YogaAkademie Austria at Fachhochschule Gesundheit Tirol | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für YogaAkademie Austria an der Fachhochschule Gesundheit Tirol

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die 4 klassischen Yoga Wege und charakterisiere sie in jeweils 2-3 Sätzen

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TESTE DEIN WISSEN

Raja, Karma, Bhakti und Jnana Yoga


Raja Yoga (der „königliche Weg“) ist der Weg der Kontrolle des Geistes, es geht darum, den Geist zur Ruhe zu bringen und durch den von Patanjali beschriebenen „8fachen Weg“ in 8 Stufen zu Erleuchtung und Befreiung, zur Vollendung zu gelangen.


Jnana Yoga ist der Weg der Erkenntnis, es geht um das Erkennen der tieferen Zusammenhänge unseres Seins, Ziel ist, die Identifikation mit den Dingen der unbeständigen Welt zu lösen, das Erkennen der tieferen Wahrheit und sich mit der höchsten Wahrheit, dem Unendlichen, Göttlichen, das im Jnana Yoga „Brahman“ genannt wird, zu verbinden.


Karma Yoga ist der Weg des Handelns, es geht um die rechte Einstellung im Handeln, das tägliche Handeln im Alltag ist die Übung.


Bhakti Yoga ist der Weg der Hingabe an Gott, es geht um das Fühlen und
Erfahren einer inneren Göttlichkeit, um die Umwandlung und Ausrichtung der
emotionellen Energien auf Gott.

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Hauptursachen von Rückenschmerzen? Was kann man dagegen tun?

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TESTE DEIN WISSEN

Hauptursachen: Muskelverspannungen und –dysbalancen, geschwächte und verkürzte Muskulatur (Rumpf, Rücken, Bauch, Beckenboden) durch zu langes Sitzen z.B. am Schreibtisch (Computerarbeit), falsches und zu schweres Heben und Tragen im Alltag, Verspannungen auch durch Streß möglich
Abnützung der Wirbelgelenke, Abnützung der Bandscheiben,
seltener: Bandscheibenvorfall: Bandscheibenkern drückt auf Nerv und kann Schmerzen verursachen

Dagegen hilft: rückenschonendes Bewegen im Alltag: statt Bücken in die Knie gehen, Heben von schweren Dingen mit geradem Rücken, körpernahes Heben und Arbeiten, nicht gleichzeitig heben und drehen, langes Stehen und Sitzen vermeiden, viel Bewegung, sportliche Betätigung (löst Streß), ebenso Entspannungsübungen, vor allem Rücken-, Rumpf-, Beckenboden-, Bauchmuskulatur kräftigen, generell Muskulatur käftigen und sanft dehnen, z.B. durch Yogaübungen

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreibe Aufbau, Funktion und Bedeutung der Wirbelsäule. Was bedeutet Wirbelsäulen /Bandscheiben-schonendes Bewegen und Üben im Hatha Yoga?

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TESTE DEIN WISSEN

Aufbau: doppel-S-förmig gekrümmte Säule, abwechselnd knöcherne Wirbelkörper und knorpelige Bandscheiben, 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel, 5 Lendenwirbel, 9-10 verwachsene Wirbel bilden das Kreuzbein und Steißbein.

Wirbel bestehen aus: Wirbelkörper, Wirbelbogen mit Rückenmarkskanal, 2 Querfortsätze, 1 Dornfortsatz, Facettengelenke

Bandscheiben: sind Faserknorpel mit gallertartigem Kern, sind von Fasergeflecht umgeben, haben keine eigene Blutversorgung, werden durch Diffusion ernährt (ausdrücken und wieder ansaugen).
Die gesamte Wirbelsäule ist von starken Bändern umgeben, die für Stabilität sorgen, den Zug abfedern und gleichzeitig wichtige Bewegungs- und Schmerzrezeptoren sind.


Muskulärer Aufbau: 1. tiefe Muskulatur: zieht von Wirbel zu Wirbel, gerade und schräg überkreuzt, dient der Stabilität und Feineinstellung 2. oberflächliche Muskulatur: zieht über mehrere Wirbelabschnitte, ebenfalls gerade und schräg, dient der Stabilität und Bewegung 3. große Muskulatur: oberflächliche Rückenmuskulatur, hauptsächlich für die Bewegung zuständig.


