Organisationspsychologie at FernUniversität In Hagen | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Organisationspsychologie an der FernUniversität in Hagen

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TESTE DEIN WISSEN

Wann ist historisch betrachtet der Begriff Organisationsentwicklung (OE) zu finden und was bedeutet diese in Deutschland und in den USA?

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TESTE DEIN WISSEN

--> In den 1950er Jahren in den USA zu finden, in Deutschland taucht der Begriff erst Ende der 1960er Jahre auf. 

--> OE auch heute noch in Deutschland nicht so stark etabliert wie in den USA= als Grundlage der OE auch in Deutschland primär die US-amerikanischen Erkenntnisse v.a von Lewin.

=> in den USA= OE als Mittel zur Verbesserung von Wirksamkeit und Gesundheit der Unternehmung

=> in Deutschland= OE zielt auf die Humanisierung der Arbeit und die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Organisationen ab

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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen methodischen Ansätzen wird in der Organisationsentwicklung (OE) gearbeitet? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

--> Survey-Feedback:

  • psychotherapeutisch inspirierter Ansatz 
  • partizipativ-gestaltete Problemdiagnose mit Einbindung der Mitarbeitenden in Wandelprozess
  • Ablauf in 3 Schritten= 1- Datenerhebung über Ist-Zustand mittels standardisierten Fragebögen, Interviews 

2- Rückmeldung der Ergebnisse der Datenanalyse an Organisationsmitglieder(=Datenrückkopplungsmethode)

3- Diskussion und Ableitung von Folgerungen aus Ergebnissen= es wird den Organisationsmitgliedern die Möglichkeit gegeben, zu den Ergebnissen Stellung zu nehmen +  Veränderungsvorschläge einzubringen 

==> Vorgabe eines Idealsmodells einer modernen Organisation (Soll-Zustand) Gegenüberstellung von Ist- und Sollzustand und Wiederholung der Datenerhebungs-Datenrückkopplungs-Sequenzen bis Diskrepanzen zwischen Ideal (Soll) und Wirklichkeit (Ist) behoben sind


--> Prozessberatung:

  • wesentlich von Schein mitentwickelt und etabliert. 
  • Organisation als Klient
  • keine konkreten Gestaltungsvorgaben => Klient helfen, sein Gesamtumfeld besser wahrzunehmen und zu verstehen, so dass Handlungen zur Situationsverbesserung ergriffen werden können => Klienten sollen Lösung selbst finden
  • optimalen Lösungsprozess näherbringen= Betonung der Prozess der Problemlösung nicht Ergebnis

--> Verhaltensgitter von Blake und Mouton (Managerial Grid):

  • Gegenpol zur Prozessberatung
  • zielt auf Veränderung und Verbesserung des Verhaltens und Fähigkeiten von Führungskräften ab
  • Ergebnis des Prozesses wird von Anfang an festgelegt und Entwicklungsprozess wird vorstrukturiert
  • Ausgangspunkt ist 9.9-Führungsstil= hoch personen- als auch hoch aufgabenbezogen => mehrstufiges Trainingsprogramm zur Umsetzung: systematische Veränderung des Verhaltens der Führungskräfte auf den angestrebten Führungsstil in Gruppensitzungen
  • umfassendste und insgesamt am häufigsten eingesetzte Methode zur OE= da festgelegte Ziel= genau wissen, worauf man sich einlässt + zeitlicher Umfang abschätzbar

Maßnahmen, die an der Organisation und deren Strukturen und nicht am Individuum ansetzen (Strukturelle OE-Maßnahmen):

- Total Quality Management (TQM)

- Management by Objectives

- Partizipative Produktivitätsmanagement (PPM)

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie bitte kurz die Entscheidungsorientierter  Ansatz nach March und Simon

