Psychische Störungen at FernUniversität In Hagen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für psychische Störungen an der FernUniversität in Hagen

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TESTE DEIN WISSEN
Womit beschäftigt sich die klinische Psychologie?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Klinische Psychologie ist der psychologische Forschungsbereich, der sich direkt mit dem Verständnis der Grundlagen individueller Pathologien des Verstandes, der Emotionen und des Verhaltens beschäftigt.
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TESTE DEIN WISSEN
Anhand welcher Kriterien lässt sich Verhalten als abweichend bezeichnen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Beurteilung, dass jemand an einer psychischen Störung leidet, basiert in der Regel auf der Bewertung des individuellen Verhaltens durch Personen mit bestimmter Autorität und Macht.
  • sozial regulierte Beurteilungen
sieben Kriterien, anhand derer man Verhalten als abweichend kennzeichnen könnte:
1. Leidensdruck oder Behinderung
  • Person empfindet persönlichen Leidensdruck oder funktionale Einschränkungen in psychischer Hinsicht, die eine Verschlechterung des physischen oder psychischen Zustandes oder ein Verlust der Handlungsfreiheit hervorrufen.
  • Bsp.: Mann kann sein Haus nicht ohne zu weinen verlassen, so können Erfordernisse des alltäglichen Lebens nicht bewältigt werden und er hätte Leidensdruck.
2. Fehlanpassungen
  • Person verhält sich so, dass sie das Erreichen eigener Ziele verhindert, sich nicht um das eigene Wohlbefinden kümmert, andere vom erreichen Ihrer Ziele abhält oder den Bedürfnissen der Gesellschaft nicht gerecht wird.
  • Bsp.: Frau, die so viel trinkt, dass sie keine geregelten Arbeit nachgehen kann oder andere durch ihre Trunkenheit gefährdet, zeigt schlecht angepasstes Verhalten.
3. Irrationalität
  • Person redet oder verhält sich derart, dass es anderen irrsinnig oder unverständlich erscheint.
  • Bsp.: Mann, der auf Stimmen antwortet, die in der Realität nicht existieren, verhält sich irrational.
4. Unberechenbarkeit:
  • Person verhält sich unberechenbar oder sprunghaft wechselnd von Situation zu Situation, so als hätte sie keine Kontrolle über das eigene Verhalten.
  • Bsp.: Kind, schlägt ohne erkennbaren Grund eine Fensterscheibe mit der Faust ein
5. Außergewöhnlichkeit und statistische Seltenheit:
  • Person zeigt Verhaltensweisen, die statistisch gesehen selten vorkommen und die sozialen Standards dessen, was akzeptabel oder wünschenswert ist, verletzen. Seltenes vorkommen allein ist hier jedoch nicht ausreichend um dieses Verhalten als abweichend zu beurteilen.
  • Bsp.: Genialität: extrem selten aber dennoch wünschenswert, sehr geringe Intelligenz: extrem selten, nicht wünschenswert und somit oft als abweichend bezeichnet
6. Unbehagen bei Beobachtern
  • Person ruft Unbehagen bei anderen hervor, die sich durch ihr Verhalten in irgendeiner Form bedroht oder beunruhigt fühlen.
  • Bsp.: Frau läuft mitten auf der Straße und redet aber laut mit sich selbst, dies ruft bei den anderen Personen Unbehagen hervor
7. Verletzung moralische und gesellschaftlicher Normen:
  • Person verletzt die Erwartungen, wie man sich hinsichtlich sozialer Normen zu verhalten hätte.
  • Bsp.: wenn Menschen es für wichtig halten, den eigenen Nachwuchsschutz zu bieten, wenn Eltern, die ihre Kinder im Stich gelassen haben, ist abnormal betrachtet.
  • Verhalten wird wahrscheinlicher als abweichend beurteilt, wenn mehr als nur einer dieser Indikatoren zutrifft und je extremer und häufiger die Indikatoren auftreten, desto sicherer können wir sein, dass es sich um eine psychische Störung handelt.
  • keines dieser Kriterien ist eine notwendige Bedingung, die von einem psychischen Störungsbildern geteilt wird.