Funktion und Bedeutung: Stütze des Rumpfes, Ableitung von Zug und Druck, Stoßdämpfer (besonders wichtig für das empfindliche Gehirn), gewährleistet Beweglichkeit in alle Richtungen, bildet Schutz und Kanal für das Rückenmark, bietet Ansatzfläche für Muskeln und Bänder, für Rippen und Darmbein (Hüfte)


Wirbelsäulen- und Bandscheibenschonendes Bewegen im Hatha Yoga: Mit geradem Rücken nach unten gehen, Länge in die Wirbelsäule bringen, Drehbewegungen nur vorsichtig und mit „langem“ Rücken, Bauch- und Rückenmuskeln kräftigen, generell Muskulatur kräftigen, starkes Hohlkreuz vermeiden, Kissen als Hilfestellung, vom Liegen über Seitenlage zum Sitzen kommen, Beine anwinkeln statt ausstrecken (z. B. in Rückenlage), die Übungen sanft, langsam und schmerzfrei ausführen, gut geeignet: Katze- Pferd, Palme im Wind, Stellung des Kindes, Schulterbrücke, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen um die kleine Muskulatur zu trainieren,

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TESTE DEIN WISSEN

Welcher ist der wichtigste Atemmuskel: beschreibe seine Lage und Funktion?

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TESTE DEIN WISSEN

Das Zwerchfell, es liegt zwischen Brusthöhle und Bauchhöhle, hat die Form von 2 Kuppeln (da sich in der Mitte das Herz befindet) und besteht aus einer zentralen Sehnenplatte, von der Muskelfasern zum Brustbein, zu den unteren Rippen und zu den oberen Lendenwirbeln ausstrahlen.


Einatmung: Bei der Kontraktion der muskulären Teile des Zwerchfells flacht die Kuppel ab und der Brustraum wird vergrößert. So weitet sich die Lunge und Luft strömt ein.

Ausatmung: die Zwerchfell-Muskulatur entspannt sich, aufgrund der Elastizität der Lunge zieht sich der Brustkorb von selbst zusammen und Luft strömt aus.

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Was bedeutet der Begriff Kundalini?

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Kundalini bedeutet „die Zusammengerollte“ und ist nach der indischen Mythologie die als dreifach zusammengerollte Schlange dargestellte Göttin Shakti. Sie steht für die spirituelle Energie, die im Wurzelchakra (Muladhara) ruht. Durch die Hatha- und Kundalini-Yoga-Techniken kann die Kundalini-Kraft erweckt werden und durch die einzelnen Chakren aufsteigen zum höchsten, göttlichen Bewußtsein.

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Beschreibe das Konzept der Asanas anhand PYS 2.46?

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Im Yoga Sutra (Leitfaden) 2.46 schreibt Patanjali : „Die Sitzstellung soll fest und bequem sein“ (Stirham sukham asanam)

Ursprünglich war mit Asana nur die Sitzstellung gemeint, erst später wurden die Körperübungen allgemein so genannt. Die Asanas sollen gleichzeitig mit Festigkeit und Leichtigkeit ausgeführt werden, mit soviel Spannung wie nötig und soviel Entspannung wie möglich. Sie sollen Kraft und Stärke vermitteln, aber auch den meditativen, ruhigen, sanften Aspekt.

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Erläutere den Begriff Pranayama und beschreibe Konzept und Wirkungen der Pranayamas?