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TESTE DEIN WISSEN

Fortbestehen von Organisationen und ihre Anpassung an die Umwelt erklären 

--> Organisation wird als ein System aus Handlungen betrachtet, Konzept der begrenzten menschlichen Rationalität= heuristische Entscheidungen, da Probleme zu komplex sind, Ziel des Managements= kontrollier- und steuerbare Entscheidungssituationen schaffen aber da versch. Interessensgruppen in einer Organisation= Arbeitsteilung und Koordination werden mit Hilfe von standardisierten Regeln, Plänen + Programmen erreicht sowie über die Verkleinerung des Entscheidungsspielraumes durch Hierarchieebenen, Filterung von (un-)nötigen Informationen und Verinnerlichung von Unternehmenszielen

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TESTE DEIN WISSEN

In welchen zyklischen Phasen verläuft Organisationsentwicklung (OE) ? Was sind Ziele der OE? Was ist ein zentrales Merkmal der OE?

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TESTE DEIN WISSEN

-Das Vorgehen bei der OE setzt sich aus der zyklischen Abfolge der Phasen „Diagnose“, „Intervention“ und „Evaluation“ zusammen

=> Organisationsentwicklung kein in sich geschlossener Ansatz, sondern eher eine in der Praxis weit verbreitete Beratungsstrategie, die zur Veränderung von Organisationen verhaltenswissenschaftliche Theorien, Methoden und Techniken anwendet 

-Ziele der OE= Generierung und Steigerung sowohl des individuellen als auch des unternehmerischen Entwicklungs- und Erfolgspotentials 

-Zentrales Merkmal von OE= Wandel von und in Organisationen=> Wandel durch OE hervorgebrachte, welches eine bewusst geplante, umfassende und längerfristig angelegte Veränderung von Organisationen bedeutet

--> Schwerpunkt auf Wandel von Gruppen und weniger auf den Wandel von Individuen + Wandel immer unter der Zuhilfenahme von externen Beratern (Change Agents, Organisationsberater) vollzogen

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Art von Widerstände gegen Wandel gibt es? 

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TESTE DEIN WISSEN

Veränderungsprozesse immer mit Widerstand verbunden:

-Personale Widerständeresultieren z.B. aus der Angst, die damit verbunden ist, dass im Zuge von Veränderung vertraute Gewohnheiten und damit auch Sicherheiten aufgegeben werden müssen, Befürchtungen bestehen, dass die neue Situation zu einer Verschlechterung der eigenen sozialen oder materiellen Situation führen und ehemals funktionale Verhaltensmuster ihren Wert verlieren könnten (Kompetenzverlust). 

-Widerstände, die in der Organisation verortet sindHier spielen kulturelle Orientierungsmuster eine große Rolle --> Sind diese organisationalen Normen und Werte stark ausgeprägt, d.h. besitzt die Organisation eine starke Unternehmenskultur und ist diese von den OE Prozessen tangiert, so resultiert oftmals energischer Widerstand. 

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Was besagt das Drei-Phasen-Modell der Organisationsentwicklung von Kurt Lewin?

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TESTE DEIN WISSEN

Erfolgreiche Veränderungen in Gruppen verlaufen nach diesem Modell in drei Phasen: 

1. Auftauen (unfreezing): 

Veränderung wird eingeleitet. Die Personen, die von der Änderung betroffenen sind, werden einbezogen und an den Plänen beteiligt. Dadurch bildet sich die Bereitschaft zur Veränderung heraus. Wandelprozesse ohne vorheriges Auftauen sind oft zum Scheitern verurteilt.

 2. Verändern (moving): 

In dieser Phase wird die Veränderung vollzogen.

 3. Stabilisieren (refreezing): 

Die durchgeführten Veränderungen bedürfen der Stabilisierung, um Bestand zu haben. Stabilisierung erfolgt dadurch, dass auch über die Einführungsphase hinaus überwacht wird, ob der Prozess funktioniert und aufrechterhalten wird.

=> bedeutendste Modell für die Ablaufgestaltung von OE-Maßnahmen= Kurt Lewin daher als der Begründer der OE angesehen.

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Erläutern Sie bitte die Herrschafts- und Verteilungsproblem.

