSEN

Induktion:

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TESTE DEIN WISSEN

Die Interpretation der Daten (Spuren) führt dazu, dass sie
mit vorhanden und bekannten Typen/Kategorien in Verbindung
 gebracht werden; dies ist charakteristisch für die Induktion. 

 
 Die Übertragung existierender Typen/Kategorien auf Beobachtungsbefunde führt genau genommen nicht zu wirklich Neuem. 

  

  Die Induktion führt nicht zu wahren, sondern lediglich zu wahrscheinlichen Aussagen. 

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter qualitativer Forschung?

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TESTE DEIN WISSEN

Qualitative Sozialforschung sucht den Sinn der Dinge, deren inneres Wesen, zu erfassen und zu verstehen.


Denzin and Lincoln (2005)

QRCA (2017)

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TESTE DEIN WISSEN

Zentrale Prinzipien der qualitativen Forschung 


Auf Basis der sechs Prinzipien lassen sich nach MAYRING die folgenden sechs Gütekriterien ableiten:

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TESTE DEIN WISSEN

•Verfahrens-dokumentation

•Interpretations- absicherung

•Regel- geleitetheit

•Nähe zum Gegenstand

•Kommunikative Validierung

•Triangulation

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TESTE DEIN WISSEN

Ethische Aspekte als Gütekriterien

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TESTE DEIN WISSEN

Anonymität und Vertraulichkeit (Ergebnisse können den einzelnen Interviewten zugeordnet werden, preisgegebene Informationen können den Personen selbst oder anderen schaden)


Betreffende Personen sind leicht identifizierbar bei der Darstellung und Veröffentlichung von Ergebnissen


Maßnahmen:

  • Anonymisierung
  • Verfremdung und Abstrahierung von persönlichen Daten und Informationen
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TESTE DEIN WISSEN

Definition ‚Experte‘

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TESTE DEIN WISSEN

„Experten lassen sich als Personen verstehen,
 die sich – ausgehend von einem:


spezifischen Praxis- oder Erfahrungswissen, das sich auf einen klar begrenzbaren Problemkreis bezieht – die Möglichkeit geschaffen haben, mit ihren Deutungen das konkrete Handlungsfeld sinnhaft und handlungsleitend für Andere zu strukturieren.“

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TESTE DEIN WISSEN

Einsatzgebiete von quantitativen Methoden

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TESTE DEIN WISSEN

·Testen von Hypothesen


·Quantifizierung von Sachverhalten


·Überprüfung statistischer Zusammenhänge


geeignet zur Überprüfung und Darstellung von zahlen-mäßigen Veränderungen 


geeignet für Langzeitvergleiche im Qualitätskontrollprozess

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TESTE DEIN WISSEN

Methoden der qualitativen Forschung


Problemzentrierte Interviews

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TESTE DEIN WISSEN

Das problemzentrierte Interview kombiniert induktives und deduktives Vorgehen, indem die Forscher zwar mit einem theoretisch wissenschaftlichen Vorverständnis in die Befragung gehen, die Äußerungen der Befragten jedoch von grundlegender Bedeutung für die weitere Modifikation der Konzepte sind. 


  Die Forscher bleiben offen für die Bedeutungsstrukturierung des Problembereichs durch die befragte Person und teilen ihr theoretisches Konzept im Interview nicht mit, da es nur vorläufig ist und die Interviewten nicht suggestiv beeinflussen soll.


Zu Beginn des problemzentrierten Interviews kann den zu befragenden Personen auch ein standardisierter Kurzfragebogen vorgelegt werden, um eine erste inhaltliche Auseinandersetzung mit den in der Befragung geplanten Problembereichen anzuregen und um den Einstieg in das Gespräch zu vereinfachen.

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Q:

Der Leitfaden – seine Funktion

A:

wirksamer Impulsgeber sein, um

Experten grundsätzlich ‚zum Reden zu animieren‘, Experten-Aussagen forschungsrelevant lenken zu können


offener bzw. flexibler Impulsgeber sein, um Fragestellungen variieren zu können, Formulierung variieren zu können, Interaktionssituation variieren zu können.

Q:

Der Leitfaden – sein grundsätzlicher Aufbau

A:

(1)„Ein Leitfaden besteht aus verschiedenen Themenblöcken – für ein typisches ein- bis zweistündiges Experteninterview etwa drei bis maximal acht.“


(2)„Für jeden Themenblock werden ein bis drei Hauptfragen notiert, die als zentrale Gesprächsanreize zum jeweiligen Themenabschnitt (in allen Interviews! / UB) dienen.“


(3)„Ergänzend kommen verschiedene abhängige Fragen hinzu, die (Interviewverlauf-abhängig! / UB) der weiteren Detaillierung dienen (z. B. verschiedene Nachfragen zu Einzelaspekten des Themas, ergänzende Gesprächsanreize).“

Q:

Gütekriterien

A:

Verfahrens-dokumentation

Da die Methoden häufig in Abhängigkeit vom Forschungsgegenstand spezifiziert werden, muss das Verfahren differenziert und explizit dokumentiert werden: Explikation des Vorverständnisses, Zusammenstellung des Analyseinstrumentariums, Durchführung und Auswertung


Argumentative Interpretations-absicherung

Interpretationen müssen argumentativ begründet werden: Kriterien sind: a) adäquates Vorverständnis der Interpretation, b) Interpretation muss in sich schlüssig sein, Alternativdeutungen müssen gesucht und überprüft werden, Negativdeutung kann ein wichtiges Argument für die Geltungsbegründung sein.