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TESTE DEIN WISSEN

Prana ist die Lebensenergie, Pranayamas sind die Übungen und Techniken zur Lenkung und Vermehrung der Energie, die Atemübungen, Atemtechniken im Yoga.
Die Wissenschaft des Hatha Yoga hat die enge Beziehung zwischen Atem und Körper/Geist/Seele erkannt und Techniken entwickelt, die diese Wechselbeziehung nutzen die Pranayamas durch:


  • Verlangsamung und Vertiefung der Atmung

  • Beschleunigung des Atemrhythmus (Reinigungsatmung, Kapalabhati)

  • Phasen des Luftanhaltens (Kumbhaka)

  • Atmung durch ein einzelnes Nasenloch (Wechselatmung)


soll einerseits eine Vermehrung des Prana (der Lebensenergie) bewirkt werden, andererseits der freien Fluß der Energie verbessert, Blockaden beseitigt und generell positiver Einfluß auf Balance und Harmonie in Körper, Geist und Seele ausgeübt werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Führe einen Anfänger in die Wechselatmung ein und beschreibe ihm Name, Bedeutung, Wirkung und Durchführung dieser Übung.

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TESTE DEIN WISSEN

Wechselatmung, auch Anuloma Viloma genannt, ist eine Atemtechnik im Yoga, die abwechselnde Atmung durch das linke bzw. rechte Nasenloch, wobei das jeweils andere Nasenloch mit Daumen bzw. Ringfinger der rechten Hand mit leichtem Druck verschlossen wird. Durch die Wechselatmung wird die Atemachtsamkeit erhöht, Blockaden können sich lösen und die Balance im Körper, die Schaffung und Erhaltung eines inneren Gleichgewichtszustandes soll gefördert werden.

Durchführung:
- aufrecht und entspannt hinsetzen,
- darauf achten, daß die Schultern locker sind,
- die spezielle Handhaltung (Vishna mudra) vorbereiten: Zeigefinger und Mittelfinger der re. Hand werden eingeklappt, Ringfinger und kleiner Finger liegen aneinander
- ruhig und langsam ein- und ausatmen
- rechtes Nasenloch mit Daumen leicht verschließen, links einatmen
- links mit Ringfinger verschließen, rechts ausatmen
- rechts einatmen, rechts mit Daumen verschließen, links ausatmen usw.
Nach einigen Runden beenden, die Hand ablegen und ganz normal und ruhig weiteratmen.

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Welche 6 Reinigungstechniken gibt es? Charakterisiere sie kurz: was ist ihre Wirkung? Gehe dabei besonders auf Jala Neti ein.

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Die 6 Reinigungstechniken (Kriyas) im Hatha Yoga sind:
1.Neti – Nasenreinigung, Jala Neti ist die Nasenspülung mit Wasser+etwas Salz, soll die Nase frei machen, die Schleimhaut zu besserer Funktion anregen, bei Erkältungen und zur Vorbeugung helfen, verschiedene Beschwerden im Kopfbereich lindern und generell ausgleichende Wirkung haben
2. Dhauti – Reinigung des oberen Verdauungstraktes, z.B. Reinigung d. Zähne, Zunge
3. Basti – Reinigung des Enddarmes (Einlauf), soll Verdauungsproblemen entgegen wirken, v.a. Verstopfung
4. Tratak – Starren z.B. in Kerzenflamme, auf Blume od. anderes Objekt, =Konzentrationsübung, Stärkung d. Konzentration
5. Kapalabhati – Atemtechnik, bei der in kurzen Stößen durch Kontraktion der Bauchmuskeln ausgeatmet wird, zur Reinigung des Schädels und der Atemwege, Massage und Anregung der Bauchorgane
6. Nauli – Reinigung des Manipura-Chakra, starke Wirkung auf die Verdauung, Aktivierung und Anregung der Verdauungsorgane

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Beschreibe das Gesetz des Karma. Wie wird Karma geschaffen? Wie überwindet der Yogi das Karma?

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Das Gesetz des Karma besagt, daß durch jede physische und geistige Handlung eine Wirkung ausgelöst wird, die früher oder später reift und entsprechende Auswirkungen in unserem Leben erzeugt (Ursache-Wirkung Zusammenhang).
Karma entsteht aus den Handlungen, die wir laufend setzen, wobei es vor allem um die Einstellung während der Handlung geht: lediglich achtsames, erwartungsloses Handeln als Teil des Ganzen und zum Wohle des Ganzen, im Handeln Geführt-sein durch eine höhere Kraft erzeugt kein neues Karma und macht frei.