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TESTE DEIN WISSEN

Durch das Zusammenschließen mehrerer Individuen zu einer Organisation können Ressourcen gebündelt werden, die der Verfolgung gemeinsamer, organisationaler Ziele dienen. Damit dies möglich erscheint, sind aber Arbeitsteilung und Koordination untereinander erforderlich

=> Hierbei entstehen zwei Probleme: Das Herrschafts- und das Verteilungsproblem. 

--> Herrschaftsproblembetrifft die Rechte und Pflichten sowie Weisungsbefugnisse der Organisationsmitglieder

--> Verteilungsproblem= betrifft Anreize und Belastungen, die sich für die Mitglieder ergeben.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie bitte kurz die Humanistische Theorie von McGregor

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TESTE DEIN WISSEN

Gegenentwurf zum tayloristischen Ansatz, Theorie Y (Selbstregulation und Motivation des Mitarbeiters im Vordergrund. Die Führungskraft ist hier nicht Aufpasser, sondern kompetenter Berater, wenn es darum geht, die individuellen Ziele mit den Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen) gegen Theorie X (Menschenbild mit einem arbeitsunwilligen, verantwortungslosen, passiven Mitarbeiter), Empfehlungen dadurch= Dezentralisation, Delegation, Job enrichment, Partizipation, Konsultation, Führung durch Zielvorgaben

--> Kritik=  Unschärfe der gewählten Begrifflichkeiten, entziehen sich einer Operationalisierung + empirische Prüfung

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Wie ergibt sich die Organisationsstruktur?

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TESTE DEIN WISSEN

In der Theorie leiten sich aus den übergeordneten Organisationszielen die Sachziele und damit die Organisationsaufgaben ab, welche zur arbeitsteiligen Erfüllung im Rahmen der so genannten Aufgabenanalyse in immer kleinere Aufgabenpakete zerlegt werden.

=> 1- Zerlegung der komplexen Organisationsaufgaben in Funktionen

2- ergibt verschiedenen Abteilungen

3- Abteilungsaufgaben in Teilaufgaben gegliedert= 

4- Kleinere Teilaufgaben bis dann Einzelaufgaben resultieren, die von einzelnen Individuen erfüllt werden können

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Welche Ebenen der Organisationskultur definiert Schein (1990)? (+Beispiel einer Organisation)

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TESTE DEIN WISSEN

--> Basisannahmen:

- bilden Kulturkern

- sind nicht sichtbar, zum Teil unbewusst

--> Normen und Standards:

- leiten sich aus Basisannahmen ab

- teils sichtbar, teils unbewusst

z.B. Richtlinien, Gebote, Verbote

--> Symbolsystem der Artefakte:

- sichtbar, aber interpretationsbedürftig (= d.h. von den Mitgliedern der Organisation in einen Sinnzusammenhang gestellt werden und erst so symbolischen Wert bekommen)

- Normen und Standards kommen hier zum Ausdruck

z.B. Rituale, Sprache, Umgangsformen


Beispiel=> Basisannahme: Ein respektvoller Umgang miteinander ist selbstverständlich

Normen und Standards: Höflicher Umgang miteinander, worauf von Führungsseite geachtet wird

Artefakte: Man begrüßt sich morgens auf dem Gang gegenseitig

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Was ist der Gegenstand der Organisationspsychologie? Wie werden Organisationen definiert?

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TESTE DEIN WISSEN

=> Die Analyse, Bewertung und Entwicklung von Organisationen

--> Organisationen= definiert als soziale Gebilde, die bestimmte Ziele verfolgen und formale Regeln festlegen, mit deren Hilfe die Interaktion der Organisationsmitglieder auf die Erreichung dieser Ziele hin ausgerichtet werden + ein der Umwelt gegenüber offenes System, das zeitlich relativ überdauernd existiert

= formal strukturiert= Aufbaustruktur, Arbeitsteilung, Hierarchie der Verantwortung

--> Organisationen werden gebildet, um Aufgaben gemeinschaftlich zu bewältigen (kollektiv nur möglich/ so wirksamer/ so wirtschaftlicher) 

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Von wem stammen 2 der bekanntesten Ansätze zur lernenden Organisation?