  • psychische Störung ist ein Kontinuum, dass zwischen psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankung liegt. 
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TESTE DEIN WISSEN
Wozu braucht man ein Klassifikationssystem psychischer Störungen? Und was sollte dieses beinhalten?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Psychologische Diagnose gibt einer bestimmten gestörten Verhaltensweise einen spezifischen Namen, indem sie das beobachtete Verhaltensmuster in ein bewährtes Diagnosesystem ein ordnet.
  • eine psychologische Diagnose erfolgt durch Interpretation der beobachtbaren Handlungen eine Person.
  • um Übereinstimmung der Diagnose verschiedener Therapeuten zu erhöhen, wurde ein Klassifikationssystem entwickelt, dass präzise Symptombeschreibungen und andere bedeutsame Kriterien bereitstellt, die helfen zu entscheiden, ob das Verhalten einer Person als Beleg für eine bestimmte psychische Störung gelten kann.
  • um brauchbar zu sein, sollte ein Klassifikationssystem drei folgende Eigenschaften aufweisen:
1. eine klare Fachterminologie:
  • um schnelle, klare, effektive Kommunikation zwischen Fachleuten zu erleichtern
  • verschiedene Kategorien, die große und komplexe Menge an Informationen zusammenfassen (Depression)
  • zu der Kategorie gehören charakteristische Symptome der Krankheit, typischer Verlauf
  • möglich, eine übereinstimmende Definition des Forschungsgegenstandes bei der Untersuchung bestimmter Aspekte psychischer Störungen oder der Evaluation von Behandlungsmethoden zu erstellen.
2. Verständnis der Kausalität:
  • idealer Weise Diagnose einer spezifischen Störung verdeutlicht Ursache der Symptome
  • hinweise geben, warum spezifische Muster von Symptomen (sog. Syndrome) in der klinischen Praxis als Indikator für spezifische Störungen interpretiert werden sollten.
3. Behandlungsplan:
  • Diagnose sollte auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten nahelegen
  • bestimmte Therapieverfahren erzielen bei manchen Störungen bessere Erfolge als bei anderen und bestimmte Medikamente können auch in speziellen Fällen eher kontraproduktiv sein
  • Durch Weiterentwicklung unseres Wissen über die Spezifität und Effektivität bestimmter Behandlungsmethoden wird schnelle und sichere Diagnose immer mehr an Bedeutung gewinnen.
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TESTE DEIN WISSEN
Was bedeutet Komorbidität? 
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TESTE DEIN WISSEN
  • Komorbidität („Morbidität„ bezeichnet Auftreten von Krankheiten ; „ko–„ die Gleichzeitigkeit)
  • Menschen, die oft an einem bestimmten Punkt in Ihrem Leben gleichzeitig an mehr als einer Erkrankung leiden
  • NCS (National Comorbidity Study) ergab, dass 45% derjenigen, die an einer Krankheit litten, innerhalb eines Jahres tatsächlich an zwei oder mehr Störungen erkrankten. 
  • Forschung hat inzwischen begonnen, sich intensiv mit der Komorbiditätsmustern verschiedene psychische Erkrankungen zu beschäftigen.

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TESTE DEIN WISSEN
Was ist der Unterschied zwischen einer neurotischen Störungen und einer psychotischen Störung?
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TESTE DEIN WISSEN
Neurotische Störungen:
  • auch als Neurosen bezeichnet
  • Person weist keine Anzeichen einer Gehirn Auffälligkeit auf, fiel nicht durch stark irrational das Denken auf und verletzt keine grundlegenden gesellschaftlichen Normen
  • aber Person steht unter subjektiven Leidensdruck, zeigt selbst schädigende Verhaltensweisen oder unangemessene Bewältigungsstrategien.
psychotische Störungen:
  • auch Psychosen bezeichnet
  • psychotisches Verhalten weicht stark von den gesellschaftlichen Normen ab und wird begleitet von einer tiefen Störung des rationalen Denkens, der Emotionen und der Denkprozesse.