Karma Yoga reduziert Karma, verhindert das Entstehen von neuem Karma und macht den Menschen frei (8. Karma Sutra): Der Karma-Yogi sieht sich als Teil des Kosmos und erfüllt seine jeweils momentane Aufgabe nach bestem Wissen und Können, ohne Erwartung und ohne den persönlichen Vorteil anzustreben.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche im Alltag des Menschen anwendbaren Ratschläge gibt der Karma Yoga?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Konzentration, Achtsamkeit und Bewußtheit beim Handeln
  • erwartungslos handeln
  • sich loslösen von Verhaftungen und Abhängigkeiten, sich als Gast auf Erden betrachten
  • Selbstbeobachtung
  • sich bei allem Tun als Teil des Ganzen fühlen
  • fühlen, daß Gott durch uns handelt
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Was ist Sinn und Wesen des Bhakti Yoga? Wie steht Bhakti Yoga zu den Weltreligionen und zu den verschiedenen Kirchen?

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Bhakti Yoga ist der Weg der Hingabe an Gott, es geht um 

  • das Umwandeln und Ausrichten der emotionalen Energien auf Gott hin, 

  • um das Fühlen und Erfahren einer universalen, inneren Göttlichkeit, 

  • um das Verbunden-Sein mit der göttlichen Energie, Weisheit und Liebe, mit der Quelle des Lebens.


Bhakti Yoga ist die liebende Hingabe an das Göttliche durch Überwinden, Loslassen des Ego. Bhakti übersteigt den geistig-intellektuellen Horizont, läßt sich mit Geist und Intellekt gar nicht fassen, sondern ist eine Sache des Herzens, des Spürens und der lebendigen Erfahrung. Alle anderen Yoga Wege münden letztendlich in Bhakti Yoga.
Bhakti ist völlig unabhängig von Sekten, Religionen und kirchl. Institutionen, ist frei von materiellen Bedingungen, jeder kann Bhakti Yoga betreiben, ob er einer Kirche angehört oder nicht. Gleich wecher Religionszugehörigkeit, kann jeder Mensch mit den ihm vertrauten Ritualen, Namen und Formen Bhakti Yoga betreiben. 

Der Bhakta will an Gott nicht nur glauben, ihn nicht nur kennen, sondern ihn spüren und erfahren.

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Q:

Nenne die 4 klassischen Yoga Wege und charakterisiere sie in jeweils 2-3 Sätzen

A:

Raja, Karma, Bhakti und Jnana Yoga


Raja Yoga (der „königliche Weg“) ist der Weg der Kontrolle des Geistes, es geht darum, den Geist zur Ruhe zu bringen und durch den von Patanjali beschriebenen „8fachen Weg“ in 8 Stufen zu Erleuchtung und Befreiung, zur Vollendung zu gelangen.


Jnana Yoga ist der Weg der Erkenntnis, es geht um das Erkennen der tieferen Zusammenhänge unseres Seins, Ziel ist, die Identifikation mit den Dingen der unbeständigen Welt zu lösen, das Erkennen der tieferen Wahrheit und sich mit der höchsten Wahrheit, dem Unendlichen, Göttlichen, das im Jnana Yoga „Brahman“ genannt wird, zu verbinden.


Karma Yoga ist der Weg des Handelns, es geht um die rechte Einstellung im Handeln, das tägliche Handeln im Alltag ist die Übung.


Bhakti Yoga ist der Weg der Hingabe an Gott, es geht um das Fühlen und
Erfahren einer inneren Göttlichkeit, um die Umwandlung und Ausrichtung der
emotionellen Energien auf Gott.

Q:

Was sind die Hauptursachen von Rückenschmerzen? Was kann man dagegen tun?