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TESTE DEIN WISSEN

1- von Argyris und Schön 

2- von Senge

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Organisationspsychologie Kurs an der FernUniversität in Hagen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wann ist historisch betrachtet der Begriff Organisationsentwicklung (OE) zu finden und was bedeutet diese in Deutschland und in den USA?

A:

--> In den 1950er Jahren in den USA zu finden, in Deutschland taucht der Begriff erst Ende der 1960er Jahre auf. 

--> OE auch heute noch in Deutschland nicht so stark etabliert wie in den USA= als Grundlage der OE auch in Deutschland primär die US-amerikanischen Erkenntnisse v.a von Lewin.

=> in den USA= OE als Mittel zur Verbesserung von Wirksamkeit und Gesundheit der Unternehmung

=> in Deutschland= OE zielt auf die Humanisierung der Arbeit und die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Organisationen ab

Q:

Mit welchen methodischen Ansätzen wird in der Organisationsentwicklung (OE) gearbeitet? 

A:

--> Survey-Feedback:

  • psychotherapeutisch inspirierter Ansatz 
  • partizipativ-gestaltete Problemdiagnose mit Einbindung der Mitarbeitenden in Wandelprozess
  • Ablauf in 3 Schritten= 1- Datenerhebung über Ist-Zustand mittels standardisierten Fragebögen, Interviews 

2- Rückmeldung der Ergebnisse der Datenanalyse an Organisationsmitglieder(=Datenrückkopplungsmethode)

3- Diskussion und Ableitung von Folgerungen aus Ergebnissen= es wird den Organisationsmitgliedern die Möglichkeit gegeben, zu den Ergebnissen Stellung zu nehmen +  Veränderungsvorschläge einzubringen 

==> Vorgabe eines Idealsmodells einer modernen Organisation (Soll-Zustand) Gegenüberstellung von Ist- und Sollzustand und Wiederholung der Datenerhebungs-Datenrückkopplungs-Sequenzen bis Diskrepanzen zwischen Ideal (Soll) und Wirklichkeit (Ist) behoben sind


--> Prozessberatung:

  • wesentlich von Schein mitentwickelt und etabliert. 
  • Organisation als Klient
  • keine konkreten Gestaltungsvorgaben => Klient helfen, sein Gesamtumfeld besser wahrzunehmen und zu verstehen, so dass Handlungen zur Situationsverbesserung ergriffen werden können => Klienten sollen Lösung selbst finden
  • optimalen Lösungsprozess näherbringen= Betonung der Prozess der Problemlösung nicht Ergebnis

--> Verhaltensgitter von Blake und Mouton (Managerial Grid):

  • Gegenpol zur Prozessberatung
  • zielt auf Veränderung und Verbesserung des Verhaltens und Fähigkeiten von Führungskräften ab
  • Ergebnis des Prozesses wird von Anfang an festgelegt und Entwicklungsprozess wird vorstrukturiert
  • Ausgangspunkt ist 9.9-Führungsstil= hoch personen- als auch hoch aufgabenbezogen => mehrstufiges Trainingsprogramm zur Umsetzung: systematische Veränderung des Verhaltens der Führungskräfte auf den angestrebten Führungsstil in Gruppensitzungen
  • umfassendste und insgesamt am häufigsten eingesetzte Methode zur OE= da festgelegte Ziel= genau wissen, worauf man sich einlässt + zeitlicher Umfang abschätzbar

Maßnahmen, die an der Organisation und deren Strukturen und nicht am Individuum ansetzen (Strukturelle OE-Maßnahmen):

- Total Quality Management (TQM)

- Management by Objectives

- Partizipative Produktivitätsmanagement (PPM)

Q:

Erläutern Sie bitte kurz die Entscheidungsorientierter  Ansatz nach March und Simon

A:

Fortbestehen von Organisationen und ihre Anpassung an die Umwelt erklären 

--> Organisation wird als ein System aus Handlungen betrachtet, Konzept der begrenzten menschlichen Rationalität= heuristische Entscheidungen, da Probleme zu komplex sind, Ziel des Managements= kontrollier- und steuerbare Entscheidungssituationen schaffen aber da versch. Interessensgruppen in einer Organisation= Arbeitsteilung und Koordination werden mit Hilfe von standardisierten Regeln, Plänen + Programmen erreicht sowie über die Verkleinerung des Entscheidungsspielraumes durch Hierarchieebenen, Filterung von (un-)nötigen Informationen und Verinnerlichung von Unternehmenszielen

Q:

In welchen zyklischen Phasen verläuft Organisationsentwicklung (OE) ? Was sind Ziele der OE? Was ist ein zentrales Merkmal der OE?

A:

-Das Vorgehen bei der OE setzt sich aus der zyklischen Abfolge der Phasen „Diagnose“, „Intervention“ und „Evaluation“ zusammen

=> Organisationsentwicklung kein in sich geschlossener Ansatz, sondern eher eine in der Praxis weit verbreitete Beratungsstrategie, die zur Veränderung von Organisationen verhaltenswissenschaftliche Theorien, Methoden und Techniken anwendet 

-Ziele der OE= Generierung und Steigerung sowohl des individuellen als auch des unternehmerischen Entwicklungs- und Erfolgspotentials 

-Zentrales Merkmal von OE= Wandel von und in Organisationen=> Wandel durch OE hervorgebrachte, welches eine bewusst geplante, umfassende und längerfristig angelegte Veränderung von Organisationen bedeutet

--> Schwerpunkt auf Wandel von Gruppen und weniger auf den Wandel von Individuen + Wandel immer unter der Zuhilfenahme von externen Beratern (Change Agents, Organisationsberater) vollzogen

Q:

Welche Art von Widerstände gegen Wandel gibt es? 

A:

Veränderungsprozesse immer mit Widerstand verbunden:

-Personale Widerständeresultieren z.B. aus der Angst, die damit verbunden ist, dass im Zuge von Veränderung vertraute Gewohnheiten und damit auch Sicherheiten aufgegeben werden müssen, Befürchtungen bestehen, dass die neue Situation zu einer Verschlechterung der eigenen sozialen oder materiellen Situation führen und ehemals funktionale Verhaltensmuster ihren Wert verlieren könnten (Kompetenzverlust). 

-Widerstände, die in der Organisation verortet sindHier spielen kulturelle Orientierungsmuster eine große Rolle --> Sind diese organisationalen Normen und Werte stark ausgeprägt, d.h. besitzt die Organisation eine starke Unternehmenskultur und ist diese von den OE Prozessen tangiert, so resultiert oftmals energischer Widerstand. 

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Was besagt das Drei-Phasen-Modell der Organisationsentwicklung von Kurt Lewin?

A:

Erfolgreiche Veränderungen in Gruppen verlaufen nach diesem Modell in drei Phasen: 

1. Auftauen (unfreezing): 

Veränderung wird eingeleitet. Die Personen, die von der Änderung betroffenen sind, werden einbezogen und an den Plänen beteiligt. Dadurch bildet sich die Bereitschaft zur Veränderung heraus. Wandelprozesse ohne vorheriges Auftauen sind oft zum Scheitern verurteilt.

 2. Verändern (moving): 

In dieser Phase wird die Veränderung vollzogen.

 3. Stabilisieren (refreezing): 

Die durchgeführten Veränderungen bedürfen der Stabilisierung, um Bestand zu haben. Stabilisierung erfolgt dadurch, dass auch über die Einführungsphase hinaus überwacht wird, ob der Prozess funktioniert und aufrechterhalten wird.

=> bedeutendste Modell für die Ablaufgestaltung von OE-Maßnahmen= Kurt Lewin daher als der Begründer der OE angesehen.

Q:

Erläutern Sie bitte die Herrschafts- und Verteilungsproblem.