  • im DSM-||| im Jahre 1980 wurde Unterscheidung zwischen neurotischen und psychotischen Störungen aufgegeben:
  • Da Überzeugung, Begriffe Neurose und Psychose in ihren Bedeutungsgehalt zu allgemein geworden waren, um als diagnostische Kategorien noch sinnvoll zu sein.
  • werden aber dennoch in der Praxis weiterhin verwendet, um den allgemeinen Störungsgrad einer Person festzulegen.
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TESTE DEIN WISSEN
Worauf bezieht sich der Begriff Ätiologie?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Der Begriff Ätiologie bezieht sich auf die Faktoren, die psychische oder medizinische Probleme verursachen oder zu ihrer Entwicklung beitragen.
  • diese Faktoren zu kennen hilft, neue Behandlungswege zu finden und ihr, im Idealfall, vorzubeugen.
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TESTE DEIN WISSEN
Wie erklären biologische Ansätze die Ätiologie der Psychopathologie?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Biologische Ansätze nehmen an, dass psychische Störungen direkt auf die ihnen zu Grunde liegenden biologischen Faktoren zurückgeführt werden können.
  • untersuchen daher häufig Strukturen und biochemische Prozesse des Gehirns sowie die Einflüsse genetischer Faktoren
  • bereits kleine Veränderungen in den chemischen Botenstoffe – den Neurotransmitter – oder im Gewebe können bedeutsamer Effekt hervorrufen.
  • solche Veränderungen können beispielsweise durch genetische Faktoren,  Hirnverletzungen oder Infektionen verursacht werden.
  • durch bildgebende Verfahren, kann Struktur des Gehirns und bestimmte chemische Prozesse identifiziert werden => neue Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und spezifischen Anomalien des Gehirns können entdeckt werden.
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TESTE DEIN WISSEN
Wie betrachtet das psychodynamische Modell psychische Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Ursachen psychischer Störungen sind im Inneren einer Person zu finden
  • Sigmund Freud: inneren Faktoren sind psychischer und nicht biologischer Natur
  • Freud glaubte, dass zahlreiche psychische Störungen lediglich Erweiterungen normaler Prozesse von psychischen Konflikten und ich–Abwehr darstellen, die alle Menschen erfahren
  • Sowohl normales als auch gestörtes Verhalten wird durch Erfahrungen in der Früh Kindheit geprägt.
  • Das Verhalten wird von Trieben und Wünschen geleitet, diese sind oft nicht bewusst.
  • psychische Störungen haben ihre Ursachen in unbewussten Konflikten und Gedanken.
  • viele dieser Konflikte werden hervorgerufen durch den Kampf zwischen dem irrationalen, nach Triebbefriedigung strebenden ES und den internalisierten soziale Normen, die durch das Über–Ich auferlegt werden. das Ich ist gewöhnlich der Vermittler in diesen Kampf, aber seine Fähigkeit dieser Aufgabe gerecht zu werden, kann durch gestörte Entwicklungsverläufe in der Kindheit geschwächt sein.
  • schmerz wird durch Abwehrmechanismen wie Verdrängung oder Verleugnung vermieden
  • werden die Abwehrmechanismen übermäßig beansprucht, kann es zu Realitätsverzerrung oder zu selbstzerstörerischen Verhalten kommen.
  • dadurch benötigt Personen eventuell so viel Energie, dass keine oder nur wenig Energie übrig bleibt, um ein zufriedenes und lohnenswertes Lebens zu führen.

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Wie sieht das Behavioral Modell psychische Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Konzentration auf beobachtbare Reaktionen
  • Annahme, dass gestörte Verhaltensweisen auf die selbe Weise erworben werden wie normale Verhaltensweisen – nämlich durch Lernen und Verstärkung.
  • Man konzentriert sich auf gegenwärtiges Verhalten und die gegenwärtigen Bedingungen und Verstärkungen, die das gezeigte Verhalten aufrechterhalten.
  • Symptome psychische Störungen treten auf, die ungünstige oder selbst schädigende Verhaltensweisen erlernt wurden.
  • bezieht sich sowohl auf operante als auch auf klassische Konditionierungsmodelle.
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Wie sieht das kognitive Modell psychische Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Kognitive und behavioristische Perspektiven ergänzen sich oft in ihrer Erklärung psychischer Störungen
  • Ursachen psychischer Störungen können nicht immer im objektiven Kontext von Reizen, Verstärken und sichtbaren Verhalten gefunden werden.
  • Von großer Bedeutung ist ebenso die Selbstwahrnehmung der Personen und die Wahrnehmung ihrer Beziehungen und ihrer Umwelt und wie Sie darüber denken.
  • mögliche kognitive Faktoren, sind wahrgenommene Kontrolle über wichtige Verstärken, die Überzeugung einer Person, bedrohliche Ereignisse bewältigen zu können, und ihre Interpretationen von Ereignissen hinsichtlich situativen oder persönliche Einflussfaktoren.
  • psychische Probleme Ergebnis einer fehlerhaften Wahrnehmung der Situations Wirklichkeit, fehlerhafte Schlussfolgerungen oder schlechte Problemlösungen.
  • Gedanken auch erlernt, können funktional oder dysfunktional sein
  • wichtig herauszufinden, welche Gedanken mit psychischer Störungen einhergehen und welche dieser sogar zu Grunde liegen
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Wie sieht das soziokulturellem Modell psychische Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Verhaltensweisen in verschiedenen Kulturen werden unterschiedlich interpretiert (Halluzination)
  • schwelle, habt ihr ein bestimmtes Verhalten ein Anpassungsproblem darstellt hängt zumindest teilweise davon ab, wie das Verhalten im kulturellen Kontext beurteilt wird.
  • bestimmte kulturelle Umstände, in denen die Menschen leben, fördern die Entstehung bestimmte Formen oder unterformen psychischer Störungen
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TESTE DEIN WISSEN
Was versteht man unter psychische Störungen?
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TESTE DEIN WISSEN
  • Bandbreite psychischer Eigenarten, die als krank oder abweichend betrachtet werden, werden häufig als Psychopathologie oder psychische Störungen bezeichnet
  • Beeinträchtigungen der Emotionen, des Verhaltens oder Denkprozesse, die zu persönlichen Leidensdruck führen oder die Fähigkeit einer Person, wichtige Ziele zu erreichen, blockieren
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  • 100 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen psychische Störungen Kurs an der FernUniversität in Hagen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Womit beschäftigt sich die klinische Psychologie?
A:
  • Klinische Psychologie ist der psychologische Forschungsbereich, der sich direkt mit dem Verständnis der Grundlagen individueller Pathologien des Verstandes, der Emotionen und des Verhaltens beschäftigt.
Q:
Anhand welcher Kriterien lässt sich Verhalten als abweichend bezeichnen?
A:
  • Beurteilung, dass jemand an einer psychischen Störung leidet, basiert in der Regel auf der Bewertung des individuellen Verhaltens durch Personen mit bestimmter Autorität und Macht.
  • sozial regulierte Beurteilungen
sieben Kriterien, anhand derer man Verhalten als abweichend kennzeichnen könnte:
1. Leidensdruck oder Behinderung
  • Person empfindet persönlichen Leidensdruck oder funktionale Einschränkungen in psychischer Hinsicht, die eine Verschlechterung des physischen oder psychischen Zustandes oder ein Verlust der Handlungsfreiheit hervorrufen.
  • Bsp.: Mann kann sein Haus nicht ohne zu weinen verlassen, so können Erfordernisse des alltäglichen Lebens nicht bewältigt werden und er hätte Leidensdruck.
2. Fehlanpassungen
  • Person verhält sich so, dass sie das Erreichen eigener Ziele verhindert, sich nicht um das eigene Wohlbefinden kümmert, andere vom erreichen Ihrer Ziele abhält oder den Bedürfnissen der Gesellschaft nicht gerecht wird.
  • Bsp.: Frau, die so viel trinkt, dass sie keine geregelten Arbeit nachgehen kann oder andere durch ihre Trunkenheit gefährdet, zeigt schlecht angepasstes Verhalten.
3. Irrationalität
  • Person redet oder verhält sich derart, dass es anderen irrsinnig oder unverständlich erscheint.
  • Bsp.: Mann, der auf Stimmen antwortet, die in der Realität nicht existieren, verhält sich irrational.
4. Unberechenbarkeit:
  • Person verhält sich unberechenbar oder sprunghaft wechselnd von Situation zu Situation, so als hätte sie keine Kontrolle über das eigene Verhalten.
  • Bsp.: Kind, schlägt ohne erkennbaren Grund eine Fensterscheibe mit der Faust ein
5. Außergewöhnlichkeit und statistische Seltenheit:
  • Person zeigt Verhaltensweisen, die statistisch gesehen selten vorkommen und die sozialen Standards dessen, was akzeptabel oder wünschenswert ist, verletzen. Seltenes vorkommen allein ist hier jedoch nicht ausreichend um dieses Verhalten als abweichend zu beurteilen.
  • Bsp.: Genialität: extrem selten aber dennoch wünschenswert, sehr geringe Intelligenz: extrem selten, nicht wünschenswert und somit oft als abweichend bezeichnet
6. Unbehagen bei Beobachtern
  • Person ruft Unbehagen bei anderen hervor, die sich durch ihr Verhalten in irgendeiner Form bedroht oder beunruhigt fühlen.
  • Bsp.: Frau läuft mitten auf der Straße und redet aber laut mit sich selbst, dies ruft bei den anderen Personen Unbehagen hervor
7. Verletzung moralische und gesellschaftlicher Normen:
  • Person verletzt die Erwartungen, wie man sich hinsichtlich sozialer Normen zu verhalten hätte.
  • Bsp.: wenn Menschen es für wichtig halten, den eigenen Nachwuchsschutz zu bieten, wenn Eltern, die ihre Kinder im Stich gelassen haben, ist abnormal betrachtet.
  • Verhalten wird wahrscheinlicher als abweichend beurteilt, wenn mehr als nur einer dieser Indikatoren zutrifft und je extremer und häufiger die Indikatoren auftreten, desto sicherer können wir sein, dass es sich um eine psychische Störung handelt.
  • keines dieser Kriterien ist eine notwendige Bedingung, die von einem psychischen Störungsbildern geteilt wird.
  • psychische Störung ist ein Kontinuum, dass zwischen psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankung liegt. 
Q:
Wozu braucht man ein Klassifikationssystem psychischer Störungen? Und was sollte dieses beinhalten?
A:
  • Psychologische Diagnose gibt einer bestimmten gestörten Verhaltensweise einen spezifischen Namen, indem sie das beobachtete Verhaltensmuster in ein bewährtes Diagnosesystem ein ordnet.
  • eine psychologische Diagnose erfolgt durch Interpretation der beobachtbaren Handlungen eine Person.
  • um Übereinstimmung der Diagnose verschiedener Therapeuten zu erhöhen, wurde ein Klassifikationssystem entwickelt, dass präzise Symptombeschreibungen und andere bedeutsame Kriterien bereitstellt, die helfen zu entscheiden, ob das Verhalten einer Person als Beleg für eine bestimmte psychische Störung gelten kann.
  • um brauchbar zu sein, sollte ein Klassifikationssystem drei folgende Eigenschaften aufweisen:
1. eine klare Fachterminologie:
  • um schnelle, klare, effektive Kommunikation zwischen Fachleuten zu erleichtern
  • verschiedene Kategorien, die große und komplexe Menge an Informationen zusammenfassen (Depression)
  • zu der Kategorie gehören charakteristische Symptome der Krankheit, typischer Verlauf
  • möglich, eine übereinstimmende Definition des Forschungsgegenstandes bei der Untersuchung bestimmter Aspekte psychischer Störungen oder der Evaluation von Behandlungsmethoden zu erstellen.
2. Verständnis der Kausalität:
  • idealer Weise Diagnose einer spezifischen Störung verdeutlicht Ursache der Symptome
  • hinweise geben, warum spezifische Muster von Symptomen (sog. Syndrome) in der klinischen Praxis als Indikator für spezifische Störungen interpretiert werden sollten.
3. Behandlungsplan:
  • Diagnose sollte auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten nahelegen
  • bestimmte Therapieverfahren erzielen bei manchen Störungen bessere Erfolge als bei anderen und bestimmte Medikamente können auch in speziellen Fällen eher kontraproduktiv sein
  • Durch Weiterentwicklung unseres Wissen über die Spezifität und Effektivität bestimmter Behandlungsmethoden wird schnelle und sichere Diagnose immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Q:
Was bedeutet Komorbidität? 
A:
  • Komorbidität („Morbidität„ bezeichnet Auftreten von Krankheiten ; „ko–„ die Gleichzeitigkeit)
  • Menschen, die oft an einem bestimmten Punkt in Ihrem Leben gleichzeitig an mehr als einer Erkrankung leiden
  • NCS (National Comorbidity Study) ergab, dass 45% derjenigen, die an einer Krankheit litten, innerhalb eines Jahres tatsächlich an zwei oder mehr Störungen erkrankten. 
  • Forschung hat inzwischen begonnen, sich intensiv mit der Komorbiditätsmustern verschiedene psychische Erkrankungen zu beschäftigen.

Q:
Was ist der Unterschied zwischen einer neurotischen Störungen und einer psychotischen Störung?
A:
Neurotische Störungen:
  • auch als Neurosen bezeichnet
  • Person weist keine Anzeichen einer Gehirn Auffälligkeit auf, fiel nicht durch stark irrational das Denken auf und verletzt keine grundlegenden gesellschaftlichen Normen
  • aber Person steht unter subjektiven Leidensdruck, zeigt selbst schädigende Verhaltensweisen oder unangemessene Bewältigungsstrategien.
psychotische Störungen:
  • auch Psychosen bezeichnet
  • psychotisches Verhalten weicht stark von den gesellschaftlichen Normen ab und wird begleitet von einer tiefen Störung des rationalen Denkens, der Emotionen und der Denkprozesse.

  • im DSM-||| im Jahre 1980 wurde Unterscheidung zwischen neurotischen und psychotischen Störungen aufgegeben:
  • Da Überzeugung, Begriffe Neurose und Psychose in ihren Bedeutungsgehalt zu allgemein geworden waren, um als diagnostische Kategorien noch sinnvoll zu sein.
  • werden aber dennoch in der Praxis weiterhin verwendet, um den allgemeinen Störungsgrad einer Person festzulegen.
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Q:
Worauf bezieht sich der Begriff Ätiologie?
A:
  • Der Begriff Ätiologie bezieht sich auf die Faktoren, die psychische oder medizinische Probleme verursachen oder zu ihrer Entwicklung beitragen.
  • diese Faktoren zu kennen hilft, neue Behandlungswege zu finden und ihr, im Idealfall, vorzubeugen.
Q:
Wie erklären biologische Ansätze die Ätiologie der Psychopathologie?
A:
  • Biologische Ansätze nehmen an, dass psychische Störungen direkt auf die ihnen zu Grunde liegenden biologischen Faktoren zurückgeführt werden können.
  • untersuchen daher häufig Strukturen und biochemische Prozesse des Gehirns sowie die Einflüsse genetischer Faktoren
  • bereits kleine Veränderungen in den chemischen Botenstoffe – den Neurotransmitter – oder im Gewebe können bedeutsamer Effekt hervorrufen.
  • solche Veränderungen können beispielsweise durch genetische Faktoren,  Hirnverletzungen oder Infektionen verursacht werden.
  • durch bildgebende Verfahren, kann Struktur des Gehirns und bestimmte chemische Prozesse identifiziert werden => neue Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und spezifischen Anomalien des Gehirns können entdeckt werden.
Q:
Wie betrachtet das psychodynamische Modell psychische Störungen?
A:
  • Ursachen psychischer Störungen sind im Inneren einer Person zu finden
  • Sigmund Freud: inneren Faktoren sind psychischer und nicht biologischer Natur
  • Freud glaubte, dass zahlreiche psychische Störungen lediglich Erweiterungen normaler Prozesse von psychischen Konflikten und ich–Abwehr darstellen, die alle Menschen erfahren
  • Sowohl normales als auch gestörtes Verhalten wird durch Erfahrungen in der Früh Kindheit geprägt.
  • Das Verhalten wird von Trieben und Wünschen geleitet, diese sind oft nicht bewusst.
  • psychische Störungen haben ihre Ursachen in unbewussten Konflikten und Gedanken.
  • viele dieser Konflikte werden hervorgerufen durch den Kampf zwischen dem irrationalen, nach Triebbefriedigung strebenden ES und den internalisierten soziale Normen, die durch das Über–Ich auferlegt werden. das Ich ist gewöhnlich der Vermittler in diesen Kampf, aber seine Fähigkeit dieser Aufgabe gerecht zu werden, kann durch gestörte Entwicklungsverläufe in der Kindheit geschwächt sein.
  • schmerz wird durch Abwehrmechanismen wie Verdrängung oder Verleugnung vermieden
  • werden die Abwehrmechanismen übermäßig beansprucht, kann es zu Realitätsverzerrung oder zu selbstzerstörerischen Verhalten kommen.
  • dadurch benötigt Personen eventuell so viel Energie, dass keine oder nur wenig Energie übrig bleibt, um ein zufriedenes und lohnenswertes Lebens zu führen.

Q:
Wie sieht das Behavioral Modell psychische Störungen?
A:
  • Konzentration auf beobachtbare Reaktionen
  • Annahme, dass gestörte Verhaltensweisen auf die selbe Weise erworben werden wie normale Verhaltensweisen – nämlich durch Lernen und Verstärkung.
  • Man konzentriert sich auf gegenwärtiges Verhalten und die gegenwärtigen Bedingungen und Verstärkungen, die das gezeigte Verhalten aufrechterhalten.
  • Symptome psychische Störungen treten auf, die ungünstige oder selbst schädigende Verhaltensweisen erlernt wurden.
  • bezieht sich sowohl auf operante als auch auf klassische Konditionierungsmodelle.
Q:
Wie sieht das kognitive Modell psychische Störungen?
A:
  • Kognitive und behavioristische Perspektiven ergänzen sich oft in ihrer Erklärung psychischer Störungen
  • Ursachen psychischer Störungen können nicht immer im objektiven Kontext von Reizen, Verstärken und sichtbaren Verhalten gefunden werden.
  • Von großer Bedeutung ist ebenso die Selbstwahrnehmung der Personen und die Wahrnehmung ihrer Beziehungen und ihrer Umwelt und wie Sie darüber denken.
  • mögliche kognitive Faktoren, sind wahrgenommene Kontrolle über wichtige Verstärken, die Überzeugung einer Person, bedrohliche Ereignisse bewältigen zu können, und ihre Interpretationen von Ereignissen hinsichtlich situativen oder persönliche Einflussfaktoren.
  • psychische Probleme Ergebnis einer fehlerhaften Wahrnehmung der Situations Wirklichkeit, fehlerhafte Schlussfolgerungen oder schlechte Problemlösungen.
  • Gedanken auch erlernt, können funktional oder dysfunktional sein
  • wichtig herauszufinden, welche Gedanken mit psychischer Störungen einhergehen und welche dieser sogar zu Grunde liegen
Q:
Wie sieht das soziokulturellem Modell psychische Störungen?
A:
  • Verhaltensweisen in verschiedenen Kulturen werden unterschiedlich interpretiert (Halluzination)
  • schwelle, habt ihr ein bestimmtes Verhalten ein Anpassungsproblem darstellt hängt zumindest teilweise davon ab, wie das Verhalten im kulturellen Kontext beurteilt wird.
  • bestimmte kulturelle Umstände, in denen die Menschen leben, fördern die Entstehung bestimmte Formen oder unterformen psychischer Störungen
Q:
Was versteht man unter psychische Störungen?
A:
  • Bandbreite psychischer Eigenarten, die als krank oder abweichend betrachtet werden, werden häufig als Psychopathologie oder psychische Störungen bezeichnet
  • Beeinträchtigungen der Emotionen, des Verhaltens oder Denkprozesse, die zu persönlichen Leidensdruck führen oder die Fähigkeit einer Person, wichtige Ziele zu erreichen, blockieren
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