A:

Hauptursachen: Muskelverspannungen und –dysbalancen, geschwächte und verkürzte Muskulatur (Rumpf, Rücken, Bauch, Beckenboden) durch zu langes Sitzen z.B. am Schreibtisch (Computerarbeit), falsches und zu schweres Heben und Tragen im Alltag, Verspannungen auch durch Streß möglich
Abnützung der Wirbelgelenke, Abnützung der Bandscheiben,
seltener: Bandscheibenvorfall: Bandscheibenkern drückt auf Nerv und kann Schmerzen verursachen

Dagegen hilft: rückenschonendes Bewegen im Alltag: statt Bücken in die Knie gehen, Heben von schweren Dingen mit geradem Rücken, körpernahes Heben und Arbeiten, nicht gleichzeitig heben und drehen, langes Stehen und Sitzen vermeiden, viel Bewegung, sportliche Betätigung (löst Streß), ebenso Entspannungsübungen, vor allem Rücken-, Rumpf-, Beckenboden-, Bauchmuskulatur kräftigen, generell Muskulatur käftigen und sanft dehnen, z.B. durch Yogaübungen

Q:

Beschreibe Aufbau, Funktion und Bedeutung der Wirbelsäule. Was bedeutet Wirbelsäulen /Bandscheiben-schonendes Bewegen und Üben im Hatha Yoga?

A:

Aufbau: doppel-S-förmig gekrümmte Säule, abwechselnd knöcherne Wirbelkörper und knorpelige Bandscheiben, 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel, 5 Lendenwirbel, 9-10 verwachsene Wirbel bilden das Kreuzbein und Steißbein.

Wirbel bestehen aus: Wirbelkörper, Wirbelbogen mit Rückenmarkskanal, 2 Querfortsätze, 1 Dornfortsatz, Facettengelenke

Bandscheiben: sind Faserknorpel mit gallertartigem Kern, sind von Fasergeflecht umgeben, haben keine eigene Blutversorgung, werden durch Diffusion ernährt (ausdrücken und wieder ansaugen).
Die gesamte Wirbelsäule ist von starken Bändern umgeben, die für Stabilität sorgen, den Zug abfedern und gleichzeitig wichtige Bewegungs- und Schmerzrezeptoren sind.


Muskulärer Aufbau: 1. tiefe Muskulatur: zieht von Wirbel zu Wirbel, gerade und schräg überkreuzt, dient der Stabilität und Feineinstellung 2. oberflächliche Muskulatur: zieht über mehrere Wirbelabschnitte, ebenfalls gerade und schräg, dient der Stabilität und Bewegung 3. große Muskulatur: oberflächliche Rückenmuskulatur, hauptsächlich für die Bewegung zuständig.


Funktion und Bedeutung: Stütze des Rumpfes, Ableitung von Zug und Druck, Stoßdämpfer (besonders wichtig für das empfindliche Gehirn), gewährleistet Beweglichkeit in alle Richtungen, bildet Schutz und Kanal für das Rückenmark, bietet Ansatzfläche für Muskeln und Bänder, für Rippen und Darmbein (Hüfte)


Wirbelsäulen- und Bandscheibenschonendes Bewegen im Hatha Yoga: Mit geradem Rücken nach unten gehen, Länge in die Wirbelsäule bringen, Drehbewegungen nur vorsichtig und mit „langem“ Rücken, Bauch- und Rückenmuskeln kräftigen, generell Muskulatur kräftigen, starkes Hohlkreuz vermeiden, Kissen als Hilfestellung, vom Liegen über Seitenlage zum Sitzen kommen, Beine anwinkeln statt ausstrecken (z. B. in Rückenlage), die Übungen sanft, langsam und schmerzfrei ausführen, gut geeignet: Katze- Pferd, Palme im Wind, Stellung des Kindes, Schulterbrücke, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen um die kleine Muskulatur zu trainieren,

Q:

Welcher ist der wichtigste Atemmuskel: beschreibe seine Lage und Funktion?

A:

Das Zwerchfell, es liegt zwischen Brusthöhle und Bauchhöhle, hat die Form von 2 Kuppeln (da sich in der Mitte das Herz befindet) und besteht aus einer zentralen Sehnenplatte, von der Muskelfasern zum Brustbein, zu den unteren Rippen und zu den oberen Lendenwirbeln ausstrahlen.


Einatmung: Bei der Kontraktion der muskulären Teile des Zwerchfells flacht die Kuppel ab und der Brustraum wird vergrößert. So weitet sich die Lunge und Luft strömt ein.

Ausatmung: die Zwerchfell-Muskulatur entspannt sich, aufgrund der Elastizität der Lunge zieht sich der Brustkorb von selbst zusammen und Luft strömt aus.