Regelgeleitetheit

Qualität der Interpretation wird durch schrittweises, sequenzielles Vorgehen abgesichert; Analyseschritte werden vorab festgelegt und systematisch durchgeführt


Nähe zum Gegenstand

Gegenstandsangemessenheit und Nähe zum Gegenstand durch das nahe Anknüpfen an der Alltagswelt der beforschten Subjekte. Prüfung inwieweit eine größtmögliche Nähe zum Forschungsgegenstand gelungen ist,


Kommunikative

Validierung

Die Gültigkeit der Ergebnisse, der Interpretationen wird dadurch überprüft, indem sie den Beforschten vorgelegt und mit diesen diskutiert werden


Triangulation

Verschiedene Datenquellen, unterschiedliche Interpreten, unterschiedliche Methoden oder Theorieansätze; Ergebnisse der verschiedenen Perspektiven werden miteinander verglichen und zu einem kaleidoskopartigen Bild zusammengesetzt.

Q:

§Übersicht der drei grundsätzlichen Experten-Wissensformen:

A:

Technisches 

Wissen :

Daten

Fakten

Sach-Informationen

Tatsachen

etc. 


Prozesswissen:

Handlungsabläufe,

Interaktionen

organisationale Konstellationen

Ereignisse

etc. 


Deutungswissen:

subjektive Relevanzen

subjektive Sichtweisen, 

subjektive Interpretationen, subjektive Deutungen

subjektive Erklärungsmuster 

etc. 

Q:

  Grundzüge der Verfahren

A:

Quantitative Verfahren gehen den deduktiven Weg

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Q:

Induktion:

A:

Die Interpretation der Daten (Spuren) führt dazu, dass sie
mit vorhanden und bekannten Typen/Kategorien in Verbindung
 gebracht werden; dies ist charakteristisch für die Induktion. 

 
 Die Übertragung existierender Typen/Kategorien auf Beobachtungsbefunde führt genau genommen nicht zu wirklich Neuem. 

  

  Die Induktion führt nicht zu wahren, sondern lediglich zu wahrscheinlichen Aussagen. 

Q:

Was versteht man unter qualitativer Forschung?

A:

Qualitative Sozialforschung sucht den Sinn der Dinge, deren inneres Wesen, zu erfassen und zu verstehen.


Denzin and Lincoln (2005)

QRCA (2017)

Q:

Zentrale Prinzipien der qualitativen Forschung 


Auf Basis der sechs Prinzipien lassen sich nach MAYRING die folgenden sechs Gütekriterien ableiten:

A:

•Verfahrens-dokumentation

•Interpretations- absicherung

•Regel- geleitetheit

•Nähe zum Gegenstand

•Kommunikative Validierung

•Triangulation

Q:

Ethische Aspekte als Gütekriterien

A:

Anonymität und Vertraulichkeit (Ergebnisse können den einzelnen Interviewten zugeordnet werden, preisgegebene Informationen können den Personen selbst oder anderen schaden)


Betreffende Personen sind leicht identifizierbar bei der Darstellung und Veröffentlichung von Ergebnissen


Maßnahmen:

  • Anonymisierung
  • Verfremdung und Abstrahierung von persönlichen Daten und Informationen
Q:

Definition ‚Experte‘

A:

„Experten lassen sich als Personen verstehen,
 die sich – ausgehend von einem:


spezifischen Praxis- oder Erfahrungswissen, das sich auf einen klar begrenzbaren Problemkreis bezieht – die Möglichkeit geschaffen haben, mit ihren Deutungen das konkrete Handlungsfeld sinnhaft und handlungsleitend für Andere zu strukturieren.“

Q:

Einsatzgebiete von quantitativen Methoden

A:

·Testen von Hypothesen


·Quantifizierung von Sachverhalten


·Überprüfung statistischer Zusammenhänge


geeignet zur Überprüfung und Darstellung von zahlen-mäßigen Veränderungen 


geeignet für Langzeitvergleiche im Qualitätskontrollprozess

Q:

Methoden der qualitativen Forschung


Problemzentrierte Interviews

A:

Das problemzentrierte Interview kombiniert induktives und deduktives Vorgehen, indem die Forscher zwar mit einem theoretisch wissenschaftlichen Vorverständnis in die Befragung gehen, die Äußerungen der Befragten jedoch von grundlegender Bedeutung für die weitere Modifikation der Konzepte sind. 


  Die Forscher bleiben offen für die Bedeutungsstrukturierung des Problembereichs durch die befragte Person und teilen ihr theoretisches Konzept im Interview nicht mit, da es nur vorläufig ist und die Interviewten nicht suggestiv beeinflussen soll.


Zu Beginn des problemzentrierten Interviews kann den zu befragenden Personen auch ein standardisierter Kurzfragebogen vorgelegt werden, um eine erste inhaltliche Auseinandersetzung mit den in der Befragung geplanten Problembereichen anzuregen und um den Einstieg in das Gespräch zu vereinfachen.

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