A:

Durch das Zusammenschließen mehrerer Individuen zu einer Organisation können Ressourcen gebündelt werden, die der Verfolgung gemeinsamer, organisationaler Ziele dienen. Damit dies möglich erscheint, sind aber Arbeitsteilung und Koordination untereinander erforderlich

=> Hierbei entstehen zwei Probleme: Das Herrschafts- und das Verteilungsproblem. 

--> Herrschaftsproblembetrifft die Rechte und Pflichten sowie Weisungsbefugnisse der Organisationsmitglieder

--> Verteilungsproblem= betrifft Anreize und Belastungen, die sich für die Mitglieder ergeben.

Q:

Erläutern Sie bitte kurz die Humanistische Theorie von McGregor

A:

Gegenentwurf zum tayloristischen Ansatz, Theorie Y (Selbstregulation und Motivation des Mitarbeiters im Vordergrund. Die Führungskraft ist hier nicht Aufpasser, sondern kompetenter Berater, wenn es darum geht, die individuellen Ziele mit den Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen) gegen Theorie X (Menschenbild mit einem arbeitsunwilligen, verantwortungslosen, passiven Mitarbeiter), Empfehlungen dadurch= Dezentralisation, Delegation, Job enrichment, Partizipation, Konsultation, Führung durch Zielvorgaben

--> Kritik=  Unschärfe der gewählten Begrifflichkeiten, entziehen sich einer Operationalisierung + empirische Prüfung

Q:

Wie ergibt sich die Organisationsstruktur?

A:

In der Theorie leiten sich aus den übergeordneten Organisationszielen die Sachziele und damit die Organisationsaufgaben ab, welche zur arbeitsteiligen Erfüllung im Rahmen der so genannten Aufgabenanalyse in immer kleinere Aufgabenpakete zerlegt werden.

=> 1- Zerlegung der komplexen Organisationsaufgaben in Funktionen

2- ergibt verschiedenen Abteilungen

3- Abteilungsaufgaben in Teilaufgaben gegliedert= 

4- Kleinere Teilaufgaben bis dann Einzelaufgaben resultieren, die von einzelnen Individuen erfüllt werden können

Q:

Welche Ebenen der Organisationskultur definiert Schein (1990)? (+Beispiel einer Organisation)

A:

--> Basisannahmen:

- bilden Kulturkern

- sind nicht sichtbar, zum Teil unbewusst

--> Normen und Standards:

- leiten sich aus Basisannahmen ab

- teils sichtbar, teils unbewusst

z.B. Richtlinien, Gebote, Verbote

--> Symbolsystem der Artefakte:

- sichtbar, aber interpretationsbedürftig (= d.h. von den Mitgliedern der Organisation in einen Sinnzusammenhang gestellt werden und erst so symbolischen Wert bekommen)

- Normen und Standards kommen hier zum Ausdruck

z.B. Rituale, Sprache, Umgangsformen


Beispiel=> Basisannahme: Ein respektvoller Umgang miteinander ist selbstverständlich

Normen und Standards: Höflicher Umgang miteinander, worauf von Führungsseite geachtet wird

Artefakte: Man begrüßt sich morgens auf dem Gang gegenseitig

Q:

Was ist der Gegenstand der Organisationspsychologie? Wie werden Organisationen definiert?

A:

=> Die Analyse, Bewertung und Entwicklung von Organisationen

--> Organisationen= definiert als soziale Gebilde, die bestimmte Ziele verfolgen und formale Regeln festlegen, mit deren Hilfe die Interaktion der Organisationsmitglieder auf die Erreichung dieser Ziele hin ausgerichtet werden + ein der Umwelt gegenüber offenes System, das zeitlich relativ überdauernd existiert

= formal strukturiert= Aufbaustruktur, Arbeitsteilung, Hierarchie der Verantwortung

--> Organisationen werden gebildet, um Aufgaben gemeinschaftlich zu bewältigen (kollektiv nur möglich/ so wirksamer/ so wirtschaftlicher) 

Q:

Von wem stammen 2 der bekanntesten Ansätze zur lernenden Organisation?

A:

1- von Argyris und Schön 

2- von Senge

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