Q:

Was bedeutet der Begriff Kundalini?

A:

Kundalini bedeutet „die Zusammengerollte“ und ist nach der indischen Mythologie die als dreifach zusammengerollte Schlange dargestellte Göttin Shakti. Sie steht für die spirituelle Energie, die im Wurzelchakra (Muladhara) ruht. Durch die Hatha- und Kundalini-Yoga-Techniken kann die Kundalini-Kraft erweckt werden und durch die einzelnen Chakren aufsteigen zum höchsten, göttlichen Bewußtsein.

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Q:

Beschreibe das Konzept der Asanas anhand PYS 2.46?

A:

Im Yoga Sutra (Leitfaden) 2.46 schreibt Patanjali : „Die Sitzstellung soll fest und bequem sein“ (Stirham sukham asanam)

Ursprünglich war mit Asana nur die Sitzstellung gemeint, erst später wurden die Körperübungen allgemein so genannt. Die Asanas sollen gleichzeitig mit Festigkeit und Leichtigkeit ausgeführt werden, mit soviel Spannung wie nötig und soviel Entspannung wie möglich. Sie sollen Kraft und Stärke vermitteln, aber auch den meditativen, ruhigen, sanften Aspekt.

Q:

Erläutere den Begriff Pranayama und beschreibe Konzept und Wirkungen der Pranayamas?

A:

Prana ist die Lebensenergie, Pranayamas sind die Übungen und Techniken zur Lenkung und Vermehrung der Energie, die Atemübungen, Atemtechniken im Yoga.
Die Wissenschaft des Hatha Yoga hat die enge Beziehung zwischen Atem und Körper/Geist/Seele erkannt und Techniken entwickelt, die diese Wechselbeziehung nutzen die Pranayamas durch:


  • Verlangsamung und Vertiefung der Atmung

  • Beschleunigung des Atemrhythmus (Reinigungsatmung, Kapalabhati)

  • Phasen des Luftanhaltens (Kumbhaka)

  • Atmung durch ein einzelnes Nasenloch (Wechselatmung)


soll einerseits eine Vermehrung des Prana (der Lebensenergie) bewirkt werden, andererseits der freien Fluß der Energie verbessert, Blockaden beseitigt und generell positiver Einfluß auf Balance und Harmonie in Körper, Geist und Seele ausgeübt werden.

Q:

Führe einen Anfänger in die Wechselatmung ein und beschreibe ihm Name, Bedeutung, Wirkung und Durchführung dieser Übung.

A:

Wechselatmung, auch Anuloma Viloma genannt, ist eine Atemtechnik im Yoga, die abwechselnde Atmung durch das linke bzw. rechte Nasenloch, wobei das jeweils andere Nasenloch mit Daumen bzw. Ringfinger der rechten Hand mit leichtem Druck verschlossen wird. Durch die Wechselatmung wird die Atemachtsamkeit erhöht, Blockaden können sich lösen und die Balance im Körper, die Schaffung und Erhaltung eines inneren Gleichgewichtszustandes soll gefördert werden.

Durchführung:
- aufrecht und entspannt hinsetzen,
- darauf achten, daß die Schultern locker sind,
- die spezielle Handhaltung (Vishna mudra) vorbereiten: Zeigefinger und Mittelfinger der re. Hand werden eingeklappt, Ringfinger und kleiner Finger liegen aneinander
- ruhig und langsam ein- und ausatmen
- rechtes Nasenloch mit Daumen leicht verschließen, links einatmen
- links mit Ringfinger verschließen, rechts ausatmen
- rechts einatmen, rechts mit Daumen verschließen, links ausatmen usw.
Nach einigen Runden beenden, die Hand ablegen und ganz normal und ruhig weiteratmen.

Q:

Welche 6 Reinigungstechniken gibt es? Charakterisiere sie kurz: was ist ihre Wirkung? Gehe dabei besonders auf Jala Neti ein.

A:

Die 6 Reinigungstechniken (Kriyas) im Hatha Yoga sind:
1.Neti – Nasenreinigung, Jala Neti ist die Nasenspülung mit Wasser+etwas Salz, soll die Nase frei machen, die Schleimhaut zu besserer Funktion anregen, bei Erkältungen und zur Vorbeugung helfen, verschiedene Beschwerden im Kopfbereich lindern und generell ausgleichende Wirkung haben
2. Dhauti – Reinigung des oberen Verdauungstraktes, z.B. Reinigung d. Zähne, Zunge
3. Basti – Reinigung des Enddarmes (Einlauf), soll Verdauungsproblemen entgegen wirken, v.a. Verstopfung
4. Tratak – Starren z.B. in Kerzenflamme, auf Blume od. anderes Objekt, =Konzentrationsübung, Stärkung d. Konzentration
5. Kapalabhati – Atemtechnik, bei der in kurzen Stößen durch Kontraktion der Bauchmuskeln ausgeatmet wird, zur Reinigung des Schädels und der Atemwege, Massage und Anregung der Bauchorgane
6. Nauli – Reinigung des Manipura-Chakra, starke Wirkung auf die Verdauung, Aktivierung und Anregung der Verdauungsorgane

Q:

Beschreibe das Gesetz des Karma. Wie wird Karma geschaffen? Wie überwindet der Yogi das Karma?

A:

Das Gesetz des Karma besagt, daß durch jede physische und geistige Handlung eine Wirkung ausgelöst wird, die früher oder später reift und entsprechende Auswirkungen in unserem Leben erzeugt (Ursache-Wirkung Zusammenhang).
Karma entsteht aus den Handlungen, die wir laufend setzen, wobei es vor allem um die Einstellung während der Handlung geht: lediglich achtsames, erwartungsloses Handeln als Teil des Ganzen und zum Wohle des Ganzen, im Handeln Geführt-sein durch eine höhere Kraft erzeugt kein neues Karma und macht frei.

Karma Yoga reduziert Karma, verhindert das Entstehen von neuem Karma und macht den Menschen frei (8. Karma Sutra): Der Karma-Yogi sieht sich als Teil des Kosmos und erfüllt seine jeweils momentane Aufgabe nach bestem Wissen und Können, ohne Erwartung und ohne den persönlichen Vorteil anzustreben.

Q:

Welche im Alltag des Menschen anwendbaren Ratschläge gibt der Karma Yoga?

A:
  • Konzentration, Achtsamkeit und Bewußtheit beim Handeln
  • erwartungslos handeln
  • sich loslösen von Verhaftungen und Abhängigkeiten, sich als Gast auf Erden betrachten
  • Selbstbeobachtung
  • sich bei allem Tun als Teil des Ganzen fühlen
  • fühlen, daß Gott durch uns handelt
Q:

Was ist Sinn und Wesen des Bhakti Yoga? Wie steht Bhakti Yoga zu den Weltreligionen und zu den verschiedenen Kirchen?

A:

Bhakti Yoga ist der Weg der Hingabe an Gott, es geht um 

  • das Umwandeln und Ausrichten der emotionalen Energien auf Gott hin, 

  • um das Fühlen und Erfahren einer universalen, inneren Göttlichkeit, 

  • um das Verbunden-Sein mit der göttlichen Energie, Weisheit und Liebe, mit der Quelle des Lebens.


Bhakti Yoga ist die liebende Hingabe an das Göttliche durch Überwinden, Loslassen des Ego. Bhakti übersteigt den geistig-intellektuellen Horizont, läßt sich mit Geist und Intellekt gar nicht fassen, sondern ist eine Sache des Herzens, des Spürens und der lebendigen Erfahrung. Alle anderen Yoga Wege münden letztendlich in Bhakti Yoga.
Bhakti ist völlig unabhängig von Sekten, Religionen und kirchl. Institutionen, ist frei von materiellen Bedingungen, jeder kann Bhakti Yoga betreiben, ob er einer Kirche angehört oder nicht. Gleich wecher Religionszugehörigkeit, kann jeder Mensch mit den ihm vertrauten Ritualen, Namen und Formen Bhakti Yoga betreiben. 

Der Bhakta will an Gott nicht nur glauben, ihn nicht nur kennen, sondern ihn spüren und erfahren